DE1084053B - Einrichtung zum Schreiben in und Lesen aus schnellaufenden Magnet-trommel- od. ae. beweglichen Speichern - Google Patents
Einrichtung zum Schreiben in und Lesen aus schnellaufenden Magnet-trommel- od. ae. beweglichen SpeichernInfo
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Description
DEUTSCHES
Um bei elektronischen Recheneinrichtungen eine möglichst große Anzahl von Daten zu speichern, werden
seit geraumer Zeit schnellaufende elektrische und magnetische Speicher, vorzugsweise Magnettrommelspeicher,
benutzt. Magnettrommelspeicher laufen üblicherweise mit einer Drehzahl von etwa 3000' bis
15 OOO U/min. Normalerweise ist es üblich, auf einer Spur eines Trommelspeichers z. B. zwanzig Adressen
bei drei bis sechs Bits je Millimeter Spurlänge aufzuzeichnen. Daraus ergibt sich eine Impulsfolgefrequenz
von größenordnungsmäßig 20OkHz. Für die Entnahme eines derart gespeicherten Wertes aus einer
Adresse der Trommel zum Zwecke der Überführung in ein elektronisches Rechenwerk ist es in den meisten
Fällen erforderlich, den gelesenen Wert vorerst in einen Zwischenspeicher überzuführen. An einen
solchen Zwischenspeicher werden wegen der hohen Impulsfolgefrequenz erhebliche Anforderungen gestellt.
Diese Speicher werden deshalb bisher aus Elektronenröhrenstufen
aufgebaut oder durch solche gesteuert. Besondere Schwierigkeiten treten auf, wenn
in den elektronischen Rechen- und Speichereinrichtungen magnetostatische Speicherketten ohne Röhrensteuerung
z. B. als Resultatwerk vorgesehen sind.
Von diesen konnten bisher nur solche als Zwischenspeicher für Magnettrommeln verwendet werden,
welche nach dem AnWang-Prinzip aufgebaut waren. Diese AnWang-Ketten bestehen aus kleinen Ferritkernen
und weisen für schnell arbeitende Ketten Röhrengeneratoren für die Erzeugung der Vorschubimpulse
auf. Diese AnWang-Ketten können die genannten hohen Impulsfrequenzen, wie sie ein Magnettrommelspeicher
bedingt, bewältigen, sind aber aufwendig im Aufbau. Einfacher im Aufbau sind Magnetkern-Zählketten,
die nach dem Kondensator-Zwischenspeicher-Verfahren arbeiten und bei- denen die Vorschubimpulse
aus Transistorgeneratoren entnommen werden können. Derartige Kettenspeicher haben aber
den Nachteil, daß sie eine maximale Schrittgeschwindigkeit
von nur etwa 1OkHz aufweisen und diese Schrittgeschwindigkeit sich mit den zurzeit verfügbaren
Mitteln kaum wesentlich erhöhen läßt. Aus diesem Grunde war der Anschluß derartiger Kettenspeicher
an eine schnellaufende Magnettrommel bis heute nicht möglich.
Ein Magnettrommelspeicher bekannter Bauart trägt auf einer Spur z. B. zwanzig Adressen, wobei jede
Adresse aus einer vierzehnstelligen Dezimalzahl bestehen möge, so.daß bei dezimaler Schreibweise insgesamt
2800 Bits auf einer Spur aufgetragen sind. Bei den bisher üblichen Schreib- und Leseverfahren erstreckt
sich in diesem Falle eine Adresse auf eine geschlossene Strecke von einem Zwanzigstel des Um-Einrichtung
zum Schreiben in
und Lesen aus Schnellauf enden Magnettrommel- od. ä. beweglichen Speichern
und Lesen aus Schnellauf enden Magnettrommel- od. ä. beweglichen Speichern
Anmelder:
Kienzle Apparate G.m.b.H.,
Villingen (Schwarzw.)
Villingen (Schwarzw.)
