DE1084656B - Verfahren zum Herstellen eines Gewebes fuer Oberbekleidung mit hoher Elastizitaet auf Webstuehlen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Gewebes fuer Oberbekleidung mit hoher Elastizitaet auf WebstuehlenInfo
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- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
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Description
- Verfahren zum Herstellen eines Gewebes für Oberbekleidung mit hoher Elastizität auf Webstühlen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Gewebes für Oberbekleidung mit hoher Elastizität auf Webstühlen, bei welchem mit dem aus unelastischen Ketten- und Schußfäden zu bildenden Grundgewebe eine Unterkette -aus in einem gewissen Abstand zueinander über die Gewebebreite gleichmäßig verteilten Gummifäden mitverwoben und während des Webens einer gleichmäßig gehaltenen Spannung unterworfen wird.
- Es ist ein Verfahren zur Herstellung eines Krepps bekannt, bei welchem mit dem aus unelastischen Ketten- und Schußfäden zu bildenden Grundgewebe eine Unterkette aus in einem gewissen Abstand zueinander über die Gewebebreite gleichmäßig verteilten, nicht umsponnenen Gummifäden mitverwoben und während des Webens einer gleichmäßig gehaltenen Spannung unterworfen wird. Hierbei wird der Gummifaden 300 bis 400 II/o gestreckt, um die höckerige Oberfläche des Gewebes zu erzielen und zu erhalten, so daß er im fertigen Gewebe nur noch eine Verlängerungsmöglichkeit von 100 bis 200,% aufweist. Hierdurch erhält das Kreppgewebe nur eine verhältnismäßig kurze Lebensdauer.
- Ferner sind Binden insbesondere für medizinische Zwecke bekannt, bei welchen die übersponnenen Kautschukfäden mit annähernd maximaler Spannung besonders aufgebäumt werden, so daß die übrigen Kettenfäden nach dem Verweben locker liegen und dadurch die besondere Dehnbarkeit der Binde bewirken. Derartige Gewebe sind aber für die Oberbekleidung völlig ungeeignet.
- Schließlich sind auch elastische, dehnbare Gewebe für Korsetts, Badekostürne, Hosenträger usw. bekannt, bei denen mit Baumwolle, Kunstseide oder synthetischen Fasern umsponnene Gummifäden in die Kette des Gewebes eingewoben sind. Hier erfolgt das Verarbeiten des Gummifadens bei einer fast vollen Ausnutzung der Elastizität, d. h., man hat den Gummifaden nahezu auf seine größtmögliche Dehnfähigkeit gespannt. Eine Übertragung dieser Arbeitsweise auf die Herstellung von Geweben für Oberbekleidung würde jedoch einen nicht verkaufsfähigen, unansehnlichen Stoff ergeben. Außerdem würden die Alterungserscheinungen des Gummis in kurzer Zeit eintreten und die Elastizität des Stoffes beeinträchtigen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein dauerelastisches Gewebe für Oberbekleidung, insbesondere für Sportzwecke, auf Webstühlen herzustellen, bei welchem der Charakter und die Formbeständigkeit des Grundstoffes erhalten bleiben. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der in an sich bekannter Weise umsponnene Gummifaden mit einer Vorspannung eingewebt wird, die nur einen Teil, und zwar bis zwei Drittel seiner vollen Elastizität beträgt und hinsichtlich der Zugkraft des Gummifadens derart bemessen ist, daß der Gummifaden im fertig ausgerüsteten und dekatierten Gewebe praktisch spannungslos ist.
- Die Elastizität des Gewebes hängt von verschiedenen Größen ab: 1. von der Spannung der Unterkette beim Weben, 2. von dem Einweben der betreffenden Bindung an sich, d. h. bei Herstellung eines praktisch unelastischen Gewebes, 3. von der Zugkraft des Gummifadens bei gewählter Dehnung, 4. von den Einzelteilchen eines Webstuhles, welche auf die Elastizität einwirken können, z. B. bei Fachbildung, Ladenanschlag usw.
