Verfahren und Vorrichtung zum Brennen oder Brennen und Sintern von
Erdalkalikarbonaten oder anderen Gesteinen auf Wanderrosten in zwei Schichten Zusatz
zum Patent 1035 040 Nach dem Verfahren des Hauptpatents 1035 040 werden
Stoffe oder Stoffgemische in der Weise einer zweimaligen Wärmebehandlung unterworfen,
daß das unbehandelte Rohgut der unteren Schichteines Sinterbandes aufgegeben wird,
wobei es in dieser Unterschicht durch die aus der Oberschicht kommenden, noch verhältnismäßig
heißen Gase vorbehandelt wird und das so gewonnene Rückgut anschließend von der
Oberschicht getrennt und als Oberschicht erneut auf die untere Stufe gleichmäßig
ausgebreitet -wird. Nach dem Verf ahren des Hauptpatents wird beiden Schichten fester
Brennstoff zugemischt. Wenn das zu behandelnde Rohgut nicht in stückiger Form vorliegt,
ist eine vorherige Granalienbildung vorgesehen.Method and apparatus for burning or firing and sintering of alkaline earth carbonates or other rocks in moving grates in two layers additional to the Patent 1035 040 According to the process of the main patent 1035 040 are subjected to substances or mixtures of substances in the manner of a two-time heat treatment, that the untreated Rohgut the lower layer of a Sinter belt is abandoned, whereby it is pretreated in this lower layer by the relatively hot gases coming from the upper layer and the returned material is then separated from the upper layer and spread evenly again as the upper layer on the lower level. According to the procedure of the main patent, solid fuel is mixed into both layers. If the raw material to be treated is not in lump form, the formation of granules is provided beforehand.
Andererseits ist es bekannt, Stoffe oder Stoffgemische auf Verblaserosten
durch Heißgase zu be-
handeln, wobei auch schon der Vorschlag bekanntgeworden
ist, die Behandlung in der Weise vorzunehmen, daß auf dem Rost zwei Teilschichten
entstehen, von denen die eine, welche von den heißen Gasen zuerst getroffen wird,
aus fertigkalziniertern Gut besteht, während die andere getrocknetes bzw. teilweise
kalziniertes Gut enthält. Dieses nur getrocknete oder teilweise kalzinierte Gut
wird nach dem Lekannten Verfahren dazu verwendet, als. Rückgut dem Rohgat beigemischt
zu werden.On the other hand, it is known to act substances or mixtures on Verblaserosten by hot gases to loading, being famous already, the proposal to carry out the treatment in such a way that two sub-layers are formed on the grate, one of which is that of the hot gases is hit first, consists of ready-calcined material, while the other contains dried or partially calcined material. This only dried or partially calcined material is used as a. Rückgut to be mixed with the raw gas.
Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Weiterentwicklung des Verfahrens
des Hauptpatents, welche im wesentlichen einer Anwendung des geschilderten Lekannten
Verfahrens auf das Verfahren des Hauptpatents entspricht. Erfindungsgemäß wird dieBehandlung
des Gutes, in zwei Schichten mit heißen Gasen in der Weise durchgeführt, daß die
Bildung der beiden Schichten nicht erst während der Behandlung einer uniformen Schicht
auf dem Wanderrost erfolgt, sondern schon bei der Beschickung des Wanderrostes durch
zweimalige Aufgabe von zwei Stoffen bzw. Stoffgetnischen verschiedener Zusammensetzung
bewußt erzeugt wird. Es wird demnach das Verfahren des Hauptpatents 1035040
in entsprechender Ab-
änderung auf das Brennen oder Brennen und Sintern ausschließlich
mit heißen Gasen angewendet. Dementsprechend wird das unbehandelte Rohgut ohne Zumischung
von Brennstoff der Unterschicht des Wanderrostes aufgegeben und in dieser Unterschicht
vorbehandelt. Das in der Unterschicht vortehandelte Gut wird nach dem Abwurf von
dem Gut der Oberschicht getrennt und für sich allein in einem zweiten Durchgang
dem gleichen Wanderrost als Oberschicht aufgegeben. Diese Arbeitsweise ist besonders
