DE1083167B - Vorrichtung zum Glaetten der Innenflaechen nach dem Vibrationsverfahren verdichteterBetonrohre od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Glaetten der Innenflaechen nach dem Vibrationsverfahren verdichteterBetonrohre od. dgl.Info
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Description
- Vorrichtung zum Glätten der Innenflächen nach dem Vibrationsverfahren verdichteter Betonrohre od. dgl. Beim Verdichten der Wände von Betonrohren od. dgl. mittels rotierender Unwuchtmassen, die in dem Kern der zur Bildung des Rohres dienenden Form gelagert sind, entstehen an der Innenwand wellenförmige Flächen, die die Strömung der durch die Rohrleitung geführten Flüssigkeit unerwünscht behindern und in denen sich auch Teile der von der Flüssigkeit mitgeführten Fremdkörper ansetzen können, so daß die Verunreinigungen nicht vollständig abgeführt werden und unter Umständen auch der Beton selbst angegriffen werden kann.
- Es ist bekannt, bei Vorrichtungen zum Herstellen von Betonrohren, die einen nicht rüttelnden, sondern beim Anheben als Ganzes rotierenden Kern benutzen, der mit nach außen drückenden Verdichtungsflügeln an seinem Kopf ausgerüstet ist, diese Verdichtungsflügel nach dem ersten Arbeitsgang zurückzuziehen und den Kern mit einer anderen Drehzahl wieder abwärts zu bewegen. Bei solchen Vorrichtungen war man genötigt, den Kern ein zweites Mal anzuheben, um verbleibende Materialreste auszuwerfen und ihn ein zweites Mal mit anderer Drehzahl wieder abzusenken, um eine einigermaßen brauchbare Glättung zu erzielen. Trotz dieses durch die zweimalige Rückführung zeitraubenden Verfahrens gelingt es mit solchen Vorrichtungen aber nicht, grobe Unebenheiten zu beseitigen, da der mit eingezogenen Verdichtungsflügeln zurücklaufende Kern etwas geringeren Durchmesser hat als die durch die Verdichtungsflügel bestimmte lichte Rohrweite.
- Weiter ist es bekannt, bei der Benutzung von Kernen mit innerer Rüttelvorrichtung diese Kerne als Ganzes rotierend wieder abwärts zu bewegen. Da jedoch der mit Rüttelbewegung aufwärts geführte Kern eben wegen dieser Rüttelbewegung eine etwas größere lichte Weite erzeugt als seinem eigenen Durchmesser entspricht, kann auch bei diesem Verfahren keine einwandfreie Glättung durch das rotierende Rückholen des Kernes etwa verbliebene Restbestände des Mateden auf der ganzen Kernlänge gleichen Durchmesser des Kernes etwa verbliebene Restbestände des Materials nicht abgestreift, sondern gleiten an den Kern beim Zurückführen entlang. Mit einem als Ganzes rotierenden Kern ist überdies die Herstellung anderer als zylindrischer Rohrquerschnitte nicht möglich.
- Es ist weiter bekannt, auf eine Rückführung und eine Rotation des Kernes überhaupt zu verzichten und statt dessen dem mit innerer Rüttelvorrichtung versehenen Kern ein Beruhigungsstück folgen zu lassen, dem aus einem Ringspalt Spülwasser zugeführt wird. Dieses Spülwasser genügt jedoch nicht, um grobe Verunreinigungen zu beseitigen. Außerdem besteht wegen der lediglich axial hin- und hergehenden Bewegung des Kernes und des Beruhigungsteiles die Gefahr, daß grobe Materialteilchen sich mit Riefenbildung in der Längsrichtung verschieben.
- Diese den bisher bekannten Ausführungen anhaftenden Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß auf einem in an sich bekannter Weise mit innerer Rüttelvorrichtung ausgestatteten und lediglich axial auf- und abwärts bewegten Kern ein Reibkopf gelagert ist, der relativ zu dem Kern umläuft und einen Reibbelag trägt.
- Der Reibkopf kann auch, dem Kern angepaßt, eine andere als zylindrische Form haben und dann als ein mit Reibbelägen bestücktes Raupenband ausgebildet sein.
