DE1081620B - Verfahren und Vorrichtung zum Biegen von Glasscheiben - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Biegen von GlasscheibenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf das Biegen von Glasscheiben oder Platten und insbesondere auf
ein verbessertes Verfahren und eine Vorrichtung zum Biegen von Glasscheiben in komplex gekrümmte
Form.
Kurz gesagt, betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Biegen einer Glasscheibe in
eine komplexe Krümmung, die sowohl eine Biegung um die Längs- als auch eine Biegung um die Querachse
der Scheibe umfaßt. Derartige Biegungen sind erforderlich, um eine Glasscheibe oder ein Scheibenpaar
in eine solche Krümmung zu formen, wie sie bei den sogenannten »Kappen«-Windschutzscheiben gewünscht
wird, die man in der Weise definieren kann, daß sie längs ihrer Längsachse gebogen und außerdem
längs ihrer Querachse gekrümmt sind, so daß ihr oberer Teil nach rückwärts gewölbt oder gekrümmt
ist und in die Dachlinie des Kraftwagens versenkt ist.
Es ist deshalb ein wichtiges Ziel vorliegender Erfindung, ein verbessertes Verfahren und eine Vorrichtüng
zum Biegen von Glasscheiben in eine komplex gekrümmte Form zu schaffen.
Ein anderes Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines verbesserten \^erfahrens und einer Vorrichtung
zur Bildung von Biegungen sowohl um die Quer- als um die Längsachse einer Glasscheibe.
Des weiteren zielt die Erfindung auf die Schaffung eines Verfahrens zum Biegen von Glasscheiben, bei
welchem die Scheibe anfänglich um beide Hauptachsen gebogen wird, bevor sie auf einer Biegeform
abgelegt wird, auf der dann der restliche Grad der Biegung bewirkt wird.
Die Erfindung betrifft auch die Schaffung eines neuen Verfahrens zum Erhitzen einer Glasscheibe,
welche um ihre beiden Hauptachsen gebogen werden soll.
Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt in der Schaffung edner Biegeform mit einer verbesserten Glasscheibenhalterung,
welche geeignet ist, die zu biegende Scheibe bis in die Berührung mit der formgebenden
Fläche der Form abzusenken.
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 eine räumliche Ansicht einer Kappen-Windschutzscheibe,
die in einen Kraftwagen eingebaut ist,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Windschutzscheibe längs der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 eine räumliche Ansicht einer anderen Ausführungsform einer Kappen-Windschutzscheibe,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer verbesserten, gemäß der Erfindung hergestellten Biegeform in ihrer geschlossenen
Stellung,
Verfahren und Vorrichtung
zum Biegen von Glasscheiben
zum Biegen von Glasscheiben
Anmelder:
Libbey-Owens-Ford Glass Company,
Toledo, Ohio (V. St. A.)
Toledo, Ohio (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. B. Wehr, Dipl.-Ing. H. Seiler,
Berlin-Grunewald, Lynarstr. 1,
und Dipl.-Ing. H. Stehmann, Nürnberg 2, Patentanwälte
und Dipl.-Ing. H. Stehmann, Nürnberg 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 27. März 1956
V. St. v. Amerika vom 27. März 1956
Frank Jacob Carson und Herbert Archie Leflet jun.,
Toledo, Ohio (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Fig. 5 eine Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigte Biegeform,
Fig. 6 in einem Längsschnitt längs der Linie 6-6 der Fig. 5 die Form in der offenen Stellung, auf der
ein Paar zu biegender Glasscheiben, gehalten, ist,
Fig. 7 einen Querschnitt längs der Linie 7-7 der Fig. 5,
Fig. 8 einen Querschnitt eines gemäß dem Verfahren und mittels der Vorrichtung der Erfindung
gebogenen Glasscheibenpaares, wobei die strichpunktierten Linien die Scheibe unmittelbar nach dem Ablegen
auf der Form und die voll ausgezogenen Linien die Scheibe nach vollständiger Beendigung des Biegevorganges
veranschaulichen,
Fig. 9 eine Teilseitenansicht eines Teils der Glasscheibenhai terung,
Fig. 10, 11 und 12 Draufsichten auf die zu biegenden
Glasscheiben, während sie verschiedene Stufen des Biegeverfahrens durchlaufen,
Fig. 13, 14 und 15 Schnittansichten längs der Quermittellinie der in den Fig. 10, 11 bzw. 12 gezeigten
Scheiben,
Fig. 16 einen Schnitt durch einen Ofen, in welchem die Glasscheiben gemäß dem Verfahren nach der Erfindung
gebogen werden können, und
Fig. 17 eine Draufsicht auf das Dachbrennermuster, wie es in dem in Fig. 16 gezeigten Ofen verwendet
wird.
