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DE1071592B - - Google Patents

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Publication number
DE1071592B
DE1071592B DENDAT1071592D DE1071592DA DE1071592B DE 1071592 B DE1071592 B DE 1071592B DE NDAT1071592 D DENDAT1071592 D DE NDAT1071592D DE 1071592D A DE1071592D A DE 1071592DA DE 1071592 B DE1071592 B DE 1071592B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaft
desiccant
drying agent
ring
agent introduction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1071592D
Other languages
English (en)
Publication date
Publication of DE1071592B publication Critical patent/DE1071592B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/16Evaporating by spraying
    • B01D1/18Evaporating by spraying to obtain dry solids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Trockengut aus versprühtem flüssigem Gut in einem Schacht In der Trocknertechnik hat die Vergrößerung der Trocknungsgutoberfläche zur Abkürzung der Trocknun.gszeit zu Verfahren geführt, bei denen das flüssige Trocknungsgut zerstäubt einem Warmluftstrom ausgesetzt wird. Bei den bekannten Verfahren genügt die Beschaffenheit des Trockengutes oft nicht zur Weiterverarbeitung. In der keramischen Industrie beispielsweise kann pulverförmiges, in den bekannten Zerstäubungs-TrocknungWsverfahren gewonnenes Trockengut nur selten weiterverarbeitet werden, weil dafür eine bestimmte Korngröße vorausgesetzt wird. In anderen Industrien verlangt man eine gewisse Größe und Porosität des Kornes. Solchen Forderungen konnten die bekannten Zerstäubungs-Trocknungsverfahren nicht nachkommen.
  • Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Gewinnung von Trockengut bestimmter Korngröße in einem Schacht mit Einsprühung des flüssigen Gutes im oberen Bereich dieses Schachtes an einer zentralen Stelle. Das Feingut wird dabei vom Trocknungsmittelstrom, von der Ab luft, nach oben aus dem Schacht hinausgeführt und das Grobgut im Bereich des Schachtbodens abgezogen. Man hat erkannt, daß das feinversprühte flüssige Gut und das Trocknungsmittel über den Querschnitt des Schachtes so verteilt werden müssen, daß sie möglichst inm)g miteinander in Berührung kommen.
  • Erfindungsgemäß wird. vorgeschlagen, das Trocknungsmittel in Form zweier mit ihren Grundflächen einander entgegengerichteter Kegel von unten und von oben in den Schacht einzwführen, wobei der dabei gebildete Doppelkegel das zu trocknende Gut allseitig umhüllt. DieGeschwindigkeiten und die Temperaturen beider Trocknungsmittelströme müssen dabei so eingestellt und aufeinander abgestimmt werden, daß die feineren Gutteilchen bis zu ihrer Vereinigung zu gröberen Gutteilchen der gewünschten Korngröße in der Schwebe gehalten werden, so daß nur Feinstgutteile oben aus dem Schacht ausgetragen werden. Weiterhin soll nach Einstellung der einer bestimmten Korngröße des Gutes entsprechenden Trocknungsmi ttelgeschwindigkeit ein Trocknungsm ittel feuchtemesser über ein Einsteilglied die Temperatur des in den Schacht einzublasenden Trocknungsmittels beeinflussen. Die mit der Ab luft entweichenden Teile des Feingutes können in einem Staubabscheider abgeschieden und mittels eines Trägerluftstromes erneut dem Sprühbereich im Schacht zugeführt werden. Es hesteht auch die Möglichkeit, Gutstaub, der in anderen Betriebsanlagen anfällt, mittels eines Trägerluftstromes dem Sprühbereich im Schacht zuzuführen.
  • Bei der ANwendung des Verfahrens nach der Erfindung wird folgendes bewirkt: Nur Gutteilchen über einer bestimmten Korngröße fallen gegen den von unten kommenden Trocknungsmittelstrom auf den Boden des Schachtes bzw. in den Austrag. Ablagerungen an der inneren Mantelfläche des Schachtes werden vermieden. Die Feingutteilchen werden auf dem kegelförmigen Troaknungsmittelstrom so lange in der Schwebe gehalten, bis sie durch Zusammenballung (Koagulier.ung) zu einer bestimmten Korngröße angewachsen sind und hinabfallen. Die verbleibenden FeingutteiTchen werden von der Abluft nach oben aus dem Schacht ausgetragen, wobei die noch rricht ganz trockenen durch den von oben in den Schacht geblasenen Trocknun!gsmittelstrom fertig getrocknet werden. Dieser Trocknungsmittelstrom kann dabei eine andere, z. B. höhere Temperatur aufweisen als der von unten kommende.
