DE1082131B - Starthilfe fuer Flugzeuge - Google Patents
Starthilfe fuer FlugzeugeInfo
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- B64D—EQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
- B64D27/00—Arrangement or mounting of power plants in aircraft; Aircraft characterised by the type or position of power plants
- B64D27/02—Aircraft characterised by the type or position of power plants
- B64D27/023—Aircraft characterised by the type or position of power plants of rocket type, e.g. for assisting taking-off or braking
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- B64F—GROUND OR AIRCRAFT-CARRIER-DECK INSTALLATIONS SPECIALLY ADAPTED FOR USE IN CONNECTION WITH AIRCRAFT; DESIGNING, MANUFACTURING, ASSEMBLING, CLEANING, MAINTAINING OR REPAIRING AIRCRAFT, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; HANDLING, TRANSPORTING, TESTING OR INSPECTING AIRCRAFT COMPONENTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B64F1/00—Ground or aircraft-carrier-deck installations
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- B64F1/06—Ground or aircraft-carrier-deck installations for launching aircraft using catapults
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- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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Description
Bei den hohen Abhebegeschwindigkeiten heutiger Flugzeuge, die bis zu 400 km/h betragen, werden sehr
große Startbahnlängen — etwa von 2 bis 3 km — benötigt, wenn die Geschwindigkeiten mit bordeigener
Kraft erreicht werden sollen. Solche Startlängen stehen jedoch meist nicht zur Verfügung.
Es wurden schon Starthilfen mittels Raketen vorgeschlagen, jedoch wurden bei Verwendung der üblichen
Feststoffraketen die Treibstoffkosten außerordentlich hoch und deshalb unwirtschaftlich sein.
Die Erfindung bezweckt vor allem, eine Starthilfe zu schaffen, die sich gleichzeitig durch hohe Leistungsfähigkeit,
Betriebssicherheit und große Wirtschaftlichkeit auszeichnet. Sie geht aus von einer Starthilfe
für Flugzeuge, bei der ein vom Flugzeug oder Flugkörper getrenntes oder trennbares, mit Raketen sowohl
vortreibbares als auch abbremsbares Fahrwerk verwendet wird und sich dadurch kennzeichnet, daß
sowohl zum Vortrieb als auch zum Abbremsen Heißwasserraketen mit entgegengesetzt gerichteten Dampfstrahldüsen
verwendet werden.
Wie die Berechnung ergibt, können die Treibstoffkosten pro Start gegenüber denjenigen bei Verwendung
von Feststoffraketen auf etwa ein Fünfhundertstel der bisherigen Kosten gesenkt werden. Diese »5
Wirkung beruht insbesondere auf der Zwischenschaltung der großen Wassermasse, wodurch die Impulsausbeute
der aufgewendeten Energie in ähnlicher Weise erhöht wird wie der Luftdurchsatz bei Luftstrahltriebwerken.
Gleichzeitig ergibt sich der Vorteil erhöhter Betriebssicherheit und praktisch vollständiger
Klimaunabhängigkeit.
Bei einer Beschleunigung, welche sich auf 30m/sec2
beschränkt, sowie bei einer Abhebegeschwindigkeit von 400 km/h kommt man mit einer Rollbahnlänge
von 500 m aus. Für die Verzögerung können hierbei entsprechend der geringeren abzubremsenden Energie
kleinere Düsen verwendet werden, da die Bremsdüse nur etwa ein Viertel bis ein Fünftel des zu beschleunigenden
Gewichtes zu verzögern hat.
An den in Längsrichtung des Fahrzeugs liegend angeordneten Heißwasserkessel ist sowohl eine zum
Vortrieb nach hinten als auch eine zum Bremsen nach vorn gerichtete Dampfstrahldüse angeschlossen, wobei
die zum Bremsen dienende Düse zweckmäßig kleiner als die zum Vortrieb dienende Düse bemessen ist und
wobei die Dampfstrahldüsen wechselweise durch gegebenenfalls gemeinsam gesteuerte Ventilorgane in
Wirkung bzw. außer Wirkung gesetzt werden.
