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Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Rohren Die Erfindung
bezieht sich auf Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von Rohren mit zylindrischem
oder prismatischem Querschnitt aus mit mineralischen oder sonstigen Bindemitteln
vermengten Holz- oder dergleichen Fasern, bei dem von einer Zubringevorrichtung
unter Zwischenschaltung einer Verteilervorrichtung eine auf einem taktweise bewegbaren
Drehtisch ruhende Rohrform beschickt wird und bei dem das Füllgut während der Beschickung
verdichtet wird.
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Es sind zahlreiche Vorrichtungen für die mechanische Herstellung von
Rotationsformkörpern aus keramischen, Faserstoffzement- und Betonmassen bekannt.
Der Erfindung liegt aber vornehmlich die Aufgabe zugrunde, Holzspäne bzw. Holzwolle
mit mineralischen oder sonstigen Bindemitteln, insbesondere Zementschlempe, zu vermischen
und daraus Rohrkörper für die Errichtung von beispielsweise Dunstkaminen herzustellen.
Die Hauptschwierigkeit besteht darin, daß ein derartiges Mischgut stark zu Verfilzungen
und somit zu Knäuelbildungen neigt. Daher wurden derartige Rohrabschnitte bisher
vorwiegend im Handverfahren hergestellt. Die üblichen mehr oder weniger automatisch
arbeitenden Einfüll- sowie Stampf- und sonstigen Verdichtungsverfahren versagen
bei dem aus mit hydraulischen Bindern versetzten Holzfasern bestehenden Mischgut,
da dieses zufolge seiner starken Verfilzung nicht in gleichmäßiger Verteilung in
eine Ringform eingefüllt werden kann und da übliche Stampf- und Rüttelverfahren
die erstrebte Bildung von unzähligen der Wärmedämmung dienenden Lufteinschlüssen
innerhalb des fertigen Rohres verhindern bzw. unmöglich machen.
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Demgegenüber ermöglicht die Erfindung die maschinelle Herstellung
derartiger Rohrkörper in einer sehr zeitsparenden und vollkommenen Weise. Das erfindungsgemäße
Verfahren besteht darin, daß die Rohrherstellung in einem kontinuierlichen Dreischrittverfahren
in der Weise bewirkt wird, daß - jeweils gleichzeitig eine Rohrform zusammengesetzt
und in Vorbereitungsstellung auf den Drehtisch gebracht, eine andere, in Drehung
um ihre eigene Achse befindliche zusammengesetzte Rohrform mit dem Rohmaterial gefüllt
und das Rohmaterial mittels einer Verdichterwalze vorverdichtet und schließlich
in einer weiteren Rohrform mit vorverdichteter Masse letztere durch einen Preßring
einer Schlußverdichtung unterworfen und die Rohrform abgenommen wird und däß nach
Beendigung dieser Arbeitsverrichtungen eine Vorwärtsbewegung der die drei Formen
tragenden Vorschubeinrichtung um das von Mitte zu Mitte Röhrform gebildete Maß ausgeführt
wird.
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In dieser Arbeitsschrittaufteilung, bei der während des Füllens einer
Form das Vorverdichten und in einer getrennten Stellung das Nachverdichten erfolgt,
liegt der wesentliche Kern der Erfindung, denn es wurde erkannt, däß bei Herstellung
von Rohren aus faserigen Materialien es nicht möglich ist, eine Form im Sinne des
Standes der Technik bei Betonrohrherstellung vollständig zu füllen und die Füllung
alsdann in ihrer Gesamtheit zu verdichten. Es würde bei diesem Verfahren zwingend
der Nachteil eintreten, daß die Dichte des Rohres entlang seiner Längsachse außerordentlich
ungleichförmig wäre. Es hat sich vielmehr im Sinne der Erfindung durchaus als richtig
erwiesen, bereits von Anfang an während des Füllens eine gewisse Verdichtung vorzunehmen,
wozu es eine sehr vorteilhafte Lösung ist, die in Arbeitsstellung befindliche Rohrform
während des Füllens und Vorverdichtens um..ihre eigene Achse rotieren zu lassen.
Die frisch in die Rohrform eingefüllte Masse wird hierbei also während einer Umdrehung
der Rohrform gleichzeitig zusammengedrückt.
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Die notwendige Nachverdichtung der Rohrform wird im Sinne der Erfindung
schon deswegen an einer anderen Arbeitsstation durchgeführt, um die Füll- und Vorverdichtungszeit
an der ersten Arbeitsstation nicht noch durch die Nachverdichtungszeit zu überlagern.
