DE1074781B - Vorrichtung zum Erhitzen und Trennen von in Bewegung befindlichem Walzgut - Google Patents
Vorrichtung zum Erhitzen und Trennen von in Bewegung befindlichem WalzgutInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/02—Induction heating
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erhitzen und Trennen von in Bewegung befindlichem
Walzgut unter Verwendung von auf dieselbe Stelle des Walzgutes nacheinander einwirkenden Induktoren.
Es ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden,
das jedoch nicht zum Stand der Technik gehört, bei dem in ortsfest hintereinander angeordneten Induktionsspulen
gleichmäßig mit der Bewegung des Walzgutes in fortschreitendem Ausmaß ein Induktionsfeld
aufgebaut und wieder abgebaut wird, wobei die Induktionsfelder der einzelnen Spulen nacheinander
durch Schalten auf die gleiche Zone des sie durchlaufenden
Walzgutes zur Einwirkung gebracht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine besonders einfache und zweckmäßige Vorrichtung zum
Schneiden bzw. Trennen des Walzgutes zu schaffen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß die einzelnen Induktoren mit je einer auf der
Bahn einer kreisförmig bewegten Primärwicklung liegenden Sekundärwicklung verbunden sind und daß
die Primärwicklung ständig wechselstromerregt und durch Mittel zum Vorschub des Walzgutes in Drehung
versetzt wird, derart, daß ihre Drehgeschwindigkeit sich proportional zur Vorschubgeschwindigkeit des
Walzgutes durch die Induktoren verhält.
Besonders zweckmäßig ist die Anwendung des Erfmdungsgegenstandes
auf Metallrohrprofile, die in bestimmte Längen geschnitten werden sollen, wenn die
Rohre das die Vorarbeit und die Nachbearbeitung bewirkende Walzwerk oder irgendwie während oder
nach der Herstellung im Falle schweißnahtloser Rohre oder auch nach dem Schweißen das Walzwerk verlassen,
■ sofern diese Rohre aus Blech oder einem Metallband hergestellt werden. Da es bekannt ist, daß
derartige Metallrohre das Walzwerk mit einer relativ hohen Geschwindigkeit, beispielsweise 5 bis 6 m/Sek.,
verlassen, ist es erforderlich, die Schneidvorrichtung mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Rohr während
des Schneidens zu bewegen und danach schnell entgegen der Vorschubrichtung des Rohres für den
nächsten Schneidvorgang zurückzubringen. Alle diese Probleme werden mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
auf einwandfreie Art gelöst.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß die Sekundärwicklungen
je aus einer einzigen auf die Bahn der Primärwicklung ausgerichteten Windung bestehen,
derart, daß die Sekundärwicklungen in Kupplungsstellung zur Primärwicklung nacheinander der Mitte
nach ausgerichtet und in derselben Ebene Hegen.
Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch darin bestehen, daß die Induktoren nebst
ihren Sekundärwicklungen' in mindestens zwei je mit Vorrichtung zum Erhitzen und Trennen
von in Bewegung befindlichem Walzgut
von in Bewegung befindlichem Walzgut
Anmelder:
INNOCENTI
Societä Generale peEj'Industria
Metallurgica e Meccanicar
Mailand (Italien)
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Bohr, Dipl.-Ing. H. Bohr,
München 5, Müllerstr. 31,
und Dr.-Ing. H. Fincke, Berlin-Licttterfelde,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 22. Dezember 1955
Italien vom 22. Dezember 1955
Guido Zuppiroli, Mailand (Italien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einer Primärwicklung gekoppelten Gruppen unterteilt sind und die beiden Primärwicklungen nacheinander
angetrieben werden, so daß auf ein und dieselbe Stelle des Walzgutes zunächst die durch eine Primärwicklung
nacheinander gespeisten Induktoren und darauf die durch die zweite Primärwicklung nacheinander gespeisten
Induktoren einwirken.
Die Erfindung wird nunmehr mit Bezug auf die Zeichnung beispielsweise näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht, in der die erfindungsgemäße Vorrichtung schematisch dargestellt ist,
Fig. 2 einen Grundriß von Fig. 1,-Fig. 3 eine Endansicht von Fig. 1,
Fig. 4 eine Ansicht in schematischer Darstellung eines axialen Schnittes durch eine Ausführungsform für die Induktorenversorge- bzw. -speisevorrichtung, Fig. 5 eine Vorderansicht auf Fig. 4 und
Fig. 6 einen elektrischen Stromkreis einer abgewandelten Ausführungsform.
Fig. 2 einen Grundriß von Fig. 1,-Fig. 3 eine Endansicht von Fig. 1,
Fig. 4 eine Ansicht in schematischer Darstellung eines axialen Schnittes durch eine Ausführungsform für die Induktorenversorge- bzw. -speisevorrichtung, Fig. 5 eine Vorderansicht auf Fig. 4 und
Fig. 6 einen elektrischen Stromkreis einer abgewandelten Ausführungsform.
