DE1076667B - Verfahren zur Umwandlung von Schweroelen in niedrigsiedende, normalerweise dampffoermige oder fluessige, ungesaettigte Kohlenwasser-stoffe und feste kohlenstoffhaltige Rueckstaende - Google Patents
Verfahren zur Umwandlung von Schweroelen in niedrigsiedende, normalerweise dampffoermige oder fluessige, ungesaettigte Kohlenwasser-stoffe und feste kohlenstoffhaltige RueckstaendeInfo
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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- C10G9/00—Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
- C10G9/28—Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid material
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Umwandlung von Schwerölen, insbesondere zum Verkoken
von Kohlenwasserstoff-Schwerölen bei hohen Temperaturen zwecks Herstellung von ungesättigten
Kohlenwasserstoffen mit niedrigem Molekulargewicht. Ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit niedrigem Molekulargewicht
finden weitgehende Verwendung als Ausgangsmaterial für die Erzeugung von verschiedenen
chemischen Stoffen und Polymerisaten. Gleichzeitig bezweckt die Erfindung die kostensparende Erzeugung
von verhältnismäßig großen Mengen niederer aromatischer Kohlenwasserstoffe, wie Benzol und
Toluol, innerhalb des Siedebereichs von Benzin, d. h. unterhalb 221,7° C zusammen mit einer Gruppe von
ungesättigten C6- bis C7-Verbindungen, die wegen der
Leichtigkeit, mit der sie zu Harzprodukten polymerisiert werden können, Harzbildner genannt werden.
Diese Stoffe sind nicht nur als chemische Rohstoffe und Lösungsmittel brauchbar; die meisten von ihnen
sind auch in großen Mengen bei hohen Preisen als Motorenkraftstoffbestandteile sehr gefragt, wo hohe
Qualität "verlangt wird.
Als bevorzugtes Verkokungsverfahren wird ein Verfahren angewendet, bei dem aufgewirbelte oder
suspendierte, als Wärmeträger benutzte Teilchen mit einem durchschnittlichen Durchmesser innerhalb eines
Bereichs von 5 bis 1500 μ, vorzugsweise von 20 bis 400 μ, verwendet werden, die im wesentlichen katalytisch
inert sind.
Die hochgradige Umwandlung von Schwerölen, z. B. Erdölrückständen, in Trockengas, d. h. C3- und
leichtere Kohlenwasserstoffe, kann in bekannter Weise durch Wärmekracken bei hoher Temperatur erfolgen.
Mit Umwandlung in Trockengas soll die Umwandlung in C3- und leichtere Kohlenwasserstoffe sowie Wasserstoff
bezeichnet werden, wobei die Menge der als Gase auftretenden Produkte entweder in Kubikmeter pro.
.Kilogramm des Einsatzmaterials oder in Gewichtsprozentsatz des ttrsprünglichen Einsatzmaterials, bezogen
auf koksfreie Basis, ausgedrückt werden. Der letztere Ausdruck wird nachstehend eingehender erläutert,
aber im allgemeinen bedeutet koksfreies Einsatzmaterial das gesamte Einsatzmaterial abzüglich
des schließlich in Trockenkoks umgewandelten Mengenbetrags. Bei hoher Temperatur vorgenommene
Umwandlungen dieser Art ergeben im allgemeinen gute Ausbeuten an Äthylen, wenn die Temperatur
über 648° C liegt. Bei steigenden Temperaturen und längeren Umwandlungszeiten steigt die Äthylenerzeugung
zusammen mit der Produktion anderer leichter Gasprodukte an. Die Erzielung von Trockengaserträgen von 40, 50% oder sogar mehr ist
nicht ungewöhnlich. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß es nicht außergewöhnlich ist, wenn
Verfahren zur Umwandlung
von Schwerölen in niedrigsiedende,
von Schwerölen in niedrigsiedende,
normalerweise dampfförmige
oder flüssige, ungesättigte Kohlenwasserstoffe und feste kohlenstoffhaltige
Rückstände
oder flüssige, ungesättigte Kohlenwasserstoffe und feste kohlenstoffhaltige
Rückstände
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company, Elizabeth, N.J. (V.St.A.)
Vertreter:
Dt. W. Beil und A. Hoeppener, Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Brook I. Smith, Elizabeth, N. J.,
Harold W. Scheeline, West Orange, N. J.,
und Edward D. Boston, Westfield, N. J. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
•■''man 0,44, 0,50!m3 und mehr pro kg Einsatzmaterial
• erzeugt.
Die Erfindung beruht auf der Feststellung, daß milder verlaufende Umwandlungen oft wirkungsvoller
und kostensparender sind. Hochgradige Umwandlungen führen zu einer wesentlichen Zerstörung von Produkten
mit 4 oder mehr Kohlenstoffatomen, und diese sind meist die wertvollsten aller erzeugten Stoffe.
Ferner sind die Erträge an Stoffen mit niedrigem
Molekulargewicht, wie z, B. Wasserstoff und Methan und anderer Produkte von geringem wirtschaftlichem
Wert, recht hoch.
