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DE1088911B - Verfahren zur Isolierung von Gibberellinsaeure aus waessrigen Fermentationsmedien - Google Patents

Verfahren zur Isolierung von Gibberellinsaeure aus waessrigen Fermentationsmedien

Info

Publication number
DE1088911B
DE1088911B DEI14667A DEI0014667A DE1088911B DE 1088911 B DE1088911 B DE 1088911B DE I14667 A DEI14667 A DE I14667A DE I0014667 A DEI0014667 A DE I0014667A DE 1088911 B DE1088911 B DE 1088911B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gibberellic acid
acetate
extracted
ethyl acetate
aqueous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI14667A
Other languages
English (en)
Inventor
Christopher Towers Calam
Philip John Curtis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1088911B publication Critical patent/DE1088911B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P17/00Preparation of heterocyclic carbon compounds with only O, N, S, Se or Te as ring hetero atoms
    • C12P17/18Preparation of heterocyclic carbon compounds with only O, N, S, Se or Te as ring hetero atoms containing at least two hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring system, e.g. rifamycin
    • C12P17/182Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring heteroatoms in the condensed system
    • C12P17/183Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring heteroatoms in the condensed system containing an indolo[4,3-F,G]quinoleine nucleus, e.g. compound containing the lysergic acid nucleus as well as the dimeric ergot nucleus
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P27/00Preparation of compounds containing a gibbane ring system, e.g. gibberellin

