DE1079105B - Farbfernseh-UEbertragungssystem - Google Patents
Farbfernseh-UEbertragungssystemInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N11/00—Colour television systems
- H04N11/06—Transmission systems characterised by the manner in which the individual colour picture signal components are combined
- H04N11/12—Transmission systems characterised by the manner in which the individual colour picture signal components are combined using simultaneous signals only
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Description
Es sind Farbfernsehsysteme bekannt, bei denen neben den Trägerwellen für Bild und Ton, die vom
Sender ausgestrahlt werden und Helligkeitsbildinhalt und Ton wie beim Schwarzweißfernsehen übertragen,
ein Hilfsträger benutzt wird, der mit der Färbinformation in Form von zwei gegeneinander um 90°
phasenverschobenen Amplitudenmodulationen mit Trägerunterdrückung moduliert ist.
Das Frequenzschema einer derartigen Farbfernsehübertragung ist in Abb. 1 dargestellt. Der Bildträger
ist mit B bezeichnet; H stellt den für den Helligkeitsbildinhalt benutzten Kanal dar. Mit F ist die Lage
des unterdrückten Hilf strägers mit seinen Seitenbandfrequenzen I und Q gekennzeichnet, die zusätzlich
dem Bildträger aufmoduliert werden, wobei unter Ausnutzung der Tatsachen, daß die in Fernsehsignalen
vorhandenen Frequenzen im wesentlichen in Gruppen um die Oberwellen der Zeilenfrequenz ζ angeordnet
sind und daß Frequenzen, die ein ungerades Vielfaches von z/2 darstellen, im Fernsehbild wenig
sichtbar sind, der Hilfsträger F gleich einem ungeraden Vielfachen von z/2 gemacht wird. Es wurde
z. B. vorgeschlagen, beim europäischen Farbfernsehen F =.7·7·11·*/2 = 4,21MHZbZW-F = 3·5·5·7·*/2
=4,14 MHz zu benutzen. Der Tonträger T1 der im allgemeinen wie beim Schwarzweißfernsehen frequenzmoduliert
wird, hat vom Bildträger einen Abstand, der einem geradzahligen Vielfachen von z/2
entspricht, so daß der Abstand des Differenzträgers zum Hilfsträger wieder ein ungerades Vielfaches von
z/2 beträgt und also die Differenzfrequenz beider Träger möglichst wenig stört. Beim europäischen Fernsehen
ist der Differenzträger D = T—B=2« · 11 · z/2
= 5,5 MHz.
Im Empfänger wird wie beim Schwarzweißfernsehen der in Abb. 1 dargestellte Kanal H zunächst in
ein niederfrequentes Fernsehsignal umgewandelt. Dann werden die /- und Q-Frequenzen mit entsprechenden
Filtern ausgesiebt und mit phasenempfindlichen Gleichrichtern unter Hinzufügung der Hilfsträgerfrequenz
gleichgerichtet. Die Hilfsträgerfrequenz wird im Empfänger in einem Oszillator hergestellt,
der mit kurzzeitigen Hilfsträgerfrequenzstößen, die während der Austastimpulszeiten im Fernsehbildsignal
enthalten sind, synchronisiert wird.
Die Einführung eines Hilfsträger innerhalb der Videofrequenzen führt trotz Trägerunterdrückung zu
einer gewissen Moireebildung im Fernsehbild. Diese Moireebildung kann man zwar dadurch unterdrücken,
daß man die niederfrequente Bandbreite herabsetzt oder einen entsprechenden Absorptionskreis in die
Videostufe einfügt, man setzt aber jedenfalls gleichzeitig die Wiedergabegüte herab.
