DE1081843B - Buestenhalter - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Büstenhalter mit zwei horizontal angeordneten elastischen Seitenabschnitten.
Bei einem bekannten derartigen Büstenhalter, der im Abstand angeordnete Brustschalen aufweist, ist
jeder elastische Seitenabschnitt einlagig ausgebildet, wobei die mit dem rückwärtigen Rand jeder Brustschale verbundene vordere Kante des Seitenabschnittes
unterhalb der Befestigungsstelle des Tragbandes endet. Dadurch können die Seitenabschnitte
lediglich die übliche Spannung in Umfangsrichtung der Trägerin, jedoch nicht entlang des seitlichen
oberen Brustansatzes ausüben.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile, und zwar dadurch, daß jeder dieser Seitenabschnitte einen elastischen
Seitenteil und ein elastisches Seitenstück enthält, wobei sich der Seitenteil und das Seitenstück
überlappen und beide mit der Brustschale und mit dem rückwärtigen Teil verbunden sind und wobei die
rückwärtige Kante des Seitenstücks und die vordere Kante des rückwärtigen Teils gleich hoch und über
ihre ganze Höhe miteinander verbunden sind und wobei die rückwärtige Kante des Seitenteils eine geringere
Höhe hat als die Vorderkante des rückwärtigen Teils und an dessen Vorderkante befestigt
ist, und daß die Vorderkante des Seitenstücks an der Seitenkante des Vorderteils des Büstenhalters befestigt
ist und von dessen unterem Rand bis etwas über die horizontale Mittellinie der Brustschale reicht
und daß die Vorderkante des Seitenteils an der Seitenkante der Brustschale von deren unterem Rand
über die obere Kante des Seitenstücks bis zu einer Stelle in der Nähe der obersten Befestigungsstelle der
Brustschale befestigt ist und wobei dieser Seitenteil in der Nähe der oberen Kante der Brustschale
schmäler und in der Nähe der oberen Kante des Seitenstücks breiter ist und wobei die obere Kante
des Seitenteils die obere Kante des Seitenstücks überkreuzt und länger ist als die obere Kante des Seitenstücks
und eine größere gesamte elastische Streckbarkeit hat als die obere Kante des Seitenstücks.
Durch diese Ausbildung der elastischen Seitenabschnitte ist eine feste Spannung um den unteren
Teil der Brustschalen vorhanden, so daß beim Anziehen der Tragbänder die Gefahr ausgeschlossen ist,
daß der untere Teil des Büstenhalters über den unteren Teil der Brüste gleiten und ein seitliches Verschieben
des Büstenhalters eintreten kann.
Außerdem nimmt durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Seitenabschnitte die Spannung von der
unteren Hälfte der Brustschale nach oben zu ab, von wo aus die Richtung dieser Spannung allmählich von
der horizontalen Richtung in eine geneigte Richtung übergeht. Die größere Länge des geneigten oberen
Randes des elastischen Seitenteils schmiegt sich dabei, Büstenhalter
Anmelder:
International Latex Corporation,
Dover, Del. (V. St. A.)
Dover, Del. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. F. Zumstein, Patentanwalt,
München 2, Bxäuhausstr. 4
München 2, Bxäuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. September 1953
V. St. v. Amerika vom 29. September 1953
Larry L. Krieger, Dover, Del. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ohne in die Haut der Trägerin einzuschneiden, an den oberen äußeren Rand der Brustschale im Bereich des
Brustmuskels an diesen formend an.
Gleichzeitig wird dadurch, daß der obere Rand des Seitenteils das Seitenstück überkreuzt, ein stampfer
Winkel gebildet, so daß genügend Platz unter der Achselhöhle vorhanden ist.
Zwar ist bereits ein Büstenhalter bekannt, bei dem entlang des Außenrandes einer jeden Brustschale ein
von dem Seitenabschnitt ausgehender, nach der Befestigungsstelle des Tragbandes spitz zulaufender
Streifen angeordnet ist. Dieser Streifen ist jedoch unelastisch ausgebildet und nicht Bestandteil eines
aus überlappten elastischen Lagen bestehenden Seitenabschnitts, so daß hierdurch die mit der Erfindung
erzielbaren Vorteile nicht eintreten können.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind an der Innenseite der Brustschalen die
Brust umfassende, zentral angeordnete Glieder befestigt, die von einer Stelle in der Nähe des oberen
Randes der Brustschalen zu vorderen, unter diesen Brustschalen angeordneten Einsätzen führen, wobei
Ränder dieser Glieder nach unten zu breiter werden und die Richtung der größten Elastizität eines jeden
dieser Glieder parallel zu dessen freier Kante verläuft.
