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DE1076297B - Verfahren zur Herstellung einer im wesentlichen oelfreien Erdoelparaffinmischung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer im wesentlichen oelfreien Erdoelparaffinmischung

Info

Publication number
DE1076297B
DE1076297B DEN15570A DEN0015570A DE1076297B DE 1076297 B DE1076297 B DE 1076297B DE N15570 A DEN15570 A DE N15570A DE N0015570 A DEN0015570 A DE N0015570A DE 1076297 B DE1076297 B DE 1076297B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wax
paraffin
oil
soft
solvent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN15570A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Jerome Olson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Publication of DE1076297B publication Critical patent/DE1076297B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/02Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils
    • C10G73/06Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils with the use of solvents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer im wesentlichen ölfreien Erdölparaffinmischung Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung und Gewinnung von Kohlenwasserstoff-Erdölparaffinen mit vorteilhafter Duktilität, Biegsamkeit und einem hohen Widerstandsvermögen gegenüber rascher Abkühlung. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung solcher Paraffine durch die Einverleibung gewisser weicher Paraffine, die normalerweise beim Entparaffinieren in der früher bekannten Weise eliminiert werden.
  • Es sind für die Gewinnung von Paraffinen und mikrokristallinen Paraffinen aus Mineralöldestillaten und Rückständen verschiedene Arbeitsweisen angewandt und vorgeschlagen worden. So ist es bekannt, paraffinhaltige Mineralöle bzw. Fraktionen solcher durch Kühlen zu entparaffinieren; gewöhnlich nach Zugabe eines Lösungs- und/oder Verdünnungsmittels. In Abhängigkeit von der Art des Öls und den Arbeitsbedingungen, wie niedrigste Abkühlungstemperatur, Geschwindigkeit der Abkühlung, Art und Weise der Abkühlung usw., haben die so erhaltenen Paraffine gewisse Nachteile, deren Beseitigung erwünscht wäre. Es sind gewisse 'Maßnahmen in dieser Richtung ergriffen worden durch Wiedergewinnung von weichen Paraffinkomponenten aus den weichen Paraffinfraktionen, die gewöhnlich bei einem Entölungsprozeß verworfen werden.
  • Die getrennte Entölung der weichen Paraffinfraktion ist gewöhnlich mit Schwierigkeiten verbunden, z. B. wegen des niedrigen Schmelzpunktes der in Betracht kommenden Wachsparaffine und dem verhältnismäßig niedrigen Paraffingehalt der weichen Paraffinfraktion. Infolgedessen ist festgestellt worden, daß der bei der Entparaffinierung einer weichen Paraffinfraktion hergestellte Paraffinkuchen zur Spaltung neigt und infolgedessen beim Auswaschen des Öls, von welchem der Kuchen getrennt werden soll, erhöhte Schwierigkeiten verursacht, So enthalten entölte Weichparaffine, die durch bisher bekannte Methoden hergestellt worden sind, normalerweise übermäßig große Anteile an 01, die eine Verschlechterung der Paraffinqualität verursachen. Darüber hinaus wird bei Entölung eines weichen Paraffins nach bisher bekannten Methoden eine Reihe der erwünschten Typen von hochduktilem, niedrigschmelzendem, weichem Wachs in der ölhaltigen Lösungsmittellösung abgetrennt. So gehen die Fraktionen, die hinsichtlich der Erhöhung der Duktilität und des Verhaltens bei niederen Temperaturen zier Paraffine am günstigsten wirken könnten, verloren. Außerdem wird die Weichparaffinfraktion im Hinblick auf die Schwierigkeit einer befriedigenden Entparaffinierung derselben normalerweise einem Spaltprozeß zugeführt oder in anderer Weise unter solchen Umständen «>eiterbehandelt, daß ihr Wert äußerst gering ist im Vergleich zu den handelsüblichen Entparaffinierungsprozessen.
  • Beim Entölen von Abfallwachsen sind früher Maßnahmen durchgeführt worden, um soweit als möglich Weichparaffinfraktionen einzuverleiben, indem man die Entölungstemperatur auf einen solchen Punkt herabsetzte, daß die Weichparaffine mit den höher schmelzenden Paraffinfraktionen zusammen kristallisierten. Während es auf diese Weise möglich ist, einen gewissen Anteil der weichen Wachse abzutrennen, verursacht die Anwendung der niedrigen Entölungstemperatur auch eine Steigerung in der Viskosität des Öls, aus dem die Paraffine abgetrennt werden müssen. Wegen dieser Erhöhung der Viskosität des Öls neigt dieses dazu, auf der Oberfläche der Paraffinkristalle zurückzubleiben, und infolgedessen wird oft festgestellt, daß das so erhaltene Produkt einen zu hohen Anteil an Öl aufweist. Außerdem ergibt sich, daß bei Anwendung einer niedrigen Entölungsteznperatur für das Abfallparaffin zwecks möglichst weitgehender Gewinnung der sonst im Filtrat einer Entölungsbehandlung verworfenen Weichwachse das Ergebnis bestimmt wird durch die Menge der im behandelten Rohmaterial enthaltenen Weichparaffine.
