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DE1084248B - Verfahren zur Herstellung abriebfester, katalytisch wirkender Massen aus Tonmineralien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung abriebfester, katalytisch wirkender Massen aus Tonmineralien

Info

Publication number
DE1084248B
DE1084248B DEU4077A DEU0004077A DE1084248B DE 1084248 B DE1084248 B DE 1084248B DE U4077 A DEU4077 A DE U4077A DE U0004077 A DEU0004077 A DE U0004077A DE 1084248 B DE1084248 B DE 1084248B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxide
clay
weight
percent
catalytically active
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU4077A
Other languages
English (en)
Inventor
Ross A Hanson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Oil Company of California
Original Assignee
Union Oil Company of California
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Oil Company of California filed Critical Union Oil Company of California
Priority to DEU4077A priority Critical patent/DE1084248B/de
Publication of DE1084248B publication Critical patent/DE1084248B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/70Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper
    • B01J23/76Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper combined with metals, oxides or hydroxides provided for in groups B01J23/02 - B01J23/36
    • B01J23/84Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper combined with metals, oxides or hydroxides provided for in groups B01J23/02 - B01J23/36 with arsenic, antimony, bismuth, vanadium, niobium, tantalum, polonium, chromium, molybdenum, tungsten, manganese, technetium or rhenium
    • B01J23/85Chromium, molybdenum or tungsten
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J37/00Processes, in general, for preparing catalysts; Processes, in general, for activation of catalysts
    • B01J37/04Mixing

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung abriebfester, katalytisch wirkender Massen aus Tonmineralien Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung abriebfester, katalytisch wirkender Massen, die auch als Adsorptionsmittel brauchbar sind, aus mit Wasser plastifizierten pulverförmigen Gemischen eines säurebehandelten Bentonits und eines anderen Tonminerals durch Formen, Trocknen und Calcinieren, wobei gegebenenfalls katalytisch wirksame Stoffe zugesetzt werden, und ist dadurch gekennzeichnet, daß als anderes Tonmineral feinteiliger Kaolinton in einer Menge von 5 bis 35 Gewichtsprozent, bezogen auf das Trockengemisch von Kaolin und Bentonit, verwendet wird.
  • Es ist bekannt, zur Herstellung harter und poröser, adsorptiv oder katalytisch wirkender kömiger oder geformter Massen Tonerdegallerten oder deren Trockenprodukte, die praktisch frei von Kieselsäure sind, einer starken mechanischen Behandlung bis zur Entstehung einer homogenen und dünnen Paste zu unterwerfen und danach, gegebenenfalls nach vorherigem Verformen, zu trocknen, wobei die mechanische Behandlung ohne Zusätze oder unter Mitwirkung von Peptisationsmitteln erfolgt. Nach einem anderen bekannten Verfahren erzeugt man formbeständige Katalysatoren aus einem Gemisch von mit Saure weitgehend aufgeschlossenem Bentonit und unaufgeschlossenem Rohton, gegebenenfalls unter Zugabe katalytisch wirksamer Stoffe, das man mit oder ohne Wasser bis zur Bildung einer dicken Paste verknetet, diese nach dem Verformen trocknet und zwecks weiterer Festigung gegebenenfalls in einem Gasstrom bei höheren Temperaturen nachbehandelt, oder daß man Säuren oder Alkalien der katalytischen Masse zusetzt. Bei diesen bekannten Verfahren verwendet man zweckmäßig einen solchen Rohton, der demjenigen ähnlich ist, aus dem das aufgeschlossene Material erhalten wurde, z. B. Rohbentonit.
  • Bei der Erfindung handelt es sich demgegenüber um die Anwendung von pulverigem Kaolinton im Gemisch mit säurebehandeltem Bentonit ; der Vorteil liegt darin, daß man zur Herstellung abriebfester Massen mit wesentlich geringeren Kaolinzusätzen auskommt, verglichen mit den zur Erzeugung von Massen vergleichbarer Abriebfestigkeit erforderlichen Mengen an Rohbentonit.
