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.Anzeige- oder Plakattafel Die Erfindung bezieht sich auf eine Anzeige-
oder Plakattafel, die aus wenigstens zwei teleskopartig ineinandergesetzten, zusammen
mit einem Fuß als Ständer dienenden Rohren, von denen das innere Rohr eine Anzeigefläche
trägt, besteht.
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Durch die Erfindung soll eine besonders einfache, billige, leicht
zusammensteckbare Anordnung geschaffen werden, ohne daß es erforderlich ist, die
einzelnen Konstruktionselemente aus dauerhaftem und damit wertvollem Material herstellen
zu müssen.
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Der Erfindungsgegenstand soll als Massenartikel leicht verpackt, versandt
und gelagert werden können.
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Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die aus nicht
selbsttragendem Material bestehende Anzeigefläche an ihrer oberen und unteren Kante
mit Verstärkungsleisten versehen ist, die beim Eingreifen in Schlitze des inneren
Rohres die Anzeigefläche aufspannen.
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Die teleskopartig ineinandergesetzten Rohre werden bei dieser Anordnung
nur durch Reibung in ihrer jeweiligen Stellung zueinander gehalten. Man kann auch
so vorgehen, daß das Innere der teleskopartig ineinandergesetzten Rohre durch Auflagern
der unteren, in einen Schlitz des inneren Rohres eingreifenden Verstärkungsleiste
auf dem äußeren Rohr in seiner Stellung gehalten wird.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die obere Verstärkungsleiste
der Anzeigenfläche U-förmig ausgebildet und greift mit einem Schenkel in zwei gegeneinander
um 180° versetzte, senkrechte Schlitze am oberen Ende des inneren Rohres ein, während
die untere Verstärkungsleiste L-förmig ausgebildet ist und mit ihrem freien Schenkel
in einen horizontalen Schlitz an entsprechend tieferer Stelle des inneren Rohres
eingreift. Die in die Schlitze des inneren Rohres eingreifenden Schenkel der Verstärkungsleisten
sind im Bereich der Rohrwandungen zur Verhinderung seitlicher Verschiebung der Anzeigefläche
zweckmäßig eingekerbt.
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Vorzugsweise besteht der Fuß der Tafel aus Drahtstücken mit einer
mittigen Ausbiegung, die in das untere Ende des äußeren Rohres abnehmbar, sich überkreuzend
eingesetzt sind. Man kann den Fuß auch aus Drahtstücken mit hochgebogenen Enden
herstellen, die in einen am Ende des Rohres angeordneten Verschlußstopfen eingreifen.
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Einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sollen an Hand
der Zeichnungen näher erläutert werden. Diese zeigen in Fig. 1 eine Vorderansicht
einer erfindungsgemäßen Anzeigetafel, Fig. 2 eine vergrößerte teilweise geschnittene
Seitenansicht der Tafel nach Fig; 1, Fig.3 einen Schnitt im wesentlichen längs der
Linie 3-3 der Fig. 2, Fig.4 eine Unteransicht des unteren Endes des unteren Ständerrohres,
Fig. 5 eine Draufsicht auf das obere Ständerrohr, Fig.6 eine perspektivische Ansicht
der Anzeigefläche, Fig.7 eine Seitenansicht eines Teiles des oberen Ständerrohres,
Fig. 8 eine Rückansicht des oberen Teiles der Anzeigefläche mit im Schnitt gezeichnetem
oberem Teil des Ständerrohres, Fig. 9 eine abgeänderte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes,
Fig. 10 eine Unteransicht des unteren Ständerrohres mit einer abgeänderten Ausführungsform
des Fußes, Fig. 11 einen senkrechten Schnitt durch die Konstruktion nach Fig. 10
und Fig. 12 eine Einzeldarstellung eines Fußes für die Ausführungsform nach Fig.
1 bis 5.
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Wie die Zeichnungen zeigen, weist die Anzeigetafel einen der aus mehreren
auseinandernehmbaren rohrförmigen Teilen zusammengesetzten Ständer auf. Der untere
Rohrteil 1 besteht beispielsweise aus einem Kartonrohr mit ziemlich großem Durchmesser.
In diesem Rohr 1 ist ein zweites, kleineren Durchmesser aufweisendes Rohr 2 teleskopartig
verschiebbar, das ungefähr gleich lang oder etwas kürzer als das untere Rohr ist
und vorzugsweise ebenfalls aus Karton besteht. Der Außendurchmesser dieses Rohres
2 ist so gewählt, daß es mit leichter Reibung im Rohr 1 gleitet, wobei durch den
Paßsitz des Rohres 2 im Rohr 1 das Rohr 2 in der jeweils ausgezogenen Stellung (vgl.
Fig.
1 und 2) durch Reibungseingriff gehalten wird. -Dabei sitzt das untere Ende des
Rohres 2 in bekannter Weise teleskopartig im oberen Ende des Rohres 1 und ragt mit
seinem längeren Teil aus dem Rohr 1 heraus.
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Am oberen Ende des Rohres 2 sind nach unten gerichtete, sich gegenüberliegende
Schlitze 4 in der Rohrwandung vorgesehen, während am unteren Ende des Rohres 2 ein
waagerechter Querschlitz 3 eingeschnitten ist.
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Die Anzeigefläche 5 besteht aus einem Papierbogen, einer Textilgewebebahn
oder einem anderen biegsamen, nicht selbst tragenden Material und ist an dem einen
Ende mit einer angeklebten und gegebenenfalls zusätzlich noch durch Klammern 15
besetzten Versteifungs- und Verstärkungsleiste 8 aus Pappe od. dgl. versehen (Fig.