- Die Elastizität des Stoffes kann folgenderweise bestimmt werden: Ein Grundkettenfaden wird aus dem Gewebe herausgenommen und geradegestreckt. Dieser Länge wird die Länge, die der Faden bei normalem Einweben in unelastischem Stoff gehabt hätte, als Grundzahl gegenübergestellt.
Zahlenbeispiel Länge des Stoffmusters ............ 100 cm .Normales Einweben dieser Bindung 14"/o Angestreckter Faden .............. 114 cm Tatsächliche Länge des Fadens aus dem Gewebe mit Gummieinarbei- tung ............. . ............. 160 cm Dadurch, daß der Gummifaden nur mit einem Teil seiner Elastizität gespannt wird, ist die Lebensdauer des erfindungsgemäß hergestellten Gewebes wesentlich länger. Mit Vorteil kann hierbei die Umspinnung des Gummifadens einen Farbstoff tragen, der die Zerstörung der Wirkung ultravioletter Strahlen schwächt. Dies ist jedoch nicht Gegenstand der Erfindung.114 = IM Elastizität xci 40%,. 160 x J -
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen eines Gewebes für Oberbekleidung mit hoher Elastizität auf Webstühlen, bei welchem mit dem aus unelastischen Ketten- und Schußfäden zu bildenden Grundgewebe eine Unterkette aus in einem gewissen Ab- stand zueinander über die Gewebebreite gleichmäßig verteilten Gummifäden mitverwoben und während des Webens einer gleichmäßig gehaltenen Spannung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der in an sich bekannter Weise umsponnene Gumtnifaden mit einer Vorspannung eingewebt wird, die nur einen Teil, und zwar bis zwei Drittel seiner vollen Elastizität beträgt und hinsichtlich der Zugkraft des Gummifadens derart bemessen ist, daß der Gummifaden im fertig ausgerüsteten und dekatierten Gewebe praktisch spannungslos ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 809 779; österreichische Patentschrift Nr. 141637; französische Patentschriften Nr. 806 612, 1009 141; britische Patentschrift Nr. 438 572.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER17822A DE1084656B (de) | 1955-11-23 | 1955-11-23 | Verfahren zum Herstellen eines Gewebes fuer Oberbekleidung mit hoher Elastizitaet auf Webstuehlen |
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| DE1084656B true DE1084656B (de) | 1960-06-30 |
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ID=7400073
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE1084656B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT141637B (de) * | 1936-09-03 | 1935-05-10 | Franz Dr Kazda | Binde, insbesondere für medizinische Zwecke. |
| GB438572A (en) * | 1935-04-30 | 1935-11-19 | Robert Pickles | Improved elastic fabric, particularly suitable for surgical bandages |
| FR806612A (fr) * | 1935-05-22 | 1936-12-21 | Us Rubber Products | Fil et tissu élastique et leur procédé de fabrication |
| DE809779C (de) * | 1949-03-04 | 1951-08-02 | Schlieper | Verfahren zur Herstellung eines vorzugsweise einseitig aufgerauhten, gummielastischen Breitgewebes |
| FR1009141A (fr) * | 1950-01-26 | 1952-05-26 | Maison Gelot | Chapeau anti-actinique et son procédé de fabrication |
-
1955
- 1955-11-23 DE DER17822A patent/DE1084656B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB438572A (en) * | 1935-04-30 | 1935-11-19 | Robert Pickles | Improved elastic fabric, particularly suitable for surgical bandages |
| FR806612A (fr) * | 1935-05-22 | 1936-12-21 | Us Rubber Products | Fil et tissu élastique et leur procédé de fabrication |
| AT141637B (de) * | 1936-09-03 | 1935-05-10 | Franz Dr Kazda | Binde, insbesondere für medizinische Zwecke. |
| DE809779C (de) * | 1949-03-04 | 1951-08-02 | Schlieper | Verfahren zur Herstellung eines vorzugsweise einseitig aufgerauhten, gummielastischen Breitgewebes |
| FR1009141A (fr) * | 1950-01-26 | 1952-05-26 | Maison Gelot | Chapeau anti-actinique et son procédé de fabrication |
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