: Andererseits steigen bei sehr hohen Umwandlungstemperatures z. B. 704° C oder höher und insbesondere über 815° C, die Erträge an Aromaten, wie z. B. Benzol, rasch mit steigender Temperatur. Das gleiche gilt aber auch von den Erträgen an Äcetylenkohlenwasserstoffen. Wo Butadien ein erwünschtes Produkt ist, wie dies üblicherweise der Fall ist, ist die Produktion von C4-Acetylen in großer Menge besonders unerwünscht wegen der sehr beträchtlichen Schwierigkeiten, die bei der Trennung der letzteren vom Butadien auftreten. Deshalb sind, wenn Butadien, Iso-
: Andererseits steigen bei sehr hohen Umwandlungstemperatures z. B. 704° C oder höher und insbesondere über 815° C, die Erträge an Aromaten, wie z. B. Benzol, rasch mit steigender Temperatur. Das gleiche gilt aber auch von den Erträgen an Äcetylenkohlenwasserstoffen. Wo Butadien ein erwünschtes Produkt ist, wie dies üblicherweise der Fall ist, ist die Produktion von C4-Acetylen in großer Menge besonders unerwünscht wegen der sehr beträchtlichen Schwierigkeiten, die bei der Trennung der letzteren vom Butadien auftreten. Deshalb sind, wenn Butadien, Iso-
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pren, harzbildende Stoffe im Bereich der C0- bis
C7-Verbindungen gleichzeitig mit Benzol in. einem
einzigen wirtschaftlichen Verfahren erzeugt werden, erhöhte Ausbeuten an irgendeiner dieser Verbindungen
nur möglich auf Kosten von beträchtlichen Verlusten von einigen der anderen A^erbindungen. Die
Steuerung der Verfahrensbedingungen zur Erzielung hoher Ausbeuten, z. B. von Butadien und Harzbildnern
mit C6- und C7-Ketten bei gleichzeitiger Erzielung
vernünftig hoher Erträge an Benzol und verwandten Aromaten bereitet beträchtliche Schwierigkeiten.
Gewöhnlich sind die am meisten erwünschten Produkte, die durch thermisches Kracken von schweren
Kohlenwasserstoffen bei hohen Temperaturen erhalten werden, die C4- und C5-Diolefine, wie z. B. Butadien,
Isopren, Piperylen und Cyclopentadien. Diese werden in großen Mengen bei der Herstellung von synthetischem
Kautschuk und verwandten Polymerisaten und Mischpolymerisaten gebraucht. Die nächstwertvollsten
Produkte unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Bedingungen sind die ungesättigten Harzbildner mit
einer C6- oder C7-Kette, die oben erwähnt wurden. Als
nächste in der Reihenfolge kommen in der Regel die niederen Aromaten, wie Benzol, Toluol, und ungesättigte
aromatische Harzbildner, z. B. Styrol und Indol. Andere ungesättigte Produkte, wie Äthylen
und Propylen, haben einigen Wert, die niederen gesättigten Kohlenwasserstoffe, wie Äthan und Methan
und Wasserstoff, jedoch haben den geringsten Wert. Die Diolefine werden gewöhnlich in verhältnismäßig
geringen Mengen erzeugt. Versuche zur starken Erhöhung der Ausbeute an diesen Produkten führen gewöhnlich
zu schweren Verlusten an der Ausbeute an anderen Produkten.
Ein besonderer Gegenstand der Erfindung ist daher die Herstellung von nahezu maximalen Ausbeuten an
C4- und C5-Diolefinen und C6- bis C7-Harzbildnern zusammen
mit einer guten Ausbeute an C6-Arotnaten,
die bis zu 221,7° C sieden. Die Steuerung erfolgt durch die aufeinander abgestimmte Regelung der Umwandlungstemperatur
und der Umwandlungszeit zwecks Steuerung der gesamten Trockengasproduktion und eine weitere Steuerung durch die Verwendung
eines niederen KohlenwasserstofFpartialdrucks an der Endproduktauslaßöffnung. Es ergibt sich besonders,
daß die Steuerung der Gesamtumwandlung in Trockengas von großer Wichtigkeit ist, weil die Erträge der
am meisten erwünschten Produkte, insbesondere an Diolefmen und Harzbildnern, mit diesem Verhältnis
beträchtlich schwanken. Sie schwanken auch in gewohnlich umgekehrten Verhältnis, und zwar sehr
schnell, wobei jedoch der Kohlenwasserstoffpartialdruck im Reaktionsbereich beibehalten wird.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine graphische Darstellung, die die Auswirkung des Trockengas-Umwandlungsgrades
auf den Gesamtertrag an C4- bis C5-Diolefinen plus C6- bis C7-Harzbildnern zeigt.
Fig. 2 ist eine graphische Darstellung, die die Auswirkung von Trockengasumwandlungsgraden auf die
Gesamterträge an C6- bis C8-Aromaten zuzüglich
Harzbildnern zeigt, die C5-Verbindungen sind und bis
255,4° C sieden;
Fig. 3 zeigt schematisch ein typisches Umwandlungssystem,
das bei Hochtemperatur arbeitet und sich zur Durchführung des Verfahrens eignet.
Aus Fig. 1 ist zu erkennen, daß die graphische Darstellung einen Gesamtertrag von C4- bis C5-Diolefinen
zuzüglich der ungesättigten, vorwiegend linearen und polymerisierbaren Kohlenwasserstoffen zeigt, die zur
Herstellung von hellgefärbten Harzen verwendet werden können und gewöhnlich Harzbildner genannt werden.
