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DE1088924B - Verfahren zur Reinigung von Loesungen durch Kationenaustausch - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Loesungen durch Kationenaustausch

Info

Publication number
DE1088924B
DE1088924B DES60416A DES0060416A DE1088924B DE 1088924 B DE1088924 B DE 1088924B DE S60416 A DES60416 A DE S60416A DE S0060416 A DES0060416 A DE S0060416A DE 1088924 B DE1088924 B DE 1088924B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
clay
cation exchange
clays
solutions
fiber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES60416A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Kurt Sponsel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KURT SPONSEL DR ING
Original Assignee
KURT SPONSEL DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KURT SPONSEL DR ING filed Critical KURT SPONSEL DR ING
Priority to DES60416A priority Critical patent/DE1088924B/de
Publication of DE1088924B publication Critical patent/DE1088924B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J47/00Ion-exchange processes in general; Apparatus therefor
    • B01J47/12Ion-exchange processes in general; Apparatus therefor characterised by the use of ion-exchange material in the form of ribbons, filaments, fibres or sheets, e.g. membranes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Lösungen durch Kationenaustausch Es ist bekannt, unerwünschte Ionen in einer Lösung durch Fällung oder durch Ionenaustausch zu beseitigen, z. B. um die Härtebildner aus dem Wasser zu entfernen, um radioaktive Kationen zu entfernen und anderes mehr. Wegen der Vorzüge in der Handhabung und wegen der Möglichkeit der Regenerierung werden besonders gern Ionenaustauscher dazu verwendet.
  • Gegenüber den bekannten Ionenaustauschern, die auf Kunststoffbasis hergestellt worden sind oder sonst aus organischem Material bestehen, bietet die Anwendung geeigneter Tone zweierlei Vorzüge. Einerseits haben diese Tone bei einer hohen Kationenaustauschkapazität von 30 bis 150 mäq/100 g einen billigen Preis, andererseits lassen sich diese Tone durch einfaches Glühen in ein keramisches Material verwandeln, in dem die eingetauschten Kationen unlöslich gebunden sind, was besonders bei der Reinigung radioaktiver Abwässer von Wert ist.
  • Solche geigneten Tone sind beispielsweise die Tone, welche ein Tonmineral der Montmorillonitgruppe enthalten. Auch solchen Tonen ähnliche synthetische Produkte sind geeignet, insbesondere wenn sie die Eigenschaften der Montmorillonitgruppe besitzen.
  • Bisher wurde angenommen, daß diese Tone zum Kationenaustausch nur nach feinster Aufteilung in der Lösung angewendet werden können. So wird, z. B. von U. Hofmann und Giese (vgl. Kolloid-Zeitschrift 87 [1939], Seite 24), vorgeschrieben, daß die Tone zum Kationenaustausch 12 Stunden lang geschüttelt und dann noch mehrere Tage stehengelassen werden sollen, und in den Offlcial Methods of the.Assoziation of Official Agriculture Chemists, N. Y., 1950, welche auf eine Veröffentlichung von Sullivan und Graham (vgl J. amer. ceram. Soc. 23 [1940], Seite 39) zurückgehen, vorgeschrieben, die Tone nach dem Versetzen mit der zum Kationenaustausch geeigneten Lösung in einem verschlossenen Kolben 5 Sekunden lang kräftig durchzuschütteln, ein solches Schütteln eine Stunde lang alle 15 Minuten zu wiederholen und dann die Aufschüttelungen über Nacht stehenzulassen.
  • Eine solche Verwendung der Tone in feinster Aufteilung bringt aber den Nachteil mit sich, daß diese Tone, wenn sie fein aufgeteilt sind, insbesondere bei Gegenwart von Alkaliionen, z.B. den fast allgegenwärtigen Natriumionen, ein sehr hohes Quellvermögen besitzen und dadurch der durchfließenden Lösung sehr hohen Widerstand entgegensetzen, sich schlecht absetzen und sich sehr schlecht filtrierten und auswaschen lassen.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Nachteile vermieden werden können, wenn man den Ton in an sich bekannter Weise in geeignete Fasergeflechte einbettet, beispielsweise ihn an Stelle anderer Füllstoffe in z. B.
  • Zellstoffvliese, Papier od. dgl. füllt und die so beladenen Fasergeflechte als Ionenaustauscher verwendet. Dabei bleibt überraschenderweise die Fähigkeit des Tones zum Kationenaustausch ungemindert erhalten, während seine nachteiligen Eigenschaften, d. h. seine Neigung zu einer starken Quellung, seine schlechte Absetzbarkeit und seine schlechte Filtrierbarkeit völlig ausgeschaltet sind, indem das Fasergeflecht die Bildung eines undurchlässigen Materials verhindert.
