DE1081934B - Schaltungsanordnung fuer Tonfrequenzsignalempfaenger in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Tonfrequenzsignalempfaenger in Fernmelde-, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Schaltungsanordnungen in Fernmelde-, insbesondere Fernspreehanlagen,
bei welchen Tonfrequenzstromsignale zur Steuerung und Überwachungssignalisierung über
Fernleitungen verwendet werden.
Im nachfolgenden soll aus Zweckmäßigkeitsgründen in der Beschreibung der Ausdruck »Fernleitung«
in weitem Sinne so verstanden werden, daß damit ein beliebiger Übertragungskanal bezeichnet wird, der,
ganz gleich, ob er Trägerströme verwendet oder nicht, unabhängig von der Fernamtzentrale für das Übertragen
von Sprechströmen in beiden Richtungen zwischen zwei Fernämtern vorgesehen ist.
Es ist bereits bekannt, einen Tonfrequenzsignalempfänger, welcher sich in einem Fernamt am einen
Ende einer Fernleitung befindet und welcher an die Fernleitung in der Nähe dieses Endes gekoppelt ist,
so anzuordnen, daß dann, wenn der Empfänger auf ein tatsächliches oder nachgebildetes, vom anderen
Ende der Fernleitung her kommendes Tonfrequenzsignal hin anspricht, dies ein Abschalten bzw. Unterbrechen
oder Auftrennen der Fernleitung vom Fernamt her an einem Punkt bewirkt, welcher näher beim
Amt liegt als die Stelle, bei welcher der Empfänger an der Fernleitung angekoppelt ist. Durch dieses Auftrennen,
welches als »Fernend-Auftrennen« bezeichnet werden kann, da es am entfernt gelegenen Ende der
Fernleitung, und zwar am Ende gegenüberliegend stattfindet, von welchem das Signal übertragen wird,
wird ein »Weiterlaufen« des Signals über den Empfänger hinaus über einen Zeitraum abgekürzt oder
abgeschnitten, welcher so kurz ist, daß ein derartiges »Weiterlaufen« unschädlich wird. Durch dieses Auftrennen
wird ebenfalls die Zeitdauer abgekürzt, während welcher das durch den Empfänger über die Fernleitung
empfangene Signal durch Interferenzströme, die vom Ortsamt empfangen werden, an welches der
Empfänger angeschlossen ist, verstümmelt werden kann. Andererseits, falls der Empfänger Tonfrequenzsignalströme
von seinem Ortsamt her empfängt (und wenn diese Signalströme nicht für diesen Empfänger
gedacht sind und daher ein Fdhlsignal für diesen Empfänger darstellen), spricht der Empfänger ebenfalls
auf diese Ströme an und bewirkt in ähnlicher Weise ein Auftrennen der Fernleitung vom Amt.
Unter diesen Umständen werden durch das Auftrennen der Fehlsignalstrom sowohl vom Empfänger als
auch von der Fernleitung her abgeschaltet und somit verhindert, daß das Signal einen Fehlbetrieb entweder
dieses Empfängers oder eines Empfängers am anderen
Ende der Fernleitung hervorruft. Das unter diesen Umständen erfolgende Auftrennen kann als »Nahend-Auftrennen«
oder »Auftrennen der ankommenden Leitung« bezeichnet werden, da es durch Signalströme
Schaltungsanordnung
für Tonfrequenzsignalempfänger
in Fernmelde-, insbesondere
Fernsprechanlagen
Anmelder:
Siemens Edison Swan Limited,
London
London
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Schubert, Patentanwalt,
Siegen, Oranienstr. 14
Siegen, Oranienstr. 14
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 13. März 1956
Großbritannien vom 13. März 1956
Bernard Drake, London,
und Frank Allen Stallworthy, Bexleyheath, Kent
und Frank Allen Stallworthy, Bexleyheath, Kent
(Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
hervorgerufen wird, welche vom Ortsamt her empfangen werden.
Es ist üblich, wenn entweder ein Nahend- oder ein Fernend-Auftrennen durchgeführt werden soll, Endwiderstände
in die Schaltungsanordnung einzuschalten, um diejenigen Teilabschnitte, in welche somit
durch das Auftrennen ein Durchgangsübertragungsweg unterteilt wird, in einer befriedigenden Weise
endigen zu lassen.
In manchen Fällen werden Auswirkungen, welche einer Nahend- und Fernend-Auftrennung gleichen,
ohne eine wirkliche Unterbrechung erhalten. Dabei wird die Anordnung statt dessen so getroffen, daß die
Übertragung eines Signalstroms nach dem in Betracht kommenden Punkt vermittels eines Kurzschlußkreises
verhindert wird.
Es ist ebenfalls bereits bekannt, einen Tonfrequenzsignalempfänger
an eine Fernleitung vermittels eines richtungswirksamen Kopplungsgerätes zu koppeln
(beispielsweise eines sogenannten Differentialtransformators), durch welches es zwar ermöglicht wird,
dem Empfänger Signalströme zu übermitteln, die über die Fernleitung ankommen, welches jedoch verhindert,
daß der Empfänger vom Ortsamt her irgendwelche Ströme übermittelt erhält, die den Empfänger
in unliebsamer Weise stören oder beeinflussen. Bei dieser letzteren bekannten Schaltungsanordnung ist
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3 4
jedoch der Richtungseffekt des richtungswirksamen Markierungen, durch welche der Zustand bzw. das
Kopplungsgerätes über die gesamte Zeitdauer einer Kriterium einer Verbindung hörbar angezeigt wird,
Sprechverbindung hinweg wirksam. Eine Nahend- vernachlässigt werden). Die bevorzugt verwendete
Auftrennung kann daher nicht auftreten, da die Fehl- Tonfrequenz hat 2280 Hertz.