Ausgehend von einem koksfreien Einsatzmaterial und bezogen auf das Gewicht, steigt dieser Ertrag mit
steigender Temperatur. Davon abgesehen erreicht jedoch der Gesamtbetrag bei jeder Temperatur ein
Maximum etwa an der Stelle, bei der der Trockengas-(C3-)
Ertrag zwischen 0,37 und 0,43 m3 pro kg des koksfreien Einsatzmaterials liegt. Die Wirkung des
Trockengasumwandlungsgrades ist sehr überraschend und hängt von der Umwandlungstemperatur in keiner
Weise ab. Bei einer gegebenen Temperatur erzeugt der untere Trockengasumwandlungsgrad weniger C4- bis
C5-Diolefine und mehr C6- bis C7-Harzbildner als
höhere Umwandlungsgrade. Diese durchlaufen jedoch sämtlich einen genau abgegrenzten Maximalwert. Dies
trifft zu, obgleich die gesamte Umwandlung des Einsatzmaterials in Koks und in andere gasförmige bzw.
flüssige Produkte im wesentlichen unverändert bleibt. Diese Daten sind in Fig. 1 angegeben und in Tabelle 1
im einzelnen genauer dargestellt. Das zur Erzielung dieser Daten verwendete Einsatzmaterial war ein
South-Louisiana-Rückstandsöl.
Tabelle 1 Auswirkung des Umwandlungsgrades
Durdilauf-Nr.
2 1 3
2 1 3
Temperatur, ° C
KW-Partialdruck kg/cm2 abs.
Umwandlung in C3- und leichteres Gas:
Einsatzmaterial, ms/kg
Koksfreies Einsatzmaterial, m3/kg
Ausbeute, Gewichtsprozent, bezogen auf das
Einsatzmaterial
Einsatzmaterial
C4- bis C5-Diolefine
C6- bis C7-Harzbildner
Andere gasförmige und flüssige Produkte
Koks
Gewichtsprozent, bezogen auf koksfreies
Einsatzmaterial
Einsatzmaterial
C4- bis C5-Diolefine zuzüglich
C6- bis C7-Harzbildner
682,2
0,56
0,56
0,160
0,217
0,217
1,5
3,4
3,4
78,1
17
5,9
676,6
0,56
0,56
0,287
0,346
0,346
4,8
2,5
2,5
75,7
17
8,8
682,2
0,35
0,35
0,346
0,418
0,418
5,3
1,9
1,9
75,8
8,7
686,6
0,35
0,35
0,569
0,686
0,686
3,4
1,1
1,1
78,5
17
5,4
Es erhellt aus Fig. 1 und aus Tabelle 1, daß der optimale Grad der Gesatntausbeute an C4- bis C5-Diolefinen
und C6- bis C7-Harzbildnern dadurch erzielt
wird, daß ein Trockengasumwandiungsgrad zwischen 0,25 und 0,50 m3/kg Einsatzmaterial gehalten wird,
bezogen auf koksfreie Basis. Die erwähnte koksfreie Basis wird zunächst durch direkte Messung des Gewichtes
des erzeugten trockenen Kokses bestimmt, wobei diese Menge von dem Gewicht des Einsatzmaterials
abgezogen wird. Jedoch ist es nun, ausgehend von einer Anzahl ermittelter Daten, durchaus
möglich, die koksfreie Einsatzmenge nach Kenntnis der Conradson-Kohlerückstandszahl der Beschickung
in Gewichtsprozent zu berechnen. Handelt es sich um ein Gasöl oder ähnliches Material, das im wesentlichen
keinen Conradson-Kohlerückstand aufweist, so ist die Menge »koksfreien Einsatzmaterials« gleich der
Menge des »Einsatzmaterials«. Andererseits muß, wenn die Beschickung aus Rückstandsölen besteht, die
einen beträchtlichen Conradson-Kohlerückstand aufweisen, ein Korrekturfaktor benutzt werden. Dieser
Korrekturfaktor, der den angegebenen Bereich von 0,25 bis 0,75 m3 Einsatzmaterial, bezogen auf koksfreies
Einsatzmaterial, in die tatsächliche Anzahl Kubikmeter, bezogen auf die tatsächliche Beschickung,
umwandelt, ergibt sich für jedes Einsatzmaterial wie folgt:
P=G(I -0,01 R)
wobei P die tatsächliche optimale Trockengasproduktion darstellt, ausgedrückt in ms Trockengas (C3) pro
kg tatsächlichen Einsatzmaterials, G ist die Anzahl m8 Trockengas (C3-) pro kg koksfreien Einsatzmaterials,
und R bedeutet den Conradson-Kohlerückstand.
Ist der Conradson-Kohlerückstand bekannt, wird dieser Wert in der Formel eingesetzt. Der untere Wert
des Einsatzmaterials wird dann bestimmt, indem man 0,25 für G in die Formel einsetzt, die obere Einsatztnenge
ergibt sich, indem man 0,5 für G in die Formel einsetzt.
