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DE1086270B - Anordnung zum UEberwachen oder Regeln der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen od. dgl. - Google Patents

Anordnung zum UEberwachen oder Regeln der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen od. dgl.

Info

Publication number
DE1086270B
DE1086270B DEF21775A DEF0021775A DE1086270B DE 1086270 B DE1086270 B DE 1086270B DE F21775 A DEF21775 A DE F21775A DE F0021775 A DEF0021775 A DE F0021775A DE 1086270 B DE1086270 B DE 1086270B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vehicle
speed
signal
arrangement according
track
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF21775A
Other languages
English (en)
Inventor
Michel Cremer
Robert Pedoussaut
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Forges et Ateliers de Constructions Electriques de Jeumont SA
Original Assignee
Forges et Ateliers de Constructions Electriques de Jeumont SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Forges et Ateliers de Constructions Electriques de Jeumont SA filed Critical Forges et Ateliers de Constructions Electriques de Jeumont SA
Publication of DE1086270B publication Critical patent/DE1086270B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L25/00Recording or indicating positions or identities of vehicles or trains or setting of track apparatus
    • B61L25/02Indicating or recording positions or identities of vehicles or trains
    • B61L25/021Measuring and recording of train speed
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L2200/00Type of vehicles
    • B60L2200/26Rail vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Anordnung zum Überwachen oder Regeln der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen od. dgl. Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Überwachen oder Regeln der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen od. dgl., wobei die Fahrzeuggeschwindigkeit mit der für den jeweiligen Streckenabschnitt zulässigen Geschwindigkeit punktweise oder dauernd verglichen wird und jede Abweichung angezeigt oder zum selbsttätigen Regeln der Fahrzeuggeschwindigkeit auf den jeweils vorgeschriebenen Wert verwendet wird.
  • Derartige Anordnungen sind bereits bekannt; bei ihnen werden z. B. auf den Fahrzeugen mechanische Meß- und Steuergeräte verwendet, welche durch verschiedene Steuergrößen (Geschwindigkeiten und Beschleunigungen usw.) beeinflußt werden. Diese Anordnungen sind aber kompliziert, sehr empfindlich gegen Störeinflüsse, wie etwa Schwingungen und Stöße, und sie haben einen großen Raumbedarf, so daß ihre Verwendung auf Eisenbahnfahrzeugen Schwierigkeiten bietet.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile durch eine elektrische Regelungsanordnung zu beseitigen, welche so ausgebildet ist, daß sie bei kleinerem Raumbedarf genauer und zuverlässiger arbeitet und weitgehend anpassungsfähig ist.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine elektrische Regelungsart erreicht, bei welcher jedem der aufeinanderfolgenden Gleisstromkreise ein ortsfester Generator zugeordnet ist, der periodische Signalströme erzeugt, deren Frequenzen die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten kennzeichnen, wobei diese Signalströme auf dem Fahrzeug empfangen werden und ihre Frequenz mit einer Frequenz verglichen wird, die auf dem Fahrzeug entsprechend dessen tatsächlicher Geschwindigkeit erzeugt wird. Durch die Ergebnisse dieses Vergleiches kann die vorgeschriebene Geschwindigkeit jeweils den angezeigten Signalbegriffen, dem Streckenverlauf und den Bremsbedingungen angepaßt werden.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstands besteht darin, die ortsfesten Generatoren derart auszubilden, daß die Frequenz der Signalströme nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit abnimmt, sobald die Achsen eines Fahrzeugs einen bestimmten Punkt des Gleises überlaufen, an welchem das Vermindern der Fahrzeuggeschwindigkeit beginnen soll.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
  • Fig. 1 zeigt ein Gesamtschema der Anordnung nach der Erfindung; Fig. 2 zeigt ein vereinfachtes Schema der Steuerung des Generators; Fig. 3 und 4 sind erläuternde Diagramme; Fig. 5 zeigt das Zusamrnenwirken.mehrerer benachbarter Gleisstromkreise, und Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform des Steuergeräts.
  • In Fig. 1 ist ein Gleisstromkreis LA dargestellt, welcher über die Schienen 1 und 2 verläuft, die gegebenenfalls isolierende Stoßverbinder aufweisen können. Die Schienen können jedoch auch miteinander verschweißt sein, so daß dann die einzelnen Gleisstromkreise nicht durch isolierende Stoßverbinder voneinander getrennt sind,- wie in Fig. 1 dargestellt.
