DE1084761B - Elektronischer Schalter fuer aus einem Wechselstromnetz gespeiste Verbraucherkreise - Google Patents
Elektronischer Schalter fuer aus einem Wechselstromnetz gespeiste VerbraucherkreiseInfo
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Description
In der Hauptpatentanmeldung ist ein elektronischer Schalter für aus einem Wechselstromnetz gespeiste
Verbraucherkreise angegeben, der wie ein Stromtor mit Anschnittsteuerung arbeitet. Er besteht aus Transistoren,
die mittels eines sättigungsfreien Stromwandlers überkritisch rückgekoppelt sind. Das Übersetzungsverhältnis
des Stromwandlers darf dabei höchstens gleich dem Stromverstärkungsfaktor des Transistors sein. Da die Steuerleistung fast gänzlich
dem Verbraucherkreis entnommen wird, kommt man mit kleinen Steuersätzen aus. Als Transistoren werden
vorteilhaft Siliziumtransistoren verwendet, mit dem man Verbraucherleistungen in der Größenordnung
von kW steuern kann.
Im Hauptpatent sind auch schon verschiedene An- 1S
wendungsmöglichkeiten' für den neuen elektronischen Schalter angegeben worden. Dabei ist meist in Reihe
mit jedem Transistor ein Ventil geschaltet, das dem Kollektorstromkreis die Stromrichtung· aufprägt. Aus
diesem Grundelement können Zweiweggleichrichter-, Antiparallelschaltungen usw, aufgebaut werden.
Nähere Untersuchungen haben ergeben, daß die maximal erzielbare Ausgangsleistung bei den heute
zur Verfügung stehenden Siliziumtransistoren nicht durch die Erwärmung, sondern allein durch die Höhe
des maximal zulässigen Kollektorstromes begrenzt wird. Dies führt zu der auf den ersten Blick überraschenden
Tatsache, daß zwei Transistoren in Zweiweg- bzw. Antiparallelschaltung keine höhere Leistung
beherrschen können als ein einziger Transistor, wenn dieser beide Halbwellen der Netzwechselspannung
steuert.
Für einen derartigen elektronischen Schalter für aus einem Wechselstromnetz gespeiste Verbraucherkreise
mit einem Transistor, der über einen sättigungsfreien Stromwandler derart überkritisch rückgekoppelt
ist, daß das Übersetzungsverhältnis des Stromwandlers höchstens gleich dem Stromverstärkungsfaktor
des Transistors ist, wird unter Zugrundelegung obiger Erkenntnis gemäß der Erfindung der Transistor in
bereits anderweitig vorgeschlagener Weise im Gleichstromzweig einer Graetz-Brücke angeordnet und der
vom Wandler gelieferte Rückkopplungsstrotn durch eine weitere Graetz-Brücke gleichgerichtet.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Fig. 1 bezieht sich
auf die Steuerung eines Verbraucherwechselstromes. Der Transistor 1 liegt im Gleichstromzweig einer
Graetz-Brücke 6, so daß er stets nur in einer Richtung vom Strom durchflossen wird, aber beide Halbwellen
steuern kann. In Reihe mit der Graetz-Brücke und dem Wechselstromverbraucher 11 ist die Primärwicklung
3 des Stromwandlers 2 angeordnet. Die Sekundärwicklung 4 speist über eine Graetz-Brücke
Elektronischer Schalter
für aus einem Wechselstromnetz
gespeiste Verbraucherkreise
Zusatz zur Patentanmeldung S 57104 Villa/ 21 a *
(Auslegesdirift 1 061 823).
(Auslegesdirift 1 061 823).
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Ing. Rudolf Weppler, Nürnberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
13 den Rückkopplungskreis. Zur Steuerung des Transistors ist ein Steuersatz 21 vorgesehen, der wie beim
Schalter nach dem Hauptpatent ausgebildet sein kann. Die von ihm gelieferte Steuergröße leitet in
jeder Halbwelle die Öffnung des Transistors ein, die dann von der Rückkopplung vollendet wird. Ein
Widerstand 7 dient zur Entkopplung vom Rückkopplungskreis.
