DE1086609B - Sprengstoff-Ventil- oder Relaisanordnung - Google Patents
Sprengstoff-Ventil- oder RelaisanordnungInfo
- Publication number
- DE1086609B DE1086609B DEP21316A DEP0021316A DE1086609B DE 1086609 B DE1086609 B DE 1086609B DE P21316 A DEP21316 A DE P21316A DE P0021316 A DEP0021316 A DE P0021316A DE 1086609 B DE1086609 B DE 1086609B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- detonation
- helix
- explosive
- coil
- detonating fuse
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 239000002360 explosive Substances 0.000 title claims description 40
- 238000005474 detonation Methods 0.000 claims description 102
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 4
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 4
- TZRXHJWUDPFEEY-UHFFFAOYSA-N Pentaerythritol Tetranitrate Chemical compound [O-][N+](=O)OCC(CO[N+]([O-])=O)(CO[N+]([O-])=O)CO[N+]([O-])=O TZRXHJWUDPFEEY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 5
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- AGUIVNYEYSCPNI-UHFFFAOYSA-N N-methyl-N-picrylnitramine Chemical group [O-][N+](=O)N(C)C1=C([N+]([O-])=O)C=C([N+]([O-])=O)C=C1[N+]([O-])=O AGUIVNYEYSCPNI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- ATJFFYVFTNAWJD-UHFFFAOYSA-N Tin Chemical compound [Sn] ATJFFYVFTNAWJD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 150000001540 azides Chemical class 0.000 description 1
- 238000005422 blasting Methods 0.000 description 1
- 239000004568 cement Substances 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 239000000320 mechanical mixture Substances 0.000 description 1
- 230000001151 other effect Effects 0.000 description 1
- 229920000642 polymer Polymers 0.000 description 1
- 230000002028 premature Effects 0.000 description 1
- 230000001902 propagating effect Effects 0.000 description 1
- 230000011664 signaling Effects 0.000 description 1
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 description 1
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 description 1
- 229910052718 tin Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06C—DETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
- C06C5/00—Fuses, e.g. fuse cords
- C06C5/06—Fuse igniting means; Fuse connectors
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42D—BLASTING
- F42D1/00—Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
- F42D1/04—Arrangements for ignition
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Air Bags (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Sprengstoff-Ventil- oder
Relaisanordnung.
Bei zahlreichen Anwendungen werden Signal- oder Betätigungseinrichtungen benötigt," die auf einen aus
einer Richtung kommenden Impuls ansprechen, dagegen nicht auf einen aus einer anderen Richtung kommenden
Impuls. Es sind zahlreiche elektrische Anordnungen bekannt, die in dieser Weise arbeiten und beispielsweise
in Rechengeräten verwendet werden. Es bestand ein Bedarf an äquivalenten Sprengstoffanordnungen, die als Relais oder als gerichtetes Ventil wirken.
Das Ziel der Erfindung liegt in der Schaffung von Sprengstoffanordnungen, die eine Richtwirkung besitzen.
■ . -
Die erfindungsgemäße Sprengstoff-Ventil-· oder Relaisanordnung ist gekennzeichnet durch eine wendelförmig
angeordnete Knallzündschnur und eine axial im Inneren der Wendel liegende Knallzündschnur,
wobei die Knallzündschnüre einen Kern von 0,21 bis 2,1 g/m brisantem Sprengstoff in einer Metallummantelung
haben oder aus üblichen Knallzündschnüren mit einem Polymerüberzug von etwa 2,4 mm Stärke
bestehen. Die erfindungsgemäße Sprengstoffanordnung ergibt folgende Wirkung:- Wenn eine Detonation
durch die Wendel läuft, wird keine Detonation in der axial liegenden Knallzündschnur in der Richtung gezündet,
die derjenigen entgegengesetzt ist, in welcher die Detonation durch die Wendel läuft. Wenn ferner
gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung die Wendel eine ausreichende Anzahl von Windungen
besitzt und praktisch kein Zwischenraum zwischen nebeneinanderliegenden Windungen der Wendel und
zwischen den Windungen und dem Mantel der axial liegenden Knallzündschnur besteht, zündet eine durch
die axial liegende Knallzündschnur laufende Detonation keine Detonation in der Wendel, obgleich die
Wendel auseinandergesprengt und dadurch unwirksam gemacht wird, während eine durch die Wendel
laufende Detonation in der axial liegenden Knallzündschnur zündet, jedoch nur in der Richtung, in
der die Detonation durch die Wendel läuft. Durch geeignete Wahl der Windungszahlen in der Wendel ist
es möglich, andere Wirkungen, zu erzielen. So wird oberhalb einer oberen Grenze der Windungszahlen
eine Detonation nicht durch die Wendel hindurch fortgesetzt, sondern nur in der axial liegenden Knallzündschnur,
während sich unterhalb dieser Grenze die Detonation durch die Wendel hindurch fortpflanzt.
