DE1087863B - UEberdrucksicherheitsventil - Google Patents
UEberdrucksicherheitsventilInfo
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- DE1087863B DE1087863B DEB49177A DEB0049177A DE1087863B DE 1087863 B DE1087863 B DE 1087863B DE B49177 A DEB49177 A DE B49177A DE B0049177 A DEB0049177 A DE B0049177A DE 1087863 B DE1087863 B DE 1087863B
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D15/00—Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
- E21D15/50—Component parts or details of props
- E21D15/51—Component parts or details of props specially adapted to hydraulic, pneumatic, or hydraulic-pneumatic props, e.g. arrangements of relief valves
- E21D15/512—Arrangement of valves
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein druckgesteuertes Überdruckventil, das die Druckdifferenz zwischen Öffnen
und Schließen 'des Ventils in bestimmbaren geringen Grenzen hält.
Es sind Überdruckventile bekannt, die durch den hydraulischen Druck selbst gesteuert werden. Dies geschieht
meist so, daß ein besonderer Steuerkolben, der vom hydraulischen Druck beaufschlagt und durch eine
Feder im Gleichgewicht gehalten wird, bei Überdruck sich bewegt und hierbei das eigentliche Überdruckventil
öffnet. Sobald der Druck wieder gefallen ist, stellt die Feder den Steuerkolben wieder zurück, und
das Ventil öffnet sich.
Hierbei ist der Schließdruck immer weitaus geringer als der öffnungsdruck, was auf die Reibung
des Steuerkolbens und seiner Führungen sowie auf die Differenz der Flächen des Steuerkolbens und der
wirksamen Ventilöffnung zurückzuführen ist. Bei vielen Geräten — wie z. B. bei hydraulischen Grubenstempeln
— muß jedoch die Differenz zwischen Öffnungs- und Schließdrück möglichst klein sein.
Die Erfindung bezweckt, diesen Unterschied in engen bestimmbaren Grenzen zu halten und gleichzeitig
zu besonders kleinen baulichen Abmessungen zu gelangen. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht,
daß ein in bekannter Weise vorgesehener druckbeaufschlagter Steuerkolben mittels einer Untersetzung
im Öffnungssinne auf den Schließkörper des Überströmventils einwirkt. Maßgebend für die Differenz
zwischen öffnungs- und Schließdruck ist neben der Reibung der Ventilteile vor allem das Verhältnis
der Steuerkolbenkraft zu der Kraft, die erforderlich ist, um den Schließkörper zu öffnen. Der mathematische
Zusammenhang wird unter Vernachlässigung der Reibung durch die folgende Formel dargestellt:
Pö A . tP
Überdrucksicherheitsventil
Ps
i-D*
In dieser Formel sind mit Pö der öffnungsdruck,
mit Ps der Schließdruck, mit d der wirksame Durchmesser des Überströmventils, mit i das Untersetzungsverhältnis
und mit D die wirksame Steuerkolbenfläche bezeichnet. Will man bei Überdruckventilen, insbesondere
bei Überdruckventilen für hydraulische Stempel, die Differenz zwischen öffnungs- und Schließdruck
in den Grenzen von etwa 5% halten, so muß
das Verhältnis
bei Vernachlässigung der ReiAnmelder:
BWG Bergwerk- und Walzwerk-Maschinenbau G.m.b.H.,
Duisburg, Mercatorstr. 74
Duisburg, Mercatorstr. 74
Oskar Noe, Mülheim/Ruhr-Speldorf,
Friedrich Kämpken, Duisburg,
und Wolfgang Reiners, Kapellen bei Moers,
sind als Erfinder genannt worden
bung mindestens 1: 20 betragen. Berücksichtigt man die auftretende Reibung, so kommt man auf Kraftbzw.
Flächenverhältnisse von 1 : 30 bis 1 : 40. Wie sich bereits aus der Formel ergibt, könnte man dieses
Untersetzungsverhältnis auf rein hydraulischem Wege erzeugen, indem die Fläche des Steuerkolbens entsprechend 30mal oder 40mal größer als die wirksame
öffnungsfiäche des Überströmventils ist. Man gelangt jedoch zu baulich kleineren Abmessungen, wenn eine
mechanischeUntersetzung eingeschaltet wird. Wesentlich kommt es also auf das Verhältnis der Steuerkraft
zur Ventilöffnungskraft an.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung der Erfindung.
Die Zeichnung zeigt ein druckgesteuertes Überdruckventil, teilweise im Schnitt, bei dem der Steuerkolben
durch eine Hebeluntersetzung auf den Schließkröper des Überströmventils wirkt. Es bezeichnet 1
das Ventilgehäuse, 2 den Steuerkolben und 3 eine Feder, die den Steuerkolben 2 entsprechend dem hydraulischen
Druck im Gleichgewicht hält. Die Kraft des Steuerkolbens 2 wird über einen Stößel 4, eine
verstellbare Anschkgschraube 5, einen Hebel 6 und einen Stößel 13 auf den von einer Kugel 8 gebildeten
Schließkörper übertragen. Die Kugel 8 sitzt in einem Gehäuse 7, wobei sie mittels einer Führung 9 und einer
Feder 10 geführt wird. Der Anschluß zur Druckleitung ist mit 11, die Verbindungsbohrung zum Überströmventil
mit 12 und der Dichtsitz mit 14 bezeichnet.