- Durch die Benützung eines gesonderten Reibkopfes gemäß der Erfindung steht die Wahl der Umlaufgeschwindigkeit vollständig im Belieben des Konstrukteurs. Der verhältnismäßig in axialer Richtung kurze Reibbelag wischt wie eine Bürste beim Zurückholen des ganzen Kolbens die Unebenheiten weg und treibt sie in der Zurückbewegungsrichtung, d. h. nach unten, aus dem Rohr heraus. Der Reibbelag kann in beliebiger Weise gestaltet und aus beliebigem zweckmäßig gewähltem Werkstoff hergestellt sein. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, eine wirklich schleifende Glättung des Rohrinneren zu erreichen.
- Die Erfindung ist durch die Zeichnungen veranschaulicht.
- Fig.1 zeigt schematisch in einem senkrechten Axialschnitt eine erfindungsgemäße Vorrichtung für das Glätten eines Betonrohres mit kreisrundem Querschnitt vor Beginn der Glättbewegung; Fig. 2 zeigt in einem analogen Axialschnitt und Fig. 3 in der zugehörigen schematischen Draufsicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Glätten der Innenwand eines Betonrohres mit eiförmigem Querschnitt.
- In den Zeichnungen ist 1 die feststehende Ummantelung oder Verschalung und 2 der Kern, der in dieser Verschalung mit einem der Wandstärke des zu bildenden Rohres entsprechenden Zwischenraum senkrecht aufwärts geführt wird. Bis der Kern 2 die in den Bildern gezeigte höchste Lage einnimmt, wird in den Zwischenraum zwischen ihm und der Verschalung 1 die fließfähige Betonmasse eingeführt, wobei durch den eingeschalteten Vibrator dem Kern 2 die erforderlichen Querschwingungen erteilt werden. Zu diesem Zweck ist in dem Kern 2 die Vibratorwelle 3 mit senkrechter Drehachse gelagert, die durch einen nicht gezeichneten Antrieb in schnelle Drehungen versetzt wird. Auf ihrem oberen Ende sitzt eine Unwuchtmasse 4 mit ausmittigem Schwerpunkt, die durch ihre Fliehkraftwirkung dem ihre Lagerung bildenden Kern 2 die radialen Rüttelbewegungen erteilt.
- Auf dem oberen Ende des Kernes 2 ist bei 5 ein Reibkopf 6 gelagert, der einen Reibbelag 7 trägt. Der Reibkopf 6 kann von einer im Kern 2 gelagerten senkrechten Welle 8 aus über ein geeignetes Getriebe, z. B. ein Zahnräderpaar 9, 10, mit verhältnismäßig niedriger Drehzahl angetrieben werden. Wenn der Kern seine höchste Lage erreicht hat, ist der Beton schon hinreichend verdichtet.
- Nun kann der Kern 2 bei abgeschaltetem Vibratorantrieb mit dem langsam rotierenden Reibkopf 6 wieder nach unten durch das Rohr hindurchgezogen werden. Dabei greift der Reibbelag 7 an der Innenfläche des Rohres an und schleift die Erhöhungen bis auf den Grund der von den Vibrationen herrührenden Vertiefungen ab, so daß eine glatte zylindrische Innenwand entsteht.
- Die Anwendung des Erfindungsgedankens auf eine Vorrichtung zum Glätten der Innenwand eines Betonrohres mit nicht kreisförmigem, z. B. eiförmigem Querschnitt, ist in Fig.2 und 3 in einem ähnlichen Ahialschnitt und der zugehörigen schematischen Draufsicht dargestellt.
- In dem in der Form oder Ummantelung 1 wieder senkrecht geführten Kern 2 sind wegen der größeren Ausdehnung des Rohrquerschnittes in der einen Richtung zweckmäßig zwei parallele Vibratorwellen 3' und 3" gelagert, die auf ihrem oberen Ende je eine Unwuchtmasse 4' bzw. 4" von entsprechend ge-%vählter Größe tragen. Für den Antrieb des Reibkopfes dient wie in der Vorrichtung für kreisförmigen Rohrquerschnitt eine senkrechte Welle 8, die über ein Zahnrad 9 ein Zahnrad 10 treibt, das in geeigneter Weise im Kern 2 drehbar gelagert ist und mit einem weiteren Zahnrad 11 drehfest verbunden ist. Ein größeres Zahnrad 12 sitzt ohne eigenen Antrieb auf einem Achsstummel 5' des Kernes 2. Der eigentliche Reibkopf ist hier eine Art Raupenkette 13, in die das Zahnrad 11 ebenso wie das größere Zahnrad 12 von innen her eingreift. Nicht gezeichnete Spannrollen zwischen den Zahnradumfängen erteilen der Raupenkette 13 zwischen ihren Paarungsstellen mit den Antriebsrädern 11 und 12 die gewünschte Führung entsprechend der Querschnittsform des Betonrohres. Eine Anzahl einzelner Reibbeläge 14 auf der Außenfläche des Raupenbandes 13 dienen als eigentliche Glättwerkzeuge.
