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DE1074409B - Steuerung mit Hilfsmotor fur Flugzeuge - Google Patents

Steuerung mit Hilfsmotor fur Flugzeuge

Info

Publication number
DE1074409B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control
servomotor
auxiliary motor
plunger
piston
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1074409D
Other languages
English (en)
Inventor
E Zupanick und Lawrence A Schneck New York N Y Joseph (V St A)
Original Assignee
Sperry Rand Corporation N^w York N Y (V St A)
Publication date
Publication of DE1074409B publication Critical patent/DE1074409B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C13/00Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers
    • B64C13/24Transmitting means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

  • Steuerung mit Hilfsmotor für Flugzeuge Die Erfindung betrifft Steuereinrichtungen für Flugzeuge.
  • Insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, betrifft die Erfindung ein Selbststeuergerät und eine Handsteuerung mit Unterstützung durch einen Hilfsmotor.
  • Die rasche Zunahme der Geschwindigkeit der Flugzeuge haben das Problem unmittelbarer Handsteuerung des Flugzeugs über den vollständigen Flugbereich erschwert, da größere Steuerflächen-Drehmomente und Flatterprobleme auftreten. Zur Umformung der Kraft des Piloten auf eine zur Steuerung des Flugzeugs notwendige Höhe und zur Verringerung des Flatterproblems wird gewöhnlich ein Hilfsmotor, der die Form eines hydraulischen Servomotors haben kann, in die Steuereinrichtung eingebaut. Durch diese Hilfsmotoren würde das Problem gelöst, die menschliche Steuerkraft für die Steuerglieder des Flugzeugs ausreichend zu machen und das Flatterproblem wirksam zu unterdrücken. Wo die Steuereinrichtung außerdem eine selbsttätige Einrichtung oder ein Selbststeuergerät zur Einstellung der Steuerglieder des Flugzeugs durch den Hilfsmotor aufweist, wird durch die Einstellung eines Schalters im allgemeinen entweder die Handsteuerung oder die Selbststeuerung in Tätigkeit gesetzt. Dies ist in der USA.-Patentschrift 2 678 177 dargestellt und beschrieben. Bei dieser Offenbarung war es bei Einstellung des Schalters auf Selbststeuerung für den Piloten auch möglich, die Selbststeuerung dadurch zu überwinden, daß er dieselbe mit Hilfe eines biegsamen, zum Steuerknüppel zurückführenden Verbindungsgestänges überwältigte. Der Hauptzweck der Erfindung liegt in der Schaffung einer verbesserten Steuereinrichtung; bei welcher ein die Betriebsart bestimmender Schalter weggefallen ist und die Steuereinrichtung Eingangsgrößen vom Piloten und vom Selbststeuergerät gleichzeitig oder einzeln aufnimmt, ohne daß die biegsame rückführende Verbindung erforderlich ist, die nach der Lehre des- genannten Patentes benötigt wird.
  • Die Doppelsteuerung nach der Erfindung sieht ein mit mehreren Eingängen ausgestattetes Betätigungsglied für die Steuerfläche des Flugzeugs vor. Das Glied ist in der Lage, sowohl Signale eines elektrischen Selbststeuergerätes als auch die Steuerkraft aufzunehmen, die von der Hand des Piloten .durch den üblichen Steuerknüppel oder durch den von der Hand zu betätigenden Teil der Kombination ausgeführt wird.
  • Ferner betrifft die Erfindung eine Doppelsteuerung der beschriebenen Art, bei welcher die Wirksamkeit oder der Grad des Einflusses des Selbststeuergerätes entweder selbsttätig oder von Hand entsprechend dem Flugzustand des Flugzeugs eingestellt werden kann.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Flugzeugsteuereinrichtung, welche einen Hilfsmotor mit einem beweglichen Teil, der mit einem Steuerglied des Flugzeugs verbunden ist und ein Steuerorgan für den Hilfsmotor mit einem verstellbaren Teil enthält, in Abhängigkeit von -dessen Verstellung die Speisung des Hilfsmotors gesteuert wird und welche derart ausgebildet ist, daß der Hilfsmotor abgeschaltet wird, wenn der bewegliche Teil des Hilfsmotors um. einen zur Verstellung des verstellbaren Teiles proportionalen Betrag verstellt worden ist, damit eine weitere Verstellung der Steuerglieder unterbleibt, gekennzeichnet durch einen zweiten Servomotor mit einem verstellbaren Teil, welch letzterer mit dem verstellbaren Teil des Steuerorgans derart verbunden ist, daß er bei Erregung des zweiten Servomotors unter dem Einfluß eines Steuersignals den verstellbaren Teil des Steuerorgans um einen zu dem Steuersignal proportionalen Betrag verstellt, und durch eine Begrenzungsvorrichtung, welche das Ausmaß der Verstellung des verstellbaren Teils des zweiten Servomotors innerhalb vorbestimmter Grenzen beschränkt.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnung. In dieser zeigt Fig.1 schematisch die mechanischen und elektrischen Einzelteile- der mehrere Eingänge aufweisenden Flugzeughilfssteuereinrichtung nach der Erfindung und die Schaltung für die zugehörigen elektrischen Teile und Fig. 2 in vergrößertem, senkrechtem Schnitt die Steuerflächen-Betätigungsvorrichtung.
