DE1075774B - Druckempfindliches Klebeband mit Polyvinylchloridträger und Grundierschicht - Google Patents
Druckempfindliches Klebeband mit Polyvinylchloridträger und GrundierschichtInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf druckempfindliche Klebebänder'mit einer normalerweise klebrigen und
druckempfindlichen. ,Klebstoffschicht, die fest verhaftend
an eine dünne, zähe,- stärke und biegsame Polyvinylfilmgrundlage oder Rückseitenteil gebunden
ist, und insbesondere auf Unterüberzüge (Zwischenüberzüge) oder Grundierschichten, die die gewünschte
Bindung zwischen der Unterlage und der Klebstoffschicht schaffen.
Ein leicht weichgemachter oder nicht weichgemachter Polyvinylchloridfilm ist bereits in einer
Dicke von 0,03 bis 0,04 mm in den Handel gekommen. Er ist stark und biegsam und kann unter hoher Belastung
gestreckt und deformiert werden. Aber unter normalem Ziehen von Hand streckt er sich nicht
mehr als ein Film aus regenerierter Cellulose (»Zellglas«) gleicher Dicke. Hinsichtlich seiner glatten,
dichten Oberfläche gleicht der Film dem Zellglase, darin aber nicht, daß er hydrophob und nicht hydrophil
ist. Demzufolge wurde festgestellt, daß frühere Klebstoff grundierungen auf Basis von hydrophilen
kolloidalen Klebmitteln, die hochwirksam im Binden von druckempfindlichen Kautschuk-Harz-Klebstoffen
an Zellglas sind, für. diese Polyvinalchloridunterlagen unzulänglich sind. .
Gewissen Kautschuk-Harz-Zusammensetzungen lagern
nach Feststellung festgebundene Oberflächenüberzüge auf nicht weichgemachten Polyvinylchloridfilmen
ab. Ein hervorstechendes Beispiel einer derartigen Zusammensetzung besteht im wesentlichen aus
einem Gemisch von kautschukartigem Butadien-Acrylnitril-Mischpolymerisat
(wie z. B. das handelsübliche Kunstkautschukprodukt »Hycar OR-25«) mit etwa
dem halben Gewicht an reinem thermoplastischem Kohlenwasserstoffterpenharz mit der Säurezahl Null
und einem Schmp. bei 115° C (wie z.B. das handelsübliche
»Piccolyte S-115«), das aus einer Lösung in
geeigneten organischen Lösungsmitteln (Lösern) aufgetragen wird. Obgleich derartigeÜberzüge fest an dem
Polyvinylchloridfilm haften, wurde doch festgestellt, daß über ihnen aufgetragene Überzüge eines druckempfindlichen
Klebstoffes sich leicht entfernen lassen, z. B. bei schnellem Abwickeln des überzogenen
Streifens von der Rollenform, in der ein druckempfindliches Klebeband normalerweise im Handel angeboten
wird.
Auch wurden früher Versuche unternommen, mit solchen» Hycare-sPiccolyteÄ-Zusammensetzungen eine
Anteilmenge von irgendeiner weiteren Komponente, die, während sie festgebunden oder eingebettet in
der trockenen und nichtklebrigen Schicht vom Polymerisat und Harz bleibt, noch eine freiliegende Oberflächenschicht
darstellt, mit der der druckempfindliche Klebstoff ausreichend verbunden ist. Kautschuk-
Druckempfindliches Klebeband
mit Poiyvinyichloridträger
und Grundierschicht
Anmelder:
Minnesota Mining and Manufacturing
Minnesota Mining and Manufacturing
Company,
St. Paul, Minn. (V. St; A.)