signalströme, welche eine derartige Unterbrechung 5 Die Teilnehmerleitung weist einen Tonfrequenzveranlassen,
mit Hilfe des Richtungskopplungsgerätes Signalempfänger, welcher als Rechteck E dargestellt
daran gehindert werden, den Empfänger zu erreichen. ist, von bekannter Bauart auf und ist mittels eines
Dies ist von Nachteil, da derartige Fehlsignalströme, Transformators Ti? 3 an die Teilnehmerleitungsadern
insbesondere nachgebildete Signale, welche während angekoppelt. Bei Empfang der Signalfrequenz allein
einer Gesprächsdauer hervorgerufen werden, nunmehr io bewirkt der Empfänger das Abfallen bzw. Freigeben
in die Fernleitung einzutreten vermögen und einen eines normalerweise erregten Relais XX; wenn jedoch
Empfänger am andern Ende der Leitung fehlbetätigen Sprechströme oder andere Ströme, weiche nicht die
können. Signalfrequenz allein besitzen, empfangen werden,
Durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung verhindert ein Sperrweg im Empfänger, daß sein
wird dieser Nachteil umgangen, während die bereits 15 Relais XX abfällt. Die Kontakte xxl und xx2 dieses
bekannten Vorteile der Verwendung eines richtungs- Relais sind im Diagramm in ihren Ruhezuständen
wirksamen Kopplungsgerätes dadurch beibehalten dargestellt. Auf der Teilnehmerleitungsseite (der linwerden,
daß die richtungswirksame Kopplungsvor- ken Seite der zusammengesetzten Figuren) sind die
richtung, beispielsweise ein Gabelübertrager, über Anschlüsse 26 und 27 nach außen an Sprechadern
Schaltkontakte während des Sprechzustandes der 20 (Leitungsadern) des Fernleitungskreises angeschlos-Verbindung
zur Verhinderung der Weitergabe von sen, während auf der Amtsseite (der rechten Seite der
Fehlsignalen an dem nachfolgenden Signalempfänger dargestellten Zeichnung) die Anschlüsse 28, 29 und 3G;
richtungsunwirksam geschaltet ist, und zwar beispiels- nach außen jeweils an Sprechadern und Prüfadern
weise dadurch, daß der erste Signalempfänger beim eines Handvermittlungsschrankes oder axt ankommende
Eintreffen von Fehlsignalen die Verbindung durch 25 Leitungen angeschlossen sind, denen der Teilnehmer-Kontakte
auftrennt oder sonstwie unterbricht. leitungskreis zugeordnet ist. Zwischen den Anschlüs-
B ei der Anwendung der Erfindung kann, wenn das sen 26 und 27 und den Anschlüssen 2$ und 29 kann
richtungswirksame Kopplungsgerät durch einen Diffe- über die Adern 43, 31, 33, 38 und 35 einerseits und
rentialtransformator gebildet wird, der Richtungs- 44> 32, 34 und 36 andererseits eine Durchgangseffekt während der Gesprächsdauer ausgelöscht wer- 30 Sprechverbindung aufgebaut werfen, wobei diese
den, beispielsweise in Ansprecherwiderung auf ein Durchgangsverbindung; einen Sprechfceistransfarma-Antwortsignal,
welches über die Fernleitung empfan- tor TR5 aufweist.
gen wird, oder auch auf ein Signal hin, welches an- Die Adernpaare 39 and 40 sind an die beiden Seizeigt,
daß die Sprechverbindung durch Hand- ten einer Signalfreqtretizstromqaelle (2280 ~) angebedienung
unterbrochen worden ist, und zwar über 35 schlossen. Zusätzlich zum bereits erwähnten Empfän-Kontakte,
welche Verbindungen der Transformator- gerrelais XX weist der Steuerkreis zehn andere Relais
wicklungen derart ändern, daß der Transformator auf, und zwar ein Relais. CC, ein Relais BH, ein
nicht länger als ein Differentialtransformator, welcher Relais DA, ein Relais-.A4, ein Relais BR, ein Relais
in Richtung eines Signals wirksam ist, sondern nun- AX, ein Relais DP, ein Relais SX, ein Relais DR und
mehr als ein vorwärts koppelnder Transformator 40 ein Relais AK. Die fünf Federnpaaxe TJ5, Tf 6, T/7,
arbeitet, der richtungswirksam geschaltet ist. T/8 und T/9 sind Federn einer Prüfvorrichtung,
Aus vorstehendem geht hervor, daß eine erfindungs- wobei das Paar TJ 7 normalerweise durch einen
gemäße Schaltungsanordnung das Durchführen einer Brückenarm überbrückt wird. Die Schaltungsanord-
»Fernend-Auf trennung« zu jedem Zeitpunkt ermög- nung umfaßt vier nichtlineare Widerstandselemente
licht, während welcher die Fernleitung für eine 45 RX 5, RX 6, RX 7 und RXS1 weiche dazu dienen, eine
Sprechverbindung belegt ist, während eine »Nahend- Funkenbildung an den Kontakten xx 1, xx2, und daS
Auftrennung« zu jedem Zeitpunkt während einer Ge- zu unterdrücken.
sprächsdauer ausgeführt werden kann, welche dem Normalerweise ist die Durchgangsverbindung in
Empfang eines Überwachungs-Antwortsignals folgt. Teilnehmerleitrangs- und Amtsabschnitte an den Kon-
Die Erfindung soll nunmehr an Hand der sie bei- 50 takten axl und ax2 des Relais AX aufgetrennt. Der
spielsweise wiedergebenden Zeichnung ausführlicher Amtsabschnitt weist einen Kontakt aal des Relais AA
beschrieben werden, und zwar zeigen die auf, während der Teilnehmerleitungsabschnitt die
Fig. IA und 1B zusammen einen erfindungsgemäßen Ruhekontakte sxl und sx2 des Relais SX und die
Leitungsanschlußsteuerkreis der Zwei-Ader-Gattung Arbeitskontakte ak 2 und ak5 des Relais AK aufweist,
für das eine Ende einer Zwischenamts-Fernleitung, 55 Die Wicklungen des drei Wicklungen aufweisenden
während Transformators TRl umfassen in ähnlicher Weise
Fig. 2 eine schematische Schaltung wiedergibt, erste und zweite Primärwicklungen (I) und (II) und
welche eine Verwendungsmöglichkeit der Erfindung eine Sekundärwicklung (III). Jede Primärwicklung
im Falle eines Leitungsanschlußsteuerkreises veran- ist in zwei ungleiche Abschnitte durch eine Anzap-
schaulicht, der für die Zwischenverbindung einer 60 fung unterteilt, wobei das Verhältnis der Windungen
vieradrigen »Fernleitung« mit einem zweiadrigen auf den größeren und kleineren Abschnitten einer
Amtssteuerkreis vorgesehen ist. Primärwicklung das gleiche ist wie für die beiden
Zunächst sei auf Fig. 1A und 1B verwiesen, wobei Primärwicklungen. Das vorerwähnte Verhältnis kann
diese zwei Figuren als ein einziger Steuerkreis bzw. zweckmäßigerweise 25 :1 betragen. Die Sekundäreine
einzige Schaltungsanordnung zu betrachten sind, 65 wicklung (III) des Transformators TRl ist ständig
und zwar so, daß Fig. 1B rechts neben Fig. 1A zu mit dem Tonfrequenzsignal empfänger verbunden. Die
legen ist. Die durch die Schaltung dargestellte Teil- Verbindungen der Primärwicklungen (I) und (II) des
nehmerleitung arbeitet so, daß alle notwendigen Signale Transformators TR1 sind vom Zustand des Relais AK
über die Fernleitung in der Form von Strömen einer abhängig. Solange das Relais AK sich in seinem noreinzigen
Tonfrequenz übertragen werden (wobei die 70 malen Ruhezustand befindet, sind diese Primärwick-
\ungen angeschlossen, um dadurch zu bewirken, daß
der Transformator TR1 in Verbindung mit einer Leitungsnachbildung
R45, C26 als ein Differentialtransformator
wirkt.
