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DE1083258B - Verfahren zur Herstellung von Natrium- oder Kaliumsalzen der Benzol-1, 4-disulfonsaeure bzw. der Naphthalin-2, 6-disulfonsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Natrium- oder Kaliumsalzen der Benzol-1, 4-disulfonsaeure bzw. der Naphthalin-2, 6-disulfonsaeure

Info

Publication number
DE1083258B
DE1083258B DEI13480A DEI0013480A DE1083258B DE 1083258 B DE1083258 B DE 1083258B DE I13480 A DEI13480 A DE I13480A DE I0013480 A DEI0013480 A DE I0013480A DE 1083258 B DE1083258 B DE 1083258B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
benzene
disulfonic acid
naphthalene
disulfonate
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI13480A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Alexander Edington
Isaac Goodman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1083258B publication Critical patent/DE1083258B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Natrium- oder Kaliumsalzen der Benzol- 1,4-disulfons Benzol-1,4-disulfonsäure bzw. der Naphthalin-2,6-disulfonsäure Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Natrium- oder Kaliumsalzen der Benzol-1,4-disulfonsäure bzw. der Naphthalin-2,6-disulfonsäure.
  • Aus Liebigs Annalen der Chemie, 378, S. 359, ist bekannt, daß sich beim Erhitzen von m- oder p-Benzoldisulfonsäure mit Schwefelsäure und Quecksilber auf 250"C ein Gleichgewicht aus den beiden Isomeren einstellt.
  • Bei diesen Isomerisationsreaktionen von mit starker Schwefelsäure katalysierter aromatischer Disulfonsäure bildet sich ein Gleichgewicht mit nur 33,90/0 Parasäure.
  • Dagegen werden bei der erfindungsgemäßen thermalen Umwandlung von Natriumsalzen von durch Schwermetallverbindungen beliebig katalysierten aromatischen Sulfonsäuren über 50 0/, erhalten.
  • Desgleichen wird nach der in J. Am. Chem. Soc., 49, S. 844 (1927), beschriebenen Arbeitsweise Naphthalin-2,7-disulfonsäure in Gegenwart von Schwefelsäure bei 1600C zu 42°/o in Naphthalin-2,6-disulfonsäure übergeführt. Nach Houben-Weyl, Methoden der org. Chemie, 4. Auflage, Band 9, S. 526, vorletzter Absatz, tritt Begünstigung der Umlagerung durch Eisen ein. Hierin ist darauf hingewiesen, daß das bei den bekannten Umsetzungen auftretende Reaktionswasser eine Sulfogruppe abspaltet und eine Neusulfonierung an anderer Stelle ermöglicht. Im Gegensatz dazu erfolgt die Umlagerung der Sulfonsäuren bei vorliegender Erfindung in Form der Alkalisalze unter wasserfreien Bedingungen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Natrium- oder Kaliumsalze der Benzol-t ,4-disulfonsäure bzw. der Naphthalin-2,6-disulfonsäure dadurch herstellen kann, daß - die Natrium- oder Kaliumsalze der entsprechenden 1,3- bzw. 2,7-Disulfonsäuren auf mindestens 375"C oder in Gegenwart eines Schwermetallkatalysators auf mindestens 2500 C erhitzt werden.
  • Die Umsetzung kann entweder bei atmosphärischen oder überatmosphärischen Drücken erfolgen. Die Reaktion findet vorzugsweise in einer inerten Atmosphäre, wie beispielsweise aus Kohlendioxyd oder Stickstoff, statt, obwohl es nicht wesentlich ist, daß die Luft vollkommen ausgeschlossen wird. Wenn jedoch Luft zugegen ist so ist es wünschenswert, daß nur ein geringer Zutritt der Luft zum Reaktionsgefäß erfolgt.
  • Die Isomerisierung erfolgt in Abwesenheit eines Katalysators bei einer Temperatur von 3750 C oder darüber. Es wird jedoch vorgezogen, das Verfahren in Gegenwart eines Schwermetallkatalysators durchzuführen, da in diesem Falle niedrigere Arbeitstemperaturen angewandt werden können, d. h. Temperaturen bis herunter zu 2500 C. Schwermetallkatalysatoren, die Quecksilber oder Chrom enthalten, sind als Katalysatoren besonders geeignet. In jedem Falle ist es wünschenswert, das Verfahren nicht bei Temperaturen über etwa 600"C durchzuführen, da sonst leicht eine Zersetzung der Reaktionsstoffe eintritt.