St. Paul, Minn. (V. St; A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K, Grentzenberg,
München 27, Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
München 27, Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. V.Amerika vom 11. April 1958 '
V. St. V.Amerika vom 11. April 1958 '
Harold Josepä Revoir, St. Paul, Minn. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
artiges Butadien-Styrol-Polymerisat '(bekannt als
»GR-Se-Kau'tschuk) ist eine·Komponente vieler drucke
empfindlicher Klebstoffe und scheint, für solche Zwecke ein wirksamer Zusatzstoff zu sein. Aus Prü*
fungen hat sich- aber ergeben, daß die Zugabe von »GR - S « - Kautschuk zu »Hycar« - »Piccolyte.« -Überzugsmassezusammensetzungen zu einem Material·
führt, das darin versagt, entweder einen anschließend..
aufgebrachten druckempfindlichen Klebstoff zurück^ zuhalten oder selbst eine festverklebende Bindung am
Polyvinylchloridfilm zu geben, so daß das überzogene Produkt als druckempfindliches Klebeband untauglich ist.
Die Erfindung behebt diese und andere Schwierigkeiten und Mängel und ermöglicht die Herstellung
eines druckempfindlichen Klebebandes, bei dem ein in Wasser unlöslicher, · druckempfindlicher Klebstoffüberzug
festverklebend an einer starken und zähen,
biegsamen, nicht weiehgemachten Polyvinylfilmgrund-r
oder Unterlage gebunden ist. Als Grundierschicht wird hierbei erfindungsgemäß eine Mischung verwendet,
die (a) aus etwa 25 bis 70 Gewichtsteile eines kautschukartigen Terpolymerisates von etwa
5 bis 20% Acrylnitril mit entsprechend 95 bis 80% Butadien und Styrol im annähernden Gewichtsverhältnis
von 1 :1 bis 8 :1 und aus (b) entsprechend 75 bis 30 Teilen eines kautschukartigen Mischpolymerisates
von Butadien und Styrol besteht. Das
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Banderzeugnis kann in Rollenform aufgewickelt, fläche eines Streifens von einem dünnen und unlange
Zeit hindurch unter drastischen Lagerungs- und plastizierten Polyvinylchloridfilm bei praktisch mini-Prüfungsbedingungen
gehalten und anschließend von malern Gewicht, das für das vollkommene und gleichder
Rolle ohne Klebverschiebung oder Abhebung abge- mäßige Bedenken notwendig ist, aufgebracht; dann
wickelt werden. In gleicher Weise kann man es an viele 5 wird der Überzug bei mäßig erhöhter Temperatur
verschiedene Oberflächen, wie z. B. an Glas, Metall getrocknet. Darauf bringt man einen Überzug von
und an gestrichenes oder emailliertes Holz oder Me- einem normalerweise klebrigen druckempfindlichen
tall kleben und von dort ohne irgendwelche Ver- Klebstoff, der im wesentlichen aus 100 Teilen Naturschiebung
des Klebstoffes zur darunterliegenden kautschukund 75 Teilen von» Piccolite S-115«· Terpen-Oberfläche
durch Abziehen oder Abstreifen wieder io Harz besteht und aus einer Lösung in Heptan aufentfernen.
Man kann auch zwei Streifen des Bandes gebracht wird; diese Überzugsschicht wird ebenso geunter Klebstoff-zu-Klebstoff-Berührung, wie dies ge- trocknet. Der fertige Streifen wird in die gewünschten
legentlich beim Handhabend solcher Banderzeugnisse Breiten geschnitten und auf geeigneten Kernen zwecks
