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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kalksandsteinen od.
dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung von Kalksandsteinen od. dgl., wobei nacheinander die durch die einzelnen
Arbeitshübe einer Drehtischpresse od. dgl. ausgestoßenen Formlinge mittels einer
aus einer endlosen Förderkette mit in Reihe hintereinandersitzenden Greifern bestehenden
Greifvorrichtung erfaßt und auf einem Transportwagen abgesetzt werden.
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Bei einer bekannten Ausführungsform erfaßt der Greifer j eweils vier
Formlinge, die flach auf dem Pressentisch liegen, fährt mit ihnen unter gleichzeitiger
waagerechter Schwenkung über den Plattenformwagen und setzt hier die vier Formlinge
hochkant an einer Stelle ab, die durch einen verschiebbaren, zum Öffnen des Greifers
dienenden Anschlag vorbestimmt ist. Während der Greifer anschließend zum Pressentisch
zurückgeführt wird und die nächsten vier Formlinge erfaßt, rückt der verschiebbare
Anschlag um eine Formlingsbreite vor. Ist die Plattform vollgesetzt, wird sie um
eine Formlingshöhe abgesenkt, so daß das Absetzen der nächsten Schicht erfolgen
kann. Diese Ausführung hat erhebliche Nachteile. So ist der Greiferweg infolge des
gesteuerten Verschiebens des Öffnungsanschlages nach jedem Pressenhub verschieden.
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Für ein Absetzspiel steht nur die Zeit eines Preßhubes zur Verfügung.
Daher erfolgt eine sehr hohe Beanspruchung der Greiferglieder und Formlinge.
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Durch die Schwenkbewegung beim Absetzen wird die ganze Absetzeinrichtung
kompliziert.
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Der Wagenwechsel auf der Plattform ist innerhalb eines Pressenspiels
zeitlich nicht möglich. Die Presse muß nach dem Vollsetzen eines Wagens stillgesetzt
werden, was zeitraubend und daher unrentabel ist.
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Die Einrichtung ist nicht für Drehtischpressen verwendbar, da die
vier nebeneinanderliegenden Formlinge nicht gepreßt werden können, wenn der Tisch
und der Druckkolben nicht zu große Ausmaße haben sollen.
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Bei einer anderen bekannten, nur in Verbindung mit Schubtischpressen
verwendbaren, stufenweise arbeitenden Ausführung werden die von der Presse ausgestoßenen
Formlinge nach jedem Preßhub von einer ersten Greifvorrichtung auf ein Stahltransportband
übergesetzt, das gleichzeitig noch durch eine Vorhärtezone geführt werden kann.
Am Ende dieses Bandes werden die Formlinge durch eine Gruppengreifvorrichtung nochmals
erfaßt und nach einer Programmsteuerung durch Verfahren in senkrechter und in waagerechter
Richtung auf Härtewagen gestapelt.
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Die zweite Greifvorrichtung erfaßt jeweils die Formlinge aus vier
Arbeitsspielen der Presse, so daß für das Verfahren dieser Greifvorrichtung ein
Mehr-
faches der Zeit eines Pressenarbeitsspiels zur Verfügung stehen muß. Die von
dieser Greifvorrichtung zu bewältigenden Wege sind so lang, daß auch die Zeit von
vier Arbeitsspielen nur dann ausreicht, den Stapelvorgang zu beenden, wenn man die
Presse sehr langsam arbeiten läßt. Da auf diese Weise die Mengenleistung der Presse
begrenzt ist, ist auch diese Ausführung zu unrationell.
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Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bisher bekannten Ausführungen,
von denen sie sich vor allen Dingen dadurch unterscheidet, daß jeder einzelne Formling
absatzweise über den Transportwagen fortbewegt wird, bis so viel Einzelgreifer nebst
Formlingen über ihm aufgereiht sind, wie zur Ausfüllung einer Formlingsreihe auf
ihm notwendig sind, worauf durch Öffnen der Greifer die Formlinge auf dem Transportwagen
abgesetzt und die nunmehr leeren Greifer gemeinsam durch einen Heber auf die oberen
Schienen gehoben werden. Anschließend wird der Transportwagen zur Aufnahme einer
weiteren Formlingreihe um eine Steinbreite verschoben.