Landscapes

  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Isolierung von Gibberellinsäure aus wäßrigen Fermentationsmedien Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Isolationsverfahren und insbesondere auf ein verbessertes Verfahren zur Isolierung von Gibberellinsäure aus wäßrigen Fermentationsmedien.
  • Es ist bekannt, bei mikrobiologischen Verfahren einen gewünschten Stoff aus dem Nährmedium durch Extraktion mit einem organischen Lösungsmittel zu gewinnen, wie es beispielsweise in der deutschen Patentschrift 619977 für die Herstellung von Zitronensäure durch Gärung und ihre Gewinnung aus den Gärlaugen mit Hilfe eines geeigneten Extraktionsmittels, z. B. ein Gemisch von Alkohol und Äther, sowie in der deutschen Patentschrift 81.4 890 für die Herstellung von Butandiol-(2,3) oder weiterhin für die Penicillingewinnung beschrieben ist. Ein solches Extraktionsverfahren läßt sich jedoch keineswegs auf ein beliebiges anderes Gärverfahren übertragen, da die Eigenschaften des Nährmediums bzw. der Gärlaugen und des anderen gewünschten Produkts ganz andere und nicht verwechselbar sind.
  • Für die Gewinnung von Gibberellinsäure aus einer wäßrigen Lösung derselben, beispielsweise aus einem Fermentationsmedium, ist es bekannt, diese durch Adsorption an Holzkohle zu isolieren und anschließend die Gibberellinsäure daraus zu eluieren und aus dem Eluat zu gewinnen. Dieses Verfahren bedingt jedoch mehrere Stufen und die Gewinnung größerer Mengen an teurem Material, wie Holzkohle, und von Spezialapparaturen.
  • Es wurde nun gefunden, daß Gibberellinsäure aus einer wäßrigen Fermentationslösung derselben isoliert werden kann, indem diese wäßrige Fermentationslösung mit einem geeigneten organischen Lösungsmittel extrahiert wird, wie beispielsweise mit Athylacetat, worauf dann die Gibberellinsäure aus diesem Lösungsmittel gewonnen wird.
  • Erfindungsgemäß wird ein verbessertes Verfahren zur Isolierung von Gibberellinsäure aus einem wäßrigen Fermentationsmedium vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß das wäßrige Fermentationsmedium mit einem mit Wasser nicht oder nur teilweise mischbaren organischen Lösungsmittel aus der Gruppe der Ester, Alkohole und Ketone mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen extrahiert und die Gibberellinsäure danach aus dem Lösungsmittel mit bekannten Mitteln gewonnen wird.
  • Das wäßrige Fermentationsmedium, welches die Gibberellinsäure enthält und das als Ausgangsmaterial verwendet wird, kann in bekannter Weise erhalten werden, beispielsweise kann dies aus einem wäßrigen Filtrat bestehen, das aus einem Gibberellinsäure enthaltenden Fermentationsmedium besteht und das durch den Wuchs eines Gibberellinsäure erzeugenden Pilzes auf einem geeigneten wäßrigen Nährmittelmedium erhalten wird. Für diesen Zweck ist der Pilz Gibberella fujikuroi geeignet, jedoch können auch andere Gibberellinsäure erzeugenden Pilze oder entsprechende Mutationen derselben verwendet werden.
  • Als geeignete organische Lösungsmittel, welche aus der Ester, Ketone, Alkohole und Äther enthaltenden Gruppe ausgewählt werden und die bei dem Extraktionsverfahren gemäß der Erfindung angewandt werden können, seien beispielsweise genannt: Äthylacetat, n-Butylacetat, Isoamylacetat, Diäthylcarbonat, Äthylpropionat, Äthyln-butyrat, n-Butyllactat, Isopropylacetat, ß-Äthoxyäthylacetat, Methoxybutylacetat, Methyl-n-propylketon, Cyclohexänon, Diäthylketon, Methylisobutylketon, Methylcyclohexanon, Methyläthylketon, Benzylalkohol, sec.-Butanol, Cyclohexanol und n-Butanol. Es ist darauf hinzuweisen, daß dieses Lösungsmittel auch aus einer Mischung von Lösungsmitteln bestehen kann, wie beispielsweise einer Mischung aus n-Butanol und n-Butylacetat oder einer Mischung aus Isoamylacetatundn-Amylacetat, wie sie im technischen Amylacetat vorliegt.
  • Bevorzugte Lösungsmittel sind Athylacetat, Isoamylacetat, Methyl-n-propylketon und Methylisobutylketon. Das filtrierte wäßrige Fermentationsmedium, welches Gibberellinsäure enthält und das als Ausgangsmaterial verwendet wird, wird vorzugsweise vor dem Extrahieren mit dem entsprechenden organischen Lösungsmittel auf einen pH-Wert zwischen 1,5 und 4,0 eingestellt. Die Gibberellinsäure kann aus dem so erhaltenen organischen Lösungsmittelextrakt in bekannter Weise isoliert werden, indem beispielsweise dieser Extrakt konzentriert werden kann und das so erhaltene Rohprodukt dann in bekannter Weise gereinigtwird, um reine Gibberellinsäure zu ergeben.