auftritt, zusammenhaften und anschließend ohne Ab- Herstellung von Rollen eines druckempfindlichen
hebung oder Verschiebung irgendeiner Klebstoff- 15 Klebebandes aufgewickelt. Dieses kann man von der
schicht voneinander abstreifen. Diese Ergebnisse er- Rolle abwickeln und die Streifen vom Klebstoff-Klebzielt
man nach den grundlegenden Verfahren nach stoff-Kontakt ohne Klebstoffverschiebung oder -abder
Erfindung mit hochklebgierigen wie auch mit hebung abtrennen. Gegenüber einer aus poliertem
weniger klebgierigen druckempfindlichen Klebstoffen. Stahl bestehenden Prüfwandplatte betrug der Adhä-Banderzeugnisse
wurden so z.B. aus einem 0,03mm 20 sionsweft (Verklebungswert) bis zu 1140 g je
dicken, nicht weichgemachten Polyvinylchloridfilm, 12,7 mm Breite,
der mit druckempfindlichen, klebgierigen und zäh- Beisoiel 2
klebrigem Kautschuk-Harz-Klebstoff überzogen ist
der mit druckempfindlichen, klebgierigen und zäh- Beisoiel 2
klebrigem Kautschuk-Harz-Klebstoff überzogen ist
und der, wenn er in klebender Berührung an einer Hier wurde die Grundiermasse aus 53 Teilen des
sauberen, aus poliertem Stahl bestehenden Wandplatte 35 Terpolymerisates von Beispiel 1 und 47 Teilen vom
angedrückt wurde, eine Abzieh-Kraftanwendung oder »GR-S-Kautschuk-Nr. 101 !«-Polymerisat, kombiniert
einen »Adhäsionswert« von 1140 g je 12,70 mm Band- in einem Lösungsmittelgemisch wie-im Beispiel 1, je-
breite zeigte; und doch konnte man das Band ohne doch ohne klebrigmachendes Harz, zubereitet. Sie
jegliche Spur einer Klebstoffzurücklassung am Metall wurde auf einen Polyvinylchloridfilm in geringster
entfernen. Die eindrucksvolle Bindung von druck- 30 Dicke aufgetragen und getrocknet; ein Überzug von
empfindlichen Klebstoffüberzügen derartig hoher Kleb- einer druckempfindlichen Klebstoffmasse wurde auf-
gierigkeit oder Klebekraft an unplastizierten Poly- gebracht und die Trocknung wie im Beispiel 1 vorge-
vinylchloridfilmen wurde, soweit bekannt, früher nicht nommen. Das entstandene-Banderzeugnis hatte gegen-
zuwege gebracht. über Stahl einen Adhäsionswert von 800 bis 900 g je
Die spezifischen erläuternden Mittel zur Erzielung 35 12,7 mm Breite. Der Klebstoff verbleibt festhaftend
dieser einzigartigen und höchst nützlichen Ergebnisse durch die dazwischenliegende gebunden an der Rückwerden
nun an typischen Beispielen erläutert, die Seitenunterlage während der Bandabwicklung von
aber nicht den Bereich der Erfindung hinsichtlich seiner Rollenform, des Abziehens des Bandes von der
äquivalenter Ausführungsarten begrenzen sollen. Stahloberfläche und der Abtrennung des Bandes vom
40 Klebstoff-Klebstoff-Kontakt mit sich selbst.
Beispiel 1 Man kann bis zu etwa 200 Teile des Terpenharzes
Ein Terpolymerisat wird in wäßriger Emulsions- von Beispiel 1 mit'den dort angegebenen Mengen an
form durch herkömmliches Emulsionspolymerisations- Terpolymerisat und Mischpolymerisat benutzen; geverfahren
aus 72 Gewichtsteilen Butadien, 18 Gewichts- wohnlich führt die Zugabe solcher Materialien zu
teilen Styrol und 10 Teilen Acrylnitril hergestellt. 45 einem wirtschaftlichen Vorteil. Man kann aber auch
Methylisobutylketon wird zur Emulsion gegeben und wie im Beispiel 2 das Terpenharz weglassen.
