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Elektrische Uberwachungseinrichtung für chemische Reinigungsanlagen
für Textilien, Rauchwaren od. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische
Überwachungseinrichtung für Kleiderreinigungsanlagen, um bei Störungen, teils durch
Verstopfung, von Rohrleitungen, teils durch Störungen in der Destillationsblase,
das Niveau in der Destillierblase einzuhalten und den Antrieb der Förderpumpen für
das verbrauchte schmutzige Lösungsmittel bzw. der Pumpe für reines Lösungsmittel
zu unterbrechen. Bei derartigen Kleiderreinigungsanlagen wird das als Lösungsmittel
dienende Per- oder Trichloräthylen unter Zwischenschaltung eines Nadelfängers über
eine Pumpe einem Filter zugeführt und gelangt von diesem wieder in die Wasch- bzw.
Reinigungstrommel.
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Es ist schon vorgeschlagen worden, das schmutzige Lösungsmittel aus
der Reinigungstrommel einem Vorwärmer zuzuführen, ehe es in die Destillierblase
gelangt und dabei zum Aufheizen des Vorwärmers das in der Destillierblase vergaste
Lösungsmittel zu benutzen, so daß das schmutzige flüssige Lösungsmittel wieder hoch
erwärmt in die Destillierblase gelangt. Dadurch ist es möglich, derartige Anlagen
ohne besondere Filter zu verwenden.
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Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, bei den technisch einfachen
chemischen Reinigungsanlagen, bei denen eine Wiederverwendung des gereinigten Lösungsmittels
im Umlauf stattfindet und das schmutzige Lösungsmittel über einen Wärmeaustauscher
vorerhitzt wird, eine elektrische Überwachung der Vorrichtung zu schaffen, um bei
irgendwelchen Störungen im Betrieb entweder die Förderpumpen vom Schmutztank oder
vom Reintank oder die ganze Anlage abzustellen.
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Die Erfindung besteht darin, daß sowohl an die Destillierblase als
auch an einen zwischen Wasserabscheider und Sammelbehälter für reines Lösungsmittel
vorgesehenen Zwischenvorbehälter elektrische Kontrollmittel angeschlossen sind,
welche das Niveau in der Destillierblase einhalten und bei teilweiser oder
völliger Unterbrechung des Destilliervorganges die Förderpumpe des Schmutztanks
abschalten.
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Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht darin, daß in der Destillierblase
ein Schwimmer vorgesehen ist, der elektrische, insbesondere durch Fotozelle betätigbare
Schalter beeinflußt, durch die die Förderpumpe des Schmutztanks auf elektrischem
Wege ein- oder abschaltbar ist.
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Besonders vorteilhaft ist, daß der Zwischenvorbehälter mit Überlauf
und mit durch Schwimmer beeinflußbaren elektrischen Kontaktmitteln zum Ein-oder
Abschalten der Förderpumpe des Sammelbehälters bei Störungen im Zulauf von reinem
Lösungsmittel zum Sammelbehälter oder zwecks völliger Unterbrechung des elektrischen
Antriebes versehen ist.
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In der Zeichnung ist rein schematisch ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Kleiderreinigungsanlage gezeigt.
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Oberhalb der in bekannter Weise ausgebildeten, mit feststehendem Außengehäuse
und umlaufender Reinigungstrommel 10 versehenen Waschmaschine, deren Trommel beispielsweise
reversibel angetrieben wird, sind zwei Tanks, und zwar der Vorwaschtank I und der
Reintank II, angeordnet, die unter Zwischenschaltung von Absperrmitteln 11, 12 mit
der Waschtrommel durch Rohrleitungen 13, 14 verbunden sind. An die Waschtrommel
10 kann in bekannter Weise eine Schleuder- und Trockenvorrichtung angeschlossen
sein (wie skizziert).