  • Wie die Zeichnung zeigt, sind die relativ festen Stellen des Rumpfes eines Flugzeugs, in dem die Steuereinrichtung nach der Erfindung untergebracht ist, bei 10 angedeutet. Das für das Flugzeug vorgesehene Steuerglied besteht aus einer Steuerfläche 11, z. B. dem Höhenruder des Flugzeugs. Wie abgebildet, ist die Steuerfläche 11 gelenkig an einem Teil des festen Rumpfes 10 des Flugzeugs gelagert. Die Fläche ist kraftschlüssig mit dem beweglichen Teil des Hilfsmotors der Steuereinrichtung verbunden. Der Hilfsmotor -ist allgemein mit 12 in Fig. 2 bezeichnet. Der bewegliche Teil 13 des Hilfsmotors 12 weist einen vorstehenden Arm 14 auf, der bei der dargestellten Ausbildung gelenkig mit einem gegenüber der Steuerfläche 11 festen Hebelarm 15 verbunden ist. Das Gehäuse 13 weist außerdem einen Zylinder für den Hilfsmotor 12 auf. Innerhalb des Zylinders ist der zugehörige Kolben 16 beweglich angeordnet. Ein Ende der Kolbenstange 17 des Hilfsmotors 12 ragt aus dem Gehäuse 13 heraus und ist gelenkig mit dem festen Rumpf 10 des Flugzeugs verbunden. Demgemäß wird durch eine Translationsbewegung des Hilfsmotorgehäuses 13 nach rechts (Fig. 2) gegenüber dem relativ festen Kolben 16 die Steuerfläche im Uhrzeigersinne geschwenkt und hierdurch eine Höhenruder-Abwärtssteuerung erzielt. Durch eine Bewegung des Hilfsmotorgehäuses 13 nach links in Fig. 2 gegenüber dem Kolben 16 wird entsprechend eine Schwenkung der Fläche oder des Höhenruders um dessen Schwenkachse entgegen dem Uhrzeigersinne und dadurch eine Höhenruder-Aufwärtssteuerung erzielt. Die Betätigungsvorrichtung für das Steuerglied wird demgemäß von dem Gehäuse des hydraulischen Hilfsmotors 12 gebildet.
  • Das Mittel zur Betätigung des in Fig. 2 dargestellten Hilfsmotors 12 besteht aus einem üblichen Kolbenschieberventil 18, das den Fluß von Druckflüssigkeit zu und von dem Zylinder des Motors 12 steuert. Eine Druckflüssigkeitsquelle, die in Fig. 1 als Ganzes mit 19 bezeichnet ist und eine übliche Auffangwanne und eine hydraulische Pumpe aufweisen kann, liefert Flüssigkeit unter Druck für den Motor durch eine Eingangsschlauehverbindung 20. Die Rückführleitung zur Flüssigkeitsquelle 19 besteht aus einer Ausgangsschlauchverbindung 21. Kupplungen sind am Gehäuse 13 des Motors zur Aufnahme der Enden der entsprechenden Schlauchverbindungen vorgesehen. Das Ventil 18 ist ein Schieberventil und bewegt sich in einem in dem Gehäuse 13 vorgesehenen Zylinder aus seiner in Fig. 2 dargestellten neutralen Stellung, in welcher die Kolben 22 und 24 die entsprechenden Ventilöffnungen zu den Kanälen 23 und 25 bedecken, in Richtung auf die gegenüberliegenden Enden des Zylinders des Servomotors. Bei der Bewegung des Schiebers des Ventils 18 nach rechts in Fig. 2, unter der Steuerung der Ventilstange 26, wird Hochdruckflüssigkeit aus der Quelle 19 und der Verbindung 20 in den Teil des Motorzylinders rechts vom Kolben 16 über einen Einlaßkanal 27, einen Verbindungskanal 28, den Raum des Ventilschiebers zwischen den Kolben 22 und 24 und einen Kanal 25 eingelassen. Gleichzeitig wird die Flüssigkeit links vom Kolben 16 im Motorzylinder mit der Flüssigkeitsquelle 19 durch den Ausgangsschlauch 21 über einen Kanal 23; den Raum des Ventilschiebers links vom Kolben 22, einen Ausgangskanal 29 und einen Verbindungskanal 30 verbunden. Das Gehäuse 13 des Hilfsmotors 12 wird demgemäß nach rechts gedrückt, so daß es der Bewegung des Ventils 18 folgt, bis die entsprechenden Kolben wieder die zu den Kanälen 23, 25 führenden Teile bedekken, wodurch das Ventil in einen neutralen Zustand zurückgebracht wird.
  • Durch die Nachführungsbewegung des Gehäuses wird das Erfordernis einer getrennten Rückführung für den Servomotor überflüssig. Wenn der Motor 12 wie beschrieben betätigt wird, treibt er die Steuerflache im Uhrzeigersinne um ihre Drehachse und erzeugt dadurch einen Zustand mit gesenktem Höhenruder. Bei einer Verschiebung des Kolbenschiebers des Ventils 18 nach links in Fig. 2 tritt der umgekehrte Vorgang ein. In diesem Falle wird Hochdruckflüssigkeit dem Teil des Motorzylinders links vom Kolben 16 durch den Kanal 23, den Raum des Ventils zwischen den Kolben 22 und 24, die Kanäle 28, 27 und die Eingangsschlauchverbindung 20 zugeführt. Gleichzeitig wird der Teil des Zylinders rechts vom Kolben 16 zur Ausgangsschlauchleitung 21 hin über den Kanal 25, den Teil des Ventilschiebers rechts vom Kolben 24, den Ausgangskanal 31 und den zu der genannten Verbindung führenden Kanal 30 geöffnet. Das Gehäuse 13 des Servomotors wird dem entsprechend nach links in Fig. 2 gedrückt, bis die entsprechenden Kolben 22 und 24 wiederum die zu den Zylinderkanälen 23 und 25 führenden Öffnungen bedecken, wodurch das Ventil in einen neutralen Zustand zurückgebracht wird. Die Bewegung des Gehäuses 13 folgt wieder der Einleitungsbewegung der Ventilvorrichtung, wodurch eine Rückführung für den Motor überflüssig wird. Diese Bewegung hat eine Schwenkung des Steuergliedes um seine Schwenkachse entgegen dem Uhrzeigersinne in einen Zustand mit gehobenem Höhenruder zur Folge.
