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DE1086838B - Verbundverfahren zur Herstellung von Benzin hoher Oktanzahl - Google Patents

Verbundverfahren zur Herstellung von Benzin hoher Oktanzahl

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Publication number
DE1086838B
DE1086838B DEU3677A DEU0003677A DE1086838B DE 1086838 B DE1086838 B DE 1086838B DE U3677 A DEU3677 A DE U3677A DE U0003677 A DEU0003677 A DE U0003677A DE 1086838 B DE1086838 B DE 1086838B
Authority
DE
Germany
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raffinate
boiling
fraction
gasoline
line
Prior art date
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Pending
Application number
DEU3677A
Other languages
English (en)
Inventor
Phys Dr Chem Louis Stevenso Dr
Dr Chem Vladimir Haensel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Universal Oil Products Co
Original Assignee
Universal Oil Products Co
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Publication date
Application filed by Universal Oil Products Co filed Critical Universal Oil Products Co
Publication of DE1086838B publication Critical patent/DE1086838B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G21/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G61/00Treatment of naphtha by at least one reforming process and at least one process of refining in the absence of hydrogen
    • C10G61/02Treatment of naphtha by at least one reforming process and at least one process of refining in the absence of hydrogen plural serial stages only
    • C10G61/04Treatment of naphtha by at least one reforming process and at least one process of refining in the absence of hydrogen plural serial stages only the refining step being an extraction
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/04Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons
    • C10L1/06Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons for spark ignition

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

DEUTSCHES
Das Verbundverfahren dient zur Herstellung von Benzin hoher Oktanzahl durch Reformierung und Extraktion. Solche Verbundverfahren sind an sich nicht neu. Man kennt insbesondere eine Arbeitsweise, bei der die zu verbessernde Benzinbeschickung zunächst in engsiedende Fraktionen verschiedener Klopffestigkeit zerlegt wird. Unter diesen verschieden hoch siedenden Fraktionen werden dann diejenigen mit niedrigem Antiklopfwert reformiert, und aus dem Reformat werden olefinische sowie aromatische und naphthenisehe Bestandteile durch selektive Extraktion entfernt, und man erhält ein praktisch paraffinisches Raffinat, das durch Destillation in mehrere engsiedende Fraktionen unterschiedlicher Klopffestigkeit zerlegt wird. Von diesen werden diejenigen mit hoher Klopf festigkeit, so wie sie aus dem Raffinat erhalten wurden, mit den aus der frischen Beschickung abgezweigten Fraktionen hoher Klopffestigkeit und eventuell auch mit dem Extrakt vereinigt, der aus Olefinen im Gemisch mit aromatischen und naphthenischen Kohlenwasserstoffen besteht. Das Fertigprodukt ist also olefinisch und enthält Fraktionen mit Oktanzahlen von 68 und höher ohne Rücksicht auf ihren Siedepunkt. Die Fraktionen mit Oktanzahlen unter 68 werden ohne Rücksicht auf ihren Siedepunkt zur weiteren Reformierung zurückgeleitet.
Bei einem anderen bekannten Verfahren zur katalytischen Reformierung einer Erdölfraktion werden die Kohlenwasserstoffdämpfe aus der Reformierung mit einem selektiven Lösungsmittel behandelt, und der so gewonnene Extrakt wird vom Lösungsmittel abgetrennt und als Produkt entnommen. Es ist ferner bekannt, zur Verbesserung der Oktanzahl aus einem paraffinische und nicht paraffinische Bestandteile enthaltenden Schwerbenzin die nicht paraffinischen Bestandteile selektiv zu extrahieren, die Oktanzahl der paraffinischen Fraktion durch katalytische Dehydrierbehandlung erheblich zu verbessern und entweder das dehydrierte Produkt zusammen mit einer leichten Fraktion frischen Benzins zu gewinnen oder nicht paraffinische Bestandteile aus dem dehydrierten Produkt zu extrahieren und sie mit einer leichten frischen Benzinfraktion zu verschneiden, während man das paraffinische Raffinat aus der zweiten Extraktionsstufe der weiteren Dehydrierung unterwirft.