Vorteilhaft ist die seitwärts gerichtete Anordnung der Dampfstrahldüsen paarweise unter einem Winkel
zur Startrichtung bzw. zur Längsrichtung des Fahrwerkes, beispielsweise unter einem Winkel von etwa
30° zueinander, so daß die austretenden Dampfstriih-Starthilfe
für Flugzeuge
Anmelder:
Dr.-Ing. Eugen Sänger, Stuttgart-Flughafen
Dr.-Ing. Eugen Sänger, Stuttgart-Flughafen
Dr.-Ing, Eugen Sänger, Stuttgart-Flughafen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
len das nachfolgende Flugzeug nicht treffen bzw. behindern
können. Die Dampfstrahldüsen können hierbei in zwei (oder mehrere) unter einem Winkel zueinander
gerichtete Düsenzweige gegabelt sein, indem sich die Düse vorzugsweise bis zur Verzweigungsstelle zunächst verjüngt und erst hierauf in ihren Abzweigungen
erweitert. Zur weiteren seitlichen Ablenkung der Strahlen können die Mündungen der
Dampfstrahldüsen nach außen abgeschrägt sein.
Der Heißwasserkessel ist zweckmäßig in Längsrichtung des Startwagens angeordnet, wobei die
Ventile für die zugeordneten Düsen zweckmäßig in abnehmbaren Böden des Dampfkessels untergebracht
sind. Die den Anschluß der Düsen an den Heißwasserkessel steuernden Ventile können durch das unter
Druck stehende Heißwasser verstellt werden. Die lange Entleerungsdauer für das Heißwasser lassen es
jedoch praktischer erscheinen, die Ventile aus einem besonderen Preßluftvorrat zu betätigen.
Der Kessel selbst ist vorzugsweise stark wärmeisoliert, um die Wärmeverluste während der Bereitstellung
gering zu halten. Die Beheizung des Heißwassers kann durch elektrische Einrichtungen geschehen.
Im regulären Betrieb werden solche Einrichtungen vorzugsweise nur in Form einer verhältnismäßig
klein bemessenen elektrischen Zusatzheizung vorgesehen, welche zur Aufrechterhaltung des Ladungsdruckes
dient, während die eigentliche Aufladung des Kessels aus besonderen Heißwasserbereitern
unter dem vollen Ladungsdruck (z. B. von etwa 50 ata) erfolgt.
- Die Kupplung des als Starthilfe dienenden Startwagens mit dem zu beschleunigenden Flugzeug oder
Flugkörper kann auf verschiedene Weise erfolgen.
Es kann das Fahrwerk unter das Flugzeug derart untergeschoben werden, daß das Flugzeug auf eigenen
Rädern läuft. Die im allgemeinen geringe Bodenfreiheit, insbesondere bei den modernen Überschalljägern,
verursacht jedoch Schwierigkeiten, das Fahrwerk unter das Flugzeug zu schieben, ohne daß die Räder
M9 510/37
des Flugzeuges den Boden verlassen. Auch bestehen Schwierigkeiten, den Startschub durch den Schwerpunkt
des Gesamtsystems zu leiten, da bei dem verhältnismäßig niedrigen Angriffspunkt ein sehr großes
aufbäumendes Moment entsteht, das nur sehr schwer durch Unterschiede in den Achsdrücken ausgeglichen
werden kann.
Eine zweite Möglichkeit besteht darin, das Flugzeug auf den Wagen zu heben und vom Wagen tragen
zu lassen. Auch in diesem Falle entsteht ein kaum beherrschbares aufbäumendes Moment.
Ferner müssen Flugzeug und Wagen bezüglich ihrer Befestigung miteinander genau aufeinander abgestimmt
werden, was unter Umständen konstruktiv sehr kompliziert ist. Da der Wagen und seine Räder
festigkeitsmäßig auch für das Gewicht des Flugzeuges zu bemessen sind, werden diese notwendigerweise
sehr groß und schwer, was, abgesehen von den erhöhten Kosten, einen zusätzlichen Energieaufwand zum
Beschleunigen bedeutet. Außerdem ist das Aufbringen des Flugzeuges auf den Startwagen verhältnismäßig
umständlich.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Flugzeug durch den Startwagen zu schieben, wobei der
Angriffspunkt möglichst in Schwerpunkthöhe des Flugzeuges liegen soll. Hierbei entstehen jedoch insofern
Schwierigkeiten, als bei Düsenflugzeugen der meist zentrale Strahl des Triebwerkes den Startwagen
überstreichen würde, was zu S chub Verlusten führen und besondere, den Wagen schützende Vorkehrungen
an diesem erforderlich machen würde. Auch wären besondere Einrichtungen zur Überragung der Schubkraft
vom Startwagen auf das Flugzeug erforderlich, Schwierigkeiten ergeben sich ferner auch hinsichtlich
der Sicherstellung der aerodynamischen Stabilität und der Lenkbarkeit des Gesamtsystems.