009 509/96
3 4
Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zum Biegen üblichen Glasbiegeöfen ist ein Paar quer mit Abstand
von Glasscheiben vorgesehen, das dadurch gekenn- voneinander verlaufender Führungs schienen 27 an der
zeichnet ist, daß eine auf Biegetemperatur erhitzte Unterseite der Sedtenschienen 25 befestigt und kann
Scheibe über der formgebenden Fläche einer konkaven zwischen Führungsflanschen aufgenommen werden,
Form mit einem Umriß angeordnet wird, in welchen 5 die an den in den meisten Biegeöfen verwendeten
die Randteile der Scheibe zu biegen sind, daß ferner Förderwalzen angeordnet sind. Um die Form 24 über
ein Abschnitt des einen (ersten) Längsrandes der dem Gerüst 23 zu halten, sind Ständer 28 jeweils mit
Scheibe zwischen seinen Enden so gebogen wird, daß geringem Abstand innerhalb beider Enden der Seiten-
er mit der formgebenden Fläche der Form in Beruh- schienen 25 angeordnet und starr an deren Oberseite
rung kommt, während der gegenüberliegende Längs- io befestigt.
rand der Scheibe über der formgebenden Fläche ge- Die Form 24 wird üblicherweise als Umriß- oder
halten wird, und daß dann, nachdem der erste Rand- Skelettform bezeichnet und weist einen beweglichen
bereich mit der formgebenden Fläche in Berührung Mittelabschnitt 29 und gegenüberliegende, an ihren
getreten ist, der Rest der Scheibe mit der formgeben- inneren Enden mit dem Mittelabschnitt beweglich ver-
den Fläche durch Biegen in Berührung gebracht wird. 15 bundene Endabschnitte 30 auf. Wie am besten aus den
Nach der Erfindung wird außerdem eine Biegeform Fig. 5 und 7 ersichtlich, besitzt der Formmittel-
zum Biegen von Glasscheiben vorgesehen, die gekenn- abschnitt 29 mit Abstand voneinander verlaufende
zeichnet ist durch eine gekrümmte formgebende Seitenschienen 31 und 32 aus umgekehrten T-Profilen,
Fläche, in Übereinstimmung mit welcher eine Glas- deren obere Flächen g und h so bearbeitet sind, daß
scheibe zu biegen ist, ferner durch Scheibenstützmittel, 20 sie eine formgebende Fläche bilden, die zur Aufnahme
die sich von einer ersten Stellung über der formgeben- und Formung einer Glasscheibe geeignet ist, wenn sie
den Fläche, in welcher eine Glasscheibe vor dem mit dieser in Kontakt gebracht wird. In Draufsicht
Biegen aufgenommen wird, in eine zweite Stellung sind die Seitenschienenabschnitte31 und 32 in einem
unterhalb der formgebenden Fläche bewegen können, verhältnismäßig geringen Krümmungsmaß nach ein-
um die Scheibe während des Biegens darauf abzulegen, 25 wärts gebogen und mittels einer Anzahl gebogener
wobei die Scheibenstützmittel erste Scheibenhalte- Zugstangen 33 starr miteinander verbunden,
rungen aufweisen, die mit einem Längsrand der Wie in Fig. 7 veranschaulicht, ist die obere Fläche g
Scheibe an mit Abstand voneinander angeordneten des Schienenabschnitts 31 im Querschnitt im wesent-
Punkten im Eingriff stehen, wodurch die Scheibe nach liehen flach, während für einen später noch zu be-
dem Erhitzen zum Durchsacken zwischen diesen 30 schreibenden Zweck die obere Fläche h des gegen-
Punkten neigt, sowie zweite Scheibenhalterungen, die überliegenden Schienenabschnitts 32 konvex ge-
mit dem gegenüberliegenden Längsrand der Scheibe krümmt ist.
längs einem beträchtlichen Teil seiner Länge in Ein- Jeder der Formendabschnitte 30 ist in der Gestalt
griff stehen, und weiter durch Mittel zur Bewegung mit dem anderen im wesentlichen identisch und weist
dieser Scheibenhalterungen aus der ersten in die 35 ein Paar gekrümmter Seitenschienen 34 und 35 aus
zweite Stellung. umgekehrten T-Profilen auf, deren obere Kanten be-
Es wird nunmehr auf die Zeichnungen Bezug ge- arbeitet sind und die an ihren äußeren Enden durch
nommen. In Fig. 1 ist eine Kappen-Windschutzscheibe einen verhältnismäßig kurzen geraden Schienen-20,
die nach dem Verfahren und mittels der Vorrich- abschnitt 36 verbunden sind. Wie in den Fig. 5 und 7
tung gemäß der Erfindung erzeugt werden kann, ver- 40 veranschaulicht, sind die inneren Enden der Endanschaulicht,
wie sie in einem Kraftwagen 21 einge- abschnitt-Seitenschienen 34 und 35 mit den bebaut
ist. Wie in Fig. 1 und im Schnitt in Fig. 2 nachbarten Enden der Mittelabschnitt-Seitenschienen
gezeigt ist, hat die Windschutzscheibe 20 im allge- 31 und 32 ausgerichtet und bilden, wenn die Form
meinen Panoramaform, besitzt aber einen nach hinten sich in der geschlossenen Stellung der Fig. 4 befindet,
umgelegten Kappenabschnitt a, welcher sich von der 45 eine im wesentlichen kontinuierlich gekrümmte form-Vorderfläche
b der Windschutzscheibe über einen ge- gebende Fläche, welche den zu biegenden Glasscheiben