Bei vorliegendem Verfahren wird eine einfache Siedepunkttrennung vorgenommen und die aromatische Extraktfraktion zusammen mit einem bestimmten Raffinatanteil als Produkt hoher Klopffestigkeit abgezogen, während eine höhersiedende Raffinatfraktion zur Reformierung im Gemisch mit frischem Benzin im Kreislauf geführt wird. Man trennt ein durch Umformung des Benzinkohlenwasserstoffgemisches in Gegenwart von zugesetztem Wasserstoff und einem Verbundverfahren zur Herstellung
von Benzin hoher Oktanzahl
Anmelder:
Universal Oil Products Company,
Des Piaines, 111. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Jourdan, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Kronberger Str. 46
Beanspruchte Priorität:
V. St v. Amerika vom 31. Dezember 1954
Dr. phys. Dr. ehem. Louis Stevenson Kassel,
Oak Park, 111.,
und Dr. ehem. Vladimir Haensel, Hinsdale, 111.
(V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
die Dehydrierung von Naphthenen und die Dehydrozyklisierung und Hydrokrackung von Paraffinen fördernden Katalysator erhaltenes Gemisch zunächst in normalerweise gasförmige und flüssige Umformungsprodukte, führt letztere in die Extraktionsstufe ein, trennt aus dem hieraus in die Fraktionierzone geführten Raffinatstrom eine praktisch nur aus unterhalb des Hexans siedenden Kohlenwasserstoffen bestehende Fraktion ab, führt die verbleibende höhersiedende, hexanhaltige Fraktion zusammen mit einer frischen Benzinfraktion in die Umformungszone und zieht mindestens einen Teil der abgetrennten niedrigsiedenden Raffinatfraktion mit dem Extrakt vermengt als Enderzeugnis ab.
Vorzugsweise leitet man das Raffinat aus der Extraktionsstufe in eine Fraktionierzone zugleich mit frischem Benzin ein und trennt in eine die unterhalb des Hexans siedenden Kohlenwasserstoffe enthaltende Produktfraktion und ein höhersiedendes, aus umzuformender frischer Benzinfraktion und der hexanhaltigen Raffinatfraktion bestehendes Gemisch, das dann in die Umformungszone geleitet wird. Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform wird ein geringer höchstsiedender Anteil, der gewöhnlich 5% des Raffinatstromes nicht übersteigt, in der Fraktionierzone als Rückstand abgetrennt und aus dem Verfahren ausgetragen.
Das vorliegende Verfahren bietet den Vorteil einer höheren Ausbeute an Produkt höherer Oktanzahl,
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3 4
denn je nach der Arbeitsweise wird eine Benzin- gesamte Wasserstoff gebraucht werden, oder es kann beschickung mit einer Oktanzahl von 30 in ein Benzin erforderlichenfalls Wasserstoff aus einer äußeren mit der Oktanzahl 95,2 in einer Ausbeute von 92,3 Vo- Quelle zugeführt werden.
