DE1083071B - Entnahmegeraet fuer ungestoerte Moorproben aus dem Grundwasserbereich - Google Patents
Entnahmegeraet fuer ungestoerte Moorproben aus dem GrundwasserbereichInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B25/00—Apparatus for obtaining or removing undisturbed cores, e.g. core barrels or core extractors
- E21B25/18—Apparatus for obtaining or removing undisturbed cores, e.g. core barrels or core extractors the core receiver being specially adapted for operation under water
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Entnahmegerät für ungestörte Moorproben aus dem Grundwasserbereich.
Das Gerät hat den Zweck, zur Sicherung des Bestandes von Meliorationen (Neuanlage und Wiederinstandsetzung) die physikalischen Untersuchungen
über zu erwartende Sackungen oder Schrumpfungen der Materie nach Wasserentzug, vornehmen zu können
bzw. über den strukturellen Aufbau der im Grundwasserbereich liegenden Schichten Feststellungen zu
treffen. Da die Notwendigkeit dieser Feststellungen besteht, aber ein Instrument, das diese Möglichkeit
bietet, nicht vorhanden ist, wurde das Gerät entwickelt.
Erfindungsgemäß wird das Vorhaben dadurch erreicht, daß das sich beim Bergen einer Probe (Emporziehen
des gefüllten Zylinders) entwickelnde Vakuum unterhalb des Zylinders durch Zuführung von Luft
bzw. Wasser, die bzw. das über dem Zylinder ansteht, durch das an seinem unterem Ende mit einem Drehschieber
versehene Belüftungsrohr, das sich innerhalb des Probenahmezylinders befindet, aufgehoben wird.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in seinen Konstruktionsteilen dargestellt, und zwar
zeigt
Fig. 1 eine Zylinderkappe (Schnitt),
Fig. 2 eine Zylinderkappe von unten,
Fig. 3 einen Probenahmezylinder (betriebsfertiges Gerät),
Fig.4 einen Probenahmezylinder von unten, Drehschieber geöffnet,
Fig. 5 einen Probenahmezylinder von unten, Drehschieber geschlossen.
Die Zylinderkappe, die konische Form aufweist, ist, aus einem Stahlring 2 bestehend, oben mit einem
Eisenblech 1, das mit drei Entlüftungs- und Reinigungsöffnungen 4 versehen ist, verschlossen. In den
Boden der Zylinderkappe ist ein Kreuz 5 mit einer Metallplatte 6 eingebaut, die dazu dient, eine Überfüllung
des Probeentnahmezylinders zu vermeiden. Ein auf diese Metallplatte nach oben aufgeschweißter
Zapfen 7 führt durch die obere Abdeckung der Kappe und dient der Aufnahme des Arbeitsgestänges 8. Der
Luftraum 3 zwischem dem Rande der Metallplatte und dem Stahlring der Zylinderklappe ist so bemessen,
daß bei Verschmutzung des Innenraumes eine Reinigungsmöglichkeit gewährleistet ist. Die Zylinderkappe
ist in ihrem Innern mit einem Schlammfangring 11 versehen, durch den bewirkt wird, daß beim
Heraufziehen des Gerätes durch die Entlüftungsöffnungen 4 der Deckplatte 1 eindringende Fremdkörper
aus dem unter dem Schlammfangring 11 liegenden Raum 3 der Zylinderkappe und damit dem
Belüftungsrohr 13 möglichst ferngehalten werden.
Für den Bajonettverschluß sind an der unteren Entnahmegerät für ungestörte Moorproben aus dem Grundwasserbereich
Für den Bajonettverschluß sind an der unteren Entnahmegerät für ungestörte Moorproben aus dem Grundwasserbereich
Anmelder:
Deutsche Akademie
der Landwirtschaftswissenschaften
zu Berlin,
Institut für Grünland- u. Moorforschung, Paulinenaue (Bez. Potsdam)
Dipl.-Landw. Rudolf Paethel, Finkenkrug bei Berlin, ist als Erfinder genannt worden
Kante des Stahlringes 2 der Zylinderkappe drei Zapfen 9 und ein Stift mit Feder 18 angebracht, die
in die entsprechenden öffnungen 10 des Probeentnahmezylinders 12 eingreifen, wobei, um ein ungewolltes
Öffnen des Gerätes während der Arbeit zu vermeiden, der Stift mit der Feder 18 als Sicherung
dient.
