DE1071225B - - Google Patents
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- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
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- G01R31/327—Testing of circuit interrupters, switches or circuit-breakers
- G01R31/333—Testing of the switching capacity of high-voltage circuit-breakers ; Testing of breaking capacity or related variables, e.g. post arc current or transient recovery voltage
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Description
Gegenstand der Hauptpatentanmeldung ist eine Anordnung zur Prüfung der Beanspruchung von Hochspannungsschaltgeräten,
beispielsweise von Hochspannungsschaltern, beim Unterbrechen von Strömen mit einem in Reihe zu dem zu prüfenden Schaltgerät liegenden
zweiten Schaltgerät, einer Hochstromquelle, die zunächst beide Schaltgeräte speist, und einer Hochspannungsquelle,
die die wiederkehrende Spannung liefert. Gemäß der Hauptpatentanmeldung beginnt in
der Nähe des Nulldurchganges des von der Hochstromquelle gelieferten Stromes die Hochspannungsquelle eine Spannung zu erzeugen, die einen vorbestimmten
Verlauf aufweist, und erst nach dem Nulldurchgang des genannten Stromes wird diese Spannung
an das zu prüfende Schaltgerät gelegt, während vorher der Hochstromkreis selbst durch entsprechende
Wahl der Größe seiner Spannung, Frequenz und Dämpfung die wiederkehrende Spannung an dem zu
prüfenden Schaltgerät mit der gewünschten Steilheit erzeugt. Wie in der Hauptpatentanmeldung dargelegt, ao
kann das Schaltgerät, z. B. ein Hochspannungsschalter, damit nahezu so beansprucht werden, als ob er mit
dem Kurzschlußstrom bei der Nennspannung geprüft worden wäre. Die Schaltung nach der Hauptpatentanmeldung
ist auch für Gleichstromschalter sinngemäß anwendbar, bei denen zur Stromunterbrechung ein
künstlicher Stromnulldurchgang des Stromes im Schalter herbeigeführt wird. Zur Erzeugung der von der
Hochspannungsquelle gelieferten Spannung, die der wiederkehrenden Spannung entspricht und sich aus
den tatsächlichen Betriebsbedingungen, Vorschriften oder auf Grund von Entwicklungsversuchen ergibt,
ist gemäß der Hauptpatentanmeldung die Reihenschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators
vorgesehen, die ungefähr im Nulldurchgang des Stromes in dem zu prüfenden Schaltgerät (beispielsweise
kurz vor oder bei Erreichen der maximalen Löschdistanz), gegebenenfalls über eine Drosselspule, mit
der Hochspannungsquelle, z. B. einem geladenen Kondensator, verbunden wird. Durch ein zweites Schaltgerät
wird kurze Zeit nach dem Nulldurchgang des genannten Stromes, wenn die Spannung an der Reihenschaltung
von Widerstand und Kondensator im Hochspannungskreis ungefähr die gleiche Größe aufweist
wie die vom Hochstromkreis erzeugte Spannung an dem zu prüfenden Schaltgerät, die Reihenschaltung
von Widerstand und Kondensator parallel zum zu prüfenden Schaltgerät gelegt. In Fig. 1 des Ausführungsbeispieles
der Hauptpatentanmeldung ist zu diesem Zweck eine gesteuerte Funkenstrecke vorgesehen.
Gemäß der Erfindung dient als Schaltgerät, das die Reihenschaltung aus Widerstand und Kondensator
parallel zu dem zu prüfenden Schaltgerät schaltet, eine Dreielektrodenfunkenstrecke, von der die erste
30
Anordnung zur Prüfung
von Wechselstromschaltgeräten
Zusatz zur Patentanmeldung S 56381 VIIIc/21 e
(Auslegesclirift 1.064 631)
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dr. techn. Ernst Slamecka, Berlin-Schlachtensee,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Elektrode an die eine Klemme des zu prüfenden Schaltgerätes, die zweite Elektrode an die eine
Klemme der Reihenschaltung aus Widerstand und Kondensator und die dritte Klemme über einen ohmschen
Widerstand an die miteinander verbundenen anderen Klemmen des zu prüfenden Schaltgerätes und
der genannten Reihenschaltung angeschlossen ist. Das gibt den Vorteil, daß ein Steuergerät für die Funkenstrecke
entfällt.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Die in Fig. 1 der Zeichnung dargestellte Schaltung ist genau so aufgebaut wie die Schaltung nach Fig. 1
der Hauptpatentanmeldung. Mit 1 ist der zu prüfende Schalter und mit 2 der Hilfsschalter bezeichnet. Die
Reihenschaltung beider Schalter liegt an der Sekundärwicklung eines Transformators 3, dessen Primärwicklung
über die Begrenzungsdrosselspule 4 und den Schalter 5 mit dem Prüfgenerator 6 verbunden ist.
