DE1072262B - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE1072262B DE1072262B DENDAT1072262D DE1072262DA DE1072262B DE 1072262 B DE1072262 B DE 1072262B DE NDAT1072262 D DENDAT1072262 D DE NDAT1072262D DE 1072262D A DE1072262D A DE 1072262DA DE 1072262 B DE1072262 B DE 1072262B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- line
- reversing
- valves
- switching
- vehicles
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 18
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 18
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 18
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 claims description 13
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 claims description 10
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 claims description 7
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 claims description 4
- 230000009347 mechanical transmission Effects 0.000 claims 2
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 claims 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 13
- 238000012806 monitoring device Methods 0.000 description 3
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 2
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 2
- 230000036962 time dependent Effects 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
- 238000013022 venting Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C17/00—Arrangement or disposition of parts; Details or accessories not otherwise provided for; Use of control gear and control systems
- B61C17/12—Control gear; Arrangements for controlling locomotives from remote points in the train or when operating in multiple units
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige pneumatische Schalteinrichtung für mit Klauenkupplungen versehene
Wendegetriebe von mit mehreren Führerständen ausgerüsteten Fahrzeugen, insbesondere dieselhydraulischen
Lokomotiven.
Für die Fernsteuerung von Wendegetrieben werden einwandfrei arbeitende Sicherheitseinrichtungen benötigt,
welche den folgerichtigen Ablauf der einzelnen Schaltvorgänge unter Ausschluß aller .anderen Schaltmöglichkeiten
erzwingen.
Es sind bereits derartige Fernsteuerungen für Wendegetriebe mit zeitabhängig wirkenden Sicherheitseinrichtungen
gegen eine unzulässige Drehmomentübertragung während des Schaltvorganges des Wendegetriebes bekanntgeworden. Bei Anlagen, die
nur die Schaltvorgänge eines Fahrschalters und eines Wendegetriebes aufeinander abzustimmen in der Lage
sind, ist es außerdem bekannt, eine Sicherheitseinrichtung vorzusehen, welche auch nach zeitlich beendigten,
aber trotzdem nicht vollständig vollzogenen Schaltvorgängen eine Belastung des Getriebes verhindern.
Im vorliegenden Fall sollen dieselhydraulische Schienenfahrzeuge mit mehr als einem Führerstand,
gegebenenfalls mit mehreren Wendegetrieben, und auch bei Kupplung zweier solcher Fahrzeuge völlig
betriebssicher so zu steuern sein, daß der Fahrzeugführer einen beliebigen Führerstand einnehmen kann,
um von dort aus sämtliche Motoren und Getriebe ein-. heitlich zu bedienen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Mittel gelöst, welche die Fahrschalter nur bei vollständiger,
gleichsinniger Schaltung sämtlicher Kupplungen der Wendegetriebe pneumatisch entriegeln.
Weitere den Unteransprüchen zu entnehmende Merkmale der Erfindung sollen an Hand zweier Ausführungsbeispiele
erläutert werden, wozu in der Zeichnung in
Fig. 1 das Schema einer Schalteinrichtung für ein mit dieselhydraulischem Antriet) versehenes Schienenfahrzeug
und in
Fig. 2 das Schaltschema für zwei derartige, miteinander gekuppelte Fahrzeuge dargestellt ist.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Einrichtung der Erfindung an die Hauptluftleitung 1 und den Druckluftbehälter
2 der nicht dargestellten Druckluftbremsanlage des Schienenfahrzeugs mit Leitung 3 und 4 der
Führerstände 5 und 6 angeschlossen. Eine weitere Leitung 7 führt von der Hauptluftleitung 1 zu einem
noch näher zu beschreibenden Überwachungsorgan 8 und teilt sich hinter diesem in zwei zu den Fahrschaltern
10 führende Leitungszweige 12 und 14. An beide Enden der Hauptluftleitung 1 sind Leitungen
16 und 18 angeschlossen, welche von entgegengesetzter Richtung in ein Doppelrückschlagventil 20 münden.