dann von Vorteil, wenn das Gut nicht durch die Asche des festen Brennstoffs verunreinigt
werden darf. Aber auch wenn die Vorbehandlung bei niedrigerer und die Nachbehandlung
bei höherer Temperatur bestimmte Vorteile bietet und insbesondere dann, wenn eine
oder beide Behandlungen bei. genau definierter Temperatur erfolgen sollen, ist es
von Vorteil, mit heißen Gasen zu arbeiten, da mit festen Brennstoffen eine wirklich
genaue Temperatureinstellung innerhalb enger Grenzen nicht möglich ist.The present invention describes a further development of the method of the main patent, which essentially corresponds to an application of the described Lekken method to the method of the main patent. According to the invention, the treatment of the goods is carried out in two layers with hot gases in such a way that the formation of the two layers does not only take place during the treatment of a uniform layer on the traveling grate, but already during the loading of the traveling grate by adding two substances or Fabric tables of various compositions are consciously created. It is thus the method of the main patent 1 035040 in corresponding exhaust change applied to the burning or firing and sintering exclusively with hot gases. Accordingly, the untreated raw material is added to the lower layer of the traveling grate without adding fuel and pretreated in this lower layer. The goods pretreated in the lower layer are separated from the goods in the upper layer after being thrown away and, in a second pass, are given to the same traveling grate as the upper layer. This way of working is particularly advantageous when the material must not be contaminated by the ash of the solid fuel. But also if the pretreatment at a lower temperature and the post-treatment at a higher temperature offers certain advantages and especially if one or both treatments are used. If a precisely defined temperature is to take place, it is advantageous to work with hot gases, since a really precise temperature setting within narrow limits is not possible with solid fuels.
Von besonderem Vorteil, für die praktische Durchführharkeit geradezu
unerläßlich, ist die Behandlung in zwei Schichten dann, wenn die Nachbehandlung
bei extrem hohen Temperaturen erfolgen soll. In diesem Fall wären die aus der fertigbehandelten
Schicht abgehenden Abgase so heiß, daß der Rost nur durch Anwendung einer dicken
Schicht von Rostbelag geschützt werden könnte, wenn nicht unter der fertigbehandelten
Schicht eine Schicht Rohgilt läge, die mit den heißen Abgasen der oberen Schicht
in ökonomischer Weise vorbehandelt werden könnte.Of particular advantage, for the practical feasibility downright
The treatment in two layers is essential if the after-treatment
should take place at extremely high temperatures. In this case those from the finished product would be
Layer of exhaust gas so hot that the rust can only be damaged by applying a thick layer
Layer of rust could be protected if not under the finished treated
Layer one layer of raw applied would be that with the hot exhaust gases of the upper layer
could be pretreated in an economical manner.
Wenn die Vorbehandlung eine längere Zeit beansprucht als die Nachbehandlung,
kann der Prozeß dadurch besonders ökonomisch gestaItet werden, daß die oberste Schicht
nur auf einem Teil der Laufstrecke unter einer ersten Brennerhaube auf die Maxima,1-temperatur
erhitzt wird und nach Beendigung der Nachbehandlung unter einer zweiten Brennerhaube
nur eine solche Temperatur aufrechterhalten wird, die ausreicht, die Behandlung
der dartinterliegenden Schicht zu Ende zu führen. In manchen Fällen kann es zulässig
sein, dem nachzubehandelnden Gut geringe Mengen Rohgut zuzusetzen, doch wird meist
bei einem Zusatz von mehr als 20,11/o in der Oberschicht die Wärmebehandlung des
zugesetzten Rohgutes nicht ausreichen.