Der Prüfgenerator mit dem Transformator 3 bildet die Hochstromquelle, die den geforderten Kurzschluß
strom bei einer gegenüber der Nennspannung des Schalters geringeren Spannung liefert. Parallel zu der
Reihenschaltung der Schalter 1 und 2 liegt die Reihenschaltung eines ohmschen Widerstandes 7 und eines
Kondensator 8. Sie dient zur Einstellung der Eigenfrequenz und Dämpfung des Hochstromkreises, um
den gewünschten Anstieg der Spannung nach dem Nulldurchgang des Stromes der Hochstromquelle zu
erreichen. Der Hochspannungskreis besteht aus einem mit Gleichstrom aufgeladenen Kondensator IOj der
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-a 1
Drosselspule Ilj den Funkenstrecken 12 und 30 und
der Reihenschaltung aus dem ohmschen Widerstand 14 und dem Kondensator 15. Die Reihenschaltung
wird beim Zünden der Funkenstrecke 12 von dem Entladestrom des Kondensators 10 über die Drosselspule
11 gespeist, und es wird an ihr eine Spannung gewünschten Anstiegs, Verlaufs und Höhe erzeugt. Mit
16 ist ein Stromwandler bezeichnet, dessen Magnetisierungskurve annähernd rechteckig ist. Seine Primärwicklung
liegt im Ausführungsbeispiel unmittelbar im Hochstromkreis, und der in der Nähe des Nulldurchganges
von diesem Wandler erzeugte Impuls wirkt über ein Steuergerät 17 auf die Funkenstrecke 12 ein.
Der Unterschied gegenüber der Anordnung nach der Hauptpatentanmeldung besteht darin, daß an Stelle
der dort verwendeten und mit 13 bezeichneten gesteuerten Funkenstrecke eine Dreielektrodenfunkenstrecke
30 mit den drei Elektroden Slj 32 und 33 tritt, die im Ausführungsbeispiel kugelförmig ausgebildet
sind. Die Elektrode 31 ist mit der oberen Klemme des zu prüfenden Schalters Ij die Elektrode 32 mit der
oberen Klemme der Reihenschaltung aus Widerstand 14 und Kondensator 15 und gegebenenfalls einer nicht
dargestellten Drosselspule angeschlossen. Die Mittelelektrode 33 ist über einen hohen ohmschen Widerstand
35 mit den miteinander verbundenen unteren Klemmen des Schalters 1 und der erwähnten Reihenschaltung
verbunden. Die Elektrode 33 liegt also im Ausführungsbeispiel über den Widerstand 35 an Erde.
Die Schlagweiten zwischen den Elektroden 31 und 33 und 32 und 33 sind gleich groß gewählt und so bemessen,
daß der Überschlag erfolgt, wenn die vom Generator 6 am Schalter 1 erzeugte wiederkehrende
Einschwingspannung ungefähr die gleiche Größe aufweist, wie die an der Reihenschaltung von Widerstand
14 und Kondensator 15 auftretenden Spannung.
