DE1083140B - Zusammenschiebbare, hydraulisch abgefederte Lenksaeule, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Zusammenschiebbare, hydraulisch abgefederte Lenksaeule, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine zusammenschiebbare, hydraulisch abgefederte Lenksäule, insbesondere
für Kraftfahrzeuge, bei der die Dämpfung durch das in einem Zylinder verbleibende und zusammengepreßte
Öl linear bzw. progressiv ansteigt. Die Erfindung geht von der bekannten Aufgabe aus,
dem Fahrer, insbesondere von Personenkraftwagen, einen erhöhten Stoßschutz zu geben, der insbesondere
bei Zusammenstößen oder beim frontalen Auffahren auf Hindernisse wirken soll. Es sind bereits zusammenschiebbare
Lenksäulen bekannt, die zum Stoßauffangen entweder mit Federn oder mit einer hydraulischen
Einrichtung ausgerüstet sind.
Die Erfindung bezweckt, die Federungs- und Dämpfungseinrichtung hinsichtlich ihrer Fertigung zu vereinfachen
und eine optimale Dämpfungscharakteristik zu erzielen. Die erfindungsgemäß ausgebildete hydraulisch
abgefederte Lenksäule soll unabhängig von der Lage des Lenkgehäuses sein und mit Fremdöl versehen
werden können.
Die Erfindung besteht in einem eine Kegel- oder Kurvenform aufweisenden Tauchkolben, der bei starkem
Federn bzw. bei einem auftretenden starken Stoß durch eine kalibrierte Düse in den geschlossenen, mit
öl angefüllten Zylinder eindringt,- das öl zusammenpreßt
und über die genannte Düse hinausdrückt. ■
Bei einer bekannten nachgiebigen Lenksäule, die in einer hohlen Schnecke des Lenkgetriebes geführt ist,
welche eine Mehrzahl hintereinanderliegender Bohrungen aufweist, werden die Bohrungen beim Zusammenschieben
der Lenksäule nacheinander von dem Verdrängerkolben überfahren, wodurch der Austrittsquerschnitt für das zusammengepreßte und hinausgedrückte
öl immer mehr verringert wird.
Bei der Ausführungsform nach der Erfindung wird ■ die Verringerung des Austrittsquerschnittes durch die
Ausbildung des in den mit öl angefüllten Zylinder eindringenden, Kegel- bzw. Kurvenform aufweisenden
Kolbens in der Weise erreicht, daß bei wachsendem Zusammenschieben der Lenksäule der im Bereich des
Düsenquerschnitts vom eintauchenden Kolben frei gelassene ringförmige Austrittsquerschnitt für das öl
immer kleiner wird.
Bei der Lenksäule gemäß der Erfindung sind in an sich bekannter Weise im wesentlichen zwei teilweise
ineinanderschiebbare Teile vorgesehen, wobei zu dem einen Teil der Tauchkolben und zu dem anderen Teil
der Zylinder für den Tauchkolben gehört. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die beiden ineinanderschiebbaren
Teile der Lenksäule über den Bereich ihrer Zusammenschiebung axiale Ausbohrungen
in Form von Zylindern aufweisen, insbesondere kann der Zylinder des unteren, sich an das Lenkgehäuse
anschließenden Teiles den oberen Teil der Lenksäule Zusammenschiebbare,
hydraulisch abgefederte Lenksäule,
insbesondere für Kraftfahrzeuge
Anmelder:
Daimler-Benz Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Untertürkheim, Mercedesstr. 136
Stuttgart-Untertürkheim, Mercedesstr. 136
Friedrich Hoffmann, Stuttgart-Bad Cannstatt,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
und der Zylinder des oberen Teiles den Tauchkolben aufnehmen. Das untere, als Zylinder für den Tauchkolben
ausgebildete Ende des oberen Lenksäulenteiles weist zweckmäßig an seiner Außenwandung eine an
sich bekannte Außenkeilverzahnung auf, die mit einer entsprechenden ebenfalls bekannten Innenkeilverzahnung
des ebenfalls als Zylinder ausgebildeten unteren Teiles im Eingriff steht.
Zur Arretierung der Lenksäule in axialer Richtung sind besondere Vorrichtungen bekannt. So ist bereits
an der Lenksäule eine Zahnstange mit schrägen und gegeneinander abgestuften Zähnen vorgesehen, in die
ein federndes Glied eingreift, welches in der einen Richtung ein Verschieben der Zahnstange und damit
der Lenksäule gestattet, in der anderen Richtung aber die Lenksäule an einer Bewegung hindert. Bei einer
anderen bekannten Vorrichtung ist ein federndes Klemmglied vorgesehen, welches die Lenksäule umfaßt
und mit an der Lenksäule angebrachten Kerben zusammenarbeitet, die wiederum so ausgebildet sind,
daß ein Verschieben der Lenksäule in einer Richtung möglich ist, in der anderen Richtung aber verhindert
wird. In Weiterentwicklung der Erfindung wird zur Arretierung der Lenksäule vorgeschlagen, eine in
axialer Richtung feststehende Ringscheibe anzuordnen,
die in eine Ringnut des oberen Teiles der Lenksäule eingreift.