Auf diese Weise gelingt es, ein wesentlich größeres Arbeitstempo und demzufolge
eine viel höhere Leistung in der Rohrherstellung als bei bekannten Verfahren zu
erzielen. _ Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, eine mechanische Rohrherstellung
mit Hilfe von Förderbändern vorzunehmen, die das zur Rohrherstellung benötigte Rohmaterial
tragen und es um eine Kernwalze führen, an deren Umfang sich das Material absetzen
und zur Rohrbildung führen soll. Zwar läßt sich das Material rasch aufbringen, doch
besteht keine
Möglichkeit, das aufgebrachte Material wesentlich
zu verdichten. Darüber hinaus ist es nahezu unmöglich, die gewünschten Rohrmaße
zu erreichen bzw. einzuhalten, abgesehen davon, daß die nach dem bekannten Verfahren
hergestellten Erzeugnisse relativ formunschön wirken. Demgegenüber gelingt es nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren, die Formmaße genau einzuhalten und vor allem solche
Rohrkörper herzustellen, die aufeinandergeschichtet und ineinandergeführt werden
können.
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Weiterhin wurde bereits versucht, derartige Rohrkörper im Schleuderverfahren
herzustellen. Diese Versuche mußten jedoch fehlschlagen, da das Rohmaterial inhomogen
und von verschiedener Trägheit ist. Beim Schleudern würde sich die Zementbindung
u. dgl. am Außenmantel ansammeln, wohingegen die Holzfasern, zum Teil ungebunden,
sich am Innenmantel befinden würden. Ein solches Rohr` kann nicht die gestellten
Aufgaben erfüllen.
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Demgegenüber zeichnen sich die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Rohrkörper durch eine sehr gleichmäßige Aufnahme und gute Homogenität
und Druckfestigkeit aus. Überdies wird durch die erfindungsgemäße Arbeitsweise sichergestellt,
daß ein großer Ausstoß an Rohrabschnitten erzielbar ist, und die praktische Arbeit
hat erwiesen, daß ein kontinuierlicher Arbeitsablaüf trotz Einsatzes ungelernter
Arbeitskräfte erreicht werden kann.
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Eine geeignete Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht darin, daß die Einrichtung einerseits aus einer jeweils drei
Rohrformen tragenden und diese um- eine dem Mittelabstand zweier Rohrformen entsprechende
Strecke bewegenden Transport- bzw. Vorschubeinrichtung und andererseits aus an den
Arbeitspositionen der Rohrformen verteilt angeordneten Arbeitsvorrichtungen besteht,
von denen die erste aus einer Aufnahmeeinrichtung für die jeweils zur Neufüllung
vorbereitete Rohrform, die zweite aus einer stationären Beschikkungs- und Vorverdichtungseinrichtung
und die dritte aus einer stationären, gegebenenfalls mehrfach wirkenden Preßeinrichtung
besteht.
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Die stationäre Beschickungseinrichtung besteht erfindungsgemäß hierbei
einerseits aus einem das Beschickungsgut von einem Mischer oder Vorratsbehälter
aufnehmenden Förderband, über dessen abgabeseitigem Ende eine auf das Füllgut einwirkende
Vorrichtung in Form einer hinsichtlich des Belastungsdruckes regulierbaren Walze
oder eines endlosen Bandes gelagert ist. Andererseits ist die Beschickungseinrichtung
aus einer mit Zinken besetzten Schleuderwalze gebildet, die von einer Prall- und
Führungswand abgeschirmt ist und das Mischgut gleichmäßig in die jeweils in Füllstellung
befindliche, sich drehende Form fördert. Durch die Belastungswalze wird erreicht,
daß die Zinken der Verteilerwalze das Füllgut nicht etwa in großen Büscheln vom
Förderband herausreißen, sondern das Füllgut vielmehr gleichmäßig in geringen Mengen
abnehmen und in die Rohrform fördern.
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Die Verwendung von Zinkenwalzen für das Transportieren von Fasergemischen
ist bereits früher einmal vorgeschlagen worden. Die bekannten Walzen dienten dazu,
die teigartige Masse aus einem Behälter in einen anderen zu schleudern, wobei es
nicht auf eine genaue Dosierung ankommt. Die Schleuderwalze der Erfindung arbeitet
hingegen mit einem Förderband zusammen, um eine dosierte Füllung der Rohrformen
zu erzielen.
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Die Achse der Schleuderwalze soll erfindungsgemäß etwa in der Mittelebene
des Füllgutzubringer-Förder-Bandes liegen, und es soll die Drehrichtung der Verteilerwalze
so gewählt sein, daß das vom Verteilerband auf ihre Zinken gelangende Füllgut aufwärts
geschleudert wird. Dadurch wird sichergestellt, daß keine Knäuelbildung und keine
Verstopfung eintritt. Zum gleichen Zweck empfiehlt es sich, die freien Enden der
Zinken der Schleuderwalze in Drehrichtung nach rückwärts abgebogen auszubilden.
Ferner kann vorteilhafterweise die Umfangsgeschwindigkeit der Zinken der Schleuderwalze
um ein wesentliches Vielfaches (etwa das Dreißig- bis Hundertfache) größer als die
Transportgeschwindigkeit des Füllgutzubringer-Förderbandes sein. Das die Verteilerwalze
umgebende Gehäuse dient hierbei als Führungs- und Prallfläche.