Die Leitungsnachbildung, indem sie Rücksicht auf das Verhältnis der Wicklungen auf den größeren und
kleineren Teilen einer Primärwicklung nimmt, ist dazu bestimmt, die Fernleitung, gesehen von der Teilnehmerleitung
her, auszugleichen. Wenn das vorerwähnte Verhältnis 25 :1 beträgt, kann die Leitungsnachbildung,
um eine nominelle Amtsverbindungsleitungsimpedanz äquivalent zu einem Widerstand von
600 Ohm in Reihe mit einer Kapazität von 2 Mikrofarad auszugleichen, durch einen Widerstand i?45
gebildet werden, welcher einen Widerstand von 15 000 Ohm in Reihe mit einem Kondensator C 26 hat,
der eine Kapazität von 0,08 Mikrofarad aufweist. Bei diesen Verbindungen ist die Eingangsverbindung nach
dem Tonfrequenzsignalempfänger eine gerichtete Verbindung, welche in Kraft tritt, um Tonfrequenzströme
abzuweisen, welche durch die Amtsseite der ankommenden Leitung empfangen werden; sie kann jedoch
auch eine Kopplung zwischen der Amtsverbindungsleitung und dem Empfänger sein. Während der Zeit,
in der das Relais AK sich in seinem Arbeitszustand befindet, d. h. wenn die Kontakte ak 1, ak 2 und ak 5
betätigt werden, sind die Verbindungen der Primärwicklungen (I) und (II) des Transformators TRl
derart, daß die gesamte erste Primärwicklung (I) eine Leitungsnachbildung, bestehend aus einem Widerstand
R 46, der parallel mit einer Kapazität C 27 geschaltet ist, und die gesamte zweite Primärwicklung
(II) in Reihe geschaltet sind, und zwar in der aufgezählten Reihenfolge zwischen den Teilnehmerleitungsadern
der Durchgangsverbindung, wobei die Verbindungspunkte dieses Reihenkreises mit den
Teilnehmerleitungsadern zwischen den entsprechenden Kontakten des Relais SX und des Relais AX liegen.
Die Leitungsnachbildung i?46, C27 veranlaßt, daß die
Impedanz dieses Seriensteuerkreises, wie aus dem Leitungsadernschaltbild ersichtlich ist, im wesentlichen
in einem ohmschen Widerstand und konstant zu allen Frequenzen gehalten wird, welche in einem
wesentlichen Ausmaß im Gespräch auftreten. Bei einem typischen Falle hat der Widerstand dieser Leitungsnachbildung
einen Widerstand von 15 000 Ohm und der Kondensator eine Kapazität von 0,018 Mikrofarad.
Bei den letzterwähnten Verbindungen der Primärwicklungen des drei Wicklungen aufweisenden
Transformators TRl wird die Eingangsverbindung nach dem Tonfrequenzsignalempfänger eine doppeltgerichtete
Verbindung.
Wenn die Teilnehmerleitung über die Fernleitung hinweg ein Rufsignal übermittelt erhält, welches durch
einen Stromimpuls der signalisierenden Tonfrequenz gebildet wird, wird das normalerweise im Arbeitszustand
befindliche Relais X des Tonfrequenzsignalempfängers freigegeben, und zwar für die Dauer des
Impulses. Durch das Inruhestellungfallen des Kontaktes xx 1 wird das Relais BH in einem Steuerkreis
über Ruhekontakte br 2 und beZ und Widerstand R39
betätigt, und durch das Inruhestellungfallen des Kontaktes xx 2 wird das Wählrelais CC an seinen Wicklungen
(I) und (II), die in Serie geschaltet sind, betätigt. Auf das Ansprechen des Relais BH hin schließt
der Kontakt bh 3 einen Arbeitskreis über den Ruhekontakt br 5 für das Impulsrelais AA. Das zuletzt
erwähnte Relais hat eine zugeordnete Widerstandsleitungsnachbildung, welche aus einem Widerstand
R 40 und einer Kapazität C 21 besteht, um zu bewirken, daß sie kleine Betätigungs- und Freigabeverzögerungszeiten
aufweist, die im wesentlichen gleich sind. Auf diese Weise wird ein Ansprecherwidern des Relais
auf kurze Fehlimpulse verhindert, ohne eine übermäßige Verzerrung richtiger Impulse, welche durch
das Relais widerholt werden, einzuführen. Auf die Betätigung des Relais CC hin schließt der Kontakt
cc2 einen Steuerkreis, welcher das Federnpaar TI7
aufweist, um das Relais DA an seinen in Reihe geschalteten Wicklungen (I) und (II) zu betätigen, und
der Kontakt cc4 schließt einen Kurzschluß, welcher
den Ruhekontakt dr2 aufweist, über die Wicklung (II)
des Relais CC, wobei das Relais dadurch langsam freigegeben werden kann. Nach Betätigung schließt
das Relais AA an seinem Kontakt aa 1 eine Ruf schleif e an der Amtsseite der Teilnehmerleitung, wobei diese
Ruf schleife über die Kontakte dr 6 und cd so lange
besteht, wie das Relais betätigt bleibt. Dem Kontakt aal ist zum Zweck der Funkenunterdrückung eine
Widerstandsleitungsnachbildung zugeordnet, welche aus einem Widerstand R 41 und einer Kapazität C 20
besteht. Auf die Betätigung des Relais DA hin schließt der Kontakt da 1 einen Kurzschluß über die Wicklung
(II) des Relais, welches dadurch abfallverzögernd gehalten wird.
Wenn das Relais XX seinen Arbeitszustand nach der Beendigung des Impulses des Rufsignals einnimmt,
öffnet der Kontakt xxl den Kurzschluß, welcher vorher über den Kontakt bhl hinweg bestand,
und zwar über die Wicklung des Relais BR, mit dem Ergebnis, daß das Relais BR in Tätigkeit tritt, während
das Relais BH im Steuerkreis über den Widerstand R39 und den Kontakt bhl gehalten bleibt. Der
Kontakt xx2 öffnet den Steuerkreis des Relais CC und schließt einen Steuerkreis, um das Relais AA unabhängig
von Kontakt br 5 zu halten. Auf diese Betätigung des Relais BR hin übermittelt der Kontakt
brl ein Einschaltkriterium (Erde), welches durch den Handvermittlungsschrank oder durch die ankommenden
Leitungen übermittelt wird, der in Betracht kommt, nach der Prüfader, mit welcher Anschluß 30
verbunden ist, und zwar nach der unteren Feder des Paares TJ 5, und der Kontakt br 5 schließt über die
Kontakte dp 3 und dr3 einen Haltekreis für das Relais
DA. Auf die Freigabe des Relais CC hin bewirkt das Öffnen des Kontaktes ccl, daß die Rufschleife, welche
durch den Kontakt aal aufgebaut wird, über die Wicklung (III) des Transformators TR5, die parallel
geschalteten Gleichrichter Mi?-7 und MR 8, Widerstand
i?35 und die Wicklung (IV) des Transformators TR 5 (anstatt über Kontakt cc 1) durchgeleitet wird.