909 728/451
Der Ausdruck »Induktor« ist im nachfolgenden verwendet worden, um jede Art einer bekannten elektrischen
Vorrichtung zu bezeichnen, die in der Lage ist, auf ein Material zu dessen Erhitzung ohne Berührung
mit letzterem einzuwirken.
Der Induktor kann deshalb eine Spule aufweisen, welche durch Wechselstrom zur Erhitzung ferromagnetischen
Materials oder noch allgemeiner eines metallischen Materials erregt wird. Wenn ferromagnetische
Materialien verwendet werden, wird die Erhitzung, wie an sich bekannt, durch eine magnetische
Hysterese und induzierten Strom durchgeführt. Wenn kein ferromagnetisches Material verwendet
wird, wird die Erhitzung lediglich durch Strominduzierung bewirkt.
Zur Erhitzung nichtmetallischen Materials kann der Induktor zwei Armaturen eines Kondensators, zwischen
denen das Profil hindurchgeführt wird, aufweisen; in diesem Falle wird der Erhitzung durch
Verschiebung oder dielektrische Ströme in dem Material bewirkt, welche als Dielektrikum für; den Kondensator
arbeiten.
Die Erfindung wird nunmehr unter Bezugnahme auf das Erhitzen und Schneiden von Eisenrohren beschrieben,
obgleich bemerkt werden muß, daß sie gleichfalls in Verbindung mit der Erhitzung und dem Schneiden
von nichtferromagnetischen Metallen und anderen Materialien jeder gewünschten Form verwendet werden
kann.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung wird zwisehen Walzen 1 eines Walzwerks ein Eisenrohr 2 hergestellt.
Nach Verlassen des Walzwerks wird das Rohr durch ein Rohr aus feuerfestem Materials geleitet,
welches eine Anzahl von Induktoren 4 umgibt, wobei letztere durch Spulen gebildet werden, die
durch Wechselstrom erregt werden.
Das Rohr, welches die Induktoren 4 verlassen hat, wird durch ein weiteres Paar von Walzen 23 geleitet,
ohne daß es vorerst die letzteren berührt, wobei die Walzen 23 eine größere Umfangsgeschwindigkeit
haben als die gerade Vorschubgeschwindigkeit des Rohres.
Wenn der erhitzte Rohrteil den letzten Induktor verläßt, werden die Walzen 23 in engem Kontakt mit
dem Rohr gebracht und beschleunigen letzteres, wobei der dem erhitzten Teil vorangehende Abschnitt gezogen
wird und infolgedessen die Rohrabschnitte an beiden Seiten des erhitzten Teiles getrennt werden.
Die Induktoren werden nacheinanderfolgend erregt, beispielsweise mittels eines Generators 5, welcher
synchronisiert mit der Rohrvorschubvorrichtung angetrieben wird, wobei letztere aus den Walzen 1 des
Walzwerks selbst besteht; dadurch wird Strom den Induktoren zugeführt, so daß letztere nacheinander
auf den gleichen Rohrabschnitt konstant einwirken, um das hindurchgleitende Profil zu erhitzen.
Der Generator wird durch eine Welle 50 einer der Zylinder 1 des Walzwerks durch einen Satz von Zahnrädern
6 angetrieben, wobei das letzte Zahnrad mit dem gezahnten Rad 7 kämmt, welches auf der Welle 8
des Generators aufgekeilt ist.
Der Generator ist in schematischer Darstellung in Fig. 4 und 5 gezeigt.
Der Generator weist eine Primärwicklung 9 auf, deren Enden mit isolierten Ringen 11 verbunden sind.
Ein weiterer elektrischer Generator mit geeigneter Leistung und Frequenz speist Bürsten 12, die mit den
Ringen 11 zusammenarbeiten.
Die Primärwicklung 9 bewegt sich in einer Mehrzahl von Sekundärwicklungen 13, von denen jede einzelne
bei 14 geerdet und deren anderes Ende 15 mit einer der Spulen 4 verbunden ist. Das andere Ende
jeder Spule ist wiederum bei 16 geerdet.
Ein Ring aus Isoliermaterial 17 ist auf der Welle 8 des Generators angebracht und hat Leitungen 10, die
die Primärwicklung 9 und die Ringe 11 mit Strom versorgen. Wenn eine größere Anzahl von Spulen 4
und in entsprechender Weise auch Sekundärwicklungen 13 vorgesehen sind, kann es zweckmäßig sein,
statt eines einzigen Generators mehrere vorzusehen, um zu große Abmessungen der einzelnen Apparate zu
vermeiden. Diese Abwandlung ist in Fig. 6 gezeigt, wobei zwei Erregerwicklungen 9 a und 9 b für zwei
Generatoren angeordnet sind, welche Sekundärwicklungen 13 α und 13 b haben.
