DE1071464B - Vorrichtung zum dichten Abdeckein von dünnflüssige Füllungen enthaltenden Schokoladenhohlkörpern mit Schokolade - Google Patents
Vorrichtung zum dichten Abdeckein von dünnflüssige Füllungen enthaltenden Schokoladenhohlkörpern mit SchokoladeInfo
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Description
Die Erfindung geht von einer bekannten Gesamtanlage zur Herstellung geschlossener Schokoladenhohlkörper
mit dünnflüssigen Füllungen aus. Eine derartige Gesamtanlage besteht aus einer Anzahl hintereinander
folgender Förderstrecken, zu denen neben der eigentlichen Hohlkörperherstellungsstrecke auch die Füllstrecke
zum Einbringen der Flüssigkeit, z. B. Weinbrand, in die Hohlkörper und außerdem die Abdeckelstrecke
gehört, auf der die Schokoladenformen durch Schablonen abgedeckt unter einem Schokoladenabgabebehälter
hindurchlaufen. Aus dem Mundstück dieses bei den bekannten Anlagen ortsfesten temperierten
Schokoladenabgabebehälters fließt die Schokolade in Schleier- oder Bandform in durch die Weite des
Auslauf Schlitzes primär regelbarer Stärke aus, so daß beim Vorbeilaufen der Formen die offenen Schablonenlöcher
durch eine Schokoladendecke geschlossen werden, die im Bereich der Löcher auf die Flüssigkeitsoberfläche herabsinkt und sich mit den Oberkanten des
aus der Flüssigkeit herausstehenden Teils der Hohlkörperschale dicht verbindet.
Auch wenn man sich in der Längenausdehnung der Formvertiefungen und damit auch der Schablonenlöcher
auf die üblichen Größen der flüssiggefüllten Pralinen, z. B. auf Weinbrandbohnen oder Kognakkirschen,
beschränkt, ist man genötigt, im Bereich der Abdeckelvorrichtung höhere Fördergeschwindigkeiten
der Formen anzuwenden als auf den vorangehenden Behandlungsstrecken. Der Grund dafür ist durch das
verhältnismäßig schnelle Absinken des Schokoladenschleiers im Bereich der Schablonenöffnungen auf die
Flüssigkeitsoberfläche gegeben. Wenn eine zu geringe Relativgeschwindigkeit zwischen einem ortsfesten Abgabemundstück
und den unter ihm hindurchlaufenden schablonenüberdeckten Formen angewendet wird, kann
es vorkommen, daß die Schokoladendecke auf der Einlaufseite der Formvertiefung in den Schleierbereich
schon auf die Flüssigkeitsoberfläche niedergesunken ist und die Flüssigkeit nach der Auslaufseite einseitig verdrängt,
ehe die Schokoladendecke den gefüllten Schokoladenhohlkörper auf der anderen Seite bereits zuverlässig
abgedeckelt hat. Insbesondere bei den angestrebten hohen Füllungsgraden, also bei hohem Flüssigkeitsstand
innerhalb des Schokoladenhohlkörpers vor dem Abdeckein, besteht dann die große Gefahr, daß
die einseitig von der niedersinkenden Schokoladenschicht verdrängte Flüssigkeit den oberen Rand des
Schokoladenhohlkörpers auf der Auslaufseite benetzt, ehe die Abdeckschokolade auf den Rand der Auslaufseite
des Schokoladenhohlkörpers niedergesunken ist und sich mit ihm zuverlässig dicht verschmolzen hat.
Geradezu unvermeidlich wird diese Gefahr, wenn die abzudeckelnden gefüllten Hohlkörper eine größere
Längenausdehnung annehmen, als sie z. B. die bereits
Vorrichtung zum dichten Abdeckein
von dünnflüssige Füllungen enthaltenden Schokoladenhohlkörpern mit Schokolade
von dünnflüssige Füllungen enthaltenden Schokoladenhohlkörpern mit Schokolade
Anmelder:
Erhardt Walther,
Forchheim (OFr.), Konradstr. 10,
Forchheim (OFr.), Konradstr. 10,
und Erich Adler,
Forchheim (OFr.), Konradstr. 8
Forchheim (OFr.), Konradstr. 8
Erhardt Walther, Forchheim (OFr.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
erwähnten Weinbrandbohnen oder Kognakkirschen besitzen.