Das Inruhezustandfallen des Kontaktes cc 5 schaltet die Wicklung des schnellschaltenden Relais AX, welche
in Serie mit derjenigen des Relais AA geschaltet ist, ein, so daß das Relais AX betätigt wird, und das Relais
AA wird über einen Steuerkreis gehalten, welcher sich über die Wicklung des Relais AA, Kontakt bh 3,
die Wicklung des Relais AX, die Ruhekontakte sx 3 und cc5 und den Arbeitskontakt xx2 erstreckt. Wie
bereits erwähnt, ist die Durchgangsverbindung in einen Teilnehmerleitungs- und einen Amtsabschnitt
an den Kontakten axl und ax2 des Relais AX aufgetrennt,
wobei der Amtsabschnitt (d. h. der Abschnitt, der rechts dargestellt ist) an einen nicht induktiven
Widerstand R 32 von 600 Ohm angeschlossen ist, während der Teilnehmerleitungsabschnitt an einen Widerstand
R 42 von ebenfalls 600 0hm angeschlossen ist. Auf die Betätigung des wie vorstehend beschriebenen
Relais AX öffnen die Kontakte αχ 1 und ax2 die Anschlußwiderstände
R 42 und i?32 und beenden damit
die Zeit des Unterbrechungszustandes der Durchgangsverbindung durch unmittelbares Verbinden der
beiden Abschnitte, wodurch z. B, ein Wählsignal ermöglicht wird, durch welches eine hörbare Anzeige
der Bereitstellung eines nachfolgenden Steuerkreises zum Empfangen von Wählimpulsen gegeben wird,
welche über die Leitungsadern der Teilnehmerleitung übertragen werden sollen. Die richtungswirksame
Verbindung des Transformators TRl verhütet zu diesem Zeitpunkt, daß ein derartiges Signal sowie alle
anderen Tonfrequenzströme durch die Amtsseite der Teilnehmerleitung empfangen werden und daß der
Tonfrequenzsignalempfänger E auf irgendeine Weise
in Tätigkeit tritt (d. h. vor einem Zustandebringen oder Blockieren der Ansprecherwiderung des Empfängers).
Der Tonfrequenzsignalempfänger kann jedoch in freier Weise auf ein vorwärts gerichtetes
Signal ansprechen, welches über die Fernleitung empfangen und durch wenigstens einen relativ langen
(d. h. 2 Sekunden) Stromimpuls der Signalfrequenz gebildet wird. Die richtungswirksame Empfindlichkeit
des Transformators Ti? 3 dient dazu, zu verhindern, daß der Signalempfänger durch Wechsel (oder unpassende
Werte) der Impedanz zwischen den Teilnehmerleitungsadern der Teilnehmerleitung beeinflußt
wird, wie aus der Amtsseite dieser Teilnehmerleitung von den Anzapfstellen der Primärwicklungen (I) und
(II) des drei Wicklungen aufweisenden Transformators TR1 ersichtlich ist. Derartige Wechsel können
z. B. auf die Betätigung des Relais AX hin auftreten. Bezüglich der Übertragung über den Transformator
Ti? 5 sind die Wicklungen (I) und (II) dieses Transformators natürlich unmittelbar in Reihe geschaltet,
und die Wicklungen (III) und (IV) sind in wirksamer Weise durch die Kapazität in Reihe geschaltet.
Wählziffern, welche über die Fernleitung hinweg als Impulsreihen eines Signalstromes mit der Signalisierungsfrequenz
empfangen werden, werden über die Rufschleife der Amtsseite der Teilnehmerleitung als
Pausen zwischen den Impulsen wiederholt. Wenn eine Impulsreihe mit Hinsicht auf eine Wählziffer empfangen
wird, wird das Relais XX in Ansprecherwiderung auf jeden Impuls dieser Reihe freigegeben. Wenn
das Relais XX in Ansprecherwiderung auf den ersten Impuls des Zuges freigegeben wird, gibt der Kontakt 4^
xx2 die Relais AX und AA frei und betätigt das
Relais CC.
Auf die Betätigung des Relais CC hin schließt der Kontakt cd eine Schleife mit niedrigem Widerstandswert
(welche den Kontakt dr6 aufweist) über die Adern 36 und 38, um eine Verzerrung in der Impulswiederholung
zu verhindern, der Kontakt cc4 schließt die Wicklung (II) des Relais kurz, und der Kontakt
cc S schaltet das Relais AX ab. Das Relais AX wird vor dem Relais AA freigegeben, und die Kontakte ax I
und ax2 bringen wieder den Trennzustand der Durchgangsverbindung zustande und verhindern damit, daß
der Tonfrequenzsignalempfänger von der Wirkung von Wellenfronten auf Grund der Impulse beeinflußt
wird. Auf das Abfallen des Relais AA hin wiederholt
der Kontakt aal den ersten Impuls der Wählziffer,
welche als ein Unterbrecherimpuls in Frage kommt. Das Relais CC bleibt bis zum Ende der empfangenen
Impulsreihe betätigt, nach welcher es freigegeben wird bzw. abfällt. Seine Freigabeverzögerung in seiner
kurzgeschlossenen Wicklung (II) ist ausreichend, um sicherzustellen, daß es nicht während der Intervalle
zwischen Impulsreihen freigegeben wird. Das Schutzrelais BH wird während der Impulsreihe gehalten,
wobei eine Freigabeverzögerung in seiner kurzgeschlossenen Wicklung ausreicht, um sicherzustellen,
daß es auf Grund des über diese Wicklung aufgebauten Kurzschlusses nicht freigegeben wird, welcher
sich über Arbeitskontakt br 2, Ruhekontakt xxl, Arbeitskontakt br 3 und Kontakt bhl während jeder
Impulsreihe erstreckt. Impulse der der ersten nachfolgenden Reihe werden in der gleichen Weise wie der
erste wiederholt. Der Kontakt xx2 gibt das Relais AA
frei, und der Kontakt aa 1 öffnet die Ruf schleif e an
der Ausgangsseite. Auf die Freigabe des Relais CC am Ende der Reihe wird das Relais AX in Reihe mit
dem Relais AA geschaltet, und es wird wieder betätigt, um dadurch den Trennzustand der Durchgangsverbindung
zu beendigen. Falls am Ende eines Wählvorgangs eine kontinuierliche Anzahl unerreichbarer
Zeichen, um dadurch eine hörbare Anzeige der Tatsache zu geben, daß die teilweise Aufbauverbindung
nicht vervollständigt werden kann, von einem Steuerkreis zurückgegeben wird, der auf die in Frage kommende
Teilnehmerleitung folgt, dann werden diese Zeichen über die Teilnehmerleitung nach der Fernleitung
übermittelt; doch die Richtungswirksamkeit des Transformators TR1 verhindert zu diesem Zeitpunkt,
daß dieses Zeichen die Ansprecherwiderung dieses Empfängers auf den Signalstrom, welche über
die Fernleitung empfangen wird, blockiert. Somit kann, wenn das kontinuierliche Besetztzeichen über
die Fernleitung nach deren »Fernende« hin übermittelt wird, der Tonfrequenzsignalempfänger der ankommenden
Teilnehmerleitung auf ein vorwärts gerichtetes Signal, welches über die Fernleitung hinweg
empfangen wird, in freier Weise ansprechen.