  • Die Schienen 1 und 2 sind mit einem Generator 3A verbunden, welcher durch -die Pfeile i dargestellte, nur in einer Richtung verlaufende kurze Stromimpulse erzeugt. Diese Impulse werden von am Anfang des Gleisstromkreises fest angeordneten Empfängern 4A und 5A aufgenommen. Die Empfänger speisen ein Gleisrelais 6A über eine Speichervorrichtung 7A, welche dem Relais 6A einen Strom liefert, dessen Mittelwert ausreicht, um das Relais normalerweise erregt zu halten.
  • Ein von Achsen 15 getragenes Fahrzeug V, welches sich in der Fahrtrichtung des Pfeils D dem Gleisstromkreis LA nähert, empfängt diese Impulse induktiv mittels der Fahrzeugempfänger 29 und 30. Die Fahrzeugempfänger sind mit einem Meß- und Vergleichsgerät 31 verbunden, welchem außerdem von einem Generator 32 ein periodischer Strom zugeführt wird, dessen Frequenz zu der Geschwindigkeit des Fahrzeuges h proportional ist. Im Gerät 31 wird die Frequenz der von den Fahrzeugempfängern 29 und 30 aufgenommenen Impulse mit der Frequenz des Generators 32, also mit der Fahrzeuggeschwindigkeit, verglichen. Das Ergebnis dieses Vergleiches wird durch die Stellung eines Armes angezeigt, welcher in einem beweglichen Kontakt 34 ausläuft. Dieser Kontakt kann mit zwei festen Kontakten zusammenwirken, welche mit den Steuer- oder Signalstromkreisen 35 bzw. 36 verbunden sind.
  • An der Strecke schließt ein Relais 27 im erregten Zustand einen Steuerstromkreis 27A für ein Steuergerät 33, welches dem Impulsgenerator 3 A zugeordnet ist. Das Relais 27 wird durch zwei parallel geschaltete Arbeitskontakte gesteuert, von denen der eine zu dem Gleisrelais 6A gehört, während der andere dem Gleisrelais 6 des benachbarten Gleisstromkreises zugeordnet ist, das von den Empfängern 4 und 5 des nächsten Gleisstromkreises über die Speichervorrichtung 7 erregt wird. Die Kontakte der Gleisrelais 6 und 6A sind mit dem Relais 27 über eine besondere Leitung 28A und andererseits mit den Klemmen 28 einer Spannungsquelle verbunden, deren anderer Pol an Masse liegt.
  • Die Gleisrelais 6 und 6A sind mit den zugehörigen Lichtsignalen S bzw. SA in üblicher Weise so gekoppelt, daß sie abgefallen sind, wenn das Signal Halt anzeigt, während sie angezogen bleiben, wenn das Signal Fahrt oder einen Warnbegriff anzeigt. Ferner fällt jedes Gleisrelais ab, sobald ein Fahrzeug an den zugehörigen festen Impulsempfänger vorbeifährt.
  • Wenn also beide Signale Fahrt anzeigen, wird das Relais 27 sowohl vom Gleisrelais 6 als auch vom Gleisrelais 6A erregt. Wenn dann der Zug an den Empfängern 6A und 5A vorbeifährt, fällt das Gleisrelais 6A ab, doch bleibt das Relais 27 über den Kontakt des Gleisrelais 6 weiterhin erregt, so daß das Steuergerät 33 und der Generator 3 A weiterarbeiten.
  • Wenn dagegen das Signal S Halt und das Signal SA Warnung anzeigt, ist das Gleisrelais 6 abgefallen, und das Relais 27 wird nur noch durch das Relais 6A erregt gehalten. Vor dem Einfahren in den Bereich des Gleisstromkreises LA erhalten die Fahrzeugempfänger 29 und 30 des Fahrzeugs h die Impulsströme i des Generators 3A, welcher mit seiner Sollfrequenz F arbeitet, so daß das Fahrzeug mit seiner Sollgeschwindigkeit fährt. Es sei beispielsweise angenommen, daß diese Frequenz 5 Hz beträgt. Das Gerät 31 vergleicht diese Frequenz mit der Frequenz, welche von dem Generator 32 geliefert wird und die von der Fahrzeuggeschwindigkeit abhängig ist. Stimmen beide Meßergebnisse überein, so nimmt der bewegliche Kontakt 34 die in Fig. 1 dargestellte Zwischenstellung ein.