lumprozent oder in ein Benzin mit einer Oktanzahl Zur Extraktion leitet man das Reformat in einen
von 101,8 bei einer Ausbeute von 85 Volumprozent 5 mittleren unteren und selektives Lösungsmittel in den umgewandelt. Diese Werte gelten ohne Tetraäthylblei- oberen Teil der Extraktionszone ein. Kohlenwasserzusatz; das fertige Benzin hat in beiden Fällen einen stoffraffinat wird oben und die aromatenreiche Lö-Dampfdruck von 0,68 Atm. Außerdem kann man für sungsmittelphase vom Boden entfernt. Die leichte die Reformierung weniger scharfe Bedingungen an- Benzinfraktion aus der Fraktionierzone geht in den wenden, als sie für die Erzielung derselben Oktanzahl io unteren Abschnitt der Extraktionszone, wobei sie sich bei einmaligem Durchgang durch die katalytische Re- mit dem aromatischen Extrakt vermengt, wodurch die formierung erforderlich wären. Trotzdem ist unter Menge an schwereren paraffinischen Kohlenwasservergleichbaren Bedingungen die Benzinausbeute grö- stoffen im Extrakt herabgesetzt wird,
ßer. Man hat also den zusätzlichen Vorteil einer lan- Das selektive Lösungsmittel besteht aus einer
geren kontinuierlichen Gebrauchsdauer des Katalysa- 15 Mischung von Wasser und einem hydrophilen organitors. Außerdem wird eine gegebene Oktanzahl bei sehen Lösungsmittel zwecks Regelung der Selektivieinem geringeren Volumengehalt an aromatischen tat des Lösungsmittels durch die Wassermenge. ZuKohlenwasserstoffen erreicht als bei einmaligem Re- satz von mehr Wasser vermindert die Löslichkeit formiefungsdurchgang mit demselben Katalysator. aller Verbindungen in der Kohlenwasserstoffmischung,
Für das Verfahren eignet sich meist ein Katalysa- 20 erhöht jedoch die Löslichkeitsdifferenz zwischen den tor mit geringen Platinmengen auf einem besonders Bestandteilen. Dieser Effekt steigert sich fortschreizubereiteten Aluminiumoxyd-Halogenträger, dessen tend mit der Zahl der Kontaktstufen, die erforderlich Herstellung in der USA-Patentschrift 2 479 110 be- sind, um eine geforderte Reinheit des Produktes zu schrieben ist. erzielen. Deshalb kann bei einer gegebenen Anzahl
Man fraktioniert die hoch- und niedrigsiedenden 25 von Kontaktstufen die Reinheit des aromatischen ExBestandteile, Paraffine und Naphthene und je nach traktes durch Erhöhung des Wasserzusatzes geregelt ihrer Herkunft vielleicht auch Olefine enthaltende werden. Um jedoch denselben Durchsatz an aromati-Ausgangsbeschickung, weil das niedriger als Hexan schem Kohlenwasserstoff aufrechtzuerhalten, muß das siedende Material bereits ein guter Motortreibstoff Lösungsmittelverhältnis in der Extraktionszone geist, der durch Reformierung nur noch wenig verbes- 30 steigert werden. Geeignete hydrophile organische Lösert werden kann. Die schwere Benzinfraktion jedoch sungsmittel sind Alkohole, Glykole, Aldehyde, Glyzeenthält lange, gerade Ketten sowie nur schwach ver- rin und Phenol, z.B. Diäthylenglykol,Triäthylenglykol, zweigte Paraffine und Naphthene, die durch Isomeri- Dipropylenglykol, Tripropylenglykol (oder Mischunsierung von Paraffinen, Dehydrierung von Naphthe- gen von zwei oder mehreren dieser Verbindungen) nen, Dehydrozyklisierung von Paraffinen und Hydro- 35 mit etwa 2 bis 30' Gewichtsprozent Wasser. Andere krackung von Paraffinen wesentlich verbessert wer- hydrophile Lösungsmittel, wie Ammoniak, können beden. Diese Fraktion gelangt zur Verbesserung in die nutzt werden, jedoch sieden die bevorzugten Lösungs-Umformungszone. Sie wird fraktioniert, um den mittel bei einer wesentlich höheren Temperatur als Bodensatz zwecks Entfernung kleiner Mengen von Wasser und bei einer höheren Temperatur als die darin Verunreinigungen und darin enthaltenes äußerst 40 gelöste Kohlenwasserstoffphase und lassen sich daher schweres Material abzuziehen. Diese Entfernung der leichter trennen.
