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Vorrichtung zur Behandlung von Werkstücken in Flüssigkeiten, insbesondere
in galvanischen Bädern Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Behandlung
von Werkstücken in Flüssigkeiten und vorzugsweise in galvanischen Bädern. Die Erfindung
betrifft, obwohl sie nicht so begrenzt ist, besonders geradlinige automatische Galvanisieranlagen,
bei welchen mehrere Werkstücke auf Trägern von dem einen Ende der Maschine zu dem
anderen transportiert werden und von den Trägern nach dem Galvanisieren entfernt
werden.
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Bei den üblichen geradlinigen automatischen Galvanisieranlagen wird
der Werkstückträger an dem einen Ende der mit mehreren Tanks ausgerüsteten Vorrichtung
eingeführt. Diese Tanks sind auf der gesamten Länge der Vorrichtung an geordnet,
und jedes Werkstück wird in hochgehobener Lage von einem Tank zum nächsten Tank
weiterbefördert und läuft dann in abgesenkter Stellung zwischen Reihen von längs
angeordneten Anoden, um dann an dem entgegengesetzten Ende der Anlage aus dem Galvanisierbad
emporzutauchen. Eine derartige Anordnung gestattet jedoch nur eine geringeVerstellung
derAnoden zur Anpassung an die verschieden geformten Teile, welche für einen gleichmäßigen
Überzug über die ganze Werkstückoberfläche notwendig ist. In den üblichen Fällen,
wo die zu galvanisierenden Teile eine Einstellung der Anoden benötigen, wird es
vorgezogen, und es ist billiger, diese Teile in einem ruhenden Tank zu galvanisieren,
wobei die Teile horizontal und die Anoden um das Werkstück in Sätzen angeordnet
sind, obwohl die galvanisierten Teile nun durch Aufzüge hochgezogen werden müssen,
die von einem geschulten Galvaniseur bedient werden.
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Es sind auch Vorrichtungen bekannt, bei denen an der Behandlungsstation
eine Halterung vorgesehen ist, die gleichzeitig eine Mehrzahl von Werkstückträgern
in abgesenkter Lage hält. Hierbei ist eine Hubvorrichtung vorhanden, die zwischen
einer abgesenkten und einer angehobenen Stellung mit einem Antrieb hin- und herbewegt
werden kann, um wahlweise den einen oder anderen Werkstückträger anzuheben oder
abzusenken. Diese Hubvorrichtung ist als vertikalter Rahmen ausgebildet, welcher
eine Mehrzahl von horizontal aufeinander ausgerichteter beweglicher Schienenabschnitte
trägt, die in der angehobenen Stellung der Hubvorrichtung horizontal mitÜberführungs
schienen ausgerichtet sind. Auf den Überführungsschienen und den beweglichen Schienenabschnitten
sind bewegbare Werkstückträger vorgesehen, die sich auf den ortsfesten Schienen
und den beweglichen Schienenabschnitten abstützen, wenn der Rahmen in der abgesenkten
Stellung ist. Die beweglichen Schiene nenabschnitte können bei dieser Vorrichtung
durch eine Verschwenkvorrichtung in der abgesenkten Lage wahlweise zwischen einer
Werkzeugträger-Eingriffsstellung und einer zurückgezogenen Ruhestellung, in der
kein Eingriff erfolgt, verschwenkt werden. In der angehobenen Stellung werden die
ausgewählten, beweglichen Schienenabschnitte in der Werkzeugträger-Eingriffsstellung
durch eine Sperre gehalten.
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Hierbei ist es jedoch nicht möglich, die Werkzeugträger in der angehobenen
Stellung der Hubvorrichtung über die in der Behandlungsstation in abgesenkter Lage
stehengebliebenen Werkstückträger hinwegzubewegen.
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Zweck der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, welche
die Nachteile der bisher bekannten Vorrichtung behebt und bei Behandlung von mehreren
Werkstücken gleichzeitig zeit- und raumsparend ist.
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Es ist ein weiterer Zweck, eine Vorrichtung zu schaffen, in welcher
ein oder mehrere Werkstücke von einer großen Menge derselben wahlweise aus dem Galvanisierbad
hochgehoben werden können, wobei diejenigen Werkstücke, die noch nicht vollständig
gaivanisiert sind, weiter ständig in dem Galvanisierbad bleiben können, bis ihre
Entfernungszeit herangeschritten ist.
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Ein weiterer Zweck ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, bei welcher
die fertiggalvanisierten Werkstücke überspringend befördert werden, d. h. wahlweise
und
automatisch von der Galvanisierstation in irgen(deiner gewünschten Reihenfelge -unabhängig
von ihrer Längsordnung in der Galvanisierstation aus dieser entfernt werden können,
und bei welcher weiterhin unbehandelte Werkstücke automatisch in die Plätze der
Galvanisierstation übergeführt werden, welche.. durch die fertiggalvanisierten Werkstücke
frei geworden sind.
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Die von der Erfindung gegenüber bekannten Anordnungen erstrebten Vorteile
liegen somit darin, daß von einer Gruppe von Werkstückträgern, die sich in abgesenkter
Stellung in den einzelnen Bädern befinden, einzelne in die angehobene Stellung befördert
und von dort auf horizontalem Wege aus der Behandlungsstation abgeführt werden können
und daß, solange sich die Hubvorrichtung noch-in der angehobenen Stellung befindet,
ein neuer Werkstückträger in die Stellung über dem frei gewordenen Bad bewegt und
dann in das soeben frei gewordene Bad abgesenkt werden kann.
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Eine solche Anordnung kann dann irgendwelche anderen der in abgesenkter
Stellung befindlichen Werkstückträger fortnehmen und durch neue Werkstückträger
ersetzen. Dieses Fortnehmen und Ersetzen der Werkstückträger läßt sich in einer
zuvor festgelegten Reihenfolge vornehmen. Während dieser Austauschvorgänge muß oder
kann der fortgenommene Werkstückträger in horizontaler Richtung über die anderen
sich noch in abgesenkter Stellung befindlichen Werkstückträger hinwegbewegt werden.
Der neue Werkstückträger muß oder kann dann in gleicher Weise auf einem horizontalen
Pfad über die anderen sich noch in abgesenkter Stellung befindlichen Werkstückträger
hinweg zu seinem Platz gebracht werden.
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Die Grundgedanken der Erfindung sind vor allem anwendbar, wenn es
aus chemischen oder mechanischen Gründen nicht möglich oder unerwünscht ist, die
Werkstückträger in den abgesenkten Stellungen in horizontaler Richtung zu bewegen.
Mechanische Gründe sind vor allem ausschlaggebend bei Galvanisiermaschinen, bei
denen in immer stärkerem Maße Gruppen oder Nester von Anoden verwendet werden.
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Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Behandeln von Werkstücken
in Flüssigkeiten, insbesondere zum Galvanisieren, mit einer an der Behandlungsstation
angeordneten Halterung, die gleichzeitig eine Mehrzahl von Werkstückträgern in abgesenkter
Lage hält, und einer Hubvorrichtung, die zwischen einer abgesenkten und einer angehobenen
Stellung mit einem Antrieb hin- und herbewegt werden kann, um selektiv einen oder
mehrere der Werkstückträger anzuheben oder abzusenken, wobei das Neue und Erfinderische
darin gesehen wird, daß eine Uberführungsvorrichtung vorgesehen ist, mit der die
Werkstückträger bei in angehobener Stellung befindlicher Hubvorrichtung über die
in der Behandlungsstation in abgesenkter Lage stehengebliebenen Werkstückträger
hinwegbewegt werden können.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine weitere
Überführungsvorrichtung vorgesehen, mit der die Werkstückträger auch dann über die
in abgesenkter Lage befindlichen Werkstückträger hinwegbewegt werden könnten, wenn
sich die Hubvorrichtung in der abgesenkten Stellung befindet.
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Die Erfindung ist nur beispielsweise in den Zeichnungen beschrieben;
es zeigt Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer geradlinig arbeitenden Galvanisiervorrichtung,
bei welcher die Tanks entfernt sind, wobei jedoch die Lage der Galvanisierstation
angegeben ist, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Galvanisierstation der in
Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, wobei der
Rahmen derselben sich in der unteren Stellung
befindet und wobei weiterhin eine Nockenwelle und ein Nockenwellenantrieb für die
beweglichen Laufschienenabschnitte gezeigt ist, Fig. 3 eine perspektivische Ansicht
ähnlich Fig. 2, jedoch mit hochgehobenem Rahmen und mit einem der beweglichen Laufschienenabschnitte
(34a) in nach innen gehaltener Stellung, um einen tSberführungsschienenabschnitt
direkt darüber zu verschieben und eine durchgehende Laufschiene zu bilden, Fig.