  • Es ist daher, wenn das Verhältnis von Weichparaffinen entweder übermäßig hoch oder übermäßig gering ist, festzustellen, daß das erhaltene Gemisch von Kohlenwasserstoffparaffinen nicht den Anforderungen der Verbraucher des Paraffins entspricht, insbesondere der Hersteller von Milchbechern oder der Hersteller von mit Überzügen versehenen Papieren u. dgl.
  • Ein anderer Nachteil der getrennten Entölung von Weichparaffinen (um unabhängig zu sein bezüglich des bestimmten, von Natur aus vorliegenden Verhältnisses von Weichwachsen zu anderen Wachsen) besteht in der Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung einer Mehrzahl von Lagerungsmöglichkeiten unter Aufrechterhaltung der Trennung der verschiedenen Produkte.
  • Es ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die Verfahren zur Herstellung von Paraffinmischungen zu verbessern. Ein anderer - Gegenstand bezieht sich auf .die Verbesserung der- Eigenschaften von Kohlenwasserstoffparaffinen bei niederer Temperatur. Die Erfindung befaBt sich besonders mit einem Verfahren zur Herstellung von Paraffinmischungen, die eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Brechen bei scharfem Abkühlen haben. Im Rahmen der Erfindung wird auch ein Verfahren angegeben für die Verbesserung der Duktilität mikrokristalliner Wachse. Weitere Erfolge und Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung: Es ist gefunden worden, daß verbesserte Eigenschaften von Paraffin besonders bei niedrigen Temperaturen erhalten werden können, indem man in die Paraffinmischungen Paraffinkomponenten in im wesentlichen gleichem Siedebereich einverleibt, wie demjenigen von gewöhnlichem Paraffinwachs oder mikrokristallinen Wachsen, die in den Mischungen ursprünglich vorliegen, aber praktisch normalerweise bei der Entölungsbehandlung verlorengehen.
  • Erfindungsgemäß wird eine im wesentlichen ölfreie Erdölparaffinmischung hergestellt, indem ein paraffinhaltiges Erdölrohmaterial, wie eine Destillat-Schmierölfraktion oder ein mikrokristalline Wachse enthaltendes Rückstandsöl, mit einem Lösungsmittel zwecks Gewinnung eines im wesentlichen paraffinfreien Öls und eines Rohwachses entparaffiniert wird, worauf ein Teil des Rohwachses mit Lösungsmittel entölt wird, und daß dann das dabei abgetrennte ölige Weichwachs mit einem zweiten Teil des ursprünglichen Rohparaffins vermischt und das Gemisch einer Lösungsmittelentölung unterworfen wird.
  • Die vorstehende kurze Beschreibung des Verfahrens und andere Maßnahmen und Vorteile werden besser verstanden bei Berücksichtigung der Heranziehung der Zeichnung, die eine Anordnung einer Apparatur zur Durchführung des Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung zwecks Gewinnung einer verbesserten Paraffinmischung darstellt.
  • Ein paraffinhaltiges Öl wird aus einem Lagerbehälter 1 in eine Destillierzone 2 übergeführt, in welcher das Öl in Fraktionen nach dem Siedebereich abgetrennt wird. Eine Fraktion wird mit A bezeichnet. Diese Fraktion wird über die Leitung 3 und durch Pumpe-4 zu einer Stelle gepumpt, wo sie mit einem selektiven Lösungsmittel für aromatische Verbindungen, das aus dem Behälter 5 zufließt, vermischt wird. Das Gemisch wird einem Trenngefäß 6 zugeführt, in dem eine Lösung der Aromaten abgetrennt und entfernt wird, während das paraffinhaltige Raffinat mit einem Entparaffinierungsmittel aus dem Behälter 7 vermischt und in einen Erhitzer 8 geleitet wird, in welchem das paraffinhaltige Raffinat praktisch vollständig in dem Lösungsmittel gelöst wird. Dann gelangt es zur Kühlvorrichtung 9, in welcher im Gemisch enthaltenes Paraffinwachs auskristallisiert.
