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DE1078283B - Verfahren zur Umhuellung oder Einbettung von pharmazeutischen Wirkstoffen - Google Patents

Verfahren zur Umhuellung oder Einbettung von pharmazeutischen Wirkstoffen

Info

Publication number
DE1078283B
DE1078283B DEF25945A DEF0025945A DE1078283B DE 1078283 B DE1078283 B DE 1078283B DE F25945 A DEF25945 A DE F25945A DE F0025945 A DEF0025945 A DE F0025945A DE 1078283 B DE1078283 B DE 1078283B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
enveloping
active pharmaceutical
pharmaceutical ingredients
embedding active
particles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF25945A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Scholtan
Dr Heinrich Kunze
Dipl-Ing Rudolf Erdmenger
Walter Oetke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF25945A priority Critical patent/DE1078283B/de
Publication of DE1078283B publication Critical patent/DE1078283B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/14Particulate form, e.g. powders, Processes for size reducing of pure drugs or the resulting products, Pure drug nanoparticles
    • A61K9/16Agglomerates; Granulates; Microbeadlets ; Microspheres; Pellets; Solid products obtained by spray drying, spray freeze drying, spray congealing,(multiple) emulsion solvent evaporation or extraction
    • A61K9/1682Processes
    • A61K9/1694Processes resulting in granules or microspheres of the matrix type containing more than 5% of excipient

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Umhüllung oder Einbettung von pharmazeutischen Wirkstoffen Will man die Wirkung pharmazeutischer Wirkstoffe nach der Verabreichung an den Patienten über eine längere Zeit auf einer möglichst konstanten Höhe halten, so umhüllt man die Teilchen des Wirkstoffes bekanntermaßen mit inerten Stoffen oder bettet sie in diese ein. Die Wirkstoffe beginnen dann erst nach dem Abbau des Umhüllungsstoffes durch dieKörpersäfte das Patienten zu wirken.
  • Es ist bekannt, zur Erzielung dieses Depoteffektes die Teilchen des Wirkstoffes, entweder einzeIn oder schon zu Gruppen agglomeriert, in geschmolzene oder gelöste, meist wachsartige inerte Stoffe einzumischen und die so hergestellten Dispersionen sodann über Düsen in Luft oder Gase einzublasen. Dort erstarrt der Hüllstoff durch Entzug der Schmelzwärme oder des Lösemittels zu kleinen, vorwiegend runden Teilchen.
  • Dabei verwendet man im ersten Fall kalte, im zweiten Fall dagegen erwärmte Luft oder Gase.
  • Als Apparatur wird gewöhnlich ein mit einer sogenannten Zweistoffdüse ausgerüsteter »Zerstäubung,=strockner« verwendet, in dessen Arbeitsraum die versprühten Tröpfchen fest werden.
  • Ein Nachteil besteht bei der Verwendung dieser für den Sprühvorgang an sich vorteilhaften Zweistoffdüse darin, daß durch Abkühlen des expandierenden Treibgases der Hüll- oder Bettungsstoff im Düsenmund vorzeitig erstarrt und ihn zusetzt. Um diesen Störeffekt zu vermeiden, mußte man das Treibgas vorher so hoch erwärmen, daß seine Temperatur nach der Expansion noch über der Schmelztemperatur des Umhüllungsstoffes liegt. Da diese um 750 C liegt, muß man erfahrungsgemäß das Treibgas (Luft) vor der Düse auf mindestens 1300 C halten. Andererseits nimmt die der Düse zufließende Suspension aus Hüllstoffschmelze und Wirkstoffteilchen während ihres Laufes durch ein vom erhitzten Treibgas umgebenes, enges Rohr die Temperatur des Gases an, so daß man empfindliche Stoffe, die z. B. höchstens auf 1200 C erwärmt werden dürfen, nach diesem Verfahren nicht verarbeiten kann.
  • Hier hilft nun die erfindungsgemäße Verwendung von Wasserdampf als Treibgas, da dieser infolge seiner besonders günstig liegenden physikalischen Daten, z. B. Verdampfungswärme, spezifische Wärmen, Masse, Zähigkeit, bei gleicher Entspannungstemperatur im Vergleich zur Luft weniger hoch vorgewärmt zu werden braucht. Es genügen im genannten Fall 1200 C. Die geringere Abkühlung des Dampfes nach der Entspannung gestattet es also ohne weiteres, die geschilderte Temperaturempflndlichkeit der Wirkstoffe zu berücksichtigen. Zu diesem Vorteil in der Verwendung von Treibdampf kommen noch folgende hinzu: Bei gleicher durchgesetzter Wirkstoffmenge und gleichem Druckgefälle in der Düse werden die durch Dampf zersprühten Tröpfchen wegen seiner geringen Masse und übertragenen Stoßenergie größer als mit Luft zersprühte. Daher erhält man auf diese Weise eine geringere Gesamtoberfläche aller Teilchen, was dem angestrebten »Depot-Effekt« zugute kommt.
  • Weiterhin beobachtet man, daß die mit Dampf versprühen Teilchen bei oder vor der Erstarrung im Sprühraum des Apparates weniger agglomerieren als die mit Luft versprühten des gleichen Stoffes. Dies tritt sogar auch dann noch ein, wenn man zur schnellen Abfuhr der Schmelzwärme die Tröpfchen nicht in gekiihlte Luft oder Gase hineinsprüht, sondern in einen zweiten Sprühschleier kalten Wassers. Wir glauben, daß dies durch den Kondensatfilm, der sich auf allen im Dampf fliegenden Teilchen spontan bei der Abkühlung bildet, bedingt ist. Sprühwasser allein verteilt sich auf die fliegenden Teilchen ohne Zweifel nicht so schnell und gleichmäßig.
  • Als weitere Vorteile des Dampfes als Treibmittel sind seine chemische Reinheit und die Abwesenheit von Sauerstoff zu nennen, die sinngemäß den pharmazeutischen Stoffen bzw. den eventuell zugesetzten Vitaminen zugute kommen.
  • Die erfindungsgemäße Erstarrung der dampfversprühen Teilchen im nachgeschalteten Wasserschleier geht schneller vor sich als in entsprechend kühlen Gasen.
  • Infolge der so verbesserten Abfuhr der in den Hüllstofftröpfchen enthaltenen Erstarrungswärme sowie der latenten Wärme des Treibdampfes wird die Abmessung eines technischen Apparates wesentlich kleiner. Man arbeitet nur noch mit einem Rohr, dessen Inhalt etwa 20°/o eines üblichen »Zerstäubungstrockners« beträgt, wobei jedoch hier keine Trocknung vollzogen wird.
  • PATENTASPROCHEI 1. Verfahren zur Umhüllung oder Einbettung von pharmazeutischen Wirkstoffen durch bzw. in inerte Stoffe mittels Versprühen einer aus den ge- schmolzenen, meist wachsartigen inerten Stoffen und den Wirkstoffen bestehenden flüssigen Dispersion mittels einer Zweistoffdüse, dadurch gekennzeichnet, daß Wasserdampf als Treibmittel verwendet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Sprühraum zusätzlich kaltes Wasser versprüht wird.
DEF25945A 1958-06-12 1958-06-12 Verfahren zur Umhuellung oder Einbettung von pharmazeutischen Wirkstoffen Pending DE1078283B (de)

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