  • Ein Zusatz von Tonerde erhöht die Adsorptionsfähigkeit und die katalytische Aktivität der nach dem Verfahren der Erfindung erhältlichen Massen bei Reformierungsumsetzungen, bei Isomerisierungen und Cyclisierungen. Hydrierungen, Dehydrierungen, Aromatisierungen, Entschwefelungen, Entfernen von Stickstoff u. dgl. lassen sich mit den erfindungsgemäß hergestellten Katalysatoren durchführen, wenn ihnen während der Herstellung für diese Zwecke an sich bekannte Schwermetalloxyde einverleibt werden. Für diese Venvendungsmöglichkeiten sind die erzielte Schüttdichte und Härte (Abriebfestigkeit), die Beständigkeit bei mechanischer Handhabung während der Lagerung, des Transports und Gebrauchs von ausschlaggebender Bedeutung. Derartige Produkte können in Form von Festbetten oder Wanderschichten wie auch bei katalytischen Wirbelschichtverfahren Anwendung finden, bei denen sie je nach Bedarf und Zweckmäßigkeit in Form bestimmter Teilchengroße und-verteilung, wie z. B. als Plättchen, Tabletten oder als Pulver, in den Reaktor eingebracht werden ; sie sind hochwirksam und-aktiv und widerstehen auf Grund ihrer Härte allen mechanischen und chemischen Beanspruchungen, wie z. B. Stoß-und Abriebkräften, Druck-und Dampfeinwirkungen, und sind nach Erreichen des Erschöpfungszustandes leicht und schnell regenerierbar, wobei sie ihre ursprüngliche Form und Teilchengröße unverändert beibehalten.
  • Zum Tablettieren werden die gepulverten Substanzen, denen auch ein Schmiermittel, wie z. B. Graphit, zugesetzt sein kann, vorzugsweise in praktisch trockenem Zustand verwendet. Die gewonnenen Tabletten werden zwecks Aktivierung der katalytischen Substanzen und zwecks Ausbrennens des Schmier-oder Gleitmittels calciniert. Es lassen sich so harte, adsorptionsfähige Tabletten mit glatter Oberfläche jeder gewünschten Größe herstellen.
  • Bei der Verformung durch Strangpressen stellt man zunächst von dem gepulverten Material unter Zugabe einer ausreichenden Menge Wasser oder einer anderen Flüssigkeit eine pastenartige Masse her, verpreßt diese durch Düsen gewünschter Größe und Gestalt und zerteilt den Preßling in regelmäßigen Zwischenräumen zu Plätzchen gewünschter Länge, trocknet und calciniert sie anschließend. Hierbei ist die Zugabe eines Schmier-oder Gleitmittels, das gegebenenfalls durch Wegbrennen erst entfernt werden müßte, selten erforderlich.
  • Bei beiden Verfahren kann für die Formgebung jeder gewünschte Druck angewendet werden. Solche katalytisch wirkenden adsorbierenden Stoffe, wie z. B. Tonerde, die an sich in feuchtem Zustand nur schwierig stranggepreßt werden können, werden durch Zusatz zum Tongemisch beim erfindungsgemäßen Verfahren für jede Formgebungsart, besonders auch für das Strangpressen, geeignet, ohne etwas von ihrer katalytischen Aktivität, Adsorptionsfähigkeit, Härte und großen Widerstandsfähigkeit gegen Druck-und Abriebeinwirkungen einzubüßen.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen Massen zeigen verpreßt, getrocknet und calciniert einen Grad an Härte, der größer ist als der Härtegrad von Massen, die aus jeder Tonkomponente allein oder mit anderen Mengenanteilen beider Tone hergestellt werden. Diese Beziehung zwischen Teilchenhärte und Zusammensetzung geht aus Fig. 1 hervor. Es ist zu ersehen, daß ein Höhepunkt der Härte erreicht ist, wenn die Masse zwischen 85 und 90 °/0 eines mit Saure gewaschenen Bentonittons (vgl. die näheren Angaben in Spalte 5 enthält. Es wurde festgestellt, daß diese optimale Beziehung hinsichtlich der Mengenanteile auch erhalten bleibt, wenn andere Substanzen, wie Tonerde oder Molybdänoxyd, in das Gemisch eingeführt werden.
  • Die Güte der Härte bzw. die Abriebfestigkeit wurde hier mit Hilfe eines Abriebverlust-Apparates bestimmt.
