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DE1073151B - - Google Patents

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Publication number
DE1073151B
DE1073151B DENDAT1073151D DE1073151DA DE1073151B DE 1073151 B DE1073151 B DE 1073151B DE NDAT1073151 D DENDAT1073151 D DE NDAT1073151D DE 1073151D A DE1073151D A DE 1073151DA DE 1073151 B DE1073151 B DE 1073151B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenol
vitamin
cyanocobalamin
acetone
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1073151D
Other languages
English (en)
Publication date
Publication of DE1073151B publication Critical patent/DE1073151B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von reinem Cyanocobalamin Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von reinem Cyanocobalamin aus einem Vitamin-Bl2-Konzentrat mit einem Gehalt von weniger als 95 °/o.
  • Das Verfahren zeichnet sich durch sehr große Einfachheit der Ausführung aus und ist deshalb für die Anwendung in technischem Maßstab geeignet.
  • Das neue Verfahren läßt sich zur Isolierung von reinem Vitamin2 aus Konzentraten dieses Produkts anwenden, wie man sie nach bekannten Vorextraktions-und Vorreinigungsverfahren aus natürlichen Quellen, wie Kulturnüssigkeiten von Mikroorganismen, Abwässern und Leberextrakten mit einem Gehalt von mindestens 0, 5 °/oo Vitamin erhält. Die vorliegende Erfindung besteht darin, daß man eine wäßrige Lösung des Cyanocobalamins mit einem Gehalt von mindestens 0, 5 # Cyanocobalamin mit einer Menge eines Phenols, insbesondere eines Mono-, Di-oder Triphenols, die 2 bis 3 °/0 des Volumens der Lösung für Phenol selbst beträgt, behandelt, den hydratisierten, wohldefinierten Cyanocobalamin-Phenol-Komplex der allgemeinen Formel C63H88N14O14PCo-(R)n-(H2O)x in der n 2 oder 4, x eine Zahl zwischen 4 und 11 und R ein Phenol, insbesondere ein Mono-, Di-oder Triphenol, bedeutet, kristallisieren läßt, ihn absaugt, durch Auflösen in Wasser zerlegt und das Cyanocobalamin durch Zugabe eines mit Wasser mischbaren Lösungsmittels, wie Dioxan oder Aceton, ausfällt.
  • Die Fähigkeit verschiedener Phenole, entweder als solche oder im Gemisch mit verschiedenen Lösungsmitteln Cyanocobalamin aus wäßrigen Lösungen zu extrahieren, ist bekannt.
  • Aus Arbeiten von Friedrich und Bernhauer (Angewandte Chemie, 66, S. 776 bis 780 [1954] ; Z. fiir Naturforschung, 1954, S. 755 bis 761, entsprechend deutsche Auslegeschrift 1 016 898) ist es z. B. bekannt, daß das Behandeln einer wäßrigen Cyanocobalaminlösung mit einem monocyclischen Phenol, dessen Menge so zu wählen ist, daß die entstandene Lösung den Phenolsättigungsgrad fast erreicht oder sogar überschreitet, zu einer ölartigen Fällung führt, die aus einem Gemisch aus Cyanocobalamin und veränderlichen Phenolmengen besteht.
  • Diese nicht definierten Gemische, deren Zusammensetzung je mit den verwendeten Phenolmengen wechselt und die man als » Komplexe « vermutet hatte, dürften wahrscheinlicher gemäß der von Klo s a (»Die Pharmazie«, 1955, S. 102, 103) geäußerten ansicht und der durch eigene Untersuchungen beigebrachten Bestätigung, als adsorptive Fällungen betrachtet werden.
  • Bei Anwendung des Phenols beginnt die Fällung bei einer Mindestkonzentration von 6"/o. Die Änderungen der Zusammensetzung der oligen Fällung bei zunehmenden Phenolkonzentrationen ergeben sich wie folgt, wenn man von einer Cyanocobalaminlösung, die 10 mg Cyanocobalamin pro cm3 enthält, ausgeht.
    °/0 Phenol Zusammensetzung der öligen Fällung
    Cyanocobalamin (Phenol
    6. 34, 80/0 550/o
    7 27, 8 °/0 57 olo
    8 23-"/. 67%
    Die so erhaltene ölige Fällung liefert, mit Aceton gewaschen, durch Lösen des Phenols, das Ausgangs-Cyanocobalamin.