  • Eine Betätigung des Hilfsmotors 12 in der beschriebenen Weise kann selbsttätig durch ein Selbststeuergerät als auch von Hand durch die von dem Piloten auf den Steuerknüppel ausgeübte Kraft hervorgerufen werden. Der Steuerknüppel wird im folgenden als Handsteuer bezeichnet, das zur Einstellung des Flugzeugsteuergliedes dient. Da die abgebildete Steuereinrichtung zum Steuer eines Flugzeugs um seine Querachse dient, ist das bei 32 in Fig. 1 dargestellte Handsteuer, ein Steuerknüppel 33, der gelenkig am Rumpf 10 angebracht ist, so daß er sich um eine Achse bewegen kann, die parallel zur Querachse des Flugzeugs verlaufen kann. Der Steuerknüppel 33 weist ein Handrad 34 auf, das der Pilot anfaßt, um den Steuerknüppel um seine Achse zu bewegen. Ferner ist am Steuerknüppel ein Signalgeber 35 der Bauart vorgesehen, die insbesondere in Fig. 4 der USA.-Patentschrift 2 398 421 dargestellt ist. Der Signalgeber liefert einen Ausgangswechselstrom, welcher der vom Piloten auf das Handrad 34 ausgeübten Kraft entspricht. Wie Fig. 2 zeigt, ist der Steuerknüppel 33 kraftschlüssig mit dem Ventil 18, welches die Tätigkeit des Hilfsmotors 12 steuert, über eine Summierungsvorrichtung oder ein Differential 36 und eine Verbindungsstange 37 verbunden. Das in Fig. 2 dargestellte Differential besteht aus einem Hebelarm 38, der an dem Ventil 18 mit Hilfe einer Schlitz-Stift-Verbindung angebracht ist. Der Schlitz der Verbindung ist am Ende der Ventilstange 26 angeordnet und der Stift am Hebelarm 38. Die Ausgangsgröße des Differentials 36 wird der Ventilstange 26 mitgeteilt und bewirkt eine Bewegung des Kolbenschieberventils 18. Eine der EingangsgrÖßen für die Summierungsvorrichtung oder das Differential wird von einer drehbaren zylindrischen Betätigungsvorrichtung 39 geliefert, welche eine einstellbare Vorrichtung darstellt. Diese ändert oder begrenzt die Wirksamkeit oder den Einfluß des Selbststeuergerätes- auf das Steuerglied 11, was im folgenden im einzelnen beschrieben- wird. Wie Fig. 2 zeigt, ist das obere Ende des Differentialhebels 38 gelenkig mit dem Betätigungsglied 39 verbunden. Diese Verbindung führt die Ausgangsgröße des Selbststeuergerätes, wie sie in der Winkelstellung des Betätigungsgliedes zum Ausdruck kommt, der Ventilstange 26 zu. Die andere Eingangsgröße für das Differential 36 wird vom Handsteuer 32 über geeignete Zwischenverbindungen, wie die Stange 37, geliefert. Ein Ende dieser Stange ist gelenkig mit dem Ende des Steuerknüppels 33 verbunden, und das andere Ende der Stange ist in derselben Weise mit dem Endstück des Hebelarms 38 verbunden, das unter das Gehäuse 13 des Hilfsmotors hinausragt. Wird keine Eingangsgröße vom Selbststeuergerät zugeführt, so bewegt sich der Hebelarm 38 um seinen oberen Drehpunkt in die mit 40 bezeichnete gestrichelte Lage, wenn der Pilot den Steuerknüppel 35 nach vorn stößt, was eine rückwärtige Bewegung der Stange 37 zur Folge hat. Hierdurch wird das Ventil 18 veranlaßt, sich nach rechts in Fig. 2 zu bewegen und das Höhenruder 11 nach unten zu schwenken. Durch umgekehrte Betätigung des Steuerknüppels durch den Piloten wird das Höhenruder nach oben geschwenkt, was ebenfalls durch den Hilfsmotor 12 erzielt wird. Die Summierungsvorrichtung oder das Differential 36 der Einrichtung wird vom Gehäuse des Hilfsmotors 12 getragen.
  • Damit für den Piloten das Steuergefühl trotz der Steuerung mit Hilfsmotor erhalten wird, ist eine Steuerknüppel-Gefühlsvorrichtung vorgesehen, die, wie Fig. 1 zeigt, eine gleitbare Zahnstange 41 aufweist, welche gegenüber dem Flugzeug beweglich ist und Zentrierfedern trägt. Diese wirken auf den Steuerknüppel 33 über einen Arm ein, der an die Stange 37 angesetzt ist. Die Gefühlsvorrichtung ist nachgiebig mit dem Handsteuer der Einrichtung verbunden. Die Stellung der Vorrichtung gegenüber dem Flugzeug wird durch ein Antriebszahnrad 42 bestimmt, welches in die Zahnstange 41 eingreift. Über das drehbare Zahnrad 42 wird die Trimmstellung- des Steuerknüppels 33 mit Hilfe eines Antriebsmotors 43 geändert, der mit dem Zahnrad, wie dargestellt, über ein geeignetes Übertragungs- und Untersetzungsgetriebe verbunden ist. Die Trimmvorrichtung für den Steuerknüppel 33 weist demgemäß die beispielshalber beschriebene Steuerknüppel-Gefühlsvorrichtung auf. Zum Bewegen des Steuerknüppels 33 von Hand braucht der Pilot nur die Kraft der entsprechend beeinflußten Zentrierfeder der dargestellten Gefühlsvorrichtung zu überwinden.
  • Bei der selbsttätigen Betriebsart wird die Einrichtung durch eine Bewegung des drehbaren Betätigungsgliedes 39 um seine Achse betätigt. Der Hebelarm 38 dreht sich dann um seine Verbindung mit der Stange 37, was durch die bei 44 dargestellte gestrichelte Stellung angedeutet wird. Eine entsprechende Bewegung des Schieberventils 18 veranlaßt den Hilfsmotor 12 das Höhenruder nach unten zu schwenken, wodurch die vom Selbststeuergerät wahrgenommene aufwärtsgeneigte Flugzeuglage korrigiert wird. Für eine Querachsenregelung können die hier dargestellten Teile des Selbststeuergerätes eine allgemein mit 45 bezeichnete Flugbahnbezugsvorrichtung aufweisen, die ein Ausgangssteuersignal bei einer Abweichung des Flugzeugs von der Flugbahn oder von dem durch die Bezugsvorrichtung bestimmten Flugzustand liefert. Die Vorrichtung 45 kann aus einer oder mehreren Komponenten bestehen, z. B. einem Lotkreisel mit einem Querachsengeber, einem Höhenmesser, der eine Ausgangsgröße bei einer Abweichung des Flugzeugs von einer Bezugshöhe gibt, einem Gleitbahnempfänger, der eine Ausgangsgröße bei einer Abweichung des Flugzeugs von einem Bezugsanstellwinkel und anderen üblichen Bezugsvorrichtungen liefert, die zur Steuerung des Flugzeugs um seine Querachse verwendbar sind.