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Die zur Ausübung eines derartigen Verfahrens dienende Vorrichtung
weist erfindungsgemäß eine endlose Kette von Einzelgreifern, eine Steuervorrichtung
für die Bewegung der Greifer und eine in Abhängigkeit von der Greifervorrichtung
gesteuerte Verschiebevorrichtung für die Transportwagen auf.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können zwei
parallel zueinander in senkrechten Ebenen laufende, endlose, bewegte Ketten vorgesehen
und die Einzelgreifer durch an diesen Ketten sitzende Mitnehmer auf übereinander
angeordnete Tragschienen verschoben werden.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung hängen die Einzelgreifer an
Tragbalken, die auf den Tragschienen
lose aufliegen, und können
durch Senk- und Hebevorrichtungen von dem oberen Tragschienenpaar auf das untere
und umgekehrt transportiert werden.
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Es hat sich ferner als vorteilhaft erwiesen, die Einzelgreifer einzeln
abzusenken und gruppenweise anzuheben.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bestehen die oberen Tragschienen
aus im Abstand voneinander liegenden Teilstücken und sind die Abstände durch sich
öffnende Brückenstücke überbrückt.
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Diese Brückenstücke bestehen vorteilhaft aus durch Federdruck geschlossen
gehaltene Backen, die nach unten divergierende Schrägflächen aufweisen. Die Tragbalken
der zu einer Absetzgruppe gehörenden Einzelgreifer werden gemeinsam magnetisch auf
das obere Tragschienenpaar angehoben.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und den Ansprüchen.
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Die Erfindung hat den Vorteil, daß ein äußerst kurzer Transportweg
zu verzeichnen ist und die Formlinge, die, je nach den Sandverhältnissen, sehr empfindlich
sein können, nur einmal von den Greifern erfaßt werden. Ferner erfolgen alle Bewegungen
der Greifer und der Härtewagen sehr langsam, so daß ein fast stoßfreie Arbeiten
stattfindet. Durch die vorstehend genannten Vorteile ist eine Leistungssteigerung
der Presse zu verzeichnen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Vorrichtung
platzsparend ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Stirnansicht und Fig. 3 einen Grundriß
der Vorrichtung nach der Erfindung, während Fig. 4 bis 8 teilweise in schaubildlicher
Darstellung Einzelheiten wiedergeben und Fig. 9 einen Schaltplan, Fig. 10 eine schematische
Darstellung der Bewegung der Plattformen der Transportwagen und Fig. 11 einen weiteren
Schaltplan veranschaulichen.
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Mit 1 ist eine übliche Tischpresse mit dem Drehtisch 2 bezeichnet,
die durch den Motor 3 angetrieben wird.
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Oberhalb der Ausstoß stelle der Presse für die Formlinge auf dem
Drehtisch 2 ist die Greifervorrichtung angeordnet, die aus zwei in vertikalen Ebenen
parallel laufenden endlosen Ketten 4> 5 besteht, zwischen denen Einzelgreifer
6 verschoben werden können. Die Ketten 4, 5 laufen auf einer Seite über Antriebsräder7,
die von einem Kegelrädergetriebe angetrieben werden, und auf der anderen Seite um
zwei Umlenkräder 8, 9.
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Zwischen den Ketten befindet sich ein oberes Tragschienenpaar 11,
11' und ein unteres Tragschienenpaar 12, 12'.
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Auf diesen Tragschienen gleiten die Tragbalken 13 der Greifer 6 und
werden auf diesen Schienen durch an den Ketten3,4 befindlichen Mitnehmern 14,15
15 verschoben.
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Diese Mitnehmer sind so voneinander distanziert, daß gerade die Breite
des Tragbalkens 13 zwischen sie paßt (Fig. 5).
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Die Einzelgreifer bestehen aus zwei schwenkbaren Backen 16, 17, die
um Achsbolzen 18, 19 schwenkbar sind, welche auf einem Tragstück 20 angeordnet sind.
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Von den Drehpunkten 18>19 gehen noch zwei divergierende Hebel
21, 22 aus, welche an ihrem Ende nach außen gerichtete Rollen 23) 24 aufweisen.
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Zwischen den Hebeln 21,22 ist eine Zugfeder 25 angeordnet, welche
die Tendenz hat, die Backen6,
17 in eine auseinanderklaffende Stellung gegen einen
Anschlag zu ziehen, d. h. in eine Stellung, in der diese Backen nicht greifen.
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Auf der unteren Tragschiene 12 sind Einschnitte 26> 27 vorhanden,
die durch magnetisch betriebene Schieber 28, 29 geschlossen werden können.