  • Bei zu feuchtem oder zu trockenem Gut werden die Temperaturen beider Ströme selbsttätig, z. B. durch einen Trocknungsm.ittelfeuchtemesser und -geber geregelt.
  • Die Trocknerabluft entweicht am oberen Ende des Schachtes und führt dabei das getrocknete Feingut mit. Wenn dieses in dem Trockengut unerwünscht ist, wird es durch einen Trägerluftstrom zur Wiederkoagulierung erneut in den Sprühbereich eingeblasen.
  • Um die Trncknerabluft wärmewirtschaftlich möglichst gut auszunutzen, kann man sie oder einen Teil davon nach einer Reinigung dem Trocknungsprozeß wieder zuführen.
  • Auch der sonst in den betreffenden Betrieben anfallende Gutstaub, z. B. von Pr.essen, Zerkleinerungs--anlagen u. dgl., kann in dem dargestellten Verfahren verwendet werden. Dieser Staub wird abgesaugt und mit der Trägerluft in den Schacht eingeblasen.
  • Der Trocknuiigsschacht kann aus zylindrischen und kegelförmigen Teilen hestehen. Zur hessercn Wichtung ist es zweckmäßig, den Schacht im mittleren Teil von der Vereinigungszone der Gutteilchen beginnend nach unten hin zu verjüngen.
  • Die l'rockn-ungsmitteleinftihrung im Unterteil erfolgt aus einem z. B. aus mehreren Kammern oder Sektoren gebildeten Ringraum. Sie kann auch aus kreisförmig angeordneten Düsen erfolgen. Die Kreisringsektoren oder Düsen haben einstelihare Eintrittsquerschnitte für je eine für sich einstellbare Zuführung aus einem Ringrohr und gegebenenfalls Einstellklappen am Austritt in den Trocknungsschacht zur Beeinflussung der Strömungssgeschwindigkeiten.
  • Die Zeichnung zeigt .ßvusführungsformen des neuen Trockners. in Fig. l im im lotrechten Schnitt, in Fig. 2 im Schnitt A-.4 durch Fig. 1, in Fig. 3 im Schnitt B-B durch Fig. 1, in Fig. 4 eine andere Ausführungsform im lotrechten Schnitt, in Fig. 3 im Schnitt C-C durch Fig. 4. in Fig. 6 eine Gesamtanlage im lotrechten Schnitt, in Fig. 7 den Sprüheinsatz im lotrechten Schnitt.
  • Der Trocknungsschacht 1 mit dem Deckel 2, dem Sprüheinsatz 3 und den Abzugsrohren 4 ist in einen zylindrischen Oberteil 5, dem ein kegelförmiger Teil 6a und ein kegelförmiger Mittelteil 6 vorgeschaltet sein kann (Fig. 4), aufgeteilt. Das Trocknungsmittel strömt aus der Zuleitung 12 durch das Ringrohr 8, die mit Einstellklappen besetzten Leitungen 9 und den Ringraum 7 von unten in den Schacht. Das Trocknungsmittel kann auch tangential (Fig. ã, Rohr 13) dem Schacht zugeführt werden. Durch das Rohr 10 fällt das getrocknete Gut in den Austrag 11, der eine kontinuierlich arbeitende Austragvorrichtung aufweisen kann.
  • Die Vorgänge im Trocknungsschacht zeigt Fig. 6.
  • Die gestrichelten Linien stellen die Geschwindigkeitsverteilung dar. Der Trocknungsmittelstrom aus dem Ringraum 7 bildet einen Kegelmantel 14 von hoher Geschwindigkeit. Auch die nächsten Linienzüge 15 und 16 haben noch Kegelmantelfortn, während die darüberliegenden 17 bis 19 Muldenform haben. Bei den Linien 20 und 21 wird das flache Profil durch den Sprühstrahl von oben eingedrückt.
  • Der Sprühstrahl verliert nach unten an Geschwindigkeit. Dabei trocknet das Sprühgut im Gegenstrom rasch. Die feinen Teilchen werden durch das ihnen entgegenströmende Trocknungsmittel in der Schwebe gehalten und getrocknet. Dadurch gewinnen sie wieder an Auftrieb und kommen mit anderen, noch klebfähigen Teilchen in Berührung, mit denen sie sich dann zusammenballen, bis eine bestimmte erwünschte Korngröße erreicht ist, und fallen dann in den Austrag.
  • Die Trocknerabluft zieht oben aus dem Schacht durch die Rohre 4, die Staubabscheider 23 und die Rohre 24 ab. Die Austrittsöffnungen für die Abluft können im Deckel, im Mantel oder in einer Zwischendecke angeordnet sein.
