DE1076905B - Vorrichtung zum Ziehen von Flachglas - Google Patents
Vorrichtung zum Ziehen von FlachglasInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C03B15/00—Drawing glass upwardly from the melt
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ziehen von Flachglas, insbesondere zum Ziehen von Fensterglas
aus einer Glasschmelze.
Verfahren und Vorrichtungen zum Ziehen, von
Flachglas solcher Güte sind bekannt, die sich etwa mit denjenigen von Tafelglas vergleichen lassen. Hierbei
wird ein Gas in die Ziehkammer eingeführt, um einen Zug oder den Konvektionsstrom entlang der
Oberflächen des Tafelglases, das aus einer Glasschmelze gezogen wird, zu dämpfen und um ihn zu
verteilen oder zu drosseln. Eine derartige Anlage zur Einführung von Gas, ζ. Β. erhitzter Luft, enthält
Rohrverzweigunigen von beiden Seiten des Glasbandes im Oberteil der Ziehkammer und hat Öffnungen nach
oben, um die austretenden Gase aufwärts in die oberen Zonen der Ziehkammer strömen zu lassen, während
im Unterteil der Kammer entlang dem Glasband eine Ruhezone verbleibt.
Diese Anordnung erfordert die Einschaltung einer Reguliervorrichtung für die Verteilung der Gase an
die verschiedenen Rohrabzweigungen. Derartige Anlagen bestehen im allgemeinen aus einem Muffelofen,
der gewöhnlich unterhalb der Ziehkammer liegt und zur Aufheizung der Gase dient, sowie aus einer Leitung,
die das erwärmte Gas zu den Rohrverzweigungen leitet. Bau und Betrieb des Muffelofens sind kostspielig,
und von Zeit zu Zeit wird ein-neuer Ausbau erforderlich, was ebenfalls das Verfahren verteuert.
Außerdem traten in den Verbindungsleitungen von dem Muffelofen nach den Rohrverzweigungen beträchtliche
Wärmeverluste auf, so daß man die Gase höher erwärmen muß, als es an den Rohrverzweigungen
an sich nötig wäre, und man demgemäß noch mehr Brennstoff verbraucht. ..
Die Erfindung betrifft nun eine Anlage, bei der der bisher verwendete Muffelofen ganz wegfällt und damit
dessen Anlage- und Betriebskosten sowie die Kosten für gelegentliche Erneuerungen entfallen. Auch
Wärmeverluste in den Leitungen treten nicht mehr auf. .
Die erfindungsgemäße Anlage besteht aus einer Ziehkammer, durch die das Flaschenglas gezogen
wird, und Rohrverzweigungen, die sich auf beiden Seiten der Ziehebene im Oberteil der Ziehkammer befinden
und erhitztes Gas in diesen Teil der Ziehkammer entlang dem gezogenen Glas abgeben, und ist
durch Wärmeaustauscher gekennzeichnet, die in der Kammer gegen die Strahlung der Glasschmelze und
des Bandes geschützt angebracht sind.
Wärmeaustauscher sind zwar allgemein bekannt, aber nach vorliegender Erfindung werden sie so gegen
die Wärmestrahlung der Glasschmelze und auch des gezogenen Bandes geschützt angebracht, daß eine
einfache Regelung der Strömungsgeschwindigkeit des Vorrichtung zum Ziehen von Flachglas
Anmelder:
Pittsburgh Plate Glass Company,
Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil und A. Hoeppener, Rechtsanwälte,
Frankfurt/M-Höctist, Antorriterstr. 36
Frankfurt/M-Höctist, Antorriterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 9. Januar 1958
V. St. v. Amerika vom 9. Januar 1958
Florian Victor Atkeson, Springdale, Pa.,
und William Wilson Baltzex, Clarksburg, W. Va.
und William Wilson Baltzex, Clarksburg, W. Va.
(V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
durchströmenden Gases genügt, um ihm die gewünschte Temperatur zu erteilen.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird an Hand
der Zeichnung näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine Flachglasziehanlage mit einer Ziehkammer und einem
senkrechten Glühofen, durch den das Glasband gezogen werden soll, zusammen mit der neuartigen Vorrichtung
nach der Erfindung;
Fig. 2 gibt eine Ansicht entlang dem Schnitt 2-2 der Fig. 1 wieder.
