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DE1076012B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Rohren - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Rohren

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Publication number
DE1076012B
DE1076012B DEP20815A DEP0020815A DE1076012B DE 1076012 B DE1076012 B DE 1076012B DE P20815 A DEP20815 A DE P20815A DE P0020815 A DEP0020815 A DE P0020815A DE 1076012 B DE1076012 B DE 1076012B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
pipe
ring
shape
tubular
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP20815A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Wiehofsky
Heinrich Drexl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PRIX LEICHTBAUPLATTENWERK WIEH
Original Assignee
PRIX LEICHTBAUPLATTENWERK WIEH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PRIX LEICHTBAUPLATTENWERK WIEH filed Critical PRIX LEICHTBAUPLATTENWERK WIEH
Priority to DEP20815A priority Critical patent/DE1076012B/de
Publication of DE1076012B publication Critical patent/DE1076012B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B5/00Producing shaped articles from the material in moulds or on moulding surfaces, carried or formed by, in or on conveyors irrespective of the manner of shaping
    • B28B5/04Producing shaped articles from the material in moulds or on moulding surfaces, carried or formed by, in or on conveyors irrespective of the manner of shaping in moulds moved in succession past one or more shaping stations
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B13/00Feeding the unshaped material to moulds or apparatus for producing shaped articles; Discharging shaped articles from such moulds or apparatus
    • B28B13/02Feeding the unshaped material to moulds or apparatus for producing shaped articles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/76Moulds
    • B28B21/765Top or bottom rings

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing Of Tubular Articles Or Embedded Moulded Articles (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Rohren Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Rohren mit zylindrischem oder prismatischem Querschnitt aus mit mineralischen oder sonstigen Bindemitteln vermengten Holz- oder dergleichen Fasern, bei dem von einer Zubringevorrichtung unter Zwischenschaltung einer Verteilervorrichtung eine auf einem taktweise bewegbaren Drehtisch ruhende Rohrform beschickt wird und bei dem das Füllgut während der Beschickung verdichtet wird.
  • Es sind zahlreiche Vorrichtungen für die mechanische Herstellung von Rotationsformkörpern aus keramischen, Faserstoffzement- und Betonmassen bekannt. Der Erfindung liegt aber vornehmlich die Aufgabe zugrunde, Holzspäne bzw. Holzwolle mit mineralischen oder sonstigen Bindemitteln, insbesondere Zementschlempe, zu vermischen und daraus Rohrkörper für die Errichtung von beispielsweise Dunstkaminen herzustellen. Die Hauptschwierigkeit besteht darin, daß ein derartiges Mischgut stark zu Verfilzungen und somit zu Knäuelbildungen neigt. Daher wurden derartige Rohrabschnitte bisher vorwiegend im Handverfahren hergestellt. Die üblichen mehr oder weniger automatisch arbeitenden Einfüll- sowie Stampf- und sonstigen Verdichtungsverfahren versagen bei dem aus mit hydraulischen Bindern versetzten Holzfasern bestehenden Mischgut, da dieses zufolge seiner starken Verfilzung nicht in gleichmäßiger Verteilung in eine Ringform eingefüllt werden kann und da übliche Stampf- und Rüttelverfahren die erstrebte Bildung von unzähligen der Wärmedämmung dienenden Lufteinschlüssen innerhalb des fertigen Rohres verhindern bzw. unmöglich machen.
  • Demgegenüber ermöglicht die Erfindung die maschinelle Herstellung derartiger Rohrkörper in einer sehr zeitsparenden und vollkommenen Weise. Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß die Rohrherstellung in einem kontinuierlichen Dreischrittverfahren in der Weise bewirkt wird, daß - jeweils gleichzeitig eine Rohrform zusammengesetzt und in Vorbereitungsstellung auf den Drehtisch gebracht, eine andere, in Drehung um ihre eigene Achse befindliche zusammengesetzte Rohrform mit dem Rohmaterial gefüllt und das Rohmaterial mittels einer Verdichterwalze vorverdichtet und schließlich in einer weiteren Rohrform mit vorverdichteter Masse letztere durch einen Preßring einer Schlußverdichtung unterworfen und die Rohrform abgenommen wird und däß nach Beendigung dieser Arbeitsverrichtungen eine Vorwärtsbewegung der die drei Formen tragenden Vorschubeinrichtung um das von Mitte zu Mitte Röhrform gebildete Maß ausgeführt wird.
  • In dieser Arbeitsschrittaufteilung, bei der während des Füllens einer Form das Vorverdichten und in einer getrennten Stellung das Nachverdichten erfolgt, liegt der wesentliche Kern der Erfindung, denn es wurde erkannt, däß bei Herstellung von Rohren aus faserigen Materialien es nicht möglich ist, eine Form im Sinne des Standes der Technik bei Betonrohrherstellung vollständig zu füllen und die Füllung alsdann in ihrer Gesamtheit zu verdichten. Es würde bei diesem Verfahren zwingend der Nachteil eintreten, daß die Dichte des Rohres entlang seiner Längsachse außerordentlich ungleichförmig wäre. Es hat sich vielmehr im Sinne der Erfindung durchaus als richtig erwiesen, bereits von Anfang an während des Füllens eine gewisse Verdichtung vorzunehmen, wozu es eine sehr vorteilhafte Lösung ist, die in Arbeitsstellung befindliche Rohrform während des Füllens und Vorverdichtens um..ihre eigene Achse rotieren zu lassen. Die frisch in die Rohrform eingefüllte Masse wird hierbei also während einer Umdrehung der Rohrform gleichzeitig zusammengedrückt.
