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DE1080338B - Kontaktlose Matrize fuer Lochkartensteuereinrichtungen - Google Patents

Kontaktlose Matrize fuer Lochkartensteuereinrichtungen

Info

Publication number
DE1080338B
DE1080338B DES56677A DES0056677A DE1080338B DE 1080338 B DE1080338 B DE 1080338B DE S56677 A DES56677 A DE S56677A DE S0056677 A DES0056677 A DE S0056677A DE 1080338 B DE1080338 B DE 1080338B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
die according
card
holes
luminescent layer
resistors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES56677A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Georg Sichling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES56677A priority Critical patent/DE1080338B/de
Publication of DE1080338B publication Critical patent/DE1080338B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

  • Kontaktlose Matrize für Lochkartensteuereinrichtungen Bei der Programmsteuerung, insbesondere von Werkzeugmaschinen, ist es bekannt, zur Programmvorgabe Lochkarten zu verwenden und durch die ausgestanzten Löcher hindurch die Kontaktverbindungen herzustellen. Dies geschieht mit Hilfe von Steckern, wie beispielsweise beim sogenannten Kreuzschienenverteiler.
  • Die Herstellung der mechanischen Steckverbindungen ist umständlich und zeitraubend, und die Kontakte sind mit den bekannten Nachteilen, wie Verschmutzung, Abnutzung usw., behaftet. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und eine kontaktlos arbeitende Matrize für Lochkartensteuereinrichtungen zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Lochkarte als Blende zwischen einer Anzahl von entsprechend dem Lochkartenraster angeordneten lichtempfindlichen Widerständen und einer streifenförmig entsprechend den Lochkartenspalten erregbaren Lumineszenzschicht dient.
  • Die Lumineszenzschicht kann aus jedem hierfür geeigneten bekannten Material bestehen. Die Erregung erfolgt bekanntlich durch Kondensatorbelegungen, die die Lumineszenzschicht als Dielektrikum einschließen und an eine Wechsel- oder Impulsspannung gelegt werden. Die Ein- und Ausschaltung der Erregerspannungen für die Lumineszenzschicht erfolgt erfindungsgemäß durch die Programmsteuerkommandos.
  • Als lichtempfindliche Widerstände können vor allem Halbleiter dienen, insbesondere in Form von Schichtflächen, die auf eine Isolierplatte aufgedampft oder anderweitig aufgebracht sind. Die jeder Lochreihe zugeordneten Widerstände können jeweils parallel in eine Steuerleitung eingeschaltet sein.
  • Nähere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung schematisch dargestellt ist.
  • Fig.1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Matrize nach der Erfindung. Sie besteht aus einer Isolierplatte 1, auf der lichtempfindliche Widerstände 2 als Schichtflächen in den Abmessungen der Löcher 3 der Lochkarte 4 aufgebracht sind. Die Enden der Widerstände sind mit Leiterbahnen 5, 6 verbunden, die beispielsweise aus Silber bestehen können, das auf die Isolierplatte aufgedampft ist. Die äußere Verdrahtung erfolgt über Kontaktösen 7, B. Die Steuerleitung 5 jeder Widerstandsreihe ist im Ausführungsbeispiel an eine Spannungsquelle mit der Spannung U angeschlossen, während die Steuerleitungen 6 zu den Steuerausgängen führen, die mit A bis G bezeichnet sind. Die Widerstände sind in unbelichtetem Zustand hochohmig und werden bei Belichtung stromdurchlässig. Über der Lochkarte 4 ist eine weitere Isolierplatte 9 angeordnet, die die Lumineszenzschicht 10 trägt. Die Erregung erfolgt durch streifenförmige Kondensatoren mit den Belegungen 11 und 12. Jeder