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Die stationäre Vorverdichtungseinrichtung besteht aus einer unter
regulierbarer Belastung stehenden, während der Füllung der Rohrform auf das Füllgut
ständig auflaufenden Kufe, Rolle oder Walze in Ein-oder Mehrzahl.
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Bei der Herstellung von Zementrohren, also ohne faserige Einmengungen,
ist das Verdichten mit Hilfe von kreisenden Walzen zwischen Kern und Mantel einer
Rohrform vorbekannt. Diese Walzen sind dabei jedoch am Kern angebracht, so daß sich
der Kern mitdrehen muß. Dadurch leidet sehr die Formgebung, abgesehen davon, daß
es bei der vorbekannten Ausführung schwierig ist, die hergestellten Rohre zu entschalen.
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Die Verdichtungsmittel (Auflaufkufe oder -walze) der Erfindung sichern
hingegen eine Gefügegleichmäßigkeit im Füllgut, wobei der Verdichtungsgrad in weiten
Grenzen einstellbar ist und konstant gehalten werden kann. Da die zu beschickende
Rohrform während der Beschickung sich dreht, können die in die Rohrform einsetzbaren
Verdichtungskufen oder -walzen stationär geführt und außerhalb des Beschikkungsbereiches
angeordnet sein. Dadurch ist es auch möglich, die im Rohrform-Ringraum eintauchende
und während des Einfüllens des Füllgutes zufolge der Rohrformdrehung ständig auf
das in kleinen Mengen in die Form gelangende Gut auflaufende Kufe, Rolle oder Walze
in Ein- oder Mehrzahl an einer auf und ab bewegbaren Stange zu lagern bzw. zu befestigen,
die ihrerseits regelbar feder- oder gewichtsbelastet ist. Durch Änderung der Gewichtsbelastung
und der Drehgeschwindigkeit der Drehscheibe kann der Verdichtungsgrad beliebig eingestellt
werden. Die der Verdichtung während des Füllvorganges dienenden Auflaufrollen bzw.
-walzen können nach Straßenwalzenart aus zwei schmalen seitlichen und einer mittleren,
davor oder dahinter gelagerten breiteren Rolle oder Walze, die ein gemeinsames Halterungsgestell
besitzen können, bestehen. Wenn die Rohrkörper an den Stirnseiten stufenartig abgesetzt
sein sollen, empfiehlt es sich, die in den Rohrformraum eintauchende Verdichterkufe,
-rolle oder -walze profiliert oder versetzt anzuordnen.
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Im Rahmen der Erfindung erweist es sich weiterhin als vorteilhaft,
das Förderband, die Schleuderwelle und die auf das vom Förderband bewegte Material
einwirkende Belastungswalze an einem gemeinsamen schlittenartigen Gestell anzuordnen,
das radial zu der in Fallstellung befindlichen Rohrform verstellbar ist. Wenn die
Abmessungen der Rohrform sich ändern, braucht somit nicht jede Einrichtung einzeln
verstellt zu werden, um die Gesamteinrichtung für das benötigte Rohrmaß einzurichten.
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Die erfindungsgemäße Preßeinrichtung besteht aus einer stationären
Presse, die mit einem ringförmige Preßwerkzeuge tragenden bzw. betätigenden, auf
und
ab bewegbaren Ausleger versehen ist. Falls in Einzelfällen erwünscht,
ist es möglich, das der Nachverdichtung dienende ringförmige Preßwerkzeug mit der
stationären Preßvorrichtung so zu verbinden und so auszubilden, daß es je nach dem
erwünschten Verdichtungsgrad in den Ringraum der Rohrform einpreßbar ist.
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Die Preßwerkzeuge können vornehmlich aus einem einer kurzzeitigen
Vorpressung dienenden Ring und aus einem während der Abbindungszeit in der Form
verbleibenden Nachpreß- bzw. Verschlußring bestehen. Das Herstellen von Rohren aus
unabgebundener Pappe ist mit Hilfe von Druckringen bekannt. Allerdings übernehmen
diese bekannten Druckringe die gesamte Verpressung, und sie verbleiben nicht wie
bei der Erfindung in der Rohrform, um eine nachhaltige, beliebig lange Nachverpressung
zu bewirken.
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Bei Ausbildung einer stirnseitig am zu pressenden Rohr vorgesehenen
Ringstufe und bei Anwendung eines Vor- und eines Nachpreß- bzw. Verschlußringes
empfiehlt es sich, im Sinne der Erfindung den Vorpreßring an seiner Preßfläche mit
stark abgerundeten, die endgültige, mit Hilfe des Nachpreß- bzw. Verschlußringes
erzielbare Ringstufenform bereits andeutenden Kanten zu versehen. Der Vorpreßring
besteht vorteilhafterweise aus einem leichten Material, z. B. aus Holz, und er besitzt
erfindungsgemäß an seiner Oberseite vertieft angeordnete Griffelelemente, damit
er leicht aus der Rohrform ausgehoben werden kann. Erfindungsgemäß besteht auch
die Möglichkeit, den als Nachverdichtung dienenden Verschlußring mit der Preßvorrnchtung
lösbar zu verbinden, derart, daß er nach erfolgter Verpressung in der Rohrform verbleibt.
Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, am Ausleger der Preßvorrichtung ringsegmentartige
Pratzen vorzusehen, die auf den Druckring einwirken.
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Im Sinne der Erfindung besteht die Rohrform aus einem inneren Rohrmantel,
einem Bodenteil, der mit dem inneren Rohrmantel eine körperliche Einheit bilden
kann, und einem zweiteiligen äußeren, um ein Längsscharnier klappbaren Außenrohrmantel,
der am Bodenteil befestigbar ist. Eine derartige Rohrform ist an sich bekannt. Zum
Zwecke der Halterung des äußeren Formmantels kann der Bodenteil mit einem äußeren
Versteifungsring versehen sein, der seinerseits vorkragende Dorne zur Aufnahme des
mit entsprechenden Löchern versehenen Außenmantels besitzt.
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Ferner empfiehlt es sich, den Bodenteil und die Preßwerkzeuge mit
mindestens je einem zweckmäßigerweise auswechselbaren, der Bildung von Mörtelfugen
dienenden, an sich bekannten Formring zu versehen. Bodenteil und Ringdeckel können
aber auch entsprechend profiliert sein.
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Es erweist sich erfindungsgemäß weiterhin als vorteilhaft, die freien
Stirnseiten der beiden Rohrformmäntel mit vorspringenden Ansätzen, z. B. in Form
einer Umbördelung der Mantelränder, zu versehen, die der Halterung von Spannbügeln
dienen. Diese sind ihrerseits für die Abstützung der zwischen ihnen und dem in die
Rohrform eingepreßten Nachpreß- bzw. Verschlußring vorgesehenen, letzteren nach
Beendigung des Nachpreßarbeftsganges in der Preßlage haltenden Abstandshalter bestimmt.
Für diesen Fall eignet sich im besonderen, wie bereits erwähnt, die Anordnung von
Pratzen an der stationären Nachpreßeinrichtung, zwischen denen die Spannbügel angesetzt
werden können, ohne da.ß die Verpressung des Materials aufgehoben zu werden braucht.
Sobald. die Spannbügel aufgesetzt sind, kann der Ausleger hochbewegt werden. Die
Spannbügel sind vorteilhafterweise längenveränderlich ausgebildet mit der Maßgabe,
daß der gleiche Spannbügel für Rohrformen unterschiedlicher Größe verwendbar ist.
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Die Erfindung sieht weiterhin einen über dem Außen- und Innenmantel
der Rohrform angeordneten und dem Hohlraumquerschnitt der Rohrform angepaßten Aufsatz
vor, der der Aufnahme derjenigen Füllgutmenge dient, die mit Hilfe der Nachpreßeinrichtung
noch in die Rohrform eingepreßt wird und den oberen Randbereich des gepreßten Rohrkörpers
bildet. Bei Betonrohrstampfmaschinen sind auf die Rohrformen aufgeschraubte Aufsätze
bekannt. Der erfindungsgemäße Aufsatz ermöglicht die räumliche Ausnutzung der Rohrform
und verhindert das Abfallen des über den Rohrmantel ragenden Füllgutes. Im besonderen
besteht der Aufsatz aus zwei voneinander unabhängigen reifenartigen Teilen, die
auf die Außenwand und Innenwand der Rohrform mit Hilfe von Führungsgliedern, z.
B. Zentrierlaschen, aufsteckbar sind. Weiterhin empfiehlt es sich, den inneren reifenartigen
Teil mit einem dem Auffangen des über den Aufsatz abfallenden Materials dienenden
Boden zu versehen. Das auf den Boden abfallende Füllgut reicht gerade aus, die eventeuell
in der Rohrform vorhandene ungleichmäßige Füllhöhe auszugleichen, so daß im Bereich
der Nachpreßeinrichtung kein Füllgutbehätter für diese Ausbesserungsarbeiten vorgesehen
zu werden braucht.
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Die erfindungsgemäße Bewegungseinrichtung für die jeweils in einem
Arbeitstakt in Benutzung befindlichen Rohrformen kann entweder aus" einer im Fußboden
eingelassenen Rollen- bzw. Kugelbahn oder aus einer karussellartigen Dreheinrichtung
mit Feststellmitteln für die Arbeitsstellungen »Vorbereitung«, »Füllen« und »Nachverdichten«
bestehen. Rollenbahnen sind an sich bekannt, doch ist ihre Anwendung für den erfindungsgemäßen
Zweck besonders vorteilhaft.