Zum Zwecke der Arretierung kann die genannte Ringscheibe in einem ringförmigen Gummibett gelagert
sein, das von einer Hülse gehalten wird, die fest mit dem unteren Teil der Lenksäule verbunden ist und
den unteren Teil der Lenksäule sowie das untere Ende des oberen Teiles der Lenksäule nach außen hin dicht
abschließt. Die arretierende Ringscheibe selbst kann kegelförmig oder kugelkappenförmig und/oder in Sektoren
aufgeteilt ausgebildet sein.
009 529/158
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt im Schnitt die Lenksäule in ihrem unteren Bereich und teilweise das Lenkgehäuse"und
Fig. 2 eine vergrößerte -Darstellung eines kleinen Bereiches der Lenksäule entsprechend dem Kreis II
der Fig. 1.
In Fig. 1 sind der obere. Teil-der zusammenschiebbaren
Lenksäule mit 1 und der untere mit 2 bezeichnet. Der untere Teil 2 der Lenksäule weist einen
Tauchkolben 3 auf, der durch eine kalibrierte Düse 4 in eine geschlossene, mit Öl· angefüllte Ausbohrung in
Form eines Zylinders 5 bei einem plötzlichen Stoß eintritt.
Der Tauchkolben 3 weist eine seitliche Oberfläche 6 auf, die entweder Kegel- oder Kurvenform aufweist
und so ausgebildet ist, daß bei einem Zusammenschieben die hydraulische Dämpfung entweder linear
oder progressiv ansteigt. Die Dämpfungscharakteristik ist einmal durch die gesamte Oberfläche 6 des Tauchkolbens
3 und zum- anderen durch die kalibrierte Düse 4 gegeben.
Der obere Teil 1 hat an seinem unteren Ende eine Ausbohrung in Form eines Zylinders 7. Die beiden
Zylinder 5 und 7 erstrecken sich im wesentlichen über den Bereich der Zusammensehiebung der beiden Teile 1
und 2. Die Zylinder verlaufen axial. Der Zylinder 7 des unteren Teiles 2 nimmt das untere Ende des
Teiles 1 auf. Bei einem extrem starken Stoß schiebt sich der Tauchkolben 3, der sich innerhalb des Zylinders
7 befindet, in den Zylinder 5 des unteren Endes des Teiles 1. Das untere Ende des Teiles 1 weist an
seiner Außenseite eine Keilverzahnung 8 auf, die mit einer Innenkeilverzahnung 9 des Zylinders 7 im Eingriff
steht.
Zur Arretierung der Lenksäule im normalen Fahrbetrieb
ist eine Scheibe 10 vorgesehen, die Kegelform hat. Die Ringscheibe 10 ist geteilt ausgeführt und
greift in eine Nut 11 des oberen Teiles 1 der Lenksäule ein. Die Ringscheibe 10 ist in einem Gummibett
12, das ebenfalls Ringform aufweist, gelagert. Das Gummibett 12 kann jedoch auch fortfallen oder durch
ähnliche Elemente ersetzt werden.
Im Bereich der Zusammenschiebung der Teile 1 und 2 ist eine aus Blech hergestellte Hülse 13 vorgesehen,
die den unteren Bereich der gesamten Lenksäule nach außen hin abdichtet. Die Hülse 13 ist fest mit dem
unteren Ende des unten Teiles 2 der Lenksäule verbunden. Somit steht auch die Ringscheibe 10 in einer
festen Verbindung mit dem unteren Teil 2.
Über ein Kreuzgelenk 14 ist das Lenkgehäuse 15 mit dem unteren Teil 2 gekuppelt. Leichte Stöße werden
vom. Lenkgehäuse ungedämpft über den Teil 2 und die Hülse 13 auf den Teil 1 der Lenksäule übertragen.
Der hydraulische Stoßschutz ist damit umgangen. Übersteigt dagegen ein gewaltsamer Stoß eine
bestimmte Intensität, so rutscht der obere Teil 1 nach vorne in Richtung des Pfeiles 16 in die Hülse hinein,
der Tauchkolben 3 dringt in den Zylinder 5 ein und erzwingt eine sich steigernde Dämpfung, die, wie bereits
oben ausgeführt, von der seitlichen Oberfläche 6 des Tauchkolbens 3 abhängig ist.
Die Einfederungskraft, die nötig ist, um die Ringscheibe 10 aus der Nut 11 herauszudrücken, ist von
der Form der Ringscheibe und im wesentlichen von der Lage des in einem Radialschnitt (Fig. 2) gezeigten
Profils der Ringscheibe zur Radialrichtung der Lenksäule abhängig. Sie ist um so kleiner, je weiter das genannte
Profil aus der Radialrichtung der Lenksäule zum Lenkrad geneigt ist.
In Fig. 2 gibt die gestrichelt ausgeführte Linie 21 die Radialrichtung der Lenksäule wieder. Der
Winkel α bezeichnet die Neigung des Ringes 10 gegen diese Radialrichtung 21. Die Einfederungskraft in
Richtung des Pfeiles 16 ist um so geringer und die Ausfederungskraft entgegengesetzt zur Richtung 16
um so größer, je größer der Winkel α ist. Das gilt
naturgemäß nur für einen bestimmten begrenzten Bereich des Winkels α.