Dr. Martin Kassel, Gräfelfing bei München,
und Dipl.-Phys. Günter Martens, Schliersee (Obb.),
sind als Erfinder genannt worden
fangs der Trommelspur. Zum Suchen und Lesen einer derartigen Adresse ist aber jeweils eine volle Umdrehung
der Trommel notwendig, und da nur während eines Zwanzigstels des Trommelumlaufs Nutzsignale
z. B. beim Lesen entnommen werden, weist dieses Verfahren neben der Schwierigkeit der Aufzeichnung und
des Ablesens infolge der hohen Impulsfolgefrequenz auch noch den Nachteil der Vergeudung von Zugriffzeit
auf.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, bei einem Magnettrommelspeicher unter Beibehaltung
der Aufnahmefähigkeit die Impulsfolgefrequenz beim Lesen und Schreiben wesentlich herabzusetzen
und unter anderem dadurch zu ermöglichen, daß Magnetkern-Kettenspeicher mit relativ langsamer
Vorschubgeschwindigkeit Werte in einen derartigen Trommelspeicher übergeben und auch Werte aus
einem solchen übernehmen können.
Diese Aufgabe löst die vorliegende Erfindung dadurch, daß eine elektronische Einrichtung für das
Auswählen der Impulse einer Adresse aus der Gesamtheit aller Impulse aller möglichen Adressen vorgesehen
ist, die, beginnend von einer Nullstelle, auf einer Taktspur der Trommel eine Taktimpulszählung vornimmt
und mittels ihrer Vorwahl im Zuge der Zählung Zeitpunkt und Ort auf der Adressenspur für den
ersten Impuls der betreffenden Adresse bestimmt und modulo Adressenzahl die weiteren Impulse der betreffenden
Adresse auf der Spur auswählt und durch entsprechende Abgabe von Signalen die Lese- und
Schreibköpfe zu den vorbestimmt ausgewählten Zeit-
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punkten wirksam werden läßt, so daß jede Adresse über die gesamte Spurlänge verteilt geschrieben und
abgelesen wird und die verschiedenen Adressen auf dieser Spur gegeneinander gestaffelt angeordnet sind.
Weitere Merkmale der den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung sind den Unteransprüchen
zu entnehmen. Nachstehend werden nun der Aufbau und die Wirkungsweise der Einrichtung an Hand
eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme auf die einzelnen Figuren der Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch eine abgewickelte Magnetspur, die in der bisher üblichen Weise, und
Fig. 2 eine solche, die nach der erfindungsgemäßen Art beschrieben ist; in
Fig. 3 ist die verschachtelte Aufzeichnung auf der Mantelfläche einer Magnettrommel schematisch dargestellt,
und
Fig. 4 zeigt schematisch den Aufbau einer Auswahleinrichtung.
Die Fig. 1 und 2 sollen lediglich dazu dienen, den Unterschied aufzuzeigen, wie die Adressenspur nach
bisher üblichen Verfahren beschrieben wurde und wie sie gemäß Fig. 2 nach dem neuen Verfahren geschrieben
wird.
Unter der Annahme, daß auf einem Spurumfang zwanzig Adressen bzw. Werte zu je vierzehn Dezimalstellen
geschrieben worden sind, wobei jede Dezimalstelle unkodiert aus zehn einzelnen Bits besteht, wurde
bisher gemäß der Fig. 1 die erste Adresse mit vierzehn Stellen gleich hundervierzig Bits in vierzehn zusammenhängenden
Einzelblöcken je zehn Bits dargestellt. Jeder Block beinhaltete eine Ziffer, z. B. wurde
eine »4« durch vier positive, in den Zeichnungen mit L bezeichnete, und sechs negative, in den Zeichnungen
mit O bezeichnete Bits oder durch ein Bit an vierter Stelle aus zehn dargestellt (vierzehnte Ziffer der ersten
Adresse). Eine Adresse wurde nach der anderen in Serie auf dem Spurumfang eingeschrieben, d. h., nach
vierzehn Einzelblöcken, die zu einer Adresse gehören, kamen vierzehn Einzelblöcke der nächstfolgenden
Adresse.