höchstsiedenden Bestandteile des Raffinates bis zu Die Löslichkeit steigt, angefangen von den am
etwa 5% (meist nur etwa 1%) des Destillationsrück- wenigsten löslichen Paraffinen, über Naphthene, Olestandes verhindert, daß unerwünschte Bestandteile, fine, Acetylene, schwefelhaltige, stickstoffhaltige, sauerdie mit dem Reformierungskatalysafor in Berührung 45 stoffhaltige Verbindungen bis zu den aromatischen kommen, diesen in der Reformierungszone ver- Kohlenwasserstoffen. Außerdem unterscheiden sich die unreinigen. Glieder derselben Klasse in ihrer Löslichkeit; so sind
Die Extraktphase mit der darin gelösten aromaten- Isoparaffine etwas löslicher als normale, und niedrigreichen Kohlenwasserstofffraktion wird aus der Ex- siedende Paraffine sind löslicher als höhersiedende, traktionszone abgezogen und in eine lösungsmittel- 50 Der Extrakt wird deshalb an erwünschten Isoparaffireiche und eine Kohlenwasserstoffphase zerlegt. Letz- nen und niedrigsiedenden Paraffinen sowie an ertere ist reich an Aromaten im Vergleich zu dem ge- wünschten aromatischen Kohlenwasserstoffen ansamten Reformat und führt, wenn sie mit der leichten gereichert, während der Raffinatkreislauf die weni-Fraktion aus der Fraktionierzone vermengt wird, zu ger erwünschten Bestandteile zur weiteren Umforeinem Benzinprodukt, das eine hohe Oktanzahl hat, 55 mung zurückführt,
beständig ist und sauber brennt. Durch Änderung der Betriebsbedingungen, z. B.
Die Umformung erfolgt vorzugsweise bei etwa 316 Verringerung der Wassermenge in dem Lösungsbis 538° C und einem Druck von etwa 13,6 bis 68 Atm. mittel oder Steigerung des Lösungsmitteldurchsatzes in Gegenwart von Wasserstoff bei einem Mol verhält- ohne Änderung des Reformatdurchsatzes, kann die nis von etwa 0,5 bis etwa 20 Mol Wasserstoff je Mol 60 Menge sowie die Beschaffenheit des Raffinatrück-Kohlenwasserstoff und einem Umformungskatalysator, laufes zur Fraktionierzone geregelt werden. Es können der vorzugsweise Aluminiumoxyd, Platin (Gewichts- auch chromatographische und andere bekannte Exverhältnis etwa 0,01 bis 1,0%) und gebundenes Halo- traktionsmethoden angewendet werden,
gen (Gewichtsverhältnis etwa 0,1 bis etwa 3,0%) ent- Statt des bevorzugten Platinkatalysators mit einem
hält. Dabei wird ein olefinfreies Reformat gebildet. 65 Aluminiumoxyd-Halogenträger können andere Kata-Durch Kühlung wird der Wasserstoff mindestens teil- lysatoren aus Metallen, wie Palladium, Nickel, Kobalt, weise von der flüssigen Phase abgetrennt und zur Um- Eisen, Mangan, Chrom, Molybdän, Wolfram (allein formungszone zurückgeleitet. Im allgemeinen ergibt oder in verschiedenen Kombinationen, z. B. von Mesich eine Nettoausbeute an Wasserstoff, jedoch kann talen der VI. und VIII. Gruppe), insbesondere Koje nach der Zusammensetzung der Beschickung der 70 balt-Molybdän und Kobalt-Chrom, im Metallzustand
oder als Verbindungen, ζ. B. als Sulfide, Oxyde oder Phosphate, benutzt werden. Als Träger können natürliche oder künstliche poröse Oxyde, wie Bauxit, Bimsstein, Kieselgur, Diatomerde, Montmorillcnit oder Ton (der zur Aktivierung sauer behandelt oder geglüht sein kann), verwendet werden. Bevorzugte künstliche Träger sind Aluminiumoxyd, Kieselsäure, Magnesia, Zirkonoxyd, Boroxyd oder deren Mischungen, wie Kieselsäure:—Aluminiumoxyd, Kieselsäure—Magnesia, Kieselsäure—Aluminiumoxyd—Zirkonoxyd, oder Kieselsäure—Zirkonoxyd, die mit Halogen, Phosphat oder Sulfat aktiviert sein können. Der Träger kann inert sein und nur als Grundlage dienen, auf der das katalytisch^ Material ausgebreitet ist, oder er kann eine katalytische Wirkung von sich aus haben, bzw. er kann lediglich den Einfluß des katalytischen Materials durch seine Gegenwart unterstützen.
Das Verfahren wird an Hand der Zeichnung näher beschrieben.