ίο Zur weiteren Abdichtung der in Fig. 1 gezeigten
Lenksäule sind im oberen Bereich der Hülse 13 eine Dichtung 17 und am Fuß des Eintauchkolbens 3 eine
eingeschraubte und verstemmte Dichtmasse 18 vorgesehen. 19 bezeichnet die ungefähre Lage des Ölspiegeis
bei normaler Stellung der Teile 1 und 2. Die Bezugsziffer 20. kennzeichnet eine Bohrung für den
Rücklauf des Öles beim Einf edern.
An Stelle der Bohrung 20 für den Rücklauf des Öles kann innerhalb der Keilverzahnung entweder des
so unteren oder oberen Teiles 2 bzw. 1 mindestens ein
Zahn ausgelassen sein, so daß hierdurch ein aufsteigender Kanal zum Rücklauf des Öles beim Einfedern gebildet
wird. Bei diesem letzten Ausführungsbeispiel kann die Blechhülse 13 bedeutend kürzer gehalten werden;
sie wird zweckmäßig auf den unteren Teil 2 aufgewalzt unter gleichzeitigem Einklemmen eines
Gummiringes, der dann die öldichtung übernimmt.
Claims (10)
1. Zusammenschiebbare, hydraulisch abgefederte Lenksäule, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei
der die Dämpfung durch das in einem Zylinder verbleibende und zusammengepreßte öl linear
bzw. progressiv ansteigt, gekennzeichnet durch einen eine Kegel- oder Kurvenform aufweisenden
Tauchkolben (3), der bei starkem Federn bzw. bei einem auftretenden starken Stoß durch eine kalibrierte
Düse (4) in den geschlossenen, mit öl angefüllten Zylinder (5) eindringt, das öl zusammenpreßt
und über die genannte Düse (4) hinausdrückt.
2. Lenksäule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenksäule in an sich bekannter
Weise aus im wesentlichen zwei teilweise ineinanderschiebbaren Teilen (1 und 2) besteht, wobei
zu dem einen Teil (2) der Tauchkolben (3) und zu dem anderen Teil (1) der Zylinder (5) für den
Tauchkolben (3) gehört.
3. Lenksäule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden ineinanderschiebbaren
Teile (1 und 2) der Lenksäule über den Bereich ihrer Zusammenschiebung axiale Ausbohrungen
in Form von Zylindern (5 und 7) aufweisen, daß insbesondere der Zylinder (7) des unteren, sich
an das Lenkgehäuse anschließenden Teiles (2) den oberen Teil (1) der Lenksäule und daß der Zylinder
(5) des oberen Teils (1) den Tauchkolben (3) aufnimmt.
4. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das untere, als Zylinder (5) für den Tauchkolben (3) ausgebildete Ende des oberen Lenksäulenteiles
(1) an seiner Außenwandung eine an sich bekannte Außenkeilverzahnung (8) aufweist,
die mit einer entsprechenden ebenfalls bekannten Innenkeilverzahnung (9) des ebenfalls als Zylinder
(7) ausgebildeten unteren Teiles (2) im Eingriff steht.
5. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, mit einer Vorrichtung
zur Arretierung der Lenksäule in axialer Richtung, dadurch gekennzeichnet, daß eine in axialer
Richtung feststehende Ringscheibe (10) vorgesehen ist, die in eine Ringnut (11) des oberen Teiles (1)
der Lenksäule eingreift.
6. Lenksäule nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringscheibe (10) in einem ringförmigen
Gummibett (12) gelagert ist, das von einer Hülse (13) gehalten wird, die fest mit dem
unteren Teil (2) der Lenksäule verbunden ist und den unteren Teil (2) der Lenksäule sowie das
untere Ende des oberen Teiles (1) der Lenksäule nach außen hin dicht abschließt.
7. Lenksäule nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die arretierende Ringscheibe
(10) kegelförmig oder kugelkappenförmig und/oder in Sektoren aufgeteilt ausgebildet ist.
8. Lenksäule nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das bei einem Radialschnitt
gezeigte Profil der Ringscheibe (10) aus der Radialrichtung (21) der Lenksäule zum Lenkrad
hin geneigt liegt.
9. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß am Fuß des unteren Teiles (2) eine Bohrung (20) zum Rücklauf des Öles beim Einfedern vorgesehen
ist.
10. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der Keilverzahnung (9j 8) des unteren bzw. oberen Teiles (2,1) mindestens
ein Zahn ausgelassen ist, so daß ein aufsteigender Kanal zum Rücklauf des Öles beim
Einfedern gebildet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 908 704;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 015 703;
USA.-Patentschriften Nr. 2836 079, 2815 677,
2639626.
Deutsche Patentschrift Nr. 908 704;
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USA.-Patentschriften Nr. 2836 079, 2815 677,
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| GB860097A (en) | 1961-02-01 |
| US3058367A (en) | 1962-10-16 |
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