Wenn auch unter Umständen die eine oder andere der vorstehenden Möglichkeiten Vorteile bietet, sieht
die Erfindung vorzugsweise eine solche Anordnung vor, bei welcher das Fahrwerk als Zugwagen mit auslösbaren
Mitteln zum Schleppen des Flugzeuges bis zur Erzielung der notwendigen Startgeschwindigkeit
ausgebildet ist. Diese Lösung hat folgende Vorteile:
Der Startwagen ist vollständig selbständig und unabhängig von der Art des zu startenden Flugzeuges.
Er kann also sowohl für leichte Flugzeuge (beispielsweise auch Segelflugzeuge) als auch für besonders
schwere Flugzeuge (z. B. Transport- oder Verkehrsflugzeuge) Starthilfe bieten und entspricht hinsichtlich
der Konstruktion in vieler Hinsicht derjenigen eines sehr schnellen Rennwagens. Die Einleitung des
Startschubes in das Flugzeug mit Hilfe des Schleppgeschirres kann momentenfrei und an der jeweils
günstigsten Stelle des Flugzeuges erfolgen.
Gegebenenfalls ist beim Start verschiedener Flugzeugsysteme
nur jeweils das Schleppgeschirr zu wechseln. Die Trennung von Wagen und Flugzeug
weist — abgesehen von dem notwendigen Überspringen des bremsenden Wagens durch das Flugzeug —■
keine besonderen fliegerischen Probleme auf, da sich das Flugzeug nach dem Abwerfen des Schleppgeschirres
beim Abheben in derselben Situation befindet wie bei einem Start ohne jede Starthilfe. Die
beiden Einheiten des Gespannes sind ohne weiteres je für sich aerodynamisch stabil. Sollten zwischen den
beiden Einheiten durch Schwingungen Schwierigkeiten auftreten, so kann durch ein starres Schleppgeschirr
auch das Gesamtgespann leicht stabil gemacht werden, ohne daß es seine Lenkeigenschaften
verliert.
Vorzugsweise wird der Startwagen mit Fahrersitz in der Fahrtrichtung und mit Besatzung ausgestattet,
wobei er wie ein normales Kraftfahrzeug gelenkt werden kann. Wegen der relativ hohen Beschleunigungen
müssen allerdings besondere Vorkehrungen zum Schütze des Fahrers getroffen werden.
Grundsätzlich könnte der Wagen auch unbemannt mit Programmsteuerung oder Fernsteuerung bzw. mit
Eingr,iffsmöglichkeiten von Seiten des Flugzeugpiloten fahren. Auch das Ausschwenken des abgebremsten
Wagens aus der Rollbahn geschieht in diesen Fällen zweckmäßigerweise durch Programmsteuerung, worauf
der Wagen außerhalb der Rollbahn von bereitstehendem
Personal übernommen und mit eigener Motorkraft an den Startplatz zurückgefahren werden kann. Zum
Zwecke dieses Zurückfahrens kann ein eigener kleiner Antriebsmotor, beispielsweise eine Brennkraftmaschine,
ein Elektromotor od. dgl., gegebenenfalls auch ein durch das Heißwasser betriebener Motor vorgesehen
sein.
Um das Überspringen des Wagens durch das startende Flugzeug zu erleichtern, kann die Bremsstrecke
des Startwagens als abfallende Rampe ausgebildet sein. Auch kann die Bremsstrecke außerhalb der
eigentlichen Rollbahn des zu startenden Flugzeuges liegen; ferner kann das Schleppgeschirr bzw. Schleppseil
so lang gewählt werden, daß der Abstand zwischen geschlepptem Flugzeug und Schleppwagen genügend
groß ist.
