DE1077971B - Einstellvorrichtung fuer Belichtungsfaktoren bei photographischen Kameras - Google Patents
Einstellvorrichtung fuer Belichtungsfaktoren bei photographischen KamerasInfo
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- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Einstellvorrichtung für die Belichtungsfaktoren bei photographischen Kameras
und stellt sich die Aufgabe, eine in ihrer Handhabung möglichst einfache Vorrichtung dieser Art zu schaffen.
Zur Einstellung der Belichtungszeit und der Blendenöffnung ist üblicherweise an den Kameras je ein
Einstellglied für diese Werte vorgesehen. Es ist also notwendig, zunächst das eine und, nach einem Umgreifen,
sodann das andere Einstellglied zu betätigen.
Diese Handhabung ist bei den bekannten sogenannten »Lichtwertverschlüssen«, bei denen mehrere
Blende-Zeit-Paarungen nach Belichtungswerten abgestuft sind, etwas vereinfacht, indem nämlich ein
Kuppelglied zwischen den Einstellhandhaben für Zeit und Blende vorgesehen ist. Beim Verstellen der einen
Handhabe wird dann die andere Handhabe belichtungswertgerecht mit verstellt. Wenn bei dieser
Vorrichtung jedoch der Belichtungswert geändert werden soll, sind das Lösen der vorgesehenen Kupplung,
die Verstellung des einen Einstellgliedes und das nachfolgende erneute Kuppeln notwendig.
Es ist weiter eine Belichtungseinstellvorrichtung bekannt, bei der die Irisblende mittels zweier Blendensteller
eingestellt werden kann. Dabei ist der eine Blendensteller mit den einen Enden und der andere
Blendensteller mit den anderen Enden der Blendenlamellen verbunden. Während der eine Blendensteller
frei von Hand nach einer Skala der Belichtungswerte eingestellt werden kann, ist der andere Blendensteller
ständig fest mit dem Zeiteinstellglied gekuppelt. Diese Einstellvorrichtung besitzt also ebenfalls zwei Einstellhandhaben,
nämlich die Belichtungswert- und die Zeiteinstellhandhabe.
Die bekannten Einstellvorrichtungen besitzen also jeweils zwei Einstellhandhaben, die gleichzeitig oder
nacheinander zu verstellen sind.
Bei der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung für die Belichtungsfaktoren (Belichtungszeit und Blende)
bei photographischen Kameras dagegen ist nur eine einzige Einstellhandhabe vorgesehen, die durch eine
Rutschkupplung derart mit dem einen einzustellenden Glied (für Blende oder Zeit) verbunden ist, daß im
Einstellbereich dieses Gliedes eine Mitnahmeverbindung zwischen diesem Glied und der Handhabe besteht,
daß aber vermöge der Rutschkupplung die Handhabe über den Einstellbereich dieses Gliedes hinaus
einstellbar ist und in diesem zusätzlichen Einstellbereich der Handhabe eine feste Mitnahmeverbindung
zwischen der Handhabe und dem anderen einzustellenden Glied (für Zeit bzw. Blende) hergestellt ist.