4 eine perspektivische Ansicht des Inneren der Überführungsschiene der Galvanisierstation,
Fig. 5 einen teilweisen Querschnitt längs der Linie 5-5 der Fig. 2, welcher die
Zusammenarbeit eines die Laufschiene bestimmenden Nockens und eine bewegliche Laufschienenabstützung
und auch die Art und Weise zeigt, in welcher ein beweglicher Laufschienenabschnitt
einen Träger ergreift; diese Figur zeigt weiterhin ein erstes Ausführungsbeispiel
einer schwenkbar angebrachten Überführungslaufschiene mit einem verschiebbaren Teil,
welche direkt iiber dem beweglichen Laufschienenabschnitt der Galvanisierstation
angebracht ist, Fig. 6 einen teilweisen Querschnitt ähnlich dem oberen Teil der
Fig. 5, bei welcher jedoch der ausgewählte bewegliche Laufschienenabschnitt in seiner
erhobenen Stellung mit dem verschiebbaren Abschnitt der Überführungslaufschiene
direkt -darüber nach oben schwenkbar angebracht ist, damit der bewegliche Laufschienenteil
in eine Flucht mit der Uberführungsschiene gelangt und ein Teil dieser wird, Fig.
7 einen teilweisen Querschnitt längs der Linie 7-7 der Fig. 5, welcher die Mittel
zur schwenkbaren Befestigung der verschiebbaren Abschnitte der Überführungslaufschiene
oberhalb der Galvanisierstation wiedergibt, Fig. 8 einen teilweisen Querschnitt
ähnlich der Fig. 5, welche jedoch ein zweites Ausführungsbeispiel eines verschiebbaren
Überführungslaufschienenteiles wie dergibt, welches oberhalb der Galvanisierstation
angeordnet ist, Fig. 9 einen teilweisen Querschnitt ähnlich dem oberen Teil der
Fig. 8, welcher den ausgewählten beweglichen Laufschienenabschnitt in seiner hochgehobenen
Stellung mit dem verschiebbaren Abschnitt der Überführungsschiene direkt darüber
zeigt, welche nach oben geschoben ist, damit der bewegliche Laufschienenabschnitt
in einer Flucht mit der Überführungsschiene oberhalb der Galvanisierstation liegt
und einen Teil dieser Überführungsschiene bilden kann, Fig. 10 einen teilweisen
Querschnitt längs der Linie 10-10 der Fig. 8, welcher die Mittel zur gleitenden
Befestigung der verschiebbaren Abschnitte der Überführungsschienen oberhalb der
Galvanisierstation wiedergibt, Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer Stößelrückholführung,
deren Tor in geöffneter Stellung ist, damit der Stößel hinter einen Träger fällt,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht ähnlich der Fig. 11, jedoch in geschlossener
Stellung, um die zurückgeholte Stellung des Stößels beizubehalten, Fig. 13 einen
teilweisen Aufriß längs der Linie 13-13 der Fig. 2, welcher die Betätigungsmittel
für das Tor der Stößelrückführung zeigt, Fig. 14 einen teilweisen Querschnitt längs
der Linie 14-14 der Fig. 3, welcher die Stößelschieber und deren Arbeitsweise zeigt,
Fig. 15 eine schematische Ansicht, welche diegegenseitige Anordnung zwischen den
verschiedenen Stationen und Tanks der Vorrichtung zeigt,
Fig. 16
eine schematische Ansicht ähnlich der Fig. 15, wobei jedoch ein Werkstück aus der
Galvanisierstation zu einer Spiil-Überführungsstation bewegt und ein neues Werkstück
an Stelle des vorhergehenden der Galvanisierstation zugeführt wird, Fig. 17 eine
schematische Ansicht ähnlich den Fig. 15 und 16, wobei jedoch das Werkstück über
den Vorbehandlungs- und Spülstationen gehalten wird und andere Werkstücke in der
Galvanisierstation sind, Fig. 18 eine schematische Ansicht ähnlich Fig. 15 bis 17,
wobei jedoch die Werkstücke in verschiedenen Stellungen sich befinden, Fig. 19 eine
schematische Ansicht, welche die Stößelschieber und ihre Zusammenarbeit mit einer
Stößelrückholführung zeigen, wobei ein erster Stößel gerade ,n Eingriffsstellung
ist, Fig. 20 eine schematische Ansicht ähnlich Fig. 19, wobei jedoch der Träger
in seine obere Stellung gebracht ist, Fig. 21 eine schematische Ansicht ähnlich
Fig. 19, wobei jedoch der Träger durch den ersten Stößel vorgeschoben worden ist,
Fig. 22 eine schematischeAnsicht ähnlichdenFig. 19 und 20, wobei sich jedoch ein
neuer Träger in Galvanisierstellung befindet, und Fig. 23 eine Seitenansicht einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung, teilweise schematisch, welche Kettenstößel zur Überführung
bestimmter Träger längs der Überführungsschiene zu einem anderen Teil der Anlage
und zur Überführung eines anderen Trägers in die von dem vorher entfernten Träger
freigegebene Stellung zeigt.
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Die Erfindung sieht eine automatische Vorrichtung vor, bei welcher
eine Laufschiene für Werkstücke so lange in einer Zelle eines Galvanisiertanks mit
entsprechenden ineinandergeschachtelten Anoden verbleiben kann, bis der erforderliche
Niederschlag aufgebracht ist. Die Vorrichtung ermöglicht gleichermaßen die wirksamste
Verwendung von Vorbehandlungstanks, beispielsweise Reinigungs- und Spültanks, in
welchen die Werkstücke sehr viel geringere Verweilzeiten benötigen als bei den Platierungszellen.
Im allgemeinen wird dieser automatische Kreislauf durch eine Galvanisierstation
vervollständigt, welche mit Mitteln ausgerüstet ist, um hintereinander leere Galvanisierzellen
auszuwählen und so die Träger der Werkstücke beim Hervortauchen aus den Vorbehandlungstanks
in später näher zu beschreibender Weise aufzunehmen.
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Die allgemeine Anordnung und Arbeitsweise der erfindungsgemäß en
geradlinigen Galvanisiervorrichtung ist am besten in den schematischen Fig. 15 bis
18 zu erkennen. Die Vorrichtung besteht aus mehreren Behandlungstanks, von denen
drei in dem vorliegenden Beispiel wiedergegeben sind, nämlich ein Vorbehandlungstank
21, ein Galvanisiertank 22 und ein-Spültank 23. Der Galvanisiertank 22, welcher
in den Fig. 15 bis 18 schematisch wiedergegeben ist, ist bei der tatsächlich vorliegenden
Vorrichtung der Erfindung ein unterteilter Tank. Mehrere Unterteilungen dieses Tanks
bilden die Galvanisierstation 29 der Fig. 1. In jeder der Unterteilungen des Tanks
22 sind die Anoden quer zur Breite der Vorrichtung in Sätzen angeordnet, welche
mit der Form des zu galvanisierenden Teiles übereinstimmen, und es ist offensichtlich,
daß eine ständige Vorwärtsbewegung durch derartige Tanks unmöglich ist. Die Werkstücke
24 werden während ihrer Bewegung durch die Vorrichtung und in und aus den verschiedenen
Tanks durch Träger 25 gehalten.
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Diese Träger laufen längs eines Paares von tÇberfüh-
rungsschienen,
deren jede sich über die Länge der Vorrichtung erstreckt und entsprechend der einzelnen
Arbeitsstationen in Abschnitte unterteilt ist. Da die B ewegungsfolge der Träger
zum Verständnis der erfindungsgemäßen Arbeitsweise wichtig ist, hat jeder Träger
der Fig. 15 bis 18 ein verschiedenes Bezugszeichen. Die Träger sind also mit 25a
bis- 25m bezeichnet.
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Die Stationen der in den Zeichnungen wiedergegebenen geradlinigen
Galvanisiervorrichtung bestehen aus der Beladestation 26, der Vorbehandlungsstation
27, der Galvanisier-Überführungsstation und Spülstation 28, der Galvanisierungsstation
29, -der Spül-Ubertührungsstation 31, der Spülstation 32 und der Abladestation 33.
Die Werkstücke bewegen -sich auf ihren Trägern nach und nach von der S station 26
bis zur S tation 33. Wenn die Werkstücke die Tanks 21, 22 und 23 erreichen, werden
sie in; diese Tanks zur entsprechenden Behandlung versenkt. Aus diesem Grund sind
die Überführungstransportabschnitte oberhalb jedes Tanks in senkrechter Richtung
beweglich, so daß die auf solchen senkrecht beweglichen Abschnitten befindlichen
Träger abgesenkt werden können. Wie später deutlich beschrieben wird, ist der Teil
der Überführungsschiene über dem Galvanisiertank 22 mit Mitteln versehen, um ein
oder mehrere Werkstücke einer Gruppe, welche galvanisiert werden, wahlweise zu entfernen
und. zu ersetzen. Es soll hier kurz festgestellt werden, um die allgemeine Arbeitsweise
der Vorrichtung zu beschreiben, daß die beweglichen Überführungsschienenteile der
Station 29 aus mehreren, relativ zueinander beweglichen Laufschienenteilen 34a,
34 b, 34c und 34d bestehen und daß weiterhin Mittel vorgesehen sind, damit diese
Laufschienenteile wahlweise einen oder mehrere Träger 25 ergreifen können, wenn
sich die Station 29 in ihrer abgesenkten Stellung befindet. Dadurch bleiben die
Träger 25, welche nicht mit ihren entsprechenden Laufschienenteilen im Eingriff
stehen, in dem Galvanisiertank, wenn die Laufschienenteile der Station 29 hochgehoben
werden.