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Unterhalb der Waschtrommel sind ebenfalls zwei Tanks, und zwar der
Schmutztank III und der Nachspültank IV, vorgesehen, die durch Rohrleitungen 15,
16 unter Zwischenschaltung von Absperrmitteln 17, 18 mit der Waschtrommel in Verbindung
stehen.
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Ferner ist eine Destillierblase 19 vorgesehen, die mitttels einer
Rohrleitung 20 zum Abführen des hocherhitzten, vergasten Lösungsmittels an Wärmeaustauschmitteln
21, beispielsweise Rieselplatten eines Wärmeaustauschbehälters 22, angeschlossen
sind. Dieser Wärmeaustauschbehälter steht durch die Leitung 23 über Pumpe 24 mit
dem Schmutztank III in Verbindung.
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Die Destillierblase ist in bekannter Weise mit beispielsweise Schmutzkästen
19a zum Entfernen des niederzeschlagenen Schmutzes versehen.
Das
schmutzige Lösungsmittel, das über die Leitung 23 in den Wärmeaustauschbehälter
22 gelangt, wird .mittelas des ihocherhitzen Gases, das etwa eine `eerriperatür
vtin "118° C besitzt, erhitzt. Es gelangt etwa mit einer Temperatur von 30 bis 40°
C vom Schmutztank III über die Rohrleitung 23 in den W ärmeaustauscher 22 und wird
hier bereits auf etwa 110° C erwärmt, um dann in der Leitung 25 zur Destillierblase
19 abgeführt zu werden.
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Das in dem Nachspültank IV vorhandene Spüllösungsmittel wird über
die Pumpe 26 und die Leitung 27 dem Vorwaschtank I zugeführt.
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Das in den Wärmeaustauscher 22 eingeführte hocherhitzte Gas wird bereits
zwischen den Wärmeaustauschplatten 21 vorkondensiert und gelangt von hier in die
Wärmeaustauschplatten 28 eines Nachkühlers 29, der beispielsweise mit Wasser gekühlt
wird, das durch die Leitungen 29 a, 29 b ein- und abgeführt wird.
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Das gereinigte, flüssige Lösungsmittel gelangt vom Ablaufstutzen 30
in einen Wasserabscheider 31, der mit einem Überlauf 31 a zum Ablauf des leichteren
Wassers versehen ist.
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Für das vom Wasser gereinigte Lösungsmittel ist ein siphonartiger
Überlauf 32 vorgesehen, durch den das Lösungsmittel in einen kleinen Vorbehälter
33 von dem eigentlichen Sammelbehälter 34 für reines Lösungsmittel zugeführt wird.
Dieser Vorbehälter ist mit einem geringen Durchmesser besitzenden Ablaufrohr 35
und einem Überlaufrohr 36 versehen. Von dem Sammelbehälter 34 wird mittels einer
Tauchpumpe 37 das reine Lösungsmittel über die Leitung 38 zum Renntank II geführt.
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In dem Vorbehälter 33 ist ein Schwimmer 33 a vorgesehen, der ein elektrisches
Kontaktmittel 39 betätigt, das entweder am Kontakt 40 oder am Kontakt 41 anliegt.
Am Kontakt 40 ist die Leitung 42 zum Antriebsmotor der Tauchpumpe 37 angeschlossen.
Der andere Anschluß 43 geht zur Minusleitung. Der Kontakthebel 39 ist über die Leitung
44 an die Plusleitung angeschlossen.
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In der Destillierblase 19 ist ein Schwimmer 45 vorgesehen, dessen
Stange 46 mit ihrem Oberteil 46a den Lichtstrahl einer Lampe 47 zu einer Fotozelle
48 unterbricht. Der Schwimmer 45 dient der @Tiveauregelung des Lösungsmittels in
der Destillierblase 19, die beispielsweise durch Heizvorrichtung 19b erhitzt wird.