Selbsttätige pneumatische
Schalteinrichtung für Fahrzeuge,
insbesondere dieselhydraülische
Lokomotiven, mit Wendegetrieben
Anmelder:
Knorr-Bremse G.m.b.H.,
München 13, Möosacher Str. 80
München 13, Möosacher Str. 80
Rudolf Heller, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Diese Leitungen 16 und 18 können mittels der Ventile
21 und 22 gegen die Hauptluftleitung 1 abgesperrt werden. Für diesen Fall sind sie mit der Atmosphäre
verbunden, also entlüftet. Schließlich endet die dargestellte Hauptluftleitung 1 in zwei im ungekuppelten
Zustand mit der Atmosphäre verbundenen Schlauchkupplungen 23 und 24. Vom Doppelrückschlagventil
20 führt eine Leitung 25 in das zylindrische Gehäuse eines Kolbenventils 26. Bei Beaufschlagung des Kolbens
über die Leitung 25 schließt das Ventil 26 gegen die Kraft einer Feder die Verbindung zwischen den
Leitungen 27 und 28, welche beide in Zylinder 29 bzw. 30 des Überwachungsorgans 8 münden. Letzteres
weist eine einen Ventilkörper 31 betätigende Umsteuerplatte 32 auf, an deren Bodenfläche in den Zylindern
29 und 30 ruhende Steuerkolben 33 bzw. 34 befestigt sind. Beide Steuerkolben werden getrennt über
ihre Zuleitung 27 bzw. 28 beaufschlagt, wonach die Umsteuerplatte 32 gegen die Kraft einer Feder einen
Steuerhub ausführt, wobei sie den Ventilkörper 31 von seinem Sitz hebt und die bis dahin unterbrochene
Leitung 7 freigibt, so daß Druckluft der Hauptluftleitung 1 über die Zweigleitungen 12 und 14 in an den
Fahrschaltern 10 angeordnete Zylinder einströmen kann und einen Entriegelungskolben 35 bzw. 36 gegen
eine Federkraft, die Fahrschalter 10 entriegelnd, beaufschlagt. Die obenerwähnten Leitungszweige 3 und 4
der Hauptluftleitung 1 werden am besetzten Führerstand je nach der Stellung des als Drehschieber ausgebildeten
Fahrtwendeschalters 37 mit einer der Leitungen 38 oder 39 verbunden, während die andere entlüftet
wird. Am unbesetzten Führerstand werden
909 707/126
■ B- 3 4
durch Mittelstellung des Fahrtwendeschalters beide bildet und verbindet den Leitungszweig 3 bzw. 4 der
Leitungen 38 und 39 abgesperrt. Die eine Leitung 38 Hauptluftleitung 1 entweder mit der Vorwärts-Wende-
ist mit einer » Vorwärts-Wendeschaltleitung« 40, die schaltleitung 40 oder mit der Rückwärts-Wendeschalt-
andere Leitung 39 mit der »Rückwärts-Wendeschalt- leitung 41.