Die Flachglasziehanlage ist mit 10 bezeichnet. Sie hat eine Ziehkammer 14 über der Glasschmelzwanne
12; diese Kammer wird teilweise durch •L-Blöcke 16 mit senkrechten Flanschteilen 18 und unteren waagerechten Flanschteilen 10 abgegrenzt, wobei die letzteren
gerade oberhalb und etwa parallel zu der Oberfläche der Glasschmelze 22 in der Wanne 12 liegen.
Die senkrechte Ebene des Glaszuges wird unten durch einen Zugblock 24 üblicher Form in der Glasschmelze
bestimmt, von dem aus das Glas in Form eines Bandes 26 nach oben gezogen wird. In einer oberhalb der
Ziehkammer 14 befindlichen Glühkammer 30 sind paarweise angebrachte Walzen 28 angebracht, die das
Band 26 zwischen sich erfassen.und gleichmäßig nach
oben ziehen. - - · "
.Die Walzen 28 und der Zugblock 24 bestimmen die Ziehebene des Glasbandes. Von dem unteren Bandende
oder dem Meniskus 32 aus wandert das Glasband
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3 4
nach oben durch einen Schlitz 34 zwischen zwei hierbei für die Nippel nicht vorgeschrieben, solange
Kühlern 36, die neben und zwischen einem Paar Auf- diese genügend schräg nach oben gerichtet sind, daß
fangpfannen 38 für Glasbruch liegen; diese Pfannen sie Luft nach oben unter Erreichung der gewünschten
bilden einen Teil der Abdeckung der Ziehkammer und Steuerungsverhältnisse an dieser Stelle abgeben. Es
begrenzen beiderseits den Schlitz 34. Der obere Rand 5 wurde gefunden, daß man hervorragende Ergebnisse
jedes der Kühler 36 befindet sich dicht neben dem Um- erzielt, wenn die Nippel unter einem Winkel von
fang einer der angetriebenen Walzen 28. Diese An- etwa 45° schräg nach oben gerichtet sind.
Ordnung erleichtert die Regelung von Luft- oder Gas- Für die Zuleitung von Kühlgasen (meist Luft) zu
strömungen während der Aufwärtsbewegung des den Gasverteilungsleitungen 50 und zur Abgabe durch
Glases durch den oberen Schlitz der Ziehkammer. io die Nippelbohrungen 56 kann sich ein Druckgebläse
Entlang den Seitenwänden der Pfannen 38 zwischen 58 üblicher Bauart im Unterteil des die Glasschmelzletzteren
und dem Oberteil der senkrechten Flansch- wanne enthaltenden Gebäudes befinden und einen Einteile
18 der L-Blöcke sind von Flüssigkeit, z. B. Was- laß 60 und einen Auslaß 62 haben,
ser, durchströmte Kühlrohre 40 angebracht. Diese In der Ziehkammer 14 befinden sich auf beiden Kühlrohre 40 sind von üblicher Bauart und arbeiten in 15 Seiten des Glasbandes 26 dicht an den L-Blöcken 16 üblicher Weise; sie stellen einen Teil der die Zieh- Wärmeaustauscher 64., von denen jeder aus mehreren kammer umgrenzenden Wandungen dar. waagerechten Rohrabschnitten 56 und damit in Ver-
ser, durchströmte Kühlrohre 40 angebracht. Diese In der Ziehkammer 14 befinden sich auf beiden Kühlrohre 40 sind von üblicher Bauart und arbeiten in 15 Seiten des Glasbandes 26 dicht an den L-Blöcken 16 üblicher Weise; sie stellen einen Teil der die Zieh- Wärmeaustauscher 64., von denen jeder aus mehreren kammer umgrenzenden Wandungen dar. waagerechten Rohrabschnitten 56 und damit in Ver-
Sogenannte Großkühler 42 verlaufen quer durch die bindung stehenden senkrechten Zwischenabschnitten
Ziehkammer parallel zur Ziehebene und sind in Ab- 68 besteht (s. Fig. 2). Jeder dieser Wärmeaustauscher
ständen von dem Glasband auf dessen beiden Seiten 20 trägt jeweils an dem einen oberen Ende eine nach
angebracht. Jeder Großkühler 42 besteht aus den üb- rückwärts gerichtete Rohrleitung 74, die durch den
liehen Flüssigkeitszuleitungen (in der Zeichnung nicht L-Block hindurchgeht und mit den Zuleitungen 70 und
dargestellt) für die Kreislaufführung von Wasser oder 72 in Verbindung steht, die wiederum durch ein
einer anderen Kühlflüssigkeit. Diese Großkühler, deren Y-Verbindungsstück mit dem Gebläseauslaß 62 in VerGestalt
vorwiegend flach ist, sind entlang den Innen- 25 bindung stehen. Die Leitung 70 hat ein Ventil, z. B.
