DE1085300B - Verfahren zur Herstellung von Heiz- oder Kuehlkoerpern mit gegossenen Rippen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Heiz- oder Kuehlkoerpern mit gegossenen RippenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aus mindestens einem Stahlrohr und gegossenen
Rippen bestehenden Heiz- oder Kühlkörpern sowie deren Gestaltung.
Es ist bekannt, Rippenrohre oder Rippenheiz- oder -kühlkörper in der Weise herzustellen, daß ein
oder mehrere Stahlrohre als Kerne in eine der gewünschten Formgebung der Rippenkörper entsprechende
Sandform oder Kokille eingelegt und die Rippen gemeinsam um das oder die Stahlrohre herumgegossen
werden." Diese Art der Herstellung ist jedoch insofern nachteilig, als, insbesondere wenn nur
sehr dünnwandige Stahlrohre und zur Erzielung möglichst dünnwandiger Rippen ein sehr heißes, dünnflüssiges
Gußeisen verwendet werden, die Stahlrohre verhältnismäßig hohe Temperaturen annehmen.
Diese hohen Temperaturen bewirken dabei nicht nur ein Weichwerden der Stahlrohre, sondern zusätzlich
auch ein Schrumpfen derselben während des Abkühlungsprozesses, wodurch die Verbindung und damit
der Wärmeübergang zwischen den Rohren und den Rippen in Frage gestellt wird. Darüber hinaus
aber werden die eingelegten dünnwandigen Stahlrohre häufig auch deformiert, und es besteht fortlaufend
die Gefahr, daß das schmelzflüssige heiße Gußeisen die Rohrwand durchbricht. Durch diese aufgezeigten
Schwierigkeiten ist der Ausschuß bei diesem bekannten Herstellungsverfahren relativ groß und damit
überhaupt die Wirtschaftlichkeit dieses X^erfahrens in Frage gestellt.
Außerdem ist die Herstellung von Rippenrohrkörpern bekanntgeworden, bei denen jeweils die
Berührungsflächen zwischen den einzelnen Rippen und dem von diesen umgebenen Stahlrohr zwar verhältnismäßig
klein gehalten sind, jedoch die zwischen den Rippen befindlichen Teilmantelflächen des Stahlrohres
noch immer mit zwei die einzelnen Rippen miteinander verbindenden Gußsträngen in Berührung
stehen. Diese Gußstränge aber leiten gerade wieder die Wärme des dünnflüssigen Gußeisens den Teilmantelflächen
des Stahlrohres zu und bewirken eine unzulässige Erwärmung derselben, was wieder die
schon oben behandelten Nachteile zur Folge hat. Darüber hinaus aber wirken sich die einzelnen Gußstränge
noch insofern außerordentlich nachteilig aus, als sie eine recht große Härte aufweisen, wodurch ein nachträgliches
Aufteilen eines solchen Rippenkörpers in einzelne Teilstücke praktisch unmöglich ist.
Gemäß der Erfindung werden die oben aufgezeigten Mängel nun dadurch beseitigt, daß die Rippen derart
unabhängig voneinander gegossen werden, daß zwischen den einzelnen Rippen keine gußeiserne Verbindung
besteht und die zwischen den Rippen befindlichen Teilmantelflächen der Stahlrohre mit keinem
Verfahren zur Herstellung
von Heiz- oder Kühlkörpern
mit gegossenen Rippen
Anmelder:
Dr.-Ing. Günter Scholl,
Eßlingen/Neckar, Mülberger Str. 21A
Eßlingen/Neckar, Mülberger Str. 21A
Dr.-Ing. Günter Scholl, Eßlingen/Neckar,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
flüssigen Eisen in Berührung kommen. Hierdurch weisen diese zwischen den Rippen befindlichen Teilmantelflächen
eine verhältnismäßig hohe Wärmespeicherfähigkeit und Wärmeableitfähigkeit auf und
schützen die mit dem flüssigen Eisen in Berührung kommenden Teile der Rohrwandung vor einer übermäßigen
Erwärmung. Da die Stahlrohre bei diesem Verfahren gegenüber dem zunächst schmelzflüssigen
und dann rasch erstarrenden Gußeisen relativ kalt bleiben, schrumpfen sich auch die abkühlenden Rippen
fest auf die Rohre auf, wodurch zusätzlich eine gute wärmeleitende Verbindung zwischen den Stahlrohren
und den Rippen erzielt wird.