löst das Polymerisat. Die Lösung wird von dem Bei übermäßigen, wie z. B. mehr als etwa 200Teilen wäßrigen Rückstand durch Zentrifugieren abgetrennt. vom Terpenharz im Ansatz von Beispiel 1 wird das Bei einer Polymerkonzentration von 12,5% hat die Vermögen der Grundierungsschicht zum Anhaften am Lösung bei Raumtemperatur eine Brookfield-Viskosi- 50 Polyvinylchloridfilm vermindert. So verlegten sich tat von etwa 400. Nach Abdampfung des Lösungs- z. B. bei 300 Teilen Terpenharz der Klebstoff und die mittels verbleibt ein etwas klebriger, kautschuk- Grundierung vollkommen von einem Segment des artiger Polymerisatrückstand. überzogenen Films zu einem anderen gleichen Segment,
löst das Polymerisat. Die Lösung wird von dem Bei übermäßigen, wie z. B. mehr als etwa 200Teilen wäßrigen Rückstand durch Zentrifugieren abgetrennt. vom Terpenharz im Ansatz von Beispiel 1 wird das Bei einer Polymerkonzentration von 12,5% hat die Vermögen der Grundierungsschicht zum Anhaften am Lösung bei Raumtemperatur eine Brookfield-Viskosi- 50 Polyvinylchloridfilm vermindert. So verlegten sich tat von etwa 400. Nach Abdampfung des Lösungs- z. B. bei 300 Teilen Terpenharz der Klebstoff und die mittels verbleibt ein etwas klebriger, kautschuk- Grundierung vollkommen von einem Segment des artiger Polymerisatrückstand. überzogenen Films zu einem anderen gleichen Segment,
In einen geeigneten Kneter werden 410 Teile das Klebstoff an Klebstoff dazu gelegt war, und
Heptan und 4,1 Teile Äthylalkohol und hinreichend 55 streiften sich ab.
Terpolymerisatlösung eingebracht, um 53 Teile des τ>
· · ι ■?
Polymerisates zu beschaffen. Dann gibt man 50 Teile ei ^16
von frisch zerkleinertem »Piccolyte S-115«-Terpen- Ein Terpolymerisat wurde in Emulsionsform aus
Harz, 47 Teile eines kautschukartigen Butadien- Butadien, Styrol und Acrylnitril wie im Beispiel 1,
Styrol-Mischpolymerisates (ein Mispolymerisat aus 60 jedoch bei einem Verhältnis 80:10:10 zubereitet,
annähernd 75 Teilen Butadien und 25 Teilen Styrol, Das Polymerisat wird in Lösungsform gewonnen und
handelsgängig als »GR-S No. 1011« bekannt) und mit kautschukartigem Butadien-Styrol-Polymerisat
250 Teile Methylisobutylketon hinzu. Der »GR-S-«- (»GR-S Nr. 1011«) und einem verträglichen Klebrig-
Kautschuk wird zuerst auf einer Kautschukmühle macher-Terpenharz (»Piccolite S-115«) im Verhältnis
leicht gemahlen und dann in Form kleiner Stücke 6g 53 :47 :50 vermischt. Die Lösung trägt man auf einen
zwecks schnellem Lösen zugefügt. Das Gemisch wird dünnen Polyvinylchloridfilm als Grundierschicht auf
so lange durchgeknetet, bis es glatt und frei von und überzieht diese dann mit einer Schicht von einem
Klumpen ist. Dann ist es fertig zum Gebrauch. druckempfindlichen Klebstoff wie ganz nach Bei-
Das Grundiergemisch wird, vorzugsweise mit Hilfe spiel 1. Das entstandene druckempfindliche Klebeband
von Auftragswalzen auf eine überwiegende Ober- 70 wird in Rollenform aufgewickelt, davon wieder abge-
10
wickelt, an verschiedene Oberflächen angeklebt und wieder von ihnen entfernt und vom Klebstoff-Klebstoff-Kontakt
wieder ohne Abhebung des Klebstoffes gewonnen.
Man erhält eine noch stärkere Bindung zwischen dem Polyvinylchloridfilm und dem druckempfindlichen
Klebstoff durch Erhöhung der Anteilmenge vom Terpolymerisat im oben angegebenen Ansatz auf 60 Teile,
während man den Mischpolymerisatanteil auf 40 Teile verringert.
Hier wurden für die Zubereitung des Terpolymerisates Anteilmengen von 45 Teilen Butadien, 45 Teilen
Styrol und 10 Teilen Acrylnitril benutzt. Gut brauchbare Bindungen erhielt man mit 40 Teilen dieses Terpolymerisates
in Kombination mit 60 Teilen »GR-S« und 50 Teilen Terpenharz, eine noch wirksamere Bindung
durch Erhöhung des Terpolymerisates auf 53 Teile und entsprechender Verringerung des »R-S«
auf 47 Teile.