Lochkartenspalte, die mit a bis h bezeichnet sind, ist ein eigener streifenförmiger Kondensator zugeordnet, der bei f gestrichelt angedeutet ist, Die Stromkreise für die Kondensatoren werden mit Hilfe von Kommandogebern geschlossen, die in Fig. 1 nur als einfache Kontakte dargestellt und nicht bezeichnet sind. Die Erregerspannung wird an Klemmen 13, 14 angeschlossen. Es kann sich .um eine aus dem Netz gewonnene Wechselspannung oder um eine periodisch veränderliche Spannung beliebiger Kurvenform handeln, die beispielsweise durch einen mit Transistoren bestückten Oszillator erzeugt werden kann.
  • Zur Herstellung des oberen Teiles der Matrize können auf die Isolierplatte 9 zunächst parallele Leiterbahnen entsprechend den Belegungen 11 aufgedampft werden. Die Leiterbahnen können aus Silber oder einem anderen leitfähigen, Material bestehen. Sodann kann die Lumineszenzschirht aufgebracht werden, die schließlich mit parallelen.._ Leiterbahnen 12 aus lichtdurchlässigem leitendem aterial versehen wird. Derartiges Leitermaterial auf der Grundlage von halbleitenden Stoffen ist bekannt.
  • Bei der so aufgebauten. Matrize ist am Ort jeder Lochkartenspalte ein streifenförmiger Kondensator vorhanden, der durch die ausgestanzten Löcher der Karte hindurch die lichtempfindlichen Widerstände steuert, sobald er durch eine geeignete Spannung erregt wird. Als Material für die Isolierplatte 9 ist insbesondere Glas od. dgl. vorteilhaft, da es eine glatte ebene Oberfläche besitzt .und zugleich eine dauernde Kontrolle der Funktion der Matrize gestattet. Die beiden Isolierplatten 1 und 9 werden, wie aus Fig. 1 ersichtlich, derart aufeinandergelegt, daß ihre wirksamen Flächen die Lochkarte einschließen. Es ist zweckmäßig, die wirksamen Flächen mit einer dünnen, lichtdurchlässigen Abdeckung zum Schutz gegen mechanische Beschädigungen zu versehen, die sonst gegebenenfalls beim Auswechseln von Lochkarten zu befürchten wäre. Die Abdeckung kann beispielsweise eine Folie aus lichtdurchlässigem Kunststoff sein, .die so dünn ist, daß die richtige Steuerung nicht durch Streulicht beeinträchtigt wird. Unter Umständen kann es vorteilhaft sein, die Folie mit Ausnahme der dem Lochkartenraster entsprechenden Stellen zu schwärzen.
  • Die in Fig. 1 angedeuteten Kommandogeber können auf verschiedene Weise verwirklicht werden. Beispielsweise kann es sich um gesteuerte elektronische Schalter handeln. Ferner ist es möglich, in die einzelnen Stromkreise der KondensatorbelegungenTransduktoren zu schalten, die durch die Steuerkommandos vormagnetisiert werden.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die äußere Beschaltung für einen Programmwähler angedeutet. Entsprechend dem vorgegebenen Steuerprogramm treten die einzelnen Lochkartenspalten a bis 1a entweder aufeinanderfolgend oder in bestimmten Kombinationen derart in Tätigkeit, daß die Steuerausgänge l4 bis G in gewünschter Weise an Spannung gelegt werden. Dies geschieht dadurch, daß die belichteten, von der Lochkarte nicht abgedeckten Widerstände der einzelnen Spalten niederohmig werden und einen Stromfluß von der Speisespannungsquelle gestatten.