Zur Bedienung der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung braucht also lediglich eine einzige Handhabe
ergriffen zu werden, mittels der man ohne Änderung der Handhaltung und ohne die Betätigung zusätzlicher
Einstellvorrichtung
für Belichtungsfaktoren
bei photographischen Kameras
Anmelder:
Voigtländer Aktiengesellschaft,
Braunschweig, Berliner Str. 53
Braunschweig, Berliner Str. 53
Wilhelm Reiche, Braunschweig-Gliesmarode,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Kuppelglieder od. dgl. die gewünschten Werte für Zeit und Blende einstellen kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die einzige Einstellhandhabe durch eine
Rutschkupplung mit dem Einstellglied für die Blende verbunden und trägt einen Anschlag, der beim Erreichen
der Endeinstellagen der Blende mit einem am Zeiteinstellglied sitzenden Gegenanschlag in Mitnahmeverbindung
tritt. Diese Mitnahmeverbindung zwischen der einzigen Einstellhandhabe und dem Zeiteinstellglied
ist so gestaltet, daß in der Einstellhandhabe ein Kuppelstift sitzt, der in einen im Zeiteinstellglied
befindlichen Durchbruch hineinragt, wobei dieser Durchbruch eine dem Bewegungsbereich des Blendeneinstellgliedes
entsprechende Länge hat. Die zwischen der einzigen Einstellhandhabe und dem Zeiteinstellglied
wirksamen Anschläge sind also der Kuppelstift und die seitlichen Begrenzungskanten des erwähnten
Durchbruches. Mit Vorteil kann man diese Mitnahmeverbindung zwischen der .einzigen Einstellhandhabe
und dem Zeiteinstellglied zugleich auch als einen Teil einer den Einstellbereich der einzigen Einstellhandhabe
begrenzenden Vorrichtung benutzen. Man kann nämlich den in der Einstellhandhabe sitzenden Kuppelstift
so lang machen, daß er den im Zeiteinstellglied befindlichen Durchbruch durchgreift und in einen
gehäusefesten Ausbruch ragt, dessen Länge der Summe der Einstellwege des Zeit- und des Blendeneinstellgliedes
entpricht. Der Bewegungsbereich der einzigen Einstellhandhabe ist also durch den Anschlag
des Kuppelstiftes an die seitlichen Begrenzungskanten des gehäusefesten Ausbruches begrenzt.
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Die erfindungsgemäße Einstellvorrichtung kann mit besonderem Vorteil bei Kameras angewendet werden,
in die ein elektrischer Belichtungsmesser und ein auf dessen Zeigerausschlag einzustellendes Nachführmarkengetriebe
eingebaut ist. In diesem Falle kann man mit der einzigen Einstellhandhabe ein Steuerglied
für dieses Nachführmarkengetriebe verbinden, Dieses Steuerglied kann gegenüber der einzigen Einstellhandhabe
verstellbar und mit dieser in verschiedenen Ein-Stellagen kuppelbar sein. Hierdurch besteht die Möglichkeit,
daß dem Nachführmarkengetriebe gegenüber der einzigen Einstellhandhabe bestimmte feste Voreinstellungen
gegeben werden können, durch die feste Aufnahmefaktoren, z. B. diejenigen für Filmempfindlichkeit,
Filter od. dgl., berücksichtigt werden können, wenn man entsprechende Einstellskalen zwischen der
einzigen Einstellhandhabe und dem Steuerglied vorsieht.
Die Anordnung der Skalen für die Zeit- und Blendenwerte ist zweckmäßigerweise so getroffen, daß
das Zeiteinstellglied eine Marke trägt, der gegenüber eine gehäusefest angebrachte Skala der Zeitwerte und
eine auf der einzigen Einstellhandhabe angeordnete Skala der Blendenwerte ablesbar sind.
Es ist vorteilhaft, wenn das Zeiteinstellglied durch eine an den vorgesehenen Einstellwerten wirksame
Rastvorrichtung beaufschlagt ist.
Das gegebenenfalls mit der erfindungsgemäßen Ein-Stellvorrichtung verbundene Nachführmarkengetriebe
kann konstruktiv in beliebiger Weise aufgebaut sein. Vorteilhaft ist es aber, wenn mit der einzigen Einstellhandhabe
ein Steuerring verbunden ist, der eine sich in seiner Achsrichtung erstreckende Steuerkurve
trägt, gegen die das eine Ende eines im Objektivfassungskörper axial verschieblich gelagerten Steuerstiftes
anliegt, der mit seinem anderen Ende einen schwenkbar gelagerten Steuerarm berührt, der mit
einer Schwenkplatte verbunden ist, die bei ihrer Ver-Schwenkung einen die Nachführmarke tragenden
Hebel bewegt, wobei der Drehpunkt dieses Hebels außerhalb der von. der Spitze des Belichtungsmesserzeigers
beschriebenen Kreisbahn liegt.