krümmten Abschnitt c nach hinten erstreckt, der an die genaue Gestalt zu geben vermag,
seinem hintersten Ende annähernd flach ist, um eine Um die Formendabschnitte 30 mit dem Formmittel-Kappenfläche d zu bilden. Die Kappenfläche d ist über abschnitt 29 beweglich zu verbinden, besitzen die den größeren Teil der Windschutzscheibe 20 im 5° gegenüberliegenden Enden der beiden Mittelabschnittwesentlichen flach und an den beiden Enden nach Seitenschienen 31 und 32 einen außen angebrachten unten gebogen, um mit den Flügelabschnitten e der Winkel 37, dessen sich in Längsrichtung erstreckender Windschutzscheibe zusammenzutreffen. Es ist für den Steg 38 in einem jochartigen, außen an den beFachmann einleuchtend, daß das Biegen von Glas- nachbarten Enden der Endabschnitt-Seitenschienen 34 scheiben in eine solche Krümmung insbesondere in 55 und 35 angebrachten Glied 39 drehbar aufgenommen den oberen Endbereichen f (Fig. 1) der Windschutz- ist. Entsprechend axial ausgerichtete Löcher sind in scheibe 20 äußerst schwierig ist. dem Joch und dem Steg zur Aufnahme eines Bolzens
seinem hintersten Ende annähernd flach ist, um eine Um die Formendabschnitte 30 mit dem Formmittel-Kappenfläche d zu bilden. Die Kappenfläche d ist über abschnitt 29 beweglich zu verbinden, besitzen die den größeren Teil der Windschutzscheibe 20 im 5° gegenüberliegenden Enden der beiden Mittelabschnittwesentlichen flach und an den beiden Enden nach Seitenschienen 31 und 32 einen außen angebrachten unten gebogen, um mit den Flügelabschnitten e der Winkel 37, dessen sich in Längsrichtung erstreckender Windschutzscheibe zusammenzutreffen. Es ist für den Steg 38 in einem jochartigen, außen an den beFachmann einleuchtend, daß das Biegen von Glas- nachbarten Enden der Endabschnitt-Seitenschienen 34 scheiben in eine solche Krümmung insbesondere in 55 und 35 angebrachten Glied 39 drehbar aufgenommen den oberen Endbereichen f (Fig. 1) der Windschutz- ist. Entsprechend axial ausgerichtete Löcher sind in scheibe 20 äußerst schwierig ist. dem Joch und dem Steg zur Aufnahme eines Bolzens
In den Fig. 4 bis 7 ist eine verbesserte Biegevor- 40 vorgesehen, der als Drehzapfen dient und die Gerichtung
22 mit einer konkaven Gelenkform veran- lenkverbindung vervollständigt.
schaulicht, die gemäß der Erfindung konstruiert ist 60 Die Form ist so gehalten, daß sie sich von einer
und dazu verwendet werden kann, einer Glasscheibe offenen Stellung (Fig. 6) in eine geschlossene Stellung
oder einem Glasscheibenpaar die bei Kappen-Wind- (Fig. 4) bewegen kann, und zwar mit Hilfe einer Querschutzscheiben
erforderlichen komplexen Krümmun- stange41, die starr an jadem derForrnendabschnitte
gen zu geben. Die Biegevorrichtung 22 weist ein 30 mit Hilfe von V-förmigen Gliedern 42 befestigt ist,
Stützgerüst 23 und eine von diesem getragene Biege- 65 die unten an den Schienenabschnitten 34 und 35 angeform
24 auf. Das Gerüst 23 hat im wesentlichen recht- bracht sind Die beiden Enden der Stangen 41 erstrekeckige
Form und besitzt mit Abstand voneinander an- ken sich nach außen über die Schienenendabschndtte
geordnete Längsseitenschienen 25, die an ihren beiden 34 und 35 hinaus und sind jeweils drehbar in den
Enden mittels Endschienen 26 starr miteinander ver- unteren Enden eines Hebels 43 gelagert, der mit seinem
bunden sind. Zur Führung des Gerüstes durch die 70 oberen Ende schwenkbar mit Hilfe eines an dem
oberen Ende -des !benachbarten Ständers '28 heiestigten
Zapfens 44 gehalten ist.
Wie später noch genauer beschrieben wird, ist eines
der wichtigsten Merkmale vorli-egendier Erfindung die
spezielle Art und Weise, in welcher die zu biegende Glasscheibe sowohl vor als auch während des Biegens
abgestützt wird. Zur Halterung einer Glasscheibe 45 oder -eines ScheibenpaaTes ist eine Glasscheibenhalteeinrichtung
vorgesehen, 'die wirksam mit bestimmten
als diejenigen, die nicht so scharfe Biegungen erhalten
sollen. Als Mittel zum Verzögern der Erhitzung bei ■denjenigen Abschnitten der Scheibe, die eine
scharfe Biegung nicht erfordern, sind Wärme-S absorbierelemente 55 unterhalb des Mittelabschnitts
29 der Form angeordnet und auf den Gliedern 27 des Gerüstes 23 befestigt. Wie es am besten im Fig. 5 zu
ersehen ist, haben die Elemente 55 im wesentlichen Trapezform und erstrecken sich nach innen unter der
Formäbschnirten verbunden ist und die die Scheibe ιό Schiene 31 des Formmittelabschnittes bis zu einem
hält, während sie sie derart in einen Kontakt mit der Punkt etwas jenseits der Längsachse x-x der Glasformgebenden
Flädhe der Form absenkt, daß der zu
biegenden Scheibe eine Querkrümmung verliehen wird.
biegenden Scheibe eine Querkrümmung verliehen wird.
