DE1072697B - Dreipunktregler - Google Patents
DreipunktreglerInfo
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Classifications
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
- G05B11/00—Automatic controllers
- G05B11/01—Automatic controllers electric
- G05B11/012—Automatic controllers electric details of the transmission means
- G05B11/013—Automatic controllers electric details of the transmission means using discharge tubes
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieäbt sich auf einen elektrischen
Dreipunktregler, als einen Regler, der drei verschiedene Signale, z. B. »Links«, »Rechts« und »Null« als
Stellgröße abzugeben vermag. Eine bekannte Ausführungsform
dieser Dreipunktregler besteht aus zwei 5 gegeneinandergeschalteten Gasentladungs strecken, in
deren Anoden-Kathodenkreis die Wicklung eines zu steuernden Gleichstrommotors eingeschleift ist. Über
einen Transformators werden den Gittern der Gasentladungsröhren entsprechende Steuerimpulse zugeführt.
Je nach der Lage dieser Steuerimpulse wird die eine oder die andere der Gäsentladungsstrecken
leitend, woraus sich die drei möglichen Signale des Dreipunktreglers ergeben. Diese bekannte Ausführungsform
hat sich an sich gut bewährt, sie hat jedoch den Nachteil, daß insbesondere· wegen der beheizten
Kathoden eine hohe Störanfälligkeit gegeben ist. ■
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dreipunktregler aufzubauen, der den bekannten Formen
hinsichtlich Betriebssicherheit und Wartungsfreiheit überlegen ist, ohne auf die Vorteile hoher
Betriebsgenauigkeit verzichten zu müssen.
Der Dreipunktregler gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet durch die Verwendung einer funktionsmäßig
einzigen, ausgangsseitig durch Wechselstrom eingespeisten Kaltkathodenröhre, deren Anoden- und
Kathodenstf omkreis sich über zwei Steuerrelais od. dgl.
mit vorgeschalteten Gleichrichterelementen schließt und deren Zündelektrode durch S teuer spannungen
wechselnder Größe und/oder Polarität und gegebenenfalls auch wechselnder Phasenlage beaufschlagt wird.
Durch die Verwendung einer einzigen Kaltkathoden1 röhre ist einerseits die Störanfälligkeit wegen der verminderten
Zahl der Entladungsgefäße wesentlich herabgesetzt und gleichzeitig diie Lebensdauer wesentlich
erhöht, denn der Regler ist nur während der Betriebszeiten belastet.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem im nachfolgenden an Hand der Zeichnung beschriebenen
Ausführungsbeispiel.
Eine Kaltkathodenröhre 1 wird aus einem Wechselstromnetz, das durch den Transformator 2 angedeutet
ist, eingespeist. Zwischen den einspeisenden Tranformator 2 und der Anode 3 der Kaltkathodenröhre 1
sind die Gleichrichter 4 und 5 eingefügt. Die Verbindung der Kathode 6 mit dem Transformator 2 erfolgt
im wesentlichen über die Gleichrichter 7 und 8 sowie die Wicklungen der Steuerrelais 11 und 12. Die
weiteren kathodensekig angeordneten Schaltelemente werden weiter unten beschrieben.
An der Zündelektrode 13 der Röhre 1 ist über einen Vollweggleichrichter 14 aus einer weiteren Wicklung
15 des Transformators 2 das Steuerpotential derZünd-Dreipunktregler
Anmelder:
Siemens-Schucfcertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Herbert Poppinger, Nürnberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
elektrode über einen Widerstand 9 angelegt. Der Widerstand 9 dient ausschließlich zur Strombegrenzung,
während die Widerstände 16 und 17 einen Spanungsteiler bildenj mit dem das an die Zündelektrode
13 angelegte Potential eingestellt werden kann. Die Steuerspannung wird, falls es sich um eine
Wechselspannung handelt, über die Primärwicklung 10 des Übertragers 18 und im Falle einer Gleichspannung
über die Klemmen 19 und 20 an einem Widerstand 21 im Zuge der Poitentialleiitungen 22 eingeführt.