Durch diese Glieder, die sich leicht an die Fläche des Büstenhalters anpassen, ist ein insbesondere beim
Vorwärtsbeugen der Trägerin auftretendes Aufbauchen der gegenüberliegenden Ränder der Schalen des Halters
vermieden.
005 510/3
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben. In
diesen zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht des flach ausgebreiteten Büstenhalters, . . ·
Fig. 2 eine vergrößerte Vorderansicht eines Seitenabschnitts
und eines Teils einer Brustschale des Büstenhalters,
Fig. 3, 4, 5, 6, 7 und 8 Querschnitte längs der Linien
3-3, 4-4, 5-5, 6-6, 7-7 und 8-8 der Fig. 2,
Fig. 9 eine vergrößerte Vorderansicht des vorderen Mittelteils des Büstenhalters und
Fig. 10 einen Ouerschnitt längs der Linie 10-10 der Fig. 9.
Der in Fig. 1 dargestellte Büstenhalter besitzt ein den Körper umfassendes Band 20, Bruststützen 21
und Träger 22, deren eine Enden an den Spitzen der Bruststützen 21 mittels einer Schlaufe oder mittels
eines doppelten Bandes 23 und eines Verbindungsstückes 24 befestigt sind. Die anderen Enden der
Träger 22 sind an voneinander getrennten festen Stellen des rückwärtigen Teils des den Körper umgebenden
Bandes 20 durch Nähte befestigt. Das Band 20, das an seinen rückwärtigen Teilen unterbrochen
ist, ist an seinen Enden mit Befestigungsvorrichtungen, z. B. einer Anzahl Reihen von Ösen 25, die
mit Haken am anderen Ende des Bandes übereinstimmen, ausgestattet.
Die Brustschalen 26 bestehen aus einem leichten und biegsamen, im wesentlichen unelastischen Gewebe,
das zugeschnitten oder in anderer Weise geformt und zu konischen Schalen vernäht ist. Um eine
gefällige und dekorative Wirkung zu erzielen, kann die Schale aus zwei verschiedenen Geweben, wie gemustertem
zartem, spitzenartigem Nylon und glattem Nylongewebe nach Art von Marquisette bestehen,
wobei das letztere an ein doppeltes Stück des ersteren genäht wird, dessen beide Teile dann gewendet werden,
so daß die Schnittkante des letzteren, das den unteren Teil 27 der Brustschale bildet, zwischen den
beiden Gewebeschichten des oberen Teils 28 der Brustschale liegt. Der Saum 29 zwischen dem oberen und
dem unteren Abschnitt 28 und 27 liegt zweckmäßig so, daß er an der Außenkante der Brustschale im
wesentlichen mit der horizontalen Mittellinie der Brust zusammenfällt und dadurch die Brustschale in
eine obere und in eine untere Hälfte aufteilt. Die genannte Verbindung des oberen Teils 28 mit dem unteren
Teil 27 weist eine glatte, von der Trägerin angenehm empfundene Oberfläche auf. Das für den
oberen Abschnitt 28 verwendete Gewebe ist vorzugsweise so zugeschnitten, daß seine Fäden diagonal zu
dem nach oben gerichteten Zug des Trägers liegen. An dem unteren Rand des unteren Teils jeder Brustschale 26 ist ein Gürteleinsatz 31 aus verhältnismäßig
schwerem Gewebe angenäht, das einen Vorder- oder Brustteil des den Körper umfassenden Bandes 20
bildet und das in der dargestellten Ausführungsform in vertikaler Richtung elastisch und in horizontaler
Richtung verhältnismäßig unelastisch ist. Hierfür ist ein Band oder Gewebestück, das unverkleidete oder
verkleidete Gummifäden mit Kunstseide- oder Baumwollfäden enthält, wie beispielsweise das als Lastex
bekannte Material, besonders geeignet. Der obere Teil des Gürteleinsatzes 31 ist konkav geformt, um mit der
unteren Begrenzung der Brust übereinzustimmen, während die vertikalen Kanten des Gürteleinsatzes 31
die Seiten der darüberliegenden Brustschalen fortsetzen, so daß das Frontstück 31 mit der Brustschale
26 zusammenwirkt und der Brust eine feste Stütze bietet. Die untere horizontale Kante des Gürteleinsatzes
31 wird geformt, indem man das Gewebe nach innen einschlägt und, wie später beschrieben,
entlang der Linie 32 zusammennäht.