Die Schreib- und Lesefrequenz bei dieser Aufzeichnungsart ist größenordnungsmäßig 20OkHz.
Auf der gesamten Spurlänge befinden sich bei dieser Aufzeichnungsart zweihundertachtzig Einzelblöcke je
zehn Bits, von denen z. B. die Blöcke 1 bis 14 der ersten Adresse, die Blöcke 15 bis 28 der zweiten
Adresse usf. zugehören. Bei einer Lesung der ersten Adresse würde bei einem Umlauf des Speichers der
Lesekopf die Bits der Blöcke 1 bis 14 abnehmen und über die weiter vorbeilaufenden Blöcke 15 bis 280 abgeschaltet
sein.
Bei der in Fig. 2 dargestellten neuen Schreibeweise werden bei gleicher Kapazität auf der gesamten Spurlänge
hundertvierzig Blöcke geschrieben, deren jeder zwanzig Bits enthält. Jedes einzelne Bit eines Blockes
gehört zu einer der auf der gesamten Spur aufgezeichneten zwanzig Adressen. Die Schreib- und Lesefrequenz
der Bits, die Adressen zugeordnet sind, beträgt hierbei 1OkHz.
In der Fig. 3 sind die Spuren eines Magnettrommelspeichers teilweise abgerollt dargestellt, und es dienen
die Spuren ^T1 und S2 zur Taktgabe während des Lesevorganges. Von der Spur S1 wird mittels des Magnetkopfes
K1 bei einem Umlauf der Trommel ein einziger Impuls, der sogenannte Naht- oder Nullstellenimpuls,
abgegeben. Er kennzeichnet jeweils eine volle Umdrehung der Trommel und dient zur genauen Festlegung
des Beginns und des Endes eines Schreib- oder Lesevorganges.
Die Spur ^2 dient als sogenannte Taktspur. Auf ihr
sind, um auf das vorerwähnte Beispiel gemäß den Fig. 1 und 2 zurückzukommen, 2800 Einzelsignale
enthalten, die über den Magnetkopf K2 abgegeben werden.
Die Spur 5*3, zu der der Kopf K3 gehört, ist eine
Adressenspur, welche die Wertinformationen enthält. Ihr können — je nach Größe der Kapazität des
Trommelspeichers — eine beliebige Anzahl weiterer Adressenspuren ,UT4 bis Sx sowie dazugehöriger Köpfe Ki
bis Kx zugefügt werden. Mit einem Spurenwähler SW
wird dann jeweils die gewünschte Spur des Trommelspeichers angeschaltet.
Wie aus den in der Spur Ss dargestellten Adressenkennzeichnungen
der einzelnen Bits hervorgeht, sind jeweils zwanzig aufeinanderfolgende Bits zwanzig
verschiedenen Adressen zugeordnet. Die Bits 1 bis 20 sind die ersten Bits der vierzehnten Stelle, also der
höchsten Dekade jeder der zwanzig Adressen. Die Bits 21 bis 40, also der zweite Block gemäß Fig. 2,
sind die zweiten Bits, die Bits 41 bis 60 die dritten Bits usf. bis zu den zehnten Bits im zehnten Block auf
der Spur gemäß Fig. 2. Sämtliche Bits der Blöcke 1 bis 10 gehören also zur vierzehnten Stelle jeder der
zwanzig Adressen der Spur. Die jeweils einer Adresse zugehörigen einzelnen Bits folgen also aufeinander in
so viel Taktabständen, wie Adressen auf der Spur enthalten sind. Zur Lesung einer Adresse ist daher
aus jedem einzelnen der hundertvierzig Blöcke ein Bit herauszulesen. Sämtliche über den ganzen Umfang
herausgelesenen hundertvierzig Bits ergeben den vierzehnstelligen Wert, der unter dieser Adresse gespeichert
war. Die erste der zwanzig Adressen würde sich demnach aus jedem ersten der zwanzig Bits jeden
Blockes zusammensetzen.