  • Die notwendige Nachverdichtung der Rohrform wird im Sinne der Erfindung schon deswegen an einer anderen Arbeitsstation durchgeführt, um die Füll- und Vorverdichtungszeit an der ersten Arbeitsstation nicht noch durch die Nachverdichtungszeit zu überlagern. Auf diese Weise gelingt es, ein wesentlich größeres Arbeitstempo und demzufolge eine viel höhere Leistung in der Rohrherstellung als bei bekannten Verfahren zu erzielen. _ Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, eine mechanische Rohrherstellung mit Hilfe von Förderbändern vorzunehmen, die das zur Rohrherstellung benötigte Rohmaterial tragen und es um eine Kernwalze führen, an deren Umfang sich das Material absetzen und zur Rohrbildung führen soll. Zwar läßt sich das Material rasch aufbringen, doch besteht keine Möglichkeit, das aufgebrachte Material wesentlich zu verdichten. Darüber hinaus ist es nahezu unmöglich, die gewünschten Rohrmaße zu erreichen bzw. einzuhalten, abgesehen davon, daß die nach dem bekannten Verfahren hergestellten Erzeugnisse relativ formunschön wirken. Demgegenüber gelingt es nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, die Formmaße genau einzuhalten und vor allem solche Rohrkörper herzustellen, die aufeinandergeschichtet und ineinandergeführt werden können.
  • Weiterhin wurde bereits versucht, derartige Rohrkörper im Schleuderverfahren herzustellen. Diese Versuche mußten jedoch fehlschlagen, da das Rohmaterial inhomogen und von verschiedener Trägheit ist. Beim Schleudern würde sich die Zementbindung u. dgl. am Außenmantel ansammeln, wohingegen die Holzfasern, zum Teil ungebunden, sich am Innenmantel befinden würden. Ein solches Rohr` kann nicht die gestellten Aufgaben erfüllen.
  • Demgegenüber zeichnen sich die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Rohrkörper durch eine sehr gleichmäßige Aufnahme und gute Homogenität und Druckfestigkeit aus. Überdies wird durch die erfindungsgemäße Arbeitsweise sichergestellt, daß ein großer Ausstoß an Rohrabschnitten erzielbar ist, und die praktische Arbeit hat erwiesen, daß ein kontinuierlicher Arbeitsablaüf trotz Einsatzes ungelernter Arbeitskräfte erreicht werden kann.
  • Eine geeignete Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die Einrichtung einerseits aus einer jeweils drei Rohrformen tragenden und diese um- eine dem Mittelabstand zweier Rohrformen entsprechende Strecke bewegenden Transport- bzw. Vorschubeinrichtung und andererseits aus an den Arbeitspositionen der Rohrformen verteilt angeordneten Arbeitsvorrichtungen besteht, von denen die erste aus einer Aufnahmeeinrichtung für die jeweils zur Neufüllung vorbereitete Rohrform, die zweite aus einer stationären Beschikkungs- und Vorverdichtungseinrichtung und die dritte aus einer stationären, gegebenenfalls mehrfach wirkenden Preßeinrichtung besteht.
  • Die stationäre Beschickungseinrichtung besteht erfindungsgemäß hierbei einerseits aus einem das Beschickungsgut von einem Mischer oder Vorratsbehälter aufnehmenden Förderband, über dessen abgabeseitigem Ende eine auf das Füllgut einwirkende Vorrichtung in Form einer hinsichtlich des Belastungsdruckes regulierbaren Walze oder eines endlosen Bandes gelagert ist. Andererseits ist die Beschickungseinrichtung aus einer mit Zinken besetzten Schleuderwalze gebildet, die von einer Prall- und Führungswand abgeschirmt ist und das Mischgut gleichmäßig in die jeweils in Füllstellung befindliche, sich drehende Form fördert. Durch die Belastungswalze wird erreicht, daß die Zinken der Verteilerwalze das Füllgut nicht etwa in großen Büscheln vom Förderband herausreißen, sondern das Füllgut vielmehr gleichmäßig in geringen Mengen abnehmen und in die Rohrform fördern.
  • Die Verwendung von Zinkenwalzen für das Transportieren von Fasergemischen ist bereits früher einmal vorgeschlagen worden. Die bekannten Walzen dienten dazu, die teigartige Masse aus einem Behälter in einen anderen zu schleudern, wobei es nicht auf eine genaue Dosierung ankommt. Die Schleuderwalze der Erfindung arbeitet hingegen mit einem Förderband zusammen, um eine dosierte Füllung der Rohrformen zu erzielen.
  • Die Achse der Schleuderwalze soll erfindungsgemäß etwa in der Mittelebene des Füllgutzubringer-Förder-Bandes liegen, und es soll die Drehrichtung der Verteilerwalze so gewählt sein, daß das vom Verteilerband auf ihre Zinken gelangende Füllgut aufwärts geschleudert wird. Dadurch wird sichergestellt, daß keine Knäuelbildung und keine Verstopfung eintritt. Zum gleichen Zweck empfiehlt es sich, die freien Enden der Zinken der Schleuderwalze in Drehrichtung nach rückwärts abgebogen auszubilden. Ferner kann vorteilhafterweise die Umfangsgeschwindigkeit der Zinken der Schleuderwalze um ein wesentliches Vielfaches (etwa das Dreißig- bis Hundertfache) größer als die Transportgeschwindigkeit des Füllgutzubringer-Förderbandes sein. Das die Verteilerwalze umgebende Gehäuse dient hierbei als Führungs- und Prallfläche.
  • Die stationäre Vorverdichtungseinrichtung besteht aus einer unter regulierbarer Belastung stehenden, während der Füllung der Rohrform auf das Füllgut ständig auflaufenden Kufe, Rolle oder Walze in Ein-oder Mehrzahl.
  • Bei der Herstellung von Zementrohren, also ohne faserige Einmengungen, ist das Verdichten mit Hilfe von kreisenden Walzen zwischen Kern und Mantel einer Rohrform vorbekannt. Diese Walzen sind dabei jedoch am Kern angebracht, so daß sich der Kern mitdrehen muß. Dadurch leidet sehr die Formgebung, abgesehen davon, daß es bei der vorbekannten Ausführung schwierig ist, die hergestellten Rohre zu entschalen.