leitung« 41 verbunden, deren Enden in Kupplungs- 5 Wesentlich für die Bedienung der beiden Schalter
köpfen 42 und 43 ruhen, in welche zwei weitere Lei- 10 und 37 ist, daß die Betätigung des einen den
tungen;· eine Arretierleitung 44 und eine Arretier- anderen, dessen End-bzw. Nullstellung vorausgesetzt,
leitung 45, einmünden. All diese Leitungen lassen sich verriegelt, wobei eine nicht dargestellte Feder für den
mittels eines Hebels 46 gegen den Kupplungskopf 42 Fall der Nullstellung des Fahrschalters 10 den Riegel-
und 43 absperren. An das Druckluftsystem der vor- io hebel 84 in die Kerbe der Schaltscheibe 78 drückt,
liegenden Einrichtung ist die Arretierleitung 44 über Die Wirkungsweise der Einrichtung nach Fig. 1 ist
die Leitung 27 und die Arretierleitung 45 über die folgende:
Leitung 28 angeschlossen. -Von den beiden Wende- Soll ein Fahrzeug, das sich beispielsweise in Rückschaltleitungen
40 und 41 führen Leitungen 47 und 48 wärtsfahrt befindet, mittels der erfindungsgemäßen
bzw. 49 und 50 zu den beiden Umsteuerzylindern 52 15 Einrichtung nach Beendigung der Fahrt auf Vor-
und 53 der Fahrzeuggetriebe 54 und 55. Am Kolben wärtsfahrt umgeschaltet werden, so wird, nachdem
56 der Umsteuerzylinder 52 und 53 ist ein Hebel 58 das Fahrzeug abgebremst und der Fahrschalter 10
angelenkt, welcher in seinen beiden Endstellungen sich in Nullstellung (Leerlaufstellung des Motors)
bekannte Druckknopfventile 59 und 60 bzw. 61 und befindet, der Wendeschalter 37 am besetzten, in diesem
62 zu.öffnen vermag, wobei, ein Stift den Ventilkörper 20 Falle am rechts dargestellten Führerstand von Rückgegen
die Kraft einer Feder von seinem Sitz abhebt. wärts- auf Vorwärtsfahrt umgestellt, d. h., die Ver-Hierbei
erfolgt eine Verbindung zweier Druckluft- bindung der Leitungen 4 und 39 wird aufgehoben und
leitungen: Das eine Ventil 59 des einen Getriebes 54 mittels des Drehschiebers des Wendeschalters 37 die
überwacht nämlich die Verbindung einer aus der Lei- Leitung 38 und damit die Vorwärts-Wendeschalttung
48 abgezweigten Leitung 64 mit einer Leitung 25 leitung 40 an die Hauptluftleitung 1 angeschlossen.
65, die von dem einen Ventil 61 des anderen Getriebes Der Wendeschalter des unbesetzten Führerstandes
55 an eine Leitung 66 angeschlossen werden kann. verbleibt in der Mittelstellung. Dies hat zur Folge,
Das andere Ventil 62 des Getriebes 55 überwacht die daß sich die beiden Umsteuerzylinder 52 und 53 über
Verbindung einer Zweigleitung 68 der Leitung 49 mit die Leitungen 47 und 49 mit Druckluft füllen und
einer Leitung 70, welche in das zweite Ventil 60 des 30 mittels der Kolben 56 eine Umsteuerung des Hebels
Getriebes 54 mündet und dort mit einer Leitung 72 58 erfolgt. Hierbei löst sich die doppelseitige Schaltverbunden
werden kann. Die Leitungen 66 und 72 klaue und legt sich in die der Vorwärtsfahrt entmünden
jeweils in die Stirnseiten eines Doppelrück- sprechende Kupplungsklaue des Vorgeleges. Diese
schlagventils 74, welches mittels einer Zweigleitung Umsteuerung erfolgt bei beiden Getrieben 54 und 55
75 an die Leitung 27 angeschlossen ist. Der Hebel 58 35 in gleicher Weise. Sollte bei einem der beiden Gesteht
unter Kraftschluß mit einer nicht dargestellten triebe die Klauenkupplung nicht einrasten, was sich
Klauenkupplung des mechanischen Wendevorgeleges in einem in Verschlußstellungverharren eines der
des Turbogetriebes. Erst wenn die Kupplung zwischen Druckknopfventile 60 oder 62 bemerkbar macht, so
der zweiseitigen Hebelklaue und der Klaue des Vor- gilt das oben Gesagte:
wärts- bzw. Rückwärtsvorgelegegetriebes erfolgt ist, 40 Ein mit dem Fahrschalter 10 innerhalb des durch
läßt sich der Hebel 58 mittels des Steuerkolbens 56 in das Spiel des Stiftes 80 in der Aussparung 79 beseine
jeweils gewünschte Endlage bringen, in welcher stimmten Spielraumes ausgelöster Füllstoß bewirkt
das betreffende Druckknopfventil 59 bzw. 60 usw. die die formschlüssige Kupplung, beide Hebel 58 lassen
obenerwähnte Leitungsverbindung herstellt. Rasten sich in ihre Endstellung bewegen und öffnen die
die Klauen der Kupplung nicht völlig ein und steht 45 beiden Druckknopfventile 60 und 62. Damit werden
Klauenzahn auf Klauenzahn, so wird keine Endlage die Leitungen 70 und 72 und unter öffnen des Doppeides
Hebels 58 erreicht, d. h., das entsprechende Druck- rückschlagventils 74 die Leitungen 75 und 27 mit
knopfventil bleibt geschlossen. In diesem Fall genügt Druckluft aus dem Leitungszweig 68 der Leitung 49
ein geringfügiger, mit dem Fahrschalter 10 gegebener gefüllt.