  • Sobald. die Achse 15 des Fahrzeugs V an dem Warnung anzeigenden Signal SA und den festen Empfängern 4A und 5A vorbeikommt, schließt sie den Impulsstrom i kurz; dieser wird - dadurch von- den Empfängern 4A und 5A nicht mehr aufgenommen, und das Gleisrelais 6A fällt ab. Da das Signal S Halt anzeigt und das Relais 6 ebenfalls abgefallen ist, liegt die Leitung 28A nicht mehr an Spannung; der Anker des Relais 27 fällt daher ebenfalls ab und unterbricht den Steuerstromkreis 27A. Diese Unterbrechung bewirkt, daß mittels des Steuergerätes 33 die Frequenz F der von dem Generator 3 A erzeugten Impulsei allmählich verringert wird.
  • Das Gerät 33, welches auf verschiedene Weise ausgebildet sein kann, ist schematisch beispielshalber in Fig.2 dargestellt. Es kann einen durch eine Stromquelle e gespeisten Motor m aufweisen. Dieser Motor, welcher ein selbstanlaufender Synchronmotor oder ein Asynchronmotor sein kann, treibt eine Drehschaltvorrichtung p sowie ein Schwungrad v an; er ist gegebenenfalls mit einer regelbaren Bremse f versehen, welche z. B. eine Wirbelstrombremse sein kann und so ausgebildet ist, daß ihre Wirkung leicht eingestellt oder aufgehoben werden kann.
  • Die Schaltvorrichtung p steuert z. B. periodisch die Gitterspannung einer dem Impulsgenerator 3 A zugeordneten, nicht dargestellten elektronischen Vorrichtung. Hierdurch bewirkt jedes Schließen von p das Aussenden eines Impulses i durch den Generator.
  • Die Frequenz F der Impulse i beträgt z. B. normalerweise 5 Hz; wenn jedoch der Anker des Relais 27 abfällt, wird der den Motor m speisende Strom unterbrochen, und die bisher vorhandene Solldrehzahl des Motors m nimmt allmählich gemäß einer Gesetzrnäßigkeit ab, welche durch die Trägheit des Schwungrades v und durch die Einstellung der Bremse f, wenn eine solche benutzt wird, bestimmt wird. Die Abhängigkeit der Frequenz F von der Zeit t ist in Fig. 3 schematisch dargestellt; nach einer gewissen Zeit T ist die Frequenz F auf null gesunken. Die Zeit T wird für jeden Gleisstromkreis entsprechend seiner Länge und dem Verlauf seiner Strecke gewählt.
  • Wird das Absinken der Frequenz F nicht in Abhängigkeit von der Zeit t, sondern in Abhängigkeit von dem Weg des Fahrzeugs aufgezeichnet, so ergibt sich ein in Fig. 4 dargestellter Kurvenverlauf, welcher den gewünschten Verlauf der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs bis zum Stillstand vor einem Halt anzeigenden Signal angibt. Der zulässige Fahrzeugweg bis zum Stillstand ist dabei gleich der Länge des Gleisstromkreises, in Fig. 4 durch die Strecke LA dargestellt.
  • Wie bereits beschrieben, erhalten die Fahrzeugempfänger 29 und 30 des in der Richtung des Pfeiles D (Fig. 1) fahrenden Fahrzeugs V normalerweise die Impulse i mit der normalen Frequenz, z. B. 5 Hz. Nach der Vorbeifahrt an dem Warnung anzeigenden Signal SA nimmt jedoch diese Frequenz ab. Wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeugs nicht entsprechend der Kurve V1 in Fig. 4 abnimmt, sondern höher bleibt, verstellt sich der bewegliche Kontakt 34 des Gerätes 31 in Fig. 1 nach rechts und schaltet einen Steuerstromkreis 36 ein. Dieser ruft eine Signalanzeige auf dem Führerstand des Fahrzeugs hervor oder bewirkt selbsttätig das Bremsen und Anhalten des Fahrzeugs.
  • Ist dagegen die Geschwindigkeit des Fahrzeugs kleiner als die nach der Kurve V 1. zulässige, so bewegt sich der Kontakt 34 nach links und schaltet einen Steuerstromkreis 35 ein, mittels dessen ein Signalbegriff für eine höhere erlaubte Geschwindigkeit angezeigt oder das Fahrzeug selbsttätig entsprechend beschleunigt wird.