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Um die Arbeitsfolge der erfindungsgemäßen geradlinigen Galvanisiervorrichtung
zu beschreiben, soll mit der in Fig. 15 gezeigten Ausgangsbedingung begonnen werden.
Hier sind die Laufschiene 35 der Station 27 und die Laufschiene 36 der Station 32
in ihrer unteren Stellung, während die Laufschienenteile 34 der Station 29 sich
in ihrer oberen Stellung befinden.
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In diesem Zeitpunkt werden die Werkstücke, welche von den Trägern
25 b, 25 c und 25 d gehalten werden, vorbehandelt, während das von dem Träger 25
j gehaltene Werkstück abläuft. Der Laufschienenabschnitt 34a der Station 29 hat
gerade den Träger 25 f während seiner Aufwärtsbewegung angehoben, während die Träger
25g, 25 h und 25i ihre untere Stellung innerhalb des Galvanisiertanks 22 beibehalten
haben. Der Träger 25 e befindet sich auf der Laufschiene 37 der Galvanisier-tiberführungsstation
28 und ist bereit, in den Laufsehienenteil 34 a übergeführt zu werden, um den Träger
25f zu ersetzen. Der Trager 25a auf der Laufschiene38 der Beladungsstation 26 hat
gerade ein Werkstück aufgenommen, während der Träger 25 k auf der Laufschiene 39
der Entladungsstation 33 gerade das fertiggestellte Werkstück abgegeben hat.
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DieTräger-Überführungsvorrichtung (welche weiter unten ausführlich
beschrieben wird) arbeitet nun so, daß sie den Träger25/ hinter die Träger 25 g,
25 h und 25i und zur Laufschiene 40 der Ablauf-Überführungsstation31 schiebt und
den Träger 25 e auf den Schienenteil 34 a bringt, wie es in Fig 16 gezeigt ist Das
heißt natürlich, daß das vom Träger 25 e gehaltene
Werkstück nun
die Stellung in dem Galvanisiertank 22 einnimmt, die durch den Träger 25 frei geworden
ist, während letzterer in Bereitschaft steht, um in dem Tank 23 abgespült zu werden.
In der Zwischenzeit ist der Träger25 zu dem ersten Teil der Laufschiene 35 der Station
27 verschoben worden, welche hinter dem Tank 21 gelegen ist. Die Laufschiene 39
der Entladungsstation ist hochgehoben worden, damit sein Träger 25 k durch ein Paar
nach oben gebogener zurücklaufender Laufschienen zurückgeführt werden kann (diese
Rückführung ist nicht in den Schemazeichnungen wiedergegeben).
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Die Laufschienenteile 34 der Galvanisierstation 29 werden dann abgesenkt
und bringen den Träger 25e in denGalvanisiertank, wie es in Fig. 17 gezeigt wird.
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Zur gleichen Zeit werden die Laufschienenteile 35 und 36 der Stationen
27 bzw. 32 hochgehoben. Der Überführungsmechanismus arbeitet nun, um den Träger
25d von der Laufschiene 35 auf die Laufschiene37 der Galvanisier-Überführungsstation
28 zu schieben und um die Träger 25 a, 25 b und 25c auf der Laufschiene 35 nach
vorn zu bewegen, wobei der Träger 25 a sich in eine Stellung oberhalb des Vorbehandlungstanks
21 bewegt. Gleichzeitig wird die Laufschiene 38 hochgehoben und befindet sich in
einer Flucht mit der über Kopf zurückführenden Laufschiene, um einen neuen Träger
25 aufzunehmen.
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Gleichzeitig wird der Trägern von der Spülüberführungsstation31 auf
die Laufschiene36 der Spülstation 32 bewegt, und der Träger 25, welcher bisher in
dem Spültank war, wird zur Laufschiene39 der Abladestation 33 übergeführt.
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Wenn ein anderes Werkstück vollständig galvanisiert ist, beispielsweise
das von dem Träger 25 i gehalteneWerkstück, so wird es von seinem zugehörigen Schienenteil
34 d aus dem Galvanisiertank 22 entfernt.
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Dieses ist in Fig. 18 gezeigt, wobei bemerkt werden muß, daß die Laufschienenteile
35 und 36 wieder abgesenkt sind und die Laufschienenteile 37 wie in Fig. 15 hochgehoben
sind. Auf Grund dieser neuen Anordnung von beweglichen Schienenteilen in der Galvanisierstation
29 wird ersichtlich, daß Werkstücke in dem Galvanisiertank 22 wahlweise entfernt
werden können, wobei die Abschnitte der Überführungsschienen als Auswahlmittel dienen.
Der Träger 25i wird nun zur Laufschiene 40 der Spül-Überführungsstation 31 verschoben,
und der Träger 25 e wird von der Galvanisier-Überführungsstation 28 auf den Schienenteil
34a gebracht. Inzwischen ist die Schiene 38 der Beladestation 26 abgesenkt worden,
um ein neues Werkstück mit dem Träger 25m aufzunehmen, während das Werkstück an
dem Trägern bei der Entladungsstation 33 entfernt worden ist. Dieser Kreislauf setzt
sich wie vorher fort, wobei die Werkstücke in dem Galvanisiertank 22 in jeder gewünschten
Folge entfernt werden können Besonders soll nun in Zusammenhang mit denFig. 1 bis
14 die weitere Vorrichtung beschrieben werden.
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Fig. 1 zeigt die generelle Anordnung der Vorrichtung mit der Ladestation
26, der Vorbehandlungsstation 27, der Galvanisier-Überführungsstation 28, der Galvanisierstation
29, der SpüI-Überführungsstation 31, der Spülstation 32 und der Abladestation 33.
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Die Ausführung der Teile der Vorrichtung ist im allgemeinen gleich
-der, wie sie in der Beschreibung der USA.-Patentschrift 2484079 aufgeführt ist,
so daß gewisse Teile der vorliegenden Vorrichtung, welche nicht zu dem Erfindungsgegenstand
gehören, deshalb nicht ausführlich beschrieben zu werden brauchen. DieBeladestation26
besteht aus einem Auf
zugrahmen 41, welcher durch Betätigung der Ketten 42 emporgehoben
werden kann, so daß die Laufschienen 38 der Beladestation sich in einer Flucht mit
den über Kopf zurückgeführten Trägerschienen 43 befinden. Ist der Aufzug in seiner
unteren Stellung, so befinden sich die Laufschienen 38 des Aufzugrahmens in einer
Flucht mit den Laufschienen 35 des Vorbehandlungsrahmens 44 der Vorbehandlungsstation
27. Der zuletzt erwähnte Rahmen ist ebenfalls durch mehrere Ketten, beispielsweise
45, senkrecht bewegbar. Ist dieser in seiner oberen Stellung, so befinden sich die
Laufschienen 35 des Vorbehandlungsrahmens 44 in einer Flucht mit den Laufschienen
37 der Galvanisier-Üherführungsstation 28. Stoßvorrichtungen, vorzugsweise in Form
von hin- und hergehenden Stoßschiebern, sollen später beschrieben werden; diese
sind vorgesehen, um den Träger 25 vom Aufzugrahmen 41 zum Vorbehandlungsrahmen 44
und von diesem zur Station 28 zu überführen. Die Mittel, um die Belade- und Abladeaufzüge
senkrecht zu bewegen, und ebenfalls die Mittel, um den Vorbehandlungsrahmen zu bewegen,
wie auch die Betätigungsvorrichtungen für die Träger-Stoßvorrichtungen sind nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung und bedürfen keiner besonderen Beschreibung,
so daß hier nur auf die obenerwähnte Beschreibung der USA.-Patentschrift 2 484 079
Bezug genommen werden darf. Es muß jedoch hier bemerkt werden, daß später auf die
Stoßvorrichtung Bezug genommen wird, sofern sie die Überführung der Träger von der
Galvanisier-lDberführungsstation 28 zu der Galvanisierstation 29 und von dieser
zu der Spül-Uberführungsstation 32 betrifft.
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Die allgemeine Ausführung der Galvanisierstation 29 ist am besten
aus den Fig. 2 und 3 zu ersehen. Die Station besteht aus einem senkrecht bewegbaren
Rahmen 46, der aus einem Paar oberer Längsglieder 47, einem Paar unterer Längsglieder
48 und senkrechten Gliedern 49 besteht. Der Rahmen trägt mehrere Rollen 51, durch
welche der gesamte Rahmen senkrecht beweglich ist; die Rollen 51 werden durch mehrere
senkrechte feststehende Schienen 52 geführt. Die Mittel, um den Rahmen zu heben
und zu senken, bestehen vorzugsweise aus mehreren Ketten 53 an beiden Seiten der
Maschine. Diese Ketten 53 werden durch einen hydraulischen Zylinder 54 (sichtbar
in Fig. 1) zusammen mit dem Gestänge betätigt, welches demjenigen gleicht, das zum
Hochheben des Vorbehandlungsrahmens 44 benutzt wird.