»GR-S Nr. 1011« ist ein bevorzugtes Beispiel von in dem Gemisch von Heptan und Methylisobutylketon
löslichen Butadien-Styrol-Mischpolymerisaten. Zweckdienlich sind aber auch andere äquivalente lösliche
kautschukartige Mischpolymerisate von Butadien und Styrol oder äquivalente Monomere und fallen daher
mit in den Erfindungsbereich.
Mit Erfolg kann man die Verhältnisse von Terpolymerisat und »GR-S «-Mischpolymerisat zwischen den
annähernden Grenzen von 25 :75 und 70 :30 variieren.
Bei weniger als 25 Teilen Terpolymerisat übertragen sich häufig die Grundierung und der Klebstoff, wenn
das Band schnell in Rollenform abgewickelt wird, oder noch mehr, wenn man Segmente von der Klebstoff-Klebstoff-Berührung
abtrennt, wie bei übermäßigen Mengen vom Terpenharz. Über etwa 70 Teile Terpolymerisat wirkt die Grundiefüberzugsschicht
nicht mehr so im Zurückhalten der Schicht vom druckempfindlichen Klebstoff. Bei nicht weichgemachtem
Polyvinylchloridfüm, druckempfindlichem Klebstoff, Butadien-Styrol-Acrylnitril-Terpolymerisat und Butadien-Styrol-Mischpolymerisat,
wie sie alle in den obigen einzelnen Beispielen angegeben wurden, hält man sich vorzugsweise an Terpolymerisat-Mischpolymerisat-Verhältnisse
im Bereich von 33 :67 bis 60 :40 Gewichtsteile. Bei einem besonders gut brauchbaren
Ansatz benutzt man 53 Teile Terpolymerisat, 47 Teile Mischpolymerisat und 50 Teile Terpenharz,
wie im Beispiel! beschrieben.
Das Terpolymerisat stellt man vorzugsweise durch Emulsionspolymerisation her und überführt es dann
zu einer Lösung in einem Lösungsmittel ohne Zwischentrocknung wie im Beispiel 1. Eine 10- bis 12°/oige Lösung
in Methylisobutylketon oder in einem anderen, praktisch wasserunlöslichen, flüchtigen Ketonlösungsmittel
wurde als zweckdienlich ermittelt. Geringe Spurenmengen von Wasser können in der Lösung ohne
merklichen Einfluß auf das entstandene Produkt verbleiben.
Das Material kann man noch weiter durch Waschen reinigen, um alle aus der Polymerisationsvorschrift
zurückbleibenden wasserlöslichen Rückstände zu entfernen.
Terpolymerisate von Butadien, Styrol und Acrylnitril in annähernden Anteilmengen von 7:2:1 führen zu
hervorragenden Ergebnissen in den Grundiermassen nach der Erfindung und werden bevorzugt. Aus den
besonderen Beispielen geht hervor, daß die Verhältnisse von Butadien und Styrol innerhalb annähernder
Grenzen von 1:1 bis 8:1 variieren können, während eine etwa lOVoige Konzentration von Acrylnitril gehalten wird. Die Acrylnitrilmenge kann auch variiert
werden, jeoch bis zu einem viel geringeren Ausmaße. Es sind mindestens 5% erforderlich, um einen zweckdienlich
hohen Verankerungsgrad des Grundierüberzuges am Polyvinylchloridfilm zu erzielen. Über etwa
20% Acrylnitril führten nach Feststellung zu einem schwierigen Verarbeiten des Terpolymerisates. Dementsprechend
beschränkt man vorzugsweise die Acrylnitrilmenge auf etwa 5 bis 20% von den Gesamtmonomeren.
Mit annähernd 10% erzielt man die besten Gesamtergebnisse sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit
des Verhaltens der Grundierung als auch bezüglich leichter Verarbeitung.