  • Bei einem schwereren und langsameren Fahrzeug, z. B. einem Güterzug, weist seine ebenfalls in Fig. 4 dargestellte Bremskurve V2 einen ähnlichen Verlauf auf, und es kann angenommen werden, daß die Bremsdauer T (Fig. 3) etwa die gleiche bleibt. Hieraus ergibt sich, daß das -richtige Bremsen von den Fahrzeugführern leicht eingehalten werden kann, oder daß der Bremsvorgang selbsttätig bis zum Anhalten von einem Halt anzeigenden Signal steuerbar ist. Im ersten Fall kann den Fahrzeugführern vorgeschrieben werden, die empfangenen und auf dem Führerstand angezeigten Signalbegriffe zu bestätigen.
  • Wenn während dieses überwachten oder erzwungenen Bremsens oder nach Stillstand des Fahrzeugs das Signal S in Fig. 1 auf Fahrt gestellt wird, zieht das Relais 6 seinen Anker an und speist über die Leitung 28A wieder das Relais 27. Dieses schaltet in Fig. 2 den Motor wieder ein, welcher nach Erreichen seiner Solldrehzahl von neuem Impulse i mit deren Sollfrequenz erzeugt. Die Fahrzeugempfänger 29 und 30 erhalten somit wieder diese Sollfrequenz, und der bewegliche Kontakt 34 des Vergleichsgerätes 31 schaltet den Stromkreis 35 ein, um anzuzeigen, daß das Fahrzeug weiterfahren soll, oder um sein Anfahren selbsttätig zu steuern.
  • In dem beschriebenen Steuersystem wirkt sich jede Betriebsstörung seiner einzelnen. Teile nach der sicheren Seite aus. So hat z. B. eine Störung der Fahrzeugempfänger 29 und 30 die gleiche Wirkung wie eine Haltanzeige. Ebenso verhindert der Ausfall des Steuergerätes 33 das Aussenden der Impulse i und bewirkt ebenfalls das Anhalten des Fahrzeugs. Das Steuergerät 33 kann keine zu hohe Frequenz erzeugen, da sein Motor m als Synchronmotor oder als Asynchronmotor ausgebildet ist. Der Generator 32, mit dem die zur Fahrzeuggeschwindigkeit proportionale Yrequenz erzeugt wird, kann so ausgebildet werden, daß jedes unregelmäßige Arbeiten zwangläufig ein Alarmsignal ergibt oder eine Notbremsung bewirkt.
  • Um auch für die Stromkreise 35 und 36 die gleiche Betriebssicherheit zu erhalten, können diese gemäß Fig. 6 ausgebildet werden. An Stelle des beweglichen Kontaktes 34 weist dann das Vergleichsgerät 31 einen in zwei Kontaktlamellen auslaufenden - beweglichen Arm 34 A. auf. Wenn die zu vergleichenden Frequenzen gleich sind und sich dieser Arm in seiner dargestellten Zwischenstellung befindet, wird nur ein Stromkreis 35A gespeist, mit welchem der bestehende Schaltzustand aufrechterhalten wird. Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit zu groß ist, dreht sich der Arm 34A nach rechts und schaltet beide Stromkreise 35 A und 36A ab, was entweder eine Signalanzeige zum Vermindern der Geschwindigkeit oder ein selbsttätiges Bremsen oder Anhalten des Fahrzeugs bewirkt. Der für die Sicherheit wichtigere Schaltzustand - wird somit durch Stromunterbrechung hergestellt. Wenn dagegen die Geschwindigkeit zu gering ist, dreht sich der Arm 34A nach links und schaltet die beiden Stromkreise35A und 36A gleichzeitig ein, was eine Signalanzeige zum Erhöhen der Geschwindigkeit oder auch ein selbsttätiges Beschleunigen hervorruft.
  • Die so erfüllten Sicherheitsbedingungen gestatten es, die der Erfindung auch zum vollständig selbsttätigen Steuern der Fahrzeuge einschließlich des Anfahrens, der Geschwindigkeitsregelung in Abhängigkeit von Signalstellungen und Streckenverlauf, des selbsttätigen Anhaltens an bestimmten Punkten sowie der Notbremsung und des selbsttätigen Wiederanfahrens nach der Fahrtstellung eines Halt anzeigenden Signals anzuwenden. Eine derartige Anwendung ist schematisch in Fig. 5 dargestellt.