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Wie zuvor erwähnt, besitzt der Galvanisierrahmen 46 Mittel, um wahlweise
einen oder mehrere Träger, welche in dem Galvanisiertank ruhen, hochzuheben; diese
Mittel bestehen aus mehreren Paaren beweglicher Führungsschienenteile34. Wie es
am besten aus Fig. 2 und 4 ersichtlich ist, sind die Schienenteile 34 innerhalb
der oberen Längsrahmenglieder 47 angebracht und werden jedes schwenkbar durch ein
Paar Schwenkarme 55 getragen. Jeder dieser Arme ist mit einem Zapfen 56 schwenkbar
an einem Paar von Ansatzstücken 57 angelenkt, welche an den unteren Längsgliedern
48 befestigt sind. Dadurch sind die Arme 55 zwischen einer äußeren Stellung, wie
sie durch die mittleren und rechten Armpaare in Fig. 2 und 4 wiedergegeben ist,
und einer inneren Stellung, wie sie durch das Iinke Armpaar in Fig. 2 und 4 gezeigt
ist, beweglich. Ein ausreichender seitlicher Abstand zwischen den Schienenteilen
34 und den Längsrahmengliedern 47 gestattet eine Schwingbewegung.
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Wenn irgendein ausgewählter Satz Arme 55 in die innere Stellung geschwungen
wird, und der Rahmen
46 in seiner oberen Stellung ist, so befinden
sich die Laufschienenteile34, welche von den Armen 55 getragen werden, in einer
Flucht mit den Laufschienen 37 der Station 28 und mit den Laufschienen 40 der Station
31. Damit der Träger 25 von dem Rahmen 46 entfernt werden kann, wenn sich dieser
Rahmen in seiner oberen Stellung befindet, ist ein entfernbarer Laufschienenteil
10 in einer Flucht mit der Überführungsschiene direkt oberhalb jedes beweglichen
Laufschienenteiles 34 angebracht. Die verschiebbaren Laufschienenteile 10 sind vorzugsweise
entweder schwenkbar oder gleitend angebracht, wie es in den Fig. 5 bis 7 bzw. 8
bis 10 wiedergegeben ist.
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Die entfernbaren Laufschienenteile 10 können auf irgendeine beliebige
Art und Weise schwenkbar befestigt sein. In den Fig. 11 und 5 bis 7 ist ein Ausführungsbeispiel
wiedergegeben, bei welchem die Nummern 1Qa und 10d entfernbare Laufschienenteile
bezeichnen, die sich in waagerechter Flucht mit den ß'berführungsschienen der Stationen
28 und 31 befinden, und die sich in senkrechter Flucht mit den Laufschienenteilen34
und 34b am Rahmen 46 befinden.
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Jeder Laufschienenteil 10 ist mit einer Stütze 11 versehen, die ein
Paar nach hinten verlaufender Arme 12 aufweist. Die äußeren Überführungsschienenteile
10, welche über den beweglichen Endschienenteilen 34 ci und 34b angeordnet sind,
können mit ihren äußeren Enden schwenkbar an der benachbarten senkrechten Schiene
52 durch beliebige zweckentsprechende Mittel befestigt sein (s. Fig. 11, Bezugszeichen
14). Die inneren Enden der äußeren Laufschienenteile 10 und beide Enden aller anderenLaufschienenteilelO
können schwenkbar an senkrechten Schienen 15 befestigt sein, die an dem Maschinenrahmen
oberhalb der Überführungsschiene befestigt sind, um jede Beeinflussung mit dem beweglichen
Rahmen 46 zu vermeiden. Die Arme 12 können zweckentsprechend an den senkrechten
Schienen 15 mittels Schrauben 16 und Muttern 17 befestigt sein. Ein Anschlagl8 ist
an all diesen Schienen befestigt, um jeden Arm 12 abzustützen, und ein derartiger
Anschlag bewirkt, um die entfernbaren Laufschienenteile 10 in einer Flucht mit den
Überführungsschienen der Station 28 und 31 zu halten.
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Wie am besten aus den Fig. 5 bis 7 ersichtlich ist, können die entfernbaren
Laufschienenteile 10 nach oben geschwenkt werden, damit irgendwelche ausgewählten
Sätze beweglicher Arme 55, welche einen Träger 25 abstützen, sich nach oben bewegen
können und die Laufschienenteile 10 direkt darüber mit einem Satz Laufschienenteile
34 verschieben können. Die anderen Laufschienenteile 10 bleiben in ihrer Stellung,
damit der so hochgehobene Träger 25 hinter die anderen Träger 25 bei der Station
29 übergeführt werden kann.
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Die verschiebbaren Laufschienenteile 10 können auf beliebige zweckentsprechende
Weise gleitend angebracht sein, wobei eine der Möglichkeiten in einem zweiten Ausführungsbeispiel
in den- Fig.12 und 8 bis 10 wiedergegeben ist. In diesen sind yerschiebbare Überführungsschienenteile
10 cm und 10d gezeigt, welche sich über den Laufschienenteilen 34 cm und 34b am
Rahmen 46 befinden. Wie gezeigt, kann jeder verschiebbare Laufschienenteil 10 mit
einem nach hinten verlaufenden Teil 19 versehen sein, welcher zwischen zwei senkrechten
Schienen 20 gleitend abgestützt werden kann. Diese senkrechten Schienen 20 sind
zweckentsprechend an einem waagerecht verlaufenden U-Eisen 76 befestigt. Die senkrechten
Schienen 20 haben ein Querglied20a, auf welches die verschiebbaren Laufschienenteile
19 gehalten werden, damit die
verschiebbaren Laufschienenteile sich in einer Flucht
mit den Überführungsschienen der Stationen 28 und 31 befinden. Die gleitend befestigten
verschiebbaren Laufschienenteile 10 arbeiten ähnlich wie die vorher erwähnten schwenkbar
befestigten verschiebbaren Laufschienenteile. Wie es am besten aus den Fig. 8 bis
10 ersichtlich ist, werden die gleitend befestigten verschiebbaren Überführungsschienenteile
10, welche sich direkt darüber befinden, nach oben gleiten, wenn immer ein gewählter
Satz beweglicher Arme 55 durch den Rahmen 46 nach oben bewegt wird. Dadurch können
sich die Laufschienen 34, welche von derartigen Armen getragen werden, in einer
Flucht mit den Überführungsschienen sein, damit ein Träger 25 auf solchen Laufschienenteilen
34 hinter die anderen Träger 25 zur Station 29 übergeführt werden kann.
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Auf Grund der dazwischen angeordneten senkrechten Schienen 52 und
der senkrechten Glieder 49 des Rahmens 46 ist es notwendig, mehrere stationäre Zwischenverbindungslaufschienenteile
58, 59 vorzusehen, welche an den Schienen 52 bzw. an den senkrechten Gliedern 49
befestigt sind. Diese feststehenden Zwischenverbindungslaufschienen, welche verhältnismäßig
kurz sind, dienen zur Verbindung der benachbarten und beweglichen Laufschienenteile
34 und der verschiebbaren Laufschienenteile 10. Die feststehenden Laufschienenabschnitte
59 werden auf dem Rahmen 46 nach oben getragen, um die Überffihrungsschiene zwischen
ausgewählten Laufschienenstellen 34a, 34b, 34c, 34d und benachbarten verschiebbaren
Laufschienenteilen 10 bei der oberen Stellung des Rahmens 10 zu vervollständigen.
Die feststehenden Laufschienenabschnitte 58 sind in Richtung auf die unteren Enden
der Schienen 52 angeordnet, um eine kontinuierliche Laufschiene für den Rahmen 46
zu bilden, wenn sich dieser, wie in Fig. 4 gezeigt, in seiner unteren Stellung befindet.
Andere feststehende Laufschienenabschnitte 58 sind in Richtung auf die oberen Enden
der Schienen 52 angeordnet, so daß sie eine durchgehende Laufschiene für den Rahmen
46 in dessen oberen Stellung bilden. Befindet sich der Rahmen 46 in seiner unteren
Stellung, wie es in den Fig. 2 und 4 wiedergegeben ist, so sind die Laufschienenteile
34 in einer Flucht mit den Rollen 61 an den äußeren Enden der Träger 25, so daß
eine nach innen gerichtete Bewegung eines besonderen Paares der Laufschienenabschnitte
mit den geflanschten Rollen der benachbarten Träger in Eingriff gelangt.
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Es mag hier bemerkt werden, daß die Träger 25 in der Fig. 4 so wiedergegeben
sind, als ob sie auf einer Schiene 62 ruhen, wobei diese Schiene den Rand des Galvanisiertankes
wiedergibt, welcher in der Figur nicht gezeigt ist.
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Es sind Mittel vorgesehen, um jedes Paar der beweglichen Laufschienenabschnitte
35 in zeitlicher Folge in Eingriffs stellung für die Träger zu bringen.