Wie in Fig. S nand 6 veranschaulicht, sind Halteein-
Zur weiteren Steuerung der Erhitzung der Glasscheiben ist ein Paar mit Abstand voneinander angeordneter,
im wesentlichen rechteckiger
warme-
scheiben. Die innere ader vordere Kante 56 des Elements 55 verläuft im wesentlichen parallel zu den
Seitenschienen 31 und 32 und endet etwas kurz vor richtungen 46 nahe der Mittelabsehnittschiene 32 an- ig deren Enden mit divergierenden, sich nach rückwärts
geordnet, und zwar etwas innerhalb mit Abstand erstreckenden Seitenkanten 57. Die Seitenkanten 57
davon, um einen der Längsrandbereiche der Glas- erstrecken sich nach hinten bis jenseits der Enden der
scheiben abzustützen. Die Halteeinriditung 46 weist Schienen 31 und enden in verhältnismäßig kurzen
einen in Längsrichtung angeordneten Stab 47 mit geraden Kantenabschnitten 58. Das Element 55 kann
einer Reihe relativ dicht nebeneinander angeordneter ao aus vielen wärmeabsorbierenden Stoffen hergestellt
Scheibenauf lageblocke 48 auf, die auf der Stange im sein und verschiedene Ausbildungen erhalten. Es
wesentlichen über ihre gesamte Länge angebracht wurde gefunden, daß eine gitterartige Konstruktion
sind. Jeder der Blöcke 48 ist drehbar .auf dem Stab von sich schneidenden Metallsrangen oder -stäben auf
47 befestigt und kann eine Schwenkbewegung in einer einer Lage aus Marinit gute Ergebnisse in bezug auf
Vertikalebene durchführen, woduich sich der Block 25 die Verzögerung der Erhitzung der darüber angegenau
der Unterseite der unteren der beiden 1GIaS- ordneten 'Glasscheibenabschnitte ergibt,
scheiben 45 anpassen kann. An ihren beiden Enden
weist die Stange 47 zwei längliche öffnungen 49 auf,
durch welche der Endabschnitt 50 eines gebogenen
weist die Stange 47 zwei längliche öffnungen 49 auf,
durch welche der Endabschnitt 50 eines gebogenen
Armes 51 verschieblich greift, dessen, anderes Ende 30 absorbierender Elemente 59 an dem Gerüst nahe uod
starr an der benachbarten drehbar gelagerten, die unterhalb der Enden der Mittelabschnittschiene 32
Form tragenden Stange 41 befestigt ist. angebracht. Wie in Fig. 5 gezeigt, verlaufen die
Wie in den Fig. 5 und 9 veranschaulicht, werden inneren Längskanten 69 der Elemente 59 mit Abstand
die gegenüberliegenden Länigsr-andbereiche der Glas- von der inneren Längskante 56 des Elementes 55, und
scheiben an zwei mit Abstand voneinander ange- 35 ihre inneren Qüerkanten sind im wesentlichen mit dem
ordneten Punkten zwischen ihren Enden mit Hilfe Schnittpunkt der Vorderkante 56 des Elementes 55
eines Paares gebogener Arme 52, ähnlich den Armen mit dessen schräg verlauf enden Kanten 57 ausgerichtet.
51, mit die Scheiben berührenden Blöcken 53, identisch Obwohl verschiedene Arten von Biegeöfen benutzt
mit den Blöcken 48, abgestützt, die--an ihren innersten werden können, um die zu biegenden Glasscheiben zu
Enden befestigt sind und deren äußere Enden starr an 4° erhitzen, wird ein Ofen bevorzugt, wie er in Fig. 16
den benachbarten Stangen 41 angebracht sind. Die veranschaulicht ist. Dieser Ofen 62 weist eine Anzahl
Blöcke 53 sind quer mit den äußeren Blöcken 48 auf von Strahlungsbrennern 63 auf-, die an dessen Dach
dem Stab 41 ausgerichtet, und es bewegen sich, wie befestigt sind und gesteuert werden können, um ein
es später noch im einzelnen beschrieben wird, wahrend ausgewähltes und veränderliches Muster vorgeformter
des Schließens der Form die Arme 51 und 52 syn- 45 Wärmestrahlungsbündel nach unten auf die Bahn
chron miteinander, um die zu biegenden 'Glasscheiben der Biegeformen zu richten, wenn diese auf der
auf der fornagebenden Fläche der Form genau zu Transporteinrichtung 64 durch den Ofen befördert
unterstützen und abzusenken. werden.
Es ist oftmals erwünscht, daß ein peripheres Druck- Einer der wesentlichen Gesichtspunkte vorliegender
Spannungsband in den Glasscheiben gebildet wird, die 5° Erfindung ist die besondere Art und Weise, in welcher
längs dieses Bandes beschnitten und somit eine zähe die Hitze gegen die zu biegenden Glasscheiben 45 geKante
erhalten. Zu diesem Zweck sind Stangen- richtet wird, während sie durch den Ofen 62 laufen,
abschnitte 54 von der Gestalt der Formschienen- Um diesen Teil des Verfahrens gemäß der Erfindung
abschnitte an den Mittel- und Endabschnitten der zu erläutern, ist in Fig. 17 ein Schema der Dach-Form
mit Abstand innerhalb der angrenzenden 55 brenner 63 gezeigt, in welchem die leeren Kreise 65
Schienenabschnitte befestigt. Wie es in der Technik nicht gezündete Brenner oder mit einer verhältniswohlbekannt
ist, werden die Scheibenabschnitte mäßig geringen Wärmeabgabe feuernde Brenner und
zwischen Schiene und Stange 54, nachdem die Glas- die ausgefüllten Kreise 66 mit einer größeren Wärmescheiben
mit der formgebenden Schiene in Berührung abgabe feuernde Brenner bedeuten. Zum Zweck der
gebracht und gekühlt worden sind, unter Druck ge- 60 folgenden Beschreibung ist das Dachmuster in Fig. 17
setzt. in sechs Heizbereiche oder -zonen ) bis .0 unterteilt.