In der Anordnung nach Fig. 1 sind noch weitere Schaltungselemente dargestellt, die sich für den praktischen
Betrieb als vorteilhaft erwiesen haben. Beispielsweise hat sich gezeigt, daß bei rein ohmscher
Last die Verbraucherspannung der Netzspannung nach erfolgter »Zündung« nicht ganz bis zu deren
Nulldurchgang folgt, sondern der Transistor bereits knapp vor dem Nulldurchgang sperrt, so daß der
Arbeitsstrom plötzlich abreißt. Dies führt aber dazu, daß in der Sekundärwicklung 4 des Wandlers 2 eine
Spannung induziert wird, die — nach Gleichrichtung in der Brücke 13 — den Transistor 1 sofort wieder zu
öffnen sucht, so daß eine Steuerung im gewünschten Sinne nicht möglich wäre.
Um dies zu verhindern, ist die Sekundärwicklung des Wandlers durch einen Widerstand 12 abgeschlossen
und in den Rückkopplungsstromkreis eine Gegenspannung eingeführt, die im Ausführungsbeispiel an einem Stellwiderstand 16 abgegriffen wird.
Zur Erzeugung der Gegenspannung dient ein an Wechselstromklemmen 19, 20 angeschlossener Gleichrichtersatz
18 mit Glättungsdrossel 17. Die Gegenspannung ist so groß bemessen, daß der Spannungs-
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abfall des Magnetisierungsstromes am ohmschen Widerstand 12 stets kleiner als die Gegenspannung
ist und daher den Transistor 1 nicht unbeabsichtigt öffnen kann.
Außerdem kann die Graetz-Brücke noch mit einer Reihenschaltung von ohmschem Widerstand 14 und
Drossel 15 überbrückt sein. Der ohmsche Widerstand 14 hat den Zweck, für die Gegenspannung am Stellwiderstand
16 einen Umgehungsweg neben der Graetz-Brücke 13 zu schaffen. Bekanntlich weist jeder Transistor
einen gewissen Leckstrom auf, d. h., es fließt im Sperrzustand Strom vom Kollektor über die Basis
und den Steuerkreis zum Emitter. Dieser Leckstrom kann an einem Widerstand im Steuerkreis einen so
großen Spannungsabfall erzeugen, daß der Transistor unbeabsichtigt geöffnet wird. Um dies zu vermeiden,
muß der Spannungsabfall durch eine Gegenspannung kompensiert werden. Hierzu kann die bereits vorhandene
Gegenspannung am Stellwiderstand 16 dienen, wobei nur dafür gesorgt werden muß, daß sie nicht
durch die Graetz-Brücke 13, die ja entgegensetzte Durchlaßrichtung hat, gesperrt wird.
Die Drossel 15 unterstützt die Gegenspannung insofern, als sie ihren Stromfluß aufrechtzuerhalten
trachtet und daher bei abnehmendem Rückkopplungsstrom gegen Ende der Halbwelle eine Spannung in
den Rückkopplungskreis einführt, die den Transistor zu sperren sucht.
Zur Steuerung eines Verbrauchergleichstromes wird der Verbraucher in Reihe mit dem Transistor in den
Gleichstromzweig der Graetz-Brücke gelegt. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 2 schematisch
dargestellt. Es bezieht sich auf die Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors, wobei der Schalter
als Regler wirkt. Die einzelnen Schaltungselemente sind, soweit sie mit denen der Fig. 1 übereinstimmen,
mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Eine Gegenspannung 16, die hier nur angedeutet ist, sorgt wie bei
der Einrichtung nach Fig. 1 dafür, daß der Spannungsabfall des Magnetisierungsstromes am Widerstand
12 den Transistor nicht unbeabsichtigt öffnen kann.
Mit dem Motor 11 ist ein Tachometergenerator 22 mechanisch gekuppelt, der in bekannter Weise eine
der Drehzahl proportionale Spannung als Istgröße erzeugt. Sie wird mit der Sollspannung verglichen, und
die Regelabweichung beeinflußt den Steuersatz 21. Nach Bedarf können Rückführungen (z. B. zur Strombegrenzung),
Störwerte usw. auf den Steuersatz geschaltet werden. Parallel zu der ohmisch-induktiven
Last ist eine Nullanode 23 angeordnet.
