DE1081439B - Verfahren und Vorrichtung, um die Alkaliisotope, besonders die des Lithiums, voneinander zu trennen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung, um die Alkaliisotope, besonders die des Lithiums, voneinander zu trennenInfo
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Description
£33k
Aus den Veröffentlichunigen von A. Klemm (Zeitschrift
»Naturforschung«, Teil A, 1947, S. 9, und 1953, S. 397) ist bekannt, daß unter der Wirkung eines
elektrischen Feldes zwei isotope Kationen sich in einem Elektrolyten mit verschiedenen Wanderungsgeschwindigkeiten
vorwärts bewegen und unter Ausnutzung dieses Phänomens voneinander getrennt werden können. Diese unterschiedliche Beweglichkeit
ist von M. Chemla (Comptes rendus, 1955, S. 1288, und 1956, S. 1450) für die Wanderung der Isotope des
Natriums und des Lithiums in den geschmolzenen Salzen dieser Metalle durch ein Verfahren ermittelt
worden, welches darin besteht, daß die Zonen der Wanderung der verschiedenen Isotope auf einem mit
dem geschmolzenen Salz imprägnierten, in horizontaler Lage zwischen Elektroden angeordneten Asbestpapierstreifen
gemessen werden.
• Wenn sich außerdem in dem beispielsweisen Fall
zweier isotoper Kationen der Elektrolyt selbst mit einer zwischen den Wanderungsgeschwindigkeiten der
beiden Kationen liegenden Geschwindigkeit in zu deren Bewegung umgekehrter Richtung bewegt, so
erfolgt die resultierende Ortsveränderung des schnelleren Kations in der gleichen Richtung wie seine Wanderung,
die Ortsveränderung des langsamsten Kations in hierzu umgekehrter Richtung. Auf diesem Prinzip
beruht das Verfahren zur Trennung der Isotope voneinander durch Elektrowanderung im Gegenstrom,
dessen Wirksamkeit und Leistung sich als dem der einfachen Bestimmung der Wanderungswege überlegen
erwiesen haben. Bei dem Gegenstromverfahren ist es, um die Bewegung des Elektrolyten von der Kathode
zur Anode zu bewirken, notwendig, den Elektrolyten, vorzugsweise ein geschmolzenes Salz, hinsichtlich des
aus ihm auf der Kathode niedergeschlagenen Metalls zu regenerieren.
Dieses Verfahren wurde bereits von A. Lunden
(These-Göteborg, 1956) zum Zwecke der Anreicherung einer gewissen Reihe von geschmolzenen Salzen
an Isotopen, insbesondere für die Trennung der Isotope des Kaliums und des Lithiums angewendet
(A. Lunden, Zeitschrift für Naturforsehung, Teil A,
1955, Nr. 10, S. 279, sowie 1956, Nr. 11, S. 75), indem geschmolzenes Nitrat in einer aus Spezialglas
bestehenden Vorrichtung in Form eines vertikal angeordneten U-Rohres behandelt wurde. Die Regeneration
der Nitrate erfolgt hierbei durch eine Mischung von NO2 und O2, die über die Kathode selbst in der
Nachbarschaft des unter der Kathode niedergeschlagenen Metalls eingeführt wurde.
Dieses Verfahren ermöglicht, eine gewisse Anreicherung von Isotopen an der Kathode und der
Anode zu erzielen, besitzt jedoch erhebliche Nachteile vom Gesichtspunkt seiner praktischen Durchführbar-Verfahren
urM Vorrichtung,
um die Alkaliisotope,
besonders diefdes Lithiums,
voneinander zu trennen
Anmelder:
Commissariat ä l'Energie Atomique, Paris
Commissariat ä l'Energie Atomique, Paris
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, Herne, Freiligrathstr. 19
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 20. Dezember 1957
Frankreich vom 20. Dezember 1957
Andre Kepes, Bievres, Seine-et-Oise (Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
keit. Im Falle des Lithiums ist es z.B. sowohl hinsichtlich der erzielbaren Ausbeute wie der Möglichkeit seiner kontinuierlichen Durchführung aus den
folgenden Gründen nur beschränkt anwendbar.