Die erwähnte Rutschkupplung zwischen der einzigen Einstellhandhabe und dem einen einzustellenden Glied
kann verschieden ausgeführt sein. Die an diese Rutschkupplung zu stellende Forderung ist lediglich
die, daß bei einer innerhalb des Verstellbereiches des einzustellenden Gliedes liegenden Bewegung der einzigen
Einstellhandhabe das zu verstellende Glied sicher und schlupflos mitbewegt wird, daß aber dann,
wenn bei der Verstellung der einzigen Handhabe die Grenze des Bewegungsbereiches des einzustellenden
Gliedes erreicht ist, sich die einzige Handhabe ohne bedeutsame Schwierigkeiten unter Mitnahme des anderen
Einstellgliedes weiterbewegen läßt. Es können also beliebige Rutschkupplungsmittel angewendet sein,
z. B. Beläge mit gerauhter Oberfläche, die zwischen sich einen guten, aber nicht schwer überwindbaren
Reibungsschluß haben. Ebenso kann aber auch die Rutschkupplung durch einen federnden Mitnehmer,
der in eine feingerändelte Gegenfläche eingreift, gebildet sein.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Als Ausfühiungsbeispiel
ist eine photographische Kamera mit eingebautem elektrischem Belichtungsmesser und mit
einem auf dessen Zeigerausschlag einstellbaren Nachführmarkengetriebe gewählt worden. Hierauf beschränkt
sich aber die Erfindung nicht. Sie kann vielmehr auch an Kameras bzw. an den für diese zu verwendenden
Verschlüssen angewendet werden, in die kein Belichtungsmesser eingebaut ist.
Es zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht im Schnitt eine mit dem Gehäuse
eines Zentralverschlusses zu einer Baueinheit zusammengefaßte Objektivfassung,
Fig. 2 und 3 ein mit der in Fig. 1 dargestellten Ein-Stellvorrichtung
gekuppeltes Nachführmarkengetriebe, und zwar Fig. 2 in Vorderansicht auf einen Teil der
aufgebrochen dargestellten Kamerakappe und Fig. 3 in Draufsicht auf die Kamera mit teilweise aufgebrochener
Kamerakappe und Objektivfassung,
Fig. 4 eine Vorderansicht auf den längs der Linie A-B der Fig. 1 aufgeschnittenen Objektivfassungskörper.
In den Figuren ist mit 1 ein Objektivfassungskörper
bezeichnet, der mit dem Gehäuse eines ZentralverSchlusses eine Baueinheit bildet und Träger der das
Aufnahmeobjektiv bildenden Linsen 2 ist (s. Fig. 1). Wie diese Fig. 1 weiter erkennen läßt, ist zwischen
den Linsen 2 eine Irisblende angeordnet, von der der
Übersichtlichkeit der Darstellung wegen nur eine einzjge
Blendenlamelle 3 gezeichnet ist. Ihr Lagerzapfen 4 sitzt in einem fest mit dem Fassungskörper 1
verbundenen Lager, während ihr Steuerzapfen S in an sich bekannter Weise in eine Steuernut 6 eines verstellbaren
Blendenutenringes 7 eingreift. Ein am Blendennutenring 7 befindlicher Lappen 8 ragt in eine
Axialnut 9 eines ringförmigen Blendeneinstellgliedes 10 hinein, wodurch in Umfangsrichtung eine feste
Kupplung zwischen dem Blendeneinstellglied 10 und dem Blendennutenring 7 hergestellt ist. Das Blendeneinstellglied
10 trägt auf seiner äußeren Umfangsfläche einen Rutschkupplungsbelag 11, dem ein ebensolcher
Belag gegenübersteht, der sich an der Innenfläche einer das Blendeneinstellglied 10 umschließenden
ringförmigen Einstellhandhabe 12 befindet, die einen gerändelten Kranz 120 besitzt. Wie in der
unteren Hälfte der Fig. 1 und 4 erkennbar, sitzt im Einstellring 12 ein Kuppelstift 13. Er durchgreift einen
Durchbruch 14 eines ringförmigen BelichtungszeiteinStellgliedes 15, das, wie in der oberen Hälfte der Fig. 1
angedeutet, über einen Stellstift 16 mit dem mit 17 bezeichneten Werk des Verschlusses in Verbindung
steht, dessen Verschlußsektoren 18 im Beispielsfall unmittelbar hinter dem letzten Objektivglied liegen.