Wie bereits früher erwähnt, darf der Transistor 1 höchstens den maximal zulässigen Kollektorstrom
führen. Der Kollektorstrom ergibt sich unmittelbar aus dem Quotienten von Netzspannungsscheitelwert
und Impedanz im gesamten Stromkreis. Würde der so ermittelte Maximalstrom den zulässigen Kollektorstrom
überschreiten, so muß durch geeignete Mittel eine Strombegrenzung vorgenommen werden. Dies
kann auf verschiedene Arten geschehen. Beispielsweise kann man die Netzspannung mit Hilfe eines Transformators,
insbesondere eines Autotransformators, herabsetzen. Ferner kann man, wie in Fig. 2 dargestellt,
eine Drossel 24 im Wechselstromkreis anordnen. Den gleichen Zweck erfüllt auch ein ohmscher Vorwiderstand
im Gleichstromkreis, d. h. in Reihe mit dem Transistor, wobei allerdings Wirkverluste im Vorwiderstand
auftreten. Außerdem kann man in Reihe zu dem Gleichstromverbraucher eine Drossel L schalten,
so daß der Kollektorstrom nur proportional der Zeit ansteigen kann. Durch eine Strombegrenzungsschaltung
muß der Transistor dann rechtzeitig geschlossen werden, damit der maximale Kollektorstrom
nicht überschritten wird. Welche dieser Maßnahmen angewandt wird, hängt maßgeblich von den Daten des
Transistors und der Belastung ab.
Claims (11)
1. Elektronischer Schalter für aus einem Wechselstromnetz gespeiste Verbraucherkreise mit einem
Transistor, der über einen sättigungsfreien Stromwandler derart überkritisch rückgekoppelt ist, daß
das Übersetzungsverhältnis des Stromwandlers höchstens gleich dem Stromverstärkungsfaktor des
Transistors ist, nach Patentanmeldung S 57104 VIII a/21a1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transistor
im Gleichstromzweig einer Graetz-Brücke (6) liegt und daß der vom Wandler gelieferte Rückkopplungsstrom
durch eine Graetz-Brücke (13) gleichgerichtet ist.
2. Elektronischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärseite des
Wandlers durch einen ohmschen Widerstand (12) abgeschlossen ist.
3. Elektronischer Schalter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
den Rückkopplungskreis eine Gegenspannung eingeführt ist, die größer als der Spannungsabfall des
Magnetisierungsstromes des Wandlers an dem Abschlußwiderstand (12) ist.
4. Elektronischer Schalter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Graetz-Brücke für den Rückkopplungsstrom mit einem Widerstand (14) überbrückt ist, so daß die
Gegenspannung ein Öffnen des Transistors infolge des Leckstromes verhindert.
5. Elektronischer Schalter nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit
dem Überbrückungswiderstand eine Drossel (15) in Reihe liegt, die die Gegenspannung unterstützt.
6. Elektronischer Schalter nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Netzspannung so hoch gewählt ist, daß der maximal zulässige Kollektorstrom des Transistors nicht
überschritten wird.
7. Elektronischer Schalter nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im
Stromkreis eine Impedanz zur Begrenzung des Kollektorstromes angeordnet ist.
8. Elektronischer Schalter nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Drossel im Wechselstromkreis.
9. Elektronischer Schalter nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen Widerstand im Gleichstromkreis.
10. Elektronischer Schalter nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Drossel im Gleichstromkreis
und die Anwendung einer Strombegrenzerschaltung.
11. Verwendung des elektronischen Schalters nach einem der Ansprüche 1 bis 10 als Regler, insbesondere
für die Drehzahlregelung von Gleichstrommotoren.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 063 208.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 063 208.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 549/298 6.60
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DES57550A DE1084761B (de) | 1958-03-27 | 1958-03-27 | Elektronischer Schalter fuer aus einem Wechselstromnetz gespeiste Verbraucherkreise |
| BE576734A BE576734A (fr) | 1958-03-27 | 1959-03-16 | Transistor de puissance en silicium. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES57550A DE1084761B (de) | 1958-03-27 | 1958-03-27 | Elektronischer Schalter fuer aus einem Wechselstromnetz gespeiste Verbraucherkreise |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1084761B true DE1084761B (de) | 1960-07-07 |
Family
ID=7491903
Family Applications (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1063208B (de) * | 1956-12-19 | 1959-08-13 | Telefunken Gmbh | Elektronischer Schalter mit einer Diodenbruecke |
-
1958
- 1958-03-27 DE DES57550A patent/DE1084761B/de active Pending
-
1959
- 1959-03-16 BE BE576734A patent/BE576734A/fr unknown
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Also Published As
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| BE576734A (fr) | 1959-09-16 |
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