  • Zum Vergleich des kristallisierten Komplexes nach der Erfindung mit der öligen Fällung nach der deutschen Auslegeschrift 1 016 898 wurden beide mit Aceton gewaschen und vor und nach der Behandlung mit Aceton analysiert. Die erhaltenen Resultate sind im folgenden. wiedergegeben : 1. Kristallisierter Komplex nach der Erfindung Der nach Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung erhaltene Komplex wurde in Aceton bei Raumtemperatur suspendiert, mit Aceton gewaschen und im Vakuum getrocknet.
  • Analyse : 1 Cyanocobalamin 4 CsH50H 5 H20 Gehalt an Vitamin B12, spektrophotometrisch gemessen, vor Behandlung mit Aceton : berechnet............. 74, 4 °/0, gefunden............. 74, 6 °/o ; nach Behandlung mit Aceton : berechnet............. 74, 4°/0, gefunden............. 75,1% ; Gehalt an Phenol, colorimetrisch bestimmt, vor Behandlung mit Aceton : berechnet............. 20, 650/,, gefunden ........................... 18, 7 °/o ; nach Behandlung mit Aceton : berechnet............. 20, 65 °/o, gefunden............. 19, 0 °/0.
  • 2. Produkt nach der deutschen Auslegeschrift 1 016 898 106 mg an kristallisiertem Vitamin B12 werden in 15 ccm Wasser gelost. Man fügt 8% Phenol (1, 5 ccm einer 80% igen Lösung) hinzu. Das sich abscheidende rote Ö1 wird durch Zentrifugieren isoliert (Gewicht 490mg) und dann in 10 ccm Aceton suspendiert. Man beobachtet eine sofortige Auflösung des Öles und das Auftreten eines roten, mikrokristallinen Festkörpers. Man wäscht zweimal mit 10 ccm Aceton und trocknet im Vakuum.
  • Analyse : Gehalt an VitaminBl2, spektrophotometrisch gemessen, vor Behandlung mit Aceton......... 23 °/o nach Behandlung mit Aceton .............. 97, 2 °/0 Gehalt an Phenol, colorimetrisch gemessen, vor Behandlung mit Aceton........... 67 °/o nach Behandlung mit Aceton......... 0 °/0 Es ergibt sich ein grundlegender Unterschied zwischen beiden Produkten.
  • Das Produkt nach der vorliegenden Erfindung ist gegen Aceton stabil ; es handelt sich um einen Komplex mit Bindungen zwischen dem Vitamin B12 und dem Phenol.
  • Das Produkt nach der deutschen Auslegeschrift 1016 898 dissoziiert durch Zusatz von Aceton ; es handelt sich nicht um einen Komplex und es existieren keine Bindungen zwischen dem Vitamin B12 und dem Phenol.
  • Das Produkt verhält sich wie eine Lösung von Vitamin B12 in Phenol, die sich aus einer gesättigten Lösung von Phenol in Wasser ausscheidet. Dieses Ol ist in mit Wasser nicht mischbaren chlorhaltigen Lösungsmitteln, wie beispielsweise Chloroform, Trichloräthylen oder Tetrachloräthan, in Gegenwart von Phenol leicht löslich.
  • Auf Grund seines physikalischen Zustandes weist es den Nachteil auf, keine ausreichend wirksame Reinigungsstufe zu sein, da es die Rolle eines dritten Lösungsmittels spielt und somit einen großen Teil der Verunreinigungen mit sich führt.
  • Abgesehen von ihrem physikalischen Zustand sind die erfindungsgemäßen Kristallisate klar durch ihre Löslichkeitsverhältnisse gekennzeichnet. So sind beispielsweise die Komplexe mit Phenol selbst in Wasser mit 2 °/o Phenol, in Dichloräthan bzw. Trichloräthylen und selbst in Dichloräthan bzw. Trichloräthylen mit 10% Phenol unlöslich, von Aceton werden sie nicht zerlegt, was die Komplexbildung zwischen Phenol und Cyanocobalamin, i n Gegensatz zu den früheren öligen Fällungen, bestätigt.
