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DE1087735B - Verfahren zum Zerlegen von Benzinfraktionen - Google Patents

Verfahren zum Zerlegen von Benzinfraktionen

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Publication number
DE1087735B
DE1087735B DE1957E0014915 DEE0014915A DE1087735B DE 1087735 B DE1087735 B DE 1087735B DE 1957E0014915 DE1957E0014915 DE 1957E0014915 DE E0014915 A DEE0014915 A DE E0014915A DE 1087735 B DE1087735 B DE 1087735B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
boiling
aromatics
extraction
auxiliary
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1957E0014915
Other languages
English (en)
Inventor
Charles N Kimberlin Jun
William J Mattox
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Publication of DE1087735B publication Critical patent/DE1087735B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G21/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
    • C10G21/02Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents with two or more solvents, which are introduced or withdrawn separately

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zum Zerlegen von Benzinfraktionen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Motortreibstoffen hohen Gütegrades durch selektive Extraktion von Olefinkohlenwasserstoffen und Aromaten aus Paraffinkohlenwasserstoffen, die sämtlich in dem für Motortreibstoffe in Betracht kommenden Benzin- und Leuchtölbereich sieden.
  • Die Anwendung selektiver Lösungsmittel zur Trennung organischer Verbindungen ist an sich bekannt. Hierauf beruhende Verfahren eignen sich zur Zerlegung von Gemischen in ihre verschiedenen Komponenten, wenn diese so ähnliche Dampfdrück0- besitzen, daß sie sich durch die übliche Fraktionierung schwer oder gar nicht voneinander trennen lassen; derartige Extraktionsverfahren eignen sich ferner zur Trennung von Komponenten, die miteinander azeotrope Gemische bilden. Zwei üblicherweise angewandte Verfahren sind die Lösungsmittelextraktion in flüssigem System und die extraktive Destillation mit Lösungsmitteln.
  • Bei der Lösungsmittelextraktion in flüssigem System erreicht man die Trennung des Gemisches durch Behandlung mit einem selektiven flüssigen Lösungsmittel. Hierbei muß mindestens eine der Komponenten des Gemisches mit dem zur Behandlung dienenden Lösungsmittel nicht mischbar oder darf in demselben nur teilweise löslich sein, damit sich im gesamten Bereich der Arbeitsbedingungen mindestens zwei Phasen bilden. Um eine Trennung zu erzielen, müssen sich eine oder mehrere Komponenten aus dem Gemisch durch das Lösungsmittel bevorzugt gegenüber anderen Komponenten herauslösen lassen.
  • Es ist bekannt, zur selektiven Extraktion von Aromaten Lösungsmittel, wie Phenol, Pyridin oder Furfurol, zu verwenden. Diese Lösungsmittel besitzen zwar ein sehr hohes Lösevermögen für Aromaten, haben jedoch keine ausreichende Selektivität und lösen und extrahieren auch erhebliche Mengen an Paraffinen. Durch Verdünnung des Lösungsmittels mit Wasser kann man seine Selektivität für Aromaten erhöhen, gleichzeitig vermindert sich aber das Lösevermögen, und der zusätzliche Wärmebedarf für die Verdampfung des Wassers bei der Trennung von Lösungsmittel und öl erhöht die Betriebskosten beträchtlich. Andererseits ist z. B. bekannt, daß Diäthylenglykol eine hohe Selektivität für Aromaten besitzt. Das Lösevermögen dieses Stoffes ist jedoch sehr gering, und man muß bei Verwendung von Diäthylenglykol in technischen Anlagen beträchtliche Mengen des Lösungsmittels im Kreislauf führen, weil die Extraktionsleistung je Arbeitsgang begrenzt ist.