  • Die Kalium- und Natriumsalze der Benzol-1,3- oder der Naphthalin-2,7-disulfonsäuren haben sich als besonders geeignete Ausgangsstoffe erwiesen, und von diesen werden die Natriumsalze vorgezogen, da in diesem Falle die Ausgangsausbeute an den gewünschten Disulfonsäuren etwas höher ist als bei Anwendung der entsprechenden Kaliumsalze und da die Kosten derselben geringer sind.
  • Es ist häufig zweckmäßig, die Produkte durch Freimachen der freien Disulfonsäuren in einer rohen Form zu isolieren.
  • In den folgenden Beispielen, in denen sich sämtliche Teile und Prozente auf das Gewicht beziehen, ist die Erfindung näher erläutert.
  • Beispiel 1 282 Teile des wasserfreien Dinatriumsalzes der Benzol-1,3-disulfonsäure wurden mit 43 Teilen Mercurioxyd gemischt, und die Mischung wurde 6 Stunden lang in einer Kohlendioxydatmosphäre unter einem Druck von 4 at auf 425 "C erhitzt.
  • Das Produkt wurde mit Wasser extrahiert, und die filtrierten Extrakte wurden durch eine Säule eines aktivierten Kationenaustauschharzes geleitet, um die freie Sulfonsäure frei zu machen. Diese wurde in roher Form mit einer Ausbeute von 230 Teilen erhalten. Aus einem entsprechenden Teil dieses Produkts wurde Bis-(S-benzylthiuronium)-benzol-p-disulfonat (Schmelzpunkt 2470 C) in einer Menge hergestellt, woraus hervorgeht, daß die Benzol 1,4-disulfonsäure mit einer Ausbeute erhalten wurde, die 52 °lo der Theorie entspricht. Das-Produkt war weiter dadurch gekennzeichnet, daß es sich in Benzolp-disulfonylchlorid umwandeln ließ, das bei Umsetzung mit Ammoniak, Benzol-p-disulfonamid (Schmelzpunkt 291"C) ergab.
  • Beispiel 2 Wenn 315 Teile des wasserfreien Kaliumsalzes der Benzol-l ,3-disulfonsäure nach dem Verfahren des Beispiels verarbeitet werden, so wurden 50 Teile, d. h.
  • 90/o der Theorie, Bis-(S-benzylthiuronium)-benzol-p-disulfonat isoliert.
  • Beispiel 3 Eine Mischung von 664 Teilen Dinatriumnaphthalin-2,7-disulfonat und 43,2 Teilen Mercurioxyd wurde unter einer Kohlendioxydatmosphäre 6 Stunden lang auf 425etc erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde das Produkt mit Wasser extrahiert, und eine entsprechende Menge desselben wurde mit einer wäßrigen Lösung von S-Benzylthiuroniumchlorid behandelt, wodurch Ris-(S-benzylthiuronium)-naphthalin-2,6-disulfonat mit einer Ausbeute erhalten wurde, die dem-Vorhandensein in dem Produkt von mindestens 150/o Dinatriumnaphthalin-2,6-disulfonat entsprach.
  • Der Schmelzpunkt von 271 bis 274"C sowie das Infrarotabsorptiumsspektrum des Salzes waren identisch mit denjenigen einer entsprechenden Probe von Bis-(S-benzylthiuronium) -naphthalin-2,6-disulfonat.
  • Beispiel 4 Wenn Dinatriumnaphthalin-2,7-disulfonat in der im Beispiel 3 beschriebenen Weise behandelt wurde, und zwar unter Venvendung von 22 Teilen Cadmiummetallstaub an Stelle von Mercurioxyd, so wurde Bis-(S-benzylthiuronium)-naphthalin-2,6-disulfonat in einer Ausbeute erhalten, die dem Vorhandensein von 1001o des 2,6-Disulfonats in dem Reaktionsprodukt äquivalent ist.
  • Beispiel 5 Wenn gemäß Beispiel 3 Dinatriumnaphthalin-2,7-disulfonat allein erhitzt wurde, so ist die Ausbeute an Bis-(5- benzylthiuronium) - naphthalin 2,6- disulfonat äquivaIent dem Vorhandensein von 70/, des 2,6-Disulfonats in dem Reaktionsprodukt. Die gleiche Ausbeute wurde erzielt, wenn 41,4 Teile Bleipulver dem Dinatriumsalz zugesetzt wurden und die Mischung in der im Beispiel 3 beschriebenen Weise behandelt wurde.