  • Das Paraffin-Lösungsmittel-Öl-Gemisch wird zwecks Trennung der Paraffine von den übrigen Komponenten des :Gemisches in ein Filter 10 geleitet. Das Filtrat stellt ein entparaffiniertes Öl dar, das in einem Lösungsmittel gelöst ist und in eine Lösungsmittel-Rückgewinnungsanlage 7 geleitet wird, aus welcher ein entparaffiniertes Öl in den Lagerbehälter gelangt. Das Rohparaffin, welches auf dem Filter zurückbleibt, umfaßt ein Gemisch der Paraffine, die in dem paraffinhaltigen C51 vorliegen, verunreinigt mit 2 bis 60 Gewichtsprozent Öl. Dieses Gemisch wird durch die Pumpe 11 zu einer Stelle in der Leitung 12 geführt, an welcher es mit einem entölend wirkenden Lösungsmittel aus einem Wiedergewinnungssystem 13 vermischt und dann einem Erhitzer 14 zugeführt wird, um das Rohparaffin im Lösungsmittel zu lösen. Anschließend wird es zwecks Fällung des Paraffins in den Kühler 15 geführt, und das gefällte Paraffin wird auf dem Filter in der Vorrichtung -16 gewonnen.-Das Filtrat ans Filter 16 besteht aus einer Lösung eines Weichparaffins in dem Lösungsmittel. Diese Lösung wird mit Hilfe der Pumpe 17 zu dem Lösungsmittelwiedergewinnungssystem 13 geleitet, in welchem das Lösungsmittel von dem Weichparaffin getrennt wird. Das Weichparaffin gelangt dann über die Leitung 18 in ein Mischgefäß 19; in welchem es in geeignetem Verhältnis mit weiteren Mengen eines Abfallparaffins aus dem Filter 10 vermischt wird. Lösungsmittel aus der Lösungsmittelwiedergewinnungsaniage 13 oder von anderer Herkunft werden dann zu dem Gemisch zugesetzt, welches über die Leitung 20 zu dem Erhitzer 21 geführt wird, in welchem die Mischung aus Weichparaffin und Rohparaffin in einem entölend wirkenden Lösungsmittel praktisch vollständig aufgelöst wird, und dann über die Leitung 22 in eine Abkühlv orrichtung 23 gelangt, in welcher das Gemisch aus Paraffinen und Leichtparaffinen aus dem vorhandenen Öl ausgefällt wird, wobei das C51 in dem Lösungsmittel gelöst bleibt. Man führt das Gemisch durch die Leitung 24 zum Filter 25, um die ausgefällten Paraffine abzutrennen, während die Lösung aus Öl und Lösungsmittel in das LösungsmittelwiedergewinnungssVstem 26 weitergeleitet wird. Spuren von Lösungsmittel werden von den Paraffinen im System 27 abgetrennt, wodurch ein Paraffinwachs erhalten wird, welches günstigeres Verhalten bei niederer Temperatur aufweist oder besonders im Falle der mikrokristallinen Wachse günstige Duktilität besitzt.
  • Im Falle der mikrokristallinen Wachsmischungen kann es insbesondere erwünscht sein, das spezielle Paraffinwachsprodukt noch weiter zu verarbeiten, z. B. durch eine entölende Behandlung mit Lösungsmittel bei hoher Temperatur; um ein verhältnismäßig hochschmelzendes hartes Wachs auf der einen Seite und ein duktileres, leicht haftendes kristallines Wachs andererseits zu erzielen.
  • Bei Anwendung der in der Zeichnung dargestellten Anlage zur Behandlung mikrokristalliner Paraffinmischungen treten die mikrokristallinen Paraffine normalerweise in den Rückstandsölen auf und werden daher an einer Stelle am unteren Ende der Destillationskolonne 2, d. h. nicht aus einer Destillatfraktion, gewonnen.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß der wesentliche Gegenstand der vorliegenden Erfindung in der Einverleibung weicher Paraffinwachse aus dem Filtrat vom Filter 16 besteht. Das gleiche Ziel kann auch nicht annähernd erreicht werden, wenn man die weichen Paraffine zu einer Stelle in der Apparatur zurückführt, die vor der Erzeugung des Abfallparaffins liegt, da diese Weichparaffinfraktion dann zum großen Teil in dem entparaffinierten Öl, abgetrennt würden, wodurch in unerwünschter Weise der Stockpunkt .des Öls eine Nutzbarmachung der weichen Paraffine in den Wachsmischungen dort, wo sie erwünscht ist, verhindert würde.
  • Wenn auch die in der einschlägigen Technik zum Entparaffinieren gut bekannten Arbeitsbedingungen angewandt =daß verhältnismäßig werden können, niedrige ist es--doch-vorzuziehen, Entparaffinierüngstemperaturen angewandt -werden.- Die Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aber auch dann erzielt, wenn normale Entparaffinierungstemperaturen vorliegen.
