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DE1083790B - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von pulverfoermigem Schwefel - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von pulverfoermigem Schwefel

Info

Publication number
DE1083790B
DE1083790B DEK36851A DEK0036851A DE1083790B DE 1083790 B DE1083790 B DE 1083790B DE K36851 A DEK36851 A DE K36851A DE K0036851 A DEK0036851 A DE K0036851A DE 1083790 B DE1083790 B DE 1083790B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfur
temperature
atomization
gas
space
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK36851A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Lucas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Koppers GmbH filed Critical Heinrich Koppers GmbH
Priority to DEK36851A priority Critical patent/DE1083790B/de
Publication of DE1083790B publication Critical patent/DE1083790B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/10Finely divided sulfur, e.g. sublimed sulfur, flowers of sulfur

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von pulverförmigem Schwefel Für die Herstellung von pulverförtnigem Schwefel aus grobstückigem Ausgangsmaterial hat man bisher im allgemeinen alle möglichen Mahlverfahren angewendet. Das Mahlen von Schwefel ist aber mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Der verhältnismäßig niedrige Schmelzpunkt des Schwefels erfordert umständliche Maßnahmen zur Kühlung aller Teile der Mahleinrichtung. Ferner ist es schwierig, die Bildung von explosiblen Gemischen aus Luft und Schwefelstaub mit absoluter Sicherheit zu verhindern.
  • Man kann pulverförmigen Schwefel auch in der Weise herstellen, daß man den Schwefel zunächst schmilzt und dann mittels Druckdüsen zerstäubt. Allerdings hat sich gezeigt, daß man mit einer bloßen Zerstäubung von flüssigem Schwefel nicht in der Lage ist, Körnungen von unter 0,1 mm in nennenswerten Mengen zu erzeugen. Für das große Verwendungsgebiet des pulverförmigen Schwefels, nämlich die Schädlingsbekämpfung, ist deshalb bisher die Zerstäubung von flüssigem Schwefel nicht in Frage gekommen, weil für diesen Verwendungszweck ein Schwefelpulver gewählt werden muß, dessen Anteil an Körnungen unter 0,1 mm alle anderen Körnungsanteile bei weitem überwiegt. j\ euerdings wird gefordert, daß der sogenannte Staubschwefel die Körnungen unter 0,1 mm in einer Menge von 80 bis 9011/o und darüber aufweisen muß.
  • Die Untersuchungen haben nun ergeben, daß man pulverförmigen Schwefel mit solcher Körnung, daß mehr als die Hälfte der Körnung unter 0,1 mm liegt, aus flüssigem Schwefel mittels normaler Zerstäubungsdüsen herstellen kann, wenn man gewisse Maßnahmen bei der Zerstäubung selbst und bei der Nachbehandlung des zerstäubten Schwefels anwendet.
  • Es hat sich nämlich gezeigt, daß man dafür sorgen muß, daß die Erstarrung des aus der Zerstäubungsdüse austretenden Schwefels nicht schon in unmittelbarer Weise einsetzt, nämlich dort, wo die einzelnen Schwefeltröpfehen noch sehr nahe beieinander sind und sich zu größeren Tröpfchen vereinigen können. Es wurde gefunden, daß man die Temperatur des Raumes, in den man den flüssigen Schwefel hineinzerstäubt bzw. der Wände dieses Raumes auf einen oberhalb des Schmelzpunktes des Schwefels liegenden Wert hält, so daß die aus der Düse austretenden Schwefeltröpfehen erst dann in einem nennenswerten Umfang zu erstarren beginnen, wenn sie den Bereich des beheizten Raumes verlassen. Dadurch erreicht man, daß die Bildung von verhältnismäßig dicken Trauben aus erstarrten Schwefeltröpfchen in weitem Ausmaß unterbleibt.
  • Nachdem der Zerstäubungskegel den Bereich des beheizten Raumes verlassen hat, muß dafür gesorgt werden, daß der Schwefel bis zur völligen Erstarrung in der Schwebe gehalten, d. h. nicht in nennenswertem Umfang mit festen Wandflächen, an denen er ankleben könnte, in Berührung gebracht wird.