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Bei Ausbildung als Drehvorrichtung kann diese aus einem an einer vertikalen,
drehbar gelagerten Mittelwelle befestigten, gegebenenfalls auf- und abwärts beweglichen
dreiarmigen Stern bestehen, dessen Arme am freien Ende Greif- und Haltevorrichtungen
für die Rohrformen besitzen. Dabei können der Stern oder die Welle auf- und abwärts
beweglich angeordnet sein, um die Rohrformen anheben und nach Verschwenken absetzen
zu können. Es empfiehlt sich weiterhin, die Rohrformen mit Aufnahmen für im Arbeitsboden
bzw. in der Rollbahn ortsfest angebrachte Dorne oder sonstige Halteglieder zur Sicherung
genauer und unverrückbarer Arbeitsstellungen zu versehen.
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Bei Anwendung eines Drehsternes ist es vorteilhaft, die Arme des Drehsternes
zur Anpassung an Rohrformen verschiedenen Durchmessers teleskopartig ausziehbar
auszubilden. Ebenso ist es vorteilhaft, die Prallfläche am Gehäuse der Verteilerwalze,
die die Gestalt einer Schürze besitzen kann, vorzusehen. Wenn, wie bereits oben
erwähnt, die Zubringereinrichtung für das Füllgut als Gesamtbaugruppe schlittenartig
verstellbar ist, kann die Verstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung innerhalb
kürzester Zeit erfolgen.
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Für die Regelung der Füllgutdichte eignet sich erfindungsgemäß auch
die Anordnung eines Regelgetriebes für den Antrieb der rotierenden Rohrform mit
der Maßgabe, daß die Drehzahl der Rohrform während der letzten Füllphase verringerbar
ist. Im letzten Zeitbereich kann also durch Veränderung der mit Hilfe der Rollen,
Walzen oder Kufen erreichbaren Druckeinwirkung je Zeiteinheit eine' größere Verfestigung
erzielt werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise
und schematisch dargestellt, und es zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Beschickungs-und
Fülleinrichtung (Schnitt I-I gemäß Fig. 2), Fig. 2 einen Horizontalschnitt II-II
und Grundriß gemäß Fig. 1, Fig. 3 einen Grundriß gemäß Fig. 2 bei Anwendung des
KarusseIlprinzips, Fig. 4 einen Teilschnitt IV-IV gemäß Fig. 3, Fig.5 einen Querschnitt
durch die Nachverdichtungs-Arbeitsstation, Fig. 6 einen Grundriß gemäß Fig. 5, Fig.
7 einen Teilschnitt durch die Rohrform, Fig.8 und 9 Teilgrundrisse der Rohrform
nach Fig. 7 bei unterschiedlichen Vorverdichtern, Fig. 10 eine Seitenansicht eines
kufenartigen Vorverdichters, Fig. 11 eine Seitenansicht der Verteilerwalze, Fig.12
eine Draufsicht der Verteilerwalze nach Fig. 11, Fig. 13 einen Teilschnitt durch
einen aus erfindungsgemäß hergestellten Rohren gebildeten Dunstkamin, Fig. 14 einen
Teilschnitt durch einen auf die Rohrform aufsteckbaren Aufsatz, Fig. 15 und 16 Teilschnitte
durch einen in die Rohrform eindrückbaren Vorpreßring und einen Nachpreßring und
Fig. 17 und 18 Teilschnitte durch Spannbügel und den Nachpreßring fixierende Abstandshalter
in zwei Varianten.
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Im Beispiel der Fig. 1 und 2 ist der Fall angenommen, daß die drei
Arbeitsphasen im kontinuierlichen Durchschubverfahren ausgeführt werden. Das vom
nicht dargestellten Mischer kommende, aus mit mineralischen oder sonstigen Bindemitteln
vermischter Holzwolle oder Holzfasern bestehende Füllgut 1 gelangt über die Rutsche
2 auf das zwischen oder unterhalb von Seitenwänden 3 geführte Förderband 4 und von
dort über eine mit Zinken 5 versehene Verteilerwalze 6 unter Führung durch das Gehäuse
7 auf eine schürzenartige Prallwand 8, von der das aufgeschleuderte Füllgut 1 abprallt
und in den Ringraum 9 der von den beiden Mänteln 10 und 11 sowie dem
Bodenteil 12 gebildeten Rohrform R abgelenkt wird.
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Diese Rohrform R wird auf einen Drehtisch 13 aufgeschoben und ist
durch Klemmen 14 in richtiger Lage gehalten und fixiert. An Stelle derartiger Schnellverschlüsse
14, die zweckmäßigerweise fußbetätigt ausgebildet sind, können auch Dorne 15 (vgl.
Fig. 7) im Drehtisch 13 vorgesehen sein, die ebenfalls vorteilhafterweise auf- und
absenkbar gelagert sein können. Der Antrieb des Drehtisches 13 ist in Fig. 1 nur
durch den Drehpfeil 13' angedeutet.