  • Dort ist der Streckenverlauf eines Gleises 1, 2 dargestellt, welches mehrere Gleisstromkreise LA bis LD aufweist, wobei der Stromkreis LD einem Bahnhofsgleis zugeordnet ist. Die einzelnen Gleisabschnitte sind durch Signale SA bis SD gedeckt, und jeder Gleisstromkreis wird durch einen Impulsgenerator 3 A bis 3 D gespeist. Diese Generatoren liefern Impulse, deren Frequenzen den Sollgeschwindigkeiten entsprechen, mit welchen an den den Anfängen der Gleisabschnitte zugeordneten Signalen vorbeigefahren werden kann.
  • Es sei z. B. angenommen, daß der Generator 3 A Impulse mit einer Frequenz von 4 Hz, der Generator 3 B Impulse mit 5 Hz, der Generator 3 C Impulse mit 3 Hz und der Generator 3 D Impulse mit 2 Hz liefert. Ferner sei angenommen, daß die Züge vor dem Signal SE anhalten sollen und daß dieses in Grundstellung Halt anzeigende Signal nur vom Fahrdienstleiter des Bahnhofsstellwerks auf Fahrt gestellt werden kann.
  • Es empfängt dann jedes Fahrzeug; das in Richtung des Pfeils D fährt und in den ersten Gleisabschnitt unter Vorbeifahrt an-dem Fahrt anzeigenden Signal SA einfährt, Impulse, die ihm eine gewisse Sollgeschwindigkeit vorschreiben, welche zu der Frequenz von 4 Hz des Impulsgenerators 3 A proportional ist. Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit am Anfang dieses Gleisabschnitts zu hoch ist, wird sie durch das Meß-und Vergleichsgerät 31 des Fahrzeugs verringert; sie wird erhöht, wenn sie zu gering ist.
  • Wenn das Signal SA einen Warnungsbegriff anzeigt, löst die Vorbeifahrt an diesem das Arbeiten der entsprechenden, in Fig. 5 nicht dargestellten Steuervorrichtung 33 aus, welche die Impulsfrequenz des Generators bis auf Null absinken läßt. DieseFrequenzänderung bewirkt das Anhalten des Fahrzeugs vor dem Signal SB. Wenn am Signal SB der Fahrtbegriff angezeigt wird, empfängt das Fahrzeug die Impulsfrequenz des Generators 3B, der sogleich mit dem Stellen des Signals wie beschrieben eingeschaltet wird, so daß das Fahrzeug selbsttätig anfährt. Der zweite Gleisabschnitt wird mit einer größeren Geschwindigkeit durchfahren, welche der höheren Impulsfrequenz der Generators 3 B entspricht, die hier zu 5 Hz angenommen ist, usf.
  • In dem letzten Gleisabschnitt mit dem Gleisstromkreis LD wird mit einer kleineren Geschwindigkeit eingefahren, welche der niedrigen Impulsfrequenz des Generators 3 D entspricht, die hier zu 2 Ha angenommen ist; da das Signal SD einen Warnungsbegriff anzeigt (das Signal SE zeigt Halt an), wird der Generator 3 D so gesteuert, daß seine Impulsfrequenz allmählich auf Null abnimmt; wodurch das Fahrzeug vor dem Signal SE angehalten wird. Um das Fahrzeug wieder abfahren zu lassen, betätigt der Fahrdienstleiter des Stellwerks im Bahnhof eine Abfahrtstaste 37; bei Vorliegen aller dazu nötigen Voraussetzungen wird dadurch das Signal SE auf Fahrt gestellt.
  • Die Signalstellung löst das Anlaufen des Generators 3 D bis zu dessen Solldrehzahl und dem Aussenden seiner Sollfrequenz aus, wodurch das Wiederanfahren des Fahrzeugs bewirkt wird.