Bisher pflegte man sich in der Steigerung der Geschwindigkeit der Formen beim Übergang von der
Füllstrecke auf die Abdeckelstrecke des gesamten Förderweges auf ein gewisses Normalmaß zu beschränken,
was den Bedürfnissen für die Herstellung von Weinbrandbohnen und Kognakkirschen genügte. Da die
Masseabgabebehälter bisher bei derartigen Gesamtanlagen immer ortsfest über dem Förderwege angeordnet
waren, konnte man die Geschwindigkeitssteigerung auf das gewünschte bewährte Maß nur dadurch
erreichen, daß man den Formenabstand bis zu einer wirtschaftlich noch gerade zu vertretenden Größe im
Bereich der Abdeckelvorrichtung gegenüber den übrigen Förderstrecken wesentlich vergrößerte. Da es
zum Charakteristikum jeder solchen Fließbandanlage gehört, daß auf der gesamten Herstellungsstrecke an
jeder Stelle des Förderweges in der gleichen Zeitspanne
die gleiche Formenzahl passieren muß, damit Stauungen verminden werden, mußte mit der Vergrößerung
des Formenabstandes auch eine beträchtliche Geschwindigkeitserhöhung im Bereich der Abdeckelstrecke
Hand in Hand gehen. Diese Geschwindigkeitssteigerung wiederum mußte in diesem Abdeckelbereich in
Grenzen bleiben, da das Auflegen und das Abnehmen der Schablonen störungsfrei durchgeführt werden
mußte. Jede übermäßige Erhöhung der Geschwindigkeit würde außerdem auch die Formenabstände und
damit die Gesamtlänge der Fördervorrichtung dieses Geschwindigkeitsbereiches weiter vergrößern, woraus
sich z. B. auch die Notwendigkeit ergeben würde,
909 689/53
längere Heizelemente für das Anwärmen der oberen Ränder der Schokoladenhohlkörper vor dem Abdeckein
über der Förderstrecke anzuordnen, weil die Wärmeeinwirkung über eine gewisse Zeitdauer reichen muß.
Gemäß der Erfindung soll nun die beim Abdeckein besonders langer Schokoladenhohlkörper, z. B. von
größeren Ostereiern, deren Länge die üblichen Pralinenlängen weit überschreitet, in erhöhtem Maße auftretende
Gefahr der Wellenbildung auf der Flüssigkeitsoberfläche und des Verdrängens der Flüssigkeit
nach der Austrittsseite der Schablonenöffnungen aus dem Schokoladenschleierbereich bis in das Randgebiet
des Schokoladenhohlkörpers ohne Vergrößerung der Formenabstände und der Fördergeschwindigkeiten sowie
der Gesamtlänge der Abdeckelvorrichtung dadurch vermieden werden, daß erstens statt des bisher ortsfesten
Schokoladenbehälters eine Abdeckelvorrichtung mit einem im Grundriß längsbeweglichen schokoladenabgebenden
Organ verwendet wird, daß also der Abgabebehälter einschließlich der Auslaufschnauze oder
mindestens die letztere allein in einem gewissen Bereich längsbewegbar gemacht wird. Zweitens benötigt
man dazu einen das längsbewegbare Organ stetig mit unterschiedlichen Hin- und Rückgeschwindigkeiten mit
einer derartigen Hublänge hin- und herbewegenden Antrieb, daß im Zeitpunkt des Richtungswechsels des
schokoladenabgebenden Organs zwischen Abdeckel- und Rückkehrphase die Ablaufkante der Auslaufschnauze
über dem Zwischenfeld zwischen zwei einander folgenden Formen Steht. Drittens ist es erfindungswesentlich,
daß der Behälter die Abdeckelphase in der Gegenrichtung zur Formenförderrichtung durchläuft,
während er sich zum eingestellten Ausgangspunkt in der gleichen Richtung wie die Formen zurückbewegen
soll. Dabei ist es notwendig, daß die absolute mittlere Geschwindigkeit -des schokoladeabgebenden
Organs beim Durchlaufen der Rückkehrphase die Formenfördergeschwindigkeit keineswegs überschreiten
darf.