Mit diesem Schreib- und Leseverfahren erstreckt sich jedes Wort über die gesamte Spurlänge des Speichers,
und es ist erreicht, daß mit einer Impulsfolgefrequenz geschrieben und gelesen wird, die in dem
vorerwähnten Beispiel einem Zwanzigstel der bisherigen Impulsfolgefrequenz eines Trommelspeichers
entspricht.
Um auf der Spur während einer Umdrehung der Trommel eine Adresse aufzufinden, ist eine Einrichtung
erforderlich, welche die der gewünschten Adresse zugehörigen Bits als Impulse für einen Magnetkettenspeicher
wirksam werden läßt, währenddessen alle anderen Bits wirkungslos bleiben müssen. Mit dieser
Einrichtung muß zugleich die gewünschte Adresse auf der Spur gewählt werden können. Eine solche Einrichtung
ist in Fig. 4 dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus zwei elektronischen Zähleinrichtungen
A1 und A%, welche beide eine der Adressenanzahl
entsprechende Zählkapazität besitzen müssen. Da beide Zähleinrichtungen Impulsfolgefrequenzen von wenigstens
200 kHz zu verarbeiten haben, können sie beispielsweise aus Transistorschaltungen ohne Magnetkerne
in bekannter Weise als Flip-Flop-Zählketten aufgebaut werden. Die Zähleinrichtung A1 ist mit
Zahlenvorwahl ausgerüstet. Vor Beginn des Lesevorganges muß diese durch ihre Vorwahleinrichtung VW
entsprechend der gewünschten Adressennummer eingestellt sein.
In der zeitlichen Reihenfolge trifft als erster Impuls über eine Leitung L1 der Nahtstellenimpuls von der
Spur S1 ein, welcher die Zähler A1 und A2 in ihre Ausgängsstellung
bringt und weiterhin eine elektronische Torschaltung T3 sperrt. Als nächster Impuls trifft von
der Spur S2 her der erste Taktimpuls über eine Leitung
L2 ein, welcher das aus dem Gatter G und zwei
Schaltereingängei7 bestehende Tor T3 geschlossen vorfindet,
den Zähler A1 jedoch um einen Schritt weiterschaltet.
Soll z. B. die siebzehnte Adresse aufgesucht werden, so gibt der Zähler A1 nach dem siebzehnten
Schritt entsprechend seiner Zahlenvorwahl (geschlossener Schalter Z17) ein Ausgangssignal, welches der
TorschaltungT3 zugeführt wird und diese öffnet. Nunmehr
können die von der Taktspur ^2 über Leitung L2
kommenden Impulse durch die Torschaltung T3 hindurch zum Zähler A2 gelangen und diesen mit jedem
Taktimpuls um einen Schritt weiterschalten. Zähler A2
gibt nach jeweils einer der Adressenzahl (hier zwanzig) entsprechenden Anzahl von Taktimpulsen ein
Ausgangssignal, welches über einen Verzögerungskreis F4 zur ebenfalls aus einem Gatter G und zwei
Schaltereingängen F bestehenden Torschaltung T5 gelangt
und diese öffnet. Diese ist dann für einen von der Adressenspur S3 kommenden Impuls so lange geöffnet,
bis der nächste von der Taktspur S2 kommende Impuls die Torschaltung T5 wieder schließt. Während
nun der vom Zähler A2 kommende Ausgangsimpuls gegenüber seinem zugehörigen Taktimpuls durch den
Verzögerungskreis F4 um etwa 3 μsec verzögert ist,
wird der von der Adressenspur S3 über die Leitung L3
kommende Impuls durch den Verzögerungskreis F6
um 5 μβεΰ verzögert. Hierdurch wird erreicht, daß das
Tor T5 schon geöffnet ist, wenn der von der Adressenspur
S3 kommende Impuls dort eintrifft, so daß er ungehindert
durch dieses hindurch gelangen kann. Der nächstfolgende Taktspurimpuls schließt dann eine
Taktzeit später das Tor T5, so daß es für die folgenden