  • Man stellt diese neuen hydratisierten phenolischen Komplexe her, indem man einem Vitamin-B12 Konzentrat mit einem Gehalt von weniger als 95 °/0 in wäßriger Lösung eine Menge eines Phenols, die unterhalb der Löslichkeitsgrenze des betreffenden Phenols in Wasser liegt, zusetzt, kristallisieren läßt und filtriert. Die so erhaltenen Komplexe dissoziieren beim Suspendieren in Wasser, und das in Freiheit gesetzte VitaminBl2 löst sich. Es genügt dann, dieser Lösung ein mit Wasser mischbares Lösungsmittel, in dem das Vitamin B12 nicht löslich ist, zuzusetzen, um kristallisiertes Cyanocobalamin in hohem Reinheitsgrad zu erhalten. Die an Phenol zuzusetzende Menge beträgt beispielsweise für Phenol selbst weniger als 3 0/, und vorzugsweise etwa 2"/o des Volumens der wäßrigen Lösung.
  • Bekanntlich bestehen wäßrige Lösungen von unreinem Vitamin2 aus einem Gemisch von Cyanocobalamin, Dicyanocobalamin und Hydroxocobalamin, die zusammen ausfallen, wenn man nicht den pEI-Wert sehr sorgfältig auswählt. Es wurde nun gefunden, daß das Dicyanocobalamin keine kristallisierten Hydrate der Phenolkomplexe liefert und bei dem Verfahren nach der Erfindung gelöst verbleibt, was einen zusätzlichen Vorteil darstellt.
  • Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens genügt es, zur Erzielung quantitativer Ausbeuten in einem Konzentrat mit einem Gehalt von wenigstens 0, 5°/00 Vitamin B12 das Hydrat des Phenolkomplexes durch Zugabe der gewünschten Menge des Phenols, z. B. für Phenol selbst etwa 2%, bezogen auf das Volumen des Konzentrats, zu bilden. Das Verfahren läßt sich selbstverständlich auf reichere Konzentrate sowie auf Lösungen des reinen Produkts anwenden, das man so wiedergewinnen will. Wenn man mit Konzentraten mit einem Gehalt unterhalb von 0, 5 # Vitamin B12 arbeitet, ist die Kristallisation schwieriger.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Man kann die Quelle der Vitamin-Bl2-Lösung sowie deren Konzentration, die Konzentration an Phenol, die zum Lösen des hydratisierten Phenolkomplexes des Vitamins B12 verwendeten Wassermengen und die Art des für die Ausfällung des Vitamins B12 verwendeten Lösungsmittels oder die Reihenfolge der Zugabe verändern, ohne aus dem Bereich der Erfindung zu gelangen.
  • Beispiel 1 Bildung des hydratisierten Komplexes Vitamin B12-Phenol aus einer Lösung von reinem Vitamin Bl2 und Wiedergewinnung des Vitamins B12 Eine Lösung von 100 mg kristallisiertem reinem Vitamin B12 in 10 ccm Wasser versetzt man mit 0, 2 ccm verflüssigtem Phenol. Es tritt zunächst vollständige Lösung ein. Falls erforderlich, bringt man die Kristallisation durch Kratzen der Gefäßwandung mit einem Glasstab in Gang und läßt die Kristallisation dann bis zum nächsten Morgen bei Zimmertemperatur bis zur Vollständigkeit fortschreiten.
  • Man saugt die Kristalle des Hydrats des gebildeten Phenolkomplexes ab, wäscht sie mit Aceton, im welchem sie unlöslich sind, und trocknet sie bei Zimmertemperatur im Vakuum. Ausbeute : 105 bis 110 mg hexagonaler, lebhaft roter Kristalle. Das Produkt ist in Methanol und in 80 °/ igem Phenol lös] ich, in Aceton, Dichloräthan und Dichloräthan mit 10 °/0 Phenol unlöslich. Seine Löslichkeit in phenolhaltigem Wasser ist in der Abbildung graphisch dargestellt. Bei Behandlung mit einer wäßrigen Lösung von Kaliumcyanid löst es sich selbst in Gegenwart eines Überschusses von Phenol auf Grund der Bildung von Dicyanocobalamin wieder auf. Auch vorher hergestelltes Dicyanocobalamin gibt keinen Komplex.
  • Durch Lösen von 100 mg des erhaltenen Komplexes in 10 ccm Wasser und Ausfällen mit 100 ccm Dioxan gewinnt man nach Absaugen und Trocknen etwa 90 mg Vitamin Bl2 purissimum.
  • Analyse des Hydrats des Phenolkomplexes : 1 Cyanocobalamin : C87H112N14O18PCO#5H2O Molekulargewicht : 1 821, 89 Berechnet.. C 57, 35%, H 6, 75 °/o, N 10, 76 °/o ; gefunden.... C 57, 1 °/0, H 6, 7 °/0, N 10, 7 %.