  • Die paraffinhaltigen Erdöle, die gemäß der vorliegenden Erfindung behandelt werden können, umfassen Erdöldestillatfraktionen, insbesondere destillierte Schmierölfraktionen, sowie Rückstandsöle;- wie sogenannte »kurze Rückstände« u. dgl. Es ist bekannt, daß die Paraffinwachse in großer :Menge in den Destillatfraktionen (mit Ausnahme der hochschmelzenden Paraffine, die in den Rückständen vorliegen können) enthalten sind, während die nicht - hochkristallinen Paraffine normalerweise in den Rückstandsölen entweder allein oder in Kombination mit Paraffinen beliebigen Schmelzpunktes enthalten sein können. Die mengenmäßigen Anteile an Paraffin in diesen Fraktionen sind in der einschlägigen Technik bekannt. Der Hauptanteil der vorliegenden Gemische insofern, als sie Paraffinwachs enthaltendes Erdöl darstellen, umfaßt normale und lsoparaffin- sowie Cycloparaffinkohlenwasserstoffwachse mit Einzelschmelzpunkten im üblichen Bereich von etwa 43,3 bis 73,9° C, insbesondere zwischen etwa 54,4 bis 62,8° C. Die Destillat-Paraffinwachse überwiegen gewöhnlich in den normalen Paraffinen und können aus einem einzigen Wachs bestehen, stellen aber gewöhnlich ein Gemisch von verhältnismäßig nah verwandten Paraffinwachsen dar. Die allgemeine Praxis besteht darin, daß eine breite Schmierölfraktion destilliert wird, die entweder vor oder nach der Redestillation zwecks Herstellung der verhältnismäßig engsiedenden wachshaltigen Ölfraktionen entaromatisiert werden.
  • Die restlichen Öle enthalten normalerweise, was als >>Bright stock« bekannt ist und ein Rückstandsschmieräl mit hoher Viskosität in Kombination mit mikrokristallinen Wachsen, etwaigen hochschmelzenden Paraffinwachsen, die noch vorliegen können, und - wenn ein gemischt basisches Rohöl verarbeitet worden ist - mit asphaltischen Fraktionen darstellt. Asphaltische Verbindungen können durch Extraktion mit Propan oder durch andere Mittel vor der Entparaffinierungsbehandlung entfernt werden.
  • Die ursprüngliche Entparaffinierungsbehandlung erfolgt mit Hilfe von selektiven Lösungsmitteln, welche in der einschlägigen Technik bekannt sind. Bei Durchführung des verbesserten Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung werden die Entparaffinierungs- und Entölungsbehandlungen durchgeführt, indem man die wachshaltigen Öle zusammen mit Öllösungsmitteln oder -verdünnungsmitteln, beispielsweise mit Ketonen mit weniger als 8 Kohlenstoffatomen pro Molekül, wie Aceton, Methyläthylketon, Methylpropylketon oder Methylisobutylketon, abkühlt. Auch Alkohole mit weniger als 8 Kohlenstoffatomen pro Molekül, wie Äthylalkohol, Isöpropylalkohol oder n-Propylalkohol, sind geeignet. Erdölschwerbenzin, halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Äthylendichlorid und Dichloräthylen, Kohlenwasserstoffe mit weniger als 8 Kohlenstoffatomen im Molekül, wie Benzol, Toluol;-Äthan, Äthylen, Propan,-Pröpylen, Butan oder Isobutan; - sind ebenfalls verwendbar. . Gemische von Lösungsmitteln oder Verdünnungsmitteln;. wie Benzol, zusammen mit 1\Zethyläthylketon können ebenfalls-verwendet werden, wie 'es bei den Entparaffinierungs-Prozessen nach dem Stande der Technik der Fäll ist: Das Entparaffinieren mit Lösungsmittel =und" -das Entölen können bei Temperaturen durchgeführt werden, die für den Zweck bekannt-sind,-und unter'Anwendung von Mengenverhältnissen zwischen Lösungsmittel und paraffinhaltigem - Öl oder öligem Paraffin,. wie sie ebenfalls in .der Technik bekannt sind. Die Entparaffinierungstemperaturen liegen bei Anwendung- polarer Lösungsmittel gewöhnlich im Bereich von etwa -26,1 bis 9,4° C; sofern die Entparaffinierungslösungsmittel (polar oder nicht polar) in Mengen von etwa 1 Raumfeil bis 5 Raumteilen pro Raumteil des wachshaltigen Öls vorliegen. Die Temperaturen beim Entparaffinieren liegen, wenn nur niedrigmolekulare Alkane (z. B. Propan) angewandt werden, zwischen -40 bis 17,8° C. Die Entparaffinierung führt gewöhnlich zur Bildung eines entparaffinierten Öls und eines Rohparaffins, wobei die letztgenannte Bezeichnung verwendet wird für ein Wachsprodukt, das mit einer größeren oder geringeren Menge Öl oder ölartiger Stoffe verunreinigt ist. Dieses Rohparaffin enthält normalerweise etwa 2 bis etwa 60 Gewichtsprozent Öl. Diese Zahl kann aber in sehr weiten Grenzen noch schwanken. Bei Entölungsbehandlungen wird die Menge des Lösungsmittels normalerweise erhöht auf 2 bis 7 Raumteile Lösungsmittel pro Raumteil des öligen Wachses, wobei die Entölungstemperaturen gewöhnlich zwischen etwa 0 und 18,3° C liegen.