  • Die Matrize nach der Erfindung kann jedoch auch die Funktion von Und- bzw. Oder-Gattern erfüllen. Zur Darstellung eines Und-Gatters wird z. B. in jeder Lochreihe der Karte eine Lochkombination derart ausgestanzt, daß die nicht abgedeckten Widerstände der Reihe nur dann hochohmig bleiben, wenn sämtliche zugeordneten Lumineszenzstreifen nicht erregt sind. Die entsprechende Schaltung zeigt schematisch Fig. 2. Die Widerstände 2 sind hierbei wieder durch Leiterbahnen miteinander verbunden, von denen die oberen parallel an ein bestimmtes Potential, beispielsweise 0 V, gelegt sind, während die anderen über Widerstände 15 an ein anderes Potential, beispielsweise -24 V, angeschlossen sind. Das Potential 0 V herrscht auch an den parallel geschalteten rechten Klemmen von Betätigungsorganen, die durch Relais 16, 17 angedeutet sind. Es kann sich hierbei um Motoren, Magnetventile u. dgl., gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Verstärkern, handeln. Dem Beispiel nach Fig. 2 liegt die Annahme zugrunde, daß die beiden oberen Widerstandsreihen zur Steuerung des Betätigungsorgans 16 dienen sollen, während die dritte Widerstandsreihe dem Betätigungsorgan 17 zugeordnet ist. Die beiden oberen Widerstandsreihen können durch ein Und-Gatter abgeschlossen werden, das aus den Dioden 18 und 19 besteht.
  • Ist nun in der Lochkarte in der obersten Reihe eine bestimmte Lochkombination ausgestanzt, so bleiben zunächst die abgedeckten Widerstände der Reihe hochohmig. So lange einer der nicht abgedeckten Widerstände belichtet wird, ist ein Stromkreis vom Potential -24 V über einen Widerstand 15 und den belichteten Widerstand 2 zum Potential 0 V geschlossen, so daß die rechte Klemme des Widerstandes 15 ungefähr das Potential 0 V besitzt. Da somit am Betätigungsorgan 16 keine Spannung besteht, bleibt es unerregt. Nur wenn sämtliche Lumineszenzstreifen der Kombination nicht erregt sind, bleiben alle nicht abgedeckten Widerstände 2 der Reihe hochohmig, so daß über das Betätigungsorgan 16, die Diode 18 und den Widerstand 15 Strom zum Potential -24V fließt. Analoge Verhältnisse liegen bei den übrigen Reihen vor. Die Anordnung arbeitet demnach wie ein Und-Gatter, bei dem sämtliche Eingänge besetzt sein müssen, um ein Ausgangssignal zu erhalten. Unter Besetzen der Eingänge ist im vorliegenden Fall der Abschaltung derjenigen Lumineszenzstreifen zu verstehen, die den nicht abgedeckten Widerständen einer Reihe zugeordnet sind.
  • Umgekehrt kann eine ähnliche Anordnung als Oder-Gatter dienen, bei dem ein Ausgangssignal dann entsteht, wenn einer der Eingänge besetzt ist. Das Oder-Gatter kann im wesentlichen die gleiche Schaltung wie der in Fig. 1 dargestellte Programmwähler besitzen, wobei in jeder Lochreihe der Karte eine Lochkombination derart ausgestanzt ist, daß bei jeder streifenförmigen Erregung der Lumineszenzschicht innerhalb der Kombination der zugeordnete, nicht abgedeckte Widerstand der Reihe niederohmig gemacht wird.
  • Der praktische Aufbau der Matrize nach der Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann in verschiedenartig abgewandelter Form den jeweils vorliegenden Gegebenheiten angepaßt werden. Wesentlich ist dabei nur, daß die in einer Steuerkarte ausgestanzten Löcher die Belichtung von steuernden lichtempfindlichen Widerständen durch eine streifenförmig erregbare Lumineszenzanordnung gestatten.
  • Ein hauptsächliches Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Steuerung von Werkzeugmaschinen nach einem vorgegebenen Programm bzw. die Steuerung des automatischen Ablaufs von Prozessen beliebiger Art. Außerdem kann die Matrize die bekannten Und-und Oder-Gatter in beliebigen Anwendungen ersetzen, mit besonderem Vorteil dort, wo laufend Änderungen im Aufbau der Gatter erforderlich sind. Dies kann beim Erfindungsgegenstand einfach durch Auswechseln der Lochkarte geschehen.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kontaktlose Matrize für Lochkartensteuereinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochkarte als Blende zwischen einer Anzahl von entsprechend dem Lochkartenraster angeordneten lichtempfindlichen Widerständen und einer streifenförmig entsprechend den Lochkartenspalten erregbaren Lumineszenzschicht dient.