Der Probeentnahmezylinder 12 entspricht in seiner äußeren Form dem üblichen Stechzylinder. Zur Überwindung
des beim Heraufholen des Gerätes bei Entnahme einer Probe an seiner Unterseite auftretenden
Vakuums ist in den Zylinder 12 ein Belüftungsrohr 13 eingebaut, das mit seiner Oberkante in die Zylinderkappe
hineinragt und bis nahe an die Unterseite des Schlammfangringes 11 reicht. Das untere
Ende des Belüftungsrohres 13, etwa mit dem unteren Ende des Stechzylinders 12 abschneidend, wird durch
einen mit einem Flügel 16 versehenen Drehschieber 14 mit dem Drehpunkt 13 verschlossen bzw. geöffnet,
Der Flügel 16 dieses Drehschiebers 14 ist durch die Zylinderwand 12, die an dieser Stelle eine Ausnehmung
besitzt, nach außen geführt. Durch Drehung des Gerätes um seine vertikale Achse wird der Drehschieber
14, 15, 16 geöffnet bzw. geschlossen.
Zur Erleichterung des Niederbringens des Gerätes dient eine Fußraste, die von Fall zu Fall mit einem
Handgriff an dem Gestänge befestigt werden kann.
Claims (6)
1. Entnahmegerät für ungestörte Moorproben aus dem Grundwasserbereich mit einem in den
009 529/126
Boden einzudrückenden, unten offenen, angeschärften Zylinder, bei welchem das beim Heraufziehen
des Gerätes entstehende Vakuum aufgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines im Zylinder
(12) liegenden Belüftungsrohres (13) dem S Depressionsraum Luft bzw. Wasser aus dem über
dem Gerät befindlichen Raum zugeführt wird.
2. Entnahmegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich am unteren Ende des Belüftungsrohres
(13) ein Drehschieber (14, 15) befindet, der beim Einführen des Gerätes geschlossen
und beim Anheben desselben mittels des Flügels (16) durch Drehung des Gerätes
geöffnet wird.
3. Entnahmegerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Abdeckung {1)
der Zylinderkappe zur Durchflutung mit Luft bzw. Wasser Luft- bzw. Reinigungsöffnungen (4) befinden.
4. Entnahmegerät nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Boden der
Zylinderkappe ein Kreuz (5) mit einer Metallplatte (6) zur Feststellung des Füllungsgrades
des Zylinders eingelassen ist, in die der Zapfen (7) für das Arbeitsgestänge (8) eingesetzt ist.
5. Entnahmegerät nach Anspruch 1, 2, 3, und 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Zylinderkappe
zur Zurückhaltung von Fremdkörpern aus dem Luftraum (3) ein Schlammfangring (11)
befindet.
6. Entnahmegerät nach Anspruch 1, 2, 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät mit
Bajonettverschluß (9, 10) und Sicherungsstift mit Feder (18) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 529/126 5.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED27191A DE1083071B (de) | 1958-01-13 | 1958-01-13 | Entnahmegeraet fuer ungestoerte Moorproben aus dem Grundwasserbereich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED27191A DE1083071B (de) | 1958-01-13 | 1958-01-13 | Entnahmegeraet fuer ungestoerte Moorproben aus dem Grundwasserbereich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1083071B true DE1083071B (de) | 1960-06-09 |
Family
ID=7039162
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED27191A Pending DE1083071B (de) | 1958-01-13 | 1958-01-13 | Entnahmegeraet fuer ungestoerte Moorproben aus dem Grundwasserbereich |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1083071B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3930300A1 (de) * | 1989-09-11 | 1991-03-21 | Inst Chimii Akademii Nauk Esto | Einrichtung zur entnahme von proben aus bodenablagerungen und bodennahem wasser in gewaesser |
-
1958
- 1958-01-13 DE DED27191A patent/DE1083071B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3930300A1 (de) * | 1989-09-11 | 1991-03-21 | Inst Chimii Akademii Nauk Esto | Einrichtung zur entnahme von proben aus bodenablagerungen und bodennahem wasser in gewaesser |
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