  • Das Trocknungsmittel für den oberen Trocknungsmittelkegel 22 ist vorgewärmt und wird nach Fig. 6 durch das Rohr 25 dem Sprüheinsatz zugeführt. Das Trocknungsgut wird durch das Rohr26, die Sprühluft durch das Rohr 27 zugeleitet. Der zurückgewonnene Staub wird mit einem Trägerstrom durch die Rohre 29 und 28 in den Sprüheinsatz zurückgeführt oder z. B. durch eine Ringdüse direkt in die Schwebezone eingeblasen.
  • [m Sprüheinsatz nach Fig. 7 fließt das L-rocknungrgut durch das Rohr 30 in die Düse 31, die Sprühluft durch Zuleitungen 27 und Rohr 33. Durch den Stutzen 36 uncl das Rohr 35 wird das Feingut voii den Staubalischeidern oder Filtern eingeleitet. und durch dcii Stutzen 38 strömt das Trocknungsmittel in den Ringraum 37 mit der Austrittsoffnung 39 und bildet von hier aus den oberen Trocknungsmittelkegel um das versprühte Gut und das aus der Offnung40 zugeführte Luft-Feinstaub-Gemisch.
  • Der Spruheinsatz wird mit der Flanschverl>indung 41 am Deckel 2 befestigt.
  • PTENTINSPRüCHE: 1. Verfahren zur Gewinnung von Trockengut in einem Schacht mit Einsprühung des flüssigen Gutes in dessen oberen Bereich an einer zentral gelegenen Stelle, wobei das Feingut vom Trocknungsmittelstrom, von der Abluft, nach oben aus dem Schacht hinausgeführt und das Grobgut im Bereich des Schachtbodens abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknungsmittel in Form zweier mit ihren Grundflächen einander entgegengerichteter Kegel von unten und von oben in den Schacht eintritt, wobei der dabei gebildete Doppelkegel das zu trocknende Gut allseitig umhüllt, und daß die Geschwindigkeiten und die Temperaturen beider Trocknungsmittelströme so eingestellt und aufeinander abgestimmt sind, daß die feineren Gutteilchen bis zu ihrer Vereinigung zu gröberen Gutteilchen der gewünschten Korngröße in der Schwebe gehalten werden, so daß nur Feinstgutteile oben ms dem Schacht ausgetragen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Einstellung der einer bestimmten Korngröße des Gutes entsprechenden Trocknungsmi ttelgeschwindigkeit ein Trocknungsmi ttelfeuchtemesser über ein Einstellglied die Temperatur des in den Schacht einzublasenden Trocknungsmittels beeinflußt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Abluft entweichenden Teile des Feingutes im Staubabscheider abgeschieden und mittels eines Trägerluftstromes erneut dem Sprühbereich im Schacht zugeführt werden.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in anderen Betriebsanlagen als Staub abgesaugtes Feingut mittels eines Trägerluftstromes dem Sprühbereich im Schacht zugeführt wird.
    5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schacht, sich in der Vereinigungszone der Gutteilchen beginnend, nach unten hin verjüngt.
    6. Vorrichtung nach AnspruchS oder zur Durch führung des Verfahrens nach einem der Ansprüche t bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die untere T rocknungsmitteleinfühirung ringförmig an den Mantel des Schachtes angrenzt.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknungsmitteleinführung in Kreisringsektoren unterteilt ist.
    8. Vorrichtung nach Anspruch6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknungsmitteieinführung aus kreisförmig angeordneten Düsen mit einstellbarem Austrittsquerschnitt besteht.
    9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühdüse (31) für das flüssige Gut ringförmig von der Otinung (40) für die Zuführung des Feingutes und diese Offnung ringförmig von der Austrittsöffnung (39) für Trocknungsmitteleinführung von oben umgeben ist.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9. dadurch gegekennzeichnet, daß die Zuleitungsrohre (35 und 37) des Trägerluftstromes und des von oben eingeführten Trocknungsmittels die Zuleitungsrohre (30 und 33) der Sprühdüse (31) ringförmig umschließen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 371 408. 449 077, 695266. 857924; deutsche Patentanmeldung p 6919 V/32a D (bekanntgemacht am 22. November 1951); schweizerische Patentschrift Nr. 261 896, britische Patentschriften Nr. 107 417, 324 331, USA.-Patentschriften Nr. 1 634 640. 1 830 174, 2363281.2413420, 2375119; französische Patentschriften Nr. 367 783. 884 378, 958 570.
DENDAT1071592D Pending DE1071592B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1071592B true DE1071592B (de) 1959-12-17

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ID=596245

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DE (1) DE1071592B (de)

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