Die Umsetzung des Lithiums in Lithiumnitrat durch das Gemisch N O2 + O2 verläuft sehr langsam
und praktisch niemals vollkommen, so daß die Dichte des für die Elektrowanderung anzuwendenden Stromes
und demzufolge die Ausbeute gering ist.
Ferner wirkt das Lithiumnitrat bei seiner Schmelztemperatur
intensiv korrodierend auf die Materialien, insbesondere Glas, Quarzgut oder Quarzglas, aus
welchen die verwendeten: Vorrichtungen in der Regel bestehen.
Beii Verwendung einer Vertikal angeordneten Vorrichtung
wirkt sich die Anwesenheit und das Strömen der Gashlasen, welche unvermeidlich im Zuge der
Elektro'wanderung innerhalb des Elektrolyten gebildet werden, besonders ungünstig· aus. Diese Blasen stören
durch ihr ungeordnetes Aufsteigen durch das geschmolzene Salz hindurch die selektive Wanderung
der Ionen. Ferner ist es bei vertikaler Anordnung der
Vorrichtung schwierig, in dem Gesamtkörper des geschmolzenen Salzes überall die gleiche Temperatur
zu erzielen. Auch hierdurch wird die selektive Wanderung der Ionen gestört "
Schließlich erfordert die Verwendung der Gasmischung
NO2-HO2 zur Regeneration des Nitrats an
der Kathode, abgesehen von ihrer langsamen und unvollkommenen Wirkungj" Vorrichtungen für die Ein-
OM 509/266
stellung der Gasmengen in den Zuleitungen für jedes der Gase oder deren Mischung, um zu sichern, daß die
Gase in den ordnungsgemäßen anteiligen Verhältnissen
zugeführt werden, sowie auch Vorrichtungen für eine vollständige Trocknung der Gase, die ständig neu
beschickt werden müssen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Trennen der Isotope der Alkalimetalle, insbesondere
des Lithiums, das auf dem Prinzip der unterschiedlichen Wanderungsgeschwindigkeiten der Isotope in
im Gegenstrom fließendem geschmolzenem Nitrat beruht. Dieses Verfahren, welches in sehr einfacher
Weise ermöglicht, die obenerwähnten Schwierigkeiten und Nachteile zu vermeiden, ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Regenerierung des Alkalinitrats in dem Kathodenteil der Vorrichtung durch Salpetersäure erfolgt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht insbesondere die Geschwindigkeit, mit welcher die
Regenerierung des Nitrats erfolgt, erheblich zu steigern und deshalb die maximale Stromdichte, mit der
die Vorrichtung betrieben werden kann, zu erhöhen, was sich in einer Erhöhung der Ausbeute bei einer
Vorrichtung von gegebenen Abmessungen auswirkt.
Wie gefunden wurde, bewirkt die Verwendung von konzentrierter Salpetersäure, die in die benutzten
Vorrichtungen z. B. in Dampfform in der Nähe der Kathode eingeführt wird, trotz der gleichzeitigen Zufuhr
von Wasserdampf, den die in Kontakt mit dem geschmolzenen Salz befindliche gasförmige Salpetersäure
mitnimmt, eine vollkommene Überführung des sich auf der Elektrode niederschlagenden Elements in
sein Nitrat.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsfoirm
des Verfahrens gemäß der Erfindung wird dieses in einer horizontal angeordneten Vorrichtung durchgeführt,
deren Ausbildung selbst ein Merkmal der Erfindung darstellt.
Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Anoden- und einem Kathodenteil, die miteinander
durch eine im wesentlichen horizontal angeordnete Rinne oder gegebenenfalls parallel zueinander angeordnete
Rinnen verbunden sind. Die Vorrichtung kann die verschiedensten Formen, z. B. sowohl langgestreckte
wie zurückgebogene Form besitzen, vorausgesetzt, daß die Verteilung des Elektrolyten
zwischen den Elektroden und der Rinne zu Beginn in dem gleichen Niveau erfolgt und daß ein permanenter
Strom des geschmolzenen Salzes von der Kathode zur Anode, d. h. in zur Richtung der Elektrowanderung
umgekehrter Richtung, fließen kann. Diese Bewegung des Elektrolyten, die selbstverständlich andererseits
durch die elektrolytische Zersetzung des Nitrate selbst als Folge des Verlustes- von nitrosen
Dämpfen an der Anode und Zuführung von Salpetersäure an die Kathode entsteht, hat einen ständigen
Niveauunterschied zwischen den Endniveaus des Elektrolyten zur Folge. Diese Bewegung wird jedoch
im allgemeinen abgebremst und ihre Geschwindigkeit, d. h. die des Sfcrömens der Elektrolyten, durch zweckentsprechende
Neigung der Vorrichtung gegen die Horizontale auf den gewünschten Wert eingestellt.
Die die Elektroden miteinander verbindende Rinne ist mit einem mit dem geschmolzenen Nitrat imprägnierten
Futter versehen, dessen Zweck es ist, die auftretenden Konvektionsströme soweit als möglich
zu verringern. Dieses Futter besteht vorzugsweise aus einem pulverförmigen, gegenüber dem geschmolzenen
Nitrat nicht reaktionsfähigen Material, wie Steatit, Zifkondioxyd, Polytetrafluoräthylen usw. Die Korngrößenverteilung
in diesem Futter wird weder zu grob gewählt, um zu sichern, daß das Futter den Konvektionsströmen wirksam entgegenwirkt, noch zu
fein, damit ein regelmäßiges Strömen des Elektrolyten durch das Futter erfolgen kann. Die Bewegung des
Elektrolyten ist demzufolge einerseits von der Korngrößenverteilung im Futter, andererseits von der Neigung der Vorrichtung abhängig.
Das Anoden- bzw. Kathodenteil, in welchem die
ίο Elektroden in das geschmolzene Nitrat eintauchen,
liegen vorzugsweise tiefer als die sie miteinander verbindende Rinne. Die Elektroden, insbesondere die Kathode,
besitzen vergleichsweise große Fläche. Für die Kathode wird ein gegenüber Salpetersäure widerstandsfähiges
Metall, z. B. hitzebeständiger Stahl, verwendet. Die Anode besteht aus einem Metall, das
hochwiderstandsfähig gegen chemische Agenzien ist, z. B. Platin.
Die Zuführung der Salpetersäure zum Kathodenteil erfolgt im wesentlichen in Dampfform unter der
Wirkung der Schwerkraft oder durch Hebern aus einem konzentrierte Salpetersäure enthaltenden Vorratsbehälter
über ein Rohr, das vorzugsweise auf etwa 120 bis 130° C heizbar ist. Um die zugeführte Säuremenge
zu regeln, ist dieses Rohr mit einem gegenüber Salpetersäure nicht reagierenden Futter versehen. In
dieser beheizten Röhre wird die Salpetersäure auf eine Temperatur erhitzt, die der Siedetemperatur ihres
Azeotropes mit Wasser entspricht und deshalb ohne merkliche Zersetzung verdampft. Vorzugsweise wird
mit einem Überschuß an Säure gegenüber der Menge, die der ständig auf der Kathode niedergeschlagenen
Menge an Metall, mit welchem die Säure in Reaktion tritt, entsprechen würde, gearbeitet. Dieser Säure-Überschuß
wird bei der Temperatur der Kathodenteils — der des geschmolzenen Nitrats — zersetzt.
Die gebildeten nitrosen Dämpfe werden ebenso wie die sich an der Anode bildenden Dämpfe z. B. durch Absaugen
abgeführt.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß
der Erfindung wird beispielsweise beschrieben.