von der Spur5"3 gelesenen Impulse so lange gesperrt
bleibt, bis es nach zwanzig Impulsen wieder für den nächsten der gewählten Adresse zugehörigen
Impuls geöffnet ist. Durch das Tor T3, welches während einer ganzen Umdrehung der Trommel geöffnet
bleibt, können alle Impulse von der Taktspur her hindurch zum Verzögerungskreis F7 gelangen, welcher
die gleiche Verzögerungszeit wie F6 besitzt. Vom Verzögerungskreis
F7 gelangen die Taktspurimpulse zur Torschaltung T8, welche mit der Torschaltung T5 gekoppelt
ist und daher zu den gleichen Zeiten wie jene öffnet und schließt. An die Ausgangsklemme M1 gelangt
daher jeder zwanzigste Impuls, welcher als Vorschubimpuls eines nachfolgenden Magnetketten-Speichers
herangezogen werden kann, der nun nur noch eine maximale Schrittfrequenz von 1OkHz zu
bewältigen hat. Vom Tor T5 gelangen die auf der Adressenspur gelesenen Signale zur Ausgangsklemme
M2, welche mit dem Signaleingang des nachfolgenden
Kettenspeichers verbunden ist. Ein Vorwahlgenerator VW dient zur Einstellung des der gewählten
Adresse entsprechenden Zählmodulus des Zählers A1, zusammen mit den Kontakten Z1 bis Z20.
Diese Kontakte können entweder z. B. entsprechenden Relais zugeordnet sein, welche die Nummer der gewünschten
Adresse speichern, oder aber auch durch elektronisch gesteuerte Torschaltungen ersetzt werden.
Während eines ganzen Umlaufs der Trommel werden sämtliche hundertvierzig der gewählten Adresse zugehörigen
Bits gelesen und in den Kettenspeicher übergeführt. Der über die Leitung L1 am Ende einer Umdrehung
eintreffende Nahtstellenimpuls schließt die Torschaltung T3 und stellt die Zähler A1 und A2
wieder auf ihre Ausgangsstellung zurück, so daß die Auswahleinrichtung nunmehr wieder für einen erneuten
Lesevorgang bereitsteht.
Durch die gleiche Verzögerungszeit der Verzögerungskreise F6 und F7 wird erreicht, daß einerseits die
an den Klemmen M1 und M2 auftretenden Ausgangssignale
für den Kettenspeicher um 5 μsec gegen die Taktspurimpulse verzögert sind, andererseits jedoch
die Ausgangsimpulse synchron miteinander sind.
Ein Spurwähler SW in Fig. 3 gestattet es, aus einer Vielzahl von Spuren mit jeweils einem der Spur zugehörigen
Magnetkopf K3 bis Kx diejenige auszusuchen,
auf welcher die gewünschte Adresse enthalten ist.
Zusammenfassend ist zu bemerken, daß jedes herausgelesene Bit von dem Magnetkopf K3 über Leitung
L3 zum Magnetketteneingang M2 gelangt und der
zugleich am Eingang M1 des Vorschubgenerators ankommende
Taktimpuls die Kette um einen Schritt weiterschaltet.
Beim Schreibvorgang wird dieser eben beschriebene Vorgang nur so weit umgeschaltet, wie es die Leitung
L3 zum Eingang M2 betrifft. Durch Schließen
eines entsprechenden Schalters Z1 bis Z20 wird das
Tor T5 geöffnet, sobald sich eine Stelle der Trommelspur,
die zu der gewählten Adresse gehört, vor dem angeschalteten Magnetkopf K3 bis Kx befindet. Ein
von der Magnetkette abgegebener Impuls wird mittels des Schreibkopfes auf der Spur eingetragen. Der Magnetkettenspeicher
wird dabei leergezählt. Schreiben und Lesen findet — wie bereits weiter oben erwähnt —
mit einer Frequenz von etwa 1OkHz statt. Die Abzähleinrichtungen A1 und A2 laufen beim Schreiben
und beim Lesen in gleicher Richtung. Ihre Aufgabe ist es ja lediglich, zu vorgewählten Zeiten die Tore T5
und T8 zu öffnen und zu schließen.