  • Ein geeignetes Verfahren zum Reinigen der Gibberellinsäure besteht darin, daß die Gibberellinsäure aus dem organischen Lösungsmittel-- mittels einer Pufferlösung eines pH-Wertes von 6 _bis 8-.extrahiert wird. Der Pufferextrakt wird dann auf einen pH-Wert von 3 bis 4 angesäuert, und die hierbei frei werdende Gibberellinsäure wird dann mit Äthylacetat-extrahiert. Das Äthylacetat wird dann mit Natriumsulfat getrocknet und auf eine kleine Menge verringert, wodurch fast reine Gibberellinsäure auskristallisiert. Um eine vergrößerte Ausbeute an dem erwünschten Material zu erhalten, kann Leichtbenzin zugesetzt werden, -Die Erfindung ist in den folgenden Beispielen erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Beispiel 1 31 eines Kulturfiltrats, das etwa 117 mg Gibberellinsäure enthält, werden auf einen pH-Wert von 3 eingestellt und -dreimal mit Athylacetat.extrahiert, wobei jedesmal 1,51. verwendet werden. Die ersten und zweiten Extrakte werden vereinigt und auf eine Menge von 100 ccm eingedampft und dann zweimal mit einem Phosphatpuffer extrahiert, wobei jedesmal--25 ccm angewandt werden. Der Phosphatpuffer besteht aus 136 g primärem Kaliumphosphat und 24 g Kaliumhydroxyd, die mit destilliertem Wasser auf 11 aufgefüllt---werden; der pn-Wert dieser Lösung beträgt 6,3. Die Pufferextrakte werden vereinigt, auf einen pn-Wert von 3,5 bis 3,8 eingestellt und zweimal mit je 70 ccm Äthylacetat extrahiert. Die vereinigten Äthylacetatextrakte werden dann auf ein kleines Volumen eingedampft und Leichtbenzin zugesetzt, wobei Gibberellinsäure auskristallisiert. Auf diese Weise werden 72 mg Gibberellinsäure erhalten, die bei 233 bis 235°C unter Zersetzung schmilzt. Beispiel 2 1 1 eines Kulturfiltrats; das schätzungsweise 39 mg Gibberellinsäure enthält, wird auf einen pH-Wert von 3 eingestellt und zweimal mit je 1 1 Butylacetat extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden eingedampft, und das .Rohprodukt wird in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise gereinigt. Auf diese Weise werden 8 mg Gibberellin--säure erhalten, die bei 233 bis 235°C unter Zersetzung schmilzt. Beispiel 3 21 eines Kulturfiltrats, das schätzungsweise 378 mg Gibberellinsäure enthält, werden auf einen pH-Wert von -3 eingestellt und zweimal mit j e 21 Äthylacetat extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden eingedampft, und das erhaltene Rohprodukt wird in der im Beispiell beschriebenen Weise gereinigt. Auf diese Weise werden "268 mg Gibberellinsäure erhalten, die bei 233 bis 235°C unter Zersetzung schmilzt.
  • Beispiel 4 - 21 eines Kulturfiltrats, das schätzungsweise zwischen 690 und 886 mg Gibberellinsäure enthält, werden auf einen pH-Wert von 3 eingestellt und dreimal mit Äthylacetat extrahiert, wobei entsprechend 1, 2 und nochmals 1 1 Äthylacetat verwendet werden. Der erste und zweite Extrakt werden vereinigt und auf 100 ccm eingedampft und dann zweimal mit j e 25 ccm einer Phosphatpufferlösung extrahiert. Die Phosphatpufferlösung besteht aus 136 g primärem Kaliumphosphat und 24 g Kaliumhydroxyd, die mit destilliertem Wasser auf 1 1 aufgefüllt und auf einen pg-Wert von 6,3 eingestellt wird. Die Pufferextrakte werden vereinigt, auf einen pn-Wert von 3,5 bis 3,8 eingestellt und zweimal mit Äthylacetat extrahiert, wobei jedesmal 70 ccm verwendet werden.
  • Die vereinigten Äthylacetatextrakte werden dann auf ein kleines Volumen eingedampft, und Leichtbenzin wird zugesetzt, wodurch Gibberellinsäure auskristallisiert. Auf diese Weise werden 708 mg Gibberellinsäure erhalten, die bei 233 bis 235°C unter Zersetzung schmilzt.
  • Wenn der dritte Extrakt des Kulturfiltrats in entsprechender Weise gereinigt wird, so werden noch weitere 38 mg Gibberellinsäure erhalten. Beispiel 5 7,21 eines Kulturfiltrats, das schätzungsweise 450 mg Gibberellinsäure im Liter enthält, werden durch Zusatz von Phosphorsäure auf einen pH-Wert von 2,5 eingestellt und dann dreimal mit je 3,61 Äthylacetat extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden auf eine Menge von -11 eingedampft und dann dreimal mit wäßriger Natriumbicarbonatlösung extrahiert, so daß der pn-Wert der wäßrigen Phase 7 beträgt. Hierbei werden jeweils 500, 150 und 150 ccm Natriumbicarbonatlösung verwendet. Der wäßrige Extrakt wird auf einen pH-Wert von 3,5 eingestellt und dann dreimal mit Äthylacetat extrahiert. Die Extrakte werden vereinigt und unter Vakuum eingedampft. Die auskristallisierende Gibberellinsäure wird abfiltriert, mit Äthylacetat gewaschen und im Vakuum getrocknet. Auf diese Weise werden 2,55 g Gibberellinsäure erhalten, die bei 233 bis 234°C unter Zersetzung schmilzt.