Die Fig. 1, 2 und 3 sind verschiedene Vertikalschnitte durch eine Zelle, mittels deren z. B. die Isotope
6Li und 7Li durch Elektrowanderung nach dem
Verfahren gemäß der Erfindung voneinander getrennt werden können, und zwar ist
Fig. 1 ein Längsschnitt durch die Gesamtvorrichtung einschließlich der Vorrichtung zur Zufuhr der
Salpetersäure,
Fig. 2 ein Schnitt gemäß Linie II-II der Fig. 1 und
Fig. 3 ein Längsschnitt durch das Kathodenteil in größerem Maßstabe.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, besteht der Hauptteil der Vorrichtung aus einem langgestreckten
parallelepipedischen Block 1 von rechteckigem Querschnitt aus Hochfrequenz-Steatit, d. h. einem bei etwa
1400° C gebrannten Material von sehr geringer Porosität.
Aus diesem Block sind vor dem Brennen ein Kanal in Form einer im Verhältnis zu ihrer Breite verhältnismäßig
tiefen Längsrinne 2 und an deren Enden zwei zylindrische Hohlräume 3 und 4, die tiefer sind als die
Rinne und mit dieser über eine Reihe von kleinen Schrägkanälen 5 verbunden sind, ausgearbeitet worden.
Der Block als solcher ist in einem zylindrischen Heizraum 8 untergebracht, der z. B. aus einem Glasrohr
besteht, welches von einer Heizwicklung 9 umgeben und an seinen beiden Enden durch Flansche geschlossen
ist, die an der Anodenseite zwei Stutzen 10 aufweisen, welche den Austritt der Luft und gegebenen-
falls die Einführung eines Thermometers ermöglichen.
An der Kathodenseite befindet sich ein Stutzen 11, der mit einem Absaugsystem für die Gase oder Dämpfe,
die sich in dem Kathodenteil bilden, in Verbindung steht. Der röhrenförmige Heizraum 8 besitzt an seinem
oberen Teil kathodenseitig eine große, durch einen Muffenansatz 12 verlängerte öffnung. Der Ansatz 12
ist entweder fest oder aufgesetzt mit der Röhre 8 verbunden. Er ermöglicht, die Kathode an Ort und Stelle
zu verbringen und am Anfang des Betriebes das Lithiumnitrat in die Vorrichtung einzubringen. Er wird
oben durch einen Deckel 13 aus Polytetrafluräthylen geschlossen. Der Ansatz 12 kann auch selbst in gleicher
Weise wie der röhrenförmige Heizraum mit einer äußeren Heizwicklung 14 ausgerüstet sein.
Um die Montage des Steatitblockes im Inneren des
Heizrohres zu ermöglichen, können dessen beide Enden, gegebenenfalls auch nur das kathodenseitige
Ende, wie z. B. bei 8a ersichtlich, abnehmbar ausgebildet sein.
Die Anode 7 besteht aus einem Platindraht, der in einer in das geschmolzene Salz eintauchenden Spirale
endet. Das obere Ende dieses Drahtes ist entweder über den nächstliegenden Abschlußflansch des Heizrohres
oder durch das Heizrohr selbst hindurch an die Gleichstromquelle angeschlossen.
Die Kathode 6 (Fig. 3) erfüllt außer der Aufgabe der Kathodenelektrode auch die des die Salpetersäuredämpfe
zuführenden Organs. Sie besteht aus einem mittleren Rohr 15, das an seinem unteren Ende einen
korbähnlichen Körper 16 aus Metall trägt, welcher von zahlreichen Löchern 17 durchbohrt und mit kleinen
Metallteilchen 18 gefüllt ist. Die Verbindung des Rohres 15 mit dem Inneren des Korbes 16 erfolgt über
zu diesem Zwecke vorgesehene Öffnungen 15 c. Das Rohr, der Korb und die Metall teilchen bestehen z. B.
aus hochtemperaturbeständigem Stahl.