Der im Beispiel 1 angegebene besondere, druckempfindliche Klebstoff hat einen hohen Adhäsionswert
und ist klebgierig. Die mit ihm überzogenen Banderzeugnisse haften ganz fest an vielen Oberflächen bei
bloßer Berührung oder nach leichtem Andrücken mit der Fingerspitze. Auch wurden als nützlich andere
druckempfindliche Klebebandklebstoffe mit gleich hochklebgierigen Eigenschaften wie auch andere mit
im wesentlichen geringer Klebrigkeit oder Haftfähigkeit ermittelt. Ein Beispiel ist ein homogenes Gemisch
von 50 Teilen Kautschuk, 50 Teilen »GR-S «-Kautschuk und 60 Teilen eines klebrigmachenden Pentaerythritolabietatharzes,
wie z. B. »Pentalyn A«. Ein anderes Beispiel ist Polyvinyl-n-butyl-äther in homogener
Mischung mit einer geringen Anteilmenge eines Terpenphenol-Klebrigmachers (handelsgängig »Newort
S«).
Obgleich das Butadien-Styrol-Acrylnitril-Terpolymerisat und das Butadien-Styrol-Mischpolymerisat in
ihrer Zusammensetzung ähnlich sind und obgleich keines von beiden selbst zur Schaffung irgendeines annähernd
gleichwertigen Grundierverhaltens ist, wurde hier gezeigt, daß Gemische beider Polymerisate in geeigneten
Anteilverhältnissen, und zwar mit oder ohne Zugabe eines Klebrigmachers, überraschenderweise
dazu imstande sind, eine festhaftende Bindung und ein vollwirksames Grundierverhalten zwischen deformationswiderstandsfähigen,
dünnen, biegsamen Polyvinylchloridfilmunterlagen und wasserunlöslichen druckempfindlichen Bandklebstoffen bei der Herstellung
von druckempfindlichen Klebebanderzeugnissen zu schaffen.
Claims (3)
1. Druckempfindliches Klebeband, das sich in Rollenform aufwickeln und bei normalem Gebrauch
abwickeln, sich Klebstoff an Klebstoff zusammendrücken und aus dieser Berührung ohne
Verschiebung oder Abhebung der Klebstoffschicht trennen läßt, wobei das Band im wesentlichen aus
einer dünnen, biegsamen und gegen Deformation widerstandsfähigen Polyvinylchloridfilmunterlage
und einem Überzug von einem druckempfindlichen Klebstoff, der an ihr durch eine zwischenbefindliche
dünne, ununterbrochene Klebstoffgrundierschicht auf Basis von Butadienmischpolymerisaten
festhaftend gebunden ist, besteht, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus (a) etwa 25 bis 70 Gewichtsteilen eines kautschukartigen Terpolymerisates von
etwa 5 bis 20% Acrylnitril mit entsprechenden 95 bis 80% Butadien und Styrol im annähernden
Gewichtsverhältnis von 1 :1 bis 8 :1 und aus (b) entsprechend 75 bis 30 Teilen eines kautschukartigen
Mischpolymerisates von Butadien und Styrol besteht.
2. Druckempfindliches Klebeband nach An-. Spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundierschicht
aus (a) etwa 33 Gewichtsteilen bis etwa 60 Gewichtsteilen-eines Terpolvmerisates von Butadien,
Styrol und Acrylnitril im annähernden Gewichtsverhältnis von etwa 7:2:1 und aus (b) entsprechend
67 bis ,etwa 40 Teilen eines kautschukartigen
Mischpolymerisates . von Butadien und Styrol besteht.
3. Druckempfindliches Klebeband nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grun-
dierschicht im wesentlichen aus 53 bis 60 Gewichtsteilen eines- Terpolymerisates von 72 Teilen Butadien, 18 Teilen Styrol und 10 Teilen Acrylnitril
und entsprechend aus 47 bis 40 Teilen eines kautschukartigen Mischpolymerisates von Butadien
und Styrol und 0 bis 200 Teilen eines Klebrigmacherharzes
besteht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 031 627, B 34293 IVa/22i (bekanntgemacht am 1. März 1956).
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 031 627, B 34293 IVa/22i (bekanntgemacht am 1. März 1956).
© 909 730/463 2.60
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| GB (1) | GB870574A (de) |
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