Das folgende Beispiel erläutert den Gebrauch der Formel zur Bestimmung der optimalen Produktion an
C4 bis C5-Diolefinen + C6-C7 Harzbildnern:
Angenommen R— 17, dann ergibt sich bei Einsatz
des unteren Wertes 0,25 für G folgender Wert für P:
P = 0,25 (1-0,01-17)
= 0,2
= 0,2
Für den oberen Wert 0,5 von G ergibt sich:
F= 0,5 (1-0,01-17)
= 0,4
= 0,4
Diese beiden Werte 0,2 und 0,4 sind die Minimum-
und Maximumbeträge in m3 Trockengas, die in diesem speziellen Fall pro kg Beschickung produziert
werden.
Der optimale Bereich verschiebt sich nur in mäßigen Grenzen, wenn die wertvollsten Produkte, die C6-bis
C8-Aromaten plus die weitgehend aromatischen ungesättigten
Kohlenwasserstoffe mit breiterem Siedebereich sind. Letztere reichen von den C5-Verbindungen
(Isopren, Piperylen) bis zum Siedebereich 272 ° C und sind allgemein wegen ihrer leichten Polymerisierbarkeit
als Harzbildner bekannt.
Diese Kohlenwasserstoffe ergeben gewöhnlich harte und dunkel gefärbte Polymerisate. Die Erträge sind
graphisch in Fig. 2 angegeben, wo die maximalen Werte sehr scharf abgegrenzt erscheinen. Die Gesamtausbeute
ist bei niedriger Temperatur höher, d. h.
genau das Gegenteil der in Fig. 1 dargestellten Ergebnisse. Jedoch liegen die maximalen Werte (Ge-.
samtwerte) immer noch im Bereich von etwa 0,31 bis 0,62 m3 Trockengas pro kg koksfreien Einsatzmaterials.
Dieselben allgemeinen Erscheinungen werden beobachtet, wenn man zu anders geartetem Einsatzmaterial
übergeht. Solange die Arbeitsbedingungen so gehalten werden, daß eine Trockengasumwandlung
innerhalb der bevorzugten Grenzen erzielt wird, bleiben die Ausbeuten der wertvollsten Produkte hoch.
So blieben, wie in Tabelle 2 gezeigt, und bei Einstellung der Umwandlungsbedingungen (durch Steuerung
der Kontaktzeit) zwecks Konstanthaltung der Trockengasausbeute (bezogen auf koksfreies Ausgangsmaterial),
die Ausbeuten an Butadien, C5-Diolefinen und C6- bis C7-Harzbildnern recht konstant.
Tabelle 2
Einfluß der Beschaffenheit des Einsatzmaterials
Einfluß der Beschaffenheit des Einsatzmaterials
| Einsatzmaterial | Beispiel | A | B | |
| unbearbei | South | |||
| 25 | tetes Gasöl | Louisiana | ||
| Rück- | ||||
| Temperatur, 0C | standsöl | |||
| KW-Partialdruck, kg/cm2 abs. | 682,2 | 682,2 | ||
| Umwandlung in C3 und leich | 0,35 | 0,35 | ||
| 30 | teres Gas: | |||
| Einsatzmaterial, m3/kg .... | ||||
| Koksfreies Einsatzmaterial, | 0,416 | 0,347 | ||
| m3/kg | ||||
| Ausbeute in Gewichtsprozent | 0,416 | 0,416 | ||
| 35 | auf koksfreie Basis | |||
| Gesamtes Trockengas mit | ||||
| wesentlichen Anteilen an | ||||
| Äthylen, Propylen, Me | ||||
| than USW | ||||
| 40 | Butadien | 43,3 | 39,3 | |
| Ci-Diolefine | 32 | 3,1 | ||
| ü C6- bis C7-Harzbildner .... |
3,1 | 2,9 | ||
| Andere C4-Produkte, die bis | 2,7 | 2,5 | ||
| 45 | 221° C sieden | |||
| 24,8 | 20,8 | |||
Die beiden in Tabelle 2 gezeigten Einsatzmaterialien sind recht verschieden voneinander. Das unbearbeitete
Gasöl hat im wesentlichen keine Kohlenstoffrückstandszahl nach Conradson, wogegen das schwere
South-Louisana-Rückstandsöl einen sehr starken Rückstand, 17°/o, hat. Auf die gesamte Einsatzmenge bezogen,
betrug die Umwandlung in Trockengas bei dem Rückstandsöl 39,3 Gewichtsprozent und 43,3 Gewichtsprozent
bei dem unbearbeiteten Gasöl. Jedoch bleiben die Gesamtausbeuten an Butadien, Cs-Diolefinen und
C6- bis C7-Harzbildnern fast die gleichen.
Die Berechnung der tatsächlichen Trockengasproduktion zur Angabe der optimalen Produktion an
C6- bis C8-Aromaten plus der weitgehend aromatischen
C5 Harzbildner bis zum Siedepunkt 272° C erfolgt
nach der oben angegebenen Formel: P = G (1-0,012?).
Aber hier liegt G vorzugsweise eher im Bereich von 0,3783-0,623 als im Bereich 0,2492 bis 0,4984. Der
Gesamtbereich für alle Produkte liegt zwischen etwa
0,2492 bis 0,623 m3 Trockengas pro kg, bezogen auf
koksfreies Ausgangsmaterial. Die Koksfreiheit des Ausgangsmaterials ist hier wichtig.