Wie besonders die Fig. 2 zeigt, besitzt der Büstenhalter nach der Erfindung einen Seitenabschnitt,
der aus einem streifenförmigen Seitenstück 33 und aus einem Seitenteil 38 besteht. Das Seitenstück 33
ist mit der vertikalen Vorderkante an der rückwärtigen Kante oder Seite des Gürteleinsatzes 31 und
mit der vertikalen rückwärtigen Kante am Saum 36 mit der Vorderkante oder Seite des hinteren oder
Rückstückes 34, das einen Teil des den Körper umfassenden, in Fig. 1 dargestellten Bandes 20 bildet,
verbunden. Die obere Kante 35 des eine Trapezform aufweisenden Seitenstückes 33 ist leicht nach aufwärts
gegen die Vorderseite des Büstenhalters geneigt und schneidet die Außenseite der Brustschale ungefähr
bei der Verbindungsstelle des oberen und des unteren Teils, d. h. beim Saum 29. Sie ist dadurch an dem
unteren Teil 27 der Brustschale befestigt und wirkt mit dieser zusammen. Das Seitenstück 33, das aus
dem gleichen oder einem ähnlichen elastischen Gewebe hergestellt ist wie der Gürteleinsatz 31, ist so bemessen,
daß die rückwärtige Kante in der Gegend der Achselhöhle liegt. Ferner ist das Seitenstück 33 so
geschnitten, daß es, wie durch den Pfeil 37 in Fig. 2 angedeutet, in horizontaler Richtung maximale Elastizität
besitzt.
An den äußeren Kanten des oberen und unteren Teils 28 und 27, die die Brustschale 26 bilden, ist die
vordere vertikale Kante oder Seite des elastischen Seitenteils 38 befestigt. Wie die Fig. 1 und 2 zeigen,
ist das eine spitze Form aufweisende obere Stück des elastischen Seitenteils 38 an der Außenkante der
oberen Hälfte 28 der Brustschale 26 befestigt und erstreckt sich von dieser Kante aus randartig nach
außen. Dadurch wird in vorteilhafter Weise ein enger Außenseitenrandteil des obersten Teils des die Brust
stützenden Teils gebildet, der eine weitere Bedeckung des Brustmuskels ergibt. Die rückwärtige vertikale
Kante des elastischen Seitenteils 38 ist an der vorderen Seitenkante des den Körper umfassenden Bandes
am Saum 36 befestigt, der sich an der rückwärtigen Kante des elastischen Seitenstücks 33 befindet.
Folglich überlappt sich das Seitenstück 33 mit dem elastischen Seitenteil 38 weitgehend, wobei das
letztere auf der gesamten Länge des ersteren aufliegt. Der Saum 36 kann, wie in Fig. 3 gezeigt, durch Zusammennähen
des Seitenstücks 33, des elastischen Seitenteils 38 und des rückwärtigen Teils 34 bei
39-39, Umbiegen des rückwärtigen Teils 34 und Zusammennähen bei 41-41 unter Bildung eines fertigen
Saumes hergestellt werden. Wie die Fig. 4 und 5 zeigen, wird die obere und die untere Kante 47 des elastischen
Teils 38 dadurch fertiggestellt, daß man die Kanten nach innen umbiegt und bei 42-42 und 43-43
zusammennäht. Wie aus den Fig. 4 und 5 weiter zu ersehen ist, sind das Seitenstück 33 und der elastische
Seitenteil 38 bis auf die Außenkanten voneinander getrennt und können sich bis zu einem begrenzten,
aber ausreichenden Ausmaß unabhängig voneinander bewegen.