Falls nachfolgend auf die Beendigung eines Wählvorgangs ein gerufener Teilnehmer oder eine gerufene
Bedienungsperson (Fernamtsbeamtin) dem Anruf antwortet, arbeitet das Relais DP auf seiner Arbeitswicklung (I) in Ansprecherwiderung auf eine Umkehrung
des Gleichstromes in der Rufschleife, wobei der Gleichstrom in dieser Schleife auf eine derartige Umkehrung
hin vom Anschluß 28 über Kontakt aal, Wicklung (III) des Transformators Ti? 5, Gleichrichter
Mi? 6, Wicklung (I) des Relais UP, Widerstand i?35 und Wicklung (IV) des Transformators Ti? 5
nach Anschluß 29 fließt. Auf die Betätigung des Relais DP hin öffnet der Kontakt d£ 3 den Steuerkreis des
Relais DA, welches daraufhin langsam freigegeben wird, und der Kontakt dpi schließt einen Kurzschluß
über den Ruhekontakt ak3 durch das Relais AX, welches daraufhin freigegeben wird. Der Kontakt dp 5
schließt einen Haltekreis für das Relais DP und einen Betätigungskreis für das Relais SX, wobei der Haltekreis
für das Relais DP über den Arbeitskontakt br 5, Kontakt akß und die Haltewicklung (II) des Relais
DP aufgebaut ist und der Betätigungskreis für das Relais SX sich zusammensetzt aus dem Arbeitskontakt br 5, dem Ruhekontakt dr 5, dem Kontakt da5,
dem Arbeitskontakt br 4 und dem Kontakt cc 3. Auf die Betätigung des Relais SX übermitteln die Kontakte
sx 1 und sx2 Signalstrom nach den Sprechadern der Fernleitung, und somit beginnt die Übertragung
des ersten Impulses eines Antwortsignals, welches durch einen Impuls von Signalstrom gebildet wird;
dem dann, wenn ein Quittungssignal wirksam wird, welches durch die Teilnehmerleitung empfangen wird,
sich wiederholende ähnliche Impulse folgen. Auf das Abfallen des Relais AX hin kommt es wieder zu
einem Trennzustand in der Durchgangsverbindung. Auf das Abfallen des Relais DA hin gibt der Kontakt
da 5 das Relais SX frei, und der Kontakt da 6 schließt einen Alternativ-Haltestromkreis für das Relais DP,
Auf das Abfallen des Relais SX hin beendigen die
Kontakte sxl und sx2 den ersten Impuls des Antwortsignals,
und der Kontakt sxi schließt einen Steuerkreis über Arbeitskontakt br 5, Ruhekontakt
da 3 und Kontakt dpi zwecks Betätigung des Relais
DR an seinen in Reihe geschalteten Wicklungen (I) und (II). Auf die Betätigung des Relais DR hin
schließt der Kontakt drl einen Kurzschluß über den Kontakt bh2 durch die Wicklung (II) des Relais, wodurch
das Relais langsam abfallend gehalten wird, und der Kontakt dr3 schließt einen Steuerkreis über
die Arbeitskontakte br 5 und dp 3 zwecks Wiederbetätigung des Relais DA an seinen in Reihe geschalteten
Wicklungen (I) und (II). Auf die Wiederbetätigung des Relais DA hin hält der Kontakt da 1 das
Relais langsam freigebend, und der Kontakt ώα 3 leitet
das langsame Freigeben des Relais DR in die Wege. Falls die Teilnehmerleitung über die in Betracht
kommende Fernleitung ein Quittungssignal übermittelt erhält, welches durch einen sich nicht wiederholenden
Impuls vom Signalstrom gebildet wird, ehe das Relais Pi? abfällt, haben die Freigabe des Relais
XX für die Zeitdauer des Impulses und sein nachfolgendes Ansprechen folgendes Ergebnis: Durch das
Inruhezustandf allen des Kontaktes χ χ 2 zu Beginn des Impulses wird ein Steuerkreis für das Betätigen des
Relais CC an seinen in Reihe geschalteten Wicklungen (I) und (II) und für die Betätigung des Relais AK
an seiner Wicklung (I) geschlossen, wobei der Steuerkreis für die zuletzt erwähnte Wicklung außerdem den
Arbeitskontakt drl aufweist. Auf die Betätigung des Relais AK hin schließt der Kontakt ak3 einen Steuerkreis
über den Arbeitskontakt cc 5, in welchem das Relais AA im Arbeitszustand gehalten wird. Der
Kontakt ak 4 schließt einen Haltesteuerkreis für die Relais AK und DR1 wobei dieser Steuerkreis die
Wicklungen (I) und (II) des Relais DR1 die Haltewicklung
(II) des Relais AK und die Arbeitskontakte da3 und br 5 aufweist. Der Kontakt ak6 öffnet den
Steuerkreis der Haltewicklung (II) des Relais DP. Wenn der Kontakt xx2 am Ende des Quittungssignals
seinen Normalzustand einnimmt, wird das Relais CC schnell freigegeben, da unter diesen Umständen
seine Wicklung (II) nicht kurzgeschlossen ist. Auf die Freigabe des Relais CC hin schaltet das Zurückfallen
des Kontaktes cc5 in die Ruhestellung die Wicklung des Relais AX in Reihe mit derjenigen des
Relais AA, so daß das Relais AX betätigt wird und das Relais AA in einem Steuerkreis gehalten wird,
der sich über die Wicklung des Relais AA, Kontakt bli3, Wicklung des Relais AY1 Ruhekontakte sx3 und
cc 5 und von da über zwei alternative Wege erstreckt, und zwar einmal über den Arbeitskontakt ak 3 und
über Kontakt dp 4 und das andere Mal über den Arbeitskontakt xx2. Auf die Betätigung des Relais AX
hin schalten die Kontakte axl und ax2 die Anschlußwiderstände
i?42 und i?32 von der Teilnehmerleitung und den Amtsabschnitten der Durchgangsverbindung
ab und beenden den Trennzustand dieser Verbindung durch Miteinanderverbinden der beiden Abschnitte.