  • Diese Effekte sind dabei als um so überraschender zu bezeichnen, als bisher, wie oben bereits zum Ausdruck gebracht wurde, die Fachwelt 4er Meinung war, daß derartige Tone zum Kationenaustausch nur nach feinster Verteilung in der Lösung angewendet werden können, und daher an sich durchaus anzunehmen war, daß durch eine Agglomeration des Tones zu gröberen Partikeln und erst recht durch eine Einbettung desselben in Fasergeflechte die wirksame Oberfläche der Tonteilchen offensichtlich vermindert würde und auch sonst durch eine zu erwartende Wechselwirkung zwischen Tonteilchen und Fasergeflecht die Aktivität der Tonteilchen weiter beeinträchtigt würde. Ebenso war an sich keineswegs zu erwarten, daß trotz Nichteintretens derartiger negativer Wirkungen eine innige Haftung der Tonteilchen an dem Fasergeflecht auftreten würde, welche auch bei einem intensiven Schütteln mit Flüssigkeit oder einem Auswaschen der beladenen Fasergeflechte nicht beeinträchtigt würde, und insbesondere auch, daß die Beladung bzw. Füllung von Fasergeflechten mit gleichen oder gar noch größeren Gewichtsmengen derartiger Tone nicht etwa zu Produkten führen würde, welche bei deren Benutzung als Filter nicht auseinanderfallen, sondern durchaus stabil bleiben und so einen ausgezeichneten wirtschaftlichen Einsatz ermöglichen.
  • Ein solches Ton-Faser-Geflecht, z. B. Zellstoffvlies, kann in der Tat so viel von dem Ton aufnehmen, daß die Hälfte seines Gewichtes oder mehr aus dem Ton besteht. Der Ton wird in dem Fasergeflecht so festgehalten, daß er beim Filtrieren durch dasselbe, z. B. durch entsprechend beladenes Papier oder beim Vorbeilaufen der Lösung an Streifen solchen Papieres in einer Aus tauschersäule, ja sogar beim intensiven Schütteln der -Lösung mit Schnitzeln solchen Papiers nicht oder nur in ganz geringfügigen Mengen ausgewaschen wird.
  • Zur Füllung der Fasergeflechte wird bei alledem mit besonderem Vorteil ein Ton verwendet, welcher ein Tonmineral der Monímorillonitgruppe enthält oder aus solchen besteht. Ferner empfiehlt es sich, von den in Betracht kommenden Tonen solches zu verwenden, welche ein Kationenaustauschvermögen von mehr als 30 mäqIlOG g besitzen.
  • Je nach Wunsch kann man das mit dem Ton gefüllte Zellstoffvlies oder sonstiges Fasergeflecht durch Glühen in ein keramisches Produkt verwandeln, in dem die eingetauschten Kationen .unlöslich gebunden sind, oder man kann das beladene Zellstoffvlies oder sonstiges Fasergeflecht durch Austausch mit geeigneten billigen Salzlösungen zur erneuten Verwendung oder zur Gewinnung der eingetauschten Kationen regenerieren, und zwar sinngemäß ebenso, wie man z. B. einen zum Enthärten von Wasser geeigneten Austauscher mit einer Kochsalzlösung regeneriert.
  • Es ist bereits der Vorschlag gemacht worden (vgl. britische Patentschrift 768 665), wäßrigeFlüssigkeiten, welche negativ beladene, sich auf Grund der Gegenwart von anorganischen Kationen in ausgeflocktem Zustande befindliche Teilchen suspendiert enthalten, zwecks Aggregation derselben mit bestimmten Men- gen kationischer Polyelektrolyten zu behandeln und dieses Verfahren gegebenenfalls auch für das Füllen von Papier mit Ton zu verwenden. Ein nach diesem Verfahren mit Ton als Füllstoff versetztes Papier oder sonstiges Fasergeflecht wäre für die Zwecke des eri'ndungsgemäßen Verfahrens völlig ungeeignet, weil durch die Einwirkung der kationischen Polyelektrolyte alle etwa vorhandenen austauschfähigen Ionen besetzt werden und damit die ursprünglich etwa vorhanden gewesenen ionenaustauschenden Eigenschaften des Tones aufgehoben werden.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Reinigung von Lösungen durch Kationenaustausch, dadurch gekenrlzeichnet, daß als Ionenaustauscher ein Fasergeflecht verwendet wird, welches mit einem zum Kationenaustausch befähigten Ton natürlicher oder synthetischer Herkunft gefüllt ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ton ein Tonmineral der Montmorillonitgruppe enthält oder aus solchen besteht.
    -3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ton ein Kationenaustauschvermögen von mehr als 30 mäq/iOO g besitzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift-Nr. 1 000682; britische Patentschrift Nr. 768665; Industrial & Engineering Chemistry, 1955, S. 78; Chimia, 1955, S. 51.
DES60416A 1958-10-28 1958-10-28 Verfahren zur Reinigung von Loesungen durch Kationenaustausch Pending DE1088924B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1000682B (de) * 1953-06-22 1957-01-10 Waldhof Zellstoff Fab Verfahren zur Herstellung von saugfaehigem Papier fuer chromatographische Zwecke mit besonderen Eigenschaften hinsichtlich der Trennwirkung
GB768665A (en) * 1951-06-08 1957-02-20 Monsanto Chemicals Treatment of aqueous liquors

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB768665A (en) * 1951-06-08 1957-02-20 Monsanto Chemicals Treatment of aqueous liquors
DE1000682B (de) * 1953-06-22 1957-01-10 Waldhof Zellstoff Fab Verfahren zur Herstellung von saugfaehigem Papier fuer chromatographische Zwecke mit besonderen Eigenschaften hinsichtlich der Trennwirkung

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