  • Ferner ist es bekannt, daß Alkandinitrile sich als selektive Lösungsmittel zur Extraktion von Aromaten eignen. y-Butyrolacton wurde bisher nur als selektives Lösungsmittel für Acetylen vorgeschlagen. Auch die Anwendung zweier Lösungsmittel bei Extraktionsverfahren ist an sich bekannt. In einem solchen System werden z. B. ein Lösungsmittel für Aromaten und ein niedrigsiedender Kohlenwasserstoff, wie Propan, Butan und Pentan, in der Extraktionszone mit der Beschickung in Berührung gebracht. Das niedrigsiedende paraffinische Lösungsmittel wird angewandt, weil es vorkommen kann, daß die Aromaten mit dem Lösungsmittel für die Aromaten bei den Arbeitstemperaturen unbegrenzt mischbar sind und daher eine verhältnismäßig vollständige Trennung unmöglich ist. Bei den mit zwei Lösungsmitteln arbeitenden Verfahren läßt man das selektive Lösungsmittel durch einen Füllkörperturm oder eine mehrstufige Behandlungsanlage im Gegenstrom zu dem Hilfslösungsmittel hindurchströmen, als welches nach dem Stande der Technik ein niedrigsiedender flüssiger oder verflüssigter Paraffinkohlenwasserstoff verwendet wurde, der in Gegenwart des zu extrahierenden Gemisches mindestens zum Teil mit dem selektiven Lösungsmittel nicht mischbar ist. Es ist weiterhin bekannt, bei der Lösungsmittelraffination von Schmierölen ein paraffinisches Lösungsmittel für die Paraffine und Kresol oder Teersäuren als Lösungsmittel für die Naphthene im Gegenstrom zueinander zu führen, die zu extrahierende Schmierölfraktion in der Mitte der Extraktionszone zuzuführen und das die Paraffine enthaltende Raffinat sowie den die Napthene enthaltenden Extrakt gesondert von entgegengesetzten Enden des Extraktionssystems abzuziehen.
  • Ebenso ist es bekannt, bei der Raffination von Schmierölfraktionen mit einem selektiven Lösungsmittel, wie Furfurol, und gleichzeitig mit einem verflüssigten Kohlenwasserstoff von hohem Molekulargewicht, wie Petrolatum, als Hilfslösungsmittel zu arbeiten, wobei beide Lösungsmittel im Gegenstrom zueinander geführt werden.
  • Schließlich ist es auch bekannt, Schmierölfraktionen vor der Lösungsmittelextraktion eine leichtere paraffinische Ölfraktion zuzusetzen, um eine schnellere Phasentrennung nach der Lösungsmittelextraktion zu erzielen.
  • Die Verwendung hochsiedender paraffinischer Hilfslösungsmittel in Verbindung mit gewissen, ausgewählten, hochsiedenden, für Aromaten selektiven Lösungsmitteln bei der Lösungsmittelraffination von Benzinfraktionen wurde jedoch noch nicht vorgeschlagen. Die selektive Extraktion von Benzinfraktionen wurde bisher, soweit überhaupt zwei Lösungsmittel verwendet wurden, ausschließlich mit niedrigsiedenden Paraffinkohlenwasserstoffen als Antilösungsmittel durchgeführt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zum Zerlegen von Benzinfraktionen in ihre aromatischen und bzw. oder olefinischen Bestandteile einerseits und ihre paraffinischen Bestandteile andererseits durch Extraktion in flüssiger Phase unter Anwendung zweier Lösungsmittel ist nun dadurch gekennzeichnet, daß man die betreffende Fraktion (A) in einer mit flüssigen Phasen arbeitenden Extraktionszone mit einem Alkandinitril, Dimethylhydantoin, einem N-Alkylpyrrolidon, y-Butyrolacton, einem Cyanäther von Diäthylenglykol oder mit Tri- oder Tetraäthylenglykolen oder Gemischen beliebiger dieser für Aromaten und bzw. oder Olefine selektiven Lösungsmittel (B) und mit einem Gemisch geradkettiger