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DE1073325B - Stabilisierungsemrichtung fur Fahrzeuge insbesondere Kraftwagen zum Ausgleich von Brems und Beschleuni gungsmckmomenten - Google Patents

Stabilisierungsemrichtung fur Fahrzeuge insbesondere Kraftwagen zum Ausgleich von Brems und Beschleuni gungsmckmomenten

Info

Publication number
DE1073325B
DE1073325B DENDAT1073325D DE1073325DA DE1073325B DE 1073325 B DE1073325 B DE 1073325B DE NDAT1073325 D DENDAT1073325 D DE NDAT1073325D DE 1073325D A DE1073325D A DE 1073325DA DE 1073325 B DE1073325 B DE 1073325B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vehicles
sprung
braking
drive housing
vehicle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1073325D
Other languages
English (en)
Inventor
Drechsel Stutt gart Armin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date
Publication of DE1073325B publication Critical patent/DE1073325B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G3/00Resilient suspensions for a single wheel
    • B60G3/18Resilient suspensions for a single wheel with two or more pivoted arms, e.g. parallelogram

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Stabilisierungseinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftwagen, zum Ausgleich von Brems-und Beschleunigungsnickmomenten Die Erfindung bezieht sich auf eine Stabilisierungseinrichtung für Fahzeuge, insbesondere Kraftwagen, zum Ausgleich, Teilausgleich oder zur überkompensierung von Brems- und Beschleunigungsnickmomenten.
  • Es sind bereits verschiedene Anordnungen bekannt, durch die dieses Ziel in mehr oder weniger vollkommener Weise erreicht werden kann. Sie weisen durchweg das Merkmal auf, daß die beim Bremsen bzw. Beschleunigen in der Radaufstandsfläche entstehenden längshorizontalen Reibungskräfte bzw. deren Reaktionskräfte durch das Rad und die Radführungsorgane in schräg ansteigender bzw. abfallender Richtung in den Fahrzeugrumpf geleitet werden, so daß der Hebelarm, mit dem die resultierende Kraft um den Schwerpunkt wirkt, gegenüber dem Hebelarm mit dem die längshorizontalen Reibungskräfte um den Schwerpunkt wirken verkürzt ist und das Nickmoment je nach der Länge und Lage des Hebelarms der resultierenden Kraft unter- oder oberhalb des Schwerpunkts gering, Null oder sogar entgegengesetzt wirkend wird. Dieses Prinzip setzt jedoch voraus, daß sich der Radaufstandspunkt beim Durchfedern nur senkrecht zur gewünschten schrägen Kraftrichtung bewegen kann und daß sich außerdem die Bremse unmittelbar am Rad bzw. das Ausgleichsgetriebe oder der sonstige Achsantrieb mit dem Rad auf der gleichen starren Achse befindet. Liegt die Bremse statt im Rad im abgefederten Fahrzeugteil oder ist das Ausgleichgetriebe oder der sonstige Achsantrieb dort untergebracht, so ist die angestrebte »Schrägstützenwirkung« zwischen Radaufstandspunkt und Schwerpunkt nicht erreichbar, da der Fußpunkt fehlt, in dem die aufrichtende Komponente der schrägen Kraft eine Reaktionsmöglichkeit gegenüber der Fahrbahn findet. Damit würde die Verringerung, Beseitigung oder Umkehrung der Brems- bzw. Beschleunigungsnickmomente bei vielen Fahrzeugtypen neuerer Bauart nicht durchführbar sein, oder sie müßten wieder auf außenliegende Bremsen und starre Antriebsachsen umgeändert werden, so daß die bereits erreichte Verringerung der unabgefederten Massen hinfällig würde.
  • Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Anordnung, die auch bei im abgefederten Fahrzeugteil untergebrachten Bremsen bzw. Achsantrieben die besagte Stabilisierungswirkung ergibt.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Statoren der Bremsen und (bzw.) das Achsantriebsgehäuse gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil im Sinne der Bremsrotordrehung und (bzw.) der Achsantriebsgehäuse-Mittelebene winkelbeweglich gelagert sind und von den Statoren die Reaktion des vom Rad her durch die Gelenkwelle in den Bremsrotor geführten Drehmoments und (bzw.) vom Achsantriebsgehäuse die Reaktion des Antriebs- bzw. Verzögerungsmoments unter Abstützung gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil an einen ebenfalls an diesem gelagerten Hebel oder Lenker weitergegeben wird, der sie unmittelbar oder mittelbar über bekannte mechanische Elemente in Form einer senkrechten Kraft auf das Rad überträgt.