Zweckmäßigerweise kann man sich neben der bekannten Regelbarkeit der Stärke des Schokoladenschleiers
durch Verstellbarkeit der Spaltweite des Ausflußmundstücks auch noch einen zusätzlichen Geschwindigkeitsregelbereich
innerhalb des durch die Erfindung ermöglichten höheren Relativgeschwindigkeitsbereichs
dadurch schaffen, daß man die Hubgröße der Hin- und Herbewegung des Schokoladenabgabebehälters
veränderbar macht, wobei man naturgemäß zur Ersteinregulierung nicht darauf verzichten kann, auch
die Ablegehubphase gegenüber den Durchlaufphasen der Formen durch den Bewegungsbereich des Schokoladenabgabebehälters
zeitlich in an sich bekannter Weise veränderbar zu gestalten.
Da sich für die Hin- und Rückbewegungen des Abgabebehälters verschiedene absolute Geschwindigkeiten
ergeben, werden erfindungsgemäß zur Ableitung der Steuerbewegungen des letzteren Kurvenscheiben
verwendet, die auf die gewünschte Art der Erzeugung der Relativbewegung zwischen Formenförderer und
Schokoladenabgabebehälter beim Abdeckein abgestimmt sein müssen.
Ein Ausführungsschema einer Abdeckelvorrichtung gemäß der Erfindung ist aus der Zeichnung — und
zwar aus Fig. 1 — ersichtlich, während die Fig. 2 und 3 die Notwendigkeit der Erhöhung der relativen
Ablegegeschwindigkeiten über das bisher übliche Maß hinaus demonstrieren.
Die von Schablonen 3' überdeckten Formen 3 werden in den bekannten großen Abständen von den Mitnehmern
1/ eines Förderkettenpaares 1 unter dem Schokoladenabgabebehälter 2 stetig hindurchbewegt, wobei
sich der aus dem in der Weite regelbaren Mundstück austretende Schokoladenschleier 9 im Sinne der Darstellung
der Fig. 3 unter starkem Herüberziehen nach der Auslaufseite hin auf die Schablonen 3' ablegt.
In Fig. 2 ist im Gegensatz zu der Darstellung der Fig. 3 gezeigt, wie das Ablegen des Schokoladenschleiers
9 bei den bisher bekannten Anlagen mit ortsfestem Abgabebehälter erfolgt. Beide Fig. 2 und 3 be-
jo ziehen sich auf das Abdeckein verhältnismäßig langer
mit Flüssigkeit gefüllter Schokoladenhohlkörper. In die Darstellungen ist das Absinken der Schokalendecke
während des Hindurchlaufens der Formvertiefungen durch den Ablegebereich eingezeichnet. Während man
bei nicht ausreichender Relativgeschwindigkeit zwischen Formen und Abgabebehälter mit einem so dicken
Schleier rechnen muß, daß während des Ablegens durch das Schleiergewicht der Flüssigkeitsspiegel vorzeitig
erreicht und die Flüssigkeit nach der Austrittsseite verdrängt wird (vgl. Fig. 2), gibt die Beschleunigung
des Abdeckelvorganges durch Anwendung höherer Relativgeschwindigkeiten im Sinne der Fig. 3 dem
dann dünner ausgezogenen Schokoladendeckel überhaupt keine Gelegenheit, auf der Einlaufseite die Flüssigkeitsoberfläche
vor dem vollständigen Abschluß des Hohlkörpers durch den Schokoladendeckel auf der
anderen Hohlkörperseite zu erreichen.