Füllstoß auf den Primärteil des im Leerlauf des 50 Wie oben ausgeführt, sind die beiden Schlauch-Motors
entleerten Turbowandlers, so daß der Sekundär- kupplungen 23 und 24 mit der Atmosphäre verbunden,
teil und mit diesem die Vorgelegewelle und deren die Ventile 21 und 22 der Hauptluftleitung 1 abge-Kupplungsklaue
eine kleine Drehung ausführen, sperrt, so daß die Leitungen 16, 18 und 25 entlüftet
wobei unter Federvorspannung die Klauen ineinander sind. Mithin ist das Kolbenventil 26 nicht beaufeinrasten
und damit die Kupplung schließen. Der 55 schlagt, also unter Federdruck geöffnet. Über das
Hebel 58 bewegt sich dann in seine Endlage und öffnet Kolbenventil 26 füllt sich die Leitung 28 aus der
das zugehörige Druckknopfventil. Für die Einleitung Leitung 75 und beaufschlagt im Überwachungsorgan 8
dieses Füllstoßes ist eine Schaltscheibe 78 des Fahr- den Steuerkolben 34, während der Steuerkolben 33
schalters 10 so mit einer Aussparung 79, in welcher über die Leitung 27 druckbeaufschlagt ist Die Umein
Stift 80 des Entriegelungskolbens 35 bzw. 36 ruht, 60 steuerplatte 32 wird somit angehoben, der Ventilversehen,
daß der Fahrschalter 10 sich in seiner in körper 31 von seinem Sitz gehoben, und es strömt
der Zeichnung dargestellten Nullage gerade so weit durch das offene Ventil hindurch Druckluft der
bis zum Anschlag in der Verriegelung drehen läßt, Hauptluftleitung 1 über die Leitung 7 in die Zweige
wie es der beschriebene geringfügige Kupplungsfüll- 12 und 14, beaufschlagt die Entriegelungskolben 35
stoß erfordert. Beim Betätigen des Fahrschalters 10 65 und 36 der beiden Fahrschalter 10 und zieht damit
wird ein zweischenkeliger Riegelhebel 84 aus einer die Stifte 80 aus der Aussparung der Schaltscheibe 78.
Kerbe 82 in der Schaltscheibe 78 herausgedrückt und Damit ist die Gesamtsteuereinrichtung entriegelt, und
verriegelt dabei mit dem anderen Schenkel eine Schalt- der Fahrschalter läßt sich in jeder vom Fahrzeugscheibe
86 des Fahrtwendeschalters 37. Letzterer ist, führer während der Fahrt gewünschten Weise bewie
oben erwähnt, als Dreiwege-Drehschieber ausge- 70 dienen, wobei der Fahrtwendeschalter 37 durch den
zweischenkeligen Riegelhebel 84 verriegelt bleibt, so
daß die Getriebekupplung während der Vorwärtsfahrt nicht auf »Rückwärts« umgelegt werden kann.