  • Die Stabilisierung beim Bremsvorgang mit Hilfe der im abgefederten Fahrzeugteil untergebrachten Bremsen erfolgt somit bei einer Vorrichtung zum Ausgleich von Bremsnickmomenten nach der Erfindung dadurch, daß die Reaktion des vom Rad her durch die Gelenkwelle in den Bremsrotor geführten Drehmoments von einem gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil im Sinne der Bremsrotordrehung winkelbeweglichen Bremsstator aufgenommen wird, der sie unter Abstützung gegen den abgefederten Fahrzeugteil an einen ebenfalls an diesem gelagerten Hebel oder Lenker weitergibt, welch letzterer sie unmittelbar oder mittelbar über bekannte mechanische Elemente in Form einer senkrechten Kraft unter Reaktion auf den abgefederten Fahrzeugteil auf das Rad überträgt.
  • Die Stabilisierung beim Beschleunigen und Motorbremsen mit Hilfe des im abgefederten Fahrzeugteil untergebrachten Achsantriebs erfolgt somit bei einer Vorrichtung zum Ausgleich von Beschleunigungsnickmomenten nach der Erfindung dadurch, daß die Reaktion des Antriebs- bzw. Verzögerungsmoments von einem gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil im Sinne des Antriebs- bzw. Verzögerungsmoments winkelbeweglichen Achsantriebsgehäuse aufgenommen wird, das sie unter Abstützung gegen den abgefederten Fahrzeugteil an einen ebenfalls an diesem gelagerten Hebel oder Lenker weitergibt, welch letzterer sie unmittelbar oder mittelbar über bekannte mechanische Elemente in Form einer senkrechten Kraft unter Reaktion auf den abgefederten Fahrzeugteil auf das Rad überträgt.
  • Die geschilderten Maßnahmen zur Stabilisierung beim Bremsen und Beschleunigen können in einem Fahrzeug unabhängig voneinander oder verbunden durchgeführt werden, im letzteren Fall zum großen Teil mit ein und denselben Elementen.
  • An Hand der Zeichnung wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
  • Die Figur zeigt in perspektivischer Ansicht das Schema einer Vorderradabstützung mit innenliegenden Bremsen. Das Rad 1 ist mittels des rotierenden Stummels 2 in der feststehenden Nabe 3 gelagert, die mit dem Achsschenkel 4 ein Stück bildet, das durch die Querlenker 5 und 6 in den Lagern 7, 8, 9 und 10 gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil geführt ist. Die Drehstabfeder 11 stützt dieses System ab. Am inneren Ende des rotierenden Stummels 2 befindet sich ein Kreuzgelenk 12, das über eine Welle 13 und das Kreuzgelenk 14 den Bremsrotor 15 antreibt, der durch das Lager 16 innerhalb eines Lagers 17 gelagert ist, durch welches der Bremsstator 18 gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil Winkelbeweglichkeit erhält. Durch das Gelenk 19 ist der Bremsstator mit einer kurzen Zugstange 20 verbunden, die durch das Gelenk 21 an einem Hebel 22 angreift, der am inneren Ende einer querliegenden, im abgefederten Fahrzeugteil in Lagern 23 und 24 gelagerten Welle 25 sitzt. Deren äußeres Ende ist nach Art eines Querstabilisators horizontal abgebogen und wirkt über ein mit Kugelgelenken versehenes Zugglied 26 auf den Ouerlenker 5.
  • Beim Bremsen des im Bilde nach links fahrenden Fahrzeugs entsteht im Radaufstandspunkt R eine längshorizontale Reibungskraft entsprechend dem Pfeil a, die vom Rad als Drehmoment durch den rotierenden Stummel 2, das Kreuzgelenk 12, die Welle 13 und das Kreuzgelenk 14 auf den Bremsrotor 15 übertragen wird. Im Bremsstator 18 ergibt sich dadurch ein Reaktionsmoment, das als solches zwar dem Drehmoment entgegengesetzt ist, den Bremsstatör aber im Sinne des Pfeiles b mitzunehmen sucht. Vermöge der durch das Lager 17 bewirkten Entkoppelung gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil kann es vom Bremsstator weiterübertragen werden, was hier über das Gelenk 19, die Zugstange 20, das Gelenk 21 und den Hebel 22 auf die Welle 25 geschieht, die im Sinne des Pfeiles c verdreht wird und mit ihrem abgebogenen Ende auf das Zugglied 26 wirkt, welch letzteres auf den Querlenker 5 und damit auf das Rad 1 eine senkrechte Kraft ausübt, die entsprechend dem Pfeil d nach unten gerichtet ist. Nachdem das Rad nur wenig in dieser Richtung nachgeben kann, entsteht im Lager 24 eine Reaktionskraft entsprechend dem Pfeile, die den abgefederten Fahrzeugteil vorn gegenüber dem Bremsnickmoment aufzurichten sucht. Nach dem Lösen der Bremse verschwinden