Um eine «ehr genaue Steuerung des Grades der Zum Biegen eines Paares von Glasscheiben 45 nach
Biegung und der exakten Anordnung der Punkte der dem Verfahren und mit der Vorrichtung gemäß der
Biegung in den zu biegenden Glasscheiben zu er- Erfindung werden die Formatischnitte aus der norzielen,
ist es wünschenswert, daß die Erhitzung ge- 65 malerweise geschlossenen Stellung der Fig. 4 in die
wisser Abschnitte der zu biegenden Scheiben mit offene, auseinandergespreizte Stellung der Fig. 6
Bezug auf andere Abschnitte verzögert wird. Mit bewegt. Während solcher Bewegung, bei welcher die
anderen Worten, die Abschnitte der Scheibe, die in Hebel 43 nach außen schwenken, werden die Arme
verhältnismäßig starke Krümmungen gebogen werden 51 und 52, die fest an der Querstange 41 angebracht
sollen, werden auf eine höhere Temperatur erhitzt 70 sind, auf Grund der Auswärts- und Abwärtsdrehung
der Spitzen der Formendabschnitte 30, die ihren entsprechenden
Haltestangen 41 eine Drehbewegung verleihen, nach aufwärts und einwärts gedreht. Wenn die
Formabschnitte ihre vollständig offene Stellung einnehmen, befinden sich die oberen Flächen der Glasabstützblöcke
48 und 53 im wesentlichen in der gleichen horizontalen Ebene wie die oberen Kanten
der an den Spitzen der Formendabschnitte 30 befindlichen Schienenabschnitte 36.
endabschnitte 30 an, weiche auf Grund des Gewichtes des Mittelabschnitts eine verhältnismäßig konstante
Neigung zur Rückkehr in die geschlossene Stellung haben, sich nach innen in Richtung auf die geschlossene
Stellung zu drehen. Dabei beginnen sich die Spitzen der Formendabschnitte auf sich verlagernden, durch
die schwenkbar gehaltenen Querstangen 41 definierten Drehachsen nach aufwärts und einwärts zu drehen.
Der Formmittelabschnitt bewegt sich nach abwärts,
Das Glasscheibenpaar, das roh in seinem Umriß ge- ίο die Arme 51 und 52 drehen sich nach einwärts und
schnitten ist, wird dann auf die Form gelegt, und die abwärts und senken damit die Glasscheiben, während
Randendabschnitte der untersten Scheibe werden von
den Schienenabschnitten 36 unterstützt. Während die
den Schienenabschnitten 36 unterstützt. Während die
Scheibe an ihren Enden abgestützt ist, wird eine
diese fortgesetzt auf den Blöcken 48 und 53 abgestützt
werden.
Wie bereits erwähnt und in den Fig. 5 und 6 ver-
Längsscheibenkante im wesentlichen kontinuierlich 15 anschaulicht, unterstützen die Blöcke 48 den einen
längs eines beträchtlichen Teils ihrer Länge zwischen Längsrand der untersten Glasscheibe in ihrem Mittelihren
abgestützten Enden von den Halteblöcken 48 abschnitt entlang eines beträchtlichen Teils ihrer
und der gegenüberliegende Längsrand an mit Abstand Länge, während die Blöcke 53 den gegenüberliegenden
voneinander angeordneten Punkten von den Blöcken Längsrand der Glasscheibe an zwei mit verhältnis-53
unterstützt. Die Glasscheiben hindern auf Grund 20 mäßig weitem Abstand voneinander angeordneten
ihrer im kalten Zustand vorhandenen Starrheit die Punkten in gleicher Entfernung von der Scheiben-Formendabschnitte
an einer Aufwärtsbewegung und quermittellinie y-y unterstützen. Somit beginnt, wenn
halten auf diese Weise die Formabschnitte in der die Scheibe gegen die formgebende Fläche der Form
offenen, auseinandergespreizten Stellung der Fig. 6. gesenkt wird, der Scheibenlängsrand zwischen den
Nachdem die Scheiben aufgelegt worden sind, wird 25 voneinander abstehenden Blöcken 53 durchzusacken,
die Form zum Eintrittsende A (Fig. 17) des Ofens während der gegenüberliegende Scheibenrand, der mit
62 geleitet. Nach dem Eintritt in den Ofen werden den Blöcken 48 im Eingriff steht, im wesentlichen
die Scheiben in der Zone j einer verhältnismäßig horizontal oder flach abgestützt wird und eine abgleichförmigen
Konzentration von den Dachbrennern steigende Reihe von im wesentlichen horizontalen Abausgehender
Wärme ausgesetzt, damit deren Gesamt- 30 stützebenen durchläuft, bevor die benachbarte formtemperatur
allmählich ansteigt. Gleichzeitig jedoch gebende Schiene 32 berührt wird,
wird die Erwärmung der über den wärmeabsorbieren- Wie in den Fig. 8 und 10 bis 15 veranschaulicht,
wird die Erwärmung der über den wärmeabsorbieren- Wie in den Fig. 8 und 10 bis 15 veranschaulicht,
den Elementen 55 und 59 angeordneten Scheibenteile bewirkt dieses Abstützen und Absenken der heißen
verzögert auf Grund der Wärmeabsorption durch diese Scheiben ein Durchsacken oder Durchbiegen des
Elemente aus der Ofenatmosphäre nahe diesen 35 Scheibenabschnittes p zwischen den Blöcken 53 bis in
Scheibenteilen und außerdem auf Grund der Tatsache, Kontakt mit der benachbarten Schiene 31, bevor die
anderen Scheibenabschnitte ihre entsprechenden Abschnitte der formgebenden Fläche der Form berühren.