Dies beruht wahrscheinlich im ersten Fall auf der Zerstörung der Wendel durch die Detonation der axial
liegenden Knallzündschnur, durch die eine weitere Ausbreitung der Detonation in der Wendel verhindert
wird, bzw. im zweiten Fall auf der Nichtzerstörung der Wendel.
Sprengstoff-Ventil- oder Relaisanordnung
Anmelder:
E. I. du Pont de Nemours and Company,
Wilmington, Del. (V. St. A.)
Wilmington, Del. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Prinz und Dr. rer. nat. G. Hauser,
Patentanwälte, München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 10. September 1957
V. St. v. Amerika vom 10. September 1957
David Linn Couisen, Newark, Del. (V. St. A.J,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Im allgemeinen beträgt die auf die Längeneinheit bezogene kombinierte Masse der Ummantelung sowohl
auf dem Sprengstoffkern der Wendel als auch auf dem in der axialen Richtung angeordneten Sprengstoffkern
etwa das II- bis 120fache der auf die Längeneinheit bezogenen Masse jedes Sprengstoffkerns.
In den folgenden Beispielen besteht die Knallzündschnur aus einem PETN-Sprengstoffkern in einem
Bleimantel, und zwar sowohl die Wendel als auch die axiale Schnur. Diese Form einer Knallzündschnur
eignet sich besonders gut für den Aufbau der erfindungsgemäßen Anordnungen, da sie sehr leicht gehandhabt
und betrieben werden kann. Vorzugsweise enthält der Sprengstoffkern zwischen 0,21 und 2,1 g
eines kristallinen, sprengkapselempfindlichen, mit hoher Geschwindigkeit detonierenden Sprengstoffs pro Zentimeter
Länge. PETN, RDX, TNT, Bleiazid und Tetryl sind Beispiele für geeignete Sprengstoffe dieser
Art. Der Mantel besteht vorzugsweise aus einem streckbaren Metall, z. B. Blei, Zinn, Kupfer, Aluminium,
das eine leichte Handhabung und einen einwandfreien Einschluß des Sprengstoffkerns ermöglicht.
Wie bereits oben angegeben, sollte die auf die Längeneinheit bezogene kombinierte Masse des Mantels
sowohl bei der Knallzündschnur der Wendel als auch bei der axial liegenden Knallzündschnur etwa
das 11- bis 120fache der auf die Längeneinheit be-
009 569/175
zogenen Masse des Sprengstoffkerns betragen. Unter diesen Bedingungen findet keine Zündung einer Knallziindschnur
bei einer Detonation der anderen Knallzündschnur statt, wenn diese sich einfach kreuzen oder
nebeneinanderliegen, jedoch kann sie stattfinden, wenn die detonierende Knallzündschnur die Form einer
Wendel besitzt.
An Stelle einer Knallzündschnur in Form eines mit Metall ummantelten Sprengstoffkerns kann auch die
handelsübliche, mit Gewebe überzogene Knallzündschnur verwendet werden, die zwischen 6,4 und 16 g/m
Sprengstoff enthält, vorausgesetzt, daß eine ausreichende Ummantelung angebracht wird, um das oben
angegebene erforderliche Massenverhältnis zwischen Ummantelung und Sprengstoffkern zu erreichen. Es
wurden beispielsweise Ventile hergestellt, in denen eine handelsübliche Knallzündschnur mit 10,6 g/m
Sprengstoff verwendet wurde, die mit einem Gummischlauch von 2,4 mm Dicke überzogen war.