In Fig. 2 sind die Verhältnisse in der Umgebung des Nulldurchganges des Stromes dargestellt. Der
über den Schalter fließende'Strom ist mit ik bezeichnet. Zur Zeit t = t0 sei eine Entfernung der Schaltstücke
erreicht, bei der eine Löschung erfolgen kann, beispielsweise die maximale Löschdistanz. In diesem
Zeitpunkt oder kurz vorher oder nachher wird auch, wie in der Hauptpatentanmeldung beschrieben, die
Funkenstrecke 12 gezündet (in Fig. 2 zur Zeit t = J1). Die wiederkehrende Spannung am Schalter Ij die von
der Hochstromquelle erzeugt wird, ist mit uv die Spannung an der Reihenschaltung von Widerstand 14
und Kondensator 15 ist mit M2, die Lichtbogenspannung mit uB bezeichnet. Wie bereits erwähnt, findet
der Uberschlag zwischen den Elektroden 31 und 33 bzw. zwischen den Elektroden 32 und 33 statt, wenn
die Spannungen M1 und M2 gleich groß sind (Zeitpunkt
£2). Dadurch wird nunmehr über die Lichtbögen der Reihenschaltung von Widerstand 14 und Kondensator
15 parallel zum Schalter 1 gelegt, so daß, wie in der Hauptpatentanmeldung beschrieben, die zunächst
von der Hochstromquelle gelieferte Spannung M1 am Schalter 1 von der von der Hochspannungsquelle gelieferten
SpannungM2 abgelöst wird. Dadurch erreicht man, die beispielsweise an Hand der Fig. 5 der Hauptpatentanmeldung
beschrieben, eine Beanspruchung des Schalters mit einer wiederkehrenden Spannung, wie
sie den tatsächlichen Verhältnissen entspricht bzw. durch Vorschriften gefordert wird.
Diese Lichtbögen zwischen den Elektroden 31 und 33 bzw. 32 und 33 bleiben auch nach dem Überschlag
weiterhin bestehen, da wegen der im Verhältnis zur Eigenkapazität des Schalters 2 großen Kapazität des
Kondensators 15 die Spannung U1, die die Hochstrom-225
quelle liefert, stark absinkt, sobald die Verbindung zwischen Hochstromkreis und Hochspannungskreis
hergestellt ist.
Es könnte vorkommen, daß die Überschläge zwischen den Elektroden 31 und 33 und den Elektroden
32 und 33 nicht gleichzeitig erfolgen. Würde beispielsweise zunächst der Überschlag zwischen den Elektroden
32 und 33 erfolgen, dann würde das Potential der Elektrode 33 auf den Wert des Potentials der
Elektrode 32 gehoben werden, und ein Überschlag zwischen den Elektroden 31 und 33 könnte erst erfolgen,
nachdem die Spannungen M1 und M2 um einen erheblichen Betrag voneinander abweichen. Diese
Schwierigkeit läßt sich dadurch beseitigen, daß dem ohmschen Widerstand 35 ein Kondensator 36 parallel
geschaltet wird. Es steigt dann die Spannung der Mittelelektrode 33 mit Verzögerung an, so daß, wenn
zunächst z. B. ein Uberschlag zwischen der Elektrode 32 und 33 erfolgt, unmittelbar darauf auch ein Überschlag
zwischen den Elektroden 31 und 33 stattfinden kann. Zu erwähnen ist noch, daß der Widerstand 35
groß gegenüber dem Widerstand 14, die Kapazität des Kondensators 36 klein gegenüber der Kapazität des
Kondensators 15 ist.
Wie bereits erwähnt, wird durch die Anwendung der Dreielektrodenanordnung ein besonderes Steuergerät
entbehrlich, da zur Steuerung der Dreielektrodenanordnung nicht mehr der Strom im Hochstromkreis
und ein Zeitglied notwendig sind, sondern als Steuergrößen werden die Spannungen W1 und M2 selbst verwendet.
In Fig. 3 ist ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es ist wieder eine Dreielektrodenanordnung
30 vorgesehen. Die kugelförmig ausgebildete Elektrode 31 ist mit der oberen Klemme des
Schalters 1 verbunden. Die mit der oberen Klemme der Reihenschaltung aus Widerstand 14 und Kondensator
15 verbundene Elektrode 32 ist scheibenförmig ausgebildet und bildet die Mittelelektrode, die über
den ohmschen Widerstand 35 und Kondensator 36 an Erde angeschlossene Elektrode 33 bildet die andere
Außenelektrode der Funkenstreckenanordnung. Zwischen den beiden Meßelektroden 32 und 33 erfolgt ein
Uberschlag bei einem bestimmten Wert der Spannung M2 etwa zur Zeit t2 in Fig. 2. Nach dem Überschlag werden
sowohl die Elektrode 32 als auch die Elektrode 33 infolge des Kondensators 36 ganz kurzzeitig nahezu
Erdpotential erhalten, wodurch auch der Überschlag zwischen den Elektroden 31 und 32 ausgelöst wird.