So wird während des Schließens der Form der 40 Mittelabschnitt der Scheibe, der durch die Blöcke 53
und die äußersten Blöcke 48 definiert ist, durchgebogen oder gefaltet, und zwar an einem Paar quer
konvergierender und sich schneidender Faltlinien r und s, deren Scheitel nahe dem Scheibenabschnitt ρ
Biegen der Glasscheiben genau zu steuern. So läuft 4-5 liegt, der zuerst mit dem Schienenabschnitt 31 in Bedie
Form, wie es in Fig. 17 veranschaulicht ist, nach rührung kommt, und deren Anfang an dem gegen-Passieren
der Anfangs- oder Vorwärmzone / des überliegenden Randabschnitt der Scheiben im wesent-Ofens
62 in und durch aufeinanderfolgende Ofen- liehen dort liegt, wo sie von den äußersten Enden der
zonen k bis n, in denen die Wärme auf die Scheiben Blöcke 48 abgestützt wird. So wird der Mittelaußerhalb
des Mittelabschnitts und etwa innerhalb 50 abschnitt der Scheibe in Dreieckform gefaltet, da die
von deren Enden sowie im wesentlichen längs quer- Faltlinien r und s theoretisch von gleicher Länge sind
laufender Scheibenabschnitte nahe und über den und zwei Schenkel eines gleichschenkligen Dreiecks
Formgelenken konzentriert wird. Die ausgewählte bilden; der Scheibenabschnittp befindet sich über der
Verteilung der Wärme auf diese Abschnitte der Mitte der Basis des Dreiecks, welche durch die Block-Scheibe,
welche der schärfsten Biegung unterworfen 55 reihe 48 bestimmt ist. Hinzu kommt, daß, weil die
werden, läßt deren Temperatur auf einen Punkt an- Blöcke 48 und 53 die Scheibe während des Schließens
der Form absenken, die Formenden nach oben um zusätzliche Faltlinien t und u gefaltet oder gebogen
werden, welche im wesentlichen parallel zueinander und zu der Querachse y-y der Scheiben verlaufen und
die an den äußeren Blöcken 48 sowie den im Querabstand davon liegenden Blöcken 53 enden.
Wenn die Form die Schließbewegung fortsetzt, legen sich die Scheibenränder zu beiden Seiten des
65. Randabschnitts p, der die Formschiene 31 als erster berührt, fortschreitend nach außen auf die Schiene, so
daß die Scheiben weiter längs der Faltlinien r und i gefaltet werden, deren sich vordem schneidende Enden
(Fig. 11) in der Tat nach auswärts wandern, während
daß diese Elemente es verhindern, daß die korrespondierenden Scheibenteile den verhältnismäßig heißeren
Ofenboden vollständig »sehen« und dadurch von dort Strahlungswärme aufnehmen.
Wenn die Form durch den Ofen läuft, wird die Glasscheibe allmählich ansteigenden Temperaturen
ausgesetzt, und die Wärme wird wahlweise auf vorbestimmte Bereiche von ihr aufgebracht, um das
steigen, der so kalkuliert ist, daß sie sich leicht der gewünschten verhältnismäßig scharfen Krümmung
des entsprechenden Abschnitts der Form genau anpassen können. Gleichzeitig jedoch werden der Mittelabschnitt
der Scheiben und deren äußerste Enden, welche nicht so scharfe Krümmungen aufnehmen
müssen, durch die Wärmekonzentration an den Punkten der beabsichtigten maximalen Krümmung
nicht wesentlich beeinflußt.
Die Form wird in den Zonen k bis η für einen Zeitraum
gehalten, der ausreicht, um die Gesamttemperatur der Scheiben auf Biegetemperatur ansteigen zu lassen,
bei welcher die Scheiben erweichen und ihre Starr
heit verlieren. Zu dieseir Zeit fangen die Focrm- 70 die Anordnung der gegenüberliegenden Enden relativ
konstant bleibt und von den äußersten Stützblöcken 48 bestimmt wird.
Wie in Fig. 14 veranschaulicht, beginnt eine Querbiegung in der Scheibe um die Längsachse x-x stattzufinden,
nachdem der Scheibenabschnitt t die Schiene 31 berührt hat, da spwohl der Abschnitt p als auch die
diesem gegenüberliegenden Scheibenabschnitte unterstützt werden und die Glasabschnitte dazwischen
Biegetemperatur aufweisen. Die Linie der Querbiegung ν liegt etwas jenseits der Vorderkante 56 des
Elements 55, da dieses Element weiterhin Wärme von dem Teil der Ofenatmosphäre nahe der Unterseite der
unmittelbar darüberliegenden Glasscheiben absorbiert und so das Erhitzen dieser Teile verzögert.