  • Das danach anfallende Schwefelpulver ist allerdings im allgemeinen noch nicht so beschaffen, daß der Anteil von Körnungen unter 0,1 mm schon den Anforderungen genügt. Es wurde nun weiterhin gefunden, daß man die Kornfeinheit dieses Schwefels auf den gewünschten Grad bringen kann, wenn man das durch die vorstehend beschriebene Zerstäubung erzeugte Schwefelpulver mittels eines Trägergases, z. B. Luft, gegen feste Wandflächen schleudert und unter dem Einfluß von Stoß und Reibung weiterzerkleinert. Allerdings handelt es sich hierbei nicht so sehr um eine Zerkleinerung im Sinne eines Mahlvorganges, sondern um die Entladung der starken Oberflächenspannung, die bei den feinen erstarrten Schwefeltröpfchen festzustellen sind. Nach der Zerstäubung bilden sich nämlich zunächst glasklare Tröpfchen aus [t-Schwefel, die nach einer gewissen Zeit trübe werden, ohne aber ihre äußere Form zu verändern. Die Trübung rührt von der Umwandlung des amorphen Schwefels in kristallisiertem Schwefel her. Da diese Umwandlung im allgemeinen mit einer Volumenvergrößerung verbunden ist, stehen die Tröpfchen an ihrer Oberfläche unter einer erheblichen Spannung, so daß geringere Verletzungen der Oberfläche genügen, um den vollständigen Zerfall dieser Tröpfchen in kleinere Kristalle auszulösen.
  • In Zusammenfassung der vorstehend geschilderten Einzelmaßnahmen schlägt deshalb die Erfindung vor, daß zur Erzeugung von pulverförmigem Schwefel mit einem mehr als die Hälfte betragenden Anteil unter 0,1 mm Korngröße der zu zerstäubende verflüssigte Schwefel bei einer Temperatur -von nur wenig oberhalb seines Schmelzpunkte's,- vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 118 und 124' C, unter Bildung eines Zerstäubungskegels in einen lediglich in Strömungsrichtung des Zerstäubu-ngskegels offenen Raum, der in dem der Eintrittsstelle des Schwefels nächstliegenden Teil durch Beheizung auf etwa der Eintrittsternperatur des Schwefels gehalten wird, hineinzerstäubt und wobei der feinzerteilte Schwefel nach Austritt aus dem geheizten Teil des Raumes bis zur völligen Erstarrung zu Tröpfchen aus hauptsächlich R-Schwefel in der Schwebe gehalten und anschließend der erstarrte Schwefel mittels eines Trägergases, z. B. Luft, gegen feste Wandflächen geschleudert wird.
  • Die Einhaltung einer -T#rnperatur dicht oberhalb des Schmelzpunktes des Schwefels ist deshalb notwendig, damit die zerstäubten Tröpfchen nicht die verschiedenen von der Temperatur abhängigen Zähigkeitsbereiche durchlaufen müssen, ehe sie vollständig erstarren. Wählt man die Temperatur nur wenig oberhalb des Schmelzpunktes, so hat man die Gewähr, daß für alle Schwefeltröpfchen während des anschließenden Abkühlungsvorganges derselbe zeitliche Verlauf der Veränderung der Zähigkeit vorhanden ist.
  • Die vorstehend erwähnte Umwandlung des amorphen Schwefels in kristallisierten Schwefel innerhalb der Tröpfchen, die sogenannte Alterung, kann gemäß der Erfindung noch dadurch gefördert werden, daß man das Schwefelpulver - wie bekannt - mit einem Gas von solcher Beschaffenheit und Temperatur in Berührung bringt, daß die Umwandlung des amorphen Schwefels in kristallisierteff Schwefel gefördert wird. Dadurch kann man erreichen, -daß man praktisch ohne Zwischenstapelung des zerstäubten Schwefels auskommt, d. h. den Prozeß vollkommen kontinuierlich durchführen kann. Es wurde festgestellt, daß beispielsweise Ammoniakgas bei Temperaturen von 45 bis 75' C die Alterung des Schwefels beschleunigt.