  • Vitamini-B12-Gehalt durch Spektrophotometrie : B12 Berechnet.............. 74, 4% ; gefunden.............. 74, 6 °/o.
  • Phenolgehalt durch Colorimetrie : C. H. OH Berechnet.............. 20, 65%, gefunden ........................... 18,7 %.
  • Beispiel 2 Herstellung des hydratisierten Komplexes Vitamin B12-Phenol aus einem Vitamin Bl2 mit einem Gehalt von weniger als 95 °/0 und Gewinnung des reinen Vitamins B12 Man löst 100 mg Vitamin Bl2 (nach Codex 72 % Gehalt ; H20 9, 6°/0) in 9, 8 ccm Wasser, setzt 0, 2 ccm verflüssigtes Phenol zu, leitet die Kristallisation durch Impfen mit einigen Kristallen des gemäß Beispiel 1 erhaltenen hydratisierten Komplexes ein, läßt 24 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur kristallisieren und saugt die Kristalle ab. Diese Kristalle des Hydrats werden in 10 ccm Wasser gelöst und zur Kristallisation des reinen Cyanocobalamins mit 100 ccm Dioxan versetzt. Man erhält 73 mg Vitamin B12 mit 12 °/0 Wasser (nach Codex Gehalt 99, 0 °/0), was einer Ausbeute von 97 entspricht.
  • Beispiel 3 Bildung des hydratisierten Komplexes Vitamin B12-Orcin In 20 ccm einer wäßrigen Lösung von 200 mg Cyanocobalamin bringt man 800 mg Orcin ein und erwärmt bis zur Lösung ganz schwach. Man läßt über Nacht im Eisbad stehen, saugt ab und trocknet im Vakuum bei gewöhnlicher Temperatur. Die so erhaltenen Kristalle werden mit Äther gewaschen, um einen gegebenenfalls vorhandenen Überschuß an Orcin zu entfernen, und erneut im Vakuum bei gewöhnlicher Temperatur getrocknet. Die so erhaltenen dunkelroten Kristalle (271 mg) sind in Aceton und Äther unlöslich und in Alkohol löslich. Sie dissoziieren in Wasser unter Freisetzung von Vitamin Bl2. Sie enthalten 70, 1°/o Vitamin Bis. Beim Trocknen im Vakuum bei 60°C verlieren sie 9, 9% ihres Gewichts an Wasser. Das so getrocknete Produkt enthält 76 °/0 Vitamin B12, was darauf hinweist, daß es sich um eine Kombination von 4 Molekülen Orcin mit einem Molekül Vitamin B12 handelt.
  • Analyse : Vitamin B12 Orcin (für das wasserfreie Produkt) Berechnet... C 59, H 6, 53, N10, 58, B12 73,19%; gefunden.. C 58, 8, H 6, 6, N 11, 1, B12 76 %.
  • Hydratation, berechnet nach dem Verlust : 11 H2O Diese Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben worden.
  • Durch Lösen in 100 Teilen Wasser und Zugabe von 10 Volumina Dioxan oder Aceton gewinnt man das kristallisierte Vitamin B12 mit einem Gehalt von über 95 0/, und in praktisch quarititativer Ausbeute zurück.
  • Bespiel 4 Bildung des hydratisierten Komplexes Vitamin B12-Phloroglucin Man arbeitet, wie im Beispiel 3 beschrieben, verwendet jedoch für 20 ccm einer wäßrigen Lösung von 200 mg Vitamin B12 200 mg Phoroglucin. Man erhält so 113 mg dunkelrote Kristalle, die in Aceton und Äther unlöslich und in Alkohol löslich sind. Sie dissoziieren in Wasser unter Freisetzung von Vitamin Bl2 und enthalten 83% Vitamin 812. Beim Trocknen im Vakuum bei 60°C verlieren sie 8, 8% ihres Gewichts an Wasser. Das so getrocknete Produkt enthält 90 °/0 Vitamin Bl2, was darauf hinweist, daß es sich um eine Kombination von 2 Molekülen Phloroglucin und 1 Molekül Vitamin BI. mit einem Gehalt von 8 bis 9 H2O handelt.
  • Analyse : Vitamin B12 Phloroglucin (für das wasserfreie Produkt) Berechnet.. C 56, 03, H 6, 27, N12, 19, B1284,33% ; gefunden.. C 56, H 6, 2, N 11, 9, B12 90 °/0.