Der Kuppelstift 13 durchgreift den Durchbruch 14 im Zeiteinstellring 15 und ragt in einen Ausbruch 19 des
Objektivfassungskörpers 1 hinein. Wie die Fig. 4 erkennen läßt, erstreckt sich der Durchbruch 14 über
einen Winkelbereich, der dem Winkelbereich gleich ist, den der Blendennutenring 7 zum Verstellen der
Blendenlamellen von der einen Endstellung in die andere bestreichen muß. Die Länge des Ausbruches 19
dagegen reicht über einen Winkelbereich, der der Summe der Einstellwege des Blendennutenringes 7
und des Zeiteinstellringes 15 entspricht.
Wie in den Fig. 1, 3 und 4 weiter dargestellt, trägt
die Einstellhandhabe 12 eine Blendenskala 20, die. gegenüber einer Marke 21 ablesbar ist, die sich auf
dem Zeiteinstellring 15 befindet. Die Marke 21 weist zugleich auf eine fest am Objektivfassungskörper 1
sitzende Belichtungszeitskala 22. In Fig. 1 ist mit 23 eine Rastvorrichtung bezeichnet, die den Zeiteinstellring
15 in an sich bekannter Weise in seinen jeweiligen Einstellagen sichert.
Mit der Einstellhandhabe 12 ist, wie in Fig. 1 weiter
erkennbar, ein Steuerring 24 verbunden, der eine sich in seiner Achsrichtung erstreckende Steuerkurve 25
trägt. Eine an der Einstellhandhabe 12 sitzende
IU// υ
federnde Kuppelklinke 26 und mehrere am S teuer ring
24 befindliche Kuppelzähne 27 stellen die Verbindung zwischen diesen beiden Teilen her und ermöglichen es,
daß sie in verschiedenen Lagen zueinander festgelegt werden können. Eine auf der äußeren Umfangsfläche
des Steuerringes 24 sitzende Marke 28 (s. Fig. 3) und eine auf die Einstellhandhabe 12 aufgebrachte Skala
29, z. B. der Filmempfmdlichkeitswerte, ermöglichen bestimmte Einstellungen dieses Faktors.
An der Steuerkurve 25 liegt ein im Objektivfassungskörper 1 axial verschieblich gelagerter Steuerstift
30 an, dessen anderes Ende einen Steuerarm 31 berührt, der an einer im Kamerakörper drehbar gelagerten
Welle 32 sitzt. Die Welle 32 ist, wie Fig. 2 zeigt, von einer Drehfeder 33 so beaufschlagt, daß
daß über den Steuerarm 31 der Steuerstift 30 zur ständigen Anlage an die Steuerkurve 25 gehalten ist.
An der Welle 32 ist, wie insbesondere die Fig. 3 zeigt, eine Schwenkplatte 34 befestigt, an deren Kurvenkante
35 ein Taststift 36 anliegt, der an einem um ein Lager
37 schwenkbaren Hebel 38 sitzt. Eine auf den Hebel
38 einwirkende Drehfeder 39 (Fig. 2) drückt den Taststift 36 an die Kurvenkante 35. Das freie Ende des
Hebels 38 trägt eine Nachführmarke 40, die mit dem Zeiger 41 eines in der Kamera sitzenden elektrischen
Belichtungsmessers 42 zur Deckung gebracht werden kann. Die Nachführmarke 40 und der Zeiger 41
können durch ein Fenster 43 der Kamerakappe 44 beobachtet werden. Die lichtempfindliche Zelle des
Belichtungsmessers 42 ist mit 45 bezeichnet.
Die Handhabung der beschriebenen Einstellvorrichtung ist folgende:
Nach dem Einlegen eines Films in die Kamera xvird die Einstellvorrichtung zunächst durch Betätigung
der Kupplungsvorrichtung 26, 27 (Fig. 1) an Hand der Skala 28, 29 (Fig. 3) auf den betreffenden
Filmempfindlichkeitswert eingestellt. Hierbei wird der Nachführmarke 40 durch die Verstellung des
Steuerringes 24 gegenüber der Einstellhandhabe 12 eine bestimmte feste Voreinstellung gegenüber dieser
Einstellhandhabe 12 gegeben.