  • Wie Fig. 1 zeigt, liefern das Signal der Bezugsvorrichtung 45 zusammen mit dem Ausgangssignal eines vom Piloten mit Hilfe des Längsneigungsknopfes 47 gesteuerten Befehlspotentiometers 46 für die Manövrierung über Leitungen ein Eingangssignal für einen Verstärker und Gleichrichter 50. Der Ausgangsgleichstrom des Verstärkers und Gleichrichters 50 wird über eine Leitung 51 den Wicklungen eines Servomotors 52 des Selbststeuergerätes zugeführt. Wie dargestellt, ist der Servomotor 52 ein elektrischer Kompound-Gleichstrom-Drehmomentmotor der in der USA.-Patentschrift beschriebenen und dargestellten Art. Der den Pol bildende magnetische Statorteil des Motors 52 ist, wie Fig. 2 zeigt, fest an dem beweglichen Element oder Gehäuse 13 des Hilfsmotors 12 angebracht. Der bewegliche Teil oder Anker 53 des Servomotors 52 ist am Gehäuse 13 schwenkbar gelagert, so daß er eine begrenzte Bewegung innerhalb der Zwischenräume zwischen den Polflächen des Statorteiles des Servomotors 52 ausführen kann. Ein an dem Anker 53 des Servomotors 52 befestigter Arm 54 steuert, wie Fig. 2 zeigt, die Bewegung des zylindrischen Betätigungsgliedes 39 mit Hilfe eines sekundären hydraulischen der Rotationsbauart, in welchem das Betätigungsglied den Kolben darstellt. Der segmentartige Kolben des Motors ist mit 55 bezeichnet. Die Zylinderkammern für den Kolben 55 sind in dem Gehäuse 13 bei 56 und 57 vorgesehen. Das für diesen sekundären Motor wird vom Gehäuse 13 in einem darin vorgesehenen zylindrischen Hohlraum aufgenommen und weist eine Ventilstange 59 auf, die aus dem Gehäuse 13 hinausragt und mit dem Arm 54 des Drehmomentmotors 52 mit Hilfe einer Stift-Schlitz-Verbindung verbunden ist.
  • Zentrierfedern sind vorgesehen, die normalerweise das in einer neutralen Stellung gegenüber dem Gehäuse 13 halten. In dieser Stellung bedecken die Kolben 60, 61 die zu den Kanälen 62, 63 und den Kammern 56 bzw. 57 führenden Ventilöffnungen. Beim Auftreten eines einer Aufwärtsneigung des Flugzeugs entsprechenden Steuersignals der Bezugsvorrichtung 45 wird der Drehmomentmotor 52 so beeinflußt, daß er das nach links in Fig. 2 bewegt. Hochdruckflüssigkeit wird der Kammer 56 aus dem Eingangsschlauch 20 durch den Kanal 27, den mit diesem verbundenen Kanal 64, einen offenen Verbindungsweg 65, Kanäle 66; 67, den mittleren Teil des Kolbenschieberventils 58 und einen Kanal 62 zugeführt. Gleichzeitig wird die Kammer 57 zur Ausgangsseite der hydraulischen Leitung geöffnet, und zwar über den Kanal 63, den Raum des Ventilschiebers rechts vom Kolben 61, den Verbindungskanal 68 und Kanäle 69, 70 zum Ausflußkanal 30 und dem Ausgangsschlauch 21. Hierdurch wird das Kolbenbetätigungsglied 39 im Uhrzeigersinne gedrückt, wodurch die Summierungsvorrichtung oder das Differential 36 die Eingangsgröße vom Selbststeuergerät erhält, welche den Hebelarm in die gestrichelte Lage 44 bewegt. Demzufolge schwenkt der das Höhenruder nach unten, wodurch die Aufwärtsneigung des Flugzeugs korrigiert wird, welche durch das anfängliche Fehlersignal des Selbststeuergerätes veranlaBt wurde. Wird das Selbststeuergerät im umgekehrten Sinne beeinflußt, so wird notwendigerweise das entgegengesetzte Ergebnis erzielt. In diesem Falle wird das Ventil 58 nach rechts in Fig. 2 gedrückt, und Flüssigkeit tritt unter Druck in die Kammer 57 durch den Kanal 63 ein. Die Kammer 56 wird dann mit dem Ausfluß- oder Ausgangsschlauch 21 über den Kanal 62, den Teil des Kolbenschieberventils links des Kolbens 60, den Verbindungskanal 71 und den Ausströmkanal 69 verbunden. Hierdurch wird das Betätigungsglied 39 entgegen dem Uhrzeigersinne bewegt und bewegt selbst das Steuerventil 18 so, daß der Servomotor 12 das Höhenruder nach oben schwenkt.
  • Wird dem Selbststeuergerät der Steuereinrichtung ein solches Signal zugeführt, daß der Hebelarm 38 des Differentials z. B. in die durch die gestrichelte Linie 44 dargestellte Lage gebracht wird, so dreht sich der Hebelarm 38 um seine Verbindung mit der von Hand betätigbaren Stange 37 an einem festen Punkt, während das Kolbenbetätigungsglied 39 sich um seine Achse dreht und dabei den oberen Drehzapfen des Hebelarms 38 nach rechts in Fig. 2 bewegt. Das Betätigungsglied 39 bewegt sich ebenfalls mit dem Gehäuse 13 und folgt damit der Bewegung des Ventils 18. Nimmt also der Stift des Hebelarms, 38 eine Lage auf der Linie 44 ein, so ist auch das Gehäuse 13 dementsprechend nach rechts bewegt worden, und das sich in seiner neutralen Stellung befindende Ventil 18 sperrt den Flüssigkeitsstrom zum Hilfsmotor 12, während sich das Höhenruder 11 in einer Tiefstellung befindet. Während das Flugzeug hierauf anspricht, wird das der Steuereinrichtung vom Selbststeuergerät zugeführte Eingangssignal auf Null herabgesetzt und nimmt das Betätigungsglied 39 wieder seine in ausgezogenen Linien in Fig. 2 dargestellte anfängliche Mittelstellung ein. Bezüglich des Steuerventils 18 weist die vom Selbststeuergerät stammende Eingangsgröße für die Steuereinrichtung demgemäß auch eine eigene mechanische Rückführung auf. Aus diesem Grunde kann jede Steuerung für die Umschaltung von der entsprechenden Handbetriebsart zu der selbsttätigen Betriebsart der Steuerung wegfallen. Es können auch die Eingangsgrößen der Handsteuerung und des Selbststeuergerätes der Steuereinrichtung gleichzeitig zugeführt werden, ohne daß irgendwelche komplizierte Zwischenvorrichtungen erforderlich sind.