  • Die Verdichtungsmittel (Auflaufkufe oder -walze) der Erfindung sichern hingegen eine Gefügegleichmäßigkeit im Füllgut, wobei der Verdichtungsgrad in weiten Grenzen einstellbar ist und konstant gehalten werden kann. Da die zu beschickende Rohrform während der Beschickung sich dreht, können die in die Rohrform einsetzbaren Verdichtungskufen oder -walzen stationär geführt und außerhalb des Beschikkungsbereiches angeordnet sein. Dadurch ist es auch möglich, die im Rohrform-Ringraum eintauchende und während des Einfüllens des Füllgutes zufolge der Rohrformdrehung ständig auf das in kleinen Mengen in die Form gelangende Gut auflaufende Kufe, Rolle oder Walze in Ein- oder Mehrzahl an einer auf und ab bewegbaren Stange zu lagern bzw. zu befestigen, die ihrerseits regelbar feder- oder gewichtsbelastet ist. Durch Änderung der Gewichtsbelastung und der Drehgeschwindigkeit der Drehscheibe kann der Verdichtungsgrad beliebig eingestellt werden. Die der Verdichtung während des Füllvorganges dienenden Auflaufrollen bzw. -walzen können nach Straßenwalzenart aus zwei schmalen seitlichen und einer mittleren, davor oder dahinter gelagerten breiteren Rolle oder Walze, die ein gemeinsames Halterungsgestell besitzen können, bestehen. Wenn die Rohrkörper an den Stirnseiten stufenartig abgesetzt sein sollen, empfiehlt es sich, die in den Rohrformraum eintauchende Verdichterkufe, -rolle oder -walze profiliert oder versetzt anzuordnen.
  • Im Rahmen der Erfindung erweist es sich weiterhin als vorteilhaft, das Förderband, die Schleuderwelle und die auf das vom Förderband bewegte Material einwirkende Belastungswalze an einem gemeinsamen schlittenartigen Gestell anzuordnen, das radial zu der in Fallstellung befindlichen Rohrform verstellbar ist. Wenn die Abmessungen der Rohrform sich ändern, braucht somit nicht jede Einrichtung einzeln verstellt zu werden, um die Gesamteinrichtung für das benötigte Rohrmaß einzurichten.
  • Die erfindungsgemäße Preßeinrichtung besteht aus einer stationären Presse, die mit einem ringförmige Preßwerkzeuge tragenden bzw. betätigenden, auf und ab bewegbaren Ausleger versehen ist. Falls in Einzelfällen erwünscht, ist es möglich, das der Nachverdichtung dienende ringförmige Preßwerkzeug mit der stationären Preßvorrichtung so zu verbinden und so auszubilden, daß es je nach dem erwünschten Verdichtungsgrad in den Ringraum der Rohrform einpreßbar ist.
  • Die Preßwerkzeuge können vornehmlich aus einem einer kurzzeitigen Vorpressung dienenden Ring und aus einem während der Abbindungszeit in der Form verbleibenden Nachpreß- bzw. Verschlußring bestehen. Das Herstellen von Rohren aus unabgebundener Pappe ist mit Hilfe von Druckringen bekannt. Allerdings übernehmen diese bekannten Druckringe die gesamte Verpressung, und sie verbleiben nicht wie bei der Erfindung in der Rohrform, um eine nachhaltige, beliebig lange Nachverpressung zu bewirken.
  • Bei Ausbildung einer stirnseitig am zu pressenden Rohr vorgesehenen Ringstufe und bei Anwendung eines Vor- und eines Nachpreß- bzw. Verschlußringes empfiehlt es sich, im Sinne der Erfindung den Vorpreßring an seiner Preßfläche mit stark abgerundeten, die endgültige, mit Hilfe des Nachpreß- bzw. Verschlußringes erzielbare Ringstufenform bereits andeutenden Kanten zu versehen. Der Vorpreßring besteht vorteilhafterweise aus einem leichten Material, z. B. aus Holz, und er besitzt erfindungsgemäß an seiner Oberseite vertieft angeordnete Griffelelemente, damit er leicht aus der Rohrform ausgehoben werden kann. Erfindungsgemäß besteht auch die Möglichkeit, den als Nachverdichtung dienenden Verschlußring mit der Preßvorrnchtung lösbar zu verbinden, derart, daß er nach erfolgter Verpressung in der Rohrform verbleibt. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, am Ausleger der Preßvorrichtung ringsegmentartige Pratzen vorzusehen, die auf den Druckring einwirken.
  • Im Sinne der Erfindung besteht die Rohrform aus einem inneren Rohrmantel, einem Bodenteil, der mit dem inneren Rohrmantel eine körperliche Einheit bilden kann, und einem zweiteiligen äußeren, um ein Längsscharnier klappbaren Außenrohrmantel, der am Bodenteil befestigbar ist. Eine derartige Rohrform ist an sich bekannt. Zum Zwecke der Halterung des äußeren Formmantels kann der Bodenteil mit einem äußeren Versteifungsring versehen sein, der seinerseits vorkragende Dorne zur Aufnahme des mit entsprechenden Löchern versehenen Außenmantels besitzt.
  • Ferner empfiehlt es sich, den Bodenteil und die Preßwerkzeuge mit mindestens je einem zweckmäßigerweise auswechselbaren, der Bildung von Mörtelfugen dienenden, an sich bekannten Formring zu versehen. Bodenteil und Ringdeckel können aber auch entsprechend profiliert sein.
  • Es erweist sich erfindungsgemäß weiterhin als vorteilhaft, die freien Stirnseiten der beiden Rohrformmäntel mit vorspringenden Ansätzen, z. B. in Form einer Umbördelung der Mantelränder, zu versehen, die der Halterung von Spannbügeln dienen. Diese sind ihrerseits für die Abstützung der zwischen ihnen und dem in die Rohrform eingepreßten Nachpreß- bzw. Verschlußring vorgesehenen, letzteren nach Beendigung des Nachpreßarbeftsganges in der Preßlage haltenden Abstandshalter bestimmt. Für diesen Fall eignet sich im besonderen, wie bereits erwähnt, die Anordnung von Pratzen an der stationären Nachpreßeinrichtung, zwischen denen die Spannbügel angesetzt werden können, ohne da.ß die Verpressung des Materials aufgehoben zu werden braucht. Sobald. die Spannbügel aufgesetzt sind, kann der Ausleger hochbewegt werden. Die Spannbügel sind vorteilhafterweise längenveränderlich ausgebildet mit der Maßgabe, daß der gleiche Spannbügel für Rohrformen unterschiedlicher Größe verwendbar ist.