An das obere Ende des Metallrohres der Kathode schließt sich (Fig. 1) ein Stutzen 19 an, über das dieses
Rohr mit dem Zuführungsrohr 20 für die flüssige Salpetersäure verbunden ist. Dieses Rohr 20 weist seinerseits
eine Heizzone 21 auf, durch welche die Säure auf ihre Verdampfungstemperatur erwärmt wird. Ein
Hahn 22 ermöglicht es erforderlichenfalls, die Zufuhr der Salpetersäure abzusperren. Die zentrale Kathodenröhre
und der Teil des genannten Rohres für die Zufuhr der Säure, der zwischen dem Stutzen 19 und dem
Hahn 22 liegt, sind mit einem Pfropfen aus Quarzwolle 23 gefüllt.
Das Kathodenteil ist (Fig. 3) durch einen zylindrischen Kopf 24 abgedeckt, der in den Steatitblock eingreift
und dessen Innendurchmesser der gleiche ist, wie der des Kathodenteils selbst. Dieser zylindrische
Kopf ist oben durch einen Deckel 25 geschlossen, der ein zentrales Loch für die Durchführung der Kathode
und schräggerichtete Löcher für den Austritt der frei werdenden Salpetersäuredämpfe aufweist. Auch der
zylindrische Kopf wie sein Deckel bestehen z. B. wie der Hauptblock aus gebranntem Steatit.
Das Anodenteil (Fig. 1) ist seinerseits durch einen kleinen, ebenfalls aus Steatit bestehenden Deckel 26
geschlossen, der ein mittleres Loch für die Durchführung der Elektrode und kleinere seitliche Löcher
für den Austritt der bei der Elektrolyse des Nitrats frei werdenden Gase aufweist.
Der Boden der Rinne 2 ist mit einem Futter 27 von geringer Dicke, von z. B. einigen Millimetern, aus gebranntem,
gemahlenem und abgesiebtem Steatit, dessen Korngröße zwischen 0,3 und 0,55 mm. liegt, ausgekleidet.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung kann der isolierende Block, innerhalb dessen
die Elektro-Wanderung des Nitrats erfolgt, auch statt aus einem einzigen Körper aus einer Mehrzahl
von Einzelelementen von zweckentsprechender Gestalt und Profil, entsprechend der Stelle, die sie in der Gesamtanordnung
einzunehmen haben, zusammengesetzt sein.
ίο Diese Elemente sind dann miteinander über plastische
Dichtungen, z. B. aus Polytetrafluorethylen, mittels einer mechanischen Verspannvorrichtung verbunden.
Diese Ausführungsform ermöglicht den Auseinanderbau und erleichtert insbesondere das Leeren des
Anoden- und des Kathodenteils bei Beendigung des Betriebes.
Ferner kann die Erhitzung des Blockes hierbei in vorteilhafter Weise dadurch erfolgen, daß in ihn an
zweckentsprechender Stelle Heizelemente, die mit einer Temperaturregelvorrichtung ausgerüstet sind, eingesetzt
werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können mehrere Elektrowanderzellen der vorstehend
beschriebenen Art kaskadenartig hintereinan-
dergeschaltet sein, um gegebenenfalls das Verfahren kontinuierlich durchzuführen. Das erfolgt dann durch
ein zweckentsprechendes System für die Zufuhr der Reaktionskomponenten unter geeigneter Verbindung
der Einzelvorrichtung miteinander, um derart die isotopische Trennung durchzuführen, bis ein vorbestimmter
Anreicherungsfaktor erreicht ist.
Ein Ausführungsbeispiel für die Durchführung des Verfahrens wird gegeben.
Nachdem die verschiedenen Teile der Vorrichtung, einschließlich der Elektroden, die jedoch noch nicht
an die Stromquelle angeschlossen sind, montiert sind, wird die Vorrichtung bis auf über die Schmelztemperatur
des Lithiumnitrats, d. h. auf etwa 280° C, erhitzt und hierauf das vorher geschmolzene Salz in das
Kathodenteil eingeführt, aus dem es nach Füllung dieses Teils nach dem Anodenteil überfließt. Der Füllvorgang
wird beendet, bevor das geschmolzene Salz das obere Niveau des den Rinnenboden bestreichenden
Futters aus gemahlenem Steatit, dessen Korngröße 0,3 und 0,55 mm liegt, erreicht hat, und dann der Dekkel
der Kathode aufgesetzt.