Frische Beschickung vom Benzinsiedebereich wird in Leitung 1 mit Raffinatrücklauf aus Leitung 52 vermengt, und der Mischstrom gelangt in Fraktionierturm 2. Der Raffinatkreislaufstrom kann auch für sich getrennt in den Fraktionierturm 2 eintreten, wenn sein von dem des frischen Materials abweichender Siedepunkt eine Einführung an verschiedenen Punkten ratsam erscheinen läßt. Im Fraktionierturm 2 steigt ein Dampfstrom auf, der durch Sieden des flüssigen Materials in dem Aufkocher 13 erzeugt ist, so daß er durch Leitung 14 eintritt und über die kontaktfördernden Einrichtungen aufsteigt Der Kontakt kann durch Glockenboden, Siebboden, Packungen verschiedener Art und andere Mittel bekannter Art gesteigert werden. Die Dämpfe treten am Kopf aus der Kolonne 2 durch Leitung 3 in den Kondensator 4, und das Kondensat gelangt über die Leitung 5 zum Auffanggefäß 6 und wird daraus durch Leitung 8 abgezogen; ein Teil kehrt durch Leitung 9 zum oberen Teil der Fraktioniersäule 2 zurück, von wo er im Fraktionierturm absinkt. Der Auffangbehälter 6 weist vorzugsweise eine Leitung 7 zum Wasserabzug auf. Der nicht zum Fraktionierturm als Rückfluß zurückkehrende Anteil wird durch Leitung 10 geleitet, um, wie später beschrieben, verwertet zu werden.
Das schwerere oder höhersiedende Material aus dem Fraktionierturm 2 wird durch die Leitung 11 abgezogen, und der nicht durch Leitung 12 zum Aufkocher 13 gelangende Teil wird durch Leitung 11 in einen mittleren Abschnitt der Rücklaufkolonne 15 geleitet, die nicht benutzt zu werden braucht, wenn die anfängliche Fraktionierung ausreicht, um hochsiedendes Material vollständig aus der Beschickung zu entfernen, oder wenn im Fraktionierturm 2 kein hochsiedendes Material gebildet wird.
Die Rektifizierkolonne 15, die ein ähnliches Fraktioniergefäß wie die Säule 2 ist, soll einen geringen Prozentsatz des schweren Bodensatzes aufnehmen, gewöhnlich sollen etwa 1 bis 5% durch Leitung 16 aus ihrem unteren Teil entfernt werden. Die für den Betrieb der Rektifizierkolonne 15 notwendige Wärme wird dadurch beschafft, daß man Bodensätze durch Leitungen 16 und 17 auf Kocher 18 und Leitung 19 leitet und dadurch Dämpfe zum Grund der Kolonne zurückführt. Der niedrigersiedende Rest des in die Rektifizierkolonne 15 eingebrachten Materials entweicht durch Leitung 20, wird im Kondensator 21 niedergeschlagen und wandert durch Leitung 22 zum Auffanggefäß 23. Ein Teil des Kopfproduktes wird als Rückfluß aus dem Gefäß 23 zum oberen Teil der Rektifizierkolonne 15 durch Leitung 24 geschickt, der Rest des Materials im Behälter 23 gelangt durch Leitung 25 in den Erhitzer 26, worin er verdampft, sodaß seine Temperatur auf Umformungstemperaturen gesteigert wird.
Wasserstoffhaltiges Gas aus Leitung 35 wird in Leitung 25 mit dem Kopfprodukt aus dem Behälter 23 vermischt. Der vereinigte Strom wird im Verdampfer 26 auf die Temperatur der Umformung erhitzt und gelangt durch Leitung 27 in die Umformungszone 28. Der Ausfluß geht durch Leitung 29, Kondensator 30 und Leitung 31 zum Auffangbehälter 32, worin sich ein wasserstoffhaltiges Gas von einer reformierten flüssigen Phase abtrennt, das Gas gelangt durch Leitung 33 und Kompressor 34 in Leitung 35, während das flüssige Reformat durch Leitung 36 in den Stabilisator 37 strömt.