In den Zug der Leitungen 22 ist ferner ein Widerstand 30 eingeschaltet, an dem eine weitere Spannung
zur Erzielung einer an sich bekannten Kondensatorrückführung des Reglers eingeführt werden kann. Als
Spannungsquelle dient hierbei die Trafowicklung 23., die ebenso wie die Wicklung 15 mit dem Transformator
2 zusammengebaut sein kann. Über den Kontakt 24 und den Gleichrichter 25· bzw. über den Kontakt
26 und den Gleichrichter 27 wird die von der Trafowicklung 23 abgenommene Spannung zur Aufladung
dem Kondensator 29 zugeführt, der seinerseits entsprechend der Aufladungszeitkonstante, die durch den
Widerstand 28 und die Kapazität des Kondensators 29 bestimmt ist, ein entsprechendes Spannungspotential
beiderseits des Widerstandes 30 in den Leitungszug 22 einführt.
Um ein eindeutiges Dreipunktverhalten mit sicherer
Impulsgabe zu erzielen und zudem die Erfassung der S teuer spannung zu ermöglichen, sind kathodenseirig
weiterhin folgende Schaltelemente vorgesehen: Ein Gleichrichter 31 stellt die direkte Durchlaßverbindung
der Röhre zum Nullpotential her, das durch den Leiitungszug 32 gegeben ist. Zur Einstellung des Kathodenniveaus
sind ein verstellbarer Widerstand 33
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und ein Kondensator 34 vorgesehen. Ein hochohmiger Widerstand 35 und ein Gleichrichter 36 ergänzen die
kathodenseitig" angeordneten Schaltelemente.
Die Wirkungsweise des Dreipunktreglers gemäß der Erfindung ergibt sich wie folgt:
Im Takt der am Transformator 2 eingespeisten Wechselspannung liegt über die Gleichrichter 4 bzw. 5
Spannung an der Anode 3 der Röhre 1. Es sei angenommen, daß das Potential an der Zündelektrode 13
unterkritisch eingestellt ist, daß also die angelegte Spannung nicht ausreicht, um die Röhre 1 zu zünden.
An der Primärwicklung IQ des Übertragers werden nun zusätzlich zum angelegten Zündelektrodenpotential
eine von einem Geber „kommende Steuerwechselspannung
eingeführt. Überschreitet diese Steuerspannung eine vorbestimmte Größe, so wird die Zündspannung
überschritten, und die Röhre 1 führt Strom, je nach der Phasenlage, mit der die Steuerspannung
in den Übertrager 18 eingebracht werden, stimmen diese mit der negativen oder positiven Halbwelle der ao
Spannung des Transformators 2 überein. Es sei angenommen, daß die positive Halbwelle die Spannung
am Gleichrichter 4 erhöht und daß diese Spannung in Phase mit der Steuerspannung liegt. Hat die Röhre
gezündet, so schließt sich folgender Stromkreis: Transformator 2, Gleichrichter 4, Anode 3, Kathode 6,
Gleichrichter 31, Nullpotentialleitung 32, Widerstand
33 und über die Wicklung des Relais 12 und den Gleichrichter 8 zurück zum Transformator 2. Damit
zieht das Relais 12 an und gibt über nicht gezeichnete Kontakte eine entsprechende Stellgröße an die Regelstrecke.
Durch den Stromfluß im vorgenannten Kreis wird der Kondensator 34 entsprechend der Stromflußdauer
aufgeladen, womit eine Absenkung des an der Kathode 6 liegenden Potentials verbunden ist. Durch
diese Potentialabsenkung wird erreicht, daß auch für den Fall, daß die nachfolgende Halbwelle etwas
schwächer ausfällt, die Röhre weiterhin brennt, daß also der Regelimpuls nicht auf eine Halbwelle beschränkt
bleibt. Ferner wird hierdurch erreicht, daß der Brennzustand der Röhre eine dem Halteverhältnis
eines Relais entsprechende Eigenschaft erhält. Es handelt sich hierbei also um eine Rückkopplung, durch
die die Zündsicherheit gewährleistet wird.