- Die Wirkungsweise ist ihrem Wesen nach identisch mit der Vorrichtung für kreisrunde Rohre. Aus der tiefsten Lage hebt sich der Kern 2 bei eingeschalteten Vibratoren, bis er seine in Fig. 2 dargestellte höchste Lage erreicht, in der das Rohr hinreichend verdichtet ist, Nun wandert der Kern 2 wieder bei abgeschalteten Vibratoren und eingeschaltetem Raupenbandantrieb langsam abwärts, wobei durch die Reibbeläge 14 die Glättarbeit an der Innenwand des Rohres verrichtet wird.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE; 1. Vorrichtung zum Glätten der Innenflächen nach dem Vibrationsverfahren verdichteter Betonrohre od. dgl. mit einem in seiner Achsrichtung aufwärts und abwärts beweglichen und mit einer Rüttelvorrichtung ausgestatteten Kern, gekennzeichnet durch einen am oberen Ende dieses Kernes (2) gelagerten und relativ zu diesem umlaufend angetriebenen Reibkopf (6) mit einem Reibbelag (7).
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den rotierenden Antrieb des Reibkopfes (6) mittels einer im Kern (2) gelagerten Welle (8) ein Zahnräderpaar (9, 10) oder dergleichen Getriebe vorgesehen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 zum Bearbeiten von Betonrohren mit nicht kreisförmigem, z. B. eiförmigem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß als Reibkopf ein mit Reibbelägen (14) bestücktes Raupenband (13) dient, in das von innen her Zahnräder (11, 12) eingreifen, deren eines (11) von einer im Kern (2) gelagerten Antriebswelle (8) aus über ein Zahnräderpaar (9, 10) angetrieben ist, während das zweite (12), das auf einem Achsstummel (5') des Kernes (2) lose drehbar gelagert ist, durch seinen Eingriff in die Verzahnung des Raupenbandes (13) seinen Antrieb empfängt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Raupenband (13) an den Stellen zwischen seiner Erfassung durch die Zahnräder (11, 12) mittels geeigneter Spannrollen nach dem Profil des zu glättenden Rohres geführt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 882 667, 809 166.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH35229A DE1083167B (de) | 1958-12-27 | 1958-12-27 | Vorrichtung zum Glaetten der Innenflaechen nach dem Vibrationsverfahren verdichteterBetonrohre od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH35229A DE1083167B (de) | 1958-12-27 | 1958-12-27 | Vorrichtung zum Glaetten der Innenflaechen nach dem Vibrationsverfahren verdichteterBetonrohre od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1083167B true DE1083167B (de) | 1960-06-09 |
Family
ID=7152635
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH35229A Pending DE1083167B (de) | 1958-12-27 | 1958-12-27 | Vorrichtung zum Glaetten der Innenflaechen nach dem Vibrationsverfahren verdichteterBetonrohre od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1083167B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0329856A3 (de) * | 1988-02-24 | 1991-01-09 | Georg Prinzing GmbH & Co. KG Betonformen- und Maschinenfabrik | Einrichtung zum Herstellen von Betonteilen |
| CN113352455A (zh) * | 2021-07-12 | 2021-09-07 | 唐山市天泽专用焊接设备有限公司 | 芯模振动制管工艺管内壁修光处理装置 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE809166C (de) * | 1948-12-24 | 1951-07-23 | Nelson Eric Gowing | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementrohren |
| DE882667C (de) * | 1951-07-01 | 1953-07-09 | Ludwig Dipl-Ing Boelkow | Vorrichtung zum Formen zylindrischer Hohlkoerper |
-
1958
- 1958-12-27 DE DEH35229A patent/DE1083167B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE809166C (de) * | 1948-12-24 | 1951-07-23 | Nelson Eric Gowing | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementrohren |
| DE882667C (de) * | 1951-07-01 | 1953-07-09 | Ludwig Dipl-Ing Boelkow | Vorrichtung zum Formen zylindrischer Hohlkoerper |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0329856A3 (de) * | 1988-02-24 | 1991-01-09 | Georg Prinzing GmbH & Co. KG Betonformen- und Maschinenfabrik | Einrichtung zum Herstellen von Betonteilen |
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