Es sei angenommen, daß die Einstellvorrichtung von einer vorhergehenden Aufnahme her auf die Belichtungszeit
»Vis Sekunde« und auf den Blendenwert »8« eingestellt ist. Die Lage der Teile bei dieser Einstellung
zeigt die Fig. 4, in der, der Deutlichkeit der Darstellung wegen, die Blendenskala 20, die auf
dem Zeiteinstellring 15 sitzende Marke 21 und auch die Belichtungszeitenskala 22, die an sich nicht zu
sehen wären, doch dargestellt sind. 5"
Zur Einstellung der richtigen Belichtungswerte für die nun beabsichtigte photographische Aufnahme wird
die Kamera so gehalten, daß der von der Aufnahmeszenerie kommende Lichtstrom auf die Photozelle 45
trifft. Dies hat den Ausschlag des Belichtungsmesserzeigers 41 in eine bestimmte Lage zur Folge. Auf
diese Zeigerstellung muß nun die Nachführmarke 40 eingestellt werden. Dies erfolgt durch Erfassen des
Rändelkranzes 120 und Drehen der einzigen Einstellhandhabe 12, wobei diese Drehung beispielsweise in
Richtung des Pfeiles 46 (Fig. 4) verläuft. Durch den Steuerring 24 (Fig. 3) wird von der Steuerkurve 25
her der Steuerstift 30 verschoben, der seinerseits den Steuerarm 31 verschwenkt, wodurch die sich mitbewegende
Schwenkplatte 34 mittels ihrer Kurvenkante 35 den Taststift 36 und damit auch den die
Nachführmarke 40 tragenden Hebel 38 bewegt. Es sei angenommen, daß Nachführmarke 40 und Zeiger 41
einander decken, wenn der auf der Einstellhandhabe 12 stehende Wert »16« der Blendenskala 20 (s.Fig. 4)
der stehengebliebenden Marke 21 gegenübersteht. Es sind nun die Belichtungszeit »Vis Sekunde« und der
Blendenwert »16« eingestellt, weil beim Drehen der Einstellhandhabe 12 über die Rutschkupplung 11
schlupffrei das Blendeneinstellglied 10 und damit auch der Blendennutenring 7 mitgenommen wurden.
Es sei weiter angenommen, daß die eingestellte Belichtungszeit von »V15 Sekunde« aber für die beabsichtigte
Aufnahme zu lang ist. Die sich leicht bewegende Szenerie macht beispielsweise eine Belichtungszeit
von »V125 Sekunde« erforderlich. Zur Einstellung dieser Zeit muß der Zeiteinstellring 15 so
weit verstellt werden, bis seine Marke 21 diesem Zeitwert gegenübersteht. Diese Verstellung erfolgt dadurch,
daß die Einstellhandhabe 12 weiter in der Richtung des Pfeiles 46 bewegt wird. Zunächst schließt
sich dabei die Blende bis auf ihren Wert »22«. Dabei ist, auf die Fig. 4 bezogen, der Lappen 8 des Blendennutenringes
7 zur Anlage an die Kante 47 des Objektivfassungskörpers 1 gekommen. Gleichzeitig berührt
auch der in der Einstellhandhabe 12 sitzende Kuppelstift 13 die rechte Begrenzungskante des Durchbruches
14 im Zeiteinstellring 15. Wenn nun die Einstellhandhabe 12 noch weiter in Richtung des Pfeiles 46 gedreht
wird, gleitet sie vermöge der Rutschkupplung 11 auf dem nun stehenbleibenden Blendeneinstellglied
10, weil letzteres über den Lappen 8 an der Kante 47
festgehalten ist. Gleichzeitig nimmt aber der Kuppelstift 13 über die rechte Begrenzungskante des Durchbruches
14 den Zeiteinstellring 15 im gleichen Drehsinn mit, wobei sich nun die Marke 21 längs der gehäusefesten
Zeitskala 22 bewegt. Nachdem die gewünschte Belichtungszeit »V125 Sekunde« eingestellt
ist, muß die Einstellhandhabe 12 entgegen der Richtung des Pfeiles 46 gedreht werden. Dabei löst sich
der Kuppelstift 13 von der rechten Begrenzungskante des Durchbruches 14. Der durch die Rastvorrichtung
23 beaufschlagte Zeiteinstellring 15 bleibt in der eingestellten Lage stehen. Dagegen wird mit der beginnenden
Rückdrehung der Einstellhandhabe 12 über die Rutschkupplung 11 sogleich das Blendeneinstellglied
10 mitgenommen, so daß sich auch der Lappen 8 wieder von der Kante 47 entfernt, die Blende sich also
zu öffnen beginnt. Der jeweils eingestellte Blendenwert kann an der sich gegenüber der stehenbleibenden
Marke 21 bewegenden Blendenskala 20 abgelesen werden.