  • Der Apparat bestand aus einer zylindrischen Metallbüchse, in der zwei bis zu den Wänden des Zylinders reichende Prallplatten axial angebracht waren, wobei sich jede dieser Prallplatten innen bis etwa zur Hälfte des Radius der Metallbüchse erstreckte, und die dann in horizontaler Lage in Umdrehung versetzt wurde. Es wurden 100 g Katalysatorteilchen in die Büchse gegeben und bei 60 U/Min. der Büchse 1 Stunde behandelt. Das feste Material wurde dann herausgenommen und zwecks Abtrennung des Feinen mit einer Teilchengröße unter etwa 840 li gesiebt. Das gesammelte Feine wurde gewogen und der Abriebverlust A ausgedrückt als Gewicht des Feinen. p0. ursprüngliches Gewicht der Teilchen Die Härte der Teilchen kann ausgedrückt werden als H=100-A.
  • Dieser Wert stellt somit die Gewichtsprozente des ursprünglichen Materials dar, das nicht von den Teilchen während des Versuches abgerieben wurde.
  • Die hier berechneten Werte für die Härte stellen alle die Härte der fertigen calcinierten Teilchen dar, die von der der nur (z. B. bei 120 bis 205° C) getrockneten Teilchen verschieden ist. Die Härte wurde also hier von Teilchen bestimmt, die 1 bis 16 Stunden auf 315 bis 815° C erhitzt worden sind, wobei ein Teil des gebundenen Wassers entfernt und gewöhnlich die Masse durch Veränderung ihrer Kristallstruktur aktiviert wird.
  • Die aktivierten bentonitartigen Tone und die hier verwendeten kaolinartigen Tone können voneinander und von anderen Tonen auf Grund einer der vielen verschiedenen Eigenschaften unterschieden werden. Die Bentonittone enthalten im rohen Zustand einen hohen Anteil an montmorillonitartigen Mineralien, einschließlich Montmorillonit, Beidellit, Nontronit, Hectorit, Saponit und Sauconit. Montmorillonit wird oft als Als Os-4 SiOs-HO + HgO bezeichnet. Kaolintone sind reich an Kaolinmineralien, einschließlich Kaolinit {X203'2 SiO2 2 H2O), Dichit, Nakrit, Anauxit, Hallyosit und Endellit und ent- halten gewöhnlich etwa 30 bis 40°/0 A1203, Bentonittone dagegen gewöhnlich weniger als 20 °/0 davon. Eine andere wichtige Eigenschaft von Bentonittonen ist ihre hohe, gewöhnlich zwischen 80 round 90 Milliäquivalent je 100 g des lufttrockenen Tons liegende Kationenaustauschkapazität ; das Kristallgitter ist augenscheinlich schwach gebunden. Andererseits weisen Kaolintone eine niedrige Kationenaustauschkapazität in der Größenordnung von 10 Milliäquivalent je 100 g des trockenen Tons auf.
  • Nach dem Röntgendiagramm haben Montmorillonitmineralien drei Schichtgitter, Kaolinmineralien dagegen ein zweischichtiges Kristallgitter. Die Kurven der differentiellen Thermoanalyse des Montmorillonits (vgl.
  • W. J. Smothers und Yao Chiang, Differential Thermal Analysis, ChemicalPublishingCompany, NewYork, 1958) zeigen drei endotherme Spitzen bei 150 bis 320,695 bis 730 und 870 bis 920°C und eine exotherme Spitze bei 925 bis 1050°C. Die analogen Kurven für Kaolinit weisen eine starke endotherme Spitze bei 620°C und eine starke exotherme Spitze bei 980° C auf, was diesen von anderen Gruppen der Tonmineralien scharf unterscheidet (vgl. hierzu noch R. E. Kirk in Encyclopedia of Chemical Technology, Bd. 4, S. 24 bis 85 [Interscience Encyclopedia Inc., New York, 1949]).
  • Die hier verwendeten nicht quellenden oder Subbentonittone werden unter anderem in Arizona, Californien, Texas, Arkansas, Mississippi, Kentucky und Tennessee gefunden, quellfähige Bentonite in Wyoming, South Dakota, Montana, Utah, Nevada und Californien.