  • Bei der Steuereinrichtung nach der Erfindung ist eine Rückführsteuervorrichtung für das Selbststeuergerät vorgesehen. Wie dargestellt, weist diese Vorrichtung einen Signalgeber 72 oder einen elektrischen Gleichlaufgeber der Drehfeldgeberbauart auf, dessen Stator fest am Gehäuse 13 des Servomotors angebracht ist, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Der Rotor des Gebers wird von einem Zahnrad 73, Fig. 2, angetrieben, das in einen gezahnten Teil des zylindrischen Betätigungsgliedes 39 eingreift. Der Geber erzeugt ein Signal, dessen Größe von dem Ausmaß der Drehbewegung des Betätigungsgliedes aus seiner neutralen Lage abhängt und dessen Phase von der Drehrichtung abhängt. Das rückführende Ausgangssignal des Gebers 72 wird dem Verstärker und Gleichrichter 50 über eine Leitung 74 zugeführt, und zwar entgegengesetzt dem Eingangssignal, das dem Verstärker und Gleichrichter der Bezugsvorrichtung 45 zugeführt wird.
  • Damit das Manövrieren des Flugzeugs mit Hilfe des Steuerknüppels 33 oder des Handsteuers 32 statt mit Hilfe des Längsneigungssteuerknopfes 47 erleichtert wird, wird das von dem am Steuerknüppel 33 vorgesehenen Geber 35 erhaltene Ausgangssignal dem Selbststeuergerät zugeführt, und zwar so, daß es dem Steuereingangssignal der Bezugsvorrichtung 45 entgegenwirkt. Wie dargestellt, wird dieses Signal nach Integration in einem Integrator 75 dem Verstärker 50 über eine Leitung 76 zugeführt.
  • Zum Trimmen des Steuerknüppels 33, entweder bei Handsteuerung oder bei Selbststeuerung der Steuereinrichtung, wird der selbsttätige Trimmschalter 77 in eine Schließstellung gedreht. Das Ausgangssignal der Bezugsvorrichtung 45 des Selbststeuergerätes, das über die Leitung 78, einen Verstärker 79, eine Leitung 80 und den geschlossenen Schalter 77 zugeführt wird, wird zur Betätigung des Trimmotors 43 ausgenutzt, welcher die Zahnstange entsprechend bewegt. Bei Handsteuerung beseitigt der Trimmotor die Spannung in der Steuerknüppel-Gefühlsvorrichtung. Diese Spannung war vom Piloten am Steuerknüppel anfänglich erzeugt worden, als er den Befehl zu dem Manöver gab. Bei Selbststeuerung wird das Manöver durch Drehen des Steuerknopfes 47 eingeleitet. Der Trimmmotor bewegt dann durch die Gefühlsvorrichtung den freien Steuerknüppel so, daß dieser in der richtigen Trimmung gehalten wird. Selbsttätige Trimmbewegungen des Steuerknüppels 33 können durch Drehen des Schalters 77 in seine »Aus«-Stellung unmöglich gemacht werden.
  • Das drehbare Betätigungsglied 39 der Steuereinrichtung nach der Erfindung weist ferner einen eine Begrenzung bildenden Teil in Form eines Schlitzes 81 auf, der im Querschnitt die allgemeine Form einer sektorartigen Öffnung innerhalb des zylindrischen Körpers des Betätigungsgliedes hat. Ein Anschlag in Form eines verschiebbaren Tauchkolbens 82, der vom Gehäuse 13 aufgenommen wird, arbeitet mit dem eine Begrenzung bildenden Teil zusammen. Ferner ist eine Zentrierung in Form zweier mit gegenseitigem Abstand angeordneter Stifte 83 in dem geschlitzten Bereich 81 des Betätigungsgliedes vorgesehen. Diese Stifte können mit den abgeschrägten Seiten des Tauchkolbens 82 in Eingriff kommen. Die mit gegenseitigem Abstand angeordneten radialen Wandungen des geschlitzten Bereichs begrenzen die Drehung des Betätigungsgliedes 39 innerhalb des Gehäuses 13 gegenüber dem Anschlagteil 82 und dementsprechend die aus dem Selbststeuergerät stammende Eingangsgröße für die Summierungsvorrichtung oder- das Differential 36 der Steuereinrichtung. Diese Anordnung stellt eine veränderbare Kupplung oder eine die Eingangsgröße abändernde Vorrichtung dar, die zwischen dem Servomotor des Selbststeuergerätes und dem Differential der Steuereinrichtung angeordnet ist. Der Servomotor des Selbststeuergerätes kann entweder als Servomotor 52 oder als sekundärer hydraulischer Hilfsmotor ausgebildet sein, dessen beweglicher Kolbenteil das Betätigungsglied 39 ist. Die Anordnung weist außerdem ein Mittel zur Begrenzung der Wirksamkeit oder zur Änderung des Grades des Winkeleinflusses in dem vom Selbststeuergerät herrührenden Eingang des Differentials auf.
  • Der durch die beschriebene veränderbare Kupplung bestimmte Einflußgrad wird durch Ändern des Abstandes zwischen dem abgeschrägten Ende des Tauchkolbens 82 und den benachbarten radialen Wandungen des - Schlitzes 81 eingestellt. Eine Bewegung des Tauchkolbens 82 in eine Lage, in welcher der Kolben die Stifte 83 in dem Betätigungsglied berührt, zentriert das Betätigungsglied 39 gegenüber dem Gehäuse 13 und macht jede vom Selbststeuergerät herrührende Eingangsgröße für das Differential zu Null. Eine Verschiebung des Tauchkolbens 82 nach links in Fig. 2 vergrößert den Abstand zwischen den Wandungen des Schlitzes 81 und dem abgeschrägten Ende des Tauchkolbens und vergrößert demgemäß den Arbeitsbereich des Betätigungsgliedes 39, das durch die vom Selbststeuergerät herrührende Eingangsgröße für die Steuereinrichtung gesteuert wird.
  • Der Anschlagteil der veränderbaren Kupplung der in Fig. 2 dargestellten Steuereinrichtung, nämlich des Tauchkolbens 82, ist eine in einem im Gehäuse 13 vorgesehenen Zylinder 84 verschiebbare Kolbenscheibe. Der Teil des Zylinders 84 rechts von dem geflanschten Teil des die Kolbenscheibe tragenden Tauchkolbens ist mit dem Eingangsschlauch 20 für die Hochdruckflüssigkeit durch einen Kanal 85 mit dem Hochdruckflüssigkeitskanal 66 verbunden.