  • Die Weichwachsfraktionen werden normalerweise eliminiert in dem Filtrat aus der Entölung zu Rohwachsen, soweit sie zur Herstellung von Destillatparaffin beitragen.
  • Die Weichparaffine umfassen Mischungen von starkverzweigten oder naphthenischen Wachsen mit wesentlich niedrigeren Schmelzpunkten und anderen, plastischeren Eigenschaften als die Wachse mit fast geradkettiger Struktur und gleichem Molgewicht. Infolgedessen können innerhalb eines bestimmten engen Siedebereiches hochschmelzende Wachse vorliegen, die typische Paraffinwachse darstellen, sowie auch niedrigschmelzende Wachse, die in ihren Eigenschaften sich den Wachsfraktionen nähern, die normalerweise als Filtrat aus der Entölung eines Rohwachses eliminiert werden. Infolgedessen liegen also die Siedebereiche der Wachse in der Weichwachsfraktion, grob genommen in der gleichen Größenordnung mit dem Siedebereich der Paraffinwachse oder mikrokristalliner Wachse, die in den gleichen Erdölfraktionen, die der Behandlung unterworfen werden, vorliegen.
  • Die Weichwachsverbindungen können am besten beschrieben werden durch Hinweis auf einspezielles Beispiel, gemäß welchem die Weichwachse entölt wurden, um ein sogenanntes »plastisches« Wachs zu erhalten. Ein paraffinhaltiges Schmieröldestillat mit dem Siedebereich von 343,5 bis 510° C (bei Atmosphärendruck) wird einer Entparaffinierungsbehandlung mit Lösungsmittel unter Verwendung bekannter, selektiver entparaffinierender Lösungsmittel unterworfen. Vorzugsweise besteht dieses Behandlungsmittel aus einer Mischung eines niedrigmolekularen, aliphatischen Ketons und eines aromatischen Kohlenwasserstoffes, wie Benzol oder Toluol, im Volumenverhältnis 3 : 1 bis 1 : 3 (vorzugsweise 2: 1 bis 1 : 2). Ein besonders bevorzugtes Paar von Entparaffinierungsmitteln besteht aus Methyläthylketon und Toluol im Mischungsverhältnis zwischen etwa 2 : 1 und 1 c 2 Raumteilen. Es @ wird eine ausreichende Menge des Entparaffinierungslösungsmittels angewandt, um das wachshaltige Schmieröl bei Temperaturen über etwa 48,9° C vollständig zu lösen, worauf die Lösung auf eine Entparaffinierungstemperatur, vorzugsweise in der Größenordnung zwischen etwa --26,1 und r-9,4° C bei Verwendung polarer Lösungsmittel oder -40 bis --17,8° C bei Verwendung niederer Alkane als Lösungsmittel, abgekühlt wird. Etwa bei der Entparaffinierungstemperatur wird das Rohwachs aus dem entparaffinierten Öl abfiltriert oder abzentrifugiert. Das Rohwachs wird anschließend einer Entölungsbehandlung mit Lösungsmittel, vorzugsweise unter Verwendung der gleichen Art von Entölungsmitteln, unterworfen. Das Rohwachs wird in dem Lösungsmittel gelöst, vorzugsweise in Methyläthylketon in Mischung mit Toluol, gewöhnlich bei einer erhöhten Lösungstemperatur, worauf auf eine Temperatur zwischen etwa 9,7 und etwa 10° C abgekühlt und bei der letztgenannten Temperatur das raffinierte Paraffinwachs abfiltriert wird. Dieses Paraffinwachs wird nach bekannten Methoden weiterverarbeitet, z. B, durch Wiederaufschlämmen oder durch Waschen auf einem Filter, um ein vollständig gereinigtes Paraffinwachs zu erhalten, das einen Schmelzpunkt zwischen etwa 57,2 und etwa 62,8° C aufweist.