  • Bevorzugt werden beim erfindungsgemäßen Verfahren die nicht quellenden oder Subbentonite verwendet, weil sie sich leichter aktivieren lassen (z. B. durch Waschen mit Saure) als quellende Abarten. Deshalb bevorzugt man einen Subbentonitton hoher Qualität, in dem das Mineral Montmorillonit vorherrscht. Diese Tone werden gewöhnlich durch Behandeln mit einer Mineralsäure, wie Schwefelsaure, aktiviert. 45 kg des trockenen Tons können z. B. mit etwa 9 bis 68 kg H2SO4 behandelt werden. Die Säurestärke kann etwa 5 bis 60°/o, auf den gesamten Wassergehalt des Gemisches einschließlich des Wassergehaltes des Tons bezogen, betragen. Die Behandlungszeit erstreckt sich über etwa 1 bis 12 Stunden bei einer zwischen etwa-17 und 100°C schwankenden Temperatur. Die Säurebehandlung wird vorzugsweise so lange durchgeführt, bis der Endgehalt an A1203 plus FOg im Bentonit zwischen 10 und 20 °/0, bevorzugt zwischen etwa 15 und 20°/o, liegt. 45 kg eines typischen Arizona-Subbentonits kann man z. B. mit 13,60kg H2SO4 als 12°/oige Lösung 6 Stunden lang bei 93 bis 100°C behandeln. Die Analysen des ursprünglichen Tons und des mit Saure behandelten Produkts ergaben, auf das Trockengewicht bezogen, folgendes :
    Vor der Nach der
    Behandlung Behandlung
    Gewichtsprozent Gewichtsprozent
    Six2 67,3 71, 5
    AI, O........... 19,5 16,3
    F, 1, 8 2, 4
    cao........... 3, 2 2, 3
    6, 6, 94, 5
    Soll der Katalysator zur Behandlung von Kohlenwasserstoffen mit hohem Schwefelgehalt verwendet werden, dann ist es erwünscht, den Fe2O3-Gehalt des Bentonittons auf einen so kleinen Wert, wie mõglich, bevorzugt auf unter etwa 1 °/0, zu verringern. Auf diese Weise wird der Katalysator gegen Schwefelvergiftungen weit widerstandsfähiger gemacht und behält seine Aktivität über längere Zeit bei.
  • Der A12O3 llund Fe203-Gehalt soll aber durch Saurebehandlung nicht unter etwa 10°/o vermindert werden, wenn das Formen im weiteren Herstellungsgang des Katalysators durch Strangpressen erfolgen soll, da stärker mit Saure behandelte Tone ihre Formbarkeit (Plastizität) und damit ihre Auspreßbarkeit verlieren.
  • Sehr brauchbare Tone nach diesen Richtlinien befinden sich im Handel. Ein solcher hat z. B. im calcinierten Zustand die folgende Zusammensetzung : sio,...................... 70 A1203 17 Fe203 2 MgO...................... 5 CaO....................... 3 H20...................... 3 Die hier verwendeten Kaolintone kommen z. B. in North Carolina, South Carolina, Georgia, Florida und Vermont vor. Eine Abart des stark plastischen Kaolins, als Ball Clay bekannt, wird hauptsächlich in Tennessee, Kentucky und New Jersey gefunden und ist für das erfindungsgemäße Verfahren besonders geeignet. Gewöhnlich ist eine spezielle Vorbehandlung dieser Kaolintone -außer dem Mahlen zwecks Pulverisierens aller groben Aggregate-nicht erforderlich. Zuweilen kann ein Waschen mit verdünnter Säure erwünscht sein. Ein geeigneter Ball Clay ist derjenige der Western Talc Company, Los Angles, Californien, der folgende Analyse ergibt : SiO2 51,6 A1203 33,7 Fe203 0,8 CaO.................... 0,14 MgO................... 0,27 Ho 11,9 Beispiel I Die in Fig. 1 und Tabelle 1 gezeigten Werte wurden bei Verarbeitung des genannten Ball-Clay-Typs und des zuvor genannten säurebehandelten Bentonittons mit 17°/o Al203-Gehalt nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erhalten. In allen Fällen wurden die Massen so hergestellt, daß man zunächst die angegebenen Mengenanteile (auf calciniertes Material berechnet) der beiden Tone in Pulverform vermischte, genügend Wasser zwecks Gewinnung einer plastischen formbaren Masse zugab und diese dann unter einem Druck von etwa 14 kg/cm2 durch kreisförmige Öffnungen mit einem Durchmesser von 4,75 mm strangpreßte. Die stranggepreßte Masse wurde zu Stücken von 4,75 mm Lange zerschnitten, bei etwa 105°C getrocknet und bei etwa 595°C 2 bis 6 Stunden lang calciniert. Die Härte wurde dann, wie oben angegeben, festgestellt. Es ergab sich folgendes : Tabelle 1 Zusammensetzung in Prozent des Trockengewichts
    -Säure-Härte
    lysator behandelter Ball Clay durch
    Bentonit Abriebverlust
    0 100 93, 4
    2 50 50 98, 0
    3 75 25 98, 9
    4 85 15 99, 3
    5 100 0 98, 7
    Das Material, das 85 °/o säurebehandelten Bentonit und 15°/o 13all Clay enthält und in Fig. 1 als » Gemisch A< bezeichnet ist, kann besonders vorteilhaft als Spaltkatalysator verwendet werden.