  • Die Erfindung sieht weiterhin einen über dem Außen- und Innenmantel der Rohrform angeordneten und dem Hohlraumquerschnitt der Rohrform angepaßten Aufsatz vor, der der Aufnahme derjenigen Füllgutmenge dient, die mit Hilfe der Nachpreßeinrichtung noch in die Rohrform eingepreßt wird und den oberen Randbereich des gepreßten Rohrkörpers bildet. Bei Betonrohrstampfmaschinen sind auf die Rohrformen aufgeschraubte Aufsätze bekannt. Der erfindungsgemäße Aufsatz ermöglicht die räumliche Ausnutzung der Rohrform und verhindert das Abfallen des über den Rohrmantel ragenden Füllgutes. Im besonderen besteht der Aufsatz aus zwei voneinander unabhängigen reifenartigen Teilen, die auf die Außenwand und Innenwand der Rohrform mit Hilfe von Führungsgliedern, z. B. Zentrierlaschen, aufsteckbar sind. Weiterhin empfiehlt es sich, den inneren reifenartigen Teil mit einem dem Auffangen des über den Aufsatz abfallenden Materials dienenden Boden zu versehen. Das auf den Boden abfallende Füllgut reicht gerade aus, die eventeuell in der Rohrform vorhandene ungleichmäßige Füllhöhe auszugleichen, so daß im Bereich der Nachpreßeinrichtung kein Füllgutbehätter für diese Ausbesserungsarbeiten vorgesehen zu werden braucht.
  • Die erfindungsgemäße Bewegungseinrichtung für die jeweils in einem Arbeitstakt in Benutzung befindlichen Rohrformen kann entweder aus" einer im Fußboden eingelassenen Rollen- bzw. Kugelbahn oder aus einer karussellartigen Dreheinrichtung mit Feststellmitteln für die Arbeitsstellungen »Vorbereitung«, »Füllen« und »Nachverdichten« bestehen. Rollenbahnen sind an sich bekannt, doch ist ihre Anwendung für den erfindungsgemäßen Zweck besonders vorteilhaft.
  • Bei Ausbildung als Drehvorrichtung kann diese aus einem an einer vertikalen, drehbar gelagerten Mittelwelle befestigten, gegebenenfalls auf- und abwärts beweglichen dreiarmigen Stern bestehen, dessen Arme am freien Ende Greif- und Haltevorrichtungen für die Rohrformen besitzen. Dabei können der Stern oder die Welle auf- und abwärts beweglich angeordnet sein, um die Rohrformen anheben und nach Verschwenken absetzen zu können. Es empfiehlt sich weiterhin, die Rohrformen mit Aufnahmen für im Arbeitsboden bzw. in der Rollbahn ortsfest angebrachte Dorne oder sonstige Halteglieder zur Sicherung genauer und unverrückbarer Arbeitsstellungen zu versehen.
  • Bei Anwendung eines Drehsternes ist es vorteilhaft, die Arme des Drehsternes zur Anpassung an Rohrformen verschiedenen Durchmessers teleskopartig ausziehbar auszubilden. Ebenso ist es vorteilhaft, die Prallfläche am Gehäuse der Verteilerwalze, die die Gestalt einer Schürze besitzen kann, vorzusehen. Wenn, wie bereits oben erwähnt, die Zubringereinrichtung für das Füllgut als Gesamtbaugruppe schlittenartig verstellbar ist, kann die Verstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung innerhalb kürzester Zeit erfolgen.
  • Für die Regelung der Füllgutdichte eignet sich erfindungsgemäß auch die Anordnung eines Regelgetriebes für den Antrieb der rotierenden Rohrform mit der Maßgabe, daß die Drehzahl der Rohrform während der letzten Füllphase verringerbar ist. Im letzten Zeitbereich kann also durch Veränderung der mit Hilfe der Rollen, Walzen oder Kufen erreichbaren Druckeinwirkung je Zeiteinheit eine' größere Verfestigung erzielt werden. Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt, und es zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Beschickungs-und Fülleinrichtung (Schnitt I-I gemäß Fig. 2), Fig. 2 einen Horizontalschnitt II-II und Grundriß gemäß Fig. 1, Fig. 3 einen Grundriß gemäß Fig. 2 bei Anwendung des KarusseIlprinzips, Fig. 4 einen Teilschnitt IV-IV gemäß Fig. 3, Fig.5 einen Querschnitt durch die Nachverdichtungs-Arbeitsstation, Fig. 6 einen Grundriß gemäß Fig. 5, Fig. 7 einen Teilschnitt durch die Rohrform, Fig.8 und 9 Teilgrundrisse der Rohrform nach Fig. 7 bei unterschiedlichen Vorverdichtern, Fig. 10 eine Seitenansicht eines kufenartigen Vorverdichters, Fig. 11 eine Seitenansicht der Verteilerwalze, Fig.12 eine Draufsicht der Verteilerwalze nach Fig. 11, Fig. 13 einen Teilschnitt durch einen aus erfindungsgemäß hergestellten Rohren gebildeten Dunstkamin, Fig. 14 einen Teilschnitt durch einen auf die Rohrform aufsteckbaren Aufsatz, Fig. 15 und 16 Teilschnitte durch einen in die Rohrform eindrückbaren Vorpreßring und einen Nachpreßring und Fig. 17 und 18 Teilschnitte durch Spannbügel und den Nachpreßring fixierende Abstandshalter in zwei Varianten.
  • Im Beispiel der Fig. 1 und 2 ist der Fall angenommen, daß die drei Arbeitsphasen im kontinuierlichen Durchschubverfahren ausgeführt werden. Das vom nicht dargestellten Mischer kommende, aus mit mineralischen oder sonstigen Bindemitteln vermischter Holzwolle oder Holzfasern bestehende Füllgut 1 gelangt über die Rutsche 2 auf das zwischen oder unterhalb von Seitenwänden 3 geführte Förderband 4 und von dort über eine mit Zinken 5 versehene Verteilerwalze 6 unter Führung durch das Gehäuse 7 auf eine schürzenartige Prallwand 8, von der das aufgeschleuderte Füllgut 1 abprallt und in den Ringraum 9 der von den beiden Mänteln 10 und 11 sowie dem Bodenteil 12 gebildeten Rohrform R abgelenkt wird.