Der elastische Seitenteil 38 ist etwa in der Form eines abgestumpften rechtwinkligen Dreiecks zugeschnitten,
wobei die vordere Kante gerade und nicht, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, die die Lage dieser
Kante in der Gebrauchsstellung des Büstenhalters angeben, gebogen ist. Wenn der elastische Teil 38 aus
einem Material hergestellt ist, dessen Elastizität in
verschiedenen Richtungen verschieden ist, wie Lastex,
so wird dieses Material vorzugsweise so geschnitten, daß seine maximale Elastizität in diagonaler Richtung
liegt, wie durch den Pfeil 44 in Fig. 2 angedeutet. Dabei ist die Richtung der maximalen Elastizität
etwa 45° gegen die Horizontale geneigt. Der Pfeil 45 in Fig. 2 deutet die Diagonalelastizität des
Teils 38 in horizontaler Richtung an. Die Richtung der maximalen Elastizität entspricht etwa der Linie
zwischen dem äußeren Ende der horizontalen Mittellinie der Brust und dem Mittelpunkt der Vorderkante
des rückwärtigen Teils 34. Der elastische Seitenteil 38 oder das Seitenstück 33 kann vorteilhaft aus einem in
zwei Richtungen dehnbaren elastischen Material oder aus einem gewirkten Material, das in mehr als zwei
Richtungen dehnbar ist, hergestellt werden. In jedem Fall hat der Teil 38 eine beträchtliche Elastizität in
der mit dem Pfeil 44 angegebenen Diagonalrichtung. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die untere Kante
46 des elastischen Seitenteils 38, insbesondere an seinem vorderen Ende, in Abstand von der unteren
Kante des Seitenstücks 33 anzuordnen, etwa in einem Abstand, der gleich der Höhe der Rückkante des
Vorderstücks 31 ist. Die obere Kante 50 des Seitenteils 38, die gerade ist, ist gegen die Rückseite des
Halters zu mit einem Winkel von 45 bis 60° gegen die Horizontale geneigt. Durch diese Anordnung des
Seitenteils 38 wird ein seitlicher Zug, wie er sich von der Begrenzung der Brust aus innerhalb der Brustschale ergeben kann, zum Rückteil des den Körper
umgebenden Bandes übertragen, ohne die Funktion des Seitenstücks 33 und des Gürteleinsatzes 31 bezüglich
der Umfassung des Körpers zu stören, da der elastische Seitenteil 38 sich bis zu einem bestimmten
Grad unabhängig von diesen beiden Elementen diagonal bewegen oder strecken kann. Wenn sich das
Seitenstück 33 auf der Trägerin streckt, so hat der elastische Seitenteil 38 genügend begrenzte Elastizität,
um ein Faltigwerden oder Wegziehen der Brustschalen 26 zu verhindern. Außerdem wird ein Auf-
Waffen der Außenseite der Brustschale 26 verhindert, was von Vorteil ist, wenn der Büstenhalter von einer
Frau mit kleiner Brust getragen wird. Auch reguliert und formt der elastische Seitenteil 38 die Körperpartien
zwischen Arm und Brust bei starken Frauen. 4-5
Wie Fig. 6 zeigt, kann die vordere Kante des elastischen Seitenteils 38 mit der von dem oberen und
dem unteren Teil der Brustschale gebildeten rückwärtigen Kante bei 48-48 durch Nähen zusammengefaßt
werden. Danach wird die vordere Kante des Seitenstücks 33 so gelegt, daß sie die vordere Kante
des elastischen Seitenteils 38 zusammen mit einem unelastischen Band oder einer Borte 49, um dem Saum
ein fertiges Aussehen zu verleihen, überlappt. Durch Nähen bei 51-51 und 52-52 kann die Borte 49 mit
dem Seitenteil 38 und dem Seitenstück 33 verbunden werden. Dadurch entsteht ein unelastischer äußerer
Saum oder eine Kante der Brustschale 26, der bzw. die sich ohne Unterbrechung vom unteren Rand des
unteren Teils 27 bzw. von dem unteren Rand des vorderen Gürteleinsatzes 31 zum oberen Rand des oberen
Teils 28 erstreckt. Da die Stichlinien 51 und 52 ohne Unterbrechung um die Seitenränder der Brustschale
26 laufen, ist die Fertigstellung der Brustschale 26 und die Zusammenfügung der Brustschale mit dem
Seitenabschnitt einfach. In gleicher Weise werden zusammenhängende Bänder oder Borten an den oberen
und unteren Kanten der Seitenstücke 33, der oberen und unteren Kante des rückwärtigen Teils 34 und der
unteren Kante des vorderen Gürteleinsatzes 31 angebracht, indem man zuerst die Bänder an den Außenseiten
dieser Teile, deren Kanten nur geschnitten sind, wie Fig. 7 und 8 zeigen, bei 53-53 und 54-54 annäht,
dann die Kanten nach innen einschlägt und schließlich bei 55-55 und 56-56 zusammennäht. Vorteilhaft
wird, wenn Elastizität erwünscht ist, eine streckbare Naht, z. B. eine Zickzacknaht, verwendet.