  • Der in dem Zylinder 84 normalerweise vorhandene Druck drängt den Tauchkolben 82 nach links, so daß die Feder 86 zusammengedrückt wird und der Tauchkolben gegen das Ende einer Stange 87 gedrückt wird, die bei der dargestellten Anordnung in eine zylindrische Öffnung im Schieber hineinragt. Die Stange 87 ist ein verschiebbarer Teil, der koaxial zum Zylinder 84 angeordnet ist. Eine axial verlaufende Nut in der Stange umgreift einen am Gehäuse 13 befestigten Zapfen, der die Stange hindert, sich gegenüber dem Gehäuse zu drehen. Die axiale Lage der Stange 87 gegenüber dem Gehäuse 13 bestimmt demgemäß normalerweise den Abstand zwischen dem Tauchkolben 82 und dem geschlitzten Teil des Betätigungsgliedes 39.
  • Die Abstimmung oder Abänderung der Einstellung der Schubstange 87 und des dieser zugeordneten Tauchkolbens 82 wird von einem am Ende der Stange 87 vorgesehenen Gewinde und einem in dieses eingreifenden Antriebszahnrades 88 dargestellt. Wie abgebildet, wird das drehbar gelagerte Zahnrad 88 von einem durch einen Motor 90 angetriebenen Zahnrad 89 gedreht. Dieser Motor ist ebenfalls ein Teil der Einstellvorrichtung. Diese Vorrichtung weist ferner entweder selbsttätig oder von Hand betätigbare Steuerungen zur Regelung der Tätigkeit des Antriebsmotors 90 auf. Ein Einflußrechner 91, Fig. 1, liefert ein Ausgangssignal für den Motor 90 über eine Leitung 92, einen Schalter 93, der auf »Selbst«, d. h. auf Eingang aus dem Selbststeuergerät geschaltet ist, eine Leitung 94, einen Verstärker 95 und eine Leitung 96 zu den Steuerwicklungen des Motors. In dieser Schleife der Steuereinrichtung nach der Erfindung ist eine Rückführung vorgesehen, die von einem Geber oder Signalgenerator 97 gebildet wird. Dieser gehört zu der für den Geber 35 angegebenen Bauart. Der Anker 98 des Gebers 97 ist fest an einer Verlängerung der Stange 87 angebracht, und der Stator 99 des Gebers ist fest an dem Gehäuse 13 angebracht. Mit Hilfe der beschriebenen Schleife wird der Motor 90 so angetrieben, daß er .den Tauchkolben 82 in Übereinstimmung mit dem Signal des Rechners 91 einstellt. Der Motor 90 ist so lange wirksam, bis das Signal des Gebers 97, das dem Verstärker 95 über die Leitung 100 zugeführt wird, das Eingangssignal des Rechners für den Verstärker aufwiegt. Sobald dies eintritt, hält der Motor an, und der Tauchkolben ist selbsttätig eingestellt. Der Rechner 91 verändert den Grad des Einflusses oder der Wirksamkeit des Selbststeuergerätes selbsttätig, wodurch eine Überbelastung des Flugzeugs bei selbsttätigem Betrieb unter sich weitgehend ändernden Flugbedingungen verhindert wird. Die das Flugzeug beeinflussenden Faktoren, welche vom Rechner 91 berücksichtigt werden, können den Staudruck, die Höhe, die Nachzahl und die Luftdichte enthalten. Wie in Fig. 1 dargestellt, kann der Motor 90 auch vom Piloten durch Handeinstellung eines Steuerknopfes 101 gegenüber einer den Auf-Ab-Einflußgrad angebenden Skala 102 reguliert werden. Mit Hilfe des Knopfes 101 wird das Ausgangssignal eines überbrückten Potentiometers 103 eingestellt. Dieses Ausgangssignal wird über Leitungen 104,105 und den Schalter 93 dem Verstärker 95 zugeführt. Dieser Schalter ist nun auf »Hand« geschaltet, d. h. auf die Stellung, die dem Hand-Einfluß-Eingang entspricht. Ist der Knopf 101 auf Einfluß Null eingestellt, so wird der Motor 90 so beeinflußt, daß der Tauchkolben 82 in seine Zentrierstellung geschoben wird, in welcher er die Stifte 83 berührt und jede vom Selbststeuergerät herrührende Eingangsgröße beseitigt. Wird der Knopf 101 im Uhrzeigersinne in die gewünschte Einstellung gedreht, so bewegt der Motor 90 die Stange 87 nach links, wodurch dem Tauchkolben 82 gestattet wird, sich entsprechend unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdrucks im Zylinder 84 zu bewegen. Sobald die richtige Einstellung des Knopfes erreicht ist, hört der Motor 90 auf zu arbeiten. Der Schieber nimmt dann eine solche Lage ein, daß er, den Einfluß des Selbststeuergerätes innerhalb der Steuereinrichtung auf das gewünschte Ausmaß begrenzt.
  • In der Steuereinrichtung nach der Erfindung sind Vorkehrungen getroffen, die es dem Piloten ermöglichen, die Kontrolle über das Steuerglied 11 des Flugzeugs zu behalten, wenn die Druckflüssigkeitszufuhr für den hydraulischen Hilfsmotor oder die Antriebsvorrichtung 12 oder die Zufuhr von elektrischem Strom für das Selbststeuergerät versagt.