  • Diese Tonmasse kann man auch bei der Raffination von Gasöl verwenden. Bei einer Temperatur von etwa 370° C, Atmosphärendruck und einem Katalysator-Ol-Verhältnis von 5,0 werden 70 bis 85°/o der organischen Stickstoffverbindungen entfernt ; bei der Behandlung eines stickstoffhaltigen Leichtbenzins bei 205° C, Atmosphärendruck und einem Katalysator-Öl-Verhältnis von 1, 0 werden sowohl 60 bis 80 °/o der Stickstoffverbindungen als auch die meisten der polymerisierbaren Diolefine entfernt.
  • Feuerfeste Oxyde, wie z. B. gefällte gelartige Tonerde, Kieselsäure, Kieselsäure-Tonerde, Titanoxyd, Thoriumoxyd, Zirkonoxyd oder Magnesiumoxyd, die an sich nicht strangpreßbar sind, können dem oben beschriebenen Tongemisch in Mengen von 30 bis 90 Gewichtsprozent (auf calciniertes Material berechnet) während der Herstellung katalytisch wirkender Massen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zugesetzt und so in leicht auspreßbare Gemische übergeführt werden. Hierbei ist wiederum der relative Mengenanteil der beiden Tone in dem fertigen Plätzchen ein wichtiger Faktor, wobei Gemische mit einem Gewichtsverhältnis von Bentonit zu Kaolin von etwa 2,5 bis 20 härter als diejenigen sind, die andere Mengenverhältnisse enthalten. Außerdem tritt aber noch ein anderer wichtiger Faktor, nämlich die Teilchengroße der verwendeten Tonerde, auf. Es wurde gefunden, daß die Härte der Plätzchen mit der Verwendung feinteiligerer Tonerde zunimmt. So kann ein Gemisch, das aus 50 °/0 Tonerde einer maximalen Teilchengröße von 62, u, 42,5 0/, slurebehandeltem Bentonitton und 7,5 °/0 Ball Cay zusammengesetzt ist, bis zur Formbarkeit angefeuchtet, wie beschrieben, zu Plätzchen von 4,75 mm stranggepreßt, getrocknet und bei 595°C 10 Stunden lang calciniert werden, worauf deren Härte mit dem oben beschriebenen Abriebverlust-Apparat bestimmt wird. Die Härte solcher Plätzchen liegt im Bereich zwischen etwa 97,25 und 97,8, wohingegen die Härte gleicher Formlinge aus Tonerde einer Teilchengröße bis zu 43, (zwischen 98,25 und 99 liegt. Deshalb wird die Verwendung von Tonerden oder anderen feuerfesten Oxyden mit einer durchschnittlichen Teilchengröße unterhalb 50 in bevorzugt.
  • Die Härte der Ton-Tonerde-Massen erhöht sich ferner etwas mit einer Erhöhung des Gesamtgehaltes des Katalysators an Tongemisch auf über 50"/. Gemische aus 50°/0 Tonerde und 50°/o Ton (85°/o säurebehandeltem Bentonit, 15°/o Ball Clay) ergeben-wenn sie, wie oben beschrieben, hergestellt und untersucht werden-eine Härte von etwa 97,5, während ähnliche Gemische aus nur 30 °/0 Tonerde und 70 °/o des Tongemisches eine Härte von etwa 97,8 aufweisen. Diese geringe Zunahme der Härte wird gewöhnlich durch den Verlust an Aktivität der Tonerdekomponente überwogen, weshalb man Ton-Tonerde-Katalysatoren bevorzugt, die etwa zwischen 40 und 65"/o Tonerde enthalten.