  2. 2. Matrize nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeder Lochkartenreihe zugeordneten Widerstände jeweils parallel in eine Steuerleitung eingeschaltet sind.
  3. 3. Matrize nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregerspannungen der Lumineszenzschicht durch Programmsteuerkommandos ein- und ausgeschaltet werden.
  4. 4. Matrize nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Stromkreise der Erregerspannungen Transduktoren eingeschaltet sind, die durch die Programmsteuerkommandos vormagnetisiert werden.
  5. 5. Matrize nach den Ansprüchen 1 bis 4 als Programmwähler, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Lochspalte der Karte eine Lochkombination derart ausgestanzt ist, daß bei jeder einzelnen streifenförmigen Erregung der Lumineszenzschicht die nicht abgedeckten Widerstände der Spalte niederohmig gemacht und damit die Steuerleitungen in der vorgegebenen Kombination eingeschaltet werden.
  6. 6. Matrize nach den Ansprüchen 1 bis 4 als Und-Gatter, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Lochreihe der Karte eine Lochkombination derart ausgestanzt ist, daß die nicht abgedeckten Widerstände der Reihe nur dann hochohmig bleiben, wenn alle zugeordneten Lumineszenzstreifen nicht erregt sind.
  7. 7. Matrize nach den Ansprüchen 1 bis 4 als Oder-Gatter, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Lochreihe der Karte eine Lochkombination derart ausgestanzt ist, daß bei jeder streifenförmigen Erregung der Lumineszenzschicht innerhalb der Kombination der zugeordnete, nicht abgedeckte Widerstand der Reihe niederohmig gemacht wird. B.
  8. Matrize nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindlichen Widerstände als Schichtflächen in den Abmessungen -der Kartenlöcher und die Steuerleitungen als Leiterbahnen auf eine Isolierplatte aufgebracht sind.
  9. 9. Matrize nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Isolierplatte, insbesondere aus lichtdurchlässigem Material, auf die zunächst parallele Leiterbahnen, sodann eine Lumineszenzschicht und schließlich parallele Leiterbahnen aus lichtdurchlässigem Material derart aufgebracht sind, daß die Leiterbahnen am Ort der Lochkartenspalten als Kondensatorbelegungen zur Erregung der Lumineszenzschicht dienen.
  10. 10. Matrize nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Isolierplatten unter Einschluß der Lochkarten mit ihren wirksamen Flächen aufeinandergelegt sind und daß vorzugsweise die wirksamen Flächen mit einer dünnen, lichtdurchlässigen Abdeckung zum Schutz gegen mechanische Beschädigung versehen sind.
DES56677A 1958-01-23 1958-01-23 Kontaktlose Matrize fuer Lochkartensteuereinrichtungen Pending DE1080338B (de)

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DE (1) DE1080338B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1168136B (de) 1959-07-02 1964-04-16 Gen Electric Fotoelektrische Abtasteinrichtung fuer an den Markierungsstellen lichtdurchlaessige Aufzeichnungstraeger
DE1207682B (de) 1961-04-14 1965-12-23 Ibm Photoelektrische Abtaststation fuer Aufzeichnungstraeger
DE1257252B (de) * 1965-03-08 1967-12-28 Int Standard Electric Corp Programmsteuereinrichtung

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DE1207682B (de) 1961-04-14 1965-12-23 Ibm Photoelektrische Abtaststation fuer Aufzeichnungstraeger
DE1257252B (de) * 1965-03-08 1967-12-28 Int Standard Electric Corp Programmsteuereinrichtung

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