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Im Beispiel der Fig. 1 und 2 ist das Durchschiebeprinzip angenommen.
Zu diesem Zwecke sind im Arbeitsboden 16 und im Drehtisch 13 Kugeln 17 angenommen,
die ein leichtes Verschieben der Formen R nach jeder Richtung ermöglichen. Dabei
können in den Zeichnungen nicht dargestellte seitliche Führungsschienen mit Vorteil
Anwendung finden. Der Arbeitsverlauf geschieht in diesem Falle so, daß eine Rohrform
R1 nach Säuberung und O1ung in die Vorbereitungsposition eingeschoben wird, wodurch
die in dieser Position befindliche Rohrform R2 in die Füllposition und die in letzterer
Position befindliche und gefüllte Rohrform R3 in die letzte Arbeitsstellung; in
der die Schlußverdichtung erfolgt, geschoben' wird.
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In Fig. 3 ist der Fall des Kärussellbetriebes angenommen. Zu diesem
Zwecke ist ein drehbar gelagerter Stern vorgesehen, dessen Arme 18 an einer Welle
19 sitzen und an ihren freien Enden Greifer 20, die gabelartig bzw. als im Durchmesser
veränderliche Spannzangen ausgebildet sein können, tragen. Diese Greifer untergreifen
entsprechend dem Beispiel nach Fig.4 den kragenden Rand21 des Rohrformaußenmantels
11, der zu diesem Zwecke taschenartige Versteifungen 22 besitzen kann. Die Antriebswelle
19 oder eine die Arme 18 tragende, mittels eines Keiles auf der Welle 19 zwangsschlüssig
geführte Hülse ist auf- und absenkbar gelagert, so daß nach Beendigung eines-Arbeitstaktes
das Karussell und damit die eingehängten Rohrformen R1 bis R3 um 120° geschwenkt
werden können.
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Die Füllung der in Füllstellung R2 befindlichen Rohrform erfolgt durch
die Verteilerwalze 6 (vgl. Fig. 1 und 2), die in den Fig. 11 und 12 im besonderen
dargestellt ist. Sie besteht aus dem Walzenkörper selbst und den auf ihm versetzt
angeordneten Zinken 5, deren äußeres Ende 5' entgegen der Drehrichtung 23. (Fig.1)
leicht abgebogen ist. Entsprechend Fig.1 heben die Zinken 5, 5' das vom Transportband
4. ihnen zugeförderte Füllgut 1 gewissermaßen ab, und sie tragen das Füllgut portionsweise
innerhalb des Gehäuses 7 in die Rohrform Rein. Dabei ist es wichtig, daß die Umfangsgeschwindigkeit
der Zinkenenden 5' wesentlich größer als die Transportgeschwindigkeit des Zubringerbandes
4 ist (z. B. Umfangsgeschwindigkeit der Zinkenden 11 m/sec, Bandtransportgeschwindigkeit
0,2 m/sec). Durch die rückwärtige Abbiegung der Zinkenenden 5' wird ferner erreicht,
daß das Füllgut 1 im Bereich der Fülltasche 8 nicht an den Zinken hängenbleibt.
Bei den vorgenannten Geschwindigkeitsbeispielen beträgt die Drehgeschwindigkeit
der Drehscheibe 13 etwa 6 bis 60 Umdr./min, und zwar je nach dem gewünschten Grad
der Verdichtung.
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Für einen störungsfreien und insbesondere gleichmäßigen Füllguteintrag
ist es ferner wichtig, daß das. Füllgut 1 bandartig zu den Zinken 5, 5' der Verteilerwalze
6 gelangt. Zu diesem Zwecke ist (vgl. Fig. 1 und 2) am Ende des Transportbandes
4 eine Egalisierungswalze 24 frei pendelnd an den in den Führungsseitenwandungen
3 aufgehängten Armen 25 gelagert. Diese Walze 24 ruht mit ihrem Eigengewicht (gegebenenfalls
auch durch Zusatzgewicht oder durch Federbelastung) auf dem vom Transportband 4
herangeführten Füllgut 1 auf und formt dieses zu einem Band, wodurch den Zinken
5, 5' stets ungefähr gleich große Mengen Füllgut zugeführt werden. Durch dieseBelastungswalze
wird verhindert, daß die Zinken 5 größere Büschel des Füllgutes 1 vom Förderband
4 abreißen und sich Füllgut um die Zinken wickeln kann. An Stelle einer Walze kann
auch ein endloses, gewichts- oder federbelastetes Band 24' (vg1. Fig. 3) Anwendung
finden.