rändern der unteren waagerechten Flanschenteile 20 ein Schieberventil 76., zum Drosseln des Gasstromes
der L-Blöcke 16 angebracht und verlaufen dort so weit nach dem vorderen Wärmeaustauscher und die Leinach
oben, daß ihre oberen Ränder ein beträchtliches tung 72 ein ebensolches Ventil für die Drosselung des
Stück nach oben in den Mittelteil der Kammer 14 Gasstromes nach dem hinteren Wärmeaustauscher,
hineinragen. Sie haben auf den gegen das Glasband 30 Die Wärmeaustauscher 64 haben an dem einen untezeigenden Seiten und im Abstand von diesem Band ren Ende Leitungen 80, die zum Anschluß an die ebene Kühlflächen oder Wandungen im Bereiche des Luftverteilungsrohre 50 gewinkelt sind. Diese Leitununtersten Teiles dieses Bandes. gen 80 können entweder teilweise biegsam sein, oder
hineinragen. Sie haben auf den gegen das Glasband 30 Die Wärmeaustauscher 64 haben an dem einen untezeigenden Seiten und im Abstand von diesem Band ren Ende Leitungen 80, die zum Anschluß an die ebene Kühlflächen oder Wandungen im Bereiche des Luftverteilungsrohre 50 gewinkelt sind. Diese Leitununtersten Teiles dieses Bandes. gen 80 können entweder teilweise biegsam sein, oder
Weitere Kühler, als Türkühler 44 und Kleinkühler sie können durch übliche Drehringverbindungen zu
46 bezeichnet, sind in bestimmten Abständen von dem 35 einem weiter unten noch beschriebenen Zweck an die
Glasband und beiderseits von ihm übereinander auf entsprechende Rohrverzweigung angeschlossen sein,
beiden Seiten von der Kammer 14 angebracht. Diese Auf diese Weise kann man Luft oder ein anderes durch
Kühler sind mit den üblichen, in der Zeichnung nicht das Gebläse 58 an die Luftverteilungsrohre 50 geführdargestellten
Zuleitungen für die Kreislaufführung tes Gas während seines Durchgangs durch die
von Flüssigkeit ausgestattet. Eine Kühlflüssigkeit, 40 Wärmeaustauscher 64 durch die in dem nach oben ge*-
z. B. Wasser, wird in der üblichen Weise zugeführt, führten Glasband noch enthaltene Wärme in der Ziehum
eine ausreichende Kühlung des Glases zur Er- kammer 14 aufheizen. Die Menge des an jeder der
möglichung genügender Ziehgeschwindigkeit zu er- Rohrverzweigungen 64 eintretenden Gases läßt sich
reichen. durch die Schieberventile 76 und 78 unabhängig von-
Die beschriebene Anordnung einschließlich der 45 einander regeln. Dadurch läßt sich auch die Tempe-
L-Blöcke 16, der Kühler 36, 40, 42, 44 und 46, der ratur des Gases für jede Rohrverzweigung genau ein-
Auffangpfannen 38, des Glühofens 30 usw. wird von stellen.