Wie in Fig. 12 gezeigt, sind, nachdem die Form ihre vollständig geschlossene Stellung eingenommen
hat, die sich vordem schneidenden Faltlinien r und s
mit den Querfaltlinien t und u zusammengefallen, so daß die Scheibe im wesentlichen endgültig um ihre
Querachse y-y gebogen ist. Gleichzeitig ist die Längs- ao faltlinie V1 welche durch das Biegen um die Längsachse
x-x der Scheiben entsteht, an ihren beiden Enden nach außen gegen die Scheibenränder über der
Schiene 32 gekrümmt. Dies wird durch die wärmeabsorbierenden Elemente 59 bewirkt, welche die Erwärmung
der unmittelbar darüberliegenden Glasscheibenteile verzögern und somit die FaIt- oder
Biegelinie ν auf Grund des Ausflachens dieser
Scheibenabschnitte als Ergebnis ihrer verzögernden Erwärmung nach auswärts ziehen.
Nachdem die Scheibe unter Anpassung an die formgebende Fläche der Form gebogen worden ist,
läuft die Form durch die Ofenzone 0. In dieser Zone wird die Scheibe in ihrem Mittelabschnitt erhitzt,
während die außerhalb davon liegenden Scheibenteile der zusätzlichen Wärme nicht ausgesetzt werden. Die
Wärmekonzentration in dem Mittelabschnitt der Scheibe ist in der Tat eine Fortsetzung der Biegewärme,
welche veranlaßt, daß sich nur die Mittelabschnitte der Scheiben biegen, damit sich diese Abschnitte
der in den Fig. 1 und 2 veranschaulichten endgültigen Kappenkrümmung anpassen.
Beim Biegen der endgültigen Krümmung dreht sich der Scheibenrand (Fig. 8) auf der Schiene 32, unterstützt
durch deren konvex gekrümmte formgebende Fläche, etwas nach aufwärts, während derjenige
Scheibenabschnitt, der die Linie ν maximaler Querbiegung bestimmt, abgesenkt wird. Da das Erhitzen
des Scheibenabschnitts innerhalb der Schiene 31 durch das Element 55 verzögert wird, findet der größte Teil
der Scheibenbiegung in der Ofenzone 0 in den Scheibenabschnitten nahe der Schiene 32 statt. Selbstverständlich
ist die Zeitdauer, während der die Form sich in der Zone 0 und auch in den anderen Ofenzonen
befindet, sorgfältig ausgemessen, so daß die Scheibe nicht übermäßig gebogen wird.
Nach dem Verlassen der Ofenzone 0 wird die Form durch einen geeigneten Kühlofen geleitet, der sich an
den Ofen 62 anschließen kann. In dem Kühlofen wird die Temperatur der Scheiben langsam auf etwa Raumtemperatur
abgesenkt und das Druckspannungsmuster w (Fig. 8) erzeugt. Die Scheiben werden dann von der
Form abgenommen und längs des äußeren Randes des Druckbandes in der endgültigen Größe zurechtgeschnitten.
Es ist oftmals erwünscht, die Anordnung der wärmeabsorbierenden
Elemente zu verändern und in einigen Fällen zusätzliche wärmeabsorbierende Elemente hinzuzufügen.
Beispielsweise kann zur Erzielung einer genauen Lage der Linie ν der Querkrümmung ein zusätzliches
wärmeabsorbierendes Element 67 (Fig. 5) verhältnismäßig geringer Breite unterhalb der Schiene
angeordnet werden. Dies unterstützt eine Konzentrierung der Wärme auf die Mittelabschnitte der
Scheibe, die maximale Biegung benötigen. Derartige Wärmekonzentrationen sind oftmals notwendig, wenn
Glasscheiben in eine Krümmung gebogen werden, die zur Erzeugung von Kappen-Windschutzscheiben der
in Fig. 3 veranschaulichten Art, in welchen die Krümmung des Kappenteiles schärfer ist, erforderlich
ist.
Bei der vorstehenden Beschreibung und in den Ansprüchen wird der Ausdruck »Faltlinie« zwecks
klarerer Erläuterung benutzt. Jedoch bedeutet die Verwendung dieses Ausdrucks nicht, daß die Glasscheiben
tatsächlich gefaltet werden, vielmehr geben die Faltlinien nur Achsen oder Bezugslinien neben
den Hauptscheibenachsen an, um welche die Glasscheiben gebogen werden.