Die Einstellhandhabe 12 muß nun so weit zurückgedreht werden, bis die Nachführmarke 40 wieder zur
Deckung mit dem Zeiger 41 gekommen ist. Im Beispielsfall war angenommen worden, daß bei der zuerst
vorgenommenen Einstellung der Belichtungszeit »V15 Sekunde« und des Blendenwertes »16« die Nachführmarke
40 und der Zeiger 41 einander gedeckt hatten. Danach war die Einstellhandhabe 12 zunächst
vom Blendenwert »16« zum Blendenwert »22« und, unter Mitnahme des Zeiteinstellringes 15 mit dessen
Marke 21, vom der Belichtungszeit »V15 Sekunde« über die Werte »Vso Sekunde«, »Veo Sekunde« auf den
Wert »V125 Sekunde« eingestellt worden. Die Einstellhandhabe 12 wurde also um einen Blendenwert und
um drei Zeitwerte, also um insgesamt vier Intervalle der linearisiert und zueinander parallel verlaufenden
Zeit- und Blendenskalen verstellt. Damit die jeder Bewegung der Einstellhandhabe 12 folgende Nachfuhrmarke
40 wieder zur Deckung mit dem unverändert stehengebliebenen Zeiger 41 kommt, muß also die Einstellhandhabe
12 um den gleichen Betrag, den sie von einer an sich richtigen Stellung (S1As Sekunde«,
Blende »16«) verstellt wurde, zurückgestellt werden.
Die Nachführmarke 40 und der Zeiger 41 decken einander wieder, wenn die Einstellhandhabe 12 also um
die insgesamt vier Intervalle zurückgestellt wurde. Da sich, wie schon gesagt, mit der beginnenden Rückdrehung
der Einstellhandhabe 12 auch sofort die Blende zu öffnen beginnt, erfolgt die Öffnungsbewegung um diese vier Intervalle, also vom Blendenwert »22« auf den Blendenwert »5,6«. Der nun eingestellte
Belichtungswert, nämlich Belichtungszeit »V125 Sekunde« und Blende »5,6«, ist aber gleich dem
zuerst eingestellten Belichtungswert, nämlich Belichtungszeit »V15 Sekunde« und Blende »16«.
Die beschriebene Wirkung ist selbstverständlich die gleiche, wenn die Einstellhandhabe 12 zur Verstellung
des Zeiteinstellringes 15 entgegen der Richtung des Pfeiles 46 bewegt wird. In diesem Falle wird dann
die Blende zunächst auf ihren größten Wert geöffnet und bei der Rückbewegung der Einstellhandhabe 12
entsprechend geschlossen.
Der Bewegungsbereich der Einstellhandhabe 12 ist dadurch begrenzt, daß der in ihr sitzende Kuppelstift
13 auf die seitlichen Endkanten des Ausbruches 19 trifft. Dies ist dann der Fall, wenn, auf die Fig. 4 bezogen,
der Blendenwert »22« dem Belichtungszeitwert »V250 Sekunde« gegenübersteht. Dann liegt der
Kuppelstift 13 an der rechten Begrenzungskante des Ausbruches 19. Der Kuppelstift 13 berührt die linke
Begrenzungskante dieses Ausbruches 19, wenn der Blendenwert »2,8« dem Wert »5« der Belichtungsskala 22 gegenübersteht.
