-
Znnennahtbeschneidmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Innennahtbeschneidmaschine;
jedoch ist die Erfindung nicht auf eine Maschine dieser Art beschränkt, sondern
läßt sich auch in Maschinen verwenden, die überschüssigen Stoff fortschreitend an
dem Schuhboden entfernen.
-
Es sind Maschinen bekannt, die mit einem drehbaren Fräser zum Beschneiden
der Innennaht versehen sind. Die vorliegende Erfindung sucht nun die bekannten Maschinen
allgemein zu verbessern und dabei zu ermöglichen, daß der überschüssige, abgeschnittene
Innennahtstoff leicht aus der Maschine entfernt werden kann und der Fräser die Innennaht
leicht durchschneidet, ohne rasch abgenutzt zu werden.
-
Erfindungsgemäß weist der drehbare Fräser einer Maschine der genannten
Art mehrere Klingen auf, so daß jede Klinge mit einer ersten Schneide, die mit einem
Glockenmesser zusammen einen Schnitt in einer ungefähr parallel zum Schuhboden verlaufenden
Ebene ausführt, und mit einer zweiten Schneide versehen ist, die mit einem Schneidblock
zusammen einen Schnitt in einer lotrecht zu der Schneidebene der ersten- Schneide
stehenden Ebene ausführt. Das Glockenmesser ist hierbei vorzugsweise drehbar gelagert
und zum Vorschieben des Schuhes mit einer Verzahnung ausgerüstet, während der Schneidblock
gehäusefest ausgebildet ist. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 den Grundriß der Arbeitsstelle
der Maschine während des Beschneidvorganges und Fig. 2 die rechte Seitenansicht
der Maschinenwerkzeuge beim Beschneiden einer Innennaht.
-
Das in Fig.2 dargestellte Werkstück besteht aus einem Rahmenschuh
mit einer Innennaht, die, wie bekannt, durch eine Brandsohlenrippe 10, einen Zwickrandteil
14 eines Schuhschaftes und den Innenrandteil eines Rahmens 20 gebildet wird, wobei
diese Innennahtteile miteinander verbunden bzw. vernäht sind. An dem Spitzen- und
Fersenende des Schuhes enthält die Innennaht gegebenenfalls auch noch den Randteil
einer Steifkappe.
-
In der Zeichnung sind nur die zum Verständnis der Erfindung nötigen
Teile der Maschine, die zum Beschneiden der Innennaht dient, dargestellt. Diese
Maschine hat einen Rippenführer 22, der an dem Schuhboden neben der Brandsohlenrippe
10 anliegt und die Höhenlage des Schuhes in der Maschine bestimmt, und einen Rahmenführer
28, "der mit dem Schuh an der Arbeitsstelle in dem Winkel zwischen Rahmen und Schuhschaft
im Eingriff steht und den Schuh gegen Abwärtsbewegung stützt. Der Rahmenführer 28
ist auf einer Schraube 29 frei drehbar, die in einem Arm 31 verstellbar ist und
die Arbeitslage des Rahmenführers 28 bezüglich der Maschinenwerkzeuge bestimmt.
Der Arm 31 kann durch einen nicht dargestellten Trethebel verschwenkt werden, um
den Rahmenführer 28 zum Einbringen eines Schuhes in die Maschine abwärts zu bewegen.
-
Die Maschine hat einen drehbaren Fräser 32, der zum Entfernen der
überschüssigen Innennahtteile einen waagerechten, d. h. ungefähr parallel zum Schuhboden
verlaufenden Schnitt ausführt. Ferner hat der Fräser 32 einen Schneidhub in einer
lotrecht zum Schuhboden stehenden Ebene, um den abgetrennten Teil bzw. Streifen
in kleine Stücke zu zerschneiden, die leicht aus der Maschine entfernt werden können,
beispielsweise mittels einer Saugvorrichtung. Beim Ausführen seines waagerechten
Schnittes wirkt der Fräser 32 scherenartig mit einem Glockenmesser 34 zusammen,
dessen innerer Randteil hierzu eine Schneidkante 38 aufweist. Ein Bestellfester
Schneidblock 36 wirkt mit dem Fräser 32 zusammen, um den vorerwähnten senkrechten
Schnitt auszuführen. Die Außenfläche des Glockenmessers 34 kann eine Verzahnung
40 haben, die mit der im fertigen Schuh der Laufsohle zugekehrten Seite des Rahmens
20 in Eingriff tritt und den Schuh mit dem Rippenführer 22 zusammen fortschreitend
vorschiebt. Der Rippenführer 22 und das Glockenmesser 34 werden durch ein Getriebe
bewegt, das an sich bekannt und somit hier nicht weiter beschrieben ist.
-
Der Fräser 32 hat zwei Klingen 110 aus Wolframkarbid. Jede Klinge
110 ist je in dem Ende eines Armes 112 gelagert, der auf dem Fräsen 32 in einem
stumpfen
Winkel zur Nabe 113 des Fräsers angeordnet ist, und hat
zwei Schneiden. Die eine Schneide führt einen waagerechten Schnitt aus und trennt
den überschüssigen Innennahtteil von der eigentlichen Innennaht; die andere oder
zweite Schneide jeder Klinge 110 steht in einem rechten Winkel zur ersterwähnten
Schneide und zerschneidet den abgetrennten Innennahtteil, der sonst einen` fortlaufenden
Streifen bilden würde, in kleine Teile. Der Fräsen 32, der bei Abnutzung verstellt
werden kann, ist auf einem Ring 114 (Fig. 1) gelagert, der auf dem spitz zulaufenden
Ende einer Welle 116 befestigt ist. Die Welle 116 wird von einem nicht dargestellten
Motor angetrieben.
-
Durch die Verwendung von Klingen 110 aus Wolframkarbid an einem Fräsen
werden Schneidteile vorgesehen, die eine lange Lebensdauer haben, die leicht die
Innennaht beschneiden, selbst, wenn sie Metall, beispielsweise Klammern, schneiden
müssen, und die, da sie sehr klein sind, den Fräsen nicht übermäßig verteuern.