Falls erwünscht, kann die erfindungsgemäße Anordnung dadurch als einstückige Packung hergestellt
werden, daß sie in Zement oder ein Kunstharz eingeschlossen wird. Diese Maßnahme wird nur dort erforderlich
sein, wo eine rauhe Handhabung die Form der Anordnung zerstören könnte.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Anordnung sind in der Zeichnung dargestellt. Die Zeichnung
zeigt ferner Beispiele für die Anwendungsmöglichkeiten dieser Anordnungen. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine genaue Darstellung von zwei Stücken einer Knallzündschnur, die in erfindungsgemäßer
Weise zusammengefügt sind,
Fig. 2 bis 11 schematische Darstellungen von Sprengstoffanordnungen
gemäß der Erfindung und
Fig. 12 und 13 schematische Darstellungen von An-Wendungsmöglichkeiten
der erfindungsgemäßen Anordnungen beim Sprengen.
Tn Fig. 1 ist ein Abschnitt 1 einer Knallzündschnur dargestellt, die zum Teil in Form einer Wendel 2 ausgebildet
ist. Ein zweites Stück Knallzündschnur 3 ist durch die Wendel 2 gleichachsig hindurchgeführt. Bei
4 ist der Mantel dargestellt, der aus einem Metall, beispielsweise Blei, besteht, und 5 bezeichnet einen
Sprengstoff, z. B. PETN, welcher den Kern der Knallzündschnüre 1 und 3 bildet. Die dargestellte Konstruktion
bildet die Grundlage für alle in den übrigen Figuren gezeigten Anordnungen, in denen zur Vereinfachung
der Darstellung nur der Kern durch eine Linie angedeutet ist.
Es können durch Anwendung der erfindungsgemäßen Sprengstoffanordnungen verschiedenartige Wirkungen
erzielt werden. Beispielsweise ergeben die in Fig. 2 bis 11 gezeigten Anordnungen die folgenden Wirkungen:
In der Anordnung nach Fig. 2 wird eine bei A entstehende Detonation nach B weiterlaufen und beim
Durchgang durch die Wendel Y keine Zündung in der Säule CD hervorrufen, aber die Wendel Y zerstören.
Ähnlich wird eine bei B entstehende Detonation nach A fortschreiten und keine Zündung der Säule CD hervorrufen,
jedoch wird die Wendel Y zerstört. Eine bei C entstehende Zündung läuft durch die Wendel Y
nach D weiter. Die Schnur AB wird im Inneren der Wendel F nur in der Richtung nach B gezündet, d. h.,
daß die Detonation nach B und nicht nach A läuft. Eine bei D entstehende Detonation geht nach C weiter,
und sie wird eine Detonation nach A1 aber nicht nach B hervorrufen.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführung geht eine bei E entstehende Detonation durch die Wendel Y
hindurch. Wenn die Schleife sehr klein, ist, läuft sie
weiter nach F, da sie die Wendel Y durchquert, bevor
diese ausreichend zerstört ist, um eine Fortpflanzung der Detonation zu verhindern. Wenn die Schleife
größer ist, wird die Wendel zerstört werden, bevor die Detonation durch den Sprengstoffkern hindurch
übertragen werden kann, und die Detonation wird beendet. Eine bei F entstehende Detonation wird stets
in der Schleife aufhören, da der in axialer Richtung durch die Wendel laufende Kern in Richtung auf die
Schleife hin gezündet wird und der Kern in der Wendel ebenfalls auf die Schleife hin detoniert. Wenn
die beiden Detonationsfronten in der Schleife aufeinandertreffen, hört die weitere Fortpflanzung der Detonation
auf.