  • Die Ton-Tonerde-Katalysatoren sind in erster Linie bei Umwandlungen brauchbar, die nicht vorwiegend Hydrierungs-und Dehydrierungsreaktionen betreffen, so z. B. zum Spalten, Isomerisieren oder Reformieren verschiedener Kohlenwasserstofffraktionen bei Temperaturen von etwa 480 bis 650° C, Drücken von 0 bis 70 kg/cm2 und stündlichen Durchsatzgeschwindigkeiten (Volumen Kohlenwasserstoff je Volumen Katalysator je Stunde) von etwa 0,5 bis 10,0. Auch eignen sie sich hervorragend bei Adsorptionsverfahren.
  • Ton-Tonerde-Schwermetall-Massen Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden dem Tongemisch außer der Tonerde noch ein Oxyd oder mehrere Oxyde von Schwermetallen mit einer Ordnungszahl von 22 oder darüber zugesetzt, zu denen die Metalle der Gruppen VI und VIII des Periodischen Systems, besonders Chrom, Molybdän, Wolfram, Uran, Eisen, Ruthenium, Osmium, Kobalt, Rhodium, Iridium, Nickel, Palladium und Platin gehören.
  • Eine besonders wertvolle Gruppe von Katalysatoren für Umwandlungsverfahren, bei denen es erwünscht ist, die Hydrierung und/oder Deydrierung zu beschleunigen, ist jene, die ein Oxyd von Molybdän oder Chrom enthält.
  • Die', Oxyde von Kobalt und Nickel sind neben diesen Metalloxyden besonders dann zweckmäßigerweise in den Katalysatoren enthalten, wenn das Ausgangsmaterial einen hohen Gehalt an organischen Schwefelverbindungen aufweist. Katalysatoren dieser Gruppe können nach einem der beiden nachstehend beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
  • Verfahren 1 : Die zusammengesetzte Tonmasse, die bevorzugt aus etwa 70 bis 95 °/0 des bentonitartigen Tons und 5 bis 30 °/0 des kaolinartigen Tons besteht, wird mit Tonerde und einem feinteiligen Oxyd aus mindestens einem der zu verwendenden Schwermetalloxyde, z. B. mit Molybdänoxyd, vermengt. Dieses Gemisch wird dann bis zur Formbarkeit mit irgendeiner hierfür geeigneten Flüssigkeit angeteigt, wie oben beschrieben unter Bildung von Plätzchen passender Größe stranggepreßt, getrocknet und calciniert. Nach dem Trocknen oder Calcinieren kann es erwünscht sein, den Katalysator weiterhin mit einer wäßrigen Lösung eines anderen Metallsalzes, z. B. Kobaltnitrat oderNickelnitrat, zuimprägnieren. Derimprägnierte Katalysator wird dann abtropfen gelassen, getrocknet und fertigcalciniert, um das eingedrungene Metallsalz in die Oxydform überzuführen.
  • Verfahren 2 : Hierbei werden alle Bestandteile, die in dem fertigen Katalysator enthalten sein sollen, innig miteinander zusammen vermengt, worauf das Gemisch z. B. durch Strangpressen zu Plätzchen verformt wird und diese dann getrocknet und calciniert werden. Man kann z. B. Tonmasse, Tonerde und trockenes Molybdänoxyd (Mo 03) miteinander vermahlen und mit einer wäßrigen Lösung von Kobaltnitrat oder Nickelnitrat ausreichender Stärke anmachen, um das erwünschte Verhältnis von Kobalt-oder Nickeloxyd in dem calcinierten Katalysator zu erzielen, wenn die Lösung in einer gerade ausreichenden Menge verwendet wird, um dem Gemisch die für das Strangpressen erwünschte Formbarkeit zu verleihen. Nach einer weiteren Abänderung können alle zu ver vendenden Schwermetalle in Form einer wäßrigen Lösung des Salzes oder der Salze zugesetzt werden. Hierfür eignet sich ammoniakalisches Ammoniummolybdat oder Ammoniumchromat oder allgemein jedes andere Schwermetallsalz, das man durch Erhitzen auf 260 bis 650° C in das betreffende Oxyd überführen kann.
