DE1084820B - Kurzschlussschutzschaltung fuer Transistor-Netzgeraete - Google Patents
Kurzschlussschutzschaltung fuer Transistor-NetzgeraeteInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kurzschlußschutzschaltung für Transistor-Netzgeräte.
Mit Rücksicht auf eine Überlastung des Netzgerätes selbst oder eines von dem Netzgerät gespeisten Verbrauchers
sollen die dem Netzgerät entnommenen Ströme einen bestimmten Wert nicht überschreiten
können. Aus diesem Grunde wird bei solchen Netzgeräten eine Strombegrenzungsschaltung verwendet,
bei der im Zuge der Leitung ein Strombegrenzungstransistor liegt, der so gesteuert wird, daß der Strom
einen vorgeschriebenen einstellbaren Wert nicht überschreiten kann. Der Nachteil dieser Anordnung besteht
darin, daß bei einem fortdauernden Kurzschluß dieser Begrenzungstransistor überlastet wird. Es ist
daher erforderlich, bei einem fortdauernden Kurzschluß den Stromkreis vollständig zu unterbrechen.
Dies kann z. B. durch eine in den Stromkreis geschaltete Sicherung mit träger Ansprechcharakteristik erfolgen.
Eine solche bekannte Schaltung zeigt Fig. 1. Darin ist 1 ein Transistor, der der Stabilisierung der Ausgangsspannung
Ua des Netzgerätes dient. Er wird über seine Basiselektrode derart gesteuert, daß die
Ausgangsspannung Ua von Schwankungen des Lastwiderstandes
10 und der Eingangsspannung U0 unabhängig ist. Die dieser Stabilisierung im einzelnen dienende
Anordnung ist in der Fig. 1 nicht näher dargestellt, sondern nur durch den Pfeil 9 angedeutet. Der
mit einem einstellbaren Vorwiderstand 3 im Zuge der Leitung liegende Begrenzungstransistor 2 dient der
Kurzschlußstrombegrenzung. Der Widerstand 3 wird auf einen solchen Wert eingestellt, daß bei Strömen
unterhalb des zulässigen Grenzwertes der an der Diode 4, die über den Widerstand 5 an das Emitterpotential des Stabilisierungstransistors 1 angeschlossen
ist, auftretende Spannungsfall größer als der am Widerstand 3 auftretende Spannungsfall ist, wodurch
das Emitterpotential des Transistors 2 gegenüber dem Basispotential positiv wird und der Transistor 2
stromdurchlässig wird.. Wächst der dem Netzgerät entnommene Strom an, so verringert sich das Emitterpotential des Transistors 2 gegenüber dem Basispotential,
so daß der Transistor 2 schließlich in dem Maße sperrt, daß der dem Netzgerät entnommene Strom
einen bestimmten Grenzwert nicht überschreiten kann. Um bei einem fortdauernden Kurzschluß eine Überlastung
des Transistors 2 zu vermeiden, ist eine Sicherung 6 vorgesehen, die auf Grund ihrer trägen Charakteristik
nach einer gewissen Zeit anspricht und den Kurzschlußstrom abschaltet.
Durch die Anordnung nach Fig. 1 wird erreicht, daß der dem Netzgerät entnommene Strom auf einen
beliebig einstellbaren Wert begrenzt wird und daß ein Abschalten bei fortdauerndem Kurzschluß stattfindet.
Kur zs chlußs chutzs chaltung
für Transistor-Netzgeräte
für Transistor-Netzgeräte
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs - G. m. b. H., Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
Dipl.-Ing. Wolfhard Larass, Berlin-Charlottenburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Das Netzgerät ist also gegenüber kurzzeitigen Kurzschlüssen unempfindlich. Das letztere ist erforderlich,
weil z. B. beim Einschalten des Netzgerätes durch Kondensatoren bedingte Ladestromstöße auftreten
können, die jedoch nicht zu einem Abschalten des Gerätes führen sollen. Der Nachteil der Anordnung nach
Fig. 1 besteht in der Verwendung einer Sicherung, die nach jedem Auftreten eines fortdauernden Kurzschlusses
erneuert werden muß.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, die Kurzschlußschaltung nach Fig. 1 durch
geeignete erfinderische Maßnahmen derart zu gestalten, daß bei unverändertem Kurzschlußverhalten auf
die Verwendung einer Sicherung verzichtet werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß parallel zu dem Begrenzungstransistor 2 ein
i?C-Glied geschaltet wird und die am Kondensator dieses i?C-Gliedes im Falle eines Kurzschlusses verzögert
auflaufende Spannung zur Umsteuerung einer an sich bekannten bistabilen Flip-Flop-Schaltung verwendet
wird, wodurch über eine Diode der Basiselektrode des Stabilisierungstransistors 1 oder eines zusätzlichen
Schalttransistors eine gegenüber der Emitterelektrode positive Spannung zugeführt wird,
die den Stabilisierungstransistor bzw. den zusätzlichen Schalttransistor sperrt und damit den Kurzschlußstrom
abschaltet.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Schaltungselemente 1 bis 10 entsprechen den in
gleicher Weise bezeichneten Schaltungselementen in Fig. 1. Parallel zum Begrenzungstransistor 2 und dem
seiner Emitterelektrode vorgeschalteten einstellbaren Widerstand 3 ist das i?C-Glied 11 und 12 geschaltet.