Gemäß Fig. 2 sind zwei mit dem in Fig. 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel der Erfindung versehene. Fahrzeuge miteinander gekuppelt, wobei auch hier die
Forderung zu stellen ist, daß die miteinander gekuppelten Fahrzeuge von einem beliebigen der vier vorhandenen
Führerstände aus unter einwandfreier Überwachung erforderlicher Schaltvörgänge .sämtlicher
vier Turbogetriebe durch den Fahrzeugführer zu steuern, sind. Die Überwachung der Getriebekupplung'en
mittels der acht im beschriebenen Beispiel erforderlichen Druckknopfventile 59 bis 62 führt
dann zu folgender Schaltung und Wirkungsweise:
Nachdem die Frontkupplungen 23 und. 42 des einen Fahrzeugs mit den Heckkupplungen 24 und 43 des
anderen Fahrzeugs (oder auch, was aus Analogiegründen hier nicht beschrieben und dargestellt werden
soll, mit dessen Frontkupplungen 23 und 42) verbunden sind, wobei infolge der Überkreuzschaltung an den
Kupplungsköpfen 42 und. 43 die Arretierleitung 44 des einen Fahrzeugs mit der Arretierleitung 92 des
anderen Fahrzeugs und gleicherweise dessen Arretierleitung 94 mit der Leitung 45 des ersten Fahrzeugs
gekuppelt wird, muß eine durchgehende Hauptluftleitung 1 für beide Fahrzeuge geschaffen werden,
wo'zu die beiden Ventile 21 und 22 der miteinander
verbundenen Schlauchkupplungen 23 und 24 geöffnet werden, während selbstverständlich die entsprechenden
fahrzeugäußenseitigen beiden Kupplungen gegen die vereinigte Hauptluftleitung 1 abgesperrt bleiben.
Auch hier müssen sämtliche Wendeschalter an nicht besetzten Führerständen, in die nicht dargestellte
Mittelstellung gebracht werden.
Sollen nun die beiden beispielsweise in Rückwärtsfahrt befindlichen Fahrzeuge auf Vorwärtsfahrt umgeschaltet
werden, nachdem die Fahrzeuge abgebremst und der auf dem besetzten, im vorliegenden Falle
rechts außen liegenden Führerstand 6 befindliche Fahrschalter 10 vom Fahrzeugführer in die Nullstellung
gebracht ist (die übrigen Schalter 10 befinden sich ohnehin in Nullstellung), so wird der betreffende
Wendeschalter 37 von Rückwärts- auf Vorwärtsfahrt umgestellt, wobei wiederum die Verbindung der Leitungen
4 und 39, wie an der Einrichtung nach Fig. 1 erläutert, aufgehoben, die Leitung 39 entlüftet und
mittels des Drehschiebers des Fahrtwen.deschalters 37 die Leitung 38 und damit die VoTwärts-Wendeschaltleitung
40 an die vereinigte Hauptluftleitung 1 angeschlossen, wird. Damit ist gleichzeitig die Vorwärts-Wendeschaltleitung
100 des angekuppelten Fahrzeugs, dessen Führerstänide nicht besetzt sind, an die Hauptluftleitung
1 angeschlossen und damit auch eine zum Steuerzylinder 102 führende Leitung 104 sowie eine
Leitung 106 zur Beaufschlagung der Kolben 56 der auf dem anderen Fahrzeug befindlichen Umsteuerzylinder
102 und 108. Dies hat zur Folge, daß sich die Umsteuerzylinder 52, 53, 102 und 108 über ihre
Zuleitung 47, 49, 104 und 106 mit Druckluft füllen und mittels der Kolben 56 der Umsteuerzylinder 52,
53, 102 und 108 eine Umsteuerung der Hebel 58 erfolgt. Die Umsteuerung erfolgt bei sämtlichen Getrieben