Geht nun die Steuerspannung am Übertrager 18 ent-■weder
in ihrer Größe oder in ihrer Phasenlage auf andere Werte über, so wird schließlich trotz der Absenkung
des Kathodenpotentials der Punkt erreicht, an dem die an der Zündelektrode 13 liegende Spannung
nicht mehr ausreicht, um die Röhre zu zünden, so daß der Röhrenstromkreis unterbrochen und das
eingeschaltete Relais abgeworfen wird. Zur Herstellung des Ausgangskathodenpotentials ist der Kondensator
34 über die Gleichrichter 31 und 36 sowie die Widersitände
33 und 35 mit der Nullpotentialleitung verbunden. Durch die Polung der Gleichrichter ergibt sich
ein hoher Widerstand im Entladestromkreis, so daß die Entladung des Kondensators entsprechend verzögert
wird.
Liegt die Steuerspannung in einer entgegengesetzten Phasenlage, so spricht an Stelle des Relais 12 das
Relais 11 an. Im übrigen gelten die gleichen vorstehend gemachten Ausführungen.
Wird an Stelle einer Steuerweohselspannung, deren Phasenlage für das Arbeiten des Reglers bestimmend
ist und die z. B. über einen induktiven Drehmelder abgegriffen werden kann, eine Gleichspannung an den
Klemmen 19 und 20 eingeführt, so ergeben sich im Röhrenkreis die gleichen Verhältnisse. Wird an der
Klemme 19 der positive Pol. angelegt, so wird die eine Spannungshalbwelle in den Leitungen 22 angehoben
und die andere entsprechend abgesenkt. Es sei angenommen, daß durch ein positives Potential an der
Klemme 19 das Relais 11 anspricht, das phasengleich von der Wicklung des Transformators 2 eingespeist
wird. Diei übrigen Schaltvorgänge vollziehen sich in
genau der gleichen Weise, wie vorstehend für Wechselspannung beschrieben.
Für zahlreiche Regelaufgaben ist es wesentlich, daß der Regler, über eine sogenannte Rückführung verfügt,
daß also das auf die Regelstrecke gegebene Signal abhängig von der Regelgröße vorzeitig wieder gelöscht
wird. Beim Regler gemäß der Erfindung wird diese Rückführung durch eine Zusatzanordnung, die im
wesentlichen aus dem über, Gleichrichter einschaltbaren Kondensator 29 besteht, bewirkt. Hat das Relais 11 angezogen,
so schließt sich der Kontakt 24, und der Kondensator 29 wird über den Gleichrichter 25 und den Strombegrenzungswiderstand
28 von der Spannung der Trafowicklung 23 aufgeladen. Die am Kondensator liegende
Spannung wird beiderseits des Widerstandes 30 in die Potentialleitungen 22 eingeführt. Je länger der Regelimpuls
andauert, je langer also das Relais 11 angezogen bleibt, desto größer wird das am Kondensator
29 liegende Potential und damit auch die Rückführung.
Ein entsprechender Schaltvorgang ergibt sich, wenn an der Klemme 20 ein positives Potential angelegt
wird. In diesem Fall zieht dann das Relais 12 an und schließt damit auch den Kontakt 26. Hierbei wird
dann der Kondensator 29 umgekehrt polarisiert aufgeladen.
Im vorstehenden wurde gezeigt, daß durch den Regler gemäß der Erfindung drei einwandfrei definierte
Stellungen möglich sind, daß also drei verschiedene Signale auf die Regelstrecke gegeben werden können.
