-
Zusammensetz- und Bauspiel Die Erfindung bezieht sich auf Zusammensetz-
und Bauspiele, welche mit Kubuswürfeln versehen sind.
-
Bisher sind die Kubuswürfel solcher Spiele mit Bildern beklebt, die
häufig nur einen Ausschnitt aus einem Gesamtbild darstellen, welches durch Zusammensetzen
mehrerer passender Kubuswürfel veranschaulicht werden kann. Es kommt aber auch vor,
daß die Bilder einzelner Kubuswürfel selbständige Bedeutung haben. Immer handelt
es sich jedoch um unveränderliche Bilder.
-
Die Erfindung zielt darauf ab, die Spielmöglichkeiten, die ein Kubuswürfel
bietet, zu steigern und dabei die Phantasie des spielenden Kindes anzuregen. Sie
geht deshalb dahin, daß die Kubuswürfel mit »lebenden Bildern« versehen sind, welche
aus in an sich bekannter Weise einer Unterlage und einer durchsichtigen gerippten
Abdeckung bestehen. Auf diese Weise ergibt sich der Fortschritt, daß je nach dem
Betrachtungswinkel, unter welchem das spielende Kind ein Bild eines Kubuswürfels
ansieht, eine andere Darstellung in Erscheinung tritt. Daraus erhält das ganze Zusammensetz-
und Bauspiel einen erhöhten Spielreiz, der zudem wegen des Bildwechsels scherzhaften
und überraschenden Charakter besitzt.
-
An sich sind »lebende Bilder«, die manchmal auch »Fixierbilder« genannt
werden, insbesondere für Reklamezwecke bekannt. Manche sind so ausgebildet, daß
ein Passant, der an einem Reklameplakat vorübergeht, zuerst eine bildliche Darstellung,
z. B. der angepriesenen Ware sieht, während dann beim Weitergehen, während dieses
Bild verschwindet, ein weiteres Bild oder eine Inschrift, z. B. einen Markennamen,
sichtbar wird. Es ist möglich, solche »Fixierbilder« derart auszubilden, daß verschiedene
Bewegungsstadien des Gezeigten dargestellt sind, so daß bei Änderung des Betrachtungswinkels
der Eindruck besteht, der gezeigte Gegenstand bewege sich. Die Anbringung solcher
»lebender Bilder« auf Kubuswürfel im Sinne der Erfindung kann derart geschehen"daß
sich,die Bilder mehrerer Kubuswürfel zu einem Gesamtbild ergänzen.
-
Nette Möglichkeiten ergeben sich, wenn das Zusammensetz- oder Bauspiel
neben Kubuswürfeln mit »lebendigen Bildern« auch Kubuswürfel mit gewöhnlichen Bildern,
wie sie bisher gebräuchlich sind, aufweist, so daß aus den letzteren ein stehendes
Bild, z. B. eine Wiese, zusammensetzbar ist, während die ersteren z. B. ein auf
:dieser Wiese springende Tiere zeigendes Bild ergeben.
-
In Weiterentwicklung des Erfindungsvorschlages können die »lebenden
Bilder« so angebracht werden, daß sie um eine parallel zur Rippierung der Abdeckung
verlaufende Achse schwenkbar sind. Diese Achse kann an einer Kante des »lebenden
Bildes« vorgesehen sein oder sich parallel zu einer Kante durch dieses Bild erstrecken.
In jedem Falle empfiehlt es sich, geeignete Druck-, Zug- oder Drehgriffe vorzusehen,
welche das Verschwenken des Bildes erleichtern. Namentlich wenn Druck- oder Zugtasten
als Betätigungsglied benutzt werden, ist es ratsam, den Bildern eine sie in die
Ausgangslage zurückführende Rückholfeder zuzuordnen.
-
Auf diese Weise ist der weitere Fortschritt erreicht, daß jeder Kubuswürfel
gewissermaßen einen Spielzeug-Fernsehapparat darstellt. Es übt somit der Würfel
eine zusätzliche Spielfunktion aus.
-
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung in
schematischer Darstellung veranschaulicht.
-
In Fig. 1 ist die Ansicht von acht zusammengesetzten Kubuswürfeln
dargestellt, welche im Sinne der Erfindung mit »lebenden Bildern« versehen sind.
Diese beziehen sich in der oberen Würfelreihe auf Clown-bzw. Zirkusdarstellungen,
während die untere Reihe der Würfel die Darstellung eines Zuschauerraumes wiedergibt.
Wenn der Blickwinkel, unter welchem die Blickstrahlen des Betrachtenden auf die
Bilder auffallen, sich ändert, so ändern sich die Darstellungen derart, daß die
gezeigten sich zu bewegen scheinen. Dabei ist es gleichgültig, ob der Betrachtende
sich gegenüber den stillstehenden Würfeln in seiner Stellung ändert oder ob -er
ruhig bleibt und die Würfel ihm gegenüber verschwenkt werden.
-
Sinngemäß das gleiche gilt für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
2, welches sechs Würfel a mit »lebenden Bildern« aufweist und zu dem außerdem drei
Würfel b mit gewöhnlichen Bildern gehören, die zusammen eine Wiese ergeben, über
welche der aus Würfeln a zusammengesetzte »Reiter« sich bei Änderung des Betrachtungswinkels
hinweg zu bewegen scheint.
-
Gemäß Fig. 3 ist es möglich, das »lebende Bild« ä gegenüber dem Kubuswürfel
zu verschwenken. Dabei dient bei dieser Ausführungsform die Bildkante h als Schwenkachse.
Die Betätigung erfolgt mittels- eines
hin und her beweglichen Schiebers
i, der an dem Bild g angreift.
-
In jedem Falle braucht die Schwenkachse nicht mit einer Bildkante
zusammenzufallen. Sie kann innerhalb des Bildes verlaufen.