In praxi liegt die höchste verwertbare Videofre-Farbfernseh-Übertragungssystem
Anmelder:
Dr. rer. nat. Hans Werner Paehr,
Bad Homburg v. d. Höhe, Niddastr. 20
Bad Homburg v. d. Höhe, Niddastr. 20
Dr. rer. nat. Hans Werner Paehr,
Bad Homburg v. d. Höhe,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
quenz damit unterhalb der Hilfsträgerfrequenz. Erhöht man die Hilfsträgerfrequenz, so steigt zwar die
Auflösung des Schwarzweißbildes, gleichzeitig sinkt aber die Bandbreite der Farbinformation in starkem
Maße und die Differenzfrequenz zwischen Ton- und Farbträger wird stärker sichtbar.
Die Erfindung zeigt einen Ausweg aus diesem Dilemma, ohne daß die gesamte Übertragungsbandbreite
wesentlich ansteigt, wie das bei Farbfernsehsystemen,
welche die Farbinformation auf einem getrennten Frequenzbereich übertragen, der Fall ist. Erfindungsgemäß
wird der Frequenzabstand des Trägers für das Helligkeitssignal von dem Träger für das Farbsignal
größer als die Breite des Seitenbandes des helligkeitsmodulierten Trägers, aber kleiner als die Summe aus
diesem Seitenband und einem Seitenband des farbmodulierten Trägers gewählt und der Ton auf einem
impulsmodulierten dritten Träger übertragen, dessen Frequenz innerhalb der durch die beiden erstgenannten
modulierten Träger gegebenen Kanalbreite liegt, und der nur während der Synchronisierpausen ausgestrahlt
wird. Die Erfindung werde an einem Beispiel erläutert.
Das Frequenzschema eines derartigen Systems zeigen die Abb. 2 a und 2 b. Die beiden Frequenzspektren
werden abwechselnd gesendet, Abb. 2 b während der Synchronisier- und Austastimpulszeiten und
Abb. 2 a während der Übertragung des Bildinhaltes. Die Frequenzbereiche H, I und Q haben die gleiche
Bedeutung wie in Abb. 1 und auch die gleiche Breite, nur ist die Lage von / und Q geändert. Die Farbinformationen
werden nämlich dem Träger T' aufmoduliert und als Seitenbänder ohne Träger ausgestrahlt.
Man kann die Seitenbänder natürlich auch als Modulation des Trägers B übertragen. (Grundsätzlich
ist es immer möglich, bei zwei nebeneinanderliegenden Trägern, also auch bei Abb. 1, einen der Träger
durch Einseitenbandmodulation des anderen Trägers
909 769/216
zu übertragen, was auch bei sehr hohen Frequenzen, bei denen die Einhaltung des Trägerabstandes schwierig
ist, zweckmäßig ist.) In einem Empfänger mit der Bandbreite H' werden die Frequenzbereiche /
und Q in jedem Fall mit dem Träger B demoduliert. Sie treten in der NF also als Modulationsfrequenzen
eines Hilfsträgers mit der Differenzfrequenz T'—B auf und werden nach Aussiebung unter Hinzufügung
des Differenzträgers mittels phasenempfindlicher Gleichrichter in die niederfrequenten Farbsignale umgewandelt.
Der Differenzträger wird während der Impulszeiten (Abb. 2 b) gewonnen und synchronisiert
einen Hilfsoszillator.
Gleichzeitig kann man über den Träger T' den Ton übertragen mit Hilfe irgendeiner Impulsmodulation,
die sich z. B. auf Länge oder Höhe der Impulse bezieht. Da die Impulsfrequenz gleich ζ ist, verzichtet
man auf die hohen Modulationsfrequenzen.
Der Gedanke, Impulsmodulation für die Tonübertragung zu benutzen, ist an und für sich nicht neu;
es ist z. B. schon in Veröffentlichungen von anderer Seite beschrieben worden, daß man den Ton beim
Fernsehen durch Längenmodulation der Synchronisierimpulse mit ausreichender Qualität übertragen
kann.
Durch Austastmaßnahmen mit Hilfe von Impulsen, die am Zeilenausgangstransformator abgenommen
werden, ist es möglich, einerseits die Differenzträgerimpulse für die Hilfsoszillatorsynchronisierung von
einer Längenmodulation zu befreien und andererseits den Tonteil NF-seitig nur während der Impulszeiten
zu öffnen und so das Rauschen herabzusetzen.
