DE1082163B - Hohlladungsgeschoss - Google Patents
HohlladungsgeschossInfo
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- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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-
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- F42B10/00—Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
- F42B10/02—Stabilising arrangements
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Description
DEUTSCHES
Nach herkömmlichen Methoden wird ein Hohlladungsgeschoß auf seiner Bahn entweder durch
Rotation mit hoher Drehzahl oder unter Zuhilfenahme von Flossen stabilisiert. Beide Methoden besitzen
jedoch Nachteile.
Es ist bekannt, daß das Durchschlagsvermögen eines durch Rotation stabilisierten Hohlladungsgeschosses
durch die Einwirkung der Zentrifugalkraft erheblich herabgesetzt wird. Eine Herabsetzung der Rotation
des Geschosses ergibt aber entweder eine nur unzureichende Verbesserung der Durchschlagskraft oder
stabilisiert das Geschoß nicht genügend.
Durch Flossen stabilisierte Geschosse, die zum Abfeuern aus Handfeuerwaffen oder Geschützen bestimmt
sind, besitzen Nachteile anderer Art. Der Schwanzkörper mit den Flossen muß kräftig und
damit schwer ausgeführt werden, um den im Ladungsraum bei der Verbrennung des Pulvers entstehenden
Gasdruck aushalten zu können. Es ist schwer, bei einem derartigen Geschoß eine richtige Schwerpunktsbemessung
unter Beibehaltung einer günstigen Form und Größe der Hohlladung zu erzielen. Die Patrone,
in die ein solches Geschoß eingearbeitet ist, bekommt eine große Länge, wird dadurch unbequem in der
Handhabung und ist außerdem zur Verwendung in Waffen mit kurzem Rohr wenig geeignet. Ein besonderer
Nachteil ist ferner die Schwierigkeit, flossenstabilisierte Geschosse aus mit Zügen versehenen
Rohren zu verschießen, um diese Waffen besser ausnutzen zu können.
Das erfindungsgemäße Geschoß gründet sich auf ein ganz anderes Prinzip der Stabilisierung, wodurch
sowohl die Rotation als auch die Flossen entbehrlich werden.
Es wurde nämlich gefunden, daß eine gute Stabilisierung
von Hohlladungsgeschossen mit einem die Sprengladung umschließenden Mantelteil mit starr
verbundener Kappe und Bodenteil dann erzielt wird, wenn erstens die Außenfläche der Kappe durch eine
scharfe Kante begrenzt ist, zweitens die die Außenfläche erzeugende Rotationslinie an der scharfen Kante
mit einer senkrecht zur Längsachse des Geschosses gelegten Ebene einen spitzen Winkel bildet, drittens
der Mantelteil mit einem vom vorderen Ende an sich kegelstumpfförmig nach hinten verjüngenden Teil in
bekannter Weise den größten Teil der Sprengladung umschließt, viertens die Übergangsschulter zwischen
dem kegelstumpfförmigen Mantelteil und dem wenig vorstehenden Bodenteil mit Führungsring annähernd
einen rechten Winkel bildet und am Bodenteil ein hinten offenes Schwanzrohr angebracht ist.
Die Außenfläche der Kappe muß eine solche Form besitzen, daß während des Fluges des Geschosses auf
seiner Bahn die vor dem Geschoß befindliche Luft Hohlladungsgeschoß
Anmelder:
Försvarets fabriksstyrelse, Stockholm
Försvarets fabriksstyrelse, Stockholm
Vertreter:, Dr. G. Eben, Patentanwalt,
München 13, Agnesstr. 39
München 13, Agnesstr. 39
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 20. Mai und 7. Juni 1955
Schweden vom 20. Mai und 7. Juni 1955
Hugo Abramson und Sigfrid Akselson,
Eskilstuna (Schweden),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
durch die Außenfläche nach der Seite abgelenkt wird. Dieserhalb wird die Außenfläche durch eine scharfe
Kante begrenzt, und die die Außenfläche erzeugende Rotationslinie bildet mit einer1 senkrecht zur Längsachse
des Geschosses gelegten Ebene einen spitzen Winkel, der vorzugsweise kleiner als 30° ist.
Ferner hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, daß der kegelstumpf förmige Mantelteil mit der Längsachse
des Geschosses nur einen sehr kleinen Winkel bildet, der vorzugsweise je nach der Geschwindigkeit
des Geschosses etwa 2 bis 5° beträgt.