Betrachtet man nun die Auswirkungen des Kohlenwasserstoffpartialdrucks,
so ist aus Tabelle 1 zu ersehen, daß dieser 0,56 kg/cm2 abs. bei den ersten beiden
Arbeitsgängen, bei den beiden letzten dagegen 0,35 kg/cm2 abs. betrug. In Tabelle 2 wurden die Beispiele
A und B bei 0,35 kg/2 abs. (unter Verwendung von Dampf zur Herabsetzung des Partial drucks)
durchgeführt. Zur optimalen Erzeugung von C4- bis C5-Diolefinen sind die niederen Partialdrücke zu bevorzugen,
wogegen höhere Drücke sich für die Erzeugung von Aromaten eignen. Die bevorzugten Arbeitsbedingungen
für die beiden allgemeinen Produktklassen sind in Tabelle 3 zusammengestellt.
Tabelle 3 Bevorzugte Arbeitsbedingungen
C4- bis Cö-Diolefine zuzüglich
Ce- bis C7-Harzbildner
Ce- bis C7-Harzbildner
Hauptprodukt
Ca bis Cg-Aromaten
zuzüglich Cö-Harzbildner,
die bis 254,4° C sieden
Umwandlung in C5- und leichtere Gase, m3/kg koksfreien
Einsatzmaterials
Temperatur, 0C
KW-Partialdruck
Aus dem Vorstehenden erhellt, daß die Steuerung des Umwandlungsgrades, der durch die Erzeugung
von Trockengas gemessen wird, ein wichtiger Faktor für die Steuerung der Endproduktverteilung ist. Tm
allgemeinen sinkt bei höherem Umwandlungsgrad die Erzeugung von Butadien, C5-Diolefinen und C6 bis
C7-Harzbildnern deutlich ab. Die Erzeugung von Aromaten,
einschließlich des breiten Bereichs der C5-Verbindungen
bis zum Siedebereich von 272,1°, die Harzbildner und weitgehend aromatischer Natur sind,
steigt rasch an ebenso wie die Konzentration solcher Aromaten in der Benzinfraktion. Die Äthylenerzeugung
sinkt, obwohl sie dem absoluten Wert nach höher ist, im Verhältnis zur Gesamtausbeute an Trockengas
ab. Diese Daten sind in Tabelle 4 zusammengestellt.
0,2496 bis 0,4992
648,8 bis 815,5
< 1,406
648,8 bis 815,5
< 1,406
4992 bis 0,6864
732,1 bis 926,6
> 1,406
732,1 bis 926,6
> 1,406
| Hoher | Normaler | |
| Umwand | Unrwand- | |
| lungsgrad | lungsgrad | |
| Beispiel C | Beispiel D | |
| Temperatur, 0C | 737,7 | 676,6 |
| KW-Partialdruck, kg/cm2 abs. | 0,7 | 0,56 |
| Umwandlung in Trockengas, | ||
| m3/kg koksfreies Rück | ||
| standseinsatzmaterial | 0,755 | 0,318 |
| Ausbeute, Gewichtsprozent, | ||
| bezogen auf das gesamte Rück | ||
| standsmaterial | ||
| Butadien | 1,6 | 23 |
| C5-Diolefine | 1 8 | 2,9 |
| C6- bis C7-Harzbildner .... | 0,5 | O Q |
| C6- bis C8-Aromaten | 9,5 | 3,7 |
| C5-Haf zbildner bis 254,4° C | 5,6 | 4,7 |
| Koks | 24 | 17 |
| Konzentration von Aroma | ||
| ten im C6-221° C-Bereich | 95 | 28 |
| Konzentration von Äthylen | ||
| in C2 und leichteren Pro | ||
| dukten, Molprozent | 26 | 36 |
Das Verfahren zur Anwendung der Grundsätze der Erfindung soll im folgenden eingehender beschrieben
werden.
In Fig. 3 ist ein Sammelbehälter oder Sammler 11 für aufgewirbelte und vorgewärmte Festteilchen eines
wärmetransportierenden Materials gezeigt. Diese Teilchen sind verhältnismäßig und vorzugsweise im
wesentlichen vollständig, nichtkatalytischer Natur. Sammelbehälter 11 ist mit dem Boden eines Transportrohres
13 verbunden, in die ein Aufwirbelungs-
und/oder Abstreifgas durch Einlaß 15 eingeführt werden
kann. Die heißen aufgewirbelten Feststoffteilchen fließen durch Schwerkraft in der Transportleitung abwärts.
Ein geeignetes, nicht gezeigtes Ventil kann vorgesehen werden zum Regeln und/oder Abstellen des
Stromes, wenn dies nötig ist.
Zu der Transportleitung 13 gehört ein U-gebogenes Rohr 17, in das weiteres Aufwirbelungs- und/oder
Hebegas an den Einlassen 19 und 21 eingelassen werden kann. Es werden so viele Einlasse verwendet, wie
nötig, wie dies für den Fachmann selbstverständlich ist. An diesen Stellen sind einstellbare Steuerorgane
notwendig, wie angegeben, um die Dampfzufuhr zu steuern und dadurch den Kohlenstoffpartialdruck in
dem Reaktionsgefäß zu steuern.