Stabilisator 37 dient zur Entfernung normalerweise gasförmigen Materials aus dem Reformat und besteht im wesentlichen aus einer Fraktionierkolonne, in der fast das gesamte Reformat als Bodenprodukt erhalten wird. Dampf geht durch Leitung 38, in Kühler 39 teilweise kondensiert, über Leitung 40 zum Auffangbehälter 41. Hier wird die Flüssigkeit abgetrennt und gelangt als Rückfluß durch Leitung 42 zum Stabilisator 37, während Gas durch Leitung 43 abgezogen wird. Das normalerweise flüssige Reformat gelangt durch Leitung 44 in einen mittleren Teil des Extraktors 48. Eine geringe Menge des stabilisierten flüssigen Reformats gelangt durch Leitung 45 in den Aufkocher 46, worin es verdampft wird, um durch Leitung 47 in den Stabilisator aufzusteigen und leichtes Material aus dem gesamten Reformat auszustreifen.
Das in den mittleren Teil des Extraktors 48 eintretende stabilisierte Reformat wird mit einem absinkenden Strom selektiven Lösungsmittels, z. B. einem Äthylenglykol-Wassergemisch, extrahiert, der durch Leitung 49 eintritt. Das absinkende Lösungsmittel, in Gegenstromberührung mit dem aufsteigenden flüssigen Kohlenwasserstoffstrom, löst selektiv aromatische Kohlenwasserstoffe aus dem Kohlenwaserstoff, und das Raffinat geht vom oberen Teil des Extraktors 48 durch die vorerwähnte Leitung 52, um sich mit der frischen Beschickung in Leitung 1 zu vereinigen. Der Extrakt wird durch Leitung 51 zur Schnellverdampfungstrommel 53 ausgetragen, worin die gelösten Kohlenwasserstoffe sich zumindest teilweise von dem Lösungsmittel trennen, au der Oberseite durch Leitung 54 zu dem Kühler 58 entweichen und durch Leitung 59 in das Auffanggefäß 60 übertreten. Der Rest der Lösungsmittelphase geht durch Leitung 55 in den Lösungsmittelausstreif er 56, worin der restliche Kohlenwasserstoff und mindestens ein Teil des Wassers oben durch Leitung 57 entfernt werden und sich mit dem Material in Leitung 54 vereinigen, um schließlich flüssig in Auffanggefäß 60 zu gelangen. Vom Boden des Ausstreifers 56 wird durch Leitung 49 ein magerer Lösungsmittelstrom abgezogen und durch Leitung 49 in den oberen Teil des Extraktors 48 geleitet. Ein geringer Anteil des mageren Lösungsmittelstromes wird durch Leitung 63 abgezogen und im Aufkocher 64 erhitzt, um als Dampfstrom von unten in den Ausstreifer 56 durch Leitung 65 einzutreten. Der aufsteigende Dampfstrom streift Wasser und Kohlenwasserstoff aus dem absinkenden Flüssigkeitsstrom aus. Wasserdampf oder Wasser wird vorzugsweise durch Leitung 67 in Leitung 65 eingeführt, um die Entwicklung der Ausstreifdämpfe zu unterstützen.
Das aus dem oberen Teil des Fraktionators 2 stammende leichte Rückflußmaterial gelangt durch Leitung 10 in die Extraktionskolonne 48 unterhalb der Einspeisung des flüssigen Reformats. Das leichte Material, das löslicher in dem Lösungsmittel als die schwereren Paraffine und praktisch in größerem "Überschuß im unteren Teil der Kolonne vorhanden ist, verdrängt die schwereren Paraffine aus dem Lösungsmittel und ersetzt sie. Daraus wird ein Gehalt des Raffinatrücklaufstromes an schwererem Material und eine Anreicherung des Kohlenwasserstoffanteils des Lösungsmittelstromes an leichtem und weniger schwerem paraffinischem Material erreicht. Der durch Leitung 10 in den unteren Teil des Extraktors48 gehende leichte Rückflußstrom veranlaßt also die Rückkehr des besser durch Reformierung aufwertbaren Materials zum Umformer, während anderes Material, das durch Reformierung nicht mehr aufgebessert werden kann und bereits zur Verwendung als Motortreibstoff geeignet ist, dem Produktstrom einverleibt werden kann.