Weiterhin wurde es als vorteilhaft befunden, wenn der Bodenteil durch einen den hinteren Mantelteil
umschließenden schalenförmigen Körper gebildet wird, der an dem Mantelteil in bekannter Weise mit Gewinde
befestigt ist und dessen äußere Randfläche einen hinteren zylindrischen Teil des Geschosses bildet.
Am besten werden die Abmessungen des Geschosses so gewählt, daß der Abstand der scharfen Kante an
der Außenfläche vom Schwerpunkt des gesamten Geschosses kleiner ist als ein Drittel des Abstandes
zwischen der scharfen Kante und dem hinteren Ende des Schwanzrohres, weswegen letzteres zweckmäßig
so leicht wie möglich gehalten wird. Die Kappe kann schwerer sein, damit sie den Luftdruck während des
009· 510/53"
Fluges aushalten kann. Der Schwerpunkt des ganzen Geschosses wird dadurch in der Längsrichtung nach
vorn verlegt. Vorzugsweise liegt der Schwerpunkt am Scheitelpunkt der die vordere Fläche der Hohlladung
bildenden kegelförmigen Metalleinlage oder in dessen Nähe.
Ferner ist es zweckmäßig, daß die Länge des kegelstumpfförmigen Mantelteils ein bis zwei Drittel des
Abstandes zwischen der scharfen Kante, die die Kappe begrenzt, und dem hinteren Ende des Schwanzrohres beträgt. Die Länge des letzteren und gegebenenfalls
die eines den Oberteil der Kappe bildenden Rohres ist verhältnismäßig groß zu bemessen, sie kann
z. B. dem Geschoßkaliber entsprechen.
Die Übergangsschulter zwischen dem kegelstumpfförmigen Mantelteil und dem wenig vorstehenden
Bodenteil bildet annähernd einen rechten Winkel, der also um ein geringes größer oder kleiner als 90° sein
kann.
Das Schwanzrohr muß mit Ausnahme des mittels Gewinde am Bodenteil befestigten Vorderendes einen
Außendurchmesser besitzen, der etwas kleiner ist als das Kaliber des Geschosses, damit beim Abschuß
keine unerwünschte Berührung an der Wandung des Abschußrohres stattfindet, die leicht die Flugbahn des
Geschosses ungünstig beeinflussen kann.
Infolgedessen beträgt der Außendurchmesser des Schwanzrohres etwa 88 bis 99fl/o des Geschoßkalibers,
vorzugsweise etwa 94 bis 95'%. Ferner hat es sich aus
dem gleichen Grunde als vorteilhaft herausgestellt, das Schwanzrohr in einem verhältnismäßig wenig
elastischen Werkstoff, z. B. einem geeigneten Metall, auszuführen.
Die stabilisierende Wirkung auf der Bahn des Geschosses nach der Erfindung, die durch seine vorstehend
angegebenen Formen bewirkt wirdj beruht
auf der Entstehung einer Wirbelschicht am vorderen Ende des Geschosses während des Fluges. Diese Strömungsverhältnisse
sind kompliziert, und schon geringe Änderungen der Außenfläche des Geschoßkörpers verursachen
Störungen der Stabilität. Trotz dieser Beschränkung in der Form des Geschosses ist es gelungen,
eine Hohlladung mit günstiger Wirkung in den Geschoßkörper einzubauen.
Die Erfindung kann bei Geschossen mit Unterschallgeschwindigkeit, Schallgeschwindigkeit und Überschallgeschwindigkeit
zur Verwendung gelangen. Sie kann nicht nur auf Geschosse Anwendung finden, die aus glatten Rohren abzufeuern sind, sondern auch auf
Geschosse zum Abfeuern aus einem gezogenen Rohr, im letzteren Fall jedoch unter der Voraussetzung, daß
der Führungsring eine Schlüpfung in solchem Maße erhält, daß die Rotation des Geschosses gegenüber
ihrem normalen Wert, d. h. etwa 5000 bis 15 000 Umdrehungen je Minute, wesentlich vermindert wird.
In der Zeichnung wird ein Längsschnitt durch eine Ausführungsform des Hohlladungsgeschosses nach
der Erfindung als Beispiel dargestellt.
