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DE1077971B - Einstellvorrichtung fuer Belichtungsfaktoren bei photographischen Kameras - Google Patents

Einstellvorrichtung fuer Belichtungsfaktoren bei photographischen Kameras

Info

Publication number
DE1077971B
DE1077971B DEV13217A DEV0013217A DE1077971B DE 1077971 B DE1077971 B DE 1077971B DE V13217 A DEV13217 A DE V13217A DE V0013217 A DEV0013217 A DE V0013217A DE 1077971 B DE1077971 B DE 1077971B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
handle
setting
adjustment
time
aperture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV13217A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Reiche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voigtlander AG
Original Assignee
Voigtlander AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voigtlander AG filed Critical Voigtlander AG
Priority to DEV13217A priority Critical patent/DE1077971B/de
Publication of DE1077971B publication Critical patent/DE1077971B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/10Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
    • G03B9/18More than two members
    • G03B9/22More than two members each moving in one direction to open and then in opposite direction to close, e.g. iris type

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Diaphragms For Cameras (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Einstellvorrichtung für die Belichtungsfaktoren bei photographischen Kameras und stellt sich die Aufgabe, eine in ihrer Handhabung möglichst einfache Vorrichtung dieser Art zu schaffen.
Zur Einstellung der Belichtungszeit und der Blendenöffnung ist üblicherweise an den Kameras je ein Einstellglied für diese Werte vorgesehen. Es ist also notwendig, zunächst das eine und, nach einem Umgreifen, sodann das andere Einstellglied zu betätigen.
Diese Handhabung ist bei den bekannten sogenannten »Lichtwertverschlüssen«, bei denen mehrere Blende-Zeit-Paarungen nach Belichtungswerten abgestuft sind, etwas vereinfacht, indem nämlich ein Kuppelglied zwischen den Einstellhandhaben für Zeit und Blende vorgesehen ist. Beim Verstellen der einen Handhabe wird dann die andere Handhabe belichtungswertgerecht mit verstellt. Wenn bei dieser Vorrichtung jedoch der Belichtungswert geändert werden soll, sind das Lösen der vorgesehenen Kupplung, die Verstellung des einen Einstellgliedes und das nachfolgende erneute Kuppeln notwendig.
Es ist weiter eine Belichtungseinstellvorrichtung bekannt, bei der die Irisblende mittels zweier Blendensteller eingestellt werden kann. Dabei ist der eine Blendensteller mit den einen Enden und der andere Blendensteller mit den anderen Enden der Blendenlamellen verbunden. Während der eine Blendensteller frei von Hand nach einer Skala der Belichtungswerte eingestellt werden kann, ist der andere Blendensteller ständig fest mit dem Zeiteinstellglied gekuppelt. Diese Einstellvorrichtung besitzt also ebenfalls zwei Einstellhandhaben, nämlich die Belichtungswert- und die Zeiteinstellhandhabe.
Die bekannten Einstellvorrichtungen besitzen also jeweils zwei Einstellhandhaben, die gleichzeitig oder nacheinander zu verstellen sind.
Bei der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung für die Belichtungsfaktoren (Belichtungszeit und Blende) bei photographischen Kameras dagegen ist nur eine einzige Einstellhandhabe vorgesehen, die durch eine Rutschkupplung derart mit dem einen einzustellenden Glied (für Blende oder Zeit) verbunden ist, daß im Einstellbereich dieses Gliedes eine Mitnahmeverbindung zwischen diesem Glied und der Handhabe besteht, daß aber vermöge der Rutschkupplung die Handhabe über den Einstellbereich dieses Gliedes hinaus einstellbar ist und in diesem zusätzlichen Einstellbereich der Handhabe eine feste Mitnahmeverbindung zwischen der Handhabe und dem anderen einzustellenden Glied (für Zeit bzw. Blende) hergestellt ist.