Wie schon gesagt, ist die Erfindung nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Die erfindungsgemäße
Einstellvorrichtung kann auch mit Vorteil an einer Kamera mit anders gestaltetem Nachführmarkengetriebe
angewendet werden oder auch an Kameras, die keinen eingebauten Belichtungsmesser
und kein Nachführmarkengetriebe besitzen.
Claims (10)
1. Einstellvorrichtung für die Belichtungsfaktoren (Belichtungszeit und Blende) bei photographischen
Kameras, gekennzeichnet durch, eine einzige Einstellhandhabe, die durch eine Rutschkupplung
derart mit dem einen einzustellenden Glied (für Blende oder Zeit) verbunden ist, daß
im Einstellbereich dieses Gliedes eine Mitnahmeverbindung zwischen diesem Glied und der Handhabe
besteht, daß aber, vermöge der Rutschkupplung, die Handhabe über den Einstellbereich dieses
Gliedes hinaus einstellbar ist und in diesem zusätzlichen Einstellbereich der Handhabe eine feste
Mitnahmeverbindung zwischen der Handhabe und dem anderen einzustellenden Glied (für Zeit bzw.
Blende) hergestellt ist.
2. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzige Einstellhandhabe
(12) durch eine Rutschkupplung (11) mit dem Einstellglied (10) für die Blende verbunden ist und
einen Anschlag trägt, der beim Erreichen der Endeinstellagen der Blende mit einem am Zeiteinstellglied
sitzenden Gegenanschlag in Mitnahmeverbindung tritt.
3. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der einzigen Einstellhandhabe
(12) ein Kuppelstift (13) sitzt, der in einen im Zeiteinstellglied (15) befindlichen
Durchbruch (14) hineinragt, wobei dieser Durchbruch (14) eine dem Bewegungsbereich des
Blendeneinstellgliedes (10) entsprechende Länge hat.
4. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3,, dadurch gekennzeichnet, daß der Einstellweg der
einzigen Einstellhandhabe (12) durch Anschläge auf einen der Summe der Einstellwege des Zeit-
und des Blendeneinstellgliedes enstprechenden Betrag begrenzt ist.
5. Einstellvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der in der einzigen Einstellhandhabe
(12) sitzende Kuppelstift (13) den im Zeiteinstellglied (15) befindlichen. Durchbruch (14)
durchgreift und in einen gehäusefesten Ausbruch (19) ragt, dessen Länge der Summe der Einstellwege
des Zeit- und des Blendeneinstellgliedes (15 bzw. 10) entspricht.
6. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit der einzigen Einstellhandhabe
(12) ein Steuerglied (24) für ein Getriebe verbunden ist, mittels dessen eine Nachführmarke
auf den Zeigerausschlag eines in die Kamera eingebauten Belichtungsmessers einstellbar
ist.
7. Einstellvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerglied (24) für das
Nachführmarkengetriebe gegenüber der einzigen Einstellhandhabe (12) verstellbar und mit dieser
in verschiedenen Eintellagen kuppelbar ist.
8. Einstellvorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerring (24)
an Hand einer Skala der Filmempfindlichkeitswerte (28, 29) gegenüber der einzigen Einstellhandhabe
(12) verstellbar und mit dieser kuppelbar (26, 27) ist.
9. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeiteinstellglied
(15) eine Marke (21) trägt, der gegenüber eine gehäusefest angebrachte Skala (22) der Zeitwerte
und eine auf der einzigen Einstellhandhabe (12) angeordnete Skala (20) der Blendenwerte ablesbar
ist.
10. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeiteinstellglied
(15) durch eine Rastvorrichtung (23) beaufschlagt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909' 760/134 3.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEV13217A DE1077971B (de) | 1957-10-05 | 1957-10-05 | Einstellvorrichtung fuer Belichtungsfaktoren bei photographischen Kameras |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEV13217A Pending DE1077971B (de) | 1957-10-05 | 1957-10-05 | Einstellvorrichtung fuer Belichtungsfaktoren bei photographischen Kameras |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1077971B (de) |
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1957
- 1957-10-05 DE DEV13217A patent/DE1077971B/de active Pending
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