Es wurde ferner gezeigt, daß der Regler durch die Wirkung der Rückführung ein Pl-Verhalten erhält,
denn je nach Größe der Steuerspannung wächst auch die Ladung des Kondensators 34 an und damit die
Einschaltdauer des gesteuerten Relais. Mit dem Regler gemäß der Erfindung ist weiterhin die Möglichkeit
der Rückführung des Regelimpulses in vollem Umfange gegeben und die Einführung dieses Impulses in
sehr einfacher Weise möglich. Es ist selbstverständlich, daß die Rückführung nicht nur bei Einführung
der Steuarspannung in Form einer Gleichspannung, sondern auch bei der Steuerung mit phasenabhängiger
Wechselspannung voll wirksam wird. Ferner können, falls dies erforderlich ist, auch zwei oder mehr verschiedene
Steuerspannungen gleichzeitig eingeführt werden. Zur Leistungserhöhung des Reglers können
ebenso wie zur Erhöhung der Betriebssicherheit auch zwei oder mehrere Kaltkathodenröhren mit gleichen
Betriebswerten parallel geschaltet werden. Als Geber für die Steuerspannung können neben den bereits genannten
induktiven Drehmeldern auch ohmsche und kapazitive Geber eingesetzt werden. Die ohmsehen
Geber können ebensogut als Schleifwiderstände ausgebildet sein wie auch als Halbleiter, die durch Magnetfelder,
durch Licht oder sonstwie gesteuert werden.
Claims (4)
1. Dreipunktregler, gekennzeichnet durch die
Verwendung einer funktionsmäßig einzigen, ausgangsseitig durch Wechselstrom gespeisten Kaltkathodenröhre,
deren Anoden- und Kathodenstromkreis sich über zwei Steuerrelais od. dgl. mit vorgeschalteten Gleichrichterelementen schließt
und deren Zündelektrode durch Steuerspannungen
wechselnder Größe und/oder Polarität und gegebenenfalls
auch wechselnder Phasenlage beaufschlagt wird.
2. Dreipunktregler naoh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines Rückkopplungseffektes,
also zur Sdeherstellung der Zündung bei anhaltender Steuerspannung, Gleichrichter
und ein vom Zündstrom aufzuladender Kondensator in an sich bekannter Weise in die
Kathodenleitung eingefügt sind, derart, daß der Entladestromkceiis des Kondensators durch einen
den Hauptsitrom in der Röhre durchlassenden Gleichrichter hoehohmig gemacht wird.
3. Dreipunktregler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zündelektroden-
potential durch Vollweggleichrichtung einer mit der Anodenspannung phasengleichen Wechselspannung
vorzugsweise ohne nachfolgende Glättung gewonnen wird.
4. Dreipunktregler nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Rückführung des
Reglers ein Kondensator vorgesehen ist, der durch Kontakte der im Anodenkreis, liegenden Relais von
einer Fremdspannungsquelle über Gleichrichter aufgeladen wird, derart, daß entsprechend dem
Ladungszustand des Kondensators das Zündspannungspotential abgesenkt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 702 293.
Deutsche Patentschrift Nr. 702 293.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 708/238 12.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1072697B true DE1072697B (de) | 1960-01-07 |
Family
ID=597109
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1072697D Pending DE1072697B (de) | Dreipunktregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1072697B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232640B (de) * | 1962-03-27 | 1967-01-19 | Erich Kieback Dr Ing | Verfahren zur Dreipunktregelung und Schaltung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
| DE1256769B (de) * | 1960-07-20 | 1967-12-21 | Siemens Ag | Rueckfuehranordnung zur Veraenderung des UEbertragungsverhaltens eines Wechselspannungs-Regelverstaerkers |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE702293C (de) * | 1938-07-30 | 1941-02-04 | Aeg | Anordnung zur Speisung eines Gleichstrommotors fuer Rechts- und Linkslauf aus einem Wechselstromnetz ueber gesteuerte Entladungsstrecken |
-
0
- DE DENDAT1072697D patent/DE1072697B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE702293C (de) * | 1938-07-30 | 1941-02-04 | Aeg | Anordnung zur Speisung eines Gleichstrommotors fuer Rechts- und Linkslauf aus einem Wechselstromnetz ueber gesteuerte Entladungsstrecken |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1256769B (de) * | 1960-07-20 | 1967-12-21 | Siemens Ag | Rueckfuehranordnung zur Veraenderung des UEbertragungsverhaltens eines Wechselspannungs-Regelverstaerkers |
| DE1232640B (de) * | 1962-03-27 | 1967-01-19 | Erich Kieback Dr Ing | Verfahren zur Dreipunktregelung und Schaltung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
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