  • Diese Rohrform R wird auf einen Drehtisch 13 aufgeschoben und ist durch Klemmen 14 in richtiger Lage gehalten und fixiert. An Stelle derartiger Schnellverschlüsse 14, die zweckmäßigerweise fußbetätigt ausgebildet sind, können auch Dorne 15 (vgl. Fig. 7) im Drehtisch 13 vorgesehen sein, die ebenfalls vorteilhafterweise auf- und absenkbar gelagert sein können. Der Antrieb des Drehtisches 13 ist in Fig. 1 nur durch den Drehpfeil 13' angedeutet.
  • Im Beispiel der Fig. 1 und 2 ist das Durchschiebeprinzip angenommen. Zu diesem Zwecke sind im Arbeitsboden 16 und im Drehtisch 13 Kugeln 17 angenommen, die ein leichtes Verschieben der Formen R nach jeder Richtung ermöglichen. Dabei können in den Zeichnungen nicht dargestellte seitliche Führungsschienen mit Vorteil Anwendung finden. Der Arbeitsverlauf geschieht in diesem Falle so, daß eine Rohrform R1 nach Säuberung und O1ung in die Vorbereitungsposition eingeschoben wird, wodurch die in dieser Position befindliche Rohrform R2 in die Füllposition und die in letzterer Position befindliche und gefüllte Rohrform R3 in die letzte Arbeitsstellung; in der die Schlußverdichtung erfolgt, geschoben' wird.
  • In Fig. 3 ist der Fall des Kärussellbetriebes angenommen. Zu diesem Zwecke ist ein drehbar gelagerter Stern vorgesehen, dessen Arme 18 an einer Welle 19 sitzen und an ihren freien Enden Greifer 20, die gabelartig bzw. als im Durchmesser veränderliche Spannzangen ausgebildet sein können, tragen. Diese Greifer untergreifen entsprechend dem Beispiel nach Fig.4 den kragenden Rand21 des Rohrformaußenmantels 11, der zu diesem Zwecke taschenartige Versteifungen 22 besitzen kann. Die Antriebswelle 19 oder eine die Arme 18 tragende, mittels eines Keiles auf der Welle 19 zwangsschlüssig geführte Hülse ist auf- und absenkbar gelagert, so daß nach Beendigung eines-Arbeitstaktes das Karussell und damit die eingehängten Rohrformen R1 bis R3 um 120° geschwenkt werden können.
  • Die Füllung der in Füllstellung R2 befindlichen Rohrform erfolgt durch die Verteilerwalze 6 (vgl. Fig. 1 und 2), die in den Fig. 11 und 12 im besonderen dargestellt ist. Sie besteht aus dem Walzenkörper selbst und den auf ihm versetzt angeordneten Zinken 5, deren äußeres Ende 5' entgegen der Drehrichtung 23. (Fig.1) leicht abgebogen ist. Entsprechend Fig.1 heben die Zinken 5, 5' das vom Transportband 4. ihnen zugeförderte Füllgut 1 gewissermaßen ab, und sie tragen das Füllgut portionsweise innerhalb des Gehäuses 7 in die Rohrform Rein. Dabei ist es wichtig, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Zinkenenden 5' wesentlich größer als die Transportgeschwindigkeit des Zubringerbandes 4 ist (z. B. Umfangsgeschwindigkeit der Zinkenden 11 m/sec, Bandtransportgeschwindigkeit 0,2 m/sec). Durch die rückwärtige Abbiegung der Zinkenenden 5' wird ferner erreicht, daß das Füllgut 1 im Bereich der Fülltasche 8 nicht an den Zinken hängenbleibt. Bei den vorgenannten Geschwindigkeitsbeispielen beträgt die Drehgeschwindigkeit der Drehscheibe 13 etwa 6 bis 60 Umdr./min, und zwar je nach dem gewünschten Grad der Verdichtung.
  • Für einen störungsfreien und insbesondere gleichmäßigen Füllguteintrag ist es ferner wichtig, daß das. Füllgut 1 bandartig zu den Zinken 5, 5' der Verteilerwalze 6 gelangt. Zu diesem Zwecke ist (vgl. Fig. 1 und 2) am Ende des Transportbandes 4 eine Egalisierungswalze 24 frei pendelnd an den in den Führungsseitenwandungen 3 aufgehängten Armen 25 gelagert. Diese Walze 24 ruht mit ihrem Eigengewicht (gegebenenfalls auch durch Zusatzgewicht oder durch Federbelastung) auf dem vom Transportband 4 herangeführten Füllgut 1 auf und formt dieses zu einem Band, wodurch den Zinken 5, 5' stets ungefähr gleich große Mengen Füllgut zugeführt werden. Durch dieseBelastungswalze wird verhindert, daß die Zinken 5 größere Büschel des Füllgutes 1 vom Förderband 4 abreißen und sich Füllgut um die Zinken wickeln kann. An Stelle einer Walze kann auch ein endloses, gewichts- oder federbelastetes Band 24' (vg1. Fig. 3) Anwendung finden.