Da sich bekanntlich auf der Oberfläche von zu umgießenden Stahlteilen befindliche Oxydschichten beim
Gießen schädlich auswirken, besteht allgemein die Fachmeinung, daß eine einwandfreie Verbindung
zwischen schmelzflüssigem Gußeisen und eingegossenen oder umgossenen Stahlteilen nur dann zu erreichen
ist, wenn die Stahlteile zuvor einen Schutzüberzug, beispielsweise durch Verzinnen, erhalten.
Gemäß der Erfindung kann man jedoch auf einen solchen Schutzüberzug dadurch verzichten, daß die
Stahlrohre unmittelbar vor dem Einlegen in die Gußform gesandstrahlt und gleich darauf umgössen
werden.
Bei einem solchen gemäß der Erfindung hergestellten Rippenheiz- oder -kühlkörper, bei dem also die
zwischen den voneinander unabhängig gegossenen
009 550/294
1 UÖO DUU
Rippen befindlichen Teilmantelflächen des Stahlrohres keine Berührung mit dem gußeisernen Rippenmaterial
haben, ist die Breite der freien Teilmantelflächen des Stahlrohres vorteilhaft etwa gleich dem halben
Rippenabstand.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin zu sehen, daß der Rippenheiz- oder -kühlkörper aus mehreren,
vorzugsweise zwei parallel zueinander etwa im Abstand der Rippenbreite voneinander angeordneten
Stahlrohren und durchgehenden, diese miteinander verbindenden und jeweils gleichzeitig gegossenen
Rippen besteht. Da bei einem solchen Doppeloder Mehrrohrrippenkörper das obere Rohr als
Druckstab, das untere Rohr als Zugstab und die durchgehenden Rippen selbst als Verbindungsstäbe
wie bei einem Fachwerkträger wirken, gestattet diese erfindungsgemäße Ausführungsform auch die Verwendung
von dünneren Stahlrohren bei Rippenheiz- oder -kühlkörpern mit einer wesentlich größeren frei
tragenden Länge.
Weiterhin können bei Doppel- oder Mehrrohrrippenkörpern die durchgehenden Rippen in an sich
bekannter Weise jeweils in der Mitte zwischen den Rohren bis auf schmale Stege durch Einschnitte getrennt
sein. Diese Trennung der durchgehenden Rippen erlaubt es wiederum, die Rohre eines solchen
Rippenkörpers ohne nennenswerte Verschlechterung des die Wärmeübertragung kennzeichnenden Rippenwirkungsgrades
mit Wärmeträgern verschiedener Temperatur zu betreiben.
Eine weitere Möglichkeit gemäß der Erfindung ist auch dadurch gegeben, daß die an dem einen Rohr
angegossenen Rippen zu den an dem folgenden Rohr angegossenen Rippen vorzugsweise um einen halben
Rippenabstand zueinander versetzt und lediglich durch schrägstehende, schmale Stege miteinander verbunden
sind. Diese Ausführungsform ist dabei insbesondere bei laminarer oder schwach turbulenter
Strömung zwischen den Rippen, wie dieses beispielsweise bei Raumheizkörpern häufig gegeben ist, von
Vorteil.
Schließlich kann ein solcher Rippenheiz- oder -kühlkörper auch mit einem oder mehreren gleichartigen
Rippenheiz- oder -kühlkörpern baukastenartig zu Wärmeaustauschsträngen, -schlangen oder Wärmeaustauschpaketen
zusammengesetzt werden, wobei sich die freien Enden der Stahlrohre dann entweder
unmittelbar aneinanderschweißen oder aber durch zwischengeschaltete Rohrstücke oder Rohrbogen miteinander
verbinden lassen.
In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise Ausführungsformen eines solchen Rippenheiz- oder -kühlkörpers
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Rippenkörpers mit einem Stahlrohr, teilweise gemäß der in der Fig. 2 angegebenen
Linie c-d geschnitten,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie a-b,
Fig. 3 einen Doppelrohrrippenkörper,
Fg. 4 einen Schnitt gemäß der Linie e-f,
Fig. 5 einen der Fig. 4 entsprechenden Schnitt einer anderen Ausführungsform einer Rippe und
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Doppelrohrrippenkörpers mit zueinander versetzten Rippen.
Bei der in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsform eines Einrohrrippenkörpers ist das Stahlrohr
mit S und jede um dieses herumgegossene Rippe mit R bezeichnet. Die Gestaltung der Rippen R ist dabei
derart gewählt, daß die Breite der nicht mit dem flüssigen Eisen in Berührung kommenden Teilmantelflächen
etwa gleich dem halben Rippenabstand t/2 ist.