Steht das Ventil bzw. das zugehörige Gerät unter hydraulischem Druck, so wird auch die Kugel des
Überströmventils vom hydraulischen Druck beaufschlagt und bei wachsenden Drücken immer fester auf
ihren Dichtsitz gebrückt, d. h., daß das Ventil im Gegensatz
zu einfachen Überströmventilen bei wachsenden Drücken immer dichter und der Sitzdruck größer
wird. Dieser stärkere Sitzdruck muß jedoch beim mechanischen Öffnen des Ventils überwunden werden,
009 588/236
woraus sich ergibt, daß die Kräfte des Steuerkolbens und die Öffnungskräfte für das Überströmventil in
einem entsprechenden Verhältnis zueinander stehen müssen.
Das Arbeitsspiel des Ventils geht wie folgt vor sich: Der hydraulische Druck beaufschlagt den Steuerkolben
2, der seinerseits über den Stößel 4 die Feder 3 entsprechend zusammendrückt. Es stellt sich ein
Gleichgewicht zwischen Kolbenkraft und Federkraft ein. Beim Überschreiten des eingestellten Druckes be- ίο
tätigt der Stößel 4 über die Anschlagschraube 5 den Hebel 6, der um eine Achse 15 schwenkbar ist. Der
Hebel 6 betätigt dann mit seinem unteren kurzen Ende den Stößel 13, der die Kugel 8 um ein geringes von
ihrem Sitz abhebt. Dadurch sinkt der Druck, der Steuerkolben 2 stellt sich zurück, und der Stößel 13
sowie die Kugel 8 werden freigegeben. Die Kugel 8 wird dann sofort wieder vom hydraulischen Druck beaufschlagt
und auf ihren Sitz 4 gepreßt.
Zur Verbesserung der Arbeitsweise und zur einfächeren
Herstellung wird der Stößel4 in dem Steuerkolben 2 mittels einer Zentrierspitze 17 in einer Zentriersenkung
16 geführt. Hierdurch wird gewährleistet, daß die Kraft der Feder 3 zentrisch wirkend
auf den Steuerkolben 2 übertragen wird. Der Steuerkolben 2 kann nicht verkanten, und die Reibung in
seiner Führung ist gering.
Für hydraulische Grubenstempel läßt sich das erfindungsgemäße Überdruckventil außerordentlich gut
verwenden, da es baulich nur geringe Abmessungen besitzt und nur geringe Differenz zwischen Öffnungsund
Schließdruck aufweist. Selbstverständlich kann dieses gesteuerte Überdruckventil auch bei anderen
Aggregaten, z. B. bei hydraulischen Arbeitszylindern, die eine bestimmte Druckkraft nicht übersteigen
dürfen, angewendet werden. Ein besonderer Vorteil bei dieser Bauart ergibt sich daraus, daß die Schließkugel
des Überströmventils angehoben und abgesenkt wird und nicht wie bei Überströmventilen üblicher
Art vom Druck geöffnet und von der Federkraft wieder auf ihren Sitz zurückgeschlagen wird. Dieses
schlagende Arbeiten der üblichen Überströmventile kann in kurzer Zeit zur Zerstörung des Ventilsitzes
und/oder des Ventilkörpers führen.
Claims (5)
1. Überdrucksicherheitsventil mit einem federbelasteten Steuerkolben, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schließkörper vom Steuerkolben mittels einer Untersetzung geöffnet wird.
2. Überdrucksicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis vom
Öffnungsdruck zum Schließ druck
Po
Ps
i-D*
ist, wobei d der Durchmesser am Ventilsitz und D der Durchmesser des Steuerkolbens und i das Untersetzungsverhältnis
ist und der die Druckdifferenz wesentlich bestimmende Quotient
i-D2
kleiner ist als 0,1,
3. Überdrucksicherheitsventil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließkörper
vom hydraulischen Druck auf seinen Sitz gepreßt und entgegen der Durchflußrichtung geöffnet
wird.
4. Überdrucksicherheitsventil nachAnspruch.1,2
und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben vor dem öffnen einen begrenzten Leerhub
zurücklegt, bevor seine Bewegung auf den Schließkörper übertragen wird.
5. Überdrucksicherheitsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es in einen hydraulischen Grubenstempel eingebaut ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 30680, 669318,
139.
Deutsche Patentschriften Nr. 30680, 669318,
139.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 009 588/236 8.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB49177A DE1087863B (de) | 1958-06-06 | 1958-06-06 | UEberdrucksicherheitsventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB49177A DE1087863B (de) | 1958-06-06 | 1958-06-06 | UEberdrucksicherheitsventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1087863B true DE1087863B (de) | 1960-08-25 |
Family
ID=6968793
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB49177A Pending DE1087863B (de) | 1958-06-06 | 1958-06-06 | UEberdrucksicherheitsventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1087863B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE30680C (de) * | M. CAS-TELNAU und CH. MlCHELET in Paris | Sicherheitsvorrichtung | ||
| DE669318C (de) * | 1937-04-04 | 1938-12-22 | Auergesellschaft Akt Ges | Sicherheitsventil |
| DE803139C (de) * | 1949-12-02 | 1951-03-01 | Andreas Loewe | Sicherheitsventil |
-
1958
- 1958-06-06 DE DEB49177A patent/DE1087863B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE30680C (de) * | M. CAS-TELNAU und CH. MlCHELET in Paris | Sicherheitsvorrichtung | ||
| DE669318C (de) * | 1937-04-04 | 1938-12-22 | Auergesellschaft Akt Ges | Sicherheitsventil |
| DE803139C (de) * | 1949-12-02 | 1951-03-01 | Andreas Loewe | Sicherheitsventil |
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