Erfindungsgemäß kann der Tonträger innerhalb der durch Helligkeits- und Farbinformation gegebenen
Bandbreite an einer beliebigen geeigneten Stelle liegen, wobei die Differenzfrequenz zwischen BiId-
und Tonträger, wenn die Farbinformation mit unterdrücktem Träger übertragen wir.d, in bekannter Weise
nach Frequenztransformation durch Teilung und/oder Vervielfachung zur Synchronisierung des zur Demodulation
der Farbinformation benötigten Hilfsoszillators dient.
abstand des Trägers für das Helligkeitssignal von dem Träger für das Farbsignal ein ungerades
Vielfaches der halben Zeilenfrequenz und größer als die Breite des Seitenbandes des helligkeitsmodulierten
Trägers, aber kleiner als die Summe aus diesem Seitenband und einem Seitenband des
farbmodulierten Trägers ist und daß der Ton auf einem impulsmodulierten dritten Träger übertragen
wird, dessen Frequenz innerhalb der durch die beiden erstgenannten modulierten Träger gegebenen
Kanalbreite liegt und der nur während der Synchronisierpausen ausgestrahlt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte dritte Träger die
Frequenz des Farbträgers hat.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbträger ein Unterträger
ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus dem Helligkeitsträger
und dem Tonträger gebildete Differenzfrequenz unmittelbar oder nach einer Frequenztransformation
durch Teilung und/oder Vervielfachung zur Synchronisierung eines lokalen Generators
dient, der die für dieDemodulation des Farbunterträgers benötigte Bezugsfrequenz erzeugt.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ■ daß die Tonmodulation in Form
von Impulshöhen- oder Breitenmodulation vorgenommen wird.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzträgerimpulse im
Empfänger durch Tastung mit Hilfe einer Impulsspannung von der Impulsbreitenmodulation
befreit werden.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonempfangsteil durch Tastung
mit Hilfe einer Impulsspannung nur während der Synchronisier- und/oder Austastimpulszeiten
empfangsbereit ist bzw. verstärkt.
Claims (1)
1. Einrichtung zur Übertragung einer vollständigen Farbfernsehinformation, bestehend aus
einem breitbandigen Helligkeitssignal, einem Farbsignal geringerer Bandbreite und einem Tonsignal,
dadurch gekennzeichnet, daß der Frequenz-In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 092 331;
Electronics, August 1951, S. 90 und 91; Februar 1952, S. 96;
Proceedings of the IRE, 1946, S. 49 bis 61; 1953, S. 979 und 980;
Wireless World, November 1953, S. 526; Juni 1954, S. 256;
Elektronische Rundschau, Nr. 4, 1956, S. 101.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 769ß16 3.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP16624A DE1079105B (de) | 1956-07-10 | 1956-07-10 | Farbfernseh-UEbertragungssystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP16624A DE1079105B (de) | 1956-07-10 | 1956-07-10 | Farbfernseh-UEbertragungssystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1079105B true DE1079105B (de) | 1960-04-07 |
Family
ID=7366130
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP16624A Pending DE1079105B (de) | 1956-07-10 | 1956-07-10 | Farbfernseh-UEbertragungssystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1079105B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1266800B (de) * | 1963-12-05 | 1968-04-25 | Communications Patents Ltd | Drahtfunksystem fuer Farbfernsehsignale der NTSC-Art |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1092331A (fr) * | 1953-09-08 | 1955-04-20 | Radio Ind | Procédé de transmission radioélectrique à rendement élevé |
-
1956
- 1956-07-10 DE DEP16624A patent/DE1079105B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1092331A (fr) * | 1953-09-08 | 1955-04-20 | Radio Ind | Procédé de transmission radioélectrique à rendement élevé |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1266800B (de) * | 1963-12-05 | 1968-04-25 | Communications Patents Ltd | Drahtfunksystem fuer Farbfernsehsignale der NTSC-Art |
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