  • Während der Füllung der Rohrform R2 erfolgt ein stetiges Verdichten der Füllung 1'. Zu diesem Zwecke taucht entsprechend den Fig. 1 und 2 in den von den Formmänteln 10 und 11 gebildeten Ringraum 9 der Rohrform eine Walze 26 ein, die am Ende einer Stange 27 gelagert ist, die ihrerseits in einem Halslagerfl 28 geführt ist. Der Verdichtungsgrad ist eine Funktion des Gewichtes der Stange 27 nebst Walze 26, und er ist durch das Aufsetzen von Gewichten 29 oder durch Federbelastung in weiten Grenzen regelbar. Zufolge der Drehung der auf dem Drehtisch 13 befindlichen Rohrform R2 läuft die Verdichterwalze 26 zwangläufig auf das gerade, überdies immer in gleichen Teilmengen eingefüllte Gut 1' auf. Eine zusätzliche Betätigung der Rohrverdichtereinrichtung ist -somit nicht nötig. In den Fig. 8 bis 10 sind weitere Ausführungsformen für die Vorverdichtereinrichtung schematisch dargestellt. Bei der Ausführung nach Fig. 8 sind zwei Vorverdichterrollen 26 a und 26 b angenommen, deren Spuren so zueinander versetzt sind, daß auf möglichst breiter Fläche die Vorverdichtung erfolgt. Es kann darüber hinaus noch eine dritte, größere Rolle 26 für die mittlere Spur vorgesehen sein. In Fig. 9 besteht die Vorverdichtereinrichtung aus drei Rollen bzw. Walzen 26, die straßenwalzenartig an der Führungsstange 27 gelagert sind. Bei dieser Ausbildung kann der Ringraum der Rohrform in ganzer Breite bestrichen werden. Dieselbe Möglichkeit ist bei einer kufenartigen Ausbildung des Vorverdichters 26' entsprechend Fig. 10 gegeben.
  • Die Lager für das Förderband 4 und die Schleuderwalze 6 sowie die Gehäuseteile 3 und 7 sind auf einem schlittenartigen Gestell 46 angeordnet, das in den Führungen 49 (beispielsweise prismatische oder Schwalbenschwanzführung) radial zu der in Füllstellung befindlichen Form R2 verstellbar ist. Im vorliegenden Beispiel wird die Verstellung mittels Spindel 48 durchgeführt. Mit Hilfe dieser Verstellung kann die gesamte Zubringer- und Fülleinrichtung für das Füllgut auf sehr bequeme Weise einer Größenänderung der herzustellenden Rohrkörper angepaßt werden. Hierbei ist zu beachten, daß die Abprallwand 8 stets über dem äußeren Mantel 11 der Rohrform R liegt.
  • In Arbeitsstellung R3 erfolgt die Nachverdichtung des eingefüllten Gutes 1'. Zu diesem Zwecke wird auf den gefüllten Ringraum 9 der Rohrform ein ringartiger Deckel 30 aufgesetzt und in den Ringraum 9 hineingepreßt, wie in den Fig. 2, 3, 5 und 6 angedeutet. Die Pressung erfolgt durch eine Preßeinrichtung 31. Im Beispiel der Fig. 5 und 6 ist angenommen, daß an der Preßeinrichtung 31 der Ausleger 32 vorgesehen ist, der auf den Preßring 30 einwirkt, wobei die Skala 34 den regulierbaren Preßdruck anzeigt. Im Falle der Fig. 6 sind am Ausleger 32 die ringsegmentartigen Sprannpratzen 33 vorgesehen, zwischen denen sich ein Zwischenraum befindet, der zur Fixierung des eingepreßten Preßringes 30 durch Anordnung von Spannmitteln im Sinne der Fig. 17 und 18 ausgenutzt wird.
  • Die Rohrform selbst besteht im Beispiel der Fig. 7 in Verbindung mit Fig.2 (R2) aus dem rohrartigen Innenmantel 10 und dem zweiteiligen rohrartigen Außenmantel 11, dessen beide Teile durch ein Längsscharnier 36 (Fig. 2) verbunden sind und an den freien Kanten einen Überlappungsstoß 37 bilden. Am Innenmantel 10 ist der Ringboden 12 angeschweißt. Er besitzt an der äußeren Peripherie einen Kragen 38 zur Aufnahme von Dornen 39, die der Halterung des Außenmantels 11 dienen, der seinerseits im Bereich des Kragens 38 eine Versteifung, beispielsweise in Form des Profils 40, und den Dornen 39 entsprechende Löcher 41 besitzt. Die beiden am Scharnier 36 angelenkten Hälften des Außenmantels 11 werden somit beim Wiederher richten der ausgeschalteten und gesäuberten sowie geölten Rohrform einfach auf die Dorne 39 aufgestülpt, und der Stoß 37 wird durch nicht dargestellte Schnellverschlüsse zusammengehalten.
  • Wenn Mörtelstege 42 am fertigen Dunstkaminrohr 43 zur Aufnahme des Mörtels 44 vorgesehen sein sollen, wird in die Rohrform ein entsprechend geformter Ring 45 eingelegt (vgl. Fig. 1, 5 und 7). Dieser Profilring 45 kann auch unmittelbar im Formboden 12 durch dessen entsprechende Profilierung gebildet sein. Sinngemäß ist der Nachpreßdeckel 30 mit einem entsprechend geformten Ansatz 45' versehen (vgl. Fig. 5). In Fig. 7 ist auch der Fall schematisch dargestellt, daß bei Einfügung des Profilringes 45 und bei Anwendung einer Vorverdichterkufe 26' entsprechend Fig. 10 die Kufe 26' dem Profil 45 entsprechend geformt sein kann, so daß das fertige Rohr 43 (vgl. Fig. 13) auch im Bereich der Mörtelstege 42 eine gleichmäßige Verdichtung bzw. Struktur aufweist. Diese Möglichkeit ist auch bei Anwendung von mehreren Rollen 26 entsprechend den Fig. 8 und 9 gegeben, wobei in diesem Falle eine Rolle versetzt anzuordnen ist.
  • Die in der Zeichnung an Hand von Beispielen schematisch dargestellte Einrichtung ist für Rohrformen geeignet, deren Durchmesser in weiten Grenzen schwanken darf. Bei Beschickung von Rohrformen unterschiedlichen Durchmessers kann auch der Übergang vom Schleuderwalzengehäuse 7 zur Rohrform flexibel gestaltet sein; bei Anwendung eines Karussells entsprechend Fig. 3 besteht weiterhin die Möglichkeit, die Arme 18 ausziehbar auszubilden.