  • Wenn vergleichsweise 820 Teile Dinatriumbenzol-g! ,3-disulfonat 24 Stunden lang in einer Kohlendioxydatmosphäre auf 275"C erhitzt wurden, fand keine Umsetzung des Materials statt.
  • Beispiel 6 Wenn 800 Teile Dinatriumbenzol -1,3- disulfonat 12 Stunden lang in einer Kohlendioxydatmosphäre auf 425D C erhitzt wurden, erfolgte eine Umsetzung und 720 Teile eines Produkts wurden erhalten, das aus 70 bis 750/o Dinatriumbenzol-p-disulfonat, etwa 501o Dinatriumbenzol-m-disulfonat, etwa200/0Trinatriumbenzol-1 ,3,5-trisulfonat etwa 1 bis 30Io Natriumsulfat bestand.
  • Beispiel 7 820 Teile Dinatriumbenzol-1,3-disulfonat wurden innig mit 57 Teilen Kaliumchromalaun gemischt, und die Mischung wurde dann 24 Stunden lang in einer Kohlendioxydatmosphäre auf 275"C erhitzt. Es wurden 640Teile eines Produktes erhalten, das zu etwa 85 0/, ausDinatriumbenzol-p-disulfonat und etwa 150/o Trinatriumbenzoltrisulfonat bestand, wie durch Iñfrarotanalse festgestellt wurde.
  • Beispiel 8 820 Teile Dinatriumbenzol-1 3-disulfonat wurden mit 43 Teilen Mercurioxyd gemischt; und die Mischung wurde dann in der im Beispiel 7 beschriebenen Weise behandelt.
  • Es wurden 760 Teile eines. Produktes erhalten; das aus Dinatriumbenzol-1 ,4disulfonat - bestand,. welches etwa 501o m-Disulfonat und etwa 1001, Trisulfonat enthielt, wie durch Infrarotanalyse festgestellt wurde.
  • Beispiel 9 500Teile Dinatriumbenzol-m,disulfonat und 60 Teile Mercurisulfat wurden innig gemischt, und die Mischung wurde 6 Stunden lang in einer Stickstoffatmosphäre auf 425"C erhitzt. Das Produkt wurde in der in den vorangegangenen Beispielen beschriebenen Weise aufgearbeitet, und es wurden 450 Teile Dinatriumbenzol-1,4-disulfonat erhalten, das eine geringe Menge Trinatriumbenzol-1,3,5-trisulfonat enthielt.
  • PTENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Natrium- oder Kaliumsalzen der Benzol-1,4-disulfonsäure bzw. der Naphthalin -2,6- disulfonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß die Natrium- oder Kaliumsalze der entsprechenden 1,3- bzw. 2,7-Disulfonsäuren auf mindestens 375"C oder in Gegenwart eines Schwermetallkatalysators auf mindestens 2500 C erhitzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung unter überatmosphärischen Drücken durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Schwermetallkatalysator Quecksilber oder Chrom enthält.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Abwesenheit von Luft und in Gegenwart eines inerten Gases, - wie beispielsweise Kohlendioxyd oder Stickstoff, durchgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Liebigs Annalen der Chemie, 378, S. 359; J. Am. Chem. Soc., 49, 8 844 (1927); Houben-Weyl, Methoden der org. Chemie, 4. Auflage, Bd. 9, S. 526.
DEI13480A 1956-07-23 1957-07-17 Verfahren zur Herstellung von Natrium- oder Kaliumsalzen der Benzol-1, 4-disulfonsaeure bzw. der Naphthalin-2, 6-disulfonsaeure Pending DE1083258B (de)

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GB1083258X 1956-07-23

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DEI13480A Pending DE1083258B (de) 1956-07-23 1957-07-17 Verfahren zur Herstellung von Natrium- oder Kaliumsalzen der Benzol-1, 4-disulfonsaeure bzw. der Naphthalin-2, 6-disulfonsaeure

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3239559A (en) * 1962-09-14 1966-03-08 Sun Oil Co Preparation of aromatic disulfonates

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3239559A (en) * 1962-09-14 1966-03-08 Sun Oil Co Preparation of aromatic disulfonates

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