  • Molybdän-und kobalthaltige Katalysatoren aus einem der beiden Verfahren können nach dem Calcinieren folgende endgültige Zusammensetzung aufweisen : Tonerde..................... 35 bis 65 0/, Bentonitton................. 20 bis 45°/0 Kaolinton................... 2,5 bis 12 °/0 Molybdänoxyd 5 bis 15°/o Kobaltoxyd.................. 1 bis 6 0/, Es wurde gefunden, daß verpreßte Katalysatoren innerhalb des obigen Zusammensetzungsbereichs praktisch die gleiche Härte haben wie Ton-Tonerde-Katalysatoren ; Schwermetalloxyde beeinflussen innerhalb des obigen Bereichs der Mengenanteile die Härte nicht merklich.
  • Ihre Aktivität für Kohlenwasserstoffumwandlungen, wie Hydroformieren, Hydrieren, Dehydrieren, Aromatisieren, Entschwefeln und Entfernen des Stickstoffs, ist mit der von Kobalt-Molybdän-Tonerde-Katalysatoren, die nach früheren Verfahren hergestellt worden waren, absolut vergleichbar.
  • Die graphische Darstellung von Fig. 2 gibt die Abhängigkeit der Härte von der Teilchengröße des Al203 in den molybdänhaltigen Katalysatoren und auch die relative Härte solcher Katalysatoren wieder, die verschiedene Verhältnisse von Tonerde zu Ton und säurebehandeltem Bentonitton zu Ball Clay enthalten. Die eingehende Bedeutung dieser Zeichnung wird aus dem folgenden Beispiel ersichtlich.
  • Beispiel II Katalysatoren der in Tabelle 2 angegebenen Zusammensetzung wurden durch inniges Vermischen aktivierten Tonerdegels mit den angegebenen Mengenanteilen der Tone und des gepulverten Molybdäntrioxyds, Zusetzen einer zur Plastifizierung ausreichenden Menge Wasser und Strangpressen durch kreisförmige ffnungen mit einem Durchmesser von 4,75 mm hergestellt. Das stranggepreßte Material wurde zu Stücken von 4,75 mm Lange zerschnitten, getrocknet, bei 595°C etwa 7 Stunden lang calciniert und dann seine Härte in dem oben beschriebenen Abrieb-Apparat bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
  • Tabelle 2 Zusammensetzung in Prozent des Trockengewichts
    A1a03 Saurebe-
    Kata-Teilchen-Teilchen-handelter claa Mo°3 Härte
    groBe bis b oBe bis Bentonit y
    zu 62 p zu 43 p ~
    1 30-51 9 10 97, 8
    2 50-34 6 10 97,5
    3-50 34 6 10 98,5
    4-50 34 6 10 98,4
    5-50 40-10 96,1
    Aus Fig. 2 ist der EinfluB der unterschiedlichen Teilchengröße der Tonerde auf die Härte bei den Katalysatoren 2,3 und 4 besonders deutlich ersichtlich. Der Katalysator 1 weist wegen des höheren Tongehalts eine geringe Steigerung der Härte gegenüber der des Katalysators 2 auf. Katalysator 5 zeigt auffallend die Wirkung des Fehlens des Kaolintons in der Masse ; es ergibt sich eine Erniedrigung der Härte um mehr als zwei Einheiten im Vergleich zu den Katalysatoren 3 und 4.
  • Beispiel III Das zur Herstellung der Katalysatoren 3 und 4 im Beispiel II angewandte Verfahren wird wiederholt, der Katalysator anschließend durch Eintauchen in eine 20°/oige waßrige Lösung von Kobaltnitrathexahydrat mit Kobalt imprägniert, abtropfen gelassen, getrocknet und erneut bei 595° C 6 Stunden lang zwecks Überführung des Salzes in Kobaltoxyd calciniert. Der fertige Katalysator enthält etwa 30/0COO. Die (wie oben gemessene) Härte betrug etwa 98,6, wobei die geringe Verbesserung wahrscheinlich auf das zweite Calcinieren zurückzuführen ist.
  • Beispiel IV Ein Nickel-Tonerde-Ton-Katalysator wird hergestellt, indem man zunächst 210 g säurebehandelten Bentonit mit 24 g Ball Clay zu einem einheitlichen Pulver vermischt.