Zum Unterschied von der Anordnung nach Fig. 1 stellt lediglich der Lichtbogen zwischen den Elektroden 31
und 32 die Verbindung zwischen Hochstromkreis und Hochspannungskreis dar, so daß durch diesen Lichtbogen,
der einen wesentlich größeren Strom aufweist als der Lichtbogen zwischen den Elektroden 32 und
33, die Ansprechspannung der Funkenstrecke, bestehend aus den Elektroden 32 und 33, nicht beeinträchtigt
wird. Der Abstand der Elektroden 31 und 32 und damit auch der Abstand zwischen den Elektroden
32 und 33 wird so gewählt, daß die Löschspitze der Lichtbogenspannung itB, die aus Fig. 2 ersichtlich ist,
keinen Überschlag zwischen den Elektroden 31 und 32 hervorrufen kann.
In den folgenden Fig. 4, 5 und 6 sind Abänderungen der Dreielektrodenanordnung nach Fig. 3 dargestellt.
In diesen Figuren sind lediglich die Elektroden 31, 32 und 33 und der Erdungswiderstand 35 mit dem
Parallelkondensator 36 gezeichnet.
Nach Fig. 4 ist die an den Hochstromkreis angeschlossene Elektrode 31 ringförmig ausgebildet. Im
Claims (4)
1. Anordnung zur Prüfung der Beanspruchung von Wechselstromschaltgeräten, beispielsweise von
Hochspannungsschaltern, Stromrichtern u. dgl., beim Unterbrechen von Strömen, bei der in Reihe
mit dem zu prüfenden Schaltgerät ein zweites Schaltgerät liegt, das gleichzeitig oder annähernd
gleichzeitig mit dem zu prüfenden Schaltgerät den Ausschaltbefehl erhält, mit einer Hochstromquelle,
die zunächst beide Schaltgeräte speist, und einer Hochspannungsquelle, die die wiederkehrende
Spannung liefert, derart, daß in der Nähe des Nulldurchgangs des von der Hochstromquelle gelieferten
Stromes die Hochspannungsquelle eine Spannung zu erzeugen beginnt, die einen vorbestimmten
Verlauf aufweist, und daß erst nach dem Nulldurchgang des genannten Stromes diese Spannung
an das zu prüfende Schaltgerät gelegt wird, während vom Nulldurchgang des Hochstromes bis
zu diesem Zeitpunkt der Hochstromkreis selbst durch entsprechende Wahl der Größe seiner Spannung,
Frequenz und Dämpfung die wiederkehrende Spannung mit der gewünschten Steilheit erzeugt
und bei welcher in der Nähe des Nulldurchganges des Hochstromes die Hochspannungsquelle an die
Reihenschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators gelegt wird, welche ihrerseits über
ein Schaltgerät nach dem Nulldurchgang des genannten Stromes parallel zu dem zu prüfenden
Schaltgerät gelegt wird, nach Patentanmeldung S 56381 VIII c/21e, dadurch gekennzeichnet, daß
als Schaltgerät eine Dreielektrodenfunkenstrecke (30) dient, von der die erste Elektrode (31) an die
eine Klemme des zu prüfenden Schaltgerätes (1), die zweite Elektrode (32) an die eine Klemme der
Reihenschaltung aus Widerstand (14) und Kondensator (15) und die dritte Elektrode (33) über einen
ohmschen Widerstand (35) an die miteinander verbundenen anderen Klemmen von Schaltgerät (1)
und Reihenschaltung (14,15) angeschlossen ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Widerstand (35)
ein Kondensator (36) geschaltet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Elektrode (33) zwischen
der ersten (31) und zweiten (32) angeordnet ist und die Ansprechspannungen zwischen der
ersten und dritten und der zweiten und dritten Elektrode gleich groß sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Elektrode (32) zwischen
der ersten (31) und der dritten (33) liegt und vorzugsweise als Platte ausgebildet ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1071225B true DE1071225B (de) | 1959-12-17 |
Family
ID=595958
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1071225D Pending DE1071225B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1071225B (de) |
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