oder nur eine einzige Kettenverzweigung aufweisender paraffinischer Glö bis Cls Kohlenwasserstoffe mit Siedepunkten im Bereich von etwa 177 bis 288°C als Hilfslösungsmittel (C) behandelt, wobei sowohl das Lösungsmittel (B) als auch das Hilfslösungsmittel (C) einen Siedepunkt von mindestens 28° C über dem Siedeende der Benzinfraktion besitzen, worauf man eine an im Benzinbereich siedenden Paraffinen und an dem Hilfslösungsmittel (C) reiche Raffinatphase und eine an Aromaten und bzw. oder Olefinen sowie an dem selektiven Lösungsmittel (B) reiche Extraktphase gesondert abzieht, gesondert aus der Raffinatphase die Paraffine von dem Hilfslösungsmittel (C) und aus der Extraktphase die Aromaten und bzw. oder Olefine von dem selektiven Lösungsmittel (B) abdestilliert und das Lösungsmittel (B) sowie das Hilfslösungsmittel (C) im Kreislauf in die Extraktionszone zurückleitet.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten selektiven Lösungsmittel (B) besitzen Siedepunkte im Bereich von 204 bis 315° C oder darüber hinaus. Bevorzugt werden y-Butyrolacton, Adipinsäurenitril, 2-Methylpyrrolidon, Dimethylhydantoin und Diäthylenglykolmonocyanäthyläther. Diese Lösungsmittel verbinden ein hohes Lösevermögen mit hoher Selektivität. In Verbindung mit den hochsiedenden Paraffinen nach der Erfindung werden diese Eigenschaften noch wesentlich verstärkt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet mehrere bedeutende Vorteile gegenüber der Verwendung niedrigsiedender Antilösungsmittel nach dem Stande der Technik. Diese Vorteile ergeben sich in erster Linie aus den folgenden Gesichtspunkten: a) Das aus zwei hochsiedenden Lösungsmitteln bestehende System gestattet bisher unerreichte Ersparnisse, da im Gegensatz zum Arbeiten mit niedrigsiedenden Antilösungsmitteln, die zwecks Wiedergewinnung verdampft werden müssen, im vorliegenden Falle nur die Raffinatfraktion und die Extraktfraktion der Beschickung verdampft werden.
  • b) Zur Extraktion von Leichtbenzin oder Benzin des vollen Siedebereichs würde man als niedrigsiedende Antilösungsmittel Propan oder Butan benötigen, wodurch Druckausrüstung und Kühlung in den Destillierkolonnen erforderlich werden, während bei den hochsiedenden Paraffinen gewöhnliches Kühlwasser ausreicht.
  • c) Hochsiedende Paraffine besitzen. in den hochsiedenden Lösungsmitteln der hier ausgewählten Gruppe auch nach Lösung beträchtlicher Mengen an Aromäten sehr geringe Löslichkeiten. Hierin unterscheiden sie sich beträchtlich von den niedtigsiedenden Antilösungsmitteln.
  • d) Das aus zwei hochsiedenden Lösungsmitteln bestehende System liefert bei Raumtemperatur und darüber hinaus sehr hohe Trennleistungen, wodurch bei erhöhtem Lösevermögen die Kosten für die Kühlung vermieden werden, Fig. 1 ist eine schematische Darstellung der Erfindung.
  • Ein Gemisch von aromatischen und nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen, z. B. das Produktgemisch eines katalytischen Reformierungsvorganges, bei dem ungespaltenes und gespaltenes Benzin in Gegenwart von Wasserstoff an einem Platin- oder Molybdänoxyd-Aluminiumoxyd-Katalysator umgesetzt werden, um Paraffine in Aromaten überzuführen, wird durch Leitung 2 und Erhitzer 4 einem mittleren Teil des Extraktionsturmes 6 zugeführt. Im Erhitzer 4 kann der Strom auf 38 bis 149°C erwärmt werden. Die zu behandelnde Fraktion kann einen Siedebereich innerhalb der Grenzen von ungefähr 66 bis 260°C haben.