  • Das Weichwachsgemisch, das in dem Lösungsmittel gelöst zurückgeblieben ist, wird seinerseits einer Entölungsbehandlung unterworfen, indem man entweder die vorliegende Lösung bis zu einem Punkt abkühlt, bei dem die plastischen Wachse auskristallisieren, oder indem man eine ausreichende Menge des Lösungsmittels entfernt, um eine konzentriertere Lösung des Weichwachses zu erhalten, so daß eine leichter zu erreichende Entölungstemper atur angewandt werden kann. Vorzugsweise wird das Weichwachs gelöst in etwa 2 bis etwa 6 Raumteilen eines Entölungsmittels pro Raumteil des Weichwachses, erhitzt auf eine Temperatur in der Größenordnung von 48,9 bis 71,1° C und abgekühlt auf eine Temperatur zwischen etwa -1,1 und 7,8° C, wobei an der letztgenannten Temperaturgrenze die plastischen Wachse sich abtrennen und durch mechanische Abtrennung (Zentrifugieren oder Filtrieren) gewonnen werden. Um den Hauptanteil des verunreinigenden Öls von den ausgefällten Wachsen zu entfernen, unterwirft man die in der vorstehend beschriebenen Weise erhaltenen Wachse einer Wäsche oder einer Aufschlämmung bzw. beiden Behandlungen im Temperaturbereich der Filtration, um so das gewünschte plastische Wachs zu erhalten.
  • Das so erhaltene Produkt hat außergewöhnliche Eigenschaften, die bisher bei keinem nach dem Stand der Technik bekannten Wachs gefunden worden sind. Es hat einen Schmelzpunkt im Bereich von etwa 42,2 bis etwa 47,2° C, eine Viskosität zwischen etwa 35 und 45 SSU bis 98,9° C, einen Brechungsindex bei 70° C zwischen etwa 1,4365 und 1,4500 sowie einen Ölgehalt (bestimmt nach der Standard-ASTM-Methode) von weniger als etwa 0,5 %. Die Penetration des Wachses bei 25° C liegt zwischen etwa 40 und 80 mm/10 nach ASTM-Methode D 132154 T.
  • Es ist klar, daß diese plastischen Wachse bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht für sich isoliert werden, sondern im Kreislauf zur Kombination mit weiteren Anteilen von Rohwachs aus der gleichen Erdölfraktion zurückgeführt werden, worauf die Kombination aus Weich- und- Rohwachs dann-entölt wird, uni die Wachsmischung zu erhalten, von welcher erfindungsgemäß gefunden worden ist, daß sie überlegene Eigenschaften hinsichtlich der Duktilität, Biegsamkeit -und der Beständigkeit gegenüber rascher Abkühlung hat.
  • Um das Verfahren nach der Erfindung noch weiter zu erläutern, werden nachstehend Beispiele gegeben. Für die Vergleichsversuche wurde ein Rohwachs verwendet, das erhalten worden war beim Entparaffinier en eines im Mittelbereich siedenden Schmieröldestillats (Texasrohöl), das vor der Entparaffinierungsbehand-Jung mit Lösungsmittel extrahiert worden war. Das Rohwachs enthielt etwa 8 Gewichtsprozent Öl. Bei der Arbeitsweise, die für die vergleichende Untersuchung angewandt wurde, wurde das Rohwachs einer Entparaffinierungsbehandlung unter Verwendung eines Gemisches aus Methyläthylketon und Toluol unterworfen. Die Entparaffinierungstemperaturen betrugen entweder 1,7 bis 9,4° C (vgl. Tabelle). Die so erhaltene Kombination von Weichwachs ergab beim Vermischen mit weiteren Anteilen des gleichen Rohwachses in wechselnden Mengenverhältnissen (vgl. Tabelle) bei der Herstellung von Wachsen Produkte mit verbessertem Verhalten bei niederer Temperatur, wie auch in der Tabelle angegeben ist.
  • Probe A erläutert das Verfahren der Entölung eines Rohwachses aus einer Schmierölfraktion mit mittlerem Siedebereich bzw. einem daraus gewonnenen Wachs bei -gewöhnlicher Temperatur (1,7°C) unter Bildung eines verhältnismäßig harten Wachses mit einem Schmelzpunkt von 59,7° C. Das Wachs ist verhältnismäßig wenig biegsam und neigt stark zum Brechen, wenn es durch kalte Flüssigkeiten rasch abgekühlt wird. Die letzterwähnte Eigenschaft macht dieses Wachs insbesondere ungeeignet zum Überziehen von Kartonbehältern, die zum Einfüllen kalter Flüssigkeiten, wie Milch, dienen sollen.