  • Zum Stand der Technik ist festzustellen, daß es bekannt war, flüssigen Schwefel bei einer Temperatur oberhalb 139' C mittels eines Kohlenwasserstoffgases zu zerstäuben, wobei die Zerteilung des Schwefels durch die Strömungsenerg ie eines anderen heißen Kohlenwasserstoffgasstromes erfolgt, in den hinein der Schwefel zerstäubt wird. Die Abkühlung der Schwefeltröpfchen bis zur Erstarrung erfolgt durch Einspritzen eines flüssigen Kühlmittels. Die Abtrennung des Schwefelpulvers aus dem Kohlenwasserstoffgas erfolgt elektrisch.
  • Dieser bekannten, aus einer großen Anzahl von Verfahrensschritten bestehenden Arbeitsweise gegenüber zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren dadurch aus, daß die Zerstäubung ohne gasförmiges Zerstättbungsmedium erfolgt, ferner daß ein fremdes Medium, wie z. B. ein Kohlenwasserstoffgas, nicht erforderlich ist, und zwar weder für die Zerstäubung noch für die Abschreckung.
  • In der Abbildung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in schematischer Form dargestellt. Der flüssige Schwefel wird durch die Leitung 1 zugeiführt und dann mittels der Düse 2 zerstäubt, so da-ß ein Zerstäubungskegel entsteht, der etwa die in der Zeichnung angedeutete Form hat. Der flüssige Schwefel hat eine Temperatur von etwa 122' C, und es wird durch eine Beheizung der Düse 2 mittels des Doppelmantels 3 dafür gesorgt, daß diese Temperatur mit hinreichender Konstanz eingehalten wird.
  • , Der Zerstäubungskegel-breitet sich in einem Raum aus, der an drei Seiten von.,einem beheizten Mantel 4 gebildet wird. Durch Dampf oder Wasser wird die Temperatur in dem Doppelmantel 4 auf etwa 130' C gehalten.. Auf diese Weise wird verhindert, daß die aus der D - üse austretenden Schwefeltröpfthen schon erstarren, solange sie sich im Bereich der Spitze des Strahlungskegels befinden. Erst wenn die Schwefeltröpfchen den Einflußbereich des Doppeltnantels 4 verlassen haben, beginnt die Verfestigung in größerem Umfang und schreitet dann schnell vorwärts. Der Doppelmantel 4 ist in einem Gehäuse 5 angeordnet, welches sich über eine größere Strecke in Richtung der Bewegung des Zerstäubungskegels erstreckt, so daß die Schwefeltröpfchen in der Schwebe bleiben, bis sie völlig erstarrt sind. Um ein Aufprallen der Randzonen des Zerstäubungskegels auf die Wände des Gehäuses 5 zu vermeiden und auch die Abkühlung zu beschleunigen, wird durch Düsen 6 ein kühlendes Gas, beispielsweise Stickstoff, eingeblasen. Die Düsen können so eingerichtet sein, daß sie einen weiten Luftfächer erzeugen, so daß das gesamte mit Schwefeltröpfchen gefüllte Volumen von dem Luftstrom durchgewirbelt und gekühlt wird. In dem Gehäuse 5 können weiter unten zusätzliche Düsen 7 angeordnet sein, durch die ein Gas eingeführt wird, welches die Alterung des Schwefels, d. h. die Umwandlung der amorphen Modifikation in die kristallinische Modifikation beschleunigt. Beispielsweise kann man auf diese Weise Ammoniakgas mit einer Temperatur von etwa 65' C einleiten. Die Konzentration an Gas braucht nur gering zu sein. Gegebenenfalls kann man auch die Düsen 6 und 7 miteinander kombinieren.