Der Startwagen ist vorzugsweise mit gummibereiften Rädern ausgerüstet, wobei zur Erhöhung der
Stabilität und der erforderlichen Bodenhaftung ein großer Radstand mit niedriger Schwerpunktslage vorteilhaft
ist. Da sich mit zunehmender Entleerung des Wagens die Gefahr eines Gleitens und damit einer
Beeinträchtigung der Lenkbarkeit und der Seitenstabilität erhöht, können unter Umständen Flügelflächen
am Wagen, welche Auftriebskräften entgegenwirken, von Vorteil sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 schematisch die Seitenansicht eines Heißwasserraketen-Startwagens,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Startwagen nach
Fig-1.
Fig. 3 eine Vorderansicht des Startwagens,
Fig. 4 einen schematischen Schnitt durch die Heißwasserrakete und
Fig. 5 einen schematischen Schnitt durch eines der hierbei verwendeten Ventilaggregate in vergrößertem
Maßstab.
Das Fahrwerk besteht aus dem Rumpf 10, welcher den Heißwasserkessel 11 umschließt, der in Längsrichtung
des Startwagens angeordnet ist und der mit einem wärmeisolierenden Mantel 12 zur Verringerung
von Energieverlusten umschlossen ist. Eine nach hinten gerichtete Düse 13 gabelt sich in die beiden
Zweige 14und 15j die unter einem Winkel, z.B. einem
Winkel von α = etwa 30° zueinander, nach hinten ausmündet, und zwar derart, daß sich die Düse anschließend
an den Heißwasserkessel 11 bis zur Gabelung verjüngt und hierauf die Gabelzweige 14,15 sich
von der Verzweigungsstelle ab gegen das Ende zu wieder erweitern. Die Austrittsmündungen 16 und 17
sind an ihren Enden, z. B. entsprechend der Formgebung des Rumpfes, abgeschrägt, so daß dem Dampf
beim Austritt aus den Mündungen zusätzlich eine seitlich gerichtete Komponente erteilt wird.
In entsprechender Weise ist an den Heißwasserkessel 11 eine vordere Düse 18 angeschlossen, welche
sich bis zu einer Verzweigungsstelle verjüngt und hierauf in die Zweigleitungen 19, 20 gabelt, die sich
bis zu Ausmündungen 21, 22 wieder erweitern.
Der Rumpf 10 ist ähnlich einem Kraftfahrzeug auf gummibereiften Vorderrädern 23 und Hinterrädern
24 gelagert, wobei neben der vorderen Düse ein Fahrersitz 25 vorgesehen ist. Die Räder 23 sind hierbei
vorzugsweise lenkbar ausgebildet, gegebenenfalls auch die Räder 24. Eine Heckflosse 26 zwischen den
Mündungen 16 und 17 der Düsenzweige 14,15 dient xo
zur Seitenstabilisierung des Startwagens. Des weiteren ist am Heck des Fahrzeuges, z. B, an einer Versteifung
der Heckflosse 26, eine Vorrichtung 27 vorgesehen, an welche das Schleppgeschirr 28 für das zu
schleppende Flugzeug angeschlossen ist.
Wie Fig. 4 zeigt, wird die Verbindung der Düsen 13,18 mit dem Innern des Heißwasserkessels 11 durch
Ventile 29 und 30 gesteuert, deren Ventilquerschnitte unmittelbar an den zugeordneten Stirnenden des Heißwasserkessels
in abnehmbaren Böden 11 α und 11 b desselben angeordnet sind. Die Betätigung der Ventile
erfolgt durch Kolben 31 bzw. 32, welche in Zylindern 33 bzw. 34 in Achsrichtung des Heißwasserkessels
verschiebbar gelagert sind.
In Fig. 5 ist das Ventil 29 und seine Betätigung durch den Kolben 31 in größerem Maßstab dargestellt.
Der Kolben 31 ist hierbei mittels seines Ventilschaftes 31 α in einem Fortsatz 35 des Zylinders 33 nochmals
gelagert. Der Zylinder 33 steht durch eine mit Durchtrittsschlitzen 36 für das gesteuerte Medium versehene
zylindrische Wand 37 mit dem Boden 11 α des Kessels in Verbindung. Leitungen 38, 39 führen zu den
Druckräumen 40 bzw. 41 beiderseits des Kolbens 31 und werden durch ein Ventil 42 über die Steuerkanäle
43, 44 gesteuert. Zum Ventil 42 führt des weiteren eine Leitung 45, die an einen Hilfskraft-, z. B. Preßlufterzeuger
oder — wie im Falle des Ausführungsbeispieles — an das Innere des Heißwasserkessels 11
angeschlossen ist. Durch eine weitere Leitung 46 kann die eine oder andere Kolbenseite 40, 41 zum Ablassen
des Druckmediums mit der Außenluft verbunden werden.