Die in Fig. 4 gezeigte Ausführung ist eine Variation der Anordnung nach Fig. 3. Auch hier wird durch die
Größe der Schleife bestimmt, ob die Detonation von E' nach F' weitergehen kann. Jedoch wird bei dieser
Ausführung eine bei F' entstehende Detonation nach E' durch Zündung des nach E' führenden Kerns in der
Wendel Y übertragen werden.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Anordnung geht eine entweder bei G oder H entstehende Detonation nach H
bzw. G weiter, ohne daß eine andere Schnur entzündet wird, wobei jedoch die Wendeln Y und Z zerstört
werden. Eine bei / entstehende Detonation bewirkt eine Zündung der Schnur GH in der Wendel Y nur in
Richtung nach //. Wenn die Länge der Sprengstoffschnur // zwischen der Wendel Y und der Wendel Z
größer als die Länge der Knällzündschnur GH zwischen den Wendeln ist, läuft die Detonation nach H,
aber nicht nach / weiter. Wenn dagegen die Länge der Knallzündschnur // zwischen der Wendel Y und der
Wendel Z kleiner als diejenige der Knallzündschnur GH zwischen den Wendeln ist, geht die Detonation
nach /, aber nicht nach H weiter. Wenn die Stücke etwa die gleiche Länge besitzen, geht die Detonation
sowohl nach H als auch nach /. Eine bei / entstehende Detonation zündet eine Detonation in Richtung H
und eine kurze Zeit später eine Detonation in Richtung nach G, wobei sie selbst nach / weiterläuft.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführung läuft eine entweder bei M oder iV entstehende Detonation
nach Ar bzw. M, ohne daß eine andere Detonation hervorgerufen
wird, wobei jedoch die Wendel Z zerstört wird. Eine bei L entstehende Detonation erzeugt eine
Detonation in Richtung nach K und nach M1 aber
nicht nach N. Eine bei K entstehende Detonation bewirkt lediglich eine Detonation in Richtung nach N.
Bei der in Fig. 7 gezeigten Anordnung hört eine hei Q entstehende Detonation auf, außer wenn die
Schleife so klein ist, daß sie nach R weiterlaufen kann. Eine bei R entstehende Detonation wird stets aufhören.
Eine bei O entspringende Detonation geht weiter nach P, wobei Detonationen sowohl nach R als
auch nach Q gezündet werden. Eine bei P entstehende Detonation geht weiter nach O, wobei nur eine Detonation
in Richtung nach Q gezündet wird.
Bei der in Fig. 8 gezeigten Abänderung verläuft eine bei Q' entstehende Detonation wie eine bei Q in
Fig. 7 entstehende. Eine bei R' entstehende Detonation zündet nur eine Detonation in Richtung nach Q'. Eine
bei O' entstehende Detonation geht weiter nach P',
jedoch wird nur eine Detonation nach R' gezündet. Eine bei P' entstehende Detonation geht weiter
nach 0', wobei jedoch nur eine Detonation nach Q' hervorgerufen wird.
Bei der in Fig. 9 gezeigten Ausführung geht eine bei 51 entspringende Detonation weiter nach V3 da die
in der Schnur TU in Richtung nach T erzeugte Deto-
nation durch die Zerstörung der Wendel Y unterbrochen wird. Ebenso wird eine bei U entstehende
Detonation nach T weitergehen. Eine bei T entstehende Detonation geht weiter nach U, wobei eine Detonation
nur in Richtung nach S hin gezündet wird. Eine bei V entstehende Detonation geht weiter nach S, wobei nur
eine Detonation in Richtung nach U gezündet wird.
Bei der in Fig. 10 gezeigten Abänderung geht eine bei S' entstehende Detonation weiter nach V, wobei
nur eine Detonation in Richtung nach U' gezündet wird. Eine bei V entstehende Detonation geht weiter
nach S', wobei sie nur eine Detonation in Richtung nach T' zündet. Eine bei U' entstehende Detonation
geht weiter nach T', wobei nur eine Detonation in Richtung nach S' gezündet wird. (Offensichtlich
können durch Änderungen in den Längen der beiden Zündschnüre zwischen den Wendeln Veränderungen
der Richtungen hervorgerufen werden, in denen die Detonation läuft. Wenn z. B. die Länge von T'U'
zwischen den Wendeln größer als diejenige von S'V ist, wird eine bei V entstehende Detonation eine Zündung
in Richtung nach T' hervorrufen, aber die vorherige Detonation der nach S' gehenden Zündschnur
wird die Wendel Y zerstören, so daß die nach T' laufende Detonation unterbrochen wird.)