Der Büstenhalter enthält vorteilhaft zwischen den beiden Brusttaschen angeordnete innere elastische
Glieder 57 und 58, die an den inneren Kanten der oberen Teile 28 der Brustschalen 26 befestigt sind und
die sich von den oberen Rändern der Brustschalen aus nach dem den unteren vorderen Rand des Büstenhalters
mitbildenden vorderen Gürteleinsatz 31 erstrecken. Dadurch werden die Brust stützende schmale
innere Rand- oder Seitenteile gebildet. Die Glieder 57 und 58 sind aus dem gleichen oder aus einem ähnlichen
Material hergestellt, das für die äußeren elastischen Teile 38 verwendet wird, und sind in der
Form einer Pfeilspitze geschnitten, so· daß sie zweischichtige, stumpfwinklige Dreiecke bilden. Die
längste Seite dieses Dreiecks ist an der inneren Kante des oberen Teils 28 einer Brustschale und an der vorderen
oder inneren Seitenkante des angrenzenden vorderen Gürteleinsatzes 31 befestigt, während die
kürzeste Seite an der Innenseite des gegenüberliegenden vorderen Gürteleinsatzes 31, wie in Fig. 9 gezeigt,
befestigt ist. Die dritte Seite ist eine umgebogene Kante, die zum größten Teil die innerste oder
Zentralkante des die Brust stützenden Teils wird. Die elastischen Glieder 57 und 58 sind so geschnitten, daß
ihre maximale Elastizität in entgegengesetzt diagonalen Richtungen liegt, d. h. im wesentlichen von
dem betreffenden Träger zum Zentrum des Frontabschnittes, wie durch die Pfeile 59 und 61 angegeben,
und formen oder begrenzen dadurch die inneren oberen Teile der Brüste. Da die Richtung der maximalen
Elastizität parallel zu den äußeren umgebogenen Kanten der Glieder 57 und 58 und ungefähr parallel zu
den Innenkanten der Brustschalen liegt, neigen diese Teile dazu, entweder flach zu liegen oder sich in Übereinstimmung
mit der Brust zu biegen, wenn der Büstenhalter getragen wird.
Die elastischen Glieder 57 und 58 erstrecken sich abwärts zum unteren Rand des den Körper umfassenden
Bandes und überlappen sich an ihren unteren Enden, wodurch sie eine Tasche von der Form eines
umgekehrten gleichschenkligen Dreiecks bilden. In der Tasche und nur an deren Seiten befindet sich ein
durch Nähen bei 62-62 befestigter Stoffstreifen 63 aus biegsamem, unelastischem Gewebe, wie Nylontaft, der
die gleiche Form wie die Tasche, d. h. die Form eines umgekehrten gleichschenkligen Dreiecks aufweist.
Durch eine derartige Anordnung wird ein unelastischer dreieckiger Mittelabschnitt gebildet, der als ein Teil
des den Körper umfassenden Bandes fungiert und dazu dient, die Brustschalen 26 in einem konstanten
Abstand zu halten. Ein solcher Mittelabschnitt wirkt einem vertikalen Zusammenrutschen oder Aufrollen
des Vorderteils des den Körper umfassenden Bandes entgegen und ist trotzdem bequem, da er in Richtung
um den Körper herum biegsam ist.
Aus der obigen Beschreibung ist ersichtlich, daß der erfindungsgemäße Büstenhalter bequem und trotzdem
zweckdienlich ist. Die elastischen Ränder an den Seiten der die Brust stützenden Teile, darunter insbesondere
die Teile 38, 57 und 58, bewirken, daß die Brust nach vorn in erwünschter Weise konisch geformt
wird. Ferner verhindern die Randteile eine unerwünschte Verschiebung des Büstenhalters bei j eg-
licher Körperbewegung der Trägerin. Das den Körper umfassende Band ist so ausgebildet, daß es nicht
aufrollt oder ausbauscht oder am Rücken der Trägerin
hochrutscht. Der Seitenabschnitt ermöglicht es der Trägerin, ihre Arme ohne Behinderung durch
den Büstenhalter frei zu bewegen. Dabei entstehen keine unansehnlichen Hervorquellungen. Die genannten
Vorteile werden ohne zu große Komplikationen des ganzen Wäschestücks, die die Herstellungskosten
zu hoch machen würden, erzielt.