In gleicher Weise wie das Ventil 29 kann das Ventil 30 durch das gleiche Ventilorgan 42 oder ein gesondertes
Ventil gesteuert werden.
In der in Fig. 5 gezeichneten Darstellung sperrt das Ventil 29 die Verbindung vom Innern des Druckkessels
11 zur Düse 13. Das Ventil 42 ist jedoch bereits umgestellt, so daß die Kolbenseite 40 mit dem im
Heißwasserkessel 11 befindlichen Druckwasser in Verbindung steht, während die Kolbenseite 41 über
die Leitungen 39 und 46 mit dem Außendruck verbunden ist. Es wird infolgedessen das in den Druckraum
40 einströmende Druckwasser den Kolben 31 nach rechts verschieben, so daß das Ventil 29 die Verbindung
zwischen dem Innern des Druckkessels 11 und der Düse 13 über die Schlitze 36 freigibt. Das im
Innern des Druckkessels 11 befindliche Druckmedium kann infolgedessen in die Düse 13 übertreten, hierbei
verdampfen und infolge der ihm innewohnenden Energie den Vorschub des Startwagens bewirken.
Sobald der Startwagen die für das Abheben des Flugzeuges erforderliche Geschwindigkeit erhalten
hat, wird das Flugzeug vom Startwagen abgekuppelt und hierauf das Ventil 30 — in entsprechender Weise
wie zuvor das Ventil 29 — geöffnet. Der aus der Düse austretende Dampfstrahl verzögert infolgedessen
den Startwagen, bis dieser zum Stillstand gelangt.
Die Ventile 29 und 30 können hierbei gesondert oder auch gemeinsam, insbesondere derart betätigt
werden, daß beim Schließen des Ventils 29 das Ventil
geöffnet wird. Das öffnen des Ventils 29 bzw. das Schließen des Ventils 30 muß jedoch getrennt erfolgen.
Wegen der geringeren aufzuwendenden Energien kann die Düse 18 mit dem Ventil 30 wesentlich kleiner
als die Düse 13 mit dem Ventil 29 bemessen sein.
Durch einen auf dem Startwagen an geeigneter Stelle angeordneten Antriebsmotor, z. B. eine Brennkraftmaschine,
können die Fahrzeugräder oder ein Teil derselben, vorzugsweise die Hinterräder, angetrieben
werden.
Claims (9)
1. Starthilfe für Flugzeuge oder Flugkörper, vorzugsweise für solche mit hoher Abhebegeschwindigkeit,
unter Verwendung eines vom Flugzeug oder Flugkörper getrennten bzw. trennbaren, mittels Raketen sowohl vortreibbaren als
auch abbremsbaren Fahrwerkes, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl zum Vortrieb als auch zum
Abbremsen Heißwasserraketen mit entgegengesetzt gerichteten Dampfstrahldüsen verwendet werden.
2. Starthilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar an den vorzugsweise in
Längsrichtung des Fahrwerkes liegend angeordneten Heißwasserkessel (11) sowohl eine zum Vortrieb
nach hinten als auch eine zum Bremsen nach vorn gerichtete Dampfstrahldüse (13 bzw. 18) angeschlossen
ist, wobei die zum Bremsen dienende Düse (18) zweckmäßig kleiner als die zum Vortrieb
dienende Düse (13) bemessen ist und wobei die Dampfstrahldüsen wechselweise durch gegebenenfalls
gemeinsam gesteuerte Ventilorgane in Wirkung bzw. außer Wirkung gesetzt werden.
3. Starthilfe nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Vortrieb und zum
Bremsen dienenden Dampfstrahldüsen paarweise unter einem Winkel zur Startrichtung bzw. zur
Längsrichtung des Fahrwerkes (z. B. unter einem Winkel von etwa 30° zueinander) seitwärts gerichtet
oder in zwei (oder mehrere) unter einem Winkel zueinander gerichtete Düsenzweige (14,15
bzw. 19, 20) gegabelt sind, vorzugsweise derart, daß die Dampfstrahldüse sich bis zur Verzweigungsstelle
zunächst verjüngt und erst hierauf in ihren Abzweigungen erweitert.