  • Der Turm 6 ist mit einer Anordnung zur Herbeiführung einer engen Berührung zwischen dem Beschickungsstrom und den Lösungsmitteln ausgestattet, z. B. mit kaschig-Ringen, Glockenböden oder Strahlböden. Ferner besitzt der Turm 6 eine Eintrittsleitung 22 für das selektive Lösungsmittel (B), eine Eintrittsleitung 14 für das hochsiedende Paraffin (C) und Austrittsleitungen 8 und 24.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens wird die Beschickung (A) in dem Turm 6 mit dem durch Leitung 22 zugeführten selektiven Lösungsmittel (B), z. B. Adipinsäurenitril, und dem in den unteren Teil des Turmes durch Leitung 14 eingeführten hochsiedendlen Kohlenwasserstoff (C), z. B. Cetan, in Berührung gebracht. Im Turm 6 wird eine Temperatur von etwa 10 bis 150°C innegehalten. Die Menge des für das Kohlenwasserstoffgemisch angewandten Lösungsmittels (B) richtet sich nach dem Aromaten-und bzw. oder Olefingehalt; im allgemeinen arbeitet man mit etwa 0,5 bis 2 Raumteilen Lösungsmittel (B) je Raumteil der Beschickung (A). Das Verhältnis von hochsiedendem Kohlenwasserstoff (C) zu Lösungsmittel (B) liegt im Bereich von 0,1 bis 1 Raumteil des hochsiedenden Kohlenwasserstoffs (C) je Raumteil des Lösungsmittels (B).
  • Da Lösungsmittel (B) und Kdhlenwasserstoffe (C) im Gegenstrom geführt werden, gelangt die Raffinatphase, die paraffinische Bestandteile der Beschickung (A) sowie die Hauptmenge des hochsiedenden Paraffinkohlenwasserstoffs (C) und etwas mitgerissenes Lösungsmittel (B) enthält, in die Destillationsanlage 10, wo die paraffinische Fraktion der Beschickung sich leicht und vollständig durch Destillation von dem Gemisch der beiden Lösungsmittel trennen läßt. Das über Kopf abströmende Raffinat besteht im wesentlichen aus Paraffinen im Siedebereich des Benzins, strömt durch Leitung 26 ab und kann beispielsweise einer katalytischen Reformieranlage oder einem anderen thermischen oder katalytischen Raffinationsvor gang zugeführt bzw. als Beschickung für die Isomerisierung, Dehydrierung oder Aromatisierung verwendet werden.
  • Der hauptsächlich aus dem hochsiedenden Paraffinkohlenwasserstoff (C) und mitgerissenem Lösungsmittel (B) bestehende Destillationsrückstand gelangt durch Leitung 28 in das Absetzgefäß 30.
  • Die Extraktphase, die im wesentlichen aus in dem selektiven Lösungsmittel (B) gelösten Aromaten und geringen Mengen an mitgerissenem hochsiedendem Kohlenwasserstoff (C) besteht, wird fortlaufend durch Leitung 24 der Destillieranlage 32 zugeführt. Einer der Vorteile, die die Erfindung mit sich bringt, besteht darin, daß die aromatischen und bzw. oder olefinischen und die paraffinischen Bestandteile der Beschickung sich infolge der hohen Siedepunkte der beiden Lösungsmittel ohne weiteres in einer vereinfachten Destillieranlage durch Schnelldestillation entfernen lassen, wodurch eine Verdampfung des Lösungsmittels und des Hilfslösungsmittels mit dem entsprechenden hohen Wärmebedarf vermieden wird. Auch braucht weder das Lösungsmittel noch das Hilfslösungsmittel mit Dampf abgestreift zu werden, und die Verluste an Lösungsmittel und Hilfslösungsmittel werden erheblich verringert. Beide Destillationsanlagen 10 und 32 können als einfache Schnelldestilliersäulen ausgebildet sein, von denen die paraffinischen Benzine bzw. die Aromaten und bzw. oder Olefine über Kopf abgezogen werden. Die zurückgewonnenen Aromaten und bzw. oder Olefine können durch Leitung 34 unmittelbar einem Sammelbehälter für Benzin von hoher Octanzahl zugeführt werden.