Um die Seitenwände. des Sinterbandes
vor den heißen Gasen zu schützen, kann man einen Mantelschutz aus wärinebeständigern
Material, vorzugsweise aus schon fertiggebranntem Gut, dadurch anbringen, daß am
Eintragsende des Sinterbandes durch zwei feststehende Lzitbleche zwei freie Zwischenräume
zwischen Leitblech und Seitenwand geschaffen werden, welche mit dem feuerfesten
Material aus einem eigenen Bunker aufgefüllt werden. Wird der Raum zwischen den
Leitblechen gleichzeitig bzw. vor- oder nachher mit dem zu behandelnden Gut in den
vorgesehenen zwei Schichten gefüllt, so bleibt die dadurch geschaffene räumliche
Anordnung auch hinter den Leitblechen aufrechterhalten. Das Ansaugen von Falschluft
durch die Isolierschicht kann erfindungsgemäß durch Abdecken der Oberfläche oder
Verringerung der Rostfläche verhindert werden.If the pre-treatment takes a longer time than the post-treatment,
the process can be made particularly economical by having the top layer
only on part of the running route under a first burner hood to the maxima, 1-temperature
is heated and after completion of the aftertreatment under a second burner hood
only such a temperature is maintained that is sufficient for the treatment
the layer behind to the end. In some cases it may be permissible
be to add small amounts of raw material to the product to be post-treated, but usually will
with an addition of more than 20.11 / o in the top layer, the heat treatment of the
added raw material is not sufficient.
Around the side walls. of the sintered belt
To protect against the hot gases, you can use a coat protector made of heat-resistant
Material, preferably from already finished fired material, attach by the
Entry end of the sinter belt through two fixed Lzitbleche two free spaces
be created between the baffle and the side wall, which with the refractory
Material can be replenished from its own bunker. Will the space between the
Guide plates at the same time or before or after the material to be treated in the
provided two layers are filled, so the spatial created thereby remains
Maintain the arrangement behind the baffles. The sucking in of false air
by the insulating layer can according to the invention by covering the surface or
Reduction of the grate area can be prevented.
Das folgende Ausführungsbeispiel erläutert die erfindungsgemäße Abänderung
des Verfahrens noch näher.The following exemplary embodiment explains the modification according to the invention
the procedure in more detail.
Um Dolomit bei 1700' C zu sintern, wird Rohdolomit in einer
Körnung von 3 bis 15 min als untere Schicht einem Sinterband aufgegeben.
Auf diese Schicht wird eine weitere Schicht von Rückgut aus der früheren Produktion
aufgebracht. Außerdem wird ein Seitenwandschutz aus schon gesintertem Material mittels
Leitblechen aufgebracht. Durch die Beschickung werden nun Flammengase von
1750' C so lange hindurchgesaugt, bis die obere Schicht fertiggesintert ist.
Nach Passieren der erstem Brennerhaube werden unter der zweiten Haube heiße Gase
von 1200' C durch die Beschickung gesaugt. Diese Temperatur reicht aus, um
den in der Unterschicht befindlichen Dolomit fertigzukalzinieren, doch ist die daraus
resultierende Abgastemperatur für den Rost noch durchaus zulässig. Man kann, ehe
die allerunterste Partie fertigkalziniert ist, schon die Heizung abstellen und mittels
Durchsaugen von Kühlluft kühlen, wobei die in den oberen Schichten aufgestapelte
fühlbare Wärme genügt, um die letzte Restschicht noch fertigzukalziiiieren. Am Ende
des Sinterbandes wird abgeworfen, das gesinterte Gut aus der oberen Schicht vom
kalzinierten aus der unteren Schicht getrennt und letzteres beim nächsten Durchgang
dein Sinterband als obere Schicht aufgegeben,In order to sinter dolomite at 1700 ° C, raw dolomite with a grain size of 3 to 15 minutes is applied as the lower layer to a sintering belt. Another layer of returned goods from previous production is applied to this layer. In addition, a side wall protection made of already sintered material is applied by means of guide plates. Flame gases of 1750 ° C are now sucked through the charge until the upper layer is completely sintered. After passing the first burner hood hot gases of 1200 'C are sucked through the feed below the second hood. This temperature is sufficient to finish calcining the dolomite in the lower layer, but the resulting exhaust gas temperature for the grate is still entirely permissible. Before the very bottom part is completely calcined, the heating can be turned off and cooled by sucking in cooling air, whereby the sensible heat piled up in the upper layers is sufficient to finish calcining the last remaining layer. At the end of the sintering belt is thrown off, the sintered material from the upper layer of the calcined from the lower layer separated and the latter your sintering belt abandoned as an upper layer on the next pass,