  • Hinsichtlich eines Versagens der hydraulischen Einrichtung bildet der Tauchkolben 82 der Einflußsteuerung ein normalerweise unwirksames Mittel zum Herabsetzen der Eingangsgröße für das Differential 36 auf Null. Die Feder 86 dieser Anordnung stellt ein Überwachungsmittel dar, welches die normalerweise unwirksame Null-Einstellvorrichtung beim Versagen der Druckflüssigkeitszufuhr für die hydraulische Antriebsvorrichtung wirksam macht. Beim Verschwinden des Betriebsflüssigkeitsdruckes infolge eines Versagens der Flüssigkeitspumpe oder eines Bruches der Zufuhrleitung pflanzt sich die Druckabnahme im Eingangsschlauch 20 in alle Druckkanäle im Gehäuse 13 fort. Zu diesen gehören die Kanäle 27, 28, 64, 66, 67, 85. Beim Verschwinden des Druckes rechts von der Scheibe des Tauchkolbens 82 bewegt die zusammengedrückte Feder 86 den Tauchkolben 82 nach rechts, so daß dessen abgeschrägtes Ende die Stifte 83 des Betätigungsgliedes berührt und dieses zentriert. Durch diesen Vorgang wird demgemäß die der Steuereinrichtung vom Selbststeuergerät zugeführte Eingangsgröße zu Null gemacht. Gleichzeitig wird der vom Ventil versperrte Verbindungsweg 106 zwischen den Kanälen 23 und 25, der zu den Zylinderenden des Hilfsmotors 12 führt, geöffnet, wodurch der Druck auf beiden Seiten des Kolbens 16 gleichgemacht wird. Wie in Fig. 2 dargestellt, wird durch den Hochdruckkanal 107, der mit dem Eingangsschlauch 20 über die Kanäle 27, 28 und den mittleren -Neil des Kolbenschieberventils 18 zwischen den Kolben 22 und 24 in Verbindung steht, normalerweise ein Ventil 108 in einer blockierenden Stellung in dem Kanal 106 entgegen der Wirkung einer Druckfeder 109 gehalten. Wenn der Druck im Zylinderbereich oberhalb des Ventils 108 abnimmt, öffnet die Feder 109 den Kanal 106, sofern die hydraulische Seite der Steuereinrichtung versagt. Die Anordnung aus Feder 86 und Tauchkolben 82 bewirkt in der beschriebenen Weise außerdem ein Zentrieren oder Auf-Null-Stellen des Betätigungsgliedes 39, wenn die elektrische Stromzufuhr zu dem Selbststeuergerät versagt. Eine elektrische Stromquelle ist bei 110 in Fig. 1 dargestellt. Ist der Selbststeuerungsschalter 111 geschlossen, so wird über geeignete Leitungen dem Verstärker und Gleichrichter 50 und dem Verstärker 95 aus der Stromquelle 110 Energie zugeführt. Außerdem wird Energie aus der Stromquelle 110 einem Elektromagneten 112 über Leitungen 113 und 114 zugeführt, wenn der zur Einschaltung der Selbststeuerung dienende Schalter 115 eingeschaltet ist. Der erregte Elektromagnet 112 hält normalerweise das Kolbenschieberventil 116 in einer solchen Lage in der zylindrischen Höhlung im Gehäuse 13, daß die am einen Ende der Höhlung angeordnete Feder 117 zusammengedrückt ist. Bei der in Fig. 2 dargestellten normalen Stellung dieses Ventils bildet der Raum zwischen den Kolben des Kolbenschieberventils eine Öffnung, die den Hochdruckkanal 64 mit dem Kanal 66 verbindet, so daß Flüssigkeit unter Druck sowohl dem Ventil 58 als auch dem Zylinder 84 von dem Einlaßschlauch 20 zugeführt wird. Der Elektromagnet 112 nimmt ein Versagen der elektrischen Stromzufuhr für das Selbststeuergerät wahr und ist als Teil der Überwachungseinrichtung vorgesehen, die die Eingangsgröße für die Steuereinrichtung bei einem Versager dieser Art zu Null macht. Da der Elektromagnet bei einem solchen Versager nicht mehr erregt ist, bewegt die Feder 117 das Kolbenschieberventil so, daß dessen rechter Kolben das Ende des Kanals 64 bedeckt und daher die Zufuhr von Hochdruckflüssigkeit zu den Kanälen 66 und 85 sperrt. Gleichzeitig gibt der linke Kolben des Kolbenschieberventils 116 den zu seinem Zylinder führenden Ausströmkanal 69 frei und verbindet ihn mit den Kanälen 66 und 85 durch den offenen Raum zwischen den Kolben des Schiebers. Unter der Wirkung der Feder 86 wird dann der Tauchkolben 82 längs der Stange 87 bewegt, so daß er die Stifte 83 des Betätigungsgliedes 39 berührt, dieses Glied zentriert und damit die aus dem Selbststeuergerät stammende Eingangsgröße für die Steuereinrichtung unter dieser Bedingung zu Null macht. Versagt nur die elektrische Stromzufuhr für das Selbststeuergerät, so behält der Pilot die Kontrolle über das Steuerglied 11 durch den Hilfsmotor 12.
  • Wird bei der Steuereinrichtung nach der Erfindung der Hilfsmotor 12 durch ein Versagen seiner Flüssigkeitszufuhr unwirksam, so behält der Pilot immer noch die unmittelbare Kontrolle über das Steuerglied durch Handbetätigung des Steuerknüppels 33. In diesem Falle greift ein Teil des Differentialhebelarmes 38 an einem der zusätzlich eine Begrenzung bildenden Ansätze 118, 119 an, die an dem einen veränderbaren Einfluß gewährenden Betätigungsglied 39 vorgesehen sind, wodurch das Gehäuse 13 bewegt und die Steuerfläche 11 entsprechend betätigt wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Flugzeugsteuereinrichtung, welche einen Hilfsmotor mit einem beweglichen Teil, der mit einem Steuerglied des Flugzeuges verbunden ist, und ein Steuerorgan für den Hilfsmotor mit einem verstellbaren Teil enthält, in Abhängigkeit von dessen Verstellung die Speisung des Hilfsmotors gesteuert wird, und welche derart ausgebildet ist, daß der Hilfsmotor abgeschaltet wird, wenn der bewegliche Teil des Hilfsmotors um einen zur Verstellung des verstellbaren Teiles proportionalen Betrag verstellt worden ist, damit eine weitere Verstellung der Steuerglieder unterbleibt, gekennzeichnet durch einen zweiten Servomotor (52) mit einem verstellbaren Teil (39), welch letzterer mit dem verstellbaren Teil (26) des Steuerorgans (18) derart verbunden ist, daß er bei Erregung des zweiten Servomotors unter dem Einfluß eines Steuersignals den verstellbaren Teil des Steuerorgans um einen zu dem Steuersignal proportionalen Betrag verstellt, und durch eine Begrenzungsvorrichtung (82), welche das Ausmaß der Verstellung des verstellbaren Teils des zweiten Servomotors innerhalb vorbestimmter Grenzen beschränkt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsvorrichtung (82) einstellbar ist, wodurch das zulässige Ausmaß der Verstellung des verstellbaren Teils (39) des zweiten Servomotors (52) geändert wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (88 bis 90) zum selbsttätigen Einstellen der Begrenzungsvorrichtung (82), z. B. in Abhängigkeit von Änderungen der Flugbedingungen des Flugzeugs.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine von Hand einstellbare Vorrichtung (101 bis 103) zur Einstellung der Begrenzungsvorrichtung (82).