Hiernach besteht das Geschoß aus einem vom vorderen Ende sich kegelstumpfförmig nach hinten verjüngenden
Mantelteil I1 einer auf das Vorderende
des kegelstumpfförmigen Mantelteils 1 aufgeschraubten Kappe 2, einem auf das Hinterende des kegelstumpfförmigen
Mantelteils 1 aufgeschraubten, ein wenig vorstehenden Bodenteil 3 sowie einem Schwanzrohr
4, das auf den Bodenteil 3 aufgeschraubt ist. Der kegelstumpfförmige Mantelteil 1 und der Bodenteil 3
umschließen eine Hohlladung 5 mit einer kegelförmigen Metalleinlage 6 als Vorderfläche und einer Sprengkapsel
7 an ihrem hinteren Ende. Der Oberteil der Kappe 2 ist verlängert und bildet ein Rohr 8, an
dessen vorderem Ende ein Aufschlagzünder9 befestigt ist. Zwischen dem Scheitelpunkt der kegelförmigen
Metalleinlage 6 und der Sprengkapsel 7 befindet sich ein Flammrohr 10 zur Leitung der Zündflamme. Die
Kappe 2 ist mit einem Flansch 11 versehen, dessen Vorderende eine scharfe Kante 19 bildet und dessen
Außendurchmesser dem Kaliber des Geschosses entspricht, so daß der Flansch 11 als Führungsring dient.
Vorzugsweise umgreift der Flansch 11 das vordere Ende des kegelstumpfförmigen Mantelteils 1. Auch
der Außendurchmesser des vorderen Endes 12 des Bodenteils 3 und der Durchmesser des vorderen Endes
1S 13 des Schwanzrohres 4 entsprechen dem Kaliber des
Geschosses.
In der dargestellten Ausführungsform besitzt sowohl die Außenfläche 14 der Kappe 2 als auch die
Übergangsfläche 15 zur zylindrischen Außenfläche des Rohres 8 Kegelstumpfform. Die Übergangsfläche
15 bildet jedoch einen größeren Winkel mit einer senkrecht zur Längsachse des Geschosses gelegten
Ebene als die Außenfläche 14, deren entsprechender Winkel kleiner als 30Q ist. Die Länge der durch die
Außenfläche 14 der Kappe 2 nächst dem Flansch 11 erzeugten Rotationslinie beläuft sich in der dargestellten
Ausführungsform auf etwa ein Drittel des Geschoßkalibers.
Die Übergangsschulter 16 zwischen dem kegel-
stumpfförmigen Mantelteil 1 und dem wenig vorstehenden
Bodenteil 3 bildet annähernd einen rechten Winkel. Am Umfang des Bodenteils 3 befindet sich
ein gleitender Führungsring 17,18, dessen Schlüpfung so hoch ist, daß das Geschoß nur eine solche Drehung
erhält, die den durch die Hohlladung beim Aufschlag gebildeten Massesträhl nicht wesentlich beeinflußt.
Claims (4)
1. Hohlladungsgeschoß mit einem die Sprengladung umschließenden Mantelteil mit starr verbundener
Kappe und Bodenteil, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche (14) der Kappe (2)
durch eine scharfe Kante (19) begrenzt ist und die die Außenfläche erzeugende Rotationslinie an der
scharfen Kante mit einer senkrecht zur Längsachse des Geschosses gelegten Ebene einen spitzen
Winkel bildet, der Mantelteil (1) mit einem vom vorderen Ende an sich kegelstumpfförmig nach
hinten verjüngenden Teil in bekannter Weise den
größten Teil der Sprengladung (5) umschließt, die Übergangsschulter (16) zwischen dem kegelstumpfförmigen
"Mantelteil (1) und dem wenig vorstehenden; Bodenteil (3)" mit Führungsring (18)
annähernd "einen rechten Winkel bildet und am Bodenteil ein hinten offenes Schwanzrohr (4) angebracht
ist.
2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Außenfläche (14) der Kappe
(2) erzeugende Rotationslinie an der scharfen Kante (19) mit einer senkrecht zur Längsachse des
Geschosses gelegten Ebene einen Winkel bildet, der kleiner als 30° ist.
3. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kegelstumpfförmige Mantelteil
(1) mit der Längsachse des Geschosses einen Winkel zwischen 2 und 5° bildet.
I 082 163
4. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bodenteil (3) durch einen den hinteren Mantelteil (1) umschließenden schalenförmigen
Körper gebildet wird, der an dem Mantelteil (1) in bekannter Weise mittels Gewinde
befestigt ist und dessen äußere Randfläche (12) einen hinteren zylindrischen Teil des Geschosses
bildet.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 864 527, 858 949,
57 832;
österreichische Patentschriften Nr. 65 813, 35 471; schweizerische Patentschrift Nr. 307 659;
französische Patentschrift Nr. 1 043 545; britische Patentschriften Nr. 578 845, 578 775;
USA.-Patentschrift Nr. 2 413 004.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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- BE BE548003D patent/BE548003A/xx unknown
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- 1956-05-22 CH CH334355D patent/CH334355A/fr unknown
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