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Decken die Schieber28,29 die Einschnitte 26, 27 nicht ab, können
die Rollen 23, 24 der geöffneten Zange hindurch fahren.
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Werden nun die Schieber28,29 betätigt, drücken sie die Rollen 23,
24 nach unten, wodurch die Backen 16, 17 zusammengehen und die zwischen ihnen befindlichen
Formlinge greifen.
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Die in Fig. 2 oben von rechts nach links und unten von links nach
rechts transportierten Einzelgreifer 6 werden in einem weiter unten noch zu beschreibenden
Rhythmus von einer Absenkvorrichtung 30 von dem oberen Schienenpaar 11, 11' auf
das untere Schienenpaar 12> 12' abgesenkt, und zwar auf die Weise, daß die Ketten4,5
mittels der Mitnehmer 14, 15 den Tragbalken 13 eines Einzelgreifers zwischen die
horizontalen Stücke 31> 32, die eine Gabel bilden, schieben.
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Diese Stücke 31, 32 sitzen an einem Schieber 33, auf dem eine Zahnstange
34 befestigt ist, welche mittels des Ritzels 35 je nach dessen Drehsinn auf und
ab, durch Anschläge begrenzt, bewegt werden kann, so wie es in Fig. 6 veranschaulicht
ist.
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Auf dem Schieber 33 sitzt noch ein Nocken 36, der durch ein Langloch
37 der Vorderplatte 38 der Absenkvorrichtung hindurchragt und der, wenn die Absenkbewegung
beendet ist, auf den Taststift 39 eines Endschalters III drückt.
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Um die Gruppe von Einzelgreifern, die gemeinsam die Formlinge auf
den Transportwagen ablegen, wieder auf das obere Schienenpaar 11, 11' zurück zu
befördern, ist eine Hebevorrichtung 40 vorgesehen, die an einem Schieber 41 einen
Längsträger 42 aufweist, der nun seinerseits wieder Magnetplatten 43, 44, 45, 46
trägt, die in einem solchen Abstand angeordnet sind, daß sie oberhalb der Tragbalken
13 der Greifervorrichtungen zu liegen kommen, die gemeinsam die Formlinge auf den
Transportwagen absetzen.
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Werden die Magnetplatten 43 bis 46 eingeschaltet, ziehen sie die
Tragbalken 13 der Greifer an. Wird nun der Schieber 41 mit Hilfe der Zahnstange
47 und eines entsprechenden Ritzels 48 nach oben bewegt, so werden die Tragbalken
13 angehoben.
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Um ein solches Anheben zu ermöglichen, sind die Einschnitte 26, 27
geöffnet, d. h. nicht durch die Schieber 28, 29 abgedeckt.
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Um die Tragbalken 13 über das obereTragschienenpaar 11, 11' anheben
zu können, sind die Tragschienen 11, 11' in entsprechenden Abständen mit Einschnitten
49 versehen, die durch zwei backenartig zusammenwirkende Teile 50, 51 überbrückt
werden, wie es in Fig. 7 veranschaulicht ist. Diese Backenstücke 50, 51 sind auf
schwenkbaren Haltern52,52' angebracht und weisen Schrägflächen 53, 54 auf. Sie stehen
unter Federdruck und sind immer geschlossen.
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Wird nun ein Tragbalken 13 nach oben bewegt, gleitet er an den Schrägflächen
53> 54 nach oben und drückt hierbei die Backenteile 50, 51 auseinander, die sich
nach seinem Passieren wieder schließen und mit ihren oberen Flächen dann wieder
eine Brückenfläche bilden, so daß die Tragarme 13 nun ohne weiteres über die Schienen
11, 11' durch die Ketten 4, 5 wieder nach links (Fig. 2) verschoben werden können,
um von da aufs Neue mittels der Senkvorrichtung 30 auf das untere Schienenpaar 12,
12' abgesenkt zu werden.
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Die Transportwagen 55, 56 stehen auf zwei Plattformen 57, 58 (Hebebühnen),
die auf Kolben 59, 60 aufgesetzt sind, die hydraulisch angehoben und gesenkt werden
können.
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Die hydraulischen Vorrichtungen sitzen auf einem Wagen 61, der auf
versenkten Schienen 70 senkrecht zur Laufebene der Ketten4,5 verschoben werden kann,
so daß die Wagen 55, 56 unter die Ketten 4, 5 und die daranhängende Greifervorrichtung
in vertikaler und horizontaler Richtung in gewünschte Stellungen geführt werden
können.