Bei der in Fig. 11 gezeigten Ausführung geht eine
bei S" entstehende Detonation weiter nach V", während alle anderen Detonationen ausfallen. Eine bei T"
entstehende Detonation geht weiter nach U", während alle anderen Detonationen ausfallen. Eine bei U" entstehende
Detonation geht weiter nach T", wobei sie eine Detonation nur in Richtung auf S" zünden wird.
Die bei V" entstehenden Detonationen gehen weiter nach S" und zünden nur eine Detonation in Richtung
nach U".
Es ist offensichtlich, daß die dargestellten Anordnungen nur einen kleinen Bruchteil der Vielzahl von
Kombinationen darstellen, die hergestellt werden können, jedoch zeigen sie die vielfachen Möglichkeiten
auf, die der Erfindung innewohnen. Die Knallzündschnüre können zum Zünden von Sprenganordnungen
verwendet werden, wobei die Reihenfolge oder Auswahl von der Signalquelle abhängt.
Fig. 12 und 13 zeigen Anwendungsmöglichkeiten für die erfindungsgemäßen Anordnungen zum Zweck, die
Sprengungen sicherer zu gestalten. Die Figuren zeigen eine Sprengstoffladung 6 in einem Bohrloch,
die Erdoberfläche 7, eine Senkleitung 8 aus Knallzündschnur, eine auf der Oberfläche verlaufende
Stammleitung aus Knallzündschnur 9, ein einseitig wirkendes Sprengstoffventil 10 gemäß der Erfindung,
einen üblichen Zünder 11 und eine gemäß der Erfindung ausgeführte Sprengstoffanordnung 12.
Wenn die Stammleitung 9 durch Detonation des Zünders 11 gezündet wird, bewirkt der Durchgang der
Detonation durch die Anordnungen 10 die Zündung der Senkleitungen 8 und damit die Zündung der
Sprengladungen 6. Wenn eine der Ladungen 6 oder der Senkleitungen 8 unbeabsichtigt gezündet wird,
wird die Detonation der Senkleitung 8 in der Anordnung 10 keine Zündung der Stammleitung 9 hervorrufen,
wodurch die Gefahr beseitigt wird, daß durch unbeabsichtigte Detonation einer Ladung eine vorzeitige
Detonation der übrigen Ladungen hervorgerufen wird. Wenn Anordnungen 12 in der in Fig. 13
gezeigten Weise eingesetzt werden, wird noch zusätzlich der Sicherheitsfaktor hervorgerufen, daß nur eine
Detonation über die Stammleitung 9 übertragen werden kann, die aus der Richtung kommt, in welcher der
Zünder 11 liegt.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die folgenden Beispiele Bezug genommen. In jedem
Fall wurde die Ausbreitungsrichtung der Detonation entweder an Hand der Eindrücke auf einem Bleiblock
oder durch Röntgenaufnahmen während der Detonation festgestellt.
Es wurde eine große Anzahl von Anordnungen der in Fig. 1 und 2 gezeigten Gestalt hergestellt. Sowohl
die Wendel als auch die Mittelsäule wurden aus einer mit Blei ummantelten Knallzündschnur hergestellt,
deren Sprengstoffkern aus einer mechanischen Mischung von 98 Teilen feinverteiltem PETN und
2 Teilen Fe3 O4 bestand. Die Sprengstoffmischung
wurde in einer Menge von 0,0042 g pro Zentimeter Länge angewendet, und der Bleimantel hatte eine
Masse von 0,0615 g pro Zentimeter Länge, gleichmäßig
rings um 'den explosiven Kern verteilt.
Bei den im folgenden angegebenen Versuchen wurde die Einheit mittels einer elektrischen Sprengkapsel gezündet,
die an der mit C in Fig. 2 bezeichneten Stelle angebracht war. Die Wendel hatte einen Innendurchmesser,
der im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser der axialen Knallzündschnur war, so daß kein
Luftspalt zwischen der Wendel und der axialen Knallzündschnur bestand, und die Windungen der Wendel
lagen so nahe nebeneinander, daß zwischen den einzelnen Windungen kein Luftspalt vorhanden war.
| Anzahl | Zahl der Anord |
Zahl der ankommenden Detonationen bei | nur D | B und D | sonst |
| der in dungen |
nungen | 4 | 2 | 0 | |
| in der | nur B | 2 | 4 | 0 | |
| Wendel*) | 6 | 0 | 5 | 40 | 0 |
| 1 | 6 | 0 | 0 | 6 | 0 |
| IV2 | 45 | 0 | 0 | 1 | 0 |
| 2 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2Vi | 7 | 6 | |||
| 3 | 6 | 6 | |||
| 3 V2 | |||||
*) Fig. 2 zeigt zwei Windungen.