  • Lösungsmittel (B) und Hilfslösungsmittel (C) werden durch Leitung 36 als Bodenrückstände abgezogen und einem gemeinsamen Absetzgefäß 30 zur Phasentrennung zugeführt. Das Lösungsmittel (B) von höherer Dichte wird durch Leitung 20 abgezogen und, erforderlichenfalls mit zur Ergänzung von Verlusten zugesetztem Frischlösungsmittel, im Kreislauf in den Turm 6 zurückgeleitet, und, die Kohlenwasserstoffphase (C) wird in gleicher Weise durch Leitung 14 im Kreislauf zurückgeführt.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung. Beispiel 1 Ein Hydroformat mit einer Research-Octanzahl von 89,1 und einem Siedebereich von 96,7 bis 171° C wurde in einer mehrstufigen, kontinuierlich arbeitenden Extraktionsvorrichtung bei 26,1' C mit Adipinsäurenitril als Lösungsmittel extrahiert. Die Versuche wurden mit Lösungsmittel-Öl-Verhältnissen von 0,8:1 und 2:1 durchgeführt. Bei dem niedrigeren Verhältnis wurde ein -Extrakt mit einem Aromatengehalt von 91% erhalten. Diese Konzentration stellt jedoch das ungefähre Maximum dar, das bei dieser Art von Extraktion erreichbar ist. Die Einführung eines hochsiedenden paraffinischen Hilfslösungsmittels (C) [Cetan] in einem Lösungsmittel-Öl-Verhältnis von 2:1 führte zu einer Erhöhung des Aromatengehalts des Extrakts auf 96'%. Die folgende Tabelle zeigt die Verbesserungen, die sich aus der Anwendung des hochsiedenden paraffinischen Hilfslösungsmittels (C) in Kombination mit dem hochsiedenden Lösungsmittel (B) für die Aromaten ergeben.
    Verhältnis von Lösungsmittel (B) zu Öl .......... 2 : 1 0,8 : 1 2 : 1
    Cetanzusatz (C), Raumteile je Raumteil der Öl-
    beschickung .................................. 0 0,5 0 0,5
    Extrakt
    Ausbeute, Volumprozent ...................... 60 40 42
    Aromaten, 0% ................................ 86 96 91 1 96
    Bei dem obigen, bei konstantem Verhältnis von Lösungsmittel (B) zu Öl (2:1) durchgeführten Vergleichsversuch wurde durch den Zusatz von Cetan (C) eine 10%-ige Erhöhung der Aromatenkonzentration in dem Extrakt erzielt. Bei konstanter Extraktausbeute (400/0) ergab der Zusatz von Cetan (C) eine Erhöhung des Aromatengehaltes auf 960/0. Die ohne Cetanzusatz erreichbare ungefähre Höchstkonzentration betrug 910/0. Diese Wirkung ist graphisch in Fig. 2 dargestellt. Beispiel 2 Extraktionen ähnlich denjenigen des Beispiels 1 wurden mit einem Leichtbenzinhydroformat durchgeführt, welches 50019 Aromaten enthielt, wobei Butyrolacton als Lösungsmittel (B) diente. Die Versuchsergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
    Lösungsmittelextraktion eines leichten Hydroformats bei 26,7° C
    Beschickung 1 I 2 VerI such
    3 I 4
    Verhältnis von Lösungsmittel (B) zu Öl . ......... 2 : 1
    Paraffinisches Hilfslösungsmittel (C) *), Raumteile ,
    je Raumteil Öl ............................... 0 0,2 0,5 0,5
    Wasserzusatz, Volumprozent des Lösungs-
    mittels (B) .................................. 20 0 0 10
    Extrakt
    Ausbeute, Volumprozent ...................... 100 66 58
    Research-Octanzahl .......................... 93,0 102,8 103,6 104,8 104,4
    Aromaten, %. ................................ 57 83 90 > 98 > 98
    Raffinat
    Ausbeute, Volumprozent ...................... - 34 40
    Research-Octanzahl .......................... - 64,8 67,4 69,0 69,7
    Aromaten, 0/0 ................................ - 0,2 0,2 0,5 0,5
    Cetan.