alle geschilderten Kraftwirkungen; beim Durchfedern des Rades oszilliert aber infolge der beschriebenen Koppelung der Bremsstator um das Lager 16. Die Drehstabfeder 11 sorgt zusammen mit den übrigen um die Querachse wirkenden Federn des Fahrzeugs für die Rückführung in die Mittellage. Die Anordnung bedingt keine Radstands-und Nachlaufänderungen und kann deswegen frei von diesen ausgeführt werden, obwohl sie sie, soweit erwünscht oder aus anderen Gründen unvermeidbar, auch zuläßt. Wenn sie mit einem bereits vorhandenen Querstabilisator kombiniert wird, wie er in der Figur durch die gestrichelte Linie 27 angedeutet ist, erfordert sie nur einen bescheidenen Mehraufwand, denn es kommt dann in der Hauptsache nur noch darauf an, zwischen den Punkten 19 und 21 eine mechanische Verbindung herzustellen.
  • Es ist leicht einzusehen, daß die Anordnung unter Austausch einiger Begriffe und Vorzeichen auch zum Ausgleich, Teilausgleich oder Überausgleich von Beschleunigungs- und Motorbremsnickmomenten dienen kann. In diesem Falle ist das Teil 15 als Achsantrieb und das Teil 18 als Achsantriebsgehäuse anzusehen. Die Anordnung kann auch als ein und dieselbe sowohl zum Ausgleich von Nickmomenten der Bremsen wie Nickmomenten aus der Beschleunigung oder Motorbremsung benützt werden, wozu es dann nur nötig ist, die Bremsstatoren mit dem Achsantriebsgehäuse zusammenzubauen und gemeinsam gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil zu lagern. Je nach Anordnung der Verbindungsglieder und Hebel kann die Einrichtung zur Stabilisierung an der Vorder- oder Hinterachse vorgesehen werden. Bei Anwendung von Scheibenbremsen ist es nicht nötig, den Bremsstator gegenüber dem Bremsrotor konzentrisch zu lagern.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Stabilisierungseinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftwagen, zum Ausgleich, Teilausgleich oder zur Überkompensierung von Bremsnickmomenten und (bzw.) Beschleunigungsnickmomenten, mit im abgefederten Fahrzeugteil untergebrachtenBremsen und (bzw.) Achsantriebsgehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß die Statoren (18) der Bremsen und (bzw.) das Achsantriebsgehäuse gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil im Sinne der Bremsrotordrehung und (bzw.) der Achsantriebsgehäuse-Mittelebene winkelbeweglich gelagert sind (17) und von den Statoren (18) die Reaktion des vorn Rad her durch die Gelenkwelle (13) in den Bremsrotor geführten Drehmoments und (bzw.) vom Achsantriebsgehäuse die Reaktion des Antriebs- bzw. Verzögerungsmoments unter Abstützung gegenüber dem abgefederten Fahrzeugteil an einen ebenfalls an diesem gelagerten Hebel oder Lenker (22) weitergegeben -werden kann, der sie unmittelbar oder mittelbar über bekannte mechanische Elemente (25, 26, 5) in Form einer senkrechten Kraft (d) auf das Rad (1) überträgt.
  2. 2. Stabilisierungseinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Kombination mit einem Querstabilisator (27). In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 431426, 2 434 055, 2289907.
DENDAT1073325D Stabilisierungsemrichtung fur Fahrzeuge insbesondere Kraftwagen zum Ausgleich von Brems und Beschleuni gungsmckmomenten Pending DE1073325B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1073325B true DE1073325B (de) 1960-01-14

Family

ID=597600

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1073325D Pending DE1073325B (de) Stabilisierungsemrichtung fur Fahrzeuge insbesondere Kraftwagen zum Ausgleich von Brems und Beschleuni gungsmckmomenten

Country Status (1)

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DE (1) DE1073325B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1159787B (de) * 1960-12-13 1963-12-19 Daimler Benz Ag Vorrichtung zum Ausgleich des Bremsnickens von Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen
DE1270971B (de) * 1962-07-05 1968-06-20 Auto Union Gmbh Einrichtung zum Ausgleich einer Bremsnickbewegung von Kraftfahrzeugen

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2289907A (en) * 1941-05-15 1942-07-14 Friedlaender Ernest Vehicle brake diving control
US2431426A (en) * 1943-07-28 1947-11-25 J T Alm Vehicle brake
US2434055A (en) * 1942-08-04 1948-01-06 J T Alm Vehicle brake mounting means

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