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Diese Mittel bestehen aus einer NockenwTelle 63 (Fig. 3), welche drehbar
auf einem längsverlaufenden Glied 64 abgestützt wird, welches an dem Rahmen 46 befestigt
ist. Das Glied 64 trägt mehrere Lagerteile 65, durch welche die Welle 63 läuft.
Die Welle hat mehrere Nocken 66, welche mit entsprechenden Stützarmen 55 der beweglichen
Laufschienenteile in Eingriff gelangen können. Wie es am besten aus Fig. 2 und 3
ersichtlich ist, bestehen die Nocken 66 aus Armen, welche an ihren äußeren Enden
Rollen 67 tragen, und es sind ein Paar Nocken für jedes Paar von Armen 55 vorgesehen,
welche einen beweglichen Laufschienenteil 34 abstützen. In der gezeigten Ausführungsvorrichtung
sind die hintereinander folgenden
Nockenpaare im Winkel von 900
verstellt, obwohl verständlicherweise auch andere Anordnungen je nach Wunsch getroffen
werden können. Die Nockenwelle 63 - wird von einem Motor 68 über ein Reduziergetriebe69
angetrieben. Eine Kettenkupplung71 ist vorgesehen, um von der Reduziervorrichtung
69 eine symmetrisch arbeitende, nicht gezeigte Nockenwelle an der entgegengesetzten
Seite des Rahmens 46 zu betätigen.
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Wie es am besten aus den Fig. 5 und 8 ersichtlich ist, kann jeder
Nocken 66 seinen entsprechenden Arm 55 nach innen schwingen, wenn sich der Nocken
zur Mitte der Vorrichtung erstreckt. Wenn in dieser Stellung ein beweglicher Laufschienenabschnitt
34 über ein an dem Träger 25 befestigtes Rollenpaar 61 liegt, so ist der Träger
beim Hochheben des Rahmens 46 nach oben bewegbar. Ein Gegengewicht 72 ist an den
unteren Enden jedes Armpaares 55 durch nach außen gerichtete Glieder 73 und Schrauben
74 befestigt. Wenn der Rahmen nach unten geht, so setzt sich die Abwärtsbewegung
fort, bis der Träger 25 auf der Schiene62 ruht und die Arme 55 frei von den Rollen
61 sind. Es ist so ersichtlich, daß, wenn die Nocken 66 aus ihrer in Fig. 5 und
8 gezeigten Stellung weggedreht werden, das Gegengewicht72 die Arme 55 veranlaßt,
in Uhrzeigerrichtung um ihre angelenkten Enden 56 in die strichpunktierte Stellung
der Fig. 5 und 8 zu schwingen. In dieser Stellung ist der bewegliche Laufschienenteil
34 frei von den Rollen 61, und der Rahmen 46 kann hochgehoben werden, ohne die entsprechenden
Träger 25 zu stören. Es muß bemerkt werden, daß die Stellung jedes Paares der beweglichen
Laufschienenteile 34, wie sie durch die Stellung ihrer entsprechenden Nocken 66
gegeben ist, nicht die Stellung anderer beweglicher Laufschienenteile stört, da
die Laufschienenabschnitte unabhängig bewegbar sind, wie es durch die Nocken 66
und die Gegengewichte 72 bestimmt wird.
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Wie oben erwähnt, arbeiten die verschiebbaren Laufschienenabschnitte
10 mit einem ausgewählten Satz nach innen und oben bewegter Laufschienenabschnitte
34 zusammen, um eine durchgehende Laufschiene zu bilden, wenn sich der Rahmen 46
in seiner oberen Stellung befindet. Dadurch kann ein Träger 25, welcher wahlweise
aus dem Galvanisiertank hochgehoben ist, in die Spülüberführungsstation 31 gebracht
werden. Die nicht ausgewählten Laufschienenstellen 34 bleiben in ihrer äußeren,
nicht arbeitenden Stellung und gehen mit dem Rahmen 46 in solche Stellungen nach
oben.
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Die Mittel zur Bewegung der Träger 25 längs der Überführungsschienen
ist im allgemeinen genauso ausgebildet wie die Bewegungsvorrichtungen, wie sie in
der USA.-Patentschrift 2 484 079 beschrieben worden sind. Sie bestehen aus einem
Paar innerer Stoßschieber oder Träger 79 und einem Paar äußerer Stoßschieber oder
Träger 81. Das eine dieser Schieberpaare ist in Fig. 14 wiedergegeben. Jeder innere
Schieber 79 hat mehrere Stößel 82, welche schwenkbar von diesem herunterhängen,
und jeder äußere Schieber 81 trägt ebenfalls mehrere Stößel 83. Jeder Stößel 82
und B3 ist so ausgebildet, daß er frei um seine Schwenkachse schwingen kann, wenn
er an seiner hinteren Seite im Eingriff steht, daß er aber jedoch diese Schwingbewegung
nicht ausführen kann, wenn er mit einem Träger an seiner vorderen Seite im Eingriff
steht. Die Schieber 79 und 81 sind gleitend von dem Rahmen der Vorrichtung abgestützt
und werden durch hydraulische Zylinder an jeder Seite der Vorrichtung betätigt (84
und 85 in Fig. 1). Diese
Zylinder wirken über Glieder 86 bzw. 87, wie es ausführlich
in der USA.-Patentschrift 2 484 079 beschieben ist. Wenn deshalb ein Schieberpaar
in einer nach vorwärts gerichteten Bewegung betätigt wird, d. h. bei der Fig. 1
nach rechts, so gelangen entsprechende Stößel 82 und 83, welche von den sich bewegenden
Schiebern getragen werden, mit benachbarten Trägern in Eingriff und bewegen diese
Träger 25 nach vorn. Ein Eingriff der Träger während einer Rückwärtsbewegung der
Schieber 79 und 81 ergibt nur eine rückwärts gerichtete Schwenkbewegung der Stößel,
wodurch die Träger nicht belangt werden.
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In dem in den Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsbeispiel sind
zwei Schieberpaare 79 und 81 für die Galvanisierstation 29 und die dazugehörigen
Stationen wiedergegeben. Verständlicherweise können jedoch verschiedene Schieber
in beliebiger Anzahl je nach denUmständen verwendet werden. Im vorliegenden Fall
ist es offensichtlich, daß durch ständiges Hin-und Hergehen der Schieber 79 und
81 die in Abstand befindlichen Stößel 82 und 83 alle Träger aus einer gegebenen
Stellung in der Galvanisierstation 29 zur Spülstation 31 zu überführen, wobei der
Träger die noch in dem Galvanisiertank befindlichen anderen Träger überspringt und
überholt. Es ist somit mit einer einzigen Arbeitsbewegung möglich, einen Träger
25 von einer Galvanisierstation und aus einer Stel lung, die am weitesten von der
Station 31 entfernt ist. zu dieser Station 31 zu bewegen, wobei die Schieber 79
und 81 wechselweise arbeiten, um diese Überführung schnell zu ermöglichen. Zur gleichen
Zeit kann ein neuer Träger 25 den aus dem Galvanisiertank entfernten in der gleichen
Stellung ersetzen. In der tatsächlichen Praxis kann natürlich der eine oder andere
der Schieber 79 und 81 auch benutzt werden, um Träger von der Vorbehandlungsstation
27, der Galvanisier-Überführungsstation 28 und von der Spül-Überführungsstation
31 zur Spülstation 32 zu überführen.
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Bei Betrachtung der Fig. 15 bis 18 ist ersichtlich, daß bei einem
Träger, wie beispielsweise bei dem Träger 25f, welcher von dem hinteren Ende der
Galvanisierstation 29 zur Station 31 übergeführt werden muß, mehrere verschiedene
Stößel der inneren und äußeren Stoßschieber79 und 81 notwendig sind, da jeder Schub
nur den Träger um einen Teil des Gesamtabstandes bewegt; bei dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel ist dieser Abstand gleich der Breite einer Station. Wenn ein
neuer Träger 25 e in die von dem Träger 25 frei gemachte Stellung kommt, muß verhindert
werden, daß der Träger 25 e aus seiner neuen Lage durch die ständig hin- und hergehenden
Schieber 79 und 81 weiterbewegt wird, obwohl das Hin- und Hergehen der Schieber
für die vollständige Überführung des Trägers 25/ zur Station 31 notwendig ist. Die
Mittel, um zu gewährleisten, daß jeder neu bei der Galvanisierstation 29 ankommende
Träger in seine richtige~Stellung übergeführt und in dieser gehalten wird, bestehen
aus mehreren Stößelfesthalteführungen 88, welche am besten in den Fig. 11 und 12
wiedergegeben sind. Diese Führungen bestehen jede aus feststehenden Winkelgliedern,
welche von benachbarten Schiebern 79 und 81 an Punkten abgestützt werden, welche
längs der Schieber 79 und 81 mit Abstand zueinander angebracht sind. Jede Führung
regelt einen entsprechenden Stößel 82 oder 83. Jeder Stößel 82 oder 83 trägt einen
Zapfen 89, und es sind Mittel vorgesehen, damit der Zapfen 89 in die entsprechende
Führung88 gleitet, wenn sich der Schieber nach hinten oder in den Fig. 11 und 12
nach links bewegt.