4. Starthilfe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen (z. B. 16, 17) der
Dampfstrahldüsen nach außen abgeschrägt sind.
5. Starthilfe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Anschluß der Vortriebs-
bzw. Bremsdüsen (13, 18) an den Heißwasserkessel (11) steuernden Ventilorgane (29,30)
durch Preßluft oder Preßwasser, gegebenenfalls auch durch das im Heißwasserkessel (11) befindliche,
unter Druck stehende Heißwasser (z. B. über 45, 43, 38) wechselweise zum Starten bzw.
Bremsen verstellt werden.
6. Starthilfe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der vorteilhaft in einem abnehmbaren
Boden (11a, 11 b) des Heiß Wasserkessels (11) befindliche Ventilquerschnitt von einem
Ventilorgan (29, 30) gesteuert wird, dessen Hilfskraftzylinder (33, 34) im Innern des Heißwasserkessels
untergebracht ist und z. B. mit den Wandungen des Heißwasserbehälters durch ein das
Ventilorgan (29, 30) umschließendes, mit Durchtrittsschlitzen (36) versehenes Drosselgehäuse (37)
od. dgl. verbunden ist.
7. Starthilfe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kessel mit einer
Heizeinrichtung, insbesondere einer verhältnismäßig klein bemessenen Zusatzheizeinrichtung,
zum Ausgleich von Wärmeverlusten des in den Kessel eingebrachten, unter Druck stehenden
Heißwassers versehen und vorzugsweise wärmeisoliert ist.
8. Starthilfe nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrwerk als Zugwagen
mit auslösbaren Mitteln zum Schleppen des Flugzeuges oder Flugkörpers bis zur Erzielung der
notwendigen Startgeschwindigkeit ausgebildet ist.
9. Starthilfe nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das z. B. durch Programm-
oder Fernsteuerung gesteuerte Fahrwerk mit
Fahrsitz und Lenkeinrichtung sowie gegebenenfalls mit einem zusätzlichen Antriebsmotor, ζ. Β.
einer Brennkraftmaschine, ausgestattet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 847 102;
französische Patentschriften Nr. 994 923, 1 005 262, 007 644;
USA.-Patentschrift Nr. 2 659 553;
Dipl.-Ing. O. Mühlhäuser: »Die Heißwasser-Rakete«,
FGZ-Bericht 1944;
W. Michely: »Heißwasser-Raketen«, Stuttgart, 1956;
P. D üb an: »Quelques possibilites des fusees a eau
chaude«, La recherche Aeron, November-Dezember 1956.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1009510/37 5.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES51909A DE1082131B (de) | 1957-01-12 | 1957-01-12 | Starthilfe fuer Flugzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES51909A DE1082131B (de) | 1957-01-12 | 1957-01-12 | Starthilfe fuer Flugzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1082131B true DE1082131B (de) | 1960-05-19 |
Family
ID=7488476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES51909A Pending DE1082131B (de) | 1957-01-12 | 1957-01-12 | Starthilfe fuer Flugzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1082131B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104355B (de) | 1958-11-03 | 1961-04-06 | Entwicklungsbau Pirna Veb | Heisswasserrakete als Starthilfe fuer Flugzeuge |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR994923A (fr) * | 1945-02-21 | 1951-11-23 | Perfectionnements apportés aux aérodynes | |
| FR1005262A (fr) * | 1947-06-26 | 1952-04-08 | Perfectionnements aux dispositions assurant le décollage des aerodynes par chariot de lancement | |
| FR1007644A (fr) * | 1948-03-16 | 1952-05-08 | Sncase | Perfectionnements aux catapultes d'aviation pour aérodynes ponvant atteindre de grandes vitesses |
| DE847102C (de) * | 1947-06-26 | 1952-08-21 | Jacques Jean-Marie Jules Gerin | Startkraftwagen fuer Flugzeuge |
| US2659553A (en) * | 1950-12-12 | 1953-11-17 | Vickers Armstrongs Ltd | Means for launching airplanes and other flying bodies |
-
1957
- 1957-01-12 DE DES51909A patent/DE1082131B/de active Pending
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