  • Diese Verbindung ist in der Literatur noch nicht beschrieben worden.
  • Beispiel 5 Bildung des hydratisierten Komplexes Vitamin B12-Hydrochinon Man arbeitet, wie im Beispiel 3 beschrieben, verwendet jedoch für 20ccm einer wäßrigen Lösung von 200 mg Vitamin B12 1 g Hydrochinon. Man erhält so 142 mg dunkelroter Kristalle, die in Aceton und Ather unlöslich und in Alkohol löslich sind und in Wasser unter Freisetzung von Vitamin Bl2 dissoziieren. Sie enthalten 72, 5% Vitamin B12. Beim Trocknen im Vakuum bei 60°C verlieren sie 7, 6°/o ihres Gewichts an Wasser. Das enthydratisierte Produkt enthält 78 °/0 Vitamin Bt2, was darauf hinweist, daß es sich um eine Kombination von 4Molekülen Hydrochinon und 1 Molekül Vitamin B12 handelt.
  • Analyse : Vitamin B12 Hydrochinon Berechnet... C 58, 19, H 6, 28, N10, 92, B12 75,4% ; gefunden.. C 58, H 6,1, N 11, 2, B12 78 %.
  • Dieses Produkt ist in der Literatur noch nicht beschrieben worden.
  • Bei der Angabe der Formeln sowei der Analysenwerte wurde die neuerdings von Crowfoot Hodgkin und Mitarb. (Nature, 1956, 178, S. 65) für Vitamin2 aufgestellte Formel C63h88N14O14PCo zugrunde gelegt.
  • Beispiel 6 Zu 40 ccm einer wäßrigen Lösung von 585 y pro ccm reinem Cyanocobalamin fügt man 2 °/o Phenol hinzu und läßt 48 Stunden bei Raumtemperatur unter schwachem Animpfen mit einigen Kristallen des Komplexes stehen, worauf man den Niederschlag abtrennt, mit Aceton wäscht und trocknet. Man erhält 19 mg des kristallinen Komplexes, der, wie sich aus einer spectrophotometrischen Titrierung ergibt, 16, 3 mg reines Vitamin B12, d. h. 69 °/o, enthält. Die Mutterlaugen enthalten noch 180 y pro ccm, d. h. insgesamt 7, 2 mg B12 oder noch 30 °/0.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von reinem Cyanocobalamin, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung des Cyanocobalamins mit einem Gehalt von mindestens 0, 50/,, Cyanocobalamin mit einem Phenol, insbesondere einem Mono-, Di-oder Triphenol, in einer Menge verrührt, die unterhalb der Löslichkeitsgrenze des betreffenden Phenols in der Vitamin-Bl2-Lösung liegt, und bei Phenol (C6H5OH) 2 bis 3°/0 des Volumens-der Lösung beträgt, den hydratisierten wohldefinierten Cyanocobalamin-Phenol-Komplex der allgemeinen Formel C63H88N14O14PCo- (R) U- (H20)-in der n 2 oder 4, x eine Zahl zwischen 4 und 11 und R ein Phenol, insbesondere ein Mono-, Di-oder Triphenol, bedeutet, kristallisieren läßt, ihn absaugt, durch Auflösen in Wasser zerlegt und das Cyanocobalamin durch Zugabe eines mit Wasser mischbaren Lösungsmittels, wie Dioxan oder Aceton, ausfällt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Polyphenol, wie Orcin, Phloroglucin oder Hydrochinon, verwendet.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Pharmazie, 10, S. 102 bis 103, 1955 ; Zeitschrift f. Naturforschung, 9b, S. 755, 761, 1954.
    In Betracht gezogene ältere Patente : Deutsches Patent Nr. 1016 898.
DENDAT1073151D Pending DE1073151B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1213844B (de) * 1960-12-23 1966-04-07 Pierrel Spa Verfahren zur Gewinnung von reinem Vitamin B

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1016898B (de) 1953-02-05 1957-10-03 Aschaffenburger Zellstoffwerke Verfahren zur Reinigung von Vitaminen der B-Gruppe

Patent Citations (1)

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DE1016898B (de) 1953-02-05 1957-10-03 Aschaffenburger Zellstoffwerke Verfahren zur Reinigung von Vitaminen der B-Gruppe

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DE1213844B (de) * 1960-12-23 1966-04-07 Pierrel Spa Verfahren zur Gewinnung von reinem Vitamin B

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