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Der Wagen 61 wird über Ritzel 62 und Zahnkränze 63 durch den Motor
64 angetrieben (Fig. 3).
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Die Hebebühnen 57, 58 werden über eine tWldruckpumpe oder doppelwirkende
Hydraulikzylinder durch Elektromagnetventile 65, 65' so gesteuert, daß ein genaues,
stoßfreie Absenken der Härtewagen gewährleistet ist. Im gleichen Rhythmus geht der
nächste Härtewagen hoch, so daß nach Beladen des ersten Härtewagens, der jetzt in
Flurhöhe steht, der zweite Härtewagen in Pressentischhöhe gehoben ist (Fig. 1).
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Ein Schema für die hydraulischen Arbeitsgänge ist in Fig. 10 und 11
veranschaulicht. Für die Steuerung der einzelnen Arbeitsgänge ist ein Schrittschaltwerk
66 vorgesehen, welches über Endschalter 6T die Bewegungen einleitet. Es ist dadurch
möglich, jede Form der Stapelung durchzuführen.
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Der Ablauf der Bewegungen der Greifer ist folgender: Eine Greifervorrichtung
6 wird von Ketten 4, 5 nach links (Fig.2) zwischen die Teile31,32 des Senkers 30
verschoben, worauf die Ketten anhalten.
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Die Greifervorrichtung wird durch den Senker abgesenkt und greift
die von der Presse ausgestoßenen Formlinge und wird dann im Bewegungsrhythmus der
wieder laufenden Ketten4,5 auf den unteren Tragschienen 12, 12' absatzweise nach
rechts bewegt.
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Sind ausreichend viele Greifer über dem Transportwagen angelangt,
legen die über dem Wagen befindlichen Greifer gemeinsam die Formlinge ab und werden
gemeinsam durch den Heber 40 wieder auf die oberen Tragschienen 11, 11' angehoben,
auf denen sie leer wieder absatzweise nach links bewegt werden.
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In der Zwischenzeit hat die Hebe- und Schiebebühne den Transportwagen
in eine Stellung bewegt, in der neue Formlinge abgelegt werden können, oder hat
den Transportwagen ausgewechselt.
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Das Schaltsystem der Fig. 9 arbeitet wie folgt: Ein Endschalter I
ist fest montiert an der Kurbelwelle der Drehtischpresse und wird durch einen Nocken
auf der Kurbelwelle bei jeder Umdrehung (ein Pressenarbeitsspiel) einmal betätigt.
Dieser Endschalter schaltet im Rhythmus der Presse die Kupplung, die zwischen Antriebsmotor
und Kegelradpaar der Antriebsketten für die Greiferzangen liegt, ein.
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Der EndschalterII, der am Ende der oberen Tragschiene 11' befestigt
ist, schaltet die gleiche Kupplung wieder aus, nachdem die Ketten die Zangen um
eine Teilung weitertransportiert haben. Der Endschalter II schaltet gleichzeitig
den Magneten für die Schieber 28, 29> wodurch die Durchgangs schlitze 26>
27 für Spannrollen 23, 24 an den Zangen freigegeben werden.
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Derselbe Endschalter II gibt dem Motor des Senkers 30 Strom, und der
Greifer wird abgesenkt. Der Magnet behält beim Absenken über ein Verzögerungsrelais
so lange Strom, bis der Greifer 6 die ausgestoßenen Steine der Presse gefaßt hat,
worauf der Magnet abfällt.
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Der Senker 30 wird durch den Endschalter III in der tiefsten Stellung
angehalten, der Motor für den Senker polt um und hält ganz kurze Zeit in der unter-
sten
Stellung. In diesem Augenblick hat die Kurbelwelle der Drehtischpresse eine Umdrehung
gemacht und der Kette für die Greifer durch den Endschalter I einen neuen Impuls
gegeben. Der Senker geht in die obere Ruhestellung zurück, und das zweite Arbeitsspiel
hat begonnen.
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Das wiederholt sich so oft, bis der erste volle Greifer durch seinen
Tragbalken 13 den Endschalter IV erreicht hat. In diesem Moment ist der Vorschub
der Greifer durch EndschalterII abgeschaltet. Endschalter IV betätigt einen Magneten,
der über eine Leiste 68 alle Schlitze 26, 27 für die Spannrolle 23, 24 der Greifer
freigibt und diese so öffnet. In der Endstellung der Leiste 68 ist der Endschalter
V erreicht und gibt den Magnetplatten 43 bis 46 und Motor für den Heber 40 Strom.