Die Fig. 3 und 4 zeigen einen biegesteifen Doppelrohrrippenkörper,
bei dem die Stahlrohre S1 und S2 in
einem etwa der Rippenbreite entsprechenden Abstand voneinander angeordnet sind. Die einzelnen, auch in
diesem Falle wieder jeweils unabhängig voneinander gegossenen Rippen R sind dabei durchgehend gestaltet
und verbinden die Stahlrohre S1 und S2 fest miteinander.
Gemäß der in der Fig. 5 gezeigten besonderen Ausführungsform einer solchen durchgehenden Rippe
sind deren beide jeweils eines der Stahlrohre ^1 und
S2 umgebenden Teile in an sich bekannter Weise bis
auf einen Steg St durch quergerichtete Einschnitte E wärmeleitend voneinander getrennt.
In der Fig. 6 schließlich ist ein Doppelrohrrippenkörper dargestellt, bei dem die Rippenteile des einen
Rohres ^1 gegenüber den Rippenteilen des anderen
Rohres S2 um den halben Rippenabstand i/2 versetzt
und lediglich durch die schrägen Stege St' miteinander verbunden sind.
Da die Gestaltung von Mehrrohrrippenkörpern ohne weiteres aus den in der Zeichnung dargestellten Bauformen
der Doppelrohrrippenkörper abzuleiten ist, kann auf eine besondere zeichnerische Darstellung
solcher Mehrrohrrippenkörper verziehet werden.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung von Rippenheiz- oder -kühlkörpern, bei dem die Rippen um ein oder
mehrere Stahlrohre herumgegossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen derart unabhängig
voneinander gegossen werden, daß die zwischen den Rippen befindlichen Teilmantelflächen
des Stahlrohres mit keinem flüssigen Gußeisen in Berührung kommen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlrohre unmittelbar vor dem
Einlegen in die Gießform gesandstrahlt und gleich darauf umgössen werden.
3. Rippenheiz- oder -kühlkörper nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Breite der freien Teilmantelflächen des Stahlrohres etwa gleich dem halben Rippenabstand
(i/2) ist.
4. Rippenheiz- oder -kühlkörper nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
dieser aus mehreren, vorzugsweise zwei parallel zueinander, etwa im Abstand der Rippenbreite
voneinander angeordneten Stahlrohren (S1, S2)
und durchgehenden, diese miteinander verbindenden Rippen (R) besteht.
5. Rippenheiz- oder -kühlkörper nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
durchgehenden Rippen jeweils in der Mitte zwischen den Rohren (,S1, S2) bis auf schmale Stege
(St) durch Einschnitte (E) getrennt sind.
6. Rippenheiz- oder -kühlkörper nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
an dem einen Rohr (S1) angegossenen Rippen (R)
zu den an dem folgenden Rohr (S2) angegossenen Rippen vorzugsweise um einen halben Rippenabstand
(i/2) zueinander versetzt und lediglich durch schmale Stege (St') miteinander verbunden
sind.
7. Rippenheiz- oder -kühlkörper nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
dieser mit einem oder mehreren gleichartigen Rippenheiz- oder -kühlkörpern baukastenartig
JUU
zu Wärmeaustauschsträngen, -schlangen oder -paketen zusammengesetzt ist, wobei die freien
Enden der Stahlrohre (S) unmittelbar aneinandergeschweißt oder durch zwischengeschaltete Rohrstücke
oder Rohrbogen miteinander verbunden sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 413 502, 838 647,
750;
schweizerische Patentschrift Nr. 15 891; »Gießerei — Technischwissenschaftliche Beihefte«,
September 1952, S. 429, rechte Spalte.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH22510A DE1085300B (de) | 1957-07-22 | 1957-07-22 | Verfahren zur Herstellung von Heiz- oder Kuehlkoerpern mit gegossenen Rippen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1085300B true DE1085300B (de) | 1960-07-14 |
Family
ID=7429343
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DESCH22510A Pending DE1085300B (de) | 1957-07-22 | 1957-07-22 | Verfahren zur Herstellung von Heiz- oder Kuehlkoerpern mit gegossenen Rippen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1085300B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1279914B (de) * | 1965-07-31 | 1968-10-10 | Guenter Schoell Dr Ing | Herstellungsverfahren fuer elektrisch geschweisste Rippen-Doppelrohre |
| DE2925967A1 (de) * | 1978-06-28 | 1980-01-24 | Hitachi Ltd | Verfahren zum herstellen von waermeaustauschern |
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-
1957
- 1957-07-22 DE DESCH22510A patent/DE1085300B/de active Pending
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