Ein Teil oder die Gesamtmenge des leichten Rückflußstromes in Leitung 10 kann unmittelbar mit dem. Produkt vereinigt werden, das aus dem Behälter 60 durch Leitung 62 ausgetragen wird, und zu diesem Zweck ist die Leitung 66 vorgesehen, die den gesamten Extraktionsteil des Systems umgeht. Leitung 61 führt vom unteren Teil des Behälters 60 eine Wasserphase aus dem Behälter. Diese Wasserphase wird vorzugsweise zum Boden des Ausstreifers 56 durch Leitung 67 oder zum oberen Teil des Extraktors 48 durch Leitung 50 zurückgeführt. So kann .restliches Lösungsmittel aus dem Raffinatkreislauf entfernt und durch Wasser ersetzt werden, wodurch der Lösungsmittelverlust verringert und ein Raffinatkreislauf geschaffen wird, der praktisch frei von Lösungsmittel ist. Die verwendete Wassermenge oder die Menge des durch Leitung 50 eingeführten Wassers hängt von dem Wassergehalt des Lösungsmittels ab.
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Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verbundverfahren zur Herstellung von Benzin hoher Oktanzahl, bei dem man ein Gemisch von Benzinkohlenwasserstoffen, niedriger Oktanzahl mit abgetrennten aromatenarmen Raffinatbestandteilen niedriger Oktanzahl aus den Reformaten katalytisch umformt, die Reformate durch Extraktion in aromatischen Extrakt und aromatenarmes Raffinat trennt, das Raffinat in Bestandteile niedriger und höherer Oktanzahl fraktioniert, die Raffinatbestandteile niedriger Oktanzahl zur Umformungszone zurückführt, Raffinatbestandteile höherer Oktanzahl mit aromatenreichem Extrakt vermischt und dieses Gemisch als Produkt entnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß man ein durch Reformierung des Benzin-Kohlenwasserstoff-Gemisches in Gegenwart von Wasserstoff und einem die Dehydrierung von Naphthenen und die Dehydrozyklisierung und Hydrokrackung von Paraffinen fördernden Katalysator erhaltenes Gemisch zunächst in ein normalerweise gasförmiges und ein normalerweise flüssiges Umformungsprodukt trennt, daß man das letztere in die Extraktionsstufe einführt und aus dem hieraus in die Fraktionierzone geführten Raffinatstrom eine praktisch nur aus unterhalb des. Hexans siedenden Kohlenwasserstoffen bestehende Fraktion abtrennt, daß man die höhersiedende hexanhaltige Fraktion zusammen mit einer frischen Benzinfraktion in die Umformungszone einführt und mindestens einen Teil der abgetrennten niedrigsiedenden Raffinatfraktion mit dem Extrakt vermengt und als Enderzeugnis abzieht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Raffinat aus der Extraktionsstufe in eine Fraktionierzone zugleich mit frischem Benzin einleitet und in eine die unterhalb des Hexans siedenden Kohlenwasserstoffe enthaltende Produktfraktion und ein höhersiedendes, aus umzuformender frischer Benzinfraktion und der hexanhaltigen Raffinatfraktion bestehendes Gemisch trennt und dieses Gemisch in die Reformierungszone leitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein 5;%> nicht übersteigender höchstsiedender Anteil des Raffinatstromes in der Fraktionierzone als Rückstand abgetrennt und aus dem Verfahren abgezogen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das normalerweise flüssige Reformat mit einem für Aromaten selektiven Lösungsmittel in Gegenstromberührung extrahiert, gleichzeitig mindestens einen Teil der niedrigsiedenden Raffinatfraktion in die Extraktionszone nahe dem Abzugspunkt der Extraktphase einführt und eine Mischung von niedrigsiedender Raffinatfraktion und höhersiedender hocharomatischer Fraktion aus der austretenden Extraktphase gewinnt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 819715;
britische Patentschrift Nr. 474567;
USA.-Patentschriften Nr. 2249461, 2 241430,
522696, 2 132365, 2 146039.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©009 570/371 8.60
DEU3677A 1954-12-31 1955-12-31 Verbundverfahren zur Herstellung von Benzin hoher Oktanzahl Pending DE1086838B (de)

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