den Wänden der Glasschmelzwanne oder auch von be- Unter Druck stehendes und in der Gaszuführvor-
sonderen, in der Zeichnung nicht dargestellten Fun- richtung und den Wärmeaustauschern vorgewärmtes
datnenten getragen, die der üblichen Bauart der 50 Gas ist auf diese Weise in ausreichender Menge vor-
Sdhmelzwanne angepaßt sind. handen und wird durch die Bohrungen 56 in die
Im oberen Teil der Ziehkammer 14 werden z. B. oberste Zone der Ziöhkammer 40 eingeblasen,
zwei waagerechte Gasauslaß- oder Verteiluingsleitun- Zur noch genaueren Regelung der Ausflußrichtung
gen 50 von auf den Wannenrändern liegenden Blöcken der Gase aus den Bohrungen 56 ist jede Luftvertei-
48 über die L-Blöcke 16 gehalten. Sie stehen in Ver- 55 lungsleitung 50 so eingerichtet, daß sie sich um ihre
bindung mit Gaszuführrohren 52, die weiter unten Längsachse drehen kann. Dies erreicht man dadurch,
noch näher beschrieben werden. Diese Gasauslaß- oder daß für die Verbindung der Wärmeaustauschrohre 64
Verteilungsleitungen 50 liegen im wesentlichen par- mit den Luftverteilungsrohren biegsame Leitungen
alle! zueinander, und zwar etwa in gleichen Abständen oder Ringkupplungen vorgesehen sind,
von dem Glasband 26 auf dessen beiden Seiten. Jede 60 Das Ausströmen des Gases, z. B. der erhitzten Luft,
dieser Leitungen, die an dem einen Ende geschlossen durch die Bahrungen 56 führt zur Entstehung von
ist, trägt eine Reihe von Nippeln 54. Diese Nippel Ruhe- oder Ausgleichszonen, in denen Filme aus heißer
sind in einem Winkel gegenüber der Waagerechten auf Luft entlang der Glasoberfläche nicht durch starken
der Oberseite jeder der Rohrleitungen 50 angebracht Zug oder andere Luftströme in der Ziehkammer weg-
und haben Bohrungen 56, die ins Innere der Rohre 65 gesaugt werden können, und daß diese Schichten
hinführen. Obwohl diese Nippel schräg stehen, sind sie einen Schutz gegen Verwerfungen oder andere Verfor-
doch im allgemeinen in Ebenen auf beiden Seiten der mungen der Glasscheiben beim Beginn der Erstarrung
Ziehebene nach oben gerichtet und stehen über die bilden.
Gasleitungen 50 mit der Gaszuleitung 52 in Verbin- Es ist leicht zu verstehen, daß sich die hier be-
dung. Ein bestimmter Winkel der Schrägstellung ist 70 schriebene Anlage mit geringen Kosten bauen, betrei-
ben und unterhalten läßt. Bei ihr ist kein gesonderter
Ofen zur Vorwärmung der Gase nötig, so daß die Anlagekosten für den Bau und seine Betriebs- und Unterhaltungskosten,
zu denen auch die Kosten gelegentlicher Erneuerungen gehören, erheblich niedriger
werden. Außerdem wird das Gas in den Wärmeaustauschern durch die restliche Wärme in der Ziehkammer,
die sonst an die Atmosphäre abgeführt werden müßte und dadurch ungenutzt bliebe, vorgewärmt.
Die Wärmeaustauscher selbst sind verhältnismäßig einfach zu bauen und einzusetzen und halten beträchtliche
Zeit.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Ziehen von Flachglas aus einem Schmelzbad mit einer Ziehkammer, durch
die das Flachglas gezogen wird, und Rohrverzwei- gungen, die sich auf beiden Seiten der Ziehebene
befinden und erhitztes Gas an den oberen Teil der Ziehkammer entlang dem gezogenen Gas abgeben,
gekennzeichnet durch Wärmeaustauscher (64) zum Erhitzen der in den Rohrverzweigungen zugeführten
Gase, die in der Kammer (14) gegen die Strahlung des Glasbades (22) und des Bandes (26) geschützt
angebracht sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeaustauscher mit den
L-Blöcken (16) in Verbindung stehen.
3. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Ventile (76, 78) zur
Regulierung der Menge der Gaszufuhr.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Ventile zwei Schiebeventile
(76, 78) vorhanden sind, von denen jedes mit einer Rohrverzweigung (50) in Verbindung steht.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Gebläsevorrichtungen (60), die sich außerhalb der Ziehkammer zur
Lieferung des Gases an die Rohrverzweigungen befinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 909 758/128 2.60
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|---|---|---|---|
| US707892A US2960800A (en) | 1958-01-09 | 1958-01-09 | Apparatus for drawing sheet glass |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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| BE (1) | BE573272A (de) |
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| DE1235529B (de) * | 1960-05-20 | 1967-03-02 | Glaverbel | Verfahren und Vorrichtung zur Verbesserung der Kuehlung eines Glasbandes |
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