  • Mit großem Vorteil kann gemäß dem Beispiel der Fig. 14 ein Aufsatz oberhalb der Ringform R vorgesehen sein. Dieser setzt den Außen- und Innenmantel 11, 10 fort und verhindert das Abfallen des aufgehäuften Füllgutes 1'. Nachdem die Ringform Rin die Stellung R3 zum Verpressen des Füllgutes 1' bewegt worden ist, wird gemäß Fig. 15 zunächst ein leichter Vorpreßring 53, beispielsweise aus Holz, mit Hilfe der Preßeinrichtung 31, 32 (vgl. Fig. 6) in den Ringraum 9 eingedrückt, und zwar so tief, daß der Aufsatz 50, 51 abgenommen werden kann, ohne daß Füllgut seitlich abfallen kann. Damit der Vorpreßring leicht heraushebbar ist, sind in dessen Oberseite Vertiefungen 55 vorgesehen, die in Verbindung mit den Griffleisten 54 leichte Zugriffmöglichkeit gewährleisten. Die Unterfläche des Vorpreßringes 53 besitzt stark abgerundete Kanten, die bereits die Form des Nachpreßringes 56 andeuten, der bis zur Solltiefe in die Form R eingedrückt wird.
  • Der Aufsatz ist zweiteilig ausgebildet. Der äußere Teil 50 besitzt die Form eines Reifens, der mit Zentrierlaschen 52 am Außenmantel 11 lösbar -befestigt wird. Der innere Teil 51 trägt den Boden 51', auf den etwas Füllgut 1" abfallen soll. Dieses wird an der Preßeinrichtung 31 dazu verwendet, etwa vorhandene Ungleichmäßigkeiten des vorverdichteten Füllgutes auszugleichen.
  • Wenn der Nachpreßring 56 in seiner endgültigen Preßstellung sich befindet, werden die Spannbügel 57 oder 62, 63 auf die Rohrform Raufgesetzt. Zu diesem Zwecke sind am Außen- und Innenmantel 10, 11 nach außen bzw. innen vorkragende Ansätze 58, 61 vorgesehen, an denen sich die Spannbügel abstützen. Im Beispiel der Fig. 17 sind diese Ansätze als angeschweißte Nasen 58 ausgebildet, gegen welche der Bügel 57 von der Seite her angestellt wird. Die Verpressung erfolgt in diesem Beispiel mittels Spindel 59 und Handrad 60.
  • Beim Beispiel der Fig. 18 kann hingegen der zweiteilige Spannbügel 62, 63 längenveränderlich eingestellt werden, so daß dieser Bügel 63 für unterschiedlich große Ringformen R verwendet werden kann. Die Ränder 61 der Formenmäntel 10 und 11 sind hierbei umgebördelt und dienen als Halterungsansatz. Als Abstandshalter zwischen Preßring 56 und Spannbügel 62, 63 dient das Distanzstück 67, das mit Hilfe der Schraube 65 und der Mutter 66 festklemmbar ist. Wenn sich dieser Abstand ändert, kann somit ohne weiteres ein anderes Distanzstück 67 eingesetzt werden. Diese Beispiele zeigen, daß die Verspannung noch mannigfaltig variiert werden kann.

Claims (30)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Rohren mit zylindrischem oder prismatischem Querschnitt aus mit mineralischen oder sonstigen Bindemitteln vermengten Holz- oder dergleichen Fasern, bei dem von einer Zubringevorrichtung unter Zwischenschaltung einer Verteilervorrichtung eine auf einem taktweise bewegbaren Drehtisch ruhende Rohrform beschickt wird und bei dem das Füllgut während der Beschickung verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrherstellung in einem kontinuierlichen Dreischrittverfahren in der Weise bewirkt wird, daß jeweils gleichzeitig eine Rohrform zusammengesetzt und in Vorbereitungsstellung auf dem Drehtisch gebracht, eine andere, in Drehung um ihre eigene Achse befindliche zusammengesetzte Rohrform mit dem Rohmaterial gefüllt und das Rohmaterial mittels einer Verdichterwalze vorverdichtet und schließlich in einer weiteren Rohrform mit vorverdichteter Masse letztere durch einen Preßring einer Schlußverdichtung unterworfen und die Rohrform abgenommen wird und daß nach Beendigung dieser Arbeitsverrichtungen eine Vorwärtsbewegung der die drei Formen tragenden Vorschubeinrichtung um das von Mitte zu, Mitte Rohrform gebildete Maß ausgeführt wird.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung einerseits aus einer jeweils drei Rohrformen (Rh, R2, R3) tragenden und diese um eine dem Mittelabstand zweier Rohrformen entsprechende Strecke bewegenden Transport- bzw. Vorschubeinrichtung (18) und andererseits aus an den Arbeitspositionen der Rohrformen verteilt angeordneten Arbeitsvorrichtungen (3, 31) besteht, von denen die erste aus einer Aufnahmeeinrichtung für die jeweils zur Neufüllung vorbereitete Rohrform, die zweite aus einer stationären Beschickungs- (3, 5) und Vorverdichtungseinrichtung (26, 27) und die dritte aus einer stationären, mehrfach wirkenden Preßeinrichtung (31, 32) besteht.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die stationäre Beschickungseinrichtung einerseits aus einem das Beschickungsgut (1) von einem Mischer oder Vorratsbehälter aufnehmenden Förderband (4) besteht, über dessen abgabeseitigem Ende eine auf das Füllgut einwirkende Vorrichtung in Form einer hinsichtlich des Belastungsdruckes regulierbaren Walze (24) oder eines endlosen Bandes gelagert ist, und andererseits aus einer mit Zinken (5) besetzten Schleuderwalze (6) gebildet ist, die von einer Prall- und Führungswand (7) abgeschirmt ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (6) der Schleuderwalze (5, 6) etwa in der Mittelebene des Füllgutzubringer-Förderbandes (4) liegt und daß die Drehrichtung der Schleuderwalze (5, 6) so gewählt ist, daß das vom Verteilerband (4) auf ihre Zinken (5) gelangende Füllgut (1) aufwärts geschleudert wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Zinken (5) der Schleuderwalze (5, 6) in Drehrichtung nach rückwärts abgebogen sind.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Zinken (5) der Schleuderwalze (6) um etwa das Dreißig- bis Hundertfache größer als die Transportgeschwindigkeit des Füllgutzubringer-Förderbandes (4) ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die stationäre Vorverdichtungseinrichtung aus einer unter regulierbarer Belastung (29) stehenden, während der Füllung der Rohrform auf das Füllgut (1') ständig auflaufenden Kufe (26'), Rolle (26 b) oder Walze (26) in Ein- oder Mehrzahl besteht. B.