Wenn die vorstehend angeführten Tests unter gleichartigen Bedingungen wiederholt wurden, mit
der einzigen Ausnahme, daß die Windungen der Wendel voneinander um etwa 0,10 cm getrennt waren,
so daß ein mittlerer Luftspalt von 0,10 cm entstand, kam in allen Fällen die Detonation nur bei D an, d. h.
daß die axiale Knallzündschnur nicht gezündet wurde. In zehn Anordnungen, in denen die Wendel aus zwei
Windungen ohne Luftspalt bestand und die Zündung bei A anstatt bei C vorgenommen wurde, kam die
Detonation nur an der Stelle B an.
In Anordnungen, die mit den im Beispiel 1 beschriebenen gleichartig waren (wobei die Windungen
der Wendel in Berührung miteinander standen), mit der Ausnahme, daß die Bleiummantelung auf der
axialen Knallzündschnur 0,0452 g pro Zentimeter Länge betrug, wurden die folgenden Ergebnisse erhalten,
wenn die Anordnung bei C gezündet wurde.
| Anzahl | Zahl der Anord |
Zahl der ankommenden Detonationen bei | nur D | .S und D | sonst |
| der "Win dungen |
nungen | 4 | 2 | 0 | |
| in der | nur B | 0 | 1 | 0 | |
| Wendel | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1 | 6 | 5 | 0 | 0 | 0 |
| IV2 | 6 | 6 | 0 | 0 | 0 |
| 2 | 6 | 6 | 0 | 0 | 0 |
| 2 V2 | 6 | 6 | |||
| 3 | 6 | 6 | |||
| 3V2 | |||||
Die Detonation kam nur bei B an, wenn die Anordnung bei A gezündet wurde.
Eine Anzahl von Anordnungen der in Fig. 3 ge- 20' zeigten Form wurde hergestellt, wobei eine mit Blei
ummantelte Knallzündschnur verwendet wurde, deren Sprengstoffkern aus einer Mischung von 98 % PETN
und 2 % Fe3 O4 bestand, wobei die Sprengstoff ladung
0,0042 g pro Zentimeter Länge und die Bleiummantelung 0,0615 g pro Zentimeter Länge betrug. Bei allen
Bemessungen endete eine bei F entstehende Detonation in der Schleife, ohne daß sie nach E weiterging. Wenn
die Schleife einen Durchmesser von weniger als 1,8 cm besaß und die Detonation bei B gezündet wurde,
lief sie nach F weiter. Wenn der Durchmesser der Schleife mehr als 1,8 cm betrug, pflanzte sich eine
bei E entstehende Detonation nicht nach F fort.
Claims (3)
1. Sprengstoff-Ventil- oder Relaisanordnung, ge kennzeichnet durch eine wendelförmig angeordnete
Knallzündschnur und eine axial im Innern der Wendel liegende Knallzündschnur, wobei die
Knallzündschnüre einen Kern von 0,21 bis 2,1 g/m brisantem Sprengstoff in einer Metallummantelung
haben oder aus üblichen Knallzündschnüren mit übergezogener Gummiumhülkmg von etwa 2,4 mm
Stärke bestehen.
.15 2. Anordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen kein Luftspalt
zwischen nebeneinanderliegenden Windungen der Wendel besteht und daß die Wendel eine so große
Anzahl von Windungen besitzt, daß eine durch die Wendel laufende Detonation eine Detonation in
der axial angeordneten Knallzündschnur in der Richtung hervorruft, in der die Detonation durch
die Wendel läuft.