  • Die Entölung des gleichen Rohwachses bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur (Muster B) liefert ein Wachsprodukt, das etwas weicher, biegsamer und im Verhalten bei niederen Temperaturen besser ist als das Muster A. Die erzielte Verbesserung hinsichtlich dieser Eigenschaften ist jedoch begrenzt.
  • Das Verfahren nach vorliegender Erfindung wird in einer bevorzugten Ausführungsform erläutert durch das Entölen zwecks Gewinnung der Proben C, D und E. Bei diesen Versuchen wurden 1, 3 bzw. 5 Teile Weichwachs zugesetzt zu 4 Teilen Rohwachs und das Gemisch bei einer verhältnismäßig niederen Entölungstemperatur (9,4° C) entölt. Die erhaltenen Wachse waren verhältnismäßig weiche Paraffinwachse mit erhöhter Biegsamkeit. Sie zeigten nur geringe oder keine Neigung zum Brechen bei Untersuchung bei niederer Temperatur. Das erhaltene Wachs würde günstig sein zur Anwendung in solchen Fällen, in welchen erhöhte Biegsamkeit vorteilhaft ist, d. h. bei mit Überzug versehenen Brotumhüllungen oder als Überzug für Umhüllungen für eingefrorene Lebensmittel. Das Wachs würde auch gut brauchbar sein als Überzug für Behälter aus Karton', die zur Aufbewahrung kalter Flüssigkeiten, wie Milch oder anderer Getränke, dienen sollen.
  • Das Verfahren ist nicht beschränkt auf niedere Entölungstemperaturen, sondern auch bei gewöhnlicher Entölungstemperatur, wie 1,7° C, anwendbar. Die Entölungsbehandlungen, die zu den Proben A, F, G und H geführt haben, zeigen, wie die Behandlung bei einer Entölungstemperatur von 1,7° C wirkt. Wenn der Anteil an weichem Wachs in dem Ausgangsmaterial für die Entölungsbehandlung von 0 zu 1 und dann zu 3 und 5 Teilen Weichwachs auf 4 Teile Rohwachs ansteigt, sinkt der Schmelzpunkt des als Endprodukt erhaltenen Wachses aus der Entölungsoperation. Außerdem verringert sich die Härte. Die Biegsamkeit wird etwas erhöht, und das Verhalten gegen Bruch bei niederen Temperaturen wird besser.
  • Diese Grundregel des Zusetzens eines Weichwachses zu einem Rohwachs mit gleichem Siedebereich und das Entölen der Kombination dieser Stoffe ist anwendbar auf die Herstellung biegsamer Wachse auch anderer Herkunft als dem vorstehend beschriebenen Ausgangsmaterial mit durchschnittlich mittlerem Siedebereich. Beispielsweise ist das Verfahren anwendbar auf die niedrigersiedenden Wachsdestillate, bei welchen es erwünscht ist, ein Wachs herzustellen, das eine erhöhte Konzentration an niedrigschmelzenden Komponenten enthält. Das Verfahren ist auch anwendbar auf die hochsiedenden Destillate, .um .Wachse mit höherem Schmelzpunkt und guter Biegsamkeit zu erzeugen. Es ist schließlich auch geeignet für Rückstände, um mikrokristalline Wachse von hoher Duktilität und mit verbesserten Siegelungs- (Verschmelzungs-) Eigenschaften zu erzeugen.
    . - Muster ..
    F I . G@._
    Ausgangsmaterial
    Abfallwachs, Teile . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 1 4 4 4 4 4 4
    Weichwachs, Teile ... . . . . .. .. .. . . .. 0 0 1 3 5 1 3 5
    Erstarrungspunkt, o C, ASTM D 938 55 55 53,3 51,1 48,9 53,3 51,1 48,9
    Ölgehalt, Gewichtsprozent,
    ASTM D 721 ................... 8 8 8 17 21 18 17 21
    Laboratoriums-Entölun Norm. Nied. Nied. Nied. Nied. Norm. Norm. Norm.
    gsbedingungen Temp. Temp. , Temp. Temp. I Temp. , Temp. ! Temp. I Temp.