6). Die Verstärkungsleiste 8 kann ein flacher Kartonstreifen sein; der längs zweier
paralleler Linien abgebogen ist, so daß ein U-Profil entsteht (Fig. 2 und 6), dessen
hinterer, nach unten gerichteter Flansch 9 in die Rohrkerben 4 eingesetzt
wird. In der Mitte ist der Flansch 9 mit zwei Kerben 10 (Fig. 8) zu versehen, welche
sich in den Kerben 4 auf die Wand des Rohres 2 legen und die Anzzigefläche 5 gegen
seitliche Verschiebung sichern.
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Am unteren Ende der Anzeigefläche 5 ist eine Verstärkungsleiste 6
vorgesehen, der aus einem flachen Streifen aus Karton od. dgl. mit einem nach rückwärts
abgebogenen Flansch 7 besteht. Auch die Verstärkungsleiste 6 ist mit der Fläche
5 verleimt und zusätzlich durch Klammern 16 fixiert. Der Flansch 7 ist in der Mitte
bei 11 (Fig. 3) zweimal eingekerbt. Wird der - Flansch 7 in den Rohrschlitz 3 eingesetzt,
so greifen die Kerben 11 über die Enden des Schlitzes und sichern dadurch das untere
Ende der Fläche 5 gegen seitliche Verschiebung. Die Schlitze 4 am oberen Ende des
Rohres 2 und der horizontale Schlitz 3 im unteren Bereich desselben sind so weit
voneinander entfernt, daß die Fläche 5 gestreckt und plangehalten wird.
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Der aus den Rohren 1 und 2 bestehende Ständer für die erfindungsgemäße
Anzeigetafel wird durch Fuß 12 und 13 aufrechtgehalten, dessen Teile in das untere
Ende des Rohres 1 abnehmbar eingesetzt sind (Fig. 1, 2 und 4). Teil 13 ist
in Fig. 12 herausgezeichnet. Er besteht aus einem Stück steifen Drahtes, das mit
einer Ausbiegung 14 versehen ist. Diese Ausbiegung ist gerade so groß, daß sie fest
in das untere offene Ende des Rohres 1 eingesetzt werden kann. Die ausgebogenen
Teile 14 der beiden Drahtstücke 12 und 13 überkreuzen sich, und die geraden Teile
bilden den Rohrfuß und stützen derart den Ständer ab. Der ausgebogene Teil 14 des
Drahtstückes 12 ist etwas höher als der des Drahtstückes 13, so daß sich die beiden
Stücke übereinanderlegen können.
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Der Flansch 9 der Anzeigefläche 5 wird nach dem Aufstellen des Ständers
in die Schlitze 4 im Rohr 2 eingesetzt, wobei Kerben 10 am Flansch über die Wand
des Rohres am unteren Ende der Schlitze 4 greifen. Nun wird der Flansch 7 der unteren
Verstärkung 6 in den Schlitz 3 eingepaßt, wobei die Kerben 11 über die Wand des
Rohres 2 greifen. Die Anzeigefläche 5 liegt nunmehr gestreckt zwischen den Schlitzen
4 und dem Schlitz 3 (Fig. 1 und 2). Das untere Ende des Rohres 2 steckt teleskopartig
im oberen Ende des Rohres 1 und dort entweder durch Paßsitz im Rohr 1 oder dadurch
gehalten, daß die im Schlitz 3 sitzende Verstärkungsleiste 7 ein Einsinken des-
Rohres 2 in das -Rohr 1 verhindert. Die aufgerichtete Anzeigetafel ist in Fig. 1
in Vorderansicht urgestellt. Die aufgerollte Anzeigefläche 5, das Innenrohr 2 und
die Tragfußteile 12 und 13 lassen sich nach Auseinandernehmen der Tafel in das Außenrohr
einsetzen, das derart als Behälter für diese Teile dient, so daß der Platzbedarf
bei der Verladung bzw. bei der Speicherung erheblich herabgesetzt ist.
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Bei der in Fig.9 dargestellten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
ist das Innenrohr 17 an seinen beiden Enden mit waagerechten Schlitzen 18, 19 versehen.
Die Anzeigefläche 5 weist dabei an ihren Enden flache Verstärkungsleisten 21 und
22 auf, die in die Schlitze 18 bzw. 19 eingesetzt werden. Bei dieser Ausführungsform
weist der größere Teil des Innenrohres einen kleineren Durchmesser auf und ist an
einem Ende mit einer Hülse 20 versehen, die mit Paßsitz in das Außenrohr gesteckt
ist. Der Schlitz 19 liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des oberen Endes der Hülse
20. Die in den Schlitz 19 eingesteckte Verstärkungsleiste 22 verhindert ein Einsinken
des Rohres 17 in das Außenrohr 1. Diese Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
kann ebenfalls auseinandergenommen, und die Einzelteile können in der Außenhülse
1 in der bereits erläuterten Weise untergebracht werden.
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In den Fig. 10 und 11 sind etwas abgeänderte Ausführungsformen des
Fußes dargestellt. Jeder Fußteil besteht aus einer Stange 25 mit einem abgebogenen
Ende 26, das herausziehbar in eine Bohrung 24 in einem Stopfen 23 eingesetzt ist.
Dieser Stopfen läßt sich in das untere Ende des Außenrohres 1 einschieben. Beispielsweise
drei Fußteile 25 erstrecken sich radial vom Rohr 1 weg. und tragen dieses ähnlich
wie die Fußteile 12 und 13.
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Nach dem Auseinandernehmen und Unterbringen der einzelnen Teile im
Außenrohr verbleibt ein langer Zylinder, der sich leicht verladen und speichern
läßt.