Dadurch wird eineRückholbewegung des Stößels
um seinenDrehzapfen90 hervorgebracht. Diese Mittel bestehen aus einem gebogenen
Glied91, welches bei 92 zu dem vorderen Ende jeder Führung 88 schwenkbar ist und
von hier sich nach vorn und unten erstreckt. Das Glied 91 kann frei nach vorn schwingen,
wenn es von hinten mit dem Stößel 82 oder 83 nach vorn bewegt wird. Ist jedoch der
Zapfen 89 unter dem Glied 91 vorbeigelaufen und wird der Schieber nach hinten bewegt,
so bewegt sich der Zapfen 89 auf das Glied91, welches durch einen nicht gezeigten
Anschlag daran gehindert wird, im Uhrzeigersinn zu schwingen. Diese Wirkung veranlaßt
eine entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gerichtete Bewegung oder eine Rückholbewegung
des Stößels 82 um seinen Schwenkpunkt 90. Dadurch wird der Stößel über eine Ebene
gehoben, in welcher er mit einem Träger 25 eingreifen kann, der in den Fig. 11 und
12 gestrichelt gezeichnet ist. Außer daß der Stößel in seine Eingriffsstellung fallen
kann, bevor er wieder nach vorn bewegt wird, ist es deshalb verständlich, daß jeder
Träger normalerweise sich auf seinem Weg befindet, und es somit verhindert wird,
einen solchen Träger zu bewegen.
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Es sind Mittel vorgesehen, damit wahlweise jeder Stößel 82 oder 83
vor seinem Vorschub wieder in seine Eingriffsstellung fallen kann; der Zweck einer
derartigen Einrichtung ist, wie vorher schon erwähnt, die Überführung eines Trägers
nicht nur in seine richtige Stellung in der Galvanisierstation weiterzuführen, sondern
auch einen Träger, welcher seine richtige Stellung erreicht hat, in dieser zu halten.
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Diese Mittel bestehen aus einem beweglichen Tor 93, welches ein Teil
jeder Stößelrückholführung 88 ist und durch eine Nockenwelle in noch später zu beschreibender
Weise gesteuert wird. Befindet sich das Tor 93, wie in Fig. 11 gezeigt, in seiner
emporgehobenen Stellung, so gibt es eine Offnung 94 in dem Boden der Führung 88
frei. Die relative Lage der Teile ist so, daß, wenn sich die Schieber 79 und 81
in ihrer äußersten hinteren Stellung befinden, die Stößel 82 und 83 hinter der Toröffnung
94 gelegen sind, wie es in Fig. 12 gezeigt ist. Wenn somit das Tor 93 in die geöffnete
Stellung emporgehoben ist, wird beim nächsten Rückwärtshub des Stößels dessen Zapfen
89 durch die Öffnung 94 fallen, so daß sich der Stößel nun in seiner Arbeits- und
Eingriffsstellung befindet und jeden Träger 25, welchen er ergreifen kann, über
führt. Befindet sich das Tor jedoch in seiner unteren oder geschlossenen Stellung,
wie es in Fig. 12 gezeigt ist, so schließt es die Öffnung 94 und bildet eine durchgehende
Führung 88, so daß der Stößel 82 oder 83 nicht aus seiner zurückgeholten Stellung
aus der Führung 88 herausfallen kann und somit gehindert ist, einen Träger zu ergreifen.
Der Stößel gleitet längs der Führung 88 in seine zurückgezogene Stellung, läuft
längs des Gliedes 91 herab und wird wieder bei seiner nächsten Rückwärtsbewegung
zurückgeholt.
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Mit einem besonderen Tor 93 in geschlossener Stellung kann ein Schieber
79 oder 81 somit jede Anzahl von Schüben durchführen, ohne daß er einen Träger 25
neben dem geschlossenen Tor hindert.
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Die Stellung jedes Torpaares 93 wird durch die Nockenwelle 63 gesteuert.
Insbesondere werden jene Tore 93 geschlossen, die neben zwei beweglichen Laufschienen
34 liegen und durch die Nocken 66 in der Rahmenhebestellung gehalten werden. Der
Zweck dieser Anordnung ist, daß ein Träger 25, der frisch in der Galvanisierstation
29 angekommen ist, so lange vorrücken wird, bis er die Stelle erreicht hat, die
gerade
durch einen Träger 25 frei geworden ist, der vom Galvanisiertank 22 durch zwei bewegliche
Laufschienen 34 angehoben worden ist.
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Diese Anordnung bezweckt, daß ein neu an der Galvanisierstation 29
ankommender Träger 25 ständig weiterläuft, bis er die Stellung erreicht, welche
gerade von einem Träger 25 frei gemacht worden ist, der durch ein Paar beweglicher
Laufschienenabschnitte 34 von dem Tank 22 hochgehoben worden ist. Die Torsteuermittel
sind am besten aus Fig. 13 zu ersehen, in welcher eine Nockenwelle 63 mit mehreren
an ihr befestigten Tornocken 95 gezeigt ist. Für jedes Paar der die Laufschienen
betätigenden Nocken 66 ist ein solcher Nocken vorgesehen. Jeder Nocken 95 hat eine
hohe Nockenbahn 96 und eine niedere Nockenbahn 97, bei welchen keine Änderung der
Stößellage erfolgt.
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Ein Kniehebel 98 ist am Rahmen 46 bei 99 in der Nähe jedes Nockens
95 angelenkt. Jeder Kniehebel 98 hat einen Nockenstößel 101, welcher auf dem Nocken
95 abläuft, und hat weiterhin einen sich nach oben erstreckenden Arm 102 mit einem
nach außen abgeschrägten Ende 103. Jedes Tor 93 wird von einem Arm 104 getragen,
der bei 105 an den Rahmen der Vorrichtung angelenkt ist und sich von diesem nach
innen erstreckt. Dieser Arm hat einen nach unten gerichteten Teil 106, an welchem
das Tor 93 befestigt ist. Ein nach unten gerichtetes Glied 107 ist an dem Arm 104
in der Nähe der Schwenkstelle 105 befestigt und hat eine nach außen gerichtete Nase
108; dieser Vorsprung 108 kann mit dem Arm 102 des Kniehebels 98 in Eingriff gelangen,
wenn der Rahmen 56 nach oben bewegt wird.
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Der Kniehebel 98 ist zwischen einer toten Stellung und einer weiteren
Stellung beweglich, in welcher das Tor hochgehoben wird. Die tote Stellung ist in
Fig. 13 ausgezogen gezeichnet, während die zweite Stellung strichpunktiert wiedergegeben
ist. Die tote Stellung wird durch Eingriff des Stößels mit der niederen Nockenpartie
97 des Nockens 95 veranlaßt, während die Stellung zur Hebung des Tores durch die
obere Nockenbahn 96 hervorgerufen wird. Befindet sich der Arm 102 in der das Tor
hebenden Stellung (strichpunktierte Zeichnung), so ist sein Eingriff mit dem Vorsprung
108 des Armes t07 bei hochgehobenem Rahmen 46 die Ursache dafür, daß der Arm 104
um den Zapfen 105 in Uhrzeigerrichtung schwingt. Dadurch wird das Tor 93 in die
strichpunktierte Lage hochgehoben. Bei der toten Stellung des Armes 102 ist dieser
jedoch frei von dem Vorsprung 108, wenn der Rahmen 46 hochgehoben ist. In diesem
Fall stört er nicht die Stellung des Tores 93, welches, wie aus Fig. 13 ersichtlich
ist, normalerweise durch die Schwerkraft in geschlossener Stellung gehalten wird
(ausgezogen gezeichnet). In dieser Stellung verhindert, wie schon erwähnt, das Tor
93 ein Durchfallen des Zapfens 89 des Stößels 82 oder 83 durch die Öffnung94 in
der Führung 88. Die relativen seitlichen Stellungen des Tores 93 und Zapfen 89 sind
in Fig. 13 wiedergegeben, welche einen typischen Stößel 82 zeigt, wobei der Stößel
der besseren Deutlichkeit halber unter seiner tatsächlichen Höhe wiedergegeben ist.
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Bei Betrachtung der Fig. 13 wird offensichtlich, daß die untere Bahn
97 jedes Nockens 95 wirksam wird, wenn die entsprechenden Nocken 66, welche die
Laufschiene betätigen, ihre entsprechenden Laufschienen nach innen in die Eingreifstellung
mit den Trägern bewegen. Die Tore 93 dieser Führungen 88, welche dem hochgehobenen
Träger benachbart sind, befinden sich in geschlossener Lage und gestatten so das
genaue Instellungbringen der neu angekommenen
Träger. Das AusmaB
der oberen Nockenpartie 96 ist vorzugsweise so bemessen, daß jedes Paar Tore93 hochgehoben
wird, wenn auch immer ihre entsprechenden Laufschienenteile 34 nicht betätigt werden,
um einen Träger aus dem Galvanisiertank22 zu entfernen.