  8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kufe (26'), Rolle (26 b) oder `Falze (26) in Ein- oder Mehrzahl an einer auf und ab bewegbaren Stange (27) gelagert ist, die ihrerseits regelbar feder- oder gewichtsbelastet ist.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdichterwalzen (26) nach Straßenwalzenart aus zwei schmalen seitlichen und einer mittleren, davor oder dahinter gelagerten breiteren Walze, die ein gemeinsames Halterungsgestell (27) besitzen, bestehen.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 7 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß bei Herstellung stufenartig an den Stirnflächen abgesetzter Rohrkörper die Verdichterkufe (26') oder -walze (26) profiliert oder versetzt angeordnet ist.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (4), die Schleuderwelle (5, 6) und die auf das vom Förderband bewegte Material (1) einwirkende Belastungswalze (24) an einem gemeinsamen schlittenartigen Gestell (46) angeordnet sind, das radial zu der in Füllstellung befindlichen Rohrform (R) verstellbar ist.
  12. 12. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßeinrichtung aus einer stationären Presse (31) besteht, die mit einem ringförmige Preßwerkzeuge (30) tragenden bzw. betätigenden, auf und ab bewegbaren Ausleger (32) versehen ist.
  13. 13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßwerkzeuge aus einem einer kurzzeitigen Vorpressung dienenden Ring (53) und aus einem während der Abbindungszeit in der Form (R) verbleibenden Verschlußring (56) bestehen.
  14. 14. Einrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung einer Ringstufe am zu pressenden Rohr und bei Anwendung eines Vorpreß- (53) und eines Verschlußringes (56) der Vorpreßring (53) an seiner Preßfläche stark abgerundete, die endgültige, mit Hilfe des Verschlußringes (56) erzielbare Ringstufenform bereits andeutende Kanten besitzt.
  15. 15. Einrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorpreßring (53) aus einem leichten Material besteht und an seiner Oberseite vertieft angeordnete Griffelemente (54, 55) besitzt.
  16. 16. Einrichtung nach Anspruch 12 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußring (56) mit der Preßvorrichtung (31, 32) lösbar verbunden ist, derart, daß er nach erfolgter Verpressung in der Rohrform (R) verbleibt.
  17. 17. Einrichtung nach Anspruch 12 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger (32) der Preßvörrichtung ringsegmentartige Pratzen (33) besitzt, die auf den Druck- bzw. Verschlußring (53, 56) einwirken.
  18. 18. Einrichtung nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrform (R) aus einem inneren Rohrmantel (10), einem Bodenteil (12), der mit dem inneren Rohrmantel eine körperliche Einheit bilden kann, und einem zweiteiligen äußeren, um ein Längsscharnier (36) klappbaren Außenrohrmantel (11) besteht, der am Bodenteil (12) befestigbar ist.
  19. 19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenteil (12) mit einem äußeren Versteifungsring (38) versehen ist, der seinerseits vorkragende Dorne (39) zur Aufnahme des mit entsprechenden Löchern (41) versehenen Außenmantels (11, 41) besitzt.
  20. 20. Einrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenteil (12) und die Preßwerkzeuge (30, 56) mit je einem auswechselbaren, der Bildung von Mörtelfugen dienenden Formring (45, 45') versehen sind.
  21. 21. Einrichtung nach Anspruch 18 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnseiten der beiden Rohrformmäntel (10, 11) vorspringende Ansätze (58) in Form einer Umbördelung (61) der Mantelränder besitzen für die Halterung von Spannbügeln (57, 62, 63), die ihrerseits den Verschlußring (56) nach Beendigung des Nachpreßarbeitsganges in der Preßlage mittels Abstandshalter (59, 65) halten.
  22. 22. Einrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbügel (62, 63) längen-und seitenveränderlich ausgebildet sind.
  23. 23. Einrichtung nach Anspruch 2 oder folgenden, gekennzeichnet durch einen über dem Außen-und Innenmantel (10, 11) der Rohrform (R) angeordneten und dem Hohlraumquerschnitt der Rohrform angepaßten Aufsatz (50, 51).
  24. 24. Einrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufsatz aus zwei voneinander unabhängigen reifenartigen Teilen (50, 51) besteht, die auf die Außen- und Innenwand (10, 11) der Rohrform (R) mit Hilfe von Führungsgliedern (52) aufsteckbar sind.
  25. 25. Einrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß der innere reifenartige Teil (51) einen dem Auffangen des über den Aufsatz abfallenden Materials dienenden Boden (51') besitzt.
  26. 26. Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungseinrichtung für die jeweils in einem Arbeitstakt in Benutzung befindlichen Rohrformen (R) aus einer Rollen- bzw. Kugelbahn (17) mit Feststellmitteln für die Arbeitsstellungen besteht.
  27. 27. Einrichtung nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennnzeichnet, daß die Drehvorrichtung aus einem an einer vertikalen, drehbar gelagerten Mittelwelle (19) befestigten, auf- und abwärts beweglichen dreiarmigen Stern (18) besteht, dessen Arme am freien Ende Greif- und Haltevorrichtungen (20) für die Rohrform besitzen.
  28. 28. Einrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrformen (R) mit Aufnahmen für im Arbeitsboden (13) bzw. in der Rollbahn ortsfest angebrachte Dorne (15) oder sonstige Halteglieder zur Sicherung genauer und unverrückbarer Arbeitsstellungen versehen sind.
  29. 29. Einrichtung nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme des Drehsternes (18) zur Anpassung an Rohrformen verschiedenen Durchmessers teleskopartig ausziehbar sind.
  30. 30. Einrichtung nach Anspruch 26 oder folgenden, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Regelgetriebes für den Antrieb der rotierenden Rohrform (R) mit der Maßgabe, daß die Drehzahl der Rohrform (R) während der letzten Füllphase verringerbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 891073, 850 565, 722 934, 280 313, 161996, 598 594, 254 435, 178 923, 881473; USA.-Patentschriften Nr. 1359 543, 951740.
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