in der gleichen, bereits oben erwähnten Weise durch Betätigen des Fahrtwendeschalters 37 am besetzten
Führerstand. Sollte bei einem der vier Getriebe eine Klauenkupplung nicht einrasten, was sich,
wie ausgeführt, dadurch äußert, daß eines der Druckknopfventile der Getriebe eine Leitungsverbindung
nicht öffnet, so bleiben sämtliche Fahrschalter 10 verriegelt. Eine am besetzten Führerstand mit dem Fahrschalter
10 innerhalb des durch das Spiel des Stiftes 80 in der Aussparung 79 bestimmten Spielraumes
ausgelöster Füllstoß bewirkt die formschlüssige Kupplung auch bei den noch nicht miteinander in
Eingriff gebrachten Kupplungsklauen, womit sich sämtliche Hebel 58 in ihre Endstellung bewegen lassen
und die Druckknopfventile 60, 62, 110 und 112 öffnen. In dem vom Fahrzeugführer besetzten Fahrzeug
ίο füllen sich damit die Leitungen 70 und 72 und unter
öffnen des Doppelrückschlagventils 74 die Leitungen 75 und 27 mit Druckluft aus dem Leitungszweig 68
der Leitung 49 und ebenso der Zylinder 29 des Überwachungsorgans 8. In dem führerlosen Fahrzeug
erhalten über einen Leitungszweig 114 der Leitung 106 und über das jetzt geöffnete Druckknopf ventil 110
eine Leitung 116, welche zum Druckknopfventil 112 führt, und eine hinter diesem gelegene Leitung 118
Druckluft aus der gemeinsamen Vorwärts-Wendeschaltleitung 40, 100. Das so druckbeaufschlagte
Rückschlagventil 120 des unbesetzten Fahrzeugs öffnet sich und läßt die Druckluft über eine Leitung 122 und
eine Leitung 124 in den Steuerzylinder 126 sowie in das Kolbenventil 128 einströmen. Letzteres ist über
eine Leitung 130 und das Doppelrückschlagventil 132 sowie eine Leitung 134 mit. der Hauptluftleitung 1
verbunden und besitzt einen Kolben mit gegen die Leitung 134 großer Kolbenfläche und gegen die Leitung
122 kleiner Ventilsitzfläche, so daß das Ventil 128 auch geschlossen bleibt, wenn sich der mit der
Leitung 122 verbundene Ventilraum mit Druckluft auffüllt. Die unter Druck stehende Leitung 124: ist
mit der Arretierleitung 94 verbunden, und über beide strömt Druckluft durch' die vereinigten Kupplungsköpfe
43 und 42 hindurch infolge Überkreuzschaltung in die Arretierleitung 45 des Führerfahrzeugs, wo>
sie schließlich über die Leitung 28 den Steuerkolben 34 beaufschlagt. Jetzt öffnet das Überwachungsorgan 8
die Entriegelungsleitung 7. Gleichzeitig zu diesem Vorgang wird aus der gefüllten Leitung 27 über die
Arretierleitung 44 die mit dieser über Kreuz geschaltete Arretierleitung 92 und die Leitung 136 der
Steuerzylinder 138 des anderen Fahrzeugs aufgefüllt, was ein Anheben der Umsteuerplatte 142 des Überwachungsorgans
140 und ein Anheben, des Ventilkörpers 144 bewirkt, so daß aus der Hauptluftleitung
1 über die Leitungen 146 und 148 sowie die Leitungszweige 150 und 152 zu den Entriegelungs- '
zylindern der Fahrschalter der beiden unbemannten Führerstände Druckluft fließt. Damit ist die Möglichkeit
gegeben, daß sich beide Fahrzeuge auch von diesen Fahrschaltern aus bedienen lassen, falls dies
gewünscht wird.