Die Bewegungssteuerung des zur Erzielung hoher Ablegegeschwindigkeiten parallel zur Formenförderrichtung
hin- und herbewegten Abgabebehälters 2 wird von einer Kurvenscheibe 4 abgeleitet, von der das Ende
eines um eine ortsfeste Lagerachse 6' hin und her schwenkbaren liegenden Schwenkhebels 6 auf und
nieder bewegt wird. Das andere Ende dieses Schwenkhebeis 6 ist durch eine längenveränderbare aufrechtstehende Stange 10 mit einem Winkelhebel 5 verbunden,
dessen liegender Schenkel als Kulisse ausgebildet ist, in deren Schlitz ein radial zu der nicht besonders
bezeichneten ortsfesten Schwenkachse verstellbarer Stein verschoben werden kann. Durch Verstellung des
letzteren kann bei gleichbleibendem Hub des äußeren Endes des liegenden Schwenkhebels 6 der Schwenkwinkel
des Winkelhebels 5 verändert werden. An dem unteren Ende des hängenden Schenkels 5' des Winkelhebeis
5 ist eine Schub- und Zugstange 7 angelenkt, die die Verbindung zu dem Schokoladenabgabebehälter
2 herstellt. Der letztere ist parallel zur Formenförderrichtung hin und her bewegbar im Maschinengestell
gelagert oder aufgehängt, so daß er durch die dargestellte Bewegungssteuerung seiner Aufgabe einer
sehr schnellen Durchführung des Ablegens des Masseschleiers auf die Schablonenöffnungen gerecht werden
kann. Die Belieferung des Abgabebehälters 2 mit Schokolade erfolgt von dem unteren Sammelbehälter 8
aus mit dem bekannten Pumpwerk.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum dichten Abdeckein von oben noch offenen, in schablonengedeckten Formen
sitzenden und dünnflüssige Füllungen enthaltenden Schokoladen-Hohlkörpern mit Schokolade
mittels eines die Schokolade in Schleier- oder Bandform aus einem Mundstück abgebenden und
über die Förderbreite verteilenden temperierten Schokoladen-Abgabebehälters über einem die
schablonengedeckten Formen mit höherer Geschwindigkeit als die ungedeckten Formen auf der
Hohlkörperherstellungs- und -füllstrecke und in
größeren Abständen als auf letzteren fördernden Teil des gesamten Formenförderweges einer Gesamtanlage
zur Herstellung geschlossener Schokoladen-Hohlkörper mit dünnflüssigen Füllungen,
gekennzeichnet durch
erstens grundrißmäßige Längsbewegbarkeit des schokoladenabgebenden Organs der Abdeckelvorrichtung,
also des Abgabebehälters (2) einschließlich seiner Auslaufschnauze oder der Auslaufschnauze
allein, parallel zur Formenförderrichtung, durch
zweitens e;inen die erwähnten längsbeweglichen
Organe in stetige Hin- und Herbewegungen mit unterschiedlichen Hin- und Rückgeschwindigkeiten
mit einer derartigen Hublänge versetzenden Antrieb (4, 6, 10, 5, 7), daß im Zeitpunkt des
Richtungswechsels zwischen Abdeckel- und Rückkehrphase die Ablaufkante der Auslaufschnauze
über dem Zwischenfeld zwischen zwei Formen (3) steht, und durch drittens das Durchlaufen der Abdeckelphase
des Behälters (2) in der Gegenrichtung zu, das Durchlaufen der Rückkejirphase bis zum eingestellten
Ausgangspunkt jedoch in der Formenförderrichtung.
2. Vorrichtung zum Abdeckein nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Veränderbarkeit von Hubgröße
und Hubphase gegenüber den Durchlaufphasen der Formen (3) durch den Bewegungsbereich des Schokoladen-Abgabebehälters (2).
3. Vorrichtung zum Abdeckein nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Ableitung der
Bewegung des Schokoladen-Abgabebehälters (2) von, auf die gewünschte Art der Erzeugung der
Relativbewegung zwischen Formenförderer und Schokoladen-Abgabebehälter (2) beim Abdeckein
abgestimmten Kurvenscheiben.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 398 362.
Deutsche Patentschrift Nr. 398 362.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 689/53 12.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1071464B true DE1071464B (de) | 1959-12-17 |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1071464B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001078519A1 (en) * | 2000-04-14 | 2001-10-25 | Societe Des Produits Nestle S.A. | Shell-type confectionery product |
| WO2015040582A1 (en) * | 2013-09-20 | 2015-03-26 | Kraft Foods R&D, Inc. | Apparatus and method for producing a molded food item |
-
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| CN105530818A (zh) * | 2013-09-20 | 2016-04-27 | 卡夫食品研究和开发股份有限公司 | 用于生产模制食品件的设备和方法 |
| CN105530818B (zh) * | 2013-09-20 | 2020-10-09 | 卡夫食品瑞士控股有限责任公司 | 用于生产模制食品件的设备和方法 |
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