Der Heber wird abgesenkt. Die geöffneten Greifer werden angezogen, und der Heber
40 bleibt in der untersten Stellung kurz stehen, polt um und hebt sich mit dem Greifer
an.
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Hat der Heber 40 den Endschalter VI erreicht, liegen Tragbalken der
Greifer auf den Leisten 11, 11', der Motor schaltet ab und polt um. Gleichzeitig
werden Magnetplatten 43 bis 46 stromlos. Die Kurbelwelle der Drehtischpresse schaltet
über Endschalter 1 die Transportketten für die Greifer ein.
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Senken oder Heben der Hebebühnen (Fig. 10 und 11) Ein feststehender
Endschalter 67, genau unter der Mitte der Greiferzangen befestigt, wird von einem
Nocken 69 gedrückt oder überfahren. Dieser Nocken ist an den Plattformen57, 58 des
in Pfeilrichtung hin- und herlaufenden Unterwagens 61 der Schiebebühne angebracht
und öffnet oder schließt ein oder mehrere Magnetventile65, 65' und bringt somit
ein Absenken oder Heben der auf den Hydraulikkolben 59> 60 befestigten Plattformen57,58
zustande. Im Notfall kann die eingefahrene Höhe noch verriegelt werden. Endschalter
müssen nach der gewünschten Form der Stapelung angebracht sein.
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Schrittweises Verfahren der Schiebebühne in Pfeilrichtung Ein Endschalter
VI gibt einen Impuls auf ein Schrittschaltwerk 66, von dem sämtliche Umschaltleitungen
71 zu einem Endschalterblock 72 laufen. Die Anzahl der Endschalter ist abhängig
vom Fahrprogramm der Bühne, d. h. wieviel Einzelschritte gefahren werden sollen.
Der durch das Schrittschaltwerk vorgewählte Endschalter schaltet die Fahrbewegung
der Bühne ab, indem er durch einen am Fahrwerk befestigten Nocken gedrückt wird.
Ist die Schiebebühne in die jeweils äußerste gewünschte Stellung gekommen, so wird
vom Schrittschaltwerk über den jeweiligen Endschalter umgepolt, und der Härtewagen
wird in der anderen Richtung belegt.
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Es sei noch gesagt, daß der Antrieb für die Greifvorrichtung, außer
der hier beschriebenen Art, auch von der Presse auf mechanischem Wege ausgeführt
oder von den Rohlingen selbst über Endschalter ausgelöst werden kann. Ebenso ist
für die Doppel-Hebebühne ein rein mechanischer oder elektrischer Antrieb möglich.
Das Zubringen der leeren und Abnehmen der vollen Wagen wird so vorgenommen, daß
ein kontinuierliches Arbeiten der Presse sichergestellt ist.
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Vorteile 1. Kürzester Transportweg und nur einmaliges Greifen der
Rohlinge, die je nach den Sandverhältnissen der einzelnen Fabriken sehr empfindlich
sein können.
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2. Alle Bewegungen der Zangen und der Härtewagen sind langsam, daher
ist fast stoßfreie Arbeiten möglich.
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3. Durch die Vorteile 1 und 2 ist eine Steigerung der Leistung der
Presse möglich.
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4. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist platzsparend.
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Als Beispiel für Punkt 2 und 3 sei folgender Vergleich angeführt:
Bei bereits bekannten Absetzvorrichtungen müssen in der Zeit von vier Pressenarbeitsbeispielen
folgende Wege zurückgelegt werden: 1. Senken der Zange ........ etwa 30 cm 2. Heben
der Zange ........ etwa 30 cm 3. Fahren der Zange ........ etwa 240 cm 4. Senken
der Zange ........ etwa 150 cm 5. Absetzen 6. Heben der Zange ........ etwa 150
cm 7. Zurückfahren der leeren Zange bis zur Ausgangsstellung ¢ 240 cm etwa 840 cm
Im beschriebenen Fall wird in derselben Zeit nur eine Bewegung in Längsrichtung
der Bühne 36 cm, im Höchstfall von 95 cm ausgeführt.
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Absenken der Bühne von nur 11,5 cm geschieht gleichzeitig mit der
Längsbewegung der Bühne.