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Während der Füllung der Rohrform R2 erfolgt ein stetiges Verdichten
der Füllung 1'. Zu diesem Zwecke taucht entsprechend den Fig. 1 und 2 in den von
den Formmänteln 10 und 11 gebildeten Ringraum 9 der Rohrform eine Walze 26 ein,
die am Ende einer Stange 27 gelagert ist, die ihrerseits in einem Halslagerfl 28
geführt ist. Der Verdichtungsgrad ist eine Funktion des Gewichtes der Stange 27
nebst Walze 26, und er ist durch das Aufsetzen von Gewichten 29 oder durch Federbelastung
in weiten Grenzen regelbar. Zufolge der Drehung der auf dem Drehtisch 13 befindlichen
Rohrform R2 läuft die Verdichterwalze 26 zwangläufig auf das gerade, überdies immer
in gleichen Teilmengen eingefüllte Gut 1' auf. Eine zusätzliche Betätigung der Rohrverdichtereinrichtung
ist -somit nicht nötig. In den Fig. 8 bis 10 sind weitere
Ausführungsformen
für die Vorverdichtereinrichtung schematisch dargestellt. Bei der Ausführung nach
Fig. 8 sind zwei Vorverdichterrollen 26 a und 26 b angenommen, deren Spuren so zueinander
versetzt sind, daß auf möglichst breiter Fläche die Vorverdichtung erfolgt. Es kann
darüber hinaus noch eine dritte, größere Rolle 26 für die mittlere Spur vorgesehen
sein. In Fig. 9 besteht die Vorverdichtereinrichtung aus drei Rollen bzw. Walzen
26, die straßenwalzenartig an der Führungsstange 27 gelagert sind. Bei dieser Ausbildung
kann der Ringraum der Rohrform in ganzer Breite bestrichen werden. Dieselbe Möglichkeit
ist bei einer kufenartigen Ausbildung des Vorverdichters 26' entsprechend Fig. 10
gegeben.
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Die Lager für das Förderband 4 und die Schleuderwalze 6 sowie die
Gehäuseteile 3 und 7 sind auf einem schlittenartigen Gestell 46 angeordnet, das
in den Führungen 49 (beispielsweise prismatische oder Schwalbenschwanzführung) radial
zu der in Füllstellung befindlichen Form R2 verstellbar ist. Im vorliegenden Beispiel
wird die Verstellung mittels Spindel 48 durchgeführt. Mit Hilfe dieser Verstellung
kann die gesamte Zubringer- und Fülleinrichtung für das Füllgut auf sehr bequeme
Weise einer Größenänderung der herzustellenden Rohrkörper angepaßt werden. Hierbei
ist zu beachten, daß die Abprallwand 8 stets über dem äußeren Mantel 11 der Rohrform
R liegt.
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In Arbeitsstellung R3 erfolgt die Nachverdichtung des eingefüllten
Gutes 1'. Zu diesem Zwecke wird auf den gefüllten Ringraum 9 der Rohrform ein ringartiger
Deckel 30 aufgesetzt und in den Ringraum 9 hineingepreßt, wie in den Fig. 2, 3,
5 und 6 angedeutet. Die Pressung erfolgt durch eine Preßeinrichtung 31. Im Beispiel
der Fig. 5 und 6 ist angenommen, daß an der Preßeinrichtung 31 der Ausleger 32 vorgesehen
ist, der auf den Preßring 30 einwirkt, wobei die Skala 34 den regulierbaren Preßdruck
anzeigt. Im Falle der Fig. 6 sind am Ausleger 32 die ringsegmentartigen Sprannpratzen
33 vorgesehen, zwischen denen sich ein Zwischenraum befindet, der zur Fixierung
des eingepreßten Preßringes 30 durch Anordnung von Spannmitteln im Sinne der Fig.
17 und 18 ausgenutzt wird.
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Die Rohrform selbst besteht im Beispiel der Fig. 7 in Verbindung mit
Fig.2 (R2) aus dem rohrartigen Innenmantel 10 und dem zweiteiligen rohrartigen Außenmantel
11, dessen beide Teile durch ein Längsscharnier 36 (Fig. 2) verbunden sind und an
den freien Kanten einen Überlappungsstoß 37 bilden. Am Innenmantel 10 ist der Ringboden
12 angeschweißt. Er besitzt an der äußeren Peripherie einen Kragen 38 zur Aufnahme
von Dornen 39, die der Halterung des Außenmantels 11 dienen, der seinerseits im
Bereich des Kragens 38 eine Versteifung, beispielsweise in Form des Profils 40,
und den Dornen 39 entsprechende Löcher 41 besitzt. Die beiden am Scharnier 36 angelenkten
Hälften des Außenmantels 11 werden somit beim Wiederher richten der ausgeschalteten
und gesäuberten sowie geölten Rohrform einfach auf die Dorne 39 aufgestülpt, und
der Stoß 37 wird durch nicht dargestellte Schnellverschlüsse zusammengehalten.