Der aufsteigende Rohrteil des Durchflußrohres, insbesondere der obere Teil davon, dient als Reaktionsgefäß für das Verfahren (Ziffer 25). Das umzuwandelnde
Einsatzmaterial, in dem besonderen Fall ein schweres Petroleumrückstandsöl, wird durch ein geeignetes
Düsensystem 27 in den aufsteigenden Strom von heißen Feststoffteilchen eingesprüht. Das Einsatzmaterial
ist vorzugsweise vorgewärmt und ist üblicherweise im wesentlichen flüssig, kann aber auch Fest-Stoffteilchen
aus Pech, Bitumen, bituminöser Kohle usw. enthalten. Die aufgewirbelten oder suspendierten
wärmetragenden Teilchen kommen mit dem Einsatzmaterial in Berührung, welches in fein zerteilter Form
vorliegt, und verursachen dessen thermische Umwandlung. Die Temperatur dieser Teilchen ist genügend
hoch, um die erforderliche Reaktionstemperatur aufrecht zu erhalten.
Diese Temperatur kann sich im Bereich von 621 bis 871,1° C bewegen und sogar noch höher sein. Zur
optimalen Erzeugung von Butadien, C5-Diolefinen und
den C6- bis C7-Harzbildnern ist eine Temperatur unterhalb
732,2° C wünschenswert und soll vorzugsweise zwischen 648 und 704,4° C liegen. In Fällen, in denen
die C6- bis C8-Aromaten und verwandte Produkte
mehr gefragt sind, werden höhere Temperaturen, und zwar mindestens über 704,4° C und vorzugsweise über
732,2° C notwendig.
In jedem Fall kann das Wirbelgas Dampf oder ein leichtes Kohlenwasserstoffgas sein. Wenn der Kohlenwasserstoffpartialdruck
niedrig gehalten werden soll,
9 10
wie dies besonders für die Erzeugung von Butadien wärm- oder Brennbereich ist ein als Durchfluß rohr
und verwandten Stoffen zutrifft, muß Dampf oder ausgebildeter Brenner 45, der an seinem Boden eine
anderes nicht aus Kohlenwasserstoff bestehendes Gas Lufteinlaßöffnung 47 hat. Wenn nötig, können weitere,
in geeigneten Mengenverhältnissen angewandt werden. nicht dargestellte Lufteintrittsöffnungen vorgesehen
Die Anlage, wie in Fig. 3 dargestellt, vermag ohne 5 werden.
weiteres bei atmosphärischem Druck oder nahe diesem In dem Vorwärmer oder Brenner 45 werden die
Druck zu arbeiten. Es kann jedoch auch bei erhöhten Feststoffteilchen gewöhnlich dadurch wieder auf die
Drücken bis zu 3,4, 6,8 kg/cm2 oder sogar noch bei erforderliche Temperatur gebracht, daß man sämt-
höheren Drücken — wenn nötig — gearbeitet werden. liehe kohlenstoffhaltigen Feststoffteilchen oder auch
Das Arbeiten mit Druck erfordert natürlich Druck- io nur einen Teil davon verbrennt, die sich im Reak-
steuerventile usw., die nicht gezeigt sind. tionsgefäß darauf abgesetzt haben. Jedoch kann, wenn
Die Umsetzungszeit zwischen dem Einsatzmaterial nötig, ein brennbarer Kraftstoff, wie z. B. Gasöl oder
und den heißen Feststoffteilchen im Reaktor 25 ist Torchöl (minderwertiges Schweröl) mit Luft zusam-
recht kurz und beträgt vorzugsweise 0,05 bis 1 Se- men eingeführt werden, um einen Teil der erforderkunde
oder eine ähnliche Zeit. Die Zeit hängt natür- 15 liehen Wärme oder überhaupt die gesamte notwendige
licn von den Ausmaßen des Reaktionsgefäßes und der Wärme zu liefern.
Geschwindigkeit und dem Dispersionsgrad der Fest- Die heißen Feststoffteilchen strömen zusammen mit
stoffteile ab, von denen das Gefäß durchflossen wird. den Verbrennungsgasen nach oben in eine Abscheide-Der
Umwandlungsgrad—z. B. der für Trockengas — vorrichtung oder einen Zyklonabscheider 51, aus dem
hängt sowohl von der Temperatur als auch von der 20 die Abgase nach oben austreten. Die abgetrennten
Kontaktzeit ab. Der Umwandlungsgrad sollte aus- Feststoffteilchen fließen abwärts in einen Sammelreichen,
um das Einsatzmaterial fast gänzlich in behälter 111 von wo aus der Arbeitsgang kontinuierlich
Dämpfe und kohlenstoffhaltige Rückstände oder Koks wiederholt wird.
umzuwandeln. Letzterer setzt sich auf den wärme- Obwohl die verschiedensten Feststoffe, wie z.B. Sand,
tragenden Feststoffteilchen ab, die dadurch etwas ab- 25 Mullit, Siliciumcarbid, Metallteilchen u. dgl. verwen-
gekühlt werden. Der aus dem als Durchflußrohr aus- det werden können, wird der im Verfahren, anfallende
gebildeten Gefäß 25 austretende Strom von Feststoff- Ölkoks im allgemeinen vorgezogen, weil er ja un-
teilchen, Dämpfen usw. fließt in einen Zyklonabschei- mittelbar zur Verfügung steht. Im allgemeinen ent-
der 27, in dem als Abschreckmedium ein Strahl 28, steht im Verfahren mehr Ölkoks, als für die Verbrenz.