Die Erfindung beschränkt sich nicht ausschließlich auf Fahrzeuge mit hydraulischem oder teilweise
hydraulischem Getriebeteil, sondern läßt sich auch auf rein mechanische Fahrzeuggetriebe anwenden. An
Stelle des Füllstoßes können die Klauenkupplungen z. B. auch durch vorgeschaltete Reibungskupplungen
miteinander in Eingriff gebracht werden.
Claims (9)
1. Selbsttätige pneumatische Schalteinrichtung für mit Klauenkupplungen versehene Wendegetriebe
von mit mehreren Führerständen ausgerüsteten Fahrzeugen, insbesondere dieselhydraulischen
Lokomotiven, gekennzeichnet durch Mittel, welche die Fahrschalter (10) nur bei vollständiger,
gleichsinniger Schaltung· sämtlicher Kupplungen der Wendegetriebe pneumatisch entriegeln.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fahrschalter (10) Einrichtungen (Schaltscheibe 78 mit Aussparung 79) aufweisen,
die auch bei Verriegelung der Fahrschalter durch nicht vollständig geschaltete Kupplungen
deren vollständige Schaltung anzuregen ermöglichen.
.3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungsänderung
eines Schaltmittels des mechanischen Getriebes (Hebel 58) eine Umsteuerung von Ventilen
(59 und 60 bzw. 61 und' 62) zum Zwecke der Beaufschlagung eines Entriegelungskolbens (35 bzw.
36) des Fahrschalters (10) aus der Hauptluftleitung (1) der Druckluftbremse veranlaßt.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Druckluftkreis
zwischen der Hauptluftleitung (1) und dem Entriegelungszylinder am Fahrschalter (10) ein durch
die in ihrer Stellung vom mechanischen Getriebeteil abhängigen Ventile (59, 60, 61 und 62) gesteuertes
Überwachungsorgan (8) angeordnet ist.
5. Einrichtung nach Anspruch' 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Überwachungsorgan (8) eine
einen Ventilkörper (31) betätigende Umsteuerplatte (32) mit an deren Bodenfläche befestigten
Steuerkolben' (33 und 34) aufweist, deren jeder an einen unabhängigen Leitungszweig (27 bzw. 28)
so angeschlossen ist, daß erst die Beaufschlagung beider Steuerkolben einen Steuerhub der Umsteuerplatte
bewirkt.
6. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (59, 60, 61 und 62)
als bekannte Druckknopfventile ausgebildet sind.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckluftleitung
der Getriebe für die Stellung »Wendeschaltung vorwärts« (40) und eine Leitung »Wendeschaltung
rückwärts« (41) mittels des Fahrtwendeschalters (37) wahlweise mit der Haupluftleitung (1) verbunden
werden kann.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß je ein mit den Wendeschaltleitungen
(40 und 41) verbundener, zu dem Überwachungsorgan (8) führender Leitungszweig
(64 und 68) am Getriebe (54 bzw. 55) mittels eines der Druckknopfventile (59, 60, 61 und 62)
absperrbar ist.
9. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß beim Kuppeln von
zwei mit Wendegetrieben versehenen Schienenfahrzeugen Kolbenventile (26 und 128) zwangläufig
derart umsteuerbar sind, daß die Ver- und Entriegelung sämtlicher Fahrschalter (10) beider
Fahrzeuge gemeinsam in Abhängigkeit· von der Stellung sämtlicher Wendegetriebe beider Fahrzeuge
erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 598 719, 701 241, 550;
USA.-Patentschrift Nr. 2 326 911;
deutsche Patentanmeldung M 4194II/20b (bekanntgemacht'
am 30. 4. 1952);
Galle & Witte, »Die Kleinlokomotive im Rangierdienst auf Unterwegsbahnhöfen der Deutschen
Reichsbahn« (Verkehrswissenschaftliche Lehrmittel-Gesellschaft m. b. H. bei der Deutschen Reichsbahn,
Berlin, 1932), S. 210/211.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1072262B true DE1072262B (de) | 1959-12-31 |
Family
ID=596775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1072262D Pending DE1072262B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1072262B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1144312B (de) * | 1961-07-21 | 1963-02-28 | Krauss Maffei Ag | Steuerung fuer Lokomotiven mit elektrisch angetriebenen und gebremsten Fahrmotoren und/oder elektrisch gesteuerten Antriebsmotoren, insbesondere fuer dieselelektrische Lokomotiven |
-
0
- DE DENDAT1072262D patent/DE1072262B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1144312B (de) * | 1961-07-21 | 1963-02-28 | Krauss Maffei Ag | Steuerung fuer Lokomotiven mit elektrisch angetriebenen und gebremsten Fahrmotoren und/oder elektrisch gesteuerten Antriebsmotoren, insbesondere fuer dieselelektrische Lokomotiven |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP4330110B1 (de) | Automatische zugkupplung und verfahren zum entkuppeln einer automatischen zugkupplung | |
| EP1105304B1 (de) | Parksperre für automatische getriebe von kraftfahrzeugen | |
| DE102021111206A1 (de) | Automatische Zugkupplung und Verfahren zum Entkuppeln einer automatischen Zugkupplung | |
| DE10212038A1 (de) | Parksperre | |
| DE102015214037A1 (de) | Parkbremssystem | |
| DE4322523A1 (de) | Steuereinrichtung für ein automatisches Kraftfahrzeuggetriebe | |
| DE10052261A1 (de) | Steuereinrichtung für die Parksperre eines Kraftfahrzeugs | |
| EP1386810B1 (de) | Kombiventil für Anhängefahrzeuge mit Feststellbremse | |
| DE2507168C2 (de) | Sitz- und Bedienungseinheit eines Nutzfahrzeuges | |
| DE102020121087A1 (de) | Automatische Luftkupplung für ein Schienenfahrzeug und Verfahren zum Kuppeln von automatischen Luftkupplungen von Schienenfahrzeugen | |
| DE3422056C2 (de) | ||
| DE2132282C3 (de) | Anordnung der Vorrichtungen zum Betätigen der Bremsen und zum Einsteiien der Kraftstoffzuruhr für Kraftfahrzeuge mit mindestens einer Antriebsmaschine und zwei Bedienungsständen | |
| DE1072262B (de) | ||
| DE4323485A1 (de) | Stelleinrichtung für Kraftfahrzeugkupplungen | |
| EP1410970A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Belüften und Entlüften von Federspeicherzylindern sowie Feststellbremsanlage | |
| DE102020113497A1 (de) | Sicherungsvorrichtung zum Sichern eines Stillstands eines Elektrofahrzeugs | |
| DE1803829B2 (de) | Antriebsvorrichtung zum antrieb einer welle in beiden drehrichtungen | |
| DE4202666C2 (de) | Umstelleinrichtung für Druckluftbremsen von Schienenfahrzeugen | |
| DE1246011C2 (de) | Steuerungsanlage fuer Lokomotiven | |
| DE4222569C2 (de) | Mittelpufferkupplung der Bauart Scharfenberg für Schienenfahrzeuge mit indirekt wirkender Druckluftbremse | |
| DE1953105C3 (de) | Vorrichtung zum selektiven Entkuppeln für als Mittelpufferkupplungen mit Leitungskupplungen ausgebildete Kupplungen von Schienenfahrzeugen | |
| DE2305391A1 (de) | Vorrichtung zum automatischen kuppeln und entkuppeln von eisenbahnwaggons | |
| AT208921B (de) | Schalteinrichtung für ein Schaltgetriebe | |
| DE738771C (de) | Mechanische Fahrsperre fuer insbesondere in zwei Richtungen fahrende Triebfahrzeuge | |
| DE449697C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Bremsung von Fahrzeugen |