Die Teilnehmerleitung befindet sich nun in demjenigen Zustand, welcher dem normalen Gesprächszeitraum
einer Sprechverbindung eigentümlich ist.
Falls andererseits, nachdem die langsame Freigabe des Relais DR1 wie vorstehend erwähnt, in die Wege
geleitet worden ist, ein Quittungssignal nicht vor dem Freigeben dieses Relais emfangen wird, dann wird
auf diese Freigabe hin der Kontakt dr3 die langsame
Freigabe des Relais DA in die Wege leiten, und der Kontakt drS schließt einen Steuerkreis für das Betätigen
des Relais SX. Auf die Betätigung des Relais SX hin beginnen die Kontakte sxl und sx2 die Übertragung
eines zweiten Impulses des Antwortsignals. Auf die Freigabe des Relais DA hin gibt der Kontakt
da5 das Relais SX frei. Auf die Freigabe des Relais SX hin wird der zweite Impuls des Antwortsignals
beendet, und der Kontakt i-r 4 schließt einen Steuerkreis
zur Betätigung des Relais DR. Dieses Verfahren des sich wiederholenden Aussendens von Impulsen des
Antwortsignals wird so lange fortgesetzt, bis ein Quittungssignal empfangen wird, und es bewirkt die
Betätigung des Relais AK und das Halten des Relais DR.
Auf die Betätigung des Relais AK hin wechseln die Kontakte ak 1, ak 2 und ak 5 die Verbindung des
Transformators TRl1 um zu bewirken, daß diese Verbindung
eine nicht richtungswirksame Verbindung beim Koppeln des Empfängers an die Teilnehmerleitungsadern
wird. Somit wird während der Zeitdauer, in welcher die Teilnehmerleitung sich im Zustand
entsprechend der normalen Gesprächszeitdauer einer Sprechverbindung befindet, der Tonfrequenzsignalempfänger
angeschlossen, so daß er anspricht, und zwar durch Freigabe des Relais XX auf den Signalstrom,
welcher durch die Amtsseite der ankommenden Teilnehmerleitungen empfangen wird (derart empfangener
Signalstrom würde nicht für den Empfänger bestimmt sein), und auf Nichtsignalstrom, der einen
derartigen Signalstrom nachbildet und so empfangen wird. Bei den ankommenden Teilnehmerleitungen ist
die Anordnung so getroffen, daß eine derartige Freigabe des Relais XX, falls sie zumindest für eine vorbestimmte
kurze Zeitdauer aufrechterhalten wird, die Freigabe des Relais AX durch das Abfallen des Relais
BH infolge des Kurzschließer seiner Wicklungen an den Kontakten xx 1 und das nachfolgende Auftrennen
der Durchgangsverbindung zustande bringt. Diese Nahend-Auftrennung schützt den in Betracht
kommenden Hörfrequenzstrom vor einer wirksamen Fehlbetätigung entweder in der in Frage kommenden
Teilnehmerleitung oder in einem Empfänger am anderen Ende der Amtsleitung.
Wenn der gerufene Teilnehmer oder die gerufene Bedienungsperson auflegt, wird das Relais DP durch
die Wiederherstellung der normalen Teilnehmerleitungs-Adernpolaritäten an der Ausgangsseite freigegeben,
wobei der Gleichstrom in der Rufschleife an dieser Ausgangsseite bei solcher Wiederherstellung
von dem Anschluß 29 über die Wicklung (IV) des Transformators Ti?5 und den Kontakt aal nach Anschluß
28 fließt. Auf diese Freigabe des Relais DP hin schließt der Kontakt dp2 einen Kurzschluß, und zwar
abhängig von Kontakt dr4, über den Reihensteuerkreis,
welcher den Gleichrichter MR 6 und die Wicklung (I) des Relais DP aufweist, und stellt dadurch
sicher, daß eine genaue Aufeinanderfolge der Operationen vervollständigt wird, ehe irgendein anderes
Ansprechen des Relais DP auf eine Umkehrung des Gleichstromes in der Rufschleife der Ausgangsseite
der ankommenden Teilnehmerleitung.. stattfindet. Der Kontakt dp 3 leitet das langsame Freigeben des Relais
DA in die Wege, und der Kontakt dp 5 betätigt das Relais SX. Auf die Betätigung des Relais SX hin
übermitteln die Kontakte sxl und sx2 Signalstrom nach den Sprechadern der Fernleitung, und somit beginnt
die Übertragung des Impulses eines klaren bzw. eindeutigen Ruhesignals. Der Kontakt sx 3 gibt das
Relais AX frei mit dem Ergebnis, daß der Trennzustand der Durchgangsverbindung wieder zustande gebracht
wird. Auf die Freigabe des Relais DA hin
009 510/91
schließt der Kontakt da2 einen Alternativ-Stromweg im zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kurzschluß über
den Reihensteuerkreis, welcher Gleichrichter MR 6 und Wicklung (I) des Relais DP aufweist, und der
Kontakt da.3 gibt das Relais AK frei und leitet die langsame Freigabe des Relais DR in die Wege. Der
Kontakt da 5 gibt das Relais SX frei. Auf die Freigabe des Relais SX wird der Tmpuls der reinen Ruhesignale
beendet, und der Kontakt sx 3 schaltet die Wicklung des Relais AX wieder in Reihe mit derjenigen·
des Relais AA, so daß das Relais AX betätigt bleibt, während das Relais AA gehalten wird, durch
welchen der Trennzustand der Durchgangsverbindung beendet wird. Auf die Freigabe des Relais AK hin
lassen die Kontakte akl und ak2 den Kopplungstransformator
wieder richtungswirksam werden. Auf die Freigabe des Relais DR hin schließt der Kontakt
drZ einen Steuerkreis für die Betätigung des Relais
DA. Auf die Betätigung des Relais DA öffnet der Kontakt da2 den Kurzschluß über den Reihensteuer- ao
kreis, welcher Gleichrichter MR 6 und Wicklung (I) des Relais DP aufweist. Die Teilnehmerleitung befindet
sich dann im gleichen Zustand wie normalerweise kurzzeitlich vor dem Augenblick, wenn ein gerufener
Teilnehmer oder eine gerufene Bedienungsperson auf einen Anruf wartet.
Wenn der Anrufer auflegt, wonach ein Auflegen durch den gerufenen Teilnehmer oder die gerufene
Bedienungsperson erfolgt, empfängt die Teilnehmerleitung ein vorwärts gerichtetes Signal und spricht
darauf an, welches durch einen Impuls des Signalstromes gebildet wird, dem dann, wenn oder bis ein
Quittungssignal am Fernende der Fernleitung empfangen wird, sich wiederholende ähnliche Impulse
folgen, wobei die Zeitdauer der Impulse in der Größenordnung von 2 Sekunden liegt und die Zeitdauer
der Intervalle zwischen benachbarten Impulsen die Größenordnung von 1 Sekunde hat. Ein vorwärts
gerichteter Impuls muß, um wirksam zu werden, die Freigabe des normalerweise betätigten Relais XX für
einen ausreichend langen Zeitraum zustande bringen, um dadurch das Abfallen des Relais BH zu bewirken.