    Die obigen Werte zeigen den höheren Wirkungsgrad der unter Zusatz des hochsiedenden paraffinischen Hilfslösungsmittels (C) [Cetan] durchgeführten Extraktionen. Ein Vergleich der Versuche 1 und 2 ergibt, daß die Extraktion mit 100% Butyrolacton und 0,2 Raumteilen Cetan je Raumteil Hydroformat bei der gleichen Ausbeute einen Extrakt von höherem Aromatengehalt (901/o gegenüber 83%) und höherer Octanzahl liefert als die Extraktion mit dem hochselektiven, aus 80°/o Butyrolacton und 200% Wasser bestehenden Lösungsmittel (B). Mit dem gleichen Lösungsmittel (B) führte eine Erhöhung der Cetanmenge auf 0,5 Raumteile je Raumteil Hydroformat (Versuch 3) zu einem Extrakt mit einem Gehalt von mehr als 98% Aromaten und einer Octanzahl von 104,8. Die Extraktion bei dem gleichen Verhältnis von Cetan zu Öl bis zur gleichen Extraktausbeute mit einem aus 90% Butyrolacton und 10% Wasser bestehenden Lösungsmittelsystem (B) ergibt keine weitere Verbesserung, woraus folgt, daB der Zusatz von Wasser zur Erzielung dieser hohen Selektivitäten bei Leichtbenzinen nicht erforderlich ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Zerlegen von Benzinfraktionen in ihre aromatischen und bzw. oder olefinischen Bestandteile einerseits und ihre paraffinischen Bestandteile andererseits durch Extraktion in flüssiger Phase unter Anwendung zweier Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daB man. die betreffende Fraktion (4) in einer mit flüssigen Phasen arbeitenden Extraktionszone mit einem Alkandinitril, Dimethylhydantoin, einem N-Alkylpyrrolidon, y-Butyrolacton, einem Cyanäther von Diäthylenglykol oder mit Tri- oder Tetraäthy lenglykolen oderGemischen beliebiger dieser fürAromaten und bzw, oder Olefine selektiven Lösungsmittel (B) und mit einem Gemisch geradkettiger oder nur eine einzige Kettenverzweigung aufweisender paraffinischer Ciö bis Cie KohlenwasserstofFe mit Siedepunkten im Bereich von etwa 177 bis 288° C als Hilfslösungsmittel (C) behandelt, wobei sowohl das Lösungsmittel (B) als auch das Hilfslösungsmittel (C) einen Siedepunkt von mindestens 28° C über dem Siedeende der Benzinfraktion besitzen, worauf man eine an im Benzinbereich siedenden Paraffinen und an dem Hilfslösungsmittel (C) reiche Raffinatphase und eine an Aromaten und bzw. oder Olefinen sowie an dem selektiven Lösungsmittel (B) reiche Extraktphase gesondert abzieht, gesondert aus der Raffinatphase die Paraffine von dem Hilfslösungsmittel (C) und aus der Extraktphase die Aromaten und bzw. oder Olefine von dem selektiven Lösungsmittel (B) abdestilliert und das Lösungsmittel (B) sowie das Hilfslösungsmittel (C) im Kreislauf in die Extraktionszone zurückleitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Extraktionszone mit 0,5 bis 2 Raumteilen Lösungsmittel (B) je Raumteil Beschickung (A) und mit 0,1 bis 1 Raumteil Hilfslösungsmittel (C) je Raumteil Lösungsmittel (B) arbeitet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dafl man das Lösungsmittel (B) und das Hilfslösungsmittel (C) nach der Destillation einer gemeinsamen Absetzzone zuführt und das Lösungsmittel (B) sowie das Hilfslösungsmittel (C) nach der Phasentrennung gesondert der Extraktionszone wieder zuführt. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1058 431; USA.-Patentschriften Nr. 2184 838, 2 717 229, 2155 644, - 2 063 680.
DE1957E0014915 1956-11-08 1957-11-08 Verfahren zum Zerlegen von Benzinfraktionen Pending DE1087735B (de)

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