    Lösungsmittel, MÄK/Toluol . . . . . ... 50/50I 50/50 50/50 50/50 50/50 50/50 50/50 50/50
    Erste Verdünnung, Verhältnis ...... 4 4 4 4 4 4 4 4
    Zweite Verdünnung, Verhältnis ..... 2 2 2 2 2 2 2 2
    Rekristallisation, Temperatur der
    Filterzufuhr, o C . . . . . . . . . . . . . . . 1,7 -9,4 -9,4 9,4 -9,4 1,7 1,7 1,7
    Rekristallisation, Waschverhältnis . 3 3 3 3 3 3 3 3
    Erneutes Verdünnungsverhältnis .... 3 3 3 3 3 3 3 3
    Erneute Filterzufuhr, Temperatur, o C 1,7 -9,4 -9,4 -9,4 -9,4 1,7 1,7 1,7
    Erneutes Waschverhältnis .......... 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5
    Ausbeute, Gewichtsprozent
    Kuchen ........................... 76,8 85,2 74,3 68,6 68,6 68,5 57,7 55,5
    Eigenschaften des Wachsproduktes
    Schmelzpunkt, o C, ASTM D 87 .... 59,7 I 58,1 57,4 55,0 53,2 58,5 56,9 55,5
    Ölgehalt, Gewichtsprozent,
    ASTM D 721 .................. kein 0,1 0,1 0,4 0,4 kein kein 0,1
    Härte, Nadel, Penetration bei 25' C,
    mm/10 ASTM D 1321 ........... 11 13 15 21 25 13 15 19
    Biegsamkeit bei 22,8' C, Brechwinkel,
    Grad .......................... 8 12 17 23 33 16 17 17
    Brechwiderstand bei niederer Tempe-
    ratur in Zoll der Risse, cm ....... 88,9 , 63,5 ! 11,4 15,2 1 keine 76,2 6,4 1,3
    Die zur Erzielung der vorstehend angegebenen Zahlenwerte verwendeten Prüfmethoden können wie folgt beschrieben werden: Test zur Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen das Brechen bei niederer Temperatur.
  • 5 Millimol geschmolzenen Wachses wurden bei 110° C in eine urigewachste Milchflasche aus Karton eingegossen, worauf man das Wachs sich verfestigen und den gewachsten Behälter während 1 Stunde bei 22,8° C und 50°/o relativer Feuchtigkeit lagern ließ. Der gewachste Behälter wurde dann rasch abgeschreckt durch Eintauchen in Wasser von 1,7° C während 1 Minute, wodurch an sich die Bildung von Rissen begünstigt wird. Die Länge der Risse in Zoll wurde bestimmt mit Hilfe eines Landkarten-Kilometerzählers. Ein gutes Wachs zeigt hierbei keine oder nur geringe Rißbildung. Wachs-Biegsamkeitsprüfung Aus einer Wachsfolie, die hergestellt worden war durch Verfestigen auf Wasser, wurde eine Probe von 5,08 - 1,27 - 0,0508 cm herausgeschnitten. Die Probe wurde 1 Stunde der Prüftemperatur ausgesetzt und dann in ein Biegsamkeitsprüfungsgerät eingesetzt. Die Prüfvorrichtung für Biegsamkeit besteht aus zwei Teilen. Ein Teil stellt ein Paar rotierender drehbarer Klauen dar, in welchen ein Ende der Wachsprobe festgehalten wird. Der zweite Teil ist ein fester Arm, der die Bewegung des entgegengesetzten Endes der Wachsprobe in Richtung der Drehbewegung verhindert, wenn die Klauen gedreht werden. Ein Ende der Probe wird in die Klauen eingesetzt, und diese werden gedreht, um das entgegengesetzte Ende der Probe gerade in Berührung mit dem festen Arm zu bringen. Diese Stellung wird als Nullpunkt betrachtet. Die Klauen werden dann mit einer Geschwindigkeit von 180° pro Minute gedreht, wodurch die Wachsprobe gebogen wird. Der Winkel, bei dem die Probe reißt, wird mit Hilfe eines Winkelmessers, der an den Klauen befestigt ist, gemessen. Die Ergebnisse von fünf Proben werden für die Berechnung eines Durchschnittswertes verwendet, und dieser Wert ist die Reißgrenze.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung einer im wesentlichen ölfreien Erdölparaffinmischung, dadurch gekennzeichnet, daß ein paraffinhaltiges Erdölrohmaterial, wie eine Destillat-Schmierölfraktion oder ein mikrokristalline Wachse enthaltendes Rückstandsöl, mit einem Lösungsmittel entparaffiniert wird zwecks Gewinnung eines im wesentlichen paraffinfreien Öls und eines Rohwachses, worauf ein Teil des Rohwachses mit Lösungsmittel entölt wird, daß dann das abgetrennte ölige Weichwachs mit einem zweiten Teil des ursprünglichen Rohparaffins vermischt und das Gemisch einer Lösungsmittelentölung unterworfen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Destillat-Schmierölfraktion mit einem Siedebereich zwischen 343,5 und 510° C bei 760 mm Hg Druck verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch Bekennzeichnet, daß die Paraffinmischung bei Verwendung eines Rückstandsöles nach dem Entölen umkristallisiert und ein Paraffin mit hohem Schmelzpunkt von einem mikrokristallinen Weichparaffinkomponenten enthaltenden Wachs abgetrennt wird.
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