3. Anordnung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem zusammenhängenden
Knallzündschnurstück besteht, wobei ein Abschnitt des Stücks die Wendel bildet und
ein anderer Abschnitt des Stücks axial durch die Wendel verläuft, so daß die Knallzündschnur eine
Schleife bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 569/175 7.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US833974XA | 1957-09-10 | 1957-09-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1086609B true DE1086609B (de) | 1960-08-04 |
Family
ID=22178029
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP21316A Pending DE1086609B (de) | 1957-09-10 | 1958-09-06 | Sprengstoff-Ventil- oder Relaisanordnung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1086609B (de) |
| GB (1) | GB833974A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115164B (de) | 1958-09-26 | 1961-10-12 | Skf Kugellagerfabriken Gmbh | Vorrichtung zum Sichern des Oberteiles von Spinn- oder Zwirnspindeln |
| DE1153307B (de) | 1961-09-22 | 1963-08-22 | Dynamit Nobel Ag | Sprengschnurverbinder |
| US3169480A (en) * | 1962-05-01 | 1965-02-16 | Commercial Solvents Corp | Safety device for detonator cord |
-
1958
- 1958-08-27 GB GB27539/58A patent/GB833974A/en not_active Expired
- 1958-09-06 DE DEP21316A patent/DE1086609B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1115164B (de) | 1958-09-26 | 1961-10-12 | Skf Kugellagerfabriken Gmbh | Vorrichtung zum Sichern des Oberteiles von Spinn- oder Zwirnspindeln |
| DE1153307B (de) | 1961-09-22 | 1963-08-22 | Dynamit Nobel Ag | Sprengschnurverbinder |
| US3169480A (en) * | 1962-05-01 | 1965-02-16 | Commercial Solvents Corp | Safety device for detonator cord |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB833974A (en) | 1960-05-04 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4001864C2 (de) | ||
| EP0101795B1 (de) | Sprenggeschoss mit verbesserter Splitterwirkung | |
| DE2457622B2 (de) | Nichtelektrisch zuendbare sprengkapsel und sprengsystem unter verwendung der sprengkapsel sowie zuendverfahren | |
| DE69105393T2 (de) | Zündsystem für eine pyrotechnische Zusammensetzung. | |
| DE857331C (de) | Vorrichtung mit Hohlladungen zum Gebrauch in Bohrloechern | |
| DE1109069B (de) | Zuendschnurverbinder | |
| EP0324371A2 (de) | Zündelement, vorzugsweise mit langer Verzögerungszeit | |
| DE1043905B (de) | Zuendschnurverbinder mit Verzoegerungswirkung | |
| DE1086609B (de) | Sprengstoff-Ventil- oder Relaisanordnung | |
| DE942319C (de) | Blaslochfreie elektrische Sprengkapsel mit kurzer Verzoegerung | |
| DE842313C (de) | Allseitig geschlossener elektrischer Verzoegerungszuender fuer Explosivstoffe | |
| DE2825742C2 (de) | Elektrischer Sprengmomentzünder | |
| DE1796082B1 (de) | Zuender fuer die punktfoermige Initiierung von Sprengladungen | |
| DE3821276C1 (de) | ||
| DE1153307B (de) | Sprengschnurverbinder | |
| DE2808394C3 (de) | Tetrazen enthaltendes, anstichempfindliches Zündstoffgemisch und dessen Verwendung | |
| DE915197C (de) | Verzoegerungsstueck als Verbindung zwischen Sprengschnueren | |
| DE1080453B (de) | Elektrischer Zuendkopf | |
| DE1238824B (de) | Zuendsystem zum grossflaechigen Zuenden von Treibsaetzen und/oder Triebladungen | |
| DE1194748B (de) | Zuendschnur, insbesondere zur Verwendung fuer das Verzoegerungsschiessen | |
| DE947142C (de) | Verzoegerungssatzstueck fuer elektrische Zuender | |
| DE220884C (de) | ||
| DE1106646B (de) | Hohlladung | |
| DE2404870C2 (de) | Verzögerungseinrichtung mit in einem Gehäuse angeordneten pyrotechnischen Verzögerungssatz | |
| DE1210725B (de) | Spiegelbildlich aufgebauter Detonationszuendschnurverbinder mit Verzoegerungswirkung |