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Wenn Mörtelstege 42 am fertigen Dunstkaminrohr 43 zur Aufnahme des
Mörtels 44 vorgesehen sein sollen, wird in die Rohrform ein entsprechend geformter
Ring 45 eingelegt (vgl. Fig. 1, 5 und 7). Dieser Profilring 45 kann auch unmittelbar
im Formboden 12 durch dessen entsprechende Profilierung gebildet sein. Sinngemäß
ist der Nachpreßdeckel 30 mit einem entsprechend geformten Ansatz 45' versehen (vgl.
Fig. 5). In Fig. 7 ist auch der Fall schematisch dargestellt, daß bei Einfügung
des Profilringes 45 und bei Anwendung einer Vorverdichterkufe 26' entsprechend Fig.
10 die Kufe 26' dem Profil 45 entsprechend geformt sein kann, so daß das fertige
Rohr 43 (vgl. Fig. 13) auch im Bereich der Mörtelstege 42 eine gleichmäßige Verdichtung
bzw. Struktur aufweist. Diese Möglichkeit ist auch bei Anwendung von mehreren Rollen
26 entsprechend den Fig. 8 und 9 gegeben, wobei in diesem Falle eine Rolle versetzt
anzuordnen ist.
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Die in der Zeichnung an Hand von Beispielen schematisch dargestellte
Einrichtung ist für Rohrformen geeignet, deren Durchmesser in weiten Grenzen schwanken
darf. Bei Beschickung von Rohrformen unterschiedlichen Durchmessers kann auch der
Übergang vom Schleuderwalzengehäuse 7 zur Rohrform flexibel gestaltet sein; bei
Anwendung eines Karussells entsprechend Fig. 3 besteht weiterhin die Möglichkeit,
die Arme 18 ausziehbar auszubilden.
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Mit großem Vorteil kann gemäß dem Beispiel der Fig. 14 ein Aufsatz
oberhalb der Ringform R vorgesehen sein. Dieser setzt den Außen- und Innenmantel
11, 10 fort und verhindert das Abfallen des aufgehäuften Füllgutes 1'. Nachdem die
Ringform Rin die Stellung R3 zum Verpressen des Füllgutes 1' bewegt worden ist,
wird gemäß Fig. 15 zunächst ein leichter Vorpreßring 53, beispielsweise aus Holz,
mit Hilfe der Preßeinrichtung 31, 32 (vgl. Fig. 6) in den Ringraum 9 eingedrückt,
und zwar so tief, daß der Aufsatz 50, 51 abgenommen werden kann, ohne daß Füllgut
seitlich abfallen kann. Damit der Vorpreßring leicht heraushebbar ist, sind in dessen
Oberseite Vertiefungen 55 vorgesehen, die in Verbindung mit den Griffleisten 54
leichte Zugriffmöglichkeit gewährleisten. Die Unterfläche des Vorpreßringes 53 besitzt
stark abgerundete Kanten, die bereits die Form des Nachpreßringes 56 andeuten, der
bis zur Solltiefe in die Form R eingedrückt wird.
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Der Aufsatz ist zweiteilig ausgebildet. Der äußere Teil 50 besitzt
die Form eines Reifens, der mit Zentrierlaschen 52 am Außenmantel 11 lösbar -befestigt
wird. Der innere Teil 51 trägt den Boden 51', auf den etwas Füllgut 1" abfallen
soll. Dieses wird an der Preßeinrichtung 31 dazu verwendet, etwa vorhandene Ungleichmäßigkeiten
des vorverdichteten Füllgutes auszugleichen.
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Wenn der Nachpreßring 56 in seiner endgültigen Preßstellung sich befindet,
werden die Spannbügel 57 oder 62, 63 auf die Rohrform Raufgesetzt. Zu diesem Zwecke
sind am Außen- und Innenmantel 10, 11 nach außen bzw. innen vorkragende Ansätze
58, 61 vorgesehen, an denen sich die Spannbügel abstützen. Im Beispiel der Fig.
17 sind diese Ansätze als angeschweißte Nasen 58 ausgebildet, gegen welche der Bügel
57 von der Seite her angestellt wird. Die Verpressung erfolgt in diesem Beispiel
mittels Spindel 59 und Handrad 60.
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Beim Beispiel der Fig. 18 kann hingegen der zweiteilige Spannbügel
62, 63 längenveränderlich eingestellt werden, so daß dieser Bügel 63 für unterschiedlich
große Ringformen R verwendet werden kann. Die Ränder 61 der Formenmäntel 10 und
11 sind hierbei umgebördelt und dienen als Halterungsansatz. Als Abstandshalter
zwischen Preßring 56 und Spannbügel 62, 63 dient das Distanzstück 67, das mit Hilfe
der Schraube 65 und der Mutter 66 festklemmbar ist. Wenn sich dieser Abstand ändert,
kann somit ohne weiteres ein anderes Distanzstück 67 eingesetzt werden.
Diese
Beispiele zeigen, daß die Verspannung noch mannigfaltig variiert werden kann.