Claims (4)
1. Büstenhalter mit einem Vorderteil mit zwei Brustschalen, mit einem Rückenteil und mit zwei
horizontal angeordneten elastischen Seitenabschnitten, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
dieser Seitenabschnitte einen elastischen Seitenteil (38) und ein elastisches Seitenstück (33) enthält,
wobei sich der Seitenteil (38) und das Seitenstück (33) überlappen und beide mit der Brustschale (26)
und mit dem rückwärtigen Teil (34) verbunden sind und wobei die rückwärtige Kante des Seitenstücks
(33) und die vordere Kante des rückwärtigen Teils (34) gleich hoch und über ihre
ganze Höhe miteinander verbunden sind und wobei die rückwärtige Kante des Seitenteils (38)
eine geringere Höhe hat als die Vorderkante des rückwärtigen Teils (34) und an dessen Vorderkante
befestigt ist, und daß die Vorderkante des Seitenstücks (33) an der Seitenkante des Vorderteils
des Büstenhalters befestigt ist und von dessen unterem Rand bis etwas über die horizontale
Mittellinie der Brustschale (26) reicht und daß die Vorderkante des Seitenteils (38) an der Seitenkante
der Brustschale (26) von deren unterem Rand über die obere Kante des Seitenstücks (33)
bis zu einer Stelle in der Nähe der obersten Befestigungsstelle der Brustschale (26) befestigt ist
und wobei dieser Seitenteil (38) in der Nähe der oberen Kante der Brustschale (26) schmäler und
in der Nähe der oberen Kante des Seitenstücks (33) breiter ist und wobei die obere Kante des
Seitenteils (38) die obere Kante des Seitenstücks (33) überkreuzt und länger ist als die obere Kante
des Seitenstücks (33) und eine größere gesamte elastische .Streckbarkeit hat als die obere Kante
des Seitenstücks (33).
2. Büstenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite der Brustschalen die Brust umfassende, zentral angeordnete
Glieder (57, 58) befestigt sind und von einer Stelle in der Nähe des oberen Randes der Brustschalen
zu vorderen, unter diesen Brustschalen angeordneten Einsätzen (31) führen, wobei Ränder dieser
Glieder (57, 58) nach unten zu breiter werden und die Richtung der größten Elastizität eines jeden
dieser Glieder (57, 58) parallel zu dessen freier Kante verläuft.
3. Büstenhalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der die Brust umfassenden
Glieder (57, 58) aus einem elastischen Gewebe besteht, das so herausgeschnitten und gefaltet ist,
daß es etwa ein langgestrecktes stumpfwinkliges Dreieck bildet, dessen längste Seite an die Innenseite
einer der Brustschalen und an den anschließenden vorderen Gürteleinsatz (31) angenäht ist,
während die kürzeste Seite an den gegenüberliegenden vorderen Gürteleinsatz angenäht ist und
die dritte Seite aus dem gefalteten Rand besteht, der parallel zur Richtung der Elastizität des Gewebes
verläuft, wobei sich die untersten Teile dieser Glieder überlappen und so eine Tasche bilden,
deren Seiten zugenäht sind und die oben offen ist.
4. Büstenhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein unelastisches biegsames Gewebe
(63) in der Tasche angeordnet und an deren Säumen befestigt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften.:
Österreichische Patentschrift Nr. 174 359;
schweizerische Patentschrift Nr. 257 098;
französische Patentschrift Nr. 896 210;
USA.-Patentschriften Nr. 2 359 804, 2 491 299,
562 582, 2 635 242.
Österreichische Patentschrift Nr. 174 359;
schweizerische Patentschrift Nr. 257 098;
französische Patentschrift Nr. 896 210;
USA.-Patentschriften Nr. 2 359 804, 2 491 299,
562 582, 2 635 242.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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| US383011A US2713683A (en) | 1953-09-29 | 1953-09-29 | Brassieres |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=23511331
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|---|---|---|---|
| DEI9128A Pending DE1081843B (de) | 1953-09-29 | 1954-09-11 | Buestenhalter |
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