Nunmehr wird an die Elektroden eine Potentialdifferenz
angelegt, die einer Stromstärke von etwa 0,3 Ampere entspricht, worauf die Salpetersäuredämpfe
in die Kathode eingeführt werden. Die Zufuhr an Salpetersäure wird entweder durch Betätigung des
Hahnes 22 oder vorzugsweise durch Regelung des Niveaus in dem Säurevorratsbehälter, und zwar derart
eingestellt, daß entweder gegenüber der für die Umsetzung des an der Kathode niedergeschlagenen
metallischen Lithiums aufzuwenden Menge ein Überschuß an Säure vorhanden ist, oder die zugeführte
Säuremenge auf etwa 200 ecm an konzentrierter Säure in 24 Stunden eingestellt.
Die Neigung, die der Vorrichtung gegeben wird, um die Bewegung des Elektrolyten von der Kathode zur
Anode zu bewirken, entspricht einer Strömungsgeschwindigkeit desselben, die zwischen den Wandergeschwindigkeiten
der 6Li- und 7Li-Ionen liegt, nämlich
größenordnungsmäßig 1:400 beträgt.
Im Falle einer Vorrichtung, die unter den vorstehend beschriebenen Bedingungen 72 Stunden lang
gearbeitet hatte und in jedem der Elektrodenteile 10
bis 25 g Lithiumnitrat sowie 20 bis 25 g dieses in der diese Teile verbindenden Rinne enthält, wurden die
Anreicherungen an der Anode und der Kathode durch Entnahme einer Probe und Untersuchung derselben
mittels des Spektographen bestimmt.
Während das anfängliche isotopische Verhältnis
lyj= 11,35 betrug, ergab sich am Ende des Vorganges
ein Verhältnis von 11,95 an der Anode und von 10,80 an der Kathode, was bedeutet, daß der Anreicherungsfaktor
der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung arbeitenden Zelle im Falle einer nutzbaren eingesetzten
Masse an Lithiumnitrat von größenordnungsmäßig
betrug.
10,80
Claims (7)
1. Verfahren, um die Alkaliisotope, besonders die des Lithiums, voneinander zu trennen, bei dem
das Nitrat der zu trennenden Isotope als eine sich gegenüber den Elektroden fortlaufend bewegende
Schmelze elektrolysiert wird und dem Kathodenteil der Elektrolysezelle die Umwandlung des an
der Kathode sich abscheidenden Metalls in sein Nitrat bewirkende Stoffe zugeführt werden, da-
durch gekennzeichnet, daß dem Kathodenteil Salpetersäure, vorzugsweise als auf Siedetemperatur
ihres azeotroptisehen Gemisches mit Wasser erhitzter
Dampf zugeführt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem Kathoden-
und einem Anodenraum, die miteinander über eine oder mehrere ein als Diaphragma wirkendes Material
enthaltendeLeitungen verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung bzw. Leitungen
horizontal oder gegenüber den Horizontalen schwach geneigt verlaufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen als oben offene
Rinnen ausgebildet sind, deren Boden mit dem als Diaphragma wirkenden Material bedeckt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anoden- und Kathodenräume
tiefer als die sie verbindenden Rinnen liegen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode aus hochhitzebeständigem
Stahl und die Anode aus Platin besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, gekennzeichnet durch einen Vorratsbehälter für konzentrierte
Salpetersäure, der mit dem Kathodenraum über ein auf etwa 120 bis 130° C beheiztes Rohr in
Verbindung steht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Anoden- und Kathodenraum
sowie die beide verbindende Rinne in einem heizbaren Rohr untergebracht sind, an welches Auslaßstutzen
angeschlossen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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