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Da bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel vier Paare beweglicher
Laufschienenteile 34 wiedergegeben sind, wird dieses dadurch erreicht, daß der obere
Nockenbahnteil 96 in den drei Stellungen mit je 900 Abstand wirksam wird, die anders
sind als diejenige, bei welcher die Laufschienenteile 34 nach innen ge halten werden.
Dieses kann am besten bei Betrachtung der Fig. 2 und 3 verstanden werden, aus welchen
zu ersehen ist, daß die nachfolgenden Sätze von Nocken 66 einen Winkelabstand von
900 haben. Dadurch können die Laufschienenteile 34 nacheinander durch Drehen der
Nockenwelle63 um 900 während jeder Periode betätigt werden. Bei jedem Nocken 95
ist deshalb die untere Nockenbahn 97 wirksam, wenn der entsprechende Nocken 66 wirksam
ist, während die obere Nockenbahn 96 in den anderen drei Stellungen wirksam ist.
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Die Art und Weise, wie das Tor 93 arbeitet, um die überholende Überführung
zu gestatten und die nachfolgenden Galvanisiervorgänge durchzuführen, wird in den
Fig. 19 bis 22 schematisch wiedergegeben. In diesen Figuren ist eine Rückholführung
88 für einen einzelnen Stößel zusammen mit den Schiebern 79 und 81 wiedergegeben,
welche die Stößel 82 bzw. 83 tragen. Die Schieber 79 und 81 sind in verschiedenen
Höhen gezeichnet, und die Stößel sind der Klarheit halber verschieden groß wiedergegeben,
obwohl sich die Schieber verständlicherweise bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
auf der gleichen Höhe befinden und die Stößel, wie in Fig. 14 gezeigt, gleich groß
sind. In Fig. 19 ist das Tor 93 geschlossen und wird in dieser Stellung durch die
Schwerkraft bei abgesenktem Rahmen 46 gehalten. Der Stößel 82 befindet sich jedoch
in seiner ausragenden oder eingreifenden Stellung, da das Tor 93 während der vorher
erfolgten Rückwärtsbewegung des Schiebers 79 die strichpunktierte Stellung in Fig.
19 angenommen hatte, so daß der Zapfen 89 durch die Öffnung 94 durchfallen konnte.
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Wenn der Rahmen 46 mit dem Paar der Laufschienenteile 34 hochgehoben
worden ist, welche neben der gezeigten Führung 88 in ihrer Trägereingreifstellung
benachbart sind, so wird der Träger 25, wie in Fig. 20 gezeigt, hochgehoben, bis
er sich in einer Flucht mit dem Stößel 82 befindet. Das Tor93, welches normalerweise
durch die in Fig. 13 gezeigte Vorrichtung beim Hochheben des Rahmens 46 geöffnet
wird, bleibt geschlossen, bis der Arm 102 in seiner ausgezogen gezeichneten Stellung
in Fig. 13 ist. Der Stößelschieber 79 wird dann nach vorn betätigen, und der Stößel
82 ergreift den Träger 25 und stößt ihn nach vorn, wie es in Fig. 21 wiedergegeben
ist. Während dieser Bewegung läuft der Zapfen 89 des Stößels 82 unter dem schwingbaren
gebogenen Glied 91. Am Ende seines Schubes hat der Stößel 82 den Träger 25 etwas
hinter den Stößel 83 geführt, welcher sich unmittelbar vor der ursprünglichen Stellung
des Stößels befindet. Beim nächsten Arbeitsgang bewegt sich der Schieber 79 zurück,
und der Schieber 81 wird sich gleichzeitig nach vorn bewegen. Hierbei nimmt der
Stößel 83 den Träger 25 auf und führt ihn noch weiter nach vorn.
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Zur gleichen Zeit überführt der nächste dahinterliegende Stößel 83'
am Schieber 81 einen neuen Träger 25' in die Stellung, welche vorher von dem Träger
25 besetzt war. Demnach bewegt sich also der Stößel 82 nach hinten, sein Zapfen
89 läuft auf dem geboge-
nen Glied 91 und verbleibt auf der den Stößel zurückhoienden
Führung88, da die geschlossene Stellung des Tores 93 ein Durchfallen des Zapfens
89 verhindert. Zu diesem Zeitpunkt wird der Vorteil der geschlossenen Torstellung
offensichtlich. Bei der nächsten Vorwärtsbewegung des Schiebers 79 (welche notwendig
ist, um die Überführung des Trägers 25 zur Station 31 fortzusetzen) wird der Stößel
vom Träger 25' freikommen, so daß dieser in dieser Lage verbleibt und galvanisiert
werden kann, wenn der Rahmen 46 endgültig abgesenkt werden wird. Während des gesamten
Überführungsvorganges können die Schieber 79 und 81 zurüclçgezogen und vorgeschoben
werden, was aber nicht die Stellung des Trägers 25 beeinflußt. ATerständllicherweise
kann jede Anzahl an Schüben der Schieber 79 und 81 möglich sein, so daß deshalb
diese Vorrichtung für Galvanisiervorrichtungen zu benutzen ist, welche irgendeine
angemessene Zahl von Trägerzwischenräumen im Galvanisilertank 22 aufweisen. Beim
nächsten Arbeitsvorgang bleibt der Träger 25' gewöhnlich in dem Galvanisiertank,
wenn der Rahmen 46 hochgehoben wird; das Tor 93 wird dann geöffnet, damit der benachbarte
Stößel 82 bei jeder Vorwärtsbewegung des Schiebers 79 wirksam wird, um irgendeinen
Träger nach vorn zu transporbieren, welcher in die von dem Träger 25' besetzte Stellung
geführt werden soll.
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Die Zusammenarbeityder verschiedenen Teile der erfindungsgemäßen
geradlimgen Galvanisiervorrichtung können am besten,durch eine Beschreibung der
ArbeitsweiseSder Vorrichtung verstanden wenden, wobei die vorher in den einzelnen
Arbeitsphasen beschriebenen Einzelheiten weggelassen werden. Da sich die Erfindung
in besonderem Maße auf die Galvanisierstation 29 bezieht und nicht so sehr auf die
andere ren Behandlungsstationen, wird die Zusammenarbeit der verschiedenen Elemente
und Einzelteile in diesem Bereich zusammengefaßt. Es soll begonnen werden mit einer
Arbeitsbedingung, bei welcher der Rahmen 46 gerade mit dem Träger 25 in die in Fig.
2 gezeigte Stellung abgesenkt list. Die Nockenwellen 63 an jeder Seite des Rahmens
werden durch den Motor 68 gedreht, damit ein Satz der die Laufschienen betätigenden
Nocken 66 mit den entsprechenden Laufschienenarmen 55 in Eingriff gelangt, diese
nach innen schwingt und die Lauf,schitenenabschnitte 34 mit den Trägerrollen 61
in Eingriff bringt. Diejenigen Laufschienenarme 56, welche nicht auf diese Weise
betätigt werden, werden durch die Gegengewichte 72 nach außen gehalten so .daß sich
ihre entsprechenden Träger nicht im Eingriff befinden. Die die Tore steuernden Nocken
95 neben den mit den Trägern im Eingriff befindlichen Laufschienenteile 34 werden
durch die Nockenwellen 63 Xin eine Stellung gedreht, in welcher sich der das Tor
steuernde Arm 102 in seiner ausgezogen gezeichneten Stellung in Fig. 13 befindet.
Alle anderen Nocken 95 sind so gedreht, daß sich ihre entsprechenden Arme 102 in
der strichpunktierten Stellung wider Fig. 13 befindet. Zur gleichen Zeit wird ein
neuer Träger 25 bei der Galvanisier-Üherführungsstation 28 in Stellung gebracht,
während der Träger, welcher gerade von der Galvanisierstation zur Spül-Überführungsstation
31 gebracht worden ist, nun zur Spülstation 32 geführt wird.
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Der Rahmen 46 wird nun durch Ketten 53 angehoben, und bei Erreichen.seiner
oberen Stellung gelangen die Laufschienenteile 34 auf dem ausgewählten Satz der
nach innen geschwungenen Laufschienenarme 55 mit den verschiebbaren Laufschienenteilen
10 direkt darüber in Eingriff und bewegen sie nach oben, so
daß
sich die Laufschienenteile 34 in einer Flucht mit den Überführungslaufschienen der
Stationen 28 und 31 und mit dem Rest der verschiebbaren Laufschienenteile 10 befinden.
Bei einer Aufwärtsbewegung des Rahmens 46 wird nur der mit den Laufschienenteilen
34 im Eingriff stehende Träger 25 aus dem Galvanisiertank 22 gehoben, während alle
anlderen Träger in diesem verbleiben. Wenn feder Rahmen 46 seine obere Stellung
erreicht, so werden die Tore 93 derjenigen Stößelrückholschieber 88 geöffnet, welche
neben den toten Laufschienenteilen 34 liegen.