Es findet dann die nachfolgende Betätigungsreihenfolge statt Auf die Freigabe des Relais XX in Ansprecherwiderung
auf den Impuls leitet der Kontakt xx 1 die langsame Freigabe des Relais BH durch
Schließen eines Kurzschlusses in die Wege, welcher die Arbeitskontakte br 2 und brZ über dieses Relais
aufweist, und der Kontakt xx2 gibt das Trennrelais AX und das Relais AA frei und schließt einen Steuerkreis
für das Betätigen des Relais CC. Auf die Freigabe des Relais AA hin öffnet der Kontakt aa 1 die
Rufschleife an der Ausgangsseite der Teilnehmerleitung.
Auf die Betätigung des Relais CC hin schließt der Kontakt cc 2 einen ■ Haltesteuerkreis für das Relais
DA. Auf die Freigabe des Relais BH hin öffnet der Kontakt bhl den Haltekreis des Relais BH, und der
Kontakt bh3 öffnet einen Punkt im Steuerkreis des
Relais AA, um dadurch jede vorzeitige Wiederbetätigung des Relais AA zu verhindern. Auf die Wiederbetätigung
des Relais XX am Ende des Impulses gibt der Kontakt xx 1 das Relais BR frei, und der Kontakt
xx2 leitet das langsame Freigeben des Relais XX in die Wege. Auf die Freigabe des Relais XX hin
leitet der-Kontakt cc 2 das langsame Freigeben des Relais DA -in die Wege, und 4er-Kontakt cc 3 schließt
einen Steuerkreis, welcher den Ruhekontakt br 4, und den Kontakt da 4. zur Betätigung des Relais.SX aufweist.
Auf die B etätigung des Relais SX -hin übermitteln
die Kontakte sxl und sx2 Signalstrom nach
der Fernleitung, und somit beginnt die Übertragung eines Quittungssignals, welches durch einen sich nicht
wiederholenden Impuls eines derartigen Signalstromes gebildet wird. Der Kontakt cfß4 hält so lange, bis das
Relais DA abfällt, einen Haltesteuerkreis für das Relais SX aufrecht. Solange ein Haltekriterium (Erde)
aufrechterhalten wird, und zwar durch den Handvermittlungsschrank oder durch die ankommenden Leitungen,
je nachdem, was in Betracht kommt, wird auf der Prüfader, mit welcher Anschluß 30 verbunden ist,
das Relais in einem Steuerkreis über Gleichrichter MR 9 und Kontakt sx 5 betätigt gehalten. Sobald der
Zustand eintritt, daß das Relais DA freigegeben wird und kein Haltekriterium an- der zuletzt erwähnten
Prüfader auftritt, wird das Relais SX freigegeben, um dadurch den Impuls des Ouittungssignals zu beenden.
Die Teilnehmerleitung befindet sich dann in ihrem Normalzustand und steht zur weiteren Verwendung
bereit.
Wenn der Anrufer auflegt, ehe der angerufene Teilnehmer oder die angerufene Bedienungsperson
aufgelegt hat, findet der vorstehend beschriebene Vorgang in der abgeänderten Weise statt, daß das Öffnen
des Kontaktes aa 1 das Relais DP freigibt und daß die
Relais AK und DR durch die Wiederherstellung des Normalzustandes von Kontakt br S freigegeben
werden.
Bei einer angenommenen Abänderung der Verbindungen des drei Wicklungen aufweisenden Transformators
TR1 sind die kleineren Abschnitte bzw. Teile der Primärwicklungen (I) und (II) ständig im Teilnehmerleitungsabschnitt
der Durchgangsverbindung angeschlossen, und die Enden der Wicklungen, welche entfernt von den kleinen Teilen bzw. Abschnitten
liegen, sind ständig an die Leitungsnachbildung angeschlossen, welche dazu bestimmt ist, die Fernleitung,
gesehen von der Teilnehmerleitung aus, auszugleichen. Die Sekundärwicklung (III) ist, wie vorstehend bereits
beschrieben, angeschlossen. Solange sich das Relais AK in seinem normalen Ruhezustand befindet, ist
die Leitungsnachbildung wirksam, und der Transformator schafft eine richtungswirksame Kopplung nach
dem Tonfrequenzsignalempfänger. Während der Zeitdauer, in welcher dieses Relais sich in seinem Arbeitszustand
befindet, wird die Leitungsnachbildung kurzgeschlossen, und die Primärwicklungen bilden dann
einen eine Wicklung aufweisenden Transformator, welcher eine nicht richtungswirksame Kopplung nach
dem Empfänger schafft. ,Der vorerwähnte Transformator ist. ein Transformator, welcher eine Spannungserniedrigung von ■ der Amtsleitung· her - hervorruft.
Falls es als wesentlich .betrachtet wird, daß diese
Spannungserniedrigung die Impedanz über die Teilnehmerleitungsadern der Teilnehmerleitung hinweg,
gesehen von der Amtsseite her, nicht bemerkenswert stören sollte, kann die Anordnung so getroffen werden,
daß das Kurzschließen der Leitungsnachbildung durch ein Kompensieren (bezüglich einer derartigen
Impedanz) der Abänderung der Wicklungen, welche im Steuerkreis des. Transformators TR5 wirksam
sind, erfolgt. Alternativ kann die-Auswirkung, der Spannungserniedrigung auf ein Mindestmaß verringert
werden durch die Einführung ,geeigneter kleiner Größen: von. Schleifwiderstand in.die Durchgangsverbindung auf. -der Amtsseite des. Transformators
TJ? 1.
Es sei min auf Fig, 2 verwiesen, ,welche die vorheschriebene.,-abgeänderte·
Ausführungsanordnung darstellt,,.bei der^-wi.e.bereits.iestgestellt, -eine schema-
tische Schaltung gezeigt ist, welche eine Verwendungsmöglichkeit der Erfindung für den Fall veranschaulicht,
daß eine Teilnehmerleitung einen Teilnehmerleitungs-Anschlußkreis bildet, der für die
Zwischenverbindung einer vieradrigen »Amtsleitung« und eines zweiadrigen Amtssteuerkreises vorgesehen
ist. Bei diesem Diagramm bilden die Adern 45 und 46 das das Signal empfangende Adernpaar des vieradrigen
Übertragungssteuerkreises, während die Adern 47 und 48 das die Übertragung ausführende
Adernpaar darstellen. Ein Verstärker Al ist dem Paar 45 und 46 zugeordnet und ein Verstärker A2
dem Paar 47 und 48. Die Adern 49 und 50 sind die Adern der zweiadrigen Amtsschaltungsanordnung.