Die Primärwicklungen 9 a und 9 b werden durch einen Wechselstromgenerator 19 erregt, welcher an
jeweils einem Generator über ein Thyratron 20 angeschlossen ist.
Natürlich können andere Schaltvorrichtungen für die Generatoren 5 verwendet werden, wobei darauf
hingewiesen wird, daß das Schaltschema gemäß Fig. 6 nicht als Beschränkung aufzufassen ist.
Wenn die Frequenz des die Induktoren 4 erregenden Stromes sehr hoch ist, wird der Kondensator 21
parallel zu jeder der Primärwicklungen 9α, 9 & geschaltet.
Die Kondensatoren 21 und die Wicklungen 9a, 9 b dienen als wirksame Schwingungskreise.
Ein Zug auf den erhitzten Rohrabschnitt wird durch ein Walzenpaar 23 gemäß Fig. 1 ausgeübt; er kann
aber auch mit anderen Mitteln bewirkt werden.
Wenn die Induktoren 4 durch einen Hochfrequenzmotor beliefert werden, wobei der Generator intermittierend
in Übereinstimmung mit den Schneidperioden des Profils Strom erzeugt, wird erreicht, daß
momentan eine viel größere Kraft geliefert wird, als der Generator bei einer kontinuierlichen Arbeitsweise
liefern könnte.
Insbesondere kann ein Kondensator verwendet werden, der durch einen Gleichstromerzeuger aufgeladen
wird und durch Impulse auf den Anodenstromkreis (schwingende Trioden) entladen wird. Dann ist es
möglich, die normale Kraft des Hochfrequenzgenerators mit den besonderen Vorteilen bezüglich Kosten
und Betrieb zu vermindern.
Natürlich hängt die Anzahl der Induktoren oder Spulen 4 von der Größe des zu schneidenden Profils
ab, insbesondere von dessen Durchmesser und dem Maß des Eisenrohres.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Erhitzen und Trennen von in Bewegung befindlichem Walzgut unter Verwendung
von auf dieselbe Stelle des Walzgutes nacheinander einwirkenden Induktoren, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Induktoren (4) mit je einer auf der Bahn einer kreisförmig bewegten
Primärwicklung (9) liegenden Sekundärwicklung (13) verbunden sind und daß die Primärwicklung
ständig wechselstromerregt und durch Mittel (1) zum Vorschub des Walzgutes in Drehung versetzt
wird, derart, daß ihre Drehgeschwindigkeit sich proportional zur Vorschubgeschwindigkeit des
Walzgutes durch die Induktoren verhält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärwicklungen (13) je
aus einer einzigen, auf die Bahn der Primärwicklung (9, Fig. 4) ausgerichteten Windung bestehen,
derart, daß die Sekundärwicklungen in Kupplungs-
stellung zur Primärwicklung (9) nacheinander der Mitte nach ausgerichtet und in derselben Ebene
liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine größere Anzahl von Induktoren
(4) nebst ihren Sekundärwicklungen (13) in zwei je mit einer Primärwicklung gekoppelten
Gruppen unterteilt sind und die beiden Primärwicklungen nacheinander angetrieben werden, so
daß auf ein und dieselbe Stelle des Walzgutes zunächst die durch die eine Primärwicklung nacheinander
gespeisten Induktoren und darauf die durch die zweite Primärwicklung nacheinander gespeisten
Induktoren einwirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©909 728/451 1.60
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1074781B true DE1074781B (de) | 1960-02-04 |
Family
ID=598755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1074781D Pending DE1074781B (de) | Vorrichtung zum Erhitzen und Trennen von in Bewegung befindlichem Walzgut |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1074781B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1169053B (de) * | 1960-11-23 | 1964-04-30 | Continental Can Co | Verfahren und Vorrichtung zum Trennen geschweisster, durch Stege miteinander ver-bundener Dosenruempfe |
| DE1179315B (de) * | 1960-06-29 | 1964-10-08 | Ohio Crankshaft Co | Vorrichtung zum induktiven Erhitzen von langgestreckten Werkstuecken |
-
0
- DE DENDAT1074781D patent/DE1074781B/de active Pending
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| DE1179315B (de) * | 1960-06-29 | 1964-10-08 | Ohio Crankshaft Co | Vorrichtung zum induktiven Erhitzen von langgestreckten Werkstuecken |
| DE1169053B (de) * | 1960-11-23 | 1964-04-30 | Continental Can Co | Verfahren und Vorrichtung zum Trennen geschweisster, durch Stege miteinander ver-bundener Dosenruempfe |
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