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Es bleiben jedoch sdiejfenigen Tore 93 geschlossen, welche neben .den
Laufschienenteilen 34 liegen, die einen Träger 25 aus dem Galvanisiertank hochgehoben
haben. Die Schi-eber 79 und 81 werden nun abwechselnd hin- und hergeschoben, zum
die hochgehobenen Träger 25 zu der Spül-Überführungsstation zu bringen, wobei dieser
Träger alle tiefer befindlichen Träger zwischen ihm und der Spül-tSberführungsstation
überholt. Die hin- und hergehende Bewegung ,der Stößelschieber führt ebenfalls einen
neuen Träger von der Station 28 in die Stellung, welche von den zur Station 31 übergeführten
Träger 25 frei gemacht worden ist. Die Stellungen der Tore 93, wie sie in Zusammenhang
mit den Fig. 19 bi:s 22 beschrieben worden sind, folgen automatisch bei einem neuen
Träger 25, welcher nach vorn bewegt wird, bis er seine richtige Stellung eingenomm-en
hat.
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Nach der liichbigen Anzahl von Hin- und Herbewegungen der Schieber
79 und 81 wird der Rahmen 46 abgesenkt. Der ausgewählte Satz Ider nach innen bewegten
Arme 55 wird durch die Nocken 66 nach innen gehalten, da sich die Nockenwellle 63
nicht während der Zeit gedreht hat, während welcher der Rahmen 46 in seiner oberen
Stellung war. Es ist deskalb ersichtlich, daß die Nockenwell'e 63 von ,einer fest'stehenden
Stütze getragen werden kann und daß die ,gewünschte Auswahl so lange erhalten wird,
wie sich die Nocken 66 in der Berührungsstellung zu den Armen 55 befinden. Wenn
der Rahmen 46 .seine untere Stellung einnimmt, wird die Nockenwelle 63 wieder gedreht,
um einen anderen Träger zur Entfernun-g aus dem Galvanisiertank auszuwählen.
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Die oben beschriebene Folge von Arbeitsvorgängen der sich verschieden
bewegenden Teile der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann durch eine Stufenschaltung
erhalten und abgtemessen werden, welche die hydraulischen Stöße und vorher erwähnten
Aufzugsmittel betätigt. Die Reihenfolge wird durch ,elektische Kontakte erhalten,
welche zweckentsprechend angebracht sind, um die nachfolgende Bewegung im Anschluß
an die vorhergehende Bewegung hervorzurufen. Es muß ausdrücklich bemerkt werden,
daß die Grundlagen der vorliegenden Erfindung sehr weitgehend sind und nicht auf
tdie besondere Anordnung des vorliegend wiedergegebenen Ausführungsbeispieles begrenzt
sind. Das beschriebene System kann auf Galvanisiervorrichtungen mit den unterschiedlichsten
Kapazitäten bei verschieden vielen Behandlungsstationen und verschiedenen Galvanisierzeiten
angewandt werden. Die Anordnung gewährt eine ständige und ununterbrochene Zufuhr
der Galvanisierwerlestücke auch dann, wenn die Werkstücke eine verhältnismäßig lange
Galvanisierzeit brauchen, wobei dieses mit einem Minimum an belegtem Raum und bei
Verwendung verhältnismäßig preiswerter Einzelteile durchgeführt wird. Als Beispiel
für die Anpassungsfähigkeit der Grundanordnung der Teile kann erwähnt werden, daß
das Fortschreiten der Träger zu den Abschnitten der Galvanisierstation 29
und von
dieser in der Spül-Überführungsstation 31 durch eine Kette vorgenommen werden kann,
die an Stelle der hin- und hergehenden Schieber 79 und 81 der oben beschriebenen
Ausführung benutzt worden ist. Bei Vorrichtungen mit langen Galvanissierstationen
29, die eine große Anzahl von Arbeitsträgern aufnehmen und welche ausgewählt und
zu der Spül-Überführungsstation 31 transportiert werden müssen, wird vorzugsweise
eine Kettenvorriehtung benutzt, um die ausgewählten Träger weiterzubefördern, weil
so die Überführung in kürzerer Zeit ,durchgeführt werden kann. Eine für diesen Zweck
geeignete Kettenanondnung besteht aus einem Kettenpaar, beispiellsweise -der Kette
120 in Fig. 23, welche von einem zweckmäßigen Rahmen getragen wird. Dieser Riahmen
wird von feststehenden Schienen 52 abgestützt und ist direkt über der oberen Überführungsschiene
angeordnet. Jede Kette liegt an einer Seite der Vorrichtung. Die Ketten sind auf
senkrecht angeordneten Kettenzahnrädern, beispielweise den Ketteniahnrädern 122
und 124 an den Enden ,des Schutzrahmens angebracht. Dieser Rahmen entspricht in
seiner Länge etwa der Länge der Galvanisierstation 29. Jede Kette trägt ein Paar
Stößel, welche fest an dieser befestigt sind und auf der Kette einen Abstand von
1800 haben.
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Die Stößel können i-n der oben beschriebenen Art ausgeführt sein oder
können aus einem nach vorn schwenkbaren Teil, beispielsweise dem Teil 126 oder 130,
und einem hinteren feststehenden Teil, beispielsweise dem Teil 128 oder 132, bestehen.
Diese haben einen Abstand um den Träger 25 zwischen sich aufzunehmen, wenn sich
die Kette in Richtungauf die Station 31 bewegt. Eine solche zweiteilige Stößelaus
führung gewährleistet ein wirksames Anhalten des Trägers, falls ,die Kette stehenlbleibt,
und vermeidet ein Weglaufen über die gewünschte Stellung.
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Die Ketten können intermittierend durch iibliche Antriebsmittel betätigt
werden, welche elektrisch durch zweckmäßig angebrachte Begrenzungsschalter gesteuert
werden, wie es im folgenden beschrieben werden soll. Die oben beschriebene Folge
-der Arbeitsvorgänge wird beim Benutzen von Ketten qgrundsätzlich nicht geändert,
mit der Ausnahme, Idaß die nachfolgende Tätigkeit der Stößeischieber 79 und 81 fortfällt
und die Einführung eines neuen Trägers 25 in die frei gemachte Stellung durch einen
Begrenzungsschalter herbeigeführt wird, welcher die Vorwärtsbewegung der Ketten
anhält, sofern die frei gemachte Stellung vom neuen Träger 25 erreicht wird.
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Die Verwendungxzweiler Stößel auf jeder Kette an Stelle eines verringert
die Oerführungszeit, wie es aus der folgenden allgemeinen Beschreibung des Überführungsvorganges
bei Verwendung von Ketten in der Galvanisierstation 29 ersichtlich wird.
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Die Ketten sind synchron angetrieben, und es soll im folgenden nur
auf die gezeigte Kette 120 Bezug genommen werden. Befindet sich der Rahmen 46 in
seiner gehobenen Stellung und ist ein neuer Träger in ;der Überführungsstation 28
bereit für Iden Transport zur Galvanisierstation 29, so wird die Kette 120 nach
vorn bewegt. Der Stößel 126, welcher vorher etwas hinter dem Träger gelegen war,
welcher zur Spül-Wartestation 31 bewegt werden soll, berührt den Träger und bewegt
diesen zur Station 31. Die Kette setzt ihre Vorwärtsbewegung fort, und der andere
Stößel 130 ergreift den neuen Träger in der Station 28 und schiebt ihn in die frei
gewordene Stellung der Station 29; in dieser Stellung wird die Kette 120 durch die
Wirkung eines zweckmäßigen Begrenzungsschalters angehalten. Wenn sich der Rahmen
46 absenkt,
um den neuen Träger in den Galvanisiertank zu bringen,
läuft die Kette 120 weiter, bi!s der Stößel 130 unmittelbar hinter der Stellung
des nächsten zu entfernenden Trägers bei nach oben gebrachtem Rahmen 46 liegt. Das
Einstellen des Stößels 130 während dieses Teilvorganges gewährleistet einen unmittelbaren
Kontakt-zlv,ischen dem Stößel und dem zur Station 31 abzuführenden Träger, wenn
die Kette 120 wieder nach vorn bewegt wird. Außerdem wird jede Möglichkeit einer
Berührung des Stößels 126 mit dem- - neuen Träger 25 -in der Station 28 vermieden,
bevor die Überführung des alten Trägers von der Galvanisierstation 29 zur Station
31 durch den Stößel 130 erfolgt ist.
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PATENTANSPRVCHE 1. Vorrichtung zum Behandeln von Werkstücken in Flüssigkeiten,
insbesondere in galvanischen Bädern, mit einer an der Behandlungsstation angeordneten
Halterung, die gleichzeitig eine Mehrzahl von Werkstückträgern in abgesenkter Lage
hält, und einer Hubvorrichtung, die zwischen einer abgesenkten und einer angehobenen
Stellung mit einem Antrieb hin- und herbewegt werden kann, um selektiv einen oder
mehrere der Werkstückträger anzuheben oder abzusenken, gekennzeichnet durch eine
Überführungsvorrichtung, mit der die Werkstückträger (25) bei in angehobener Stellung
befindlicher Hubvorrichtung (46) über die in der Behandlungsstation (29) in abgesenkter
Lage stehengebliebenen Werkstückträger (25) hinwegbewegt werden können.