  • Das beschriebene Verfahren wird mit der Abwandlung wiederholt, daß hierbei das Äthylacetat durch Amylacetat als Lösungsmittel ersetzt wird. Hierbei werden in ähnlicher Weise 2,33 g Gibberellinsäure erhalten, welche bei 233 bis 234°C unter Zersetzung schmilzt. Beispiel 6 11251 eines Kulturfiltrats, welches schätzungsweise 400 mg Gibberellinsäure im Liter enthält, werden unter Verwendung eines Podbielniak-Extraktors mit Äthylacetat bei einem pH-Wert von 2,8 extrahiert. Der aus 541 bestehende Extrakt wird im Vakuum auf ein Volumen von 351 eingedampft. Das so erhaltene Konzentrat wird dann mit einer wäßrigen Pufferlösung dreimal extrahiert und nach dem Mischen der Extrakte auf einen pH-Wert von 9,5 eingestellt. Zur Extraktion werden 10, 5 und 21 Pufferlösung verwendet. Der erste, aus 101 bestehende Extrakt wird dreimal mit Äthylacetat, und zwar unter Verwendung von 5, 2,5 und 1,251 extrahiert und nach dem Vermischen mit dem Lösungsmittel auf einen pH-Wert von 3 eingestellt. Die zweiten und dritten Pufferlösungsextrakte, die insgesamt 51 ausmachen, werden vereinigt und zweimal mit 2;5 und 1,51 Äthylacetat extrahiert. Sämtliche Äthylacetatextrakte werden vereinigt und durch ein Diatomeenerdefilter filtriert und teilweise über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Die vereinigten Extrakte werden unter Vakuum in zwei Portionen konzentriert. Wenn das Volumen der Lösung bis auf 750 ccm verringert ist, erfolgt eine Kristallisation der Gibberellinsäure, und. die Konzentrierung wird unterbrochen. Die Mischung wird abgekühlt und filtriert und der feste Rückstand mit Äthylacetat gewaschen und an der Luft getrocknet. Durch Konzentration der Mutterlaugen werden weitere Mengen des Feststoffes erhalten. Die Gesamtmenge an in dieser Weise erhaltener Gibberellinsäure beträgt 313,2 g, und dieses Produkt schmilzt bei 234 bis 235°C unter Zersetzung. Beispiel 7 Im folgenden wird die Wirksamkeit der Extraktion der Gibberellinsäure aus einem wäßrigen Fermentationsmedium unter Anwendung verschiedener Lösungsmittel beschrieben.
  • Eine wäßrige Gibberellinsäurelösung, welche durch Auslösen von 0,5 g feinpulverisierter Gibberellinsäure in 250 ccm destilliertem Wasser hergestellt worden ist, wird filtriert, um nicht gelöstes Material zu entfernen. 25 ccm dieser Lösung werden dann mit wäßriger N/100-Natriumhydroxydlösung titriert unter Verwendung von Phenolphthalein als Indikator. Die hierbei verwendete Natriumhydroxydlösung wird notiert (X).
  • 25 ccm der Gibberellinsäurelösung werden dann 1 Minute lang mit 25 ccm des zu prüfenden Lösungsmittels in einem mit einem Stopfen versehenen Scheidetrichter geschüttelt. Die sich absetzende wäßrige Phase wird ablaufen gelassen, mit wäßriger N/100-Natriumhydroxydlösung unter Verwendung von Phenolphthalein als Indikator titriert und der festgestellte Titer notiert (Y). Dann wird eine Grundbestimmung unter Verwendung von 25 ccm destilliertem Wasser und 25 ccm Lösungsmittel durchgeführt. Die wäßrige Phase wird wiederum ablaufen gelassen und mit wäßriger N/100-Natriumhydroxydlösung titriert und der kleine Grundtiter (B) notiert.
  • Die prozentuale Wirksamkeit der Extraktion wird nach folgender Formel errechnet Die prozentuale Wirksamkeit der Extraktion ergibt sich für eine Reihe von Lösungsmitteln aus folgender Tabelle:
    Prozentuale
    Angewandtes Lösungsmittel Wirksamkeit
    der Extraktion
    Diäthylketon ...................... 74
    Methyl-n-propylketon .............. 79
    Methyläthylketon .................. 57
    Methylisobutylketon ............... 72
    Diäthylcarbonat ................... 39 .
    Benzylalkohol ...................... 86
    sec.-Butanol ...................... 85
    n-Amylalkohol .................... 91
    Cyclohexanon ..................... 95
    Methylcyclohexanon ............... 87
    Cyclohexanol...................... 98
    Äthylpropionat .................... 54
    Äthyl-n-butyrat ................... 39
    n-Butyllactat ..................... 89
    Äthylacetat ....................... 71
    Isopropylacetat.................... 57
    ß-Äthoxyäthylacet;£t ............... 88
    n-Butylacetat ..................... 54
    3-Methoxybutylacetat .............. 88