Claims (14)
1. Verfahren zum Biegen von Glasscheiben in eine komplex gekrümmte Gestalt durch Einsinkenlassen
der auf Biegetemperatur erhitzten Scheibe auf die formgebende Fläche einer konkaven
Rahmenfortn, deren Umriß die Randteile der Glasscheibe
angepaßt werden sollen, bei dem die noch flache Glasscheibe außer an ihren Längsenden
mittels im Verlauf des Biegevorgangs bis unter die formgebende Fläche abgesenkter Auflager an
ihren Längsrändern unterstützt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die flache Glasscheibe längs ihres
oder eines beträchtlichen Teiles ihres einen (ersten) Längsrandes und in zwei voneinander entfernt
liegenden Punkten ihres anderen (zweiten) Längsrandes unterstützt wird, so daß bei Beginn ihrer
Erweichung zunächst der zwischen den beiden Unterstützungspunkten ihres zweiten Längsrandes
liegende Teil dieses Längsrandes in zunehmendem Maße mit der ihm zugeordneten formgebenden
Fläche und im Verlaufe der weiteren Durchbiegung auch die übrigen Teile des Scheibenrandes mit den
ihnen zugeordneten formgebenden Flächen in Berührung kommen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Biegen derart gesteuert wird,
daß zunächst eine Biegung um eine zur Querachse (y-y) der Scheibe parallele Achse und
danach das Biegen um eine zur Längsachse (x-x) der Scheibe parallele Achse erfolgt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß, während der zweite
Längsrand mit seinem Teil (p) durchzusacken beginnt und fortschreitend mit der ihm zugeordneten
formgebenden Fläche in Berührung kommt, der erste Längsrand in einer etwa horizontalen Ebene ·
abgestützt und parallel zu sich abgesenkt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß, während der zweite
Längsrand mit seinem Teil mit der ihm zugeordneten formgebenden Fläche in Berührung
kommt, die beiden Enden der Scheibe nach aufwärts und gegeneinander gedreht werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn die Scheibe
durch den Biegeofen gefördert wird, das Erhitzen eines mittleren Teiles der Scheibe zwischen ihren
Enden verzögert und die Scheibe außerhalb dieses
0O9 509/Ϊ6
mittleren Teiles und nahe den Enden so erhitzt wird, daß sie sich um ihre Querachse und in Berührung
mit der formgebenden Fläche der Form biegt, und daß, nachdem die Scheibe die formgebende
Fläche berührt hat, eine größere Wärmemenge auf den mittleren Teil der Scheibe längs
eines länglichen Bereiches, der etwa parallel der Längsachse und mit Abstand von beiden abgestützten
Längsrändern der Scheibe liegt, aufgebracht wird, damit die Scheibe zwischen den
Längsrändern durchsackt und dadurch die Biegung um die Längsachse erfolgt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe quer durch
einen Biegeofen gefördert wird, daß zunächst das Erwärmen eines Mittelteils der Scheibe verzögert
wird und daß, nachdem die Scheibe mit den formgebenden Flächen in Berührung gekommen ist,
Wärme auf den Mittelabschnitt der Scheibe konzentriert wird, um die Scheibe um eine zu ihrer
Längsachse parallele Achse zu biegen.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß während des abschließenden
Biegens das Erwärmen in demjenigen Abschnitt des Mittelteils der Scheibe, welcher auf
der dem zweiten Längsrand benachbarten Seite der Längsachse liegt, verzögert und in demjenigen
Abschnitt des Mittelteils der Scheibe, welcher auf der dem ersten Längsrand benachbarten
Seite der Längsachse liegt, beschleunigt wird, damit eine Biegung um die Faltlinie erfolgt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß, während Wärme auf
den Mittelabschnitt der Scheibe konzentriert wird, die Enden der Scheibe nicht beheizt werden.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Wärme auf den Mittelteil
der Scheibe konzentriert, dabei aber die Erwärmung desjenigen Abschnittes, welcher auf der
dem zweiten Längsrand benachbarten Seite der Scheibenlängsachse liegt, verzögert wird.
10. Verfahren nach den Ansprüchen 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung der
Glasscheibe im Bereich des ersten Längsrandes an den beiden Enden des abgestützten Teiles verzögert
wird, so daß sich die Längsfaltlinie (v) mit ihren Enden nach außen zum ersten Scheibenlängsrand
hin krümmt.
11. Biegeform zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit einer gekrümmten
formgebenden Fläche, welcher eine Glasscheibe anzupassen ist, und mit Scheibenstützmitteln,
die sich von einer ersten Stellung über der formgebenden Fläche, in welcher eine
Glasscheibe vor dem Biegen aufgenommen wird, in eine zweite Stellung unterhalb der formgebenden
Fläche bewegen können, um die Scheibe während des Biegens darauf abzulegen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibenstützmittel erste Scheibenhalterungen (53) aufweisen, die mit einem Längsrand
der Scheibe an mit Abstand voneinander angeordneten Punkten im Eingriff stehen, sowie
zweite Scheibenhalterungen (48), die mit dem gegenüberliegenden Längsrand der Scheibe längs
einem beträchtlichen Teil seiner Länge im Eingriff stehen.
12. Biegeform nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Scheibenhalterungen
einen Arm (51) aufweisen, der mit jedem der Formendabschnitte (30) verbunden ist und sich
von diesem um einen begrenzten Abstand nach einwärts erstreckt, sowie ein scheibenberührendes
Element (47, 48) zwischen diesen Endabschnitten, welches beweglich mit den Armen verbunden ist.
13. Biegeform nach den Ansprüchen 11 und 12, gekennzeichnet durch ein wärmeabsorbierendes
Element mit einer geringeren Breite als dem Abstand zwischen den gegenüberliegenden Formschienen
(31, 32) zur Verzögerung der Erwärmung des auf den zweiten Scheibenhalterungen (48) abgestützten
Scheibenteils.
14. Biegeform nach den Ansprüchen 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Scheibenhalterungen
(53) so angeordnet sind, daß sie mit dem Scheibenrand an Punkten in Eingriff treten,
die einen Abstand voneinander haben, der im wesentlichen gleich der von der zweiten Scheibenhalterung
(48) abgestützten Länge des gegenüberliegenden Scheibenrandes ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 097 088.
Französische Patentschrift Nr. 1 097 088.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 009-509/56 5.6»
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