  • Der Erfindungsgegenstand ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt und kann zweckentsprechend abgewandelt werden. So können insbesondere die Geräte 33 und 31 mit elektronischen Schaltmitteln aufgebaut werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anordnung zum überwachen oder Regeln der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen od. dgl., wobei die Fahrzeuggeschwindigkeit mit der für den jeweiligen Streckenabschnitt zulässigen Geschwindigkeit punktweise oder dauernd verglichen wird und jede Abweichung angezeigt oder zum selbsttätigen Regeln der Fahrzeuggeschwindigkeit auf den jeweils vorgeschriebenen Wert verwendet wird, gekennzeichnet durch eine elektrische Regelungsart, bei welcher jedem der aufeinanderfolgenden Gleisstromkreise (LA) ein ortsfester Generator (3A) zugeordnet ist, der periodische Signalströme (a) erzeugt, deren Frequenzen die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten kennzeichnen, wobei diese Signalströme auf dem Fahrzeug empfangen werden und ihre Frequenz mit einer Frequenz verglichen wird, die auf dem Fahrzeug entsprechend dessen tatsächlicher Geschwindigkeit erzeugt wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfesten Generatoren (3 A) so ausgebildet sind, daß die Frequenz der Signalströme nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit abnimmt, sobald die Achsen eines Fahrzeugs einen bestimmten Punkt des Gleises überlaufen, an welchem das Vermindern der Fahrzeuggeschwindigkeit beginnen soll.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrüstung des Fahrzeugs so ausgebildet ist, daß sie je nach dem Ergebnis des Frequenzvergleiches Signalbegriffe anzeigt, welche dem Fahrer angeben, ob er bremsen, beschleunigen oder die Geschwindigkeit aufrechterhalten soll.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrüstung des Fahrzeugs so ausgebildet ist, daß sie je nach dem Ergebnis des Frequenzvergleiches selbsttätig die Fahrzeuggeschwindigkeit sowie das Anhalten und Anfahren steuert.
  5. 5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der von jedem Generator (3A) gelieferten Signalströme durch ein Steuergerät (33) bestimmt wird, welches im wesentlichen eine sich periodisch schließende und öffnende Schaltvorrichtung (p in Fig. 2) enthält, welche das Arbeiten des Generators steuert.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator (3A) ein elektronisches Ventil enthält, dessen Steuerelektrode durch die Schaltvorrichtung (p) des Steuergerätes (33) betätigt wird.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb der Schaltvorrichtung (p) im Steuergerät (33) ein Motor (m) mit konstanter Geschwindigkeit vorgesehen ist, welcher mit einem Schwungrad (v) gekuppelt und gegebenenfalls mit einer regelbaren Bremse (f) versehen ist. B. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis des Motors (m) mit den Lichtsignalen (S bzw. SA) am Ende und am Anfang des Streckenabschnitts (LA) derart gekoppelt ist, daß der Motor ständig an Spannung liegt, wenn beide Signale Fahrt anzeigen, und daß er, wenn das Signal (S) am Ende des Streckenabschnitts Halt anzeigt, abgeschaltet wird, sobald das Fahrzeug an dem Signal (S,4) am Anfang des Streckenabschnitts vorbeifährt. 9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (in) wieder an Spannung gelegt wird, sobald das Signal (S) am Ende des Streckenabschnitts wieder Fahrt anzeigt, unabhängig davon, ob sich ein Fahrzeug auf dem Streckenabschnitt befindet. 10. Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Speisestromkreis des Motors (m) durch zwei parallel geschaltete Arbeitskontakte zweier Gleisrelais (6 und 6A) gesteuert wird, die den Signalen (S bzw. SA) am Ende bzw. am Anfang des Streckenabschnitts zugeordnet sind, wobei die Gleisrelais in üblicher Weise derart mit den Signalen gekoppelt sind, daß sie abgefallen sind, wenn das Signal Halt anzeigt, und jedes Gleisrelais abfällt, sobald ein Fahrzeug darüber hinwegfährt. 11. Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitkonstante der aus Schwungmasse (v), Bremse (f), Schalter (p) und Motor (m) bestehenden Anordnung so gewählt ist, daß sie in derjenigen Zeit zum Stillstand kommt, die der gewünschten Bremszeit des Fahrzeugs entspricht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 595 605, 640 797, 680938.
DEF21775A 1956-01-18 1956-11-28 Anordnung zum UEberwachen oder Regeln der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen od. dgl. Pending DE1086270B (de)

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DEF21775A Pending DE1086270B (de) 1956-01-18 1956-11-28 Anordnung zum UEberwachen oder Regeln der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen od. dgl.

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DE1255703B (de) * 1963-05-31 1967-12-07 Siemens Ag Verfahren und Einrichtungen zum UEberwachen und Regeln der Fahrgeschwindigkeit von Schienentriebfahrzeugen
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