  • Das Tongemisch wird dann gründlich mit 200 g gefällter, aktivierter Tonerde (Teilchengröße bis 45 li) und 40 g trockenem, gepulvertem Molybdäntrioxyd vermengt. Das trockene Gemisch wird dann mit 150 g einer 40°/Oigen wäßrigen Lösung von Nickelnitrathexahydrat angemacht.
  • Dabei entsteht eine steife Paste, die anschließend durch Düsen mit einem Durchmesser von 4,75 mm und unter einem Druck von i4 kg/cm2 stranggepreßt und darauf zu Stücken von 3,17 mm Länge zerschnitten wird. Nach dem Trocknen und 8stündigem Calcinieren bei 650°C ergeben sich Plätzchen mit einer durch Abriebverlust bestimmten Härte von etwa 97 und folgender Zusammensetzung (Trockengewicht) : Gewichtsprozent Säurebehandelter Bentonit............. 49,0 Ballton.............................. 4,2 t112Og................................ 44, 0 MoOg................................ 8,9 NiO................................. 3,5 Alle in den Beispielen II, III und IV gezeigten Katalysatoren und andere ähnliche Massen, die ein oder mehrere Schwermetalloxyde enthalten, sind besonders für die verschiedenartigen Kohlenwasserstoff-Umwandlungsreaktionen, wie Raffinieren, Hydrieren, Hydroformieren, Reformieren, Spalten Spalthydrieren u. dgl. geeignet.
  • Bei solchen Umsetzungen sammeln sich während des Betriebes wechselnde Mengen von Ablagerungen, die zumeist aus Kohlenstoff-, Stickstoff-und Schwefelverbindungen bestehen, auf dem Katalysator an, von dem sie in regelmäßigen Abständen durch Abbrennen mit Luft entfernt werden. Der regenerierte Katalysator hat nach der Reduktion mit Wasserstoff praktisch die gleiche katalytische Aktivität wie der frisch hergestellte Katalysator, und zwar selbst nach einer großen Anzahl von Regenerierungsvorgängen.
  • PATENTANSPRUCEXE : 1. Verfahren zur Herstellung abriebfester, katalytisch wirkender Massen aus mit Wasser plastifizierten pulverförmigen Gemischen eines säurebehandelten Bentonits und eines anderen Tonminerals durch Formen, Trocknen und Calcinieren, wobei gegebenenfalls katalytisch wirksame Stoffe zugesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß als anderes Tonmineral feinteiliger Kaolinton in einer Menge von 5 bis 35 Ge- wichtsprozent, bezogen auf das Trockengemisch von Kaolin und Bentonit, verwendet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Tongemisch ein feinteiliges Oxydgel aus der Gruppe von Kieselsäure, Tonerde, Kieselsäure-Tonerde, Titanoxyd, Thoriumoxyd, Zirkonoxyd und Magnesiumoxyd in solchen Mengen unter homogenem Vermischen zusetzt, daß von diesem Oxydgel im Endprodukt 30 bis 90 Gewichtsprozent vorliegen.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man 22,5 bis 57 Gewichtsprozent Tongemisch, 35 bis 65 Gewichtsprozent Oxydgel und 6 bis 21 Gewichtsprozent eines katalytisch wirksamen, feinteiligen Oxyds eines Metalls der Gruppe VI und bzw. oder der Gruppe VIII homogen miteinander vermischt.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als katalytisch wirksames Oxyd 5 bis 15 Gewichtsprozent Molybdänoxyd verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man außerdem 1 bis 6 Gewichtsprozent Kobaltoxyd einführt.
    6. Verfahren nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxydgel ein gepulvertes Tonerdegel mit einer durchschnittlichen Teilchengröße unterhalb 50 p ist.
    7. Verfahren nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung eines Metallsalzes mit den übrigen Komponenten vor deren Verformung und Trocknung anteigt und daß man anschließend das Massegemisch unter Bildung des katalytisch wirksamen Metalloxyds calciniert.
    8. Verfahren nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man das vorgeformte und getrocknete Tonmassegemisch mit einer wäßrigen Lösung eines Metallsalzes impragniert und daß man dann wieder trocknet und calciniert.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 664 817, 742 196.
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