Dieser Steuerkreis ist zwischen den Adern 53 und 59 geschaltet (die dem Adernpaar 45 und 46 zugeordnet
sind) und zwischen die Adern 57 und 58 (die dem Paar 47 und 48 zugeordnet sind), und zwar vermittels
eines Differentialtransformators H, wobei die erforderliche
Leitungsnachbildung durch eine Kapazität C 28 gebildet wird, die in Reihe mit einem Widerstand
R 48 geschaltet ist. Die Adern 41^4 und 42^4 entsprechen
jeweils den Adern 41 und 42 in Fig. IA, wobei der Transformator TR IA ein derartiger Transformator
ist (entsprechend dem TransformatorTi? 1 in Fig. IA), der dazu dient, die Eingangsverbindung
nach dem Tonfrequenzsignalempfänger der Teilnehmerleitung herzustellen. Die Kontakte sxlA und
sx2A, die Widerstände R33A und R34A und die
Adern Z9A und 40^4 entsprechen jeweils den Elementen
SxI1 sx2, RZZ1 RZk1 39 und 40 der Fig. IA. Der
Kontakt akia ist ein Kontakt eines Relais entsprechend den Relais AK der Fig. IA und IB. Die
Kontakte b 11 und b 12 sind Kontakte eines Leitungsblockierungsrelais,
welches betätigt wird, wenn der Tonfrequenzsignalempfänger auf einen Tonfrequenzsignalstrom
oder auf einen Nichtsignalstrom hin anspricht, der einen derartigen Signalstrom nachbildet.
Auf die Betätigung hin schließt der Kontakt b 11 einen Kurzschluß über die Adern 53 und 54 (und
blockiert dadurch die Übertragung zwischen diesen Adern und den Adern 51 und 52) und schaltet einen
Anschluß widerstand.?? 49 in den Steuerkreis über die Adern 51 und 52. Auf die Betätigung hin schließt der
Kontakt b 12 einen Kurzschluß über die Adern 57 und 58 (und blockiert dadurch die Übertragung zwischen
diesen Adern und den Adern 55 und 56) und schaltet einen Anschlußwiderstand I?50 in den Steuerkreis
über die Adern 55 und 56 hinein. Die Verbindungen des drei Wicklungen aufweisenden Transformators
TRlA sind in der im vorhergehenden Absatz beschriebenen Weise abgeändert, wobei der kleinere
Teil der ersten Primärwicklung (I) ständig in der einen der beiden Teilnehmerleitungsadern angeschlossen
ist, welche den Transformator H und den Verstärker A1 verbinden, und der kleinere Teil der zweiten
Primärwicklung (II) ständig an die andere dieser beiden Teilnehmerleitungsadern angeschlossen ist. In
diesem Falle wird die Leitungsnachbildung der vorangehenden Stufe durch einen Widerstand i? 47 gebildet.
Solange, wie der Kontakt^la sich in seinem normalen Ruhezustand befindet, ist dieser Widerstand
wirksam, und die durch den Transformator bewirkte Kopplung nach dem Signalempfänger ist eine richtungswirksame,
jedoch während der Perioden, in welchen der Kontakt akia betätigt wird, so daß der
Widerstand R 47 kurzgeschlossen ist, ist diese Kopplung eine nicht richtungswirksame. Durch das Vorhandensein
des Reihenwiderstandes R 51 in der Verbindung zwischen dem Differentialtransformator H
und dem Transformator TR IA wird die Wirkung des Zustandeswechsels des Kontaktes akia auf die Impedanz
dieser Verbindung, und zwar gesehen vom Transformator H aus, auf ein Mindestmaß verringert.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung für Tonfrequenzsignalempfänger in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen,
bei welcher der Signalempfänger, der an einem Ende einer Fernleitung sitzt, mittels
einer während des Verbindungsaufbaues richtungswirksamen Kopplungsvorrichtung, vorzugsweise
eines Gabelübertragers, an den Sprechkreis angekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Gabelübertrager
oder die sonstige richtungswirksame Kopplungsvorrichtung (77? 1) über Schaltkontakte
(ak2, akS) während des Sprechzustandes
der Verbindung zur Verhinderung der Weitergabe von Fehlsignalen an den nachfolgenden Signalempfänger
richtungsunwirksam geschaltet ist, beispielsweise dadurch, daß der erste Signalempfänger
beim Eintreffen von Fehlsignalen die Verbindung durch Kontakte (axl, ax2) auftrennt oder
unterbricht.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei welcher die richtungswirksame Kopplungsvorrichtung
durch einen Differentialtransformator gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß während
der Gesprächsdauer die Verbindungen der Wicklungen des Transformators durch Kontakte umgewechselt
werden, so daß der Transformator nicht langer als ein Differentialtransformator, welcher
in Richtung der empfangenen Signale wirksam ist, sondern nunmehr als ein vorwärts koppelnder
Transformator arbeitet, der richtungsunwirksam geschaltet ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die richtungswirksame
Kopplungsvorrichtung in Ansprecherwiderung auf den Empfang eines Überwachungs-Antwortsignals
richtungsunwirksam geschaltet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 944196;
»NTZ«, 1956, Heft 4, S. 159 bis 167;
»Unterrichtsblätter der Deutschen Bundespost«, Ausgabe B, 8. Jahrgang, Nr. 13/14, S. 151 bis 163.
Deutsche Patentschrift Nr. 944196;
»NTZ«, 1956, Heft 4, S. 159 bis 167;
»Unterrichtsblätter der Deutschen Bundespost«, Ausgabe B, 8. Jahrgang, Nr. 13/14, S. 151 bis 163.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 510/91- 5.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB783056A GB852892A (en) | 1956-03-13 | 1956-03-13 | Improvements relating to telephone systems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1081934B true DE1081934B (de) | 1960-05-19 |
Family
ID=9840579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES52694A Pending DE1081934B (de) | 1956-03-13 | 1957-03-12 | Schaltungsanordnung fuer Tonfrequenzsignalempfaenger in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1081934B (de) |
| GB (1) | GB852892A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1268180B (de) * | 1962-09-18 | 1968-05-16 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen zum UEbertragen von Sonderzeichen |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944196C (de) * | 1937-01-25 | 1956-06-07 | Int Standard Electric Corp | Fernmeldeanlage fuer Fernverkehr |
-
1956
- 1956-03-13 GB GB783056A patent/GB852892A/en not_active Expired
-
1957
- 1957-03-12 DE DES52694A patent/DE1081934B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944196C (de) * | 1937-01-25 | 1956-06-07 | Int Standard Electric Corp | Fernmeldeanlage fuer Fernverkehr |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1268180B (de) * | 1962-09-18 | 1968-05-16 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen zum UEbertragen von Sonderzeichen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB852892A (en) | 1960-11-02 |
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