  • Der völlig verfestigte pulverförmige Schwefel sammelt sich im trichterförmigen Bodenteil 8 des Gehäuses 5 an und wird durch ein Rührwerk 9 in Bewegung gehalten, falls dieses notwendig sein sollte, um den leicht beweglichen Zustand des Schwefelpulvers zu erhalten. Der Trichter 8 mündet in ein Auslaufrohr 10, welches zu einer Strahldüse 11 ausgebildet ist, in die durch Leitung 12 ein gasförmiges Fördermittel, beispielsweise Preßluft, eingeblasen wird. Die Preßluft reißt den im Trichter 8 und Auslaufstutzen 10 vorhandenen Schwefel mit und schleudert ihn wegen, der starken Wirbelbewegung gegen die Wand der Strahldüse 11, die an der Innenseite aufgerauht ist. Im Zuge der Gasströmung ist ferner noch ein Prallkörper 13 angeordnet, der ebenfalls eine rauhe Oberfläche aufweist., Durch Stoß der erstarrten Schwefeltröpfchen gegeneinander bzw. gegen die aufgerauhten Wände wird der in der Tröpfchenoberfläche bestehende Spannungszustand entladen, so daß die erstarrten Tröpfchen in wesentlich kleinere Bruchteile zerfallen.
  • Die mit dem Schwefelpulver beladene Förderluft gelangt anschließend in den Zyklon 14, wo sie infolge der kreisenden Bewegung den suspendierten Schwefel gegen die Wand schleudert, wobei eine weitere Zerkleinerung eintritt. Der Schwefel sammelt sich schließlich am Boden des Zyklons an und kann durch eine öffnung 15 abgezogen werden. Die Luft wird durch das zentrale Abzugsrohr 16 abgeführt, Zur Zurückhaltung der feinsten Schwefelstäube, die mit dem Gas mitgeführt werden, ist auf dem Abzugsrohr 16 ein Filtertuch 17 angeordnet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPROCHE. 1. Verfahren zur Erzeugung von pulverförmigem Schwefel mit einem mehr als die Hälfte betragenden Anteil unter 0,1 nim Korngröße durch Zerstäubung von geschmolzenem Schwefel mittels Druckdüsen, dadurch gekennzeichnet, daß der zu zerstäubende verflüssigte Schwefel bei einer Temperatur von nur wenig oberhalb seines Schmelzpunktes, vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 118 und 124'C, unter Bildung eines Zerstäubungskegels in einen lediglich in Strömungsrichtung des Zerstäubungskegels offenen Raum, der in dem der Eintrittsstelle des Schwefels nächstliegenden Teil durch Beheizung auf etwa der Eintrittstemperatur des Schwefels gehalten wird, hineinzerstäubt wird, wobei der feinzerteilte Schwefel nach Austritt aus dem geheizten Teil des Raumes bis zur völligen Erstarrung zu Tröpfchen aus hauptsächlich #L-Schwefel in der Schwebe gehalten wird, und anschließend der erstarrte Schwefel mittels eines Trägergases, 7-. B. Luft, gegen feste Wandflächen geschleudert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zerstäubte Schwefel bei und gegebenenfalls nach Austritt aus dem beheizten Raum mit einem kühlenden Gas, z. B. Luft, in Berührung gebracht wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zerstäubte und völlig erstarrte Schwefel mit einem Gas von solcher Beschaffenheit und Temperatur in Berührung gebracht wird, daß die Umwandlung des amorphen Schwefels in kristallisierten Schwefel gefördert wird, z. B. Ammoniakgas, bei einer Temperatur zwischen 45 und 751 C. 4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine beheizte Zerstäubungsdüse (2), einen im oberen Teil, in welchem sich der Zerstäubungskegel ausbreitet, dreiseitig von beheizten Wänden (4) umgebenen Zerstäubungsraum (4a), einen Abkühlungsraum (5a), der mit Düsen (6) für die Kühlung und Düsen (7) für die Zufuhr eines Alterungsgases versehen ist, eine sich an den Abkühlungsraum (5a) anschließende Strahldüse (11), welche mit aufgerauhten Innenwänden versehen ist und in einen Zyklon (14) einmündet, der mit einem Abzug (15) für das Schwefelpulver und einem zweiten Abzug (16) für die Fördergase versehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.- Patentschrift Nr. 2 608 471; Gmelin, Handbuch der anorganischen Chemie, 8. Auflage, Bd. S, Teil A, 1953, S. 586.
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