B. eines Kohlenwasserstofföls, wie z. B. das Ein- 30 nung zur Erzeugung der erforderlichen Wärme be-
satzmaterial, hineingesprüht wird, der die Dämpfe ab- nötigt wird. Daher kann der überschüssige Koks für
kühlt und weitere Reaktionen durch Abschrecken teil- andere Zwecke abgezogen werden, z. B. durch Leitung
weise unterbindet. An dieser Stelle soll mindestens 57, wobei das Abfließen des Materials durch Ventil 59
um 27,8° C gekühlt werden, damit weitere Reaktionen geregelt wird.
im wesentlichen unmöglich werden. Die Feststoffteil- 35 Der Kohlenwasserstoffpartialdrnck im Reaktious-
chen werden abgetrennt und durch die Feststoffabfluß- bereich kann durch Erhöhung des Dampfeinsatzes
leitung 29 des Zyklonabscheiders in eine Abstreifvor- durch die Leitungen 19 und 21 gesenkt werden. Wie
richtung 31 geleitet. Dampf oder ein anderes inertes oben angegeben, sollte für die Erzeugung von C4 bis
fließendes Medium wird in den Boden der Abstreif- C5-Diolefinen der Partialdruck unter 0,84 kg/cma abs.
vorrichtung 31 über Leitung 33 eingeleitet und die ab- 40 und vorzugsweise unter 0,7 kg/cm2 abs. liegen, wobei
gestreiften Gas- oder Dampfprodukte werden durch ein bevorzugter Bereich der von 0,35 bis 0,56 kg/cm2
Leitung 35 entfernt und zu einer nicht gezeigten Rück- abs. ist. Für andere Produkte kann er höher sein und
gewinnungsanlage geführt. z. B. bis zu 1,4 kg/cm2 abs. und mehr betragen.
Die teilweise abgeschreckten Dampfprodukte fließen Ebenso können die Geschwindigkeit der Feststoffteil-
nach oben aus dem Abscheider 27 ab, und zwar durch 45 chen, ihr Dispersionsgrad und die Kontaktzeit vor dem
die Leitung 37, in der sie durch ein geeignetes Kühl- Abschrecken durch die Geschwindigkeit gesteuert wer-
mittel noch weiter abgeschreckt werden. Dieses als den, mit der der Dampfeinsatz erfolgt. Die Tempe-
Sprühstrahl aus Leitung 39 eingeleitete Kühlmittel ratur der Feststoffteilchen und die Geschwindigkeit,
senkt die Temperatur des Produktes rasch auf einen mit der sie geführt werden, können durch die bei 47
Wert, der genügt, um eine weitere Selbstzersetzung 50 eingelassene Luftmenge gesteuert werden,
der Produkte zu verhindern. Das Kühlmittel kann Die verwendeten Feststoffteilchen, vorzugsweise
Wasser sein, oder aus inerten Kohlenwasserstoffen be- Koks, sollten so groß sein, daß sie aufgewirbelt wer-
stehen. Es kann auch ein Strom von verhältnismäßig den können; ihre Größe kann jedoch zwischen einem
kühlen Feststoffteilchen sein, was dem Fachmann be- sehr kleinen durchschnittlichen Durchmesser von z. B.
kannt ist. Das Abschrecken bei 28 kann schon manch- 55 10 μ und einem größeren Durchmesser von z. B.
mal ausreichend sein, da aber das Kühlen von Fest- 800 μ und mehr schwanken. Ein bevorzugter Bereich
Stoffteilchen auch noch erforderlich (die hinterher er- ist dabei 20 bis 400 μ.
neut erhitzt werden müssen, was noch erklärt wird), Zusammenfassend besteht das neue Verfahren der
wird mäßiges Abschrecken vorgezogen, indem z.B. Erfindung in einer Umwandlung von schweren Kohlenbei
28 um 27,7 bis 55,56° C gekühlt wird und dann 60 Wasserstoffen oder kohlenwasserstoffhaltigen Materiabei
39 weitergekühlt wird, und zwar mindestens um lien in niedrig siedende Stoffe, wobei die Ausbeute an
55,56° C und gewöhnlich mehr. Die abgeschreckten Produkten selektiv gesteuert wird. Dies wird dadurch
Produkte werden dann in eine Fraktioniervorrichtung erfreicht, daß a) der Umwandlungsgrad durch Überoder
eine andere nicht gezeigte Gewinnungsanlage ge- wachung der Trockengasproduktion mit dem Ziel,
leitet. 65 diese zwischen 0,2492 und 0,4984 m3/kg Einsatz-
Nach dem Abstreifen werden die verbrauchten Fest- material zu halten, gesteuert wird, während b) der
Stoffteilchen im Abstreifer 31 durch Leitung 41 über Kohlenwasserstoffpartialdruck innerhalb des Reak-
eine U-Biegung in einen Vorwärm- oder Brennbereich tionsbereichs gesteuert wird. Die erforderlichen Steue-
geleitet. Dampf oder ein anderes Hebe- oder Belüf- rungsmaßnahmen werden durch die Feststellung der
tungsgas wird durch Leitung 43 eingeführt. Der Vor- 70 Kohlenstoffrückstandszahl des Einsatzmaterials nach
"" ■- 909 758/532
Conradson und des darin enthaltenen Kohlenstoff- -und Wasserstoffprozentsatzes und die anschließende
.Anwendung der oben aufgeführten Formel bestimmt. Eine Verschiebung der optimalen Produktion von C4-bis
Cg-Diolefinen zuzüglich C6- bis C7-Harzbildnern
(zur Erzeugung leicht gefärbter Harze) zu hauptsächlich aromatischen Stoffen (zuzüglich Äthylen und
einiger Acetylenkohlenwasserstoffe und einschließlich der Harzbildner für die Erzeugung von dunkelgefärbten Harzen) erfordert lediglich eine Verschie-
bung von Arbeitsbedingungen mit dem Ziel, die Trockengasproduktion in den alternativen optimalen
Bereich anzuheben. Durch Steuerung des Kohlenwasserstoffpartialdrucks wird eine weitere Steuerung
des Verfahrens erzielt.