Claims (7)
1. Einrichtung zum Schreiben in und Lesen aus schnellaufenden Magnettrommel- oder ähnlichen
beweglichen Speichern, bei denen Adressen bzw. Informationen auf einer oder mehreren Spuren in
Serie aufgezeichnet werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektronische Einrichtung für -das
Auswählen der Impulse einer Adresse aus der Gesamtheit aller Impulse aller möglichen Adressen
vorgesehen ist, die, beginnend von einer Nullstelle, auf einer Taktspur der Trommel eine Taktimpulszählung vornimmt und mittels ihrer Vorwahl im
Zuge der Zählung Zeitpunkt und Ort auf der Adressenspur für den ersten Impuls der betreffenden
Adresse bestimmt und modulo Adressenzahl die weiteren Impulse der betreffenden Adresse auf
der Spur auswählt und durch entsprechende Abgabe von Signalen die Lese- und Schreibköpfe zu
den vorbestimmt ausgewählten Zeitpunkten wirksam werden läßt, so daß jede Adresse über die gesamte
Spurlänge verteilt geschrieben und abgelesen wird und die verschiedenen Adressen auf
dieser Spur gegeneinander gestaffelt angeordnet sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptbestandteile der Auswähleinrichtung
zwei elektronische Abzählvorrichtungen sind, von denen eine wahlweise voreinstellbar
den Anfangspunkt einer Adresse bestimmt, indem sie gemäß ihrer Voreinstellung nach Durchlauf
einer entsprechenden Anzahl von Taktimpulsen die Magnetköpfe erstmalig für ein Signal aktiviert,
während die zweite Abzähleinrichtung, von der ersten gestartet, anschließend jeweils nachdem
Durchlauf einer festgelegten Anzahl von Taktimpulsen die Magnetköpfe für die weiteren Signale
wirksam werden läßt.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Magnetkernspeicher
vorgesehen sind, deren Wertinhalt über die Auswahleinrichtungen auf den schnell laufenden Trommelspeicher
übergeben wird oder die einen auf dem Trommelspeicher vorhandenen Wert übernehmen.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Magnetköpfen
und den Magnetkernspeichern als Hauptbestandteile der Auswahleinrichtungen elektronische
Abzähleinrichtungen (A1 und A2) vorgesehen
sind, die die Impulse des Trommelspeichers xo verarbeiten können und mit ihrer entsprechend geteilten
Ausgangsfrequenz auf die Magnetkernspeicher zur Aufnahme oder Abgabe von Informationen
einwirken.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Abzähleinrichtung
(A1 und A2) ein Schrittzähler mit η Zählgliedern
ist, wobei η die mögliche Anzahl von Adressen
auf einer Spur des Trommelspeichers bedeutet.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzähleinrichtung
(^1) mit einer Vorwahleinrichtung für jede
Adresse innerhalb ihrer Adressenkapazität versehen ist und diese Abzähleinrichtung nach Erreichen
ihrer voreingestellten Adresse die zweite Einrichtung (A2) zum Abzählen freigibt.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Abzähleinrichtung
(A2) mit ihrer der Anzahl der Adressen auf einer
Spur entsprechenden Zählkapazität jeweils bei deren Erreichen eine Torschaltung vorübergehend
öffnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
•©i 009 547/199 6.60
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK33079A DE1084053B (de) | 1957-10-05 | 1957-10-05 | Einrichtung zum Schreiben in und Lesen aus schnellaufenden Magnet-trommel- od. ae. beweglichen Speichern |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1084053B true DE1084053B (de) | 1960-06-23 |
Family
ID=7219632
Family Applications (1)
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| DEK33079A Pending DE1084053B (de) | 1957-10-05 | 1957-10-05 | Einrichtung zum Schreiben in und Lesen aus schnellaufenden Magnet-trommel- od. ae. beweglichen Speichern |
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| DE (1) | DE1084053B (de) |
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1957
- 1957-10-05 DE DEK33079A patent/DE1084053B/de active Pending
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