Zur Bedienung der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung braucht also lediglich eine einzige Handhabe ergriffen zu werden, mittels der man ohne Änderung der Handhaltung und ohne die Betätigung zusätzlicher Einstellvorrichtung
für Belichtungsfaktoren
bei photographischen Kameras
Anmelder:
Voigtländer Aktiengesellschaft,
Braunschweig, Berliner Str. 53
Wilhelm Reiche, Braunschweig-Gliesmarode,
ist als Erfinder genannt worden
Kuppelglieder od. dgl. die gewünschten Werte für Zeit und Blende einstellen kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die einzige Einstellhandhabe durch eine Rutschkupplung mit dem Einstellglied für die Blende verbunden und trägt einen Anschlag, der beim Erreichen der Endeinstellagen der Blende mit einem am Zeiteinstellglied sitzenden Gegenanschlag in Mitnahmeverbindung tritt. Diese Mitnahmeverbindung zwischen der einzigen Einstellhandhabe und dem Zeiteinstellglied ist so gestaltet, daß in der Einstellhandhabe ein Kuppelstift sitzt, der in einen im Zeiteinstellglied befindlichen Durchbruch hineinragt, wobei dieser Durchbruch eine dem Bewegungsbereich des Blendeneinstellgliedes entsprechende Länge hat. Die zwischen der einzigen Einstellhandhabe und dem Zeiteinstellglied wirksamen Anschläge sind also der Kuppelstift und die seitlichen Begrenzungskanten des erwähnten Durchbruches. Mit Vorteil kann man diese Mitnahmeverbindung zwischen der .einzigen Einstellhandhabe und dem Zeiteinstellglied zugleich auch als einen Teil einer den Einstellbereich der einzigen Einstellhandhabe begrenzenden Vorrichtung benutzen. Man kann nämlich den in der Einstellhandhabe sitzenden Kuppelstift so lang machen, daß er den im Zeiteinstellglied befindlichen Durchbruch durchgreift und in einen gehäusefesten Ausbruch ragt, dessen Länge der Summe der Einstellwege des Zeit- und des Blendeneinstellgliedes entpricht. Der Bewegungsbereich der einzigen Einstellhandhabe ist also durch den Anschlag des Kuppelstiftes an die seitlichen Begrenzungskanten des gehäusefesten Ausbruches begrenzt.
909 760/134-
Die erfindungsgemäße Einstellvorrichtung kann mit besonderem Vorteil bei Kameras angewendet werden, in die ein elektrischer Belichtungsmesser und ein auf dessen Zeigerausschlag einzustellendes Nachführmarkengetriebe eingebaut ist. In diesem Falle kann man mit der einzigen Einstellhandhabe ein Steuerglied für dieses Nachführmarkengetriebe verbinden, Dieses Steuerglied kann gegenüber der einzigen Einstellhandhabe verstellbar und mit dieser in verschiedenen Ein-Stellagen kuppelbar sein. Hierdurch besteht die Möglichkeit, daß dem Nachführmarkengetriebe gegenüber der einzigen Einstellhandhabe bestimmte feste Voreinstellungen gegeben werden können, durch die feste Aufnahmefaktoren, z. B. diejenigen für Filmempfindlichkeit, Filter od. dgl., berücksichtigt werden können, wenn man entsprechende Einstellskalen zwischen der einzigen Einstellhandhabe und dem Steuerglied vorsieht.
Die Anordnung der Skalen für die Zeit- und Blendenwerte ist zweckmäßigerweise so getroffen, daß das Zeiteinstellglied eine Marke trägt, der gegenüber eine gehäusefest angebrachte Skala der Zeitwerte und eine auf der einzigen Einstellhandhabe angeordnete Skala der Blendenwerte ablesbar sind.
Es ist vorteilhaft, wenn das Zeiteinstellglied durch eine an den vorgesehenen Einstellwerten wirksame Rastvorrichtung beaufschlagt ist.
Das gegebenenfalls mit der erfindungsgemäßen Ein-Stellvorrichtung verbundene Nachführmarkengetriebe kann konstruktiv in beliebiger Weise aufgebaut sein. Vorteilhaft ist es aber, wenn mit der einzigen Einstellhandhabe ein Steuerring verbunden ist, der eine sich in seiner Achsrichtung erstreckende Steuerkurve trägt, gegen die das eine Ende eines im Objektivfassungskörper axial verschieblich gelagerten Steuerstiftes anliegt, der mit seinem anderen Ende einen schwenkbar gelagerten Steuerarm berührt, der mit einer Schwenkplatte verbunden ist, die bei ihrer Ver-Schwenkung einen die Nachführmarke tragenden Hebel bewegt, wobei der Drehpunkt dieses Hebels außerhalb der von. der Spitze des Belichtungsmesserzeigers beschriebenen Kreisbahn liegt.