  5. 5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der primäre Hilfsmotor (12) aus einem hydraulischen Motor besteht, der einen mit dem Steuerglied (11) verbundenen Zylinder und einen gelenkig mit dem Fahrzeugrumpf verbundenen Kolben hat, - wobei das Steuerorgan (18) ein hydraulisches Steuerventil aufweist, dessen Gehäuse ein Teil des Zylinders des primären Hilfsmotors bildet und dessen Kolben (26) durch den zweiten Servomotor (52) verstellbar ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, däß der verstellbare Teil (39) des zweiten Servomotors (52) so angeordnet ist, daß innerhalb seines Bewegungsbereiches sein Verbindungspunkt mit dem Kolben (26) des Steuerorgans (18) sich in der allgemeinen Richtung der Verstellung des Zylinders des primären Hilfsmotors bewegt, wobei der zweite Servomotor hydraulisch betätigt wird.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare Teil (39) des zweiten Servomotors (52) ein innerhalb eines Zylinders drehbar gelagertes Betätigungsglied ist. B. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsvorrichtung einen in dem drehbaren Betätigungsglied vorgesehenen Schlitz (81) und einen am Zylinder vorgesehenen und in den Schlitz verschiebbaren Tauchkolben (82) aufweist, wobei der Schlitz (81) geneigte Flächen und das Ende des Tauchkolbens entsprechend geneigte Flächen aufweist und das zulässige Ausmaß der Bewegung des Betätigungsgliedes durch die Breite der Luftspalten zwischen den geneigten Flächen bestimmt wird. 9. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 3, gekennzeichnet durch eine zur Verschiebung des Tauchkolbens (82) dienende Antriebsvorrichtung (90), wobei der Tauchkolben durch Erregen der Antriebsvorrichtung eingestellt wird. 10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung von Tauchkolben und Schlitz, daß bei einer Verschiebung des Tauchkolbens in den Schlitz hinein um mehr als einen vorbestimmten Abstand der Tauchkolben den verstellbaren Teil (39) des zweiten Servomotors zentriert und sperrt. 11. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Vorrichtung zur Erzeugung eines Steuersignals, zur Erregung des zweiten Servomotors (52), in Abhängigkeit von einer Abweichung des Flugzeugs aus einem vorbestimmten Flugzustand. 12. Einrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch ein Handsteuer, welches in Abhängigkeit von seiner Verstellung aus der Mittelstellung ein Befehlssignal liefert, wobei dieses Signal zur Erregung des zweiten Servomotors verwendet wird. 13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Befehlssignal durch eine Integrierungsvorrichtung zugeführt wird, wobei ein Befehlssignal selbst dann bestehen bleibt, wenn das Handsteuer in seine Mittelstellung zurückgekehrt ist. 14. Einrichtung nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch eine mechanische Summierungsvorrichtung mit zwei Eingängen und einem Ausgang, wobei der Ausgang mit dem verstellbaren Teil (26) des Steuerorgans (18) verbunden ist und zu dessen Verstellung dient, wobei die eine Eingangsgröße vom zweiten Servomotor (52) und die andere von einer mechanischen Verbindung (37) zum Handsteuer (32) hergeleitet wird. 15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Summierungsvorrichtung einen freigelagerten Hebel (36) aufweist, dessen eines Ende mit dem verstellbaren Teil (39) des zweiten Servomotors, dessen anderes Ende mit dem Handsteuer (32) und von dem ein dazwischenliegender Punkt mit dem Kolben des hydraulischen Steuerorgans (18) verbunden ist. 16. Einrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch zwei am verstellbaren Teil (39) des zweiten Servomotors beiderseits des freigelagerten Hebels (36) angeordnete Anschläge (118, 119), wodurch eine unmittelbare mechanische Steuerung des Zylinders des primären Hilfsmotors vom Handsteuer (32). durch Andrücken des Hebels an den einen oder anderen der Anschläge aufgenommen werden kann, wenn der Zentrier-Tauchkolben (82) in eine den verstellbaren Teil (39) zentrierende und sperrende Stellung verschoben ist. 17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Einrichtung zur Einstellung der Begrenzungsvorrichtung (81 bis 83), welche bei einem Versagen der Druckmittelzufuhr den zweiten Servomotor (52) zentriert und sperrt. 18. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 17, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Einrichtung, welche die beiden Enden des Zylinderraumes des primären Hilfsmotors (12) bei einem Versagen der Energiezufuhr miteinander verbindet. 19. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 18, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Einrichtung, welche die Begrenzungsvorrichtung bei einem Versagen der elektrischen Stromzufuhr so einstellt, daß der zweite Servomotor zentriert und gesperrt ist. 20. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (16) des primären Hilfsmotors (12) festgelegt und sein Zylinder der bewegliche Teil ist. 21. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Differential (36) ein freigelagerter Hebel ist, der zur Bewegungsrichtung des beweglichen Teils (13) des primären Hilfsmotors (12) im 'wesentlichen senkrecht steht und dessen eines Ende mit dem Handsteuer (32) und dessen anderes Ende mit dem beweglichen Teil des zweiten Servomotors verbunden ist, während ein Zwischenpunkt am Hebel mit dem Steuerorgan (18) verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift M 1976311/63c (bekanntgemacht am 29. März 1956).
DENDAT1074409D Steuerung mit Hilfsmotor fur Flugzeuge Pending DE1074409B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1216702B (de) 1956-06-28 1966-05-12 Sperry Rand Corp Einrichtung in Flugregelanlagen zur AEnderung der Laengsneigungslage, insbesondere bei Drehflueglern
DE1225965B (de) * 1961-07-14 1966-09-29 Smith & Sons Ltd S Schaltungsanordnung, insbesondere fuer Flugregelanlagen von Luftfahrzeugen

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DE1225965B (de) * 1961-07-14 1966-09-29 Smith & Sons Ltd S Schaltungsanordnung, insbesondere fuer Flugregelanlagen von Luftfahrzeugen

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