An die Fotozelle 48 sind die elektrischen Leitungen 49, 50 angeschlossen, die zur
elektrisch angetriebenen Schmutztankpumpe 24 bzw. Plusleitung führen.
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In bekannter Weise kann der Waschtrommel bzw. dem Waschbad Seife,
beispielsweise über einen Trichter 51, zugesetzt werden. Die Umschaltmittel 11,
12, 17, 18 können zweckmäßigerweise automatisch von einer Programmsteuerung aus
taktweise geschaltet werden.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Das schmutzige Lösungsmittel, gleichgültig
ob es zum Vorwaschen diente oder ob es sich dabei um ein Seifenbad handelte, wird
über die Pumpe 24 und die Leitung 23 in den Wärmeaustauscher 22 gefördert, wird
hier durch das hocherhitzte, neu vergaste Lösungsmittel über die Leitung 20 hoch
erhitzt und dann über die Leitung 25 der Destillierblase 19 zugeführt, wo es durch
eine neue Vergasung filterlos gereinigt wird.
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In gewissen Zeitabständen wird der abgesetzte Schmutz aus der Destillierblase
entfernt.
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Das Reinigungsverfahren wird beispielsweise folgendermaßen durchgeführt:
4 Minuten lang Vorwaschung durch Zuführen des im Vorwaschtank I gesammelten Lösungsmittels;
1 Minute lang Schleudern; 8 Minuten lang Waschen unter Zusatz von Seife mit dem
Lösungsmittel; 1 Minute lang Nachspülen mit frischem Lösungsmittel vom Renntank
II, das dann zum Nachspültank IV abgeführt wird; 3 Minuten lang Trockenschleudern;
15 Minuten lang Trocknen, wobei eine Rückgewinnung des noch in der Ware vorhandenen
Lösungsmittels erzielt wird; 2 Minuten lang Ausblasen und Lüften zwecks Beseitigung
des letzten Geruchs.
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Dadurch, daß sowohl an die Destillierblase 19 als auch an den zwischen
Wasserabscheider 31 und Sammelbehälter 34 für reines Lösungsmittel vorgesehenen
Zwischenvorbehälter 33 elektrische Kontrollmittel angeschlossen sind, wird folgendes
erreicht: Zunächst wird in der Destillierblase durch den Schwimmer 45 und die Unterbrechungsmittel
für den auf die Fotozelle 48 einwirkenden Lichtstrahl das Niveau eingehalten. Wird
nämlich der Lichtstrahl unterbrochen, weil zuviel Lönsungsmittel in der Destillierblase
19 vorhanden ist, so wird die Pumpe 24 für das schmutzige Lösungsmittel auf elektrischem
Wege abgestellt; die Einstellung des Schwimmers kann regelbar sein. Es wird also
bei teilweiser oder völliger Unterbrechung des Destilliervorganges die Förderpumpe
des Schmutztanks III automatisch abgeschaltet. Andererseits wird bei Störungen in
der Förderung von reinem Lösungsmittel, beispielsweise Verstopfung in den Leitungen
od. dgl., so daß also beispielsweise zu wenig Lösungsmittel im Vorbehälter 33 vorhanden
ist, mittels der elektrischen Kontaktmittel 33 ca, 39 die Förderpumpe 37 des Sammelbehälters
34 abgeschaltet. Gleichzeitig wird - wie an sich bekannt - über eine Signalleitung
52 ein optisches oder akustisches Signal 53 bei Umstellung des Schalthebels 39 über
den Kontakt 41 eingeschaltet, so daß das Bedienungspersonal über Störungen in der
Anlage unterrichtet ist.
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Es ist möglich, auch die Pumpe 26 und den Antriebsmotor der Waschtrommel
10 in den elektrischen Stromkreis einzuschalten, so daß also bei Störungen auch
die Pumpe vom Nachspültank IV zur Förderung des Nachspüllösungsmittels zum Vorwaschtank
I und der Antrieb der Waschtrommel abgestellt wird.