Die am Kondensator 12 auftretende Spannung wird über einen Widerstand 13 der bekannten bistabilen
Flip-Flop-Schaltung zugeführt, die aus den Schal-
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tungselementen 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 und 22
besteht. Die bistabile Flip-Flop-Schaltung ist über die Diode 23 mit der Basis des Stabilisierungstransistors 1
verbunden.
Die Funktionsweise der Schaltung nach Fig. 2 ist folgende: Solange dem Netzgerät ein Strom unterhalb
des vorgeschriebenen einstellbaren Grenzwertes entnommen wird, ist in der bistabilen Flip-Flop-Schaltung
der Transistor 15 stromdurchlässig und der Transistor 14 stromundurchlässig. Das bedeutet, daß
praktisch die ganze Spannung zwischen den Punkten Tc und Ta an der Kollektor-Emitter-Strecke des
Transistors 14 liegt, so daß der Kollektor des Transistors 14 annähernd auf dem Potential des Punktes
Ta liegt. Hierdurch wird die Diode 24 in Sperrichtung
beansprucht, so daß· eine Beeinflussung des Basispotentials des Stabilisierungstransistors 1 über die Diode
23 nicht stattfinden kann. Wird dem Netzgerät ein Strom entnommen, der größer ist als der vorgeschriebene
Grenzstrom (Kurzschluß), so fällt am Begrenzungstransistor 2 eine Spannung ab. Diese Spannung
tritt mit einer gewissen, der Zeitkonstante des RC-Gliedes entsprechenden Verzögerung am Kondensator
12 des i?C-Gliedes auf und wird über einen Widerstand 13 der Basiselektrode des Transistors 14 zügeführt.
Überschreitet diese Spannung einen bestimmten Wert, dann schaltet die bistabile Flip-Flop-Schaltung
um, d. h., der Transistor 14 wird stromdurchlässig und der Transistor 15 stromundurchlässig. Dadurch
wird das Kollektorpotential des Transistors 14 annähernd auf das Potential des Punktes 7 c gehoben.
Dieses Potential wird in Durchlaßrichtung über die Diode 23 der Basis des Stabilisierungstransistors 1
zugeführt und macht den Stabilisierungstransistor 1 stromundurchlässig, d. h., der Kurzschlußstrom wird
abgeschaltet. Die bistabile Flip-Flop-Schaltung liegt mit ihrem positiven Eingang auf dem Potential des
Punktes 7 c, das gegenüber dem positiven Potential des Netzgerätes im Punkt 7 b um einige Volt höher
liegt. Dies ist erforderlich, um ein vollständiges Sperren des Stabilisierungstransistors 1 zu erreichen,
denn wenn der dem Netzgerät entnommene Strom Null wird, dann liegt die Emitterelektrode des Stabilisierungstransistors
1 auf dem Potential des Punktes Tb. Würde der positive Eingang der bistabilen Flip-Flop-Schaltung
ebenfalls auf dem Potential des Punktes 7 b liegen, so würde infolge des Spannungsfalles
am Widerstand 21 und am Transistor 14 das Kollektorpotential des Transistors 14 und damit das Basispotential des Stabilisierungstransistors 1 unterhalb
des Emitterpotentials des Stabilisierungstransistors 1 liegen, d. h., eine vollständige Abschaltung des Kurzschlußstromes
wäre nicht möglich.
Will man nach Beseitigung der Kurzschlußursache das Netzgerät wieder einschalten, so muß die bistabile
Flip-Flop-Schaltung in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt werden. Hierzu dient der Tastschalter 25,
durch den der Basiselektrode des Transistors 14 ein gegenüber der Emitterelektrode positiver Spannungsimpuls
zugeführt wird, so daß der Transistor 14 sperrt und der Transistor 15 stromdurchlässig wird.
Claims (2)
1. Kurzschluß schutzschaltung für Transistor-Netzgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu
dem Begrenzungstransistor (2) einer an sich bekannten Strombegrenzungsschaltung ein i?C-Glied
(11 und 12) geschaltet wird und die am Kondensator (12) dieses i?C-Gliedes im Falle eines Kurzschlusses
verzögert auflaufende Spannung zur Umsteuerung einer an sich bekannten bistabilen
Flip-Flop-Schaltung verwendet wird, wodurch über eine Diode (23) der Basiselektrode des Stabilisierungstransistors
(1) des Netzgerätes bzw. einem zusätzlichen Schalttransistor eine gegenüber der Emitterelektrode positive Spannung zugeführt
wird, die den Stabilisierungstransistor (1) bzw. den zusätzlichen Schalttransistor sperrt und damit
den Kurzschluß strom abschaltet.
2. Kurzschlußschutzschaltung für Transistor· Netzgeräte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß nach erfolgter Abschaltung des Kurzschlußstromes die bistabile Flip-Flop-Schaltung
auf die Weise in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt wird, daß man über einen Tastschalter
(25) der Basiselektrode ihres stromführenden Transistors (14) einen gegenüber der Emitterelektrode
positiven Spannungsimpuls zuführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 549/344 6.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL33724A DE1084820B (de) | 1959-07-14 | 1959-07-14 | Kurzschlussschutzschaltung fuer Transistor-Netzgeraete |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEL33724A DE1084820B (de) | 1959-07-14 | 1959-07-14 | Kurzschlussschutzschaltung fuer Transistor-Netzgeraete |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1084820B true DE1084820B (de) | 1960-07-07 |
Family
ID=7266401
Family Applications (1)
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| DEL33724A Pending DE1084820B (de) | 1959-07-14 | 1959-07-14 | Kurzschlussschutzschaltung fuer Transistor-Netzgeraete |
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