    n-Butylacetat + 10 °/o n-Butanol .... 73
    Amylacetat ....................... 68
    Beispiel 8 53501 Kulturfiltrat aus einer Fabrikationsfermentierungsanlage, die schätzungsweise 1170 g Gibberellin.-säure enthalten, werden mit Äthylacetat bei einem pH-Wert 2 unter Verwendung eines Podbielniak-Extraktors extrahiert. Der Äthylacetatextrakt (40501) wird unter verringertem Druck auf 2471 eingedampft. 2431 dieses Konzentrats werden dann nacheinander mit 22,5, 18 und 181 Wasser extrahiert, die jeweils 1100, 100 und 25 g Kaliumbicarbonat enthalten, so daß die wäßrigen Extrakte einen pH-Wert von 6,3 aufweisen. Die Menge an Kaliumbicarbonat, welche in der ersten Extraktionsstufe verwendet wird, wird durch Titrieren eines Teils des konzentrierten Extraktes mit wäßriger N/10-Natriumhydroxydlösung unter Verwendung von Phenolphthalein als Indikator bestimmt, und es ergibt sich, daß der konzentrierte Extrakt Säure entsprechend einem Äquivalent von 0,68 N/10-Säure enthält. Die Menge an Bicarbonat, welche für die erste Extraktion verwendet wird, ist äquivalent zwei Dritteln der aus der Titration errechneten Menge. Die drei Bicarbonatextrakte werden getrennt aufbewahrt und von dem Lösungsmittel mit Hilfe eines Zentrifugalabscheiders getrennt. Der erste Extrakt wird mit verdünnter Salzsäure angesäuert und zweimal mit 7,61 Äthylacetat extrahiert und nach dem Vermischen auf einen pH-Wert von 3,3 eingestellt. Der zweite Extrakt wird dann nacheinander mit den beiden obenerwähnten Äthylacetatextrakten extrahiert, in gleicher Weise angesäuert und dann mit einer dritten Menge von 4,51 Äthylacetat extrahiert. Der erste Bicarbonatextrakt wird dann nacheinander mit den drei vorher verwendeten Athylacetatextrakten extrahiert und dann mit weiteren 4,51 Äthylacetat, wobei die wäßrige Phase wiederum auf einen pH-Wert von 3,3 eingestellt wird. Die vereinigten Äthylacetatextrakte, entsprechend 361 einschließlich der Waschflüssigkeiten, besitzen eine braune Farbe, und sie werden unter verringertem Druck konzentriert, bis Gibberellinsäure auskristallisiert. Die Gibberellinsäure wird durch Filtrieren entfernt, nachdem die Lösung einige Stunden stehengelassen wurde, und das Lösungsmittel wird weiter eingedampft, um mehr Gibberellinsäure zu ergeben. Die erhaltene Gibberellinsäure wird sorgfältig mit Äthylacetat gewaschen, um die Verfärbung zu entfernen, und als Endprodukt wird ein weißer kristalliner Feststoff erhalten, der bei 234 bis 235°C schmilzt. Die Gewichtsmenge des Produktes beträgt nach dem Trocknen im Vakuum bei 40°C 947 g bzw. 810/, des in der Ausgangslösung vorhandenen Materials.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Isolierung von Gibberellinsäure aus einem wäßrigen Fermentationsmedium, dadurch gekennzeichnet, daß das wäßrige Fermentationsmedium mit einem mit Wasser nicht oder nur teilweise mischbaren organischen Lösungsmittel aus der Gruppe der Ester, Alkohole und Ketone mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen extrahiert und die Gibbereliinsäure danach aus dem Lösungsmittel mit bekannten Mitteln gewonnen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Äthylacetat, n-Butyl acetat, Isoamylacetat, Diäthylcarbonat, Äthylpropionat, Äthyl-n-butyrat, n-Butyllactat, Isopropylacetat, ß-Äthoxyäthylacetat, Methoxybutylacetat, Methyl-n-propylketon, Cyclohexanon, Diäthylketon, Methylisobutylketon, Methylcyclöhexanon, Methyläthylketon, Benzylalkohol, sec.-Butanol, Cyclohexanol oder n-Butanol verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das wäßrige Fermentationsmedium vor der Extraktion mit dem organischen Lösungsmittel auf einen pH-Wert zwischen 1,5 und 4,0 eingestellt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 619 977, 814 890; »Industrial Fermentationsu von Underkofler und Hickey, New York, 1954, Vol. II, S. 252 und 254.
DEI14667A 1957-04-05 1958-04-03 Verfahren zur Isolierung von Gibberellinsaeure aus waessrigen Fermentationsmedien Pending DE1088911B (de)

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GB2950288X 1957-04-05
GB1203766X 1957-04-05
GB1088911X 1957-04-05

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE619977C (de) * 1930-10-04 1935-10-10 Wilhelm Klapproth Dr Ing Verfahren zum Herstellen von Zitronensaeure durch Gaerung
DE814890C (de) * 1945-08-20 1951-09-27 Melle Usines Sa Verfahren zur Herstellung von Butandiol-(2, 3) und Butanolon-(2, 3) durch Gaerung

Patent Citations (2)

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