Claims (7)
1. Verfahren zur Umwandlung von Schwerölen in niedrigsiedende, normalerweise dampfförmige
oder flüssige, ungesättigte Kohlenwasserstoffe und feste kohlenstoffhaltige Rückstände, wobei ein
Strom dieses Materials in feinverteilter Form mit einer aufgewirbelten Masse von im wesentlichen
nicht katalytisch wirkenden wärmetragenden Feststoffteilchen bei einer Reaktionstemperatur von
mindestens 621° C in Berührung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Berührung
von Einsatzmaterial und Wärmeträger so bemessen wird, daß eine Umsetzung des Einsatzmaterials
in mindestens 0,2492 und nicht mehr als etwa 0,623 m3 Trockengas (C3-) pro Kilogramm
koksfreien Einsatzmaterials erfolgt, und daß gleichzeitig eine solche Menge eines Nichtkohlenwasserstoffgases
in den Reaktionsbereich eingeleitet wird, wie ausreicht, um den Kohlenwasserstoffpartialdruck
unter etwa 1,40620 kg/cm2 abs. zu halten, so daß unabhängig von der Beschaffenheit
des Einsatzmaterials im wesentlichen optimale^ wirtschaftliche Ausbeuten an C4- bis C5--Diolefmen,
C6- bis C7-Harzbildnern und niederen aromatischen
Verbindungen erhalten werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockengasumwandlung eine
weitere Einschränkung auf den Bereich zwischen 0,2492 und 0,4984 ms pro Kilogramm koksfreien
Einsatzmaterials und der Kohlenwasserstoffpartialdruck auf Werte unter 0,84372 kg/cm2 abs. erfährt,
um eine besonders starke Ausbeute an C4- bis
C5-Diolefinen zuzüglich leichten C6- bis C7-Harzbildnern
zu erhalten. "
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststoffteilchen aus einem
kohlenstoffhaltigen Rückstand bestehen,; der im Verfahren anfällt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwandlung bei einer
Kontaktzeit von 0,05 bis 1 Sekunde durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockerigasproduktion zwischen
etwa 0,3738 und 0,623 m3/kg koksfreien Einsatzmaterials
gehalten wird, um eine optimale Produktion von niederen Aromaten und C5-Harzbildnern
mit einem Siedebereich bis zu 272,1° C zu erhalten.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kohlenwasserstoffpartialdruck
im Reaktionsgefäß durch Verwendung von Wasserdampf als Verdünnungsmittel und Trägergas
für die Feststoffteilchen unter 0,8437 kg/cm2 abs. gehalten wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß als Ausgangsmaterial ein Kohlenwasserstoffrückstandsöl verwendet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©909 758/532 2.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE15988A DE1076667B (de) | 1958-05-19 | 1958-06-09 | Verfahren zur Umwandlung von Schweroelen in niedrigsiedende, normalerweise dampffoermige oder fluessige, ungesaettigte Kohlenwasser-stoffe und feste kohlenstoffhaltige Rueckstaende |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1597858A GB835856A (en) | 1958-05-19 | 1958-05-19 | High temperature conversion of heavy oils |
| DEE15988A DE1076667B (de) | 1958-05-19 | 1958-06-09 | Verfahren zur Umwandlung von Schweroelen in niedrigsiedende, normalerweise dampffoermige oder fluessige, ungesaettigte Kohlenwasser-stoffe und feste kohlenstoffhaltige Rueckstaende |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1076667B true DE1076667B (de) | 1960-03-03 |
Family
ID=25972929
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE15988A Pending DE1076667B (de) | 1958-05-19 | 1958-06-09 | Verfahren zur Umwandlung von Schweroelen in niedrigsiedende, normalerweise dampffoermige oder fluessige, ungesaettigte Kohlenwasser-stoffe und feste kohlenstoffhaltige Rueckstaende |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1076667B (de) |
-
1958
- 1958-06-09 DE DEE15988A patent/DE1076667B/de active Pending
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