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Vorrichtung zum kontinuierlichen Ermitteln und Messen der radioaktiven
Verseuchung von Flüssigkeiten Die Erfindung betrifft eine besondere Ausbildung einer
Vorrichtung zum kontinuierlichen Ermitteln und Messen der radioaktiven Verseuchung
von Flüssigkeiten, bei welcher die Flüssigkeit, aus einem Verteilerbehälter durch
im Boden des Behälters befindliche Durchbrechullgen nach unten fallend, an einem
Strahlungsdetektor vorbeigeführt wird. Es handelt sich dabei um eine Vorrichtung
solcher Art, bei welcher Vorgehrungen getroffen sind, daß die zu kontrollierende
Flüssigkeit sich so frei im Raum bewegt, daß sie mit dem zum Ermitteln der Radioaktivität
notwendigen Strahlungsdetektor selbst nicht in Berührung kommt, aber an diesem in
senkrechter Richtung vorbeiströmt.
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Es sind bereits ein Verfahren und eine Einrichtung vorgeschlagen
worden, bei welchem so vorgegangen wird. Dabei wird die zu untersuchende Flüssigkeit
zu diesem Zweck in Form eines zylindrischen Flüssigkeitsmantels unter Einhaltung
eines angemessenen Abstandes außen an dem in der Mitte befindlichen senkrecht stehenden
Strahlungsdetektor entlanggeführt.
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Obwohl sich dabei die Gleichmäßigkeit der Feldver teilung bei der
zylindrischen Querschnittsform des Flüssigkeitsmantels gegenüber dem Detektor an
sich günstig auswirkt, bringt es eine solche Form der Flüssigkeitsführung mit sich,
daß sich bei bestimmten Gelegenheiten starke Mißhelligkeiten zeigen. Diese treten
vornehmlich in Erscheinung, wenn es aus gegebenem Anlaß notwendig ist, den Strahlungsdetektor
während des Betriebs der Einrichtung auszuwechseln. Ein Nachteil bestellt dabei
darin, daß vor dem Auswechseln des Detektors stets der oberhalb des Detektors vorgesehene
notwendige Flüssigkeitsverteilerbehälter erst ollkommen entleert werden mußte, ehe
man den Detektor herausnehmen konnte. Diese Auswechselarbeit bringt das Bedicnungspersonal
in Gefahr, mit der unter Umständen stark radioaktiv verseuchten Flüssigkeit in unmittelbare
Berührung zu kommen.
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Es sind zwar für solche Fälle Sicherungsmaßnahmen. z. B. Gummihandschuhe
für das Bedienungspersonal vorgeschrieben. Aber die Erfahrung zeigt, daß solche
Sicherungsmaßnahmen in der Regel nicht genügend beachtet werden.
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Die erwähnten Mißhelligkeiten und noch andere sind Folgeerscheinungen
aus der senkrechten Unterbringung des Detektors in dem vertikal bewegten Flüssigkeitsmantel,
der, aus dem über dem Detektor befindlichen Flüssigkeitsverteiler durch Löcher im
Boden dieses Behälters kommend, nach unten abfließt. Wenn hierbei der Detektor,
sei es nach oben oder nach unten Ilerausgenommen werden muß, ist es unvermeidbar,
zum mindestens mit radioaktiv verseuchten Flächen in der Umgebung des Detektors
in Berührung zu kommen.
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Diese Nachteile mußte man bisher in Kauf nehmen,
wenn man es an der
nötigen Sorgfalt bei der Handhabung der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen fehlen
ließ.
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Die bekannten Nachteile werden bei der Vorrichtung nach der Erfindung
vermieden.
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Zu diesem Zweck wird bei einer Vorrichtung zum kontinuierlichen Ermitteln
und Messen der radioaktiven Verseuchung von Flüssigkeiten, bei der die Flüssigkeit
aus dem Boden eines Verteilerbehälters, der eigenen Schwerkraft folgend. unter Einhaltung
eines angemessenen Abstandes an einem unterhalb des Behälters angeordneten Strahlungsdetektor
vorbeiströmt, erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß im Boden des Verteilerbehälters
Durchtrittsöffnungen derart angeordnet sind. daß die Flüssigkeit in Form eines ebenen
bzw. leicht gekrümmten Flüssigkeitshandes an dem vertikalen Einstrahlungsfenster
bzw. der vertikalen Einstrahluiigsfläche eines horizontal angeordneten Detektors
(z. B. Glockenzählrohr, Ionisationskammer, Szintillationskristall) vorbeiströmt.
Die Durchtrittsöffnungen im Boden des Verteilungsbehälters können dabei als Breitschlitzdüse,
nebeneinander angeordnete schmale Schlitzdüsen oder auch nebeneinander angeordnete
anders gestaltete Öffnungen ausgebildet sein.
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Auf solche Weise, also bei horizontaler Unterbringung des Strahlungsdetektors
ist dann zuversichtlich gewährleistet, daß ein Auswechseln des Detektors jederzeit
vorgenommen werden kann, ohne irgendwelche Gefahr laufen zu müssen, mit radioaktiv
verseuchten Flächen in der Umgebung des Detektors in Berührung zu kommen. Es ist
vor allen Dingen gewährleistet, daß das Auswechseln des Detektors ohne jede Betriebsunterbrechung
vorgenommen werden kann, d. h. ohne daß der Flüssigkeitsverteiler oberhalb des Detektors
erst
entleert werden muß. Der Detektor braucht im Falle der Auswechslung nur aus der
Kontrollebene herausgezogen zu werden, um einen neuen Detektor, der an seine Stelle
einzuschieben ist, Platz zu machen.
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PATNTANSPs UCH: Vorrichtung zum kontinuierlichen Ermitteln und Messen
der radioaktiven Verseuchung vonFlüssigkeiten, bei der die Flüssigkeit aus dem Boden
eines Verteilerbehält-ers, der eigenen Schwerkraft folgend, unter Einhaltung eines
angemessenen Abstandes an einem unterhalb des Behälters angeordneten Strahlungsdetektor
vorbeiströmt, dadurch
gekennzeichnet1 daß im Boden des Verteilerbehälters Durchtrittsöffnungen
derart angeordnet sind, daß die Flüssigkeit in Form eines ebenen bzw. leicht gekrümmten
Flüssigkeitsbandes an dem vertikalen Einstrahlungsfenster bzw. der vertikalen Einstrahlungsfläche
eines horizontal angeordneten Detektors (z. B. Glockenzählrohr, Ionisationskammer,
Szintillationskristall) vorbeiströmt.
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In Betracht gezogene Druckschriften: Nucleonics, Bd. 13, 1952, Nr.
1, S.51.