Die erwähnte Rutschkupplung zwischen der einzigen Einstellhandhabe und dem einen einzustellenden Glied kann verschieden ausgeführt sein. Die an diese Rutschkupplung zu stellende Forderung ist lediglich die, daß bei einer innerhalb des Verstellbereiches des einzustellenden Gliedes liegenden Bewegung der einzigen Einstellhandhabe das zu verstellende Glied sicher und schlupflos mitbewegt wird, daß aber dann, wenn bei der Verstellung der einzigen Handhabe die Grenze des Bewegungsbereiches des einzustellenden Gliedes erreicht ist, sich die einzige Handhabe ohne bedeutsame Schwierigkeiten unter Mitnahme des anderen Einstellgliedes weiterbewegen läßt. Es können also beliebige Rutschkupplungsmittel angewendet sein, z. B. Beläge mit gerauhter Oberfläche, die zwischen sich einen guten, aber nicht schwer überwindbaren Reibungsschluß haben. Ebenso kann aber auch die Rutschkupplung durch einen federnden Mitnehmer, der in eine feingerändelte Gegenfläche eingreift, gebildet sein.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Als Ausfühiungsbeispiel ist eine photographische Kamera mit eingebautem elektrischem Belichtungsmesser und mit einem auf dessen Zeigerausschlag einstellbaren Nachführmarkengetriebe gewählt worden. Hierauf beschränkt sich aber die Erfindung nicht. Sie kann vielmehr auch an Kameras bzw. an den für diese zu verwendenden Verschlüssen angewendet werden, in die kein Belichtungsmesser eingebaut ist.
Es zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht im Schnitt eine mit dem Gehäuse eines Zentralverschlusses zu einer Baueinheit zusammengefaßte Objektivfassung,
Fig. 2 und 3 ein mit der in Fig. 1 dargestellten Ein-Stellvorrichtung gekuppeltes Nachführmarkengetriebe, und zwar Fig. 2 in Vorderansicht auf einen Teil der aufgebrochen dargestellten Kamerakappe und Fig. 3 in Draufsicht auf die Kamera mit teilweise aufgebrochener Kamerakappe und Objektivfassung,
Fig. 4 eine Vorderansicht auf den längs der Linie A-B der Fig. 1 aufgeschnittenen Objektivfassungskörper.
In den Figuren ist mit 1 ein Objektivfassungskörper bezeichnet, der mit dem Gehäuse eines ZentralverSchlusses eine Baueinheit bildet und Träger der das Aufnahmeobjektiv bildenden Linsen 2 ist (s. Fig. 1). Wie diese Fig. 1 weiter erkennen läßt, ist zwischen den Linsen 2 eine Irisblende angeordnet, von der der Übersichtlichkeit der Darstellung wegen nur eine einzjge Blendenlamelle 3 gezeichnet ist. Ihr Lagerzapfen 4 sitzt in einem fest mit dem Fassungskörper 1 verbundenen Lager, während ihr Steuerzapfen S in an sich bekannter Weise in eine Steuernut 6 eines verstellbaren Blendenutenringes 7 eingreift. Ein am Blendennutenring 7 befindlicher Lappen 8 ragt in eine Axialnut 9 eines ringförmigen Blendeneinstellgliedes 10 hinein, wodurch in Umfangsrichtung eine feste Kupplung zwischen dem Blendeneinstellglied 10 und dem Blendennutenring 7 hergestellt ist. Das Blendeneinstellglied 10 trägt auf seiner äußeren Umfangsfläche einen Rutschkupplungsbelag 11, dem ein ebensolcher Belag gegenübersteht, der sich an der Innenfläche einer das Blendeneinstellglied 10 umschließenden ringförmigen Einstellhandhabe 12 befindet, die einen gerändelten Kranz 120 besitzt. Wie in der unteren Hälfte der Fig. 1 und 4 erkennbar, sitzt im Einstellring 12 ein Kuppelstift 13. Er durchgreift einen Durchbruch 14 eines ringförmigen BelichtungszeiteinStellgliedes 15, das, wie in der oberen Hälfte der Fig. 1 angedeutet, über einen Stellstift 16 mit dem mit 17 bezeichneten Werk des Verschlusses in Verbindung steht, dessen Verschlußsektoren 18 im Beispielsfall unmittelbar hinter dem letzten Objektivglied liegen. Der Kuppelstift 13 durchgreift den Durchbruch 14 im Zeiteinstellring 15 und ragt in einen Ausbruch 19 des Objektivfassungskörpers 1 hinein. Wie die Fig. 4 erkennen läßt, erstreckt sich der Durchbruch 14 über einen Winkelbereich, der dem Winkelbereich gleich ist, den der Blendennutenring 7 zum Verstellen der Blendenlamellen von der einen Endstellung in die andere bestreichen muß. Die Länge des Ausbruches 19 dagegen reicht über einen Winkelbereich, der der Summe der Einstellwege des Blendennutenringes 7 und des Zeiteinstellringes 15 entspricht.
Wie in den Fig. 1, 3 und 4 weiter dargestellt, trägt die Einstellhandhabe 12 eine Blendenskala 20, die. gegenüber einer Marke 21 ablesbar ist, die sich auf dem Zeiteinstellring 15 befindet. Die Marke 21 weist zugleich auf eine fest am Objektivfassungskörper 1 sitzende Belichtungszeitskala 22. In Fig. 1 ist mit 23 eine Rastvorrichtung bezeichnet, die den Zeiteinstellring 15 in an sich bekannter Weise in seinen jeweiligen Einstellagen sichert.
Mit der Einstellhandhabe 12 ist, wie in Fig. 1 weiter erkennbar, ein Steuerring 24 verbunden, der eine sich in seiner Achsrichtung erstreckende Steuerkurve 25 trägt. Eine an der Einstellhandhabe 12 sitzende
IU// υ
federnde Kuppelklinke 26 und mehrere am S teuer ring 24 befindliche Kuppelzähne 27 stellen die Verbindung zwischen diesen beiden Teilen her und ermöglichen es, daß sie in verschiedenen Lagen zueinander festgelegt werden können. Eine auf der äußeren Umfangsfläche des Steuerringes 24 sitzende Marke 28 (s. Fig. 3) und eine auf die Einstellhandhabe 12 aufgebrachte Skala 29, z. B. der Filmempfmdlichkeitswerte, ermöglichen bestimmte Einstellungen dieses Faktors.
An der Steuerkurve 25 liegt ein im Objektivfassungskörper 1 axial verschieblich gelagerter Steuerstift 30 an, dessen anderes Ende einen Steuerarm 31 berührt, der an einer im Kamerakörper drehbar gelagerten Welle 32 sitzt. Die Welle 32 ist, wie Fig. 2 zeigt, von einer Drehfeder 33 so beaufschlagt, daß daß über den Steuerarm 31 der Steuerstift 30 zur ständigen Anlage an die Steuerkurve 25 gehalten ist. An der Welle 32 ist, wie insbesondere die Fig. 3 zeigt, eine Schwenkplatte 34 befestigt, an deren Kurvenkante 35 ein Taststift 36 anliegt, der an einem um ein Lager
37 schwenkbaren Hebel 38 sitzt. Eine auf den Hebel
38 einwirkende Drehfeder 39 (Fig. 2) drückt den Taststift 36 an die Kurvenkante 35. Das freie Ende des Hebels 38 trägt eine Nachführmarke 40, die mit dem Zeiger 41 eines in der Kamera sitzenden elektrischen Belichtungsmessers 42 zur Deckung gebracht werden kann. Die Nachführmarke 40 und der Zeiger 41 können durch ein Fenster 43 der Kamerakappe 44 beobachtet werden. Die lichtempfindliche Zelle des Belichtungsmessers 42 ist mit 45 bezeichnet.
Die Handhabung der beschriebenen Einstellvorrichtung ist folgende:
Nach dem Einlegen eines Films in die Kamera xvird die Einstellvorrichtung zunächst durch Betätigung der Kupplungsvorrichtung 26, 27 (Fig. 1) an Hand der Skala 28, 29 (Fig. 3) auf den betreffenden Filmempfindlichkeitswert eingestellt. Hierbei wird der Nachführmarke 40 durch die Verstellung des Steuerringes 24 gegenüber der Einstellhandhabe 12 eine bestimmte feste Voreinstellung gegenüber dieser Einstellhandhabe 12 gegeben.
Es sei angenommen, daß die Einstellvorrichtung von einer vorhergehenden Aufnahme her auf die Belichtungszeit »Vis Sekunde« und auf den Blendenwert »8« eingestellt ist. Die Lage der Teile bei dieser Einstellung zeigt die Fig. 4, in der, der Deutlichkeit der Darstellung wegen, die Blendenskala 20, die auf dem Zeiteinstellring 15 sitzende Marke 21 und auch die Belichtungszeitenskala 22, die an sich nicht zu sehen wären, doch dargestellt sind. 5"
Zur Einstellung der richtigen Belichtungswerte für die nun beabsichtigte photographische Aufnahme wird die Kamera so gehalten, daß der von der Aufnahmeszenerie kommende Lichtstrom auf die Photozelle 45 trifft. Dies hat den Ausschlag des Belichtungsmesserzeigers 41 in eine bestimmte Lage zur Folge. Auf diese Zeigerstellung muß nun die Nachführmarke 40 eingestellt werden. Dies erfolgt durch Erfassen des Rändelkranzes 120 und Drehen der einzigen Einstellhandhabe 12, wobei diese Drehung beispielsweise in Richtung des Pfeiles 46 (Fig. 4) verläuft. Durch den Steuerring 24 (Fig. 3) wird von der Steuerkurve 25 her der Steuerstift 30 verschoben, der seinerseits den Steuerarm 31 verschwenkt, wodurch die sich mitbewegende Schwenkplatte 34 mittels ihrer Kurvenkante 35 den Taststift 36 und damit auch den die Nachführmarke 40 tragenden Hebel 38 bewegt. Es sei angenommen, daß Nachführmarke 40 und Zeiger 41 einander decken, wenn der auf der Einstellhandhabe 12 stehende Wert »16« der Blendenskala 20 (s.Fig. 4) der stehengebliebenden Marke 21 gegenübersteht. Es sind nun die Belichtungszeit »Vis Sekunde« und der Blendenwert »16« eingestellt, weil beim Drehen der Einstellhandhabe 12 über die Rutschkupplung 11 schlupffrei das Blendeneinstellglied 10 und damit auch der Blendennutenring 7 mitgenommen wurden.
Es sei weiter angenommen, daß die eingestellte Belichtungszeit von »V15 Sekunde« aber für die beabsichtigte Aufnahme zu lang ist. Die sich leicht bewegende Szenerie macht beispielsweise eine Belichtungszeit von »V125 Sekunde« erforderlich. Zur Einstellung dieser Zeit muß der Zeiteinstellring 15 so weit verstellt werden, bis seine Marke 21 diesem Zeitwert gegenübersteht. Diese Verstellung erfolgt dadurch, daß die Einstellhandhabe 12 weiter in der Richtung des Pfeiles 46 bewegt wird. Zunächst schließt sich dabei die Blende bis auf ihren Wert »22«. Dabei ist, auf die Fig. 4 bezogen, der Lappen 8 des Blendennutenringes 7 zur Anlage an die Kante 47 des Objektivfassungskörpers 1 gekommen. Gleichzeitig berührt auch der in der Einstellhandhabe 12 sitzende Kuppelstift 13 die rechte Begrenzungskante des Durchbruches 14 im Zeiteinstellring 15. Wenn nun die Einstellhandhabe 12 noch weiter in Richtung des Pfeiles 46 gedreht wird, gleitet sie vermöge der Rutschkupplung 11 auf dem nun stehenbleibenden Blendeneinstellglied 10, weil letzteres über den Lappen 8 an der Kante 47 festgehalten ist. Gleichzeitig nimmt aber der Kuppelstift 13 über die rechte Begrenzungskante des Durchbruches 14 den Zeiteinstellring 15 im gleichen Drehsinn mit, wobei sich nun die Marke 21 längs der gehäusefesten Zeitskala 22 bewegt. Nachdem die gewünschte Belichtungszeit »V125 Sekunde« eingestellt ist, muß die Einstellhandhabe 12 entgegen der Richtung des Pfeiles 46 gedreht werden. Dabei löst sich der Kuppelstift 13 von der rechten Begrenzungskante des Durchbruches 14. Der durch die Rastvorrichtung 23 beaufschlagte Zeiteinstellring 15 bleibt in der eingestellten Lage stehen. Dagegen wird mit der beginnenden Rückdrehung der Einstellhandhabe 12 über die Rutschkupplung 11 sogleich das Blendeneinstellglied 10 mitgenommen, so daß sich auch der Lappen 8 wieder von der Kante 47 entfernt, die Blende sich also zu öffnen beginnt. Der jeweils eingestellte Blendenwert kann an der sich gegenüber der stehenbleibenden Marke 21 bewegenden Blendenskala 20 abgelesen werden.
Die Einstellhandhabe 12 muß nun so weit zurückgedreht werden, bis die Nachführmarke 40 wieder zur Deckung mit dem Zeiger 41 gekommen ist. Im Beispielsfall war angenommen worden, daß bei der zuerst vorgenommenen Einstellung der Belichtungszeit »V15 Sekunde« und des Blendenwertes »16« die Nachführmarke 40 und der Zeiger 41 einander gedeckt hatten. Danach war die Einstellhandhabe 12 zunächst vom Blendenwert »16« zum Blendenwert »22« und, unter Mitnahme des Zeiteinstellringes 15 mit dessen Marke 21, vom der Belichtungszeit »V15 Sekunde« über die Werte »Vso Sekunde«, »Veo Sekunde« auf den Wert »V125 Sekunde« eingestellt worden. Die Einstellhandhabe 12 wurde also um einen Blendenwert und um drei Zeitwerte, also um insgesamt vier Intervalle der linearisiert und zueinander parallel verlaufenden Zeit- und Blendenskalen verstellt. Damit die jeder Bewegung der Einstellhandhabe 12 folgende Nachfuhrmarke 40 wieder zur Deckung mit dem unverändert stehengebliebenen Zeiger 41 kommt, muß also die Einstellhandhabe 12 um den gleichen Betrag, den sie von einer an sich richtigen Stellung (S1As Sekunde«, Blende »16«) verstellt wurde, zurückgestellt werden.
Die Nachführmarke 40 und der Zeiger 41 decken einander wieder, wenn die Einstellhandhabe 12 also um die insgesamt vier Intervalle zurückgestellt wurde. Da sich, wie schon gesagt, mit der beginnenden Rückdrehung der Einstellhandhabe 12 auch sofort die Blende zu öffnen beginnt, erfolgt die Öffnungsbewegung um diese vier Intervalle, also vom Blendenwert »22« auf den Blendenwert »5,6«. Der nun eingestellte Belichtungswert, nämlich Belichtungszeit »V125 Sekunde« und Blende »5,6«, ist aber gleich dem zuerst eingestellten Belichtungswert, nämlich Belichtungszeit »V15 Sekunde« und Blende »16«.
Die beschriebene Wirkung ist selbstverständlich die gleiche, wenn die Einstellhandhabe 12 zur Verstellung des Zeiteinstellringes 15 entgegen der Richtung des Pfeiles 46 bewegt wird. In diesem Falle wird dann die Blende zunächst auf ihren größten Wert geöffnet und bei der Rückbewegung der Einstellhandhabe 12 entsprechend geschlossen.
Der Bewegungsbereich der Einstellhandhabe 12 ist dadurch begrenzt, daß der in ihr sitzende Kuppelstift 13 auf die seitlichen Endkanten des Ausbruches 19 trifft. Dies ist dann der Fall, wenn, auf die Fig. 4 bezogen, der Blendenwert »22« dem Belichtungszeitwert »V250 Sekunde« gegenübersteht. Dann liegt der Kuppelstift 13 an der rechten Begrenzungskante des Ausbruches 19. Der Kuppelstift 13 berührt die linke Begrenzungskante dieses Ausbruches 19, wenn der Blendenwert »2,8« dem Wert »5« der Belichtungsskala 22 gegenübersteht.
Wie schon gesagt, ist die Erfindung nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Die erfindungsgemäße Einstellvorrichtung kann auch mit Vorteil an einer Kamera mit anders gestaltetem Nachführmarkengetriebe angewendet werden oder auch an Kameras, die keinen eingebauten Belichtungsmesser und kein Nachführmarkengetriebe besitzen.

Claims (10)

Patentansprüche: 40
1. Einstellvorrichtung für die Belichtungsfaktoren (Belichtungszeit und Blende) bei photographischen Kameras, gekennzeichnet durch, eine einzige Einstellhandhabe, die durch eine Rutschkupplung derart mit dem einen einzustellenden Glied (für Blende oder Zeit) verbunden ist, daß im Einstellbereich dieses Gliedes eine Mitnahmeverbindung zwischen diesem Glied und der Handhabe besteht, daß aber, vermöge der Rutschkupplung, die Handhabe über den Einstellbereich dieses Gliedes hinaus einstellbar ist und in diesem zusätzlichen Einstellbereich der Handhabe eine feste Mitnahmeverbindung zwischen der Handhabe und dem anderen einzustellenden Glied (für Zeit bzw. Blende) hergestellt ist.
2. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzige Einstellhandhabe
(12) durch eine Rutschkupplung (11) mit dem Einstellglied (10) für die Blende verbunden ist und einen Anschlag trägt, der beim Erreichen der Endeinstellagen der Blende mit einem am Zeiteinstellglied sitzenden Gegenanschlag in Mitnahmeverbindung tritt.
3. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der einzigen Einstellhandhabe (12) ein Kuppelstift (13) sitzt, der in einen im Zeiteinstellglied (15) befindlichen Durchbruch (14) hineinragt, wobei dieser Durchbruch (14) eine dem Bewegungsbereich des Blendeneinstellgliedes (10) entsprechende Länge hat.
4. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3,, dadurch gekennzeichnet, daß der Einstellweg der einzigen Einstellhandhabe (12) durch Anschläge auf einen der Summe der Einstellwege des Zeit- und des Blendeneinstellgliedes enstprechenden Betrag begrenzt ist.
5. Einstellvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der in der einzigen Einstellhandhabe (12) sitzende Kuppelstift (13) den im Zeiteinstellglied (15) befindlichen. Durchbruch (14) durchgreift und in einen gehäusefesten Ausbruch (19) ragt, dessen Länge der Summe der Einstellwege des Zeit- und des Blendeneinstellgliedes (15 bzw. 10) entspricht.
6. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit der einzigen Einstellhandhabe (12) ein Steuerglied (24) für ein Getriebe verbunden ist, mittels dessen eine Nachführmarke auf den Zeigerausschlag eines in die Kamera eingebauten Belichtungsmessers einstellbar ist.
7. Einstellvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerglied (24) für das Nachführmarkengetriebe gegenüber der einzigen Einstellhandhabe (12) verstellbar und mit dieser in verschiedenen Eintellagen kuppelbar ist.
8. Einstellvorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerring (24) an Hand einer Skala der Filmempfindlichkeitswerte (28, 29) gegenüber der einzigen Einstellhandhabe (12) verstellbar und mit dieser kuppelbar (26, 27) ist.
9. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeiteinstellglied (15) eine Marke (21) trägt, der gegenüber eine gehäusefest angebrachte Skala (22) der Zeitwerte und eine auf der einzigen Einstellhandhabe (12) angeordnete Skala (20) der Blendenwerte ablesbar ist.
10. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeiteinstellglied (15) durch eine Rastvorrichtung (23) beaufschlagt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909' 760/134 3.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1171257B (de) 1959-02-11 1964-05-27 Gauthier Gmbh A Photographische Kamera mit Belichtungswerteinstellung
DE1175542B (de) 1958-06-04 1964-08-06 Michael Burger Lichtwertuebertragungsvorrichtung an photographischen Kameras
DE1175981B (de) 1958-05-02 1964-08-13 Agfa Ag Kamera mit Belichtungsregelvorrichtung
DE1247849B (de) 1958-12-24 1967-08-17 Elbe Kamera Gmbh Photographische Kamera mit gekuppelten Einstellern fuer Blende und Belichtungszeit
DE1274875B (de